XR Fernunterstützung und digitale Lernmedien – Medienrechte und Quellen dokumentieren
XR Fernunterstützung und digitale Lernmedien – Medienrechte und Quellen dokumentieren
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XR Fernunterstützung und digitale Lernmedien – Medienrechte und Quellen dokumentieren
Zielgruppe: Auszubildende in technischen, gewerblichen und IT-Berufen
Lernzeit: ca. 60–90 Minuten in sechs kurzen Lerneinheiten
Lernprodukt: Ein Medienrechte- und Quellenprotokoll für eine fiktive XR-Fernunterstützung
Du lernst: XR-Medien einordnen, eigenes Material erstellen, Lizenzen prüfen, fremde Medien zulässig einbinden und Quellen nachvollziehbar dokumentieren.
Arbeitsweise: Alle betrieblichen Angaben sind erfunden. Du benötigst weder reale Kundendaten noch Uploads, Benutzerkonten oder externe KI-Dienste. Externe Medien und interaktive Webseiten sind optionale Vertiefungen.
Einleitung
Bei der Extended Reality (XR) werden reale und digitale Umgebungen miteinander verbunden. In der Fernwartung kann eine Fachkraft vor Ort die Sicht auf eine Maschine mit einer zugeschalteten Expertin teilen. Hinweise erscheinen beispielsweise als digitale Pfeile im Kamerabild.
Für die Ausbildung entstehen daraus anschauliche Lernmedien. Doch nicht alles, was sich technisch aufnehmen, kopieren oder einbetten lässt, darf auch veröffentlicht werden.
Leitfrage: Wie erstellst Du eine hilfreiche XR-Lernanleitung und kannst anschließend für jedes Medium die Nutzungsrechte und die Herkunft nachweisen?

Bildnachweis: Antimundo, „Extended reality types“, Wikimedia Commons, CC0 1.0, unverändert.
Ausbildungsfall: Werkstatt Nord
Fiktiver Betrieb: Werkstatt Nord GmbH
Fiktiver Auftrag: Die Auszubildende Mira soll für die Schulungsstation „Montageinsel M-04“ ein kurzes Lernmedium zum Austausch eines ungefährlichen Übungsmoduls erstellen. Ein Experte erklärt den Ablauf aus der Ferne.
Vorhandene Medien: Ein selbst gezeichneter Maschinenplan, ein Übungsfoto, ein Herstellerbild aus dem Internet, ein Wikimedia-Commons-Bild und ein YouTube-Erklärvideo.
Auftrag: Entscheide für jedes Medium, ob Du es selbst erstellen, übernehmen, verlinken oder einbetten darfst. Halte Deine Entscheidung mit Quellen und Begründung fest.
Sicherheitsregel: Die Übungsstation ist spannungsfrei und ungefährlich. Echte Reparaturen dürfen nur nach betrieblicher Freigabe und geltenden Sicherheitsregeln stattfinden. Eine XR-Einblendung ersetzt keine fachliche Sicherheitsanweisung.
Lerneinheit 1: XR-Fernunterstützung verstehen
Dauer: 8 Minuten – Basis
Augmented Reality (AR) erweitert die sichtbare Umgebung um digitale Informationen. Virtual Reality (VR) bildet eine virtuelle Umgebung ab. XR ist ein Sammelbegriff für diese und verwandte Technologien.

Bildnachweis: Carlos Fy, „Entrenamiento-industrial-Fyware“, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, unverändert.
Beobachtungsauftrag: Erkennst Du im Bild eine reale Arbeitsumgebung und digitale Zusatzinformationen? Beschreibe, welche Informationen einer lernenden Person helfen könnten.
Videonachweis: Microsoft, „Introducing Dynamics 365 Remote Assist for HoloLens 2 and mobile devices“, offizielle Produktdokumentation mit Videolink. Historische Herstellerdemonstration; keine aktuelle Kaufempfehlung und keine Freigabe zum Herunterladen oder Wiederveröffentlichen.
Quellenkritik: Das Video zeigt mögliche Funktionen. Die Microsoft-Dokumentation weist inzwischen darauf hin, dass Dynamics 365 Guides und Remote Assist nach dem 31. Dezember 2026 nicht mehr verfügbar sein werden. Eine überzeugende Vorführung belegt deshalb nicht die langfristige Verfügbarkeit des Produkts.
Mini-Aufgabe: Zeichne auf Papier einen Bildschirm mit einem echten Übungsmodul und einem eingeblendeten digitalen Pfeil. Fotografieren oder Hochladen ist nicht erforderlich.
Lerneinheit 2: Eigene Lernmedien sicher produzieren
Dauer: 10 Minuten – Basis und Anwendung
Ein eigener Text oder eine eigene Zeichnung kann ein selbst geschaffenes Werk sein. Doch aufgenommene Personen, eingeblendete Fremdbilder, vertrauliche Unterlagen und betriebliche Rechte müssen zusätzlich berücksichtigt werden.

Bildnachweis: ManoBV16, „AR VR MR Lab“, Wikimedia Commons, CC0 1.0, unverändert.
Die sichere Übungsproduktion: Zeichne eine fiktive Montageinsel mit drei Bauteilen: Gehäuse, Übungsmodul und Steckverbindung. Ergänze einen roten Richtungspfeil und einen erklärenden Satz.
Prüfe vor jeder betrieblichen Aufnahme: Sind Personen erkennbar? Siehst Du Namensschilder, Kundendaten, Seriennummern oder geheime Konstruktionsdetails? Liegt eine erforderliche betriebliche Freigabe vor?
Merksatz: Selbst fotografiert bedeutet nicht automatisch frei veröffentlichbar.
Rechtsbezug: Datenschutz-Grundverordnung und Geschäftsgeheimnisgesetz. Personenbezogene Angaben und Betriebsgeheimnisse sind getrennt vom Urheberrecht zu beurteilen.
Lerneinheit 3: Lizenzen lesen statt vermuten
Dauer: 10 Minuten – Anwendung
Mit Creative Commons (CC) können Urheberinnen und Urheber die Nachnutzung unter definierten Bedingungen ermöglichen. Ein kostenlos abrufbares Bild ist dagegen nicht automatisch offen lizenziert.

Bildnachweis: JoeranDE, nach einer Vorlage von Shaddim, „Creative Commons Lizenzspektrum DE“, Wikimedia Commons, CC BY 4.0, unverändert.
| Lizenz | Was ist wichtig? |
|---|---|
| CC0 | Weitgehender Rechteverzicht; Quellenangabe aus Transparenzgründen empfehlenswert. |
| CC BY | Nutzung und Bearbeitung mit korrekter Namensnennung, Lizenzlink und Änderungsvermerk. |
| CC BY-SA | Wie CC BY; Bearbeitungen des lizenzierten Materials müssen unter derselben oder einer kompatiblen Lizenz geteilt werden. |
| CC BY-ND | Unveränderte Weitergabe möglich; eine bearbeitete Fassung darf unter dieser Lizenz grundsätzlich nicht weitergegeben werden. |
| CC BY-NC-SA | Keine kommerzielle Nutzung im Sinne der Lizenzbedingungen; bei Bearbeitungen zusätzlich Weitergabe unter gleichen Bedingungen. |
Wichtig: Der Lernort allein entscheidet nicht, ob eine Nutzung „nichtkommerziell“ ist. Auch der konkrete Nutzungszweck zählt.
Videonachweis: Dr. Paul Klimpel, „Open Educational Resources und freie Lizenzen“, OERinfo, 2025. Fachliche Begleitseite. Die Lizenz des Videos ist gesondert zu prüfen; die Einbettung ist keine Downloadlizenz.
Praxisfall: Du willst ein CC BY-SA-Bild bearbeiten und als bearbeitetes Bild veröffentlichen. Du brauchst einen korrekten Quellennachweis, einen Änderungsvermerk und eine kompatible Lizenz für die Bearbeitung.
Lerneinheit 4: Einbetten, verlinken oder kopieren?
Dauer: 10 Minuten – Anwendung
Verlinken führt zum ursprünglichen Angebot. Einbetten zeigt externe Inhalte über einen fremden Player oder eine andere Einbindung. Kopieren und hochladen erstellt eine eigene Veröffentlichung des fremden Materials.
Diese Vorgänge sind rechtlich und datenschutzrechtlich unterschiedlich zu prüfen.
Videonachweis: Dr. Paul Klimpel, „Das Urheberrecht in der Bildung“, OERinfo, 2025. Fachliche Begleitseite.
Rechtecheck für den Ausbildungsfall:
| Verwendung | Entscheidung | Begründung |
|---|---|---|
| Eigene Zeichnung ohne fremde Bestandteile | Grundsätzlich geeignet | Eigene Urheberschaft; betriebliche Vereinbarungen bei einer Veröffentlichung prüfen. |
| Commons-Bild mit dokumentierter passender CC-Lizenz | Unter Bedingungen geeignet | Lizenz, Urheber, Quelle, Bearbeitung und mögliche weitere Rechte beachten. |
| Herstