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Ziehet hin! lieben Kinder - Gryphius, Andreas - Gedichtanalyse

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Ziehet hin! lieben Kinder - Gryphius, Andreas - Gedichtanalyse

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Einleitung

Thema: Ziehet hin! lieben Kinder - Gryphius, Andreas - Gedichtanalyse

Zielgruppe: Klasse 9–10, Deutsch

Kurzbeschreibung: Andreas Gryphius schrieb die Ode „6. Ziehet hin! lieben Kinder“. Sie erschien 1657 im dritten Buch seiner Oden. Das Gedicht beginnt mit „Kans denn nicht anders seyn! so zieht ihr Kinder zieht“. Es umfasst 72 Verse.

Eine Stimme beklagt die Trennung von ihren Kindern. Später findet sie Hoffnung auf eine Wiedervereinigung.

Du lernst, den Text zu verstehen, sprachliche Bilder zu erklären und eine kurze Gedichtanalyse zu schreiben.

Andreas Gryphius, dargestellt auf einem historischen Kupferstich von Philipp Kilian. Gemeinfrei.

Wichtige Unterscheidung: Andreas Gryphius ist der Autor. Die sprechende Stimme des Gedichts ist eine literarische Stimme. Im biblischen Hintergrund spricht das personifizierte Jerusalem wie eine Mutter. Sie ist nicht einfach mit dem Autor gleichzusetzen.


Autor, Epoche und Quelle


Andreas Gryphius

Andreas Gryphius lebte von 1616 bis 1664. Er war ein bedeutender Dichter des Barock.

In seinen Werken spielen Leid, Vergänglichkeit, Religion und Hoffnung eine wichtige Rolle.

Der Dreißigjährige Krieg dauerte von 1618 bis 1648. Er prägte Gryphius' Lebenszeit.

Die Ode erschien 1657, also nach dem Krieg. Sie ist aber kein nachgewiesener Bericht über ein bestimmtes Kriegsereignis.

Lernvideo: Michael Sommer erklärt die Barockliteratur. Der passende Abschnitt beginnt bei etwa 44:12 Minuten.


Historische Textgrundlage

Werk: Andreas Gryphius, „6. Ziehet hin! lieben Kinder“.

Sammlung: Oden. Das dritte Buch. 1657.

Erstdruck der Sammlung: „Deutsche Gedichte“, Breslau, Johann Lischke, 1657.

Die folgende Textarbeit bezieht sich auf diese historische Fassung, wie sie in der wissenschaftlich erschlossenen digitalen Überlieferung zugänglich ist.

Quellfassung: Zeno.org – 6. Ziehet hin! lieben Kinder

Kontrollierte Textfassung: TextGrid Repository – vollständiger Gedichttext

TextGrid gibt eine digital erschlossene Textfassung wieder. Diese darf nicht ohne Weiteres mit einem Faksimile des Originaldrucks gleichgesetzt werden.

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Diese externe Quelle ist für aiMOOC-iFrames nicht freigegeben.

Falls die Einbettung nicht angezeigt wird, öffne den Text über den Link.

Arbeitsauftrag: Lies das Gedicht in der Quellfassung. Die erste Lektüre darf langsam sein. Du musst nicht jedes alte Wort sofort verstehen.


Die biblische Vorlage

Über dem Gedicht steht:

„Baruch 4/19.“

Das verweist auf das Buch Baruch.

In Baruch 4 spricht Jerusalem wie eine Mutter. Ihre Kinder werden weggeführt. Sie ist traurig und fühlt sich verlassen. Trotzdem hofft sie auf Gottes Hilfe.

Die Darstellung ist eine Personifikation: Eine Stadt spricht und empfindet wie ein Mensch.

Gustave Doré: Baruch, 1866. Spätere Bibelillustration, keine Abbildung des Gedichts von 1657. Gemeinfrei.

Bibeltext zum Vergleichen: Baruch, Kapitel 4

Besonders wichtig sind die Verse 19–23.

Merke: Die Verbindung mit Jerusalem ist durch die biblische Vorlage begründet. Eine Deutung als persönliche Abschiedsszene ist möglich, erklärt aber nicht den gesamten religiösen Zusammenhang.


Quellfassung und Lesefassung


Quellfassung: So ist das Gedicht aufgebaut

Die vollständige Quellfassung umfasst 72 Verse.

Die sechs Teile tragen folgende Überschriften:

Teil Verse Schwerpunkt
1. Satz 1–14 Abschied und Verlassenheit
1. Gegensatz 15–28 Trauerkleidung und Verlust
1. Abgesang 29–36 Gebet um Hilfe
2. Satz 37–50 Ermutigung und Vertrauen
2. Gegensatz 51–64 Wachsende Hoffnung
2. Abgesang 65–72 Erwartete Wiedervereinigung

Diese Gliederung steht im Text. Sie zeigt zwei gleich aufgebaute Hälften mit jeweils 36 Versen.

Achtung: Das Werk ist eine Ode, kein Sonett. Die jeweils 14 Verse umfassenden Teile machen das gesamte Gedicht nicht zu einem Sonett.


Lesefassung in einfacher Sprache

Hinweis: Die folgenden Texte sind eine eigene, gekürzte und sinngemäße Übertragung in heutiges Deutsch. Sie sind keine historischen Originalverse und keine vollständige Vers-für-Vers-Übersetzung.


Erster Satz: Abschied

Meine geliebten Kinder müssen fortgehen. Ich kann sie nicht beschützen. Andere Menschen haben Macht über sie. Ich bleibe allein zurück und finde kaum Hilfe.

Gefühl: Angst, Trauer und Hilflosigkeit.


Erster Gegensatz: Trauer

Ich lege meinen kostbaren Schmuck ab. Statt schöner Kleidung trage ich grobe Trauerkleidung. Tränen und Asche zeigen meinen Schmerz.

Gefühl: Tiefe Trauer.


Erster Abgesang: Gebet

Ich bin schwach und traurig. Trotzdem will ich Gott um Hilfe und Gnade bitten.

Wendepunkt: Die Stimme gibt ihre Hoffnung nicht ganz auf.


Zweiter Satz: Mut

Meine Kinder sollen mutig sein und Gott um Hilfe bitten. Ich vertraue darauf, dass Gott sie von ihrer Unterdrückung befreien wird.

Gefühl: Mut und Vertrauen.


Zweiter Gegensatz: Hoffnung

Ich glaube, dass die Hilfe näherkommt. Die Hoffnung ist wie Sonnenlicht, das durch dunkle Wolken scheint. Die Trauer soll enden.

Gefühl: Zuversicht.


Zweiter Abgesang: Wiedersehen

Ich musste euch unter Tränen gehen lassen. Doch ich hoffe fest, dass Gott euch zu mir zurückbringt. Dann können wir uns gemeinsam freuen.

Schluss: Die Stimme erwartet eine glückliche Wiedervereinigung.


Schwierige Wörter

Altes Wort Bedeutung heute
Kans Kann es
Vberwinder Überwinder, Bezwinger
Dinstbarkeit Abhängigkeit oder Unfreiheit
Hülff Hilfe
Zehren Tränen
seufftzenreich voller Seufzer
seyd getrost Habt Mut
treuget trügt, täuscht
frembde Grentzen fremde Grenzen
Wonn' große Freude

Tipp: Die alte Rechtschreibung ist nicht automatisch eine andere Bedeutung. Lies deshalb immer den ganzen Satz.


Gedichtanalyse


Thema und Entwicklung

Am Anfang erlebt die Stimme einen schmerzhaften Abschied.

Die Kinder werden weggeführt. Die Stimme kann sie nicht beschützen.

In der Mitte wendet sie sich im Gebet an Gott.

Im zweiten Teil wächst die Hoffnung. Die Stimme erwartet Befreiung und Wiedersehen.

Die wichtigste Bewegung lautet:

Trauer → Gebet → Hoffnung → erwartete Wiedervereinigung


Wer spricht?

Die Stimme verwendet „ich“ und „meine“.

Sie spricht ihre Kinder direkt an.

Durch den Hinweis auf Baruch 4 wird deutlich: Die biblische Vorlage zeigt Jerusalem als Mutterfigur.

Interpretation: Gryphius gestaltet diese trauernde und hoffende Stimme poetisch aus.

Erfinde deshalb keine autobiografische Geschichte über eigene Kinder des Autors.


Sprachliche Mittel

Wiederholung: Die wiederholte Anrede der Kinder zeigt starke Gefühle und Nähe.

Ausrufe: Ausrufe lassen die Klage besonders eindringlich wirken.

Personifikation: Jerusalem erhält menschliche Gefühle und eine menschliche Stimme.

Vergleich: Im zweiten Gegensatz wird Gottes Hilfe mit Sonnenlicht verglichen, das durch dunkle Nebel scheint.

Gegensatz: Trauer und Freude, Verlassenheit und Wiedersehen stehen einander gegenüber.

Deutung: Die sprachlichen Mittel verstärken den Weg vom Schmerz zur Hoffnung.

Peeter Sion: Vanitas-Stillleben mit Sanduhr und Totenschädel. Gemeinfrei.

Bildaufgabe: Viele barocke Kunstwerke zeigen die Vergänglichkeit des Lebens. Vergleiche das Bild mit Gryphius' Ode. Erkläre auch einen Unterschied: Im Gedicht stehen die Trennung und die religiöse Hoffnung besonders deutlich im Mittelpunkt.


Historischer Zusammenhang

Animation zum Verlauf des Dreißigjährigen Kriegs von Habsbourg1500, 2025, CC BY-SA 4.0.

Menschen erlebten während des Dreißigjährigen Kriegs Gewalt, Flucht und Verlust.

Solche Erfahrungen helfen, die Bedeutung von Angst und Trennung in der Barockzeit zu verstehen.

Wichtig: Die Animation ist eine moderne Darstellung des Kriegsverlaufs. Sie zeigt nicht die Handlung des Gedichts. Der direkte Textbezug besteht zum Buch Baruch.


So schreibst Du eine Deutung

Verwende drei einfache Schritte.

  1. Beobachtung: Was steht im Gedicht?
  2. Beleg: Wo findest Du die passende Textstelle?
  3. Wirkung: Was zeigt oder verstärkt diese Stelle?

Satzhilfe:

„In den Versen … beschreibt die Stimme … . Das erkennt man an … . Dadurch wird deutlich, dass … .“

Lernvideo: Die Analyse eines anderen Gedichts von Gryphius zeigt Methoden, die Du übertragen kannst. Beachte: „Es ist alles eitel“ ist ein Sonett, „Ziehet hin!“ dagegen eine Ode.


Hören und Vergleichen

Für das hier behandelte Gedicht liegt in dieser Auswahl keine verifizierte Commons-Audioaufnahme vor.

Du kannst aber zwei andere Gedichte von Gryphius anhören und die Vortragsweise vergleichen.

Hörbeispiel 1: „Abend“, gesprochen von Christian Al-Kadi, LibriVox, gemeinfrei.

Hörbeispiel 2: „Es ist alles eitel“, gesprochen von Christopher Arndt, LibriVox, gemeinfrei.

Hörauftrag: Achte auf Pausen, Betonungen und den Ausdruck von Gefühlen. Wie würdest Du den Anfang und das Ende von „Ziehet hin!“ unterschiedlich vortragen?

Weiteres YouTube-Hörbeispiel: Lesedusche trägt „Betrachtung der Zeit“ von Gryphius vor. Auch dies ist ausdrücklich ein anderes Gedicht.


Gestufte Lernhilfen


Hilfe 1: Leicht

Lies zuerst die sechs kurzen Abschnitte der Lesefassung. Schreibe zu jedem Abschnitt ein Gefühl auf.


Hilfe 2: Standard

Öffne die Quellfassung und suche passende Verse. Vergleiche, welche Wörter Gefühle beschreiben und welche Wörter Hoffnung ausdrücken.


Hilfe 3: Schwer

Vergleiche die Ode mit Baruch 4,19–23. Unterscheide dabei die biblische Vorlage, Gryphius' poetische Gestaltung und Deine eigene Deutung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Lesequiz mit Textbelegen: Beziehe die kurzen Zitate auf die angegebene Stelle in der Quellfassung. Es gibt jeweils nur eine richtige Antwort.

1. Was zeigt der Ausruf „Kans denn nicht anders seyn“ in Vers 1? (Die Stimme fühlt sich beim Abschied machtlos) (!Die Stimme plant ein Fest) (!Die Kinder kommen gerade zurück) (!Die Stimme freut sich über einen Sieg)




2. Wer wird in den ersten Versen mit „Kinder“ angesprochen? (Die Menschen, die fortziehen müssen) (!Die Gegner der Stadt) (!Die Leser eines Schulbuchs) (!Die Soldaten eines Festes)




3. Was bedeutet der „Vberwinder“ in Vers 7 im Zusammenhang des Gedichts? (Eine Macht, die die Kinder fortreißt) (!Ein freundlicher Lehrer) (!Ein reisender Kaufmann) (!Ein siegreicher Sportler)




4. Was zeigt die „Aschen“ auf den Haaren in Vers 26? (Die tiefe Trauer der Stimme) (!Einen fröhlichen Tanz) (!Ein königliches Fest) (!Eine reiche Ernte)




5. Warum wendet sich die Stimme im ersten Abgesang an Gott? (Sie sucht Hilfe und Gnade) (!Sie möchte einen Wettkampf gewinnen) (!Sie will ein Schloss bauen) (!Sie möchte ihren Schmuck zurückkaufen)




6. Was fordert die Stimme mit „seyd getrost“ in Vers 37? (Die Kinder sollen Mut fassen) (!Die Kinder sollen schweigen) (!Die Kinder sollen kämpfen lernen) (!Die Kinder sollen Schmuck tragen)




7. Wofür steht das „Vater Hertz“ im zweiten Satz? (Für die erhoffte Barmherzigkeit Gottes) (!Für den König als Erzähler) (!Für die Macht eines Kaufmanns) (!Für die Stärke einer Stadtmauer)




8. Was verdeutlicht das Bild vom „Sonnen Licht“ im zweiten Gegensatz? (Die Hoffnung auf Hilfe nach schwerem Leid) (!Das genaue Wetter am Tag des Abschieds) (!Die Entstehung eines neuen Planeten) (!Die Ankunft des Sommers)




9. Was bedeutet die angekündigte Umkehr von Herren und Knechten in Vers 47? (Die bisherigen Machtverhältnisse sollen sich ändern) (!Die Kinder sollen ein Handwerk lernen) (!Alle Menschen sollen eine Krone tragen) (!Die Stadt will ihre Tore schließen)




10. Welche Hoffnung zeigt „wieder geben“ im Schlussabschnitt? (Die getrennten Kinder sollen zurückkehren) (!Die Stimme wird ihre Kinder vergessen) (!Die Stadt wird für immer verlassen bleiben) (!Die Kinder sollen erneut weggeführt werden)





Memory

Finde die sechs zusammengehörenden Paare.

Baruch Biblische Vorlage
Jerusalem Personifizierte Stadt
Asche Zeichen der Trauer
Abgesang Abschließender Abschnitt
Sonnenlicht Bild der Hoffnung
Wiedersehen Erwartetes Ende der Trennung





Drag and Drop

Ordne die Begriffe den passenden Bedeutungen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Trennung Schmerzlicher Abschied
Trauergewand Sichtbares Zeichen des Leids
Gebet Bitte um göttliche Hilfe
Zuversicht Vertrauen auf eine bessere Zukunft
Rückkehr Erhoffte Wiedervereinigung





Kreuzworträtsel

BARUCH Welches biblische Buch wird im Untertitel der Ode genannt?
JERUSALEM Welche Stadt spricht im biblischen Zusammenhang wie eine Mutter?
GRYPHIUS Wie lautet der Nachname des Autors?
ASCHE Welches Zeichen der Trauer befindet sich in den Haaren der Stimme?
HOFFNUNG Welche Haltung wird im zweiten Teil des Gedichts immer stärker?
ABGESANG Wie heißt der letzte Abschnitt jeder Gedichthälfte?





LearningApps

Dies ist eine Suche nach vorhandenen LearningApps, keine eigens geprüfte Einzelaufgabe.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Andreas Gryphius gehört zur Literaturepoche des

.
Das dritte Buch seiner Oden erschien im Jahr

.
Das Gedicht umfasst insgesamt

Verse.
Die biblische Vorlage steht im Buch

.
In dieser Vorlage spricht die Stadt

wie eine Mutter.
Zu Beginn erlebt die Stimme eine schmerzhafte

.
Das Ablegen des Schmucks zeigt ihre tiefe

.
Im ersten Abgesang sucht sie durch ein

Hilfe.
Im zweiten Teil wächst die

.
Am Schluss erwartet die Stimme die

ihrer Kinder.




Offene Aufgaben

Hinweis: Alle offenen Aufgaben werden von Dir, einer Mitschülerin, einem Mitschüler oder einer Lehrkraft besprochen. Sie werden nicht automatisch bewertet.


Leicht

  1. Gefühle in Gedichten: Markiere in der Lesefassung Wörter für Trauer und Hoffnung. Erkläre zwei Beispiele.
  2. Inhaltsangabe: Schreibe zu jeder Gedichthälfte drei eigene Sätze.
  3. Vorlesen: Lies zwei ausgewählte Abschnitte mit unterschiedlicher Betonung vor. Erkläre Deine Entscheidungen.
  4. Bildbeschreibung: Beschreibe das Baruch-Bild von Doré. Erkläre, weshalb eine spätere Illustration keine historische Quelle für den Wortlaut der Ode ist.


Standard

  1. Textvergleich: Vergleiche einen Abschnitt der Quellfassung mit der vereinfachten Lesefassung. Welche Bedeutungen bleiben erhalten?
  2. Sprachliche Mittel: Finde drei sprachliche Mittel in der Quellfassung. Erkläre jeweils die Wirkung.
  3. Kreatives Schreiben: Verfasse einen kurzen Brief aus der Sicht eines fortziehenden Kindes. Kennzeichne ihn als Deine eigene Erfindung.
  4. Audioaufnahme: Gestalte mit Deiner Gruppe eine kurze eigene Lesung eines Ausschnitts. Besprecht vorher Betonung und Sprecherrolle.


Schwer

  1. Bibel und Literatur: Vergleiche Baruch 4,19–23 mit Gryphius' Ode. Welche Gedanken übernimmt der Dichter? Was gestaltet er ausführlicher?
  2. Interpretation: Schreibe eine Gedichtanalyse mit Einleitung, Deutung und mindestens drei passenden Textbelegen.
  3. Historischer Kontext: Erkläre, wie Kriegserfahrungen das Verständnis des Gedichts beeinflussen können, ohne die Ode als Kriegsbericht auszugeben.
  4. Medienprojekt: Erstelle ein kurzes Erklärvideo oder eine digitale Präsentation über die Entwicklung von Trauer zu Hoffnung. Verwende nur eigene oder rechtmäßig nutzbare Medien und dokumentiere die Bildquellen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Diese Aufgaben prüfen nicht nur Wissen, sondern Deine Fähigkeit zum Begründen und Übertragen.

  1. Perspektivwechsel: Erkläre, warum die Stimme nicht einfach mit Andreas Gryphius gleichgesetzt werden darf. Nutze den Hinweis auf Baruch.
  2. Wirkung sprachlicher Bilder: Zeige, wie das Bild vom Sonnenlicht die Stimmung verändert. Erkläre, warum ein nüchterner Satz anders wirken würde.
  3. Text und Kontext: Eine Person behauptet, das Gedicht berichte direkt über den Dreißigjährigen Krieg. Prüfe diese Behauptung anhand der Textquelle.
  4. Gedichtvergleich: Vergleiche die Haltung zur Vergänglichkeit in „Es ist alles eitel“ mit der Hoffnung in „Ziehet hin!“. Arbeite eine Gemeinsamkeit und einen Unterschied heraus.
  5. Deutung begründen: Prüfe die Aussage „Das Gedicht endet ohne Hoffnung“. Formuliere einen begründeten Widerspruch mit einem Textbeleg.
  6. Quellenkritik: Erkläre, weshalb eine moderne Lesefassung hilfreich ist, aber die historische Quellfassung bei einer genauen Analyse nicht ersetzen kann.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du eine kurze, selbstständig geschriebene Gedichtanalyse.

Sie soll zeigen, dass Du:

  1. Textverständnis: Die beiden Gedichthälften richtig zusammenfassen kannst.
  2. Lyrische Stimme: Zwischen Autor, sprechender Stimme und eigener Deutung unterscheidest.
  3. Textbeleg: Mindestens drei passende Stellen mit Versangaben verwendest.
  4. Sprachliche Mittel: Mindestens zwei Mittel und ihre Wirkung erklärst.
  5. Kontextwissen: Den Zusammenhang mit Baruch 4 sachlich richtig darstellst.
  6. Interpretation: Den Weg von der Trauer zur Hoffnung begründet erklärst.
  7. Quellenkritik: Die historische Fassung und Deine eigene sprachliche Übertragung auseinanderhältst.

Bewertungshinweis: Entscheidend ist nicht, möglichst viele Fachwörter zu verwenden. Wichtig sind klare Gedanken, passende Belege und nachvollziehbare Erklärungen.




OERs zum Thema

Kostenfrei zugängliche Textquellen:

  1. TextGrid – Gedichttext und Editionsangaben
  2. Zeno.org – Text der Ode
  3. Die Bibel – Baruch 4, moderne Übersetzung
  4. Wikimedia Commons – Medien zu Gryphius

Wissensartikel über den Autor:

Der Wikipedia-Artikel behandelt den Autor und nicht speziell diese Ode.


Medienrechte und Quellenhinweise

Quelltext: Der historische Gedichttext von Andreas Gryphius ist gemeinfrei. Die digitalen Annotationen und Metadaten von TextGrid sind gesondert unter CC BY 3.0 Deutschland veröffentlicht. Die Textfassung wurde anhand des TextGrid Repository geprüft.

Lesefassung: Die sechs kurzen Lesetexte sind eine neue sinngemäße Übertragung für den Unterricht und keine historische Ausgabe.

Bilder und Animation:

  1. Porträt: Philipp Kilian, „Andreas Gryphius 1.jpg“, Wikimedia Commons, gemeinfrei. Datei und Rechte
  2. Baruch: Gustave Doré, 1866, „Baruch.jpg“, Wikimedia Commons, gemeinfrei. Datei und Rechte
  3. Vanitas-Stillleben: Peeter Sion, „Vanitas with hourglass and skull“, Wikimedia Commons, gemeinfrei. Datei und Rechte
  4. Animation: Habsbourg1500, „Guerra dei trent'anni.gif“, 2025, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Unverändert eingebunden. Datei und Lizenz

Audio:

  1. „Abend“ von Andreas Gryphius, Sprecher Christian Al-Kadi, LibriVox, gemeinfrei. Datei
  2. „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius, Sprecher Christopher Arndt, LibriVox, gemeinfrei. Datei

YouTube: Die eingebetteten Beiträge stammen von ihren jeweiligen Kanälen. Sie sind ergänzende Lern- und Vergleichsmaterialien, nicht Aufnahmen des hier untersuchten Gedichts. Die Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Eine Einbettung bedeutet keine Freigabe zur Weiterverwendung.

Historische Einordnung: Ein Werk von 1657, eine spätere Illustration und eine moderne Animation sind unterschiedliche Quellenarten. Bilder dienen hier der Veranschaulichung und dürfen nicht als unmittelbare Dokumentation der Gedichthandlung ausgegeben werden.


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