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XR Fernunterstützung und digitale Lernmedien – Medienwirkung anhand von Lernaufgaben prüfen

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XR Fernunterstützung und digitale Lernmedien – Medienwirkung anhand von Lernaufgaben prüfen

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XR Fernunterstützung und digitale Lernmedien – Medienwirkung anhand von Lernaufgaben prüfen

Zielgruppe: Berufsausbildung, besonders technische und gewerblich-industrielle Berufe

Lernformat: 6 kurze Lerneinheiten, interaktive Aufgaben, Praxisfall und Lernkontrolle

Zeitbedarf: ca. 90–120 Minuten einschließlich Aufgaben

Leitfrage: Wie kannst Du feststellen, ob digitale Lernmedien wirklich beim Verstehen und Problemlösen helfen – statt nur die Nutzungsdauer zu messen?


Einleitung

Vom realen Arbeitsplatz zur virtuellen Umgebung: das Realitäts-Virtualitäts-Kontinuum.

Extended Reality (XR) umfasst Technologien wie Augmented Reality (AR), Mixed Reality (MR) und Virtual Reality (VR). Bei der XR-Fernunterstützung kann beispielsweise eine Fachkraft vor Ort mit einer räumlich entfernten Fachperson zusammenarbeiten. Bilder, Sprache und digitale Markierungen helfen bei der Verständigung.

Aber: Ein beeindruckendes Medium ist noch kein Nachweis für erfolgreiches Lernen.

Du lernst, digitale Medien anhand konkreter Ausbildungsaufgaben zu beurteilen. Entscheidend sind fachliche Richtigkeit, Verständnis, sichere Anwendung und Transfer auf neue Situationen.

Deine Lernziele:

  1. Extended Reality: Du unterscheidest XR, AR, VR und digitale Fernunterstützung.
  2. Medienkompetenz: Du überprüfst Demonstrationen, wissenschaftliche Aussagen und Medienrechte.
  3. Lernerfolg: Du entwickelst Aufgaben, die Verstehen und Transfer sichtbar machen.
  4. Lernfeedback: Du gibst nachvollziehbare, fachlich begründete Rückmeldungen.

Wichtige Arbeitsregel: Sämtliche Personen, Betriebe, Anlagen und Messdaten im Übungsfall sind fiktiv. Du benötigst keine eigenen Fotos, betrieblichen Dokumente, Datei-Uploads oder externen KI-Dienste. Externe Videos sind freiwillige Zusatzmaterialien; sämtliche Kernaufgaben lassen sich anhand der Beschreibungen bearbeiten.


Lerneinheit 1: XR verstehen

Dauer: ca. 8 Minuten

Historische Demonstration einer HoloLens-Technologie. Das Foto zeigt keine aktuelle Produktempfehlung.

Medium Was Du siehst Typische Lernaufgabe
AR Reale Umgebung mit digitalen Ergänzungen Ein Bauteil lokalisieren
VR Computergenerierte Umgebung Einen Ablauf gefahrlos simulieren
MR Räumlich eingebundene digitale Inhalte Ein virtuelles Objekt mit realem Bezug untersuchen
Fernunterstützung Kommunikation mit einer entfernten Fachperson Eine begründete Diagnose gemeinsam entwickeln

Merke: Fernunterstützung kann auch über ein normales Videogespräch erfolgen. Nicht jede Fernunterstützung benötigt eine XR-Brille.

Basisaufgabe: Erkläre, warum ein digitaler Pfeil auf einem Bauteil beim Erkennen helfen kann, aber noch nicht beweist, dass Du die Funktion verstanden hast.

Begründetes Feedback: Der Pfeil erleichtert die Orientierung. Ob Verständnis entstanden ist, zeigt sich erst, wenn Du die Funktion erklären und das Bauteil in einem veränderten Zusammenhang wiedererkennen kannst.


Lerneinheit 2: Ein konkreter Ausbildungsfall

Dauer: ca. 12 Minuten


Der fiktive Fall P-17

Du absolvierst eine Ausbildung im Bereich Industriemechanik. Im fiktiven Ausbildungsbetrieb Lernwerk GmbH sollst Du ein Problem an einem Pumpenmodell untersuchen.

Prinzipdarstellung eines Pumpensystems. Die Abbildung zeigt nicht die fiktive Anlage P-17.

Ausgangssituation:

Anlage P-17 meldet einen zu niedrigen Durchfluss. Eine Fachperson kann aus der Ferne eine Erklärung oder eine visuelle Hilfestellung geben.

Alle Arbeiten finden ausschließlich als papierbasierte oder digitale Simulation statt. Es werden keine Arbeiten an laufenden Maschinen durchgeführt.

Simulierter Messwert Angabe
Soll-Durchfluss 28 Liter pro Minute
Angezeigter Durchfluss 16 Liter pro Minute
Soll-Druckdifferenz 1,2 bar
Angezeigte Druckdifferenz 0,6 bar
Stellung eines relevanten Ventils Unbekannt
Funktionsfähigkeit des Sensors Nicht geprüft

Alle Werte sind ausdrücklich erfunden.

Schematische Pumpendarstellung zur Untersuchung des Funktionsprinzips.


Deine erste Diagnose

Auftrag: Trenne drei Aussagen voneinander:

  1. Beobachtung: Welche Angaben liegen tatsächlich vor?
  2. Hypothese: Welche möglichen Ursachen kommen infrage?
  3. Diagnose: Welche weitere Information könnte zwischen Deinen Hypothesen unterscheiden?

Musterfeedback:

Die Anzeigen liegen unter den jeweiligen Sollwerten. Das ist eine Beobachtung, aber noch keine eindeutige Fehlerursache. Eine unbekannte Ventilstellung oder eine fehlerhafte Messwerterfassung sind mögliche Prüfgegenstände. Ohne weitere Informationen ist die Ursache nicht sicher bestimmbar.

Sicherheitsregel: Digitale Fernunterstützung ersetzt niemals die erforderliche Gefährdungsbeurteilung, fachliche Aufsicht oder sichere Freischaltung. Grundlage sind unter anderem die Betriebssicherheitsverordnung und die Technischen Regeln für Betriebssicherheit.

Fachquelle: TRBS 1112 – Instandhaltung, BAuA.


Lerneinheit 3: Demonstrationen beobachten und überprüfen

Dauer: ca. 15 Minuten


Demonstration A: AR-Montagekontrolle

Fraunhofer IGD – Demonstrator MARQUIS

Demonstration zur AR-gestützten Montageunterstützung und visuellen Qualitätskontrolle. Fraunhofer IGD, Demonstrator aus dem Jahr 2024; weitere Produktinformationen 2026.

Die Technologie kombiniert unter anderem Kamerabilder, digitale Modellinformationen und Rückmeldungen zu Montageschritten. Eine automatische Erkennung ist jedoch nicht mit menschlichem Verstehen gleichzusetzen.

Beobachtungsauftrag: Unterscheide, welche Informationen das System selbst erkennt und welche fachlichen Entscheidungen die lernende Person verstehen muss.

Feedback: Ein System kann auf eine fehlerhafte Positionierung aufmerksam machen. Die Lernwirkung ist erst nachgewiesen, wenn Lernende erklären können, warum die Position fehlerhaft ist und was in einem neuen Fall zu prüfen wäre.

Aktuelle fachliche Dokumentation: Fraunhofer IGD – MARQUIS, Stand Oktober 2026.


Demonstration B: Fernunterstützung

Microsoft HoloLens – historische Demonstration, 2018

Beispiel für Videoübertragung, Zusammenarbeit und digitale Annotationen zwischen entfernten Personen.

Beobachtungsauftrag: Achte darauf, wie Sprache und räumliche Hinweise miteinander verbunden werden.

Feedback: Gemeinsame Sicht und Annotationen können die Verständigung erleichtern. Ob daraus selbstständige Handlungskompetenz entsteht, muss eine anschließende Lernaufgabe prüfen.


Demonstration C: Bedienkonzept kritisch einordnen

Microsoft Deutschland – Remote Assist, 2021

Historische Produktvorstellung. Keine aktuelle Installations- oder Kaufempfehlung.

Aktualitätshinweis: Microsoft kündigt das Ende der Verfügbarkeit von Dynamics 365 Remote Assist und Guides nach dem 31. Dezember 2026 an. Die älteren Videos eignen sich daher zum Analysieren von Funktionsprinzipien, nicht als Nachweis einer langfristig verfügbaren Anwendung.

Quelle: Microsoft Learn – Remote Assist und Hinweise zum Produktende.

Vergleichsaufgabe: Welche Demonstration zeigt Unterstützung durch einen Menschen? Welche demonstriert automatische visuelle Qualitätskontrolle?

Feedback: Unterscheide menschliche Fernhilfe von automatischer Systemrückmeldung. Beide können das Bearbeiten einer Aufgabe unterstützen, aber ihre Lernwirkungen müssen getrennt überprüft werden.


Lerneinheit 4: Aus Medien werden Lernaufgaben

Dauer: ca. 12 Minuten


Das Wirkungsmodell

MEDIUM → LERNHANDLUNG → FEEDBACK → ÜBERPRÜFBARER LERNERFOLG

Medium Aktive Lernhandlung Nachweis
Pumpenschema Bauteile und Zusammenhänge erklären Eigenständige Funktionsskizze
Erklärvideo Schritte begründen Erklärung ohne Videohilfe
XR-Fernunterstützung Hinweise prüfen und Fragen formulieren Selbstständige neue Diagnose
Interaktives Modell Varianten vergleichen Begründete Entscheidung bei verändertem Fall

Ein optischer AR-Marker als Beispiel für einen technischen Bezugspunkt. Ein Marker allein vermittelt noch keine Fachkompetenz.


Drei Anforderungsstufen

Basis – Wiedergeben und verstehen:

Benenne im Pumpenschema wesentliche Elemente und erkläre den Zweck einer Pumpe.

Anwendung – Wissen nutzen:

Interpretiere die fiktiven Messwerte und schlage eine sinnvolle zusätzliche Prüfung im Simulationsmodell vor.

Transfer – Auf neue Situationen übertragen:

Entwickle einen Diagnoseplan für eine andere Anlage, bei der die Druckanzeige normal ist, die Durchflussanzeige aber ungewöhnlich schwankt.

Rückmeldungen:

Basis: Bauteilnamen allein reichen nicht; die Funktion muss fachlich richtig erklärt werden.

Anwendung: Eine gute Antwort nennt zuerst die vorhandenen Daten und unterscheidet dann verschiedene mögliche Ursachen.

Transfer: Eine gute Lösung übernimmt nicht einfach die Diagnose des ersten Falls. Sie berücksichtigt die veränderte Datenlage und prüft neue Erklärungen.


Gestufte Hilfen

Stufe Hilfe 1 Hilfe 2 Selbstkontrolle
Basis Suche die Elemente, durch die Flüssigkeit strömt. Erkläre den Unterschied zwischen einem Bauteil und dessen Funktion. Kannst Du den Zusammenhang ohne Vorlage beschreiben?
Anwendung Vergleiche Soll- und Istwerte. Kennzeichne unbekannte Zustände getrennt von Messwerten. Ist Deine Fehlerursache eine Beobachtung oder eine Hypothese?
Transfer Was hat sich gegenüber P-17 verändert? Welche zusätzliche Beobachtung würde Deine Vermutung widerlegen? Ist Dein Prüfplan auch ohne XR verständlich und sicher?

Tipp: Versuche jede Aufgabe zuerst ohne Hilfe. Verwende Hilfe 1, wenn Du nicht weiterkommst, und Hilfe 2 erst danach.


Lerneinheit 5: Medienwirkung mit Daten prüfen

Dauer: ca. 15 Minuten

Die Nutzungsdauer zeigt, wie lange ein Medium verwendet wurde. Sie ist kein direkter Beweis für Lernerfolg.

Ein Messgerät liefert technische Messwerte. Für Lernwirkung benötigst Du zusätzlich geeignete Lernaufgaben und Bewertungskriterien.


Fiktives Vergleichsexperiment

Drei Ausbildungsgruppen bearbeiten denselben simulierten Pumpenfall mit unterschiedlichen Medien. Jede Gruppe umfasst acht Personen.

Der Eingangstest liegt in allen drei Gruppen im Mittel bei 4 von 10 Punkten.

Alle folgenden Daten sind erfundene Beispielwerte, keine Forschungsergebnisse.

Lernmedium Mittlere Nutzungsdauer Basisaufgabe Transferaufgabe nach 7 Tagen
Schemablatt 14 Minuten 8 von 10 5 von 10
Erklärvideo 23 Minuten 8 von 10 6 von 10
XR-Fernunterstützung 16 Minuten 9 von 10 7 von 10

Arbeitsauftrag:

  1. Datenauswertung: Welche Gruppe hat die höchste Nutzungsdauer?
  2. Transferleistung: Welche Gruppe erreicht in diesem Beispiel die höchsten Transferwerte?
  3. Wissenschaftliche Methode: Warum beweisen diese kleinen Beispieldaten noch keine Überlegenheit von XR?
  4. Evaluation: Wie würdest Du die Überprüfung verbessern?

Begründetes Feedback:

Die Videogruppe nutzt das Medium am längsten, erzielt aber nicht den höchsten Transferwert. In den fiktiven Daten liegt die XR-Gruppe beim Transfer vorn. Daraus lässt sich keine allgemeine oder kausale Aussage ableiten: Die Gruppen sind klein und mögliche Unterschiede in Betreuung, Vorwissen oder Aufgabenbearbeitung nicht ausreichend kontrolliert.

Eine bessere Untersuchung verwendet vergleichbare Aufgaben, eine nachvollziehbare Gruppenzuteilung, gleiche Bewertungskriterien, einen Vortest und einen späteren Transfertest. Wenn möglich, werden die Bewertungen unabhängig vom verwendeten Medium vorgenommen.


Bewertungsraster

Kriterium Höchstwert Was nachgewiesen werden soll
Fachliche Richtigkeit 2 Punkte Angaben sachlich korrekt einordnen
Begründung 2 Punkte Beobachtung und Hypothese unterscheiden
Transfer 2 Punkte Vorgehen an einen neuen Fall anpassen
Sicherheit und Reflexion 2 Punkte Grenzen, Schutzmaßnahmen und Unsicherheit benennen

Bewertung: Pro Kriterium 0 Punkte bei fehlendem Nachweis, 1 Punkt bei teilweise begründetem Nachweis und 2 Punkte bei fachlich überzeugendem Nachweis.

Beispiel für begründetes Feedback:

„Du erkennst die Abweichung der Messwerte richtig. Für die volle Punktzahl musst Du noch erklären, welche zusätzliche Information Deine Vermutung überprüfen könnte. Eine Fehlerursache lässt sich aus diesen zwei Anzeigen allein nicht sicher bestimmen.“


Lerneinheit 6: Quellen, Medienrechte und Datenschutz

Dauer: ca. 12 Minuten


Fachliche Quellen vergleichen

Quelle Wofür geeignet? Kritischer Prüfpunkt
BIBB: Digitale Tools in der überbetrieblichen Ausbildung, 2025 Praxisbeispiele für digitale Lernsequenzen und WebXR Ein Praxisbericht ist kein allgemeiner Wirksamkeitsbeweis.
Fraunhofer IGD: MARQUIS, 2026 Technische Demonstration von Montageassistenz Eine Produktbeschreibung ersetzt keine unabhängige Lernerfolgsstudie.
Cromley und Chen: Multimedia-Metaanalyse, 2025 Forschungsüberblick über Gestaltungsprinzipien Ergebnisse hängen von Aufgaben, Lernenden und Untersuchungsbedingungen ab.
BIBB: Medien- und IT-Kompetenz für Ausbildungspersonal Didaktische Einordnung digitaler Medien Eignung für die konkrete Ausbildungsaufgabe prüfen.
DGUV: Sicherheit bei Instandhaltungsarbeiten Sicherheit und Freischaltprozesse Sicherheitsregeln sind keine Belege für Lernwirkung.

Quellenvergleich: Eine Herstellerdemonstration kann zeigen, wie Technik funktioniert. Eine wissenschaftliche Untersuchung kann unter bestimmten Bedingungen Hinweise auf Lernwirkungen liefern. Eine Arbeitsschutzquelle gibt Sicherheitsanforderungen vor. Keine dieser Quellen beantwortet automatisch alle drei Fragen.

Forschungshinweis: Eine 2025 veröffentlichte Metaanalyse zum multimedialen Lernen hebt die Bedeutung aktiver Lernhandlungen hervor. Sie belegt nicht, dass XR grundsätzlich besser als alle anderen Medien ist.


Medienrechte überprüfen

Bei OER und anderen digitalen Medien musst Du Urheber, Lizenz, Quelle und gegebenenfalls Veränderungen dokumentieren.

Geprüfte Bildquellen aus Wikimedia Commons:

Bilddatei Urheberangabe Lizenz
RVContinuum.png Aera CC BY-SA 4.0
NEXT16 Hololens Demo 2 NEXT Conference; Bildmetadaten nennen Beto Ruiz Alonso CC BY 2.0
Centrifugal pump system.png Aishwarya13333 CC0 1.0
Centrifugal Pump Schematic.jpg Ryan Toomey CC BY-SA 4.0
Hiro marker ARjs.png Engelbert Niehaus CC BY 4.0
Digital Multimeter.jpg oomlout CC BY-SA 2.0

Die Bilder wurden im Kurs nicht verändert. Die Lizenzangaben beziehen sich auf die jeweiligen Wikimedia-Commons-Dateiseiten. Bei späterer Nachnutzung sind die Bedingungen der konkreten Datei erneut zu prüfen.

Die YouTube-Videos sind als fremde Veröffentlichungen eingebunden und nicht automatisch frei lizenzierte OER. Kopieren oder Weiterveröffentlichen erfordert eine gesonderte Rechteprüfung.

Lizenzinformationen: Creative Commons BY-SA 4.0 und Hinweise zur Weiterverwendung von Commons-Dateien.


Datenschutz und sichere Mediennutzung

Bei Fernunterstützung können Kamerabilder, Stimmen, Bildschirminhalte oder betriebliche Informationen übertragen werden.

Für diesen Kurs gilt: Arbeite nur mit fiktiven Daten. Lade keine persönlichen Daten, Betriebsaufnahmen oder fremden Werke hoch. Verwende keine externen KI-Werkzeuge zur automatischen Auswertung. Eine echte Übertragung benötigt vorab geklärte Berechtigungen, Rechtsgrundlagen und Schutzmaßnahmen.

Externe YouTube-Videos und LearningApps sind freiwillig. Bei ihrem Aufruf können Daten an die jeweiligen Anbieter übertragen werden. Die vollständige Bearbeitung ist auch ohne diese Dienste möglich.

Rechtsgrundlage für die Einordnung personenbezogener Daten: Datenschutz-Grundverordnung, insbesondere Artikel 5.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt Extended Reality? (Einen Sammelbegriff für erweiterte und virtuelle Realitäten) (!Ausschließlich ein digitales Videotelefonat) (!Eine Methode zur Messung der Bildschirmzeit) (!Ein bestimmtes Pumpenmessgerät)




Was zeichnet XR-Fernunterstützung aus? (Die Zusammenarbeit räumlich getrennter Personen mit digitalen Hilfen) (!Die vollständige Ersetzung menschlicher Fachkompetenz) (!Die automatische Garantie fehlerfreier Arbeiten) (!Die ausschließliche Nutzung virtueller Computerspiele)




Welche Größe misst die Nutzungsdauer unmittelbar? (Den zeitlichen Umfang der Mediennutzung) (!Das fachliche Verständnis) (!Die selbstständige Transferfähigkeit) (!Die Sicherheit einer Diagnose)




Wodurch wird Lerntransfer besonders deutlich? (Durch das selbstständige Lösen eines veränderten Problems) (!Durch das wiederholte Abspielen eines Videos) (!Durch das Aufsetzen einer XR-Brille) (!Durch eine möglichst lange Bildschirmzeit)




Was folgt aus den fiktiven Gruppenwerten im Kurs? (Sie liefern eine Prüfidee aber keinen allgemeinen Kausalbeweis) (!XR ist unter allen Bedingungen die beste Lernmethode) (!Längere Mediennutzung führt immer zu mehr Lernerfolg) (!Ein Vortest ist grundsätzlich überflüssig)




Warum ist die unbekannte Ventilstellung im Fall P-17 wichtig? (Sie muss als mögliche Einflussgröße überprüft werden) (!Sie beweist eine defekte Pumpe) (!Sie beweist einen beschädigten Motor) (!Sie erlaubt sofort eine sichere Reparaturentscheidung)




Woran erkennst Du lernförderliches Feedback? (Es benennt ein Kriterium und einen begründeten Verbesserungsschritt) (!Es besteht nur aus einem Lob) (!Es bewertet ausschließlich die Bearbeitungszeit) (!Es nennt nur das verwendete Medium)




Welche Quelle eignet sich besonders zum Prüfen von Forschungsbefunden? (Eine nachvollziehbare wissenschaftliche Untersuchung) (!Eine unbelegte Werbeaussage) (!Ein anonymes Werbevideo ohne Quellen) (!Die Anzahl der Produktaufrufe)




Welche Pflicht ist mit einer CC BY-SA-Lizenz verbunden? (Namensnennung und Lizenzbedingungen bei Bearbeitungen beachten) (!Alle Namen der Urheber entfernen) (!Das Material grundsätzlich geheim halten) (!Jede Nutzung ohne Quellenangabe durchführen)




Was ist bei einer technischen Ausbildungsaufgabe vorrangig? (Die sichere Bearbeitung entsprechend fachlicher Regeln und Aufsicht) (!Die längstmögliche XR-Nutzung) (!Die Veröffentlichung echter Betriebsaufnahmen) (!Die ungeprüfte Übernahme digitaler Anweisungen)





Memory

Finde jeweils den Begriff und seine passende Bedeutung.

Annotation Digitale Markierung am Objekt
Transfer Übertragung auf einen neuen Problemfall
Rubrik Kriteriengeleitetes Bewertungsraster
Quellenkritik Prüfung von Herkunft und Aussagekraft
Pretest Erfassung des anfänglichen Kenntnisstands
Datensparsamkeit Beschränkung auf notwendige Angaben
Marker Optischer Bezugspunkt zur Erkennung





Drag and Drop

Ordne den Begriffen die passenden Lern- und Prüfkonzepte zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Basiswissen Bauteilzuordnung
Anwendung Fehlerdiagnose
Transfer Neuer Problemkontext
Prozessmetrik Nutzungsdauer
Wirkungsmetrik Problemlöseleistung
Quellenprüfung Belegvergleich





Kreuzworträtsel

Annotation Wie heißt eine digitale Markierung in einer realen Bildansicht?
Transfer Wie nennt man die Anwendung von Wissen in einer neuen Situation?
Rubrik Wie heißt ein kriteriengeleitetes Bewertungsraster?
Datenschutz Wie heißt der Schutz personenbezogener Informationen?
Messwert Wie heißt ein erfasstes Ergebnis einer Messung?
Quelle Wie heißt der nachvollziehbare Ursprung einer Information?





LearningApps

Freiwillige Suche nach weiteren interaktiven Übungen:

Dies ist eine thematische Suche, keine Zusicherung bestimmter vorhandener Übungen. Fremde Ergebnisse sind vor dem Einsatz auf fachliche Richtigkeit, Aktualität und Datenschutz zu prüfen.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Extended Reality wird mit der Abkürzung

bezeichnet.
Augmented Reality ergänzt reale Umgebungen durch digitale

.
Bei Fernunterstützung hilft eine räumlich entfernte

.
Die Zeit einer Mediennutzung belegt nicht automatisch einen

.
Die selbstständige Anwendung auf neue Situationen bezeichnet man als

.
Eine Erklärung für einen noch ungeklärten Zusammenhang nennt man

.
Eine systematische Überprüfung von Lernleistungen benötigt geeignete

.
Ein Test vor der Lernphase heißt

.
Ein kriteriengeleitetes Bewertungsraster nennt man

.
Eine digitale Markierung in einer Bildansicht heißt

.
Die Überprüfung von Herkunft und Aussagekraft einer Information nennt man

.
Eine freie Lizenz kann die Nennung des

verlangen.
Bei der Verarbeitung personenbezogener Daten gilt unter anderem der Grundsatz der

.
Die wirksame Anwendung von Wissen ist wichtiger als die reine

.




Offene Aufgaben

Bearbeite die Aufgaben ohne externe Uploads. Du kannst auf Papier, in einer lokal gespeicherten Datei oder in einem persönlichen Lerntagebuch arbeiten.


Leicht

  1. XR-Skizze: Zeichne eine reale Maschine und ergänze eine sinnvolle digitale Markierung. Erkläre, was die Markierung zeigt und was Du zusätzlich verstehen musst. Basis
  2. Pumpenschema: Kennzeichne drei funktional wichtige Elemente in einer schematischen Zeichnung und erläutere ihre Aufgabe. Basis
  3. Medienkarten: Gestalte drei kleine Karten für Schemablatt, Lernvideo und XR-Fernhilfe. Notiere jeweils einen möglichen Nutzen und eine Grenze. Basis
  4. Lernzielkarte: Formuliere eine überprüfbare Lernfrage zum Pumpenfall und beschreibe, woran eine richtige Antwort erkennbar wäre. Basis


Standard

  1. Erklärvideo-Storyboard: Entwirf sechs kurze Szenen für ein Lernvideo zur Pumpenfunktion. Ergänze an zwei Stellen eine Frage, die aktives Nachdenken verlangt. Anwendung
  2. Demonstrationsvergleich: Vergleiche eine Herstellerdemonstration mit einer Fraunhofer-Demonstration. Unterscheide sichtbare Funktionen von unbelegten Wirkungsbehauptungen. Anwendung
  3. Bewertungsbogen: Entwickle ein Raster mit vier Kriterien für die Beurteilung des fiktiven Diagnoseauftrags. Begründe Deine Auswahl. Anwendung
  4. Alternative Lernmedien: Entwickle zum XR-Szenario eine gleichwertige Aufgabe mit Bildern und Text, die ohne Headset bearbeitet werden kann. Anwendung


Schwer

  1. Evaluationsplan: Plane eine kleine Untersuchung, die Schemablatt und XR-Fernhilfe bei gleicher Ausbildungsaufgabe vergleicht. Berücksichtige Vortest, Bewertung und spätere Transferaufgabe. Transfer
  2. Quellenanalyse: Untersuche drei unterschiedliche Fachquellen auf Urheberschaft, Aktualität, mögliche Interessen und Aussagegrenzen. Formuliere ein begründetes Gesamturteil. Transfer
  3. Datenschutzkonzept: Entwirf Regeln für einen fiktiven Fernunterstützungseinsatz. Berücksichtige Berechtigungen, mögliche Kamerabilder, Datensparsamkeit und Medienlizenzen. Transfer
  4. Neue Störung: Erstelle eine neue fiktive Störung an einem anderen technischen System. Entwickle eine Transferaufgabe und gib dazu gestufte Hilfen und fachlich begründetes Feedback. Transfer




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Hier zählt nicht das Auswendiglernen, sondern Deine begründete Entscheidung.

  1. Medienwirkung: Zwei Auszubildende nutzen ein Lernvideo unterschiedlich lange. Die kürzer lernende Person löst eine neue Aufgabe besser. Erkläre, warum Nutzungsdauer allein kein geeigneter Erfolgsnachweis ist.
  2. Diagnostisches Denken: Im Fall P-17 stimmen zwei Anzeigen nicht mit den Sollwerten überein. Entwickle zwei unterschiedliche Hypothesen und beschreibe, wie Du sie im sicheren Simulationsmodell unterscheiden würdest.
  3. Transferleistung: Übertrage das Prinzip der XR-Fernunterstützung auf eine fiktive Störung in der Gebäudetechnik. Wähle ein Lernmedium und begründe dessen Eignung.
  4. Studiendesign: Beurteile die fiktive Vergleichstabelle kritisch. Benenne mindestens drei mögliche Einflussgrößen und schlage methodische Verbesserungen vor.
  5. Feedbackkultur: Eine lernende Person schreibt: „Die Pumpe ist eindeutig kaputt.“ Formuliere eine Rückmeldung, die das vorhandene Wissen würdigt, die unbelegte Schlussfolgerung erklärt und einen nächsten Prüfschritt nennt.
  6. Medienrecht: Eine Person möchte ein fremdes YouTube-Video herunterladen, bearbeiten und als eigene OER veröffentlichen. Beschreibe, welche Rechte und Nachweise vorher geklärt werden müssen.
  7. Lerntransfer: Entwirf eine Aufgabe, bei der eine visuelle XR-Anleitung nicht verfügbar ist. Erkläre, woran Du erkennst, dass die Person unabhängig vom Medium gelernt hat.

Orientierung zur Selbstbewertung: Überzeugende Lösungen enthalten fachliche Belege, nachvollziehbare Begründungen, angemessene Sicherheitsüberlegungen und die Grenzen der eigenen Aussage. Unbelegte Behauptungen oder bloße Medienvorlieben genügen nicht.




Lernnachweis

Ein vollständiger Lernnachweis besteht aus einer selbstständig erstellten, lokal dokumentierten Ausarbeitung mit:

  1. Einer richtigen Erklärung von XR und Fernunterstützung.
  2. Einer kommentierten Bearbeitung des fiktiven Pumpenfalls.
  3. Mindestens einer Basis-, einer Anwendungs- und einer Transferlösung.
  4. Einer kritischen Auswertung der fiktiven Vergleichsdaten.
  5. Einem nachvollziehbaren Quellen- und Medienrechtecheck.
  6. Einem eigenen begründeten Feedback zu einer Lernaufgabe.
  7. Einer Reflexion darüber, unter welchen Bedingungen XR einen didaktischen Mehrwert bieten könnte.

Bewertung nach vier Kriterien: fachliche Richtigkeit, Begründungsqualität, Transferfähigkeit sowie Sicherheit und Quellenkritik. Jedes Kriterium wird mit 0 bis 2 Punkten beurteilt, insgesamt maximal 8 Punkte.

Erfolgreicher Nachweis: Empfohlen werden mindestens 6 Punkte, wobei die Anforderungen an Sicherheit und Quellenkritik nicht vollständig fehlen dürfen.

Abgabe: Nach den Vorgaben der zuständigen Lehrkraft oder Ausbildungsperson, möglichst lokal und ohne personenbezogene oder vertrauliche Daten. Für die Bearbeitung dieses aiMOOCs ist keine öffentliche Veröffentlichung erforderlich.




OERs zum Thema

Wikipedia – Erweiterte Realität:

Weitere überprüfbare Fach- und Lernquellen:

  1. BIBB – Digitale Tools in der überbetrieblichen Ausbildung: Praxisbeispiele zu Lernsequenzen und WebXR, 2025.
  2. BIBB – Medien- und IT-Kompetenz für Ausbildungspersonal: Didaktische Medienauswahl und Lernbegleitung.
  3. BIBB – NextGenLearn: Projektbeispiel für selbstorganisiertes Lernen und Extended Reality in der Ausbildung.
  4. Fraunhofer IGD – MARQUIS: Forschungsnahe technische Demonstration, 2026.
  5. Richard E. Mayer – Cognitive Theory of Multimedia Learning: Open-Access-Fachartikel, 2024.
  6. Cromley und Chen – Metaanalyse zum multimedialen Lernen: Wissenschaftliche Übersicht, 2025.
  7. BIBB – Medien anwenden und produzieren: Fachpublikation über berufliche Medienkompetenz.
  8. Wikimedia Commons – Medien nachnutzen: Hinweise zu Urhebern und Lizenzen.

Hinweis: Frei zugängliche Fachquellen sind nicht automatisch frei lizenzierte OER. Die jeweiligen Nutzungsbedingungen sind gesondert zu prüfen. Bei Videos ist außerdem zwischen einer technischen Demonstration und einer wissenschaftlich nachgewiesenen Lernwirkung zu unterscheiden.


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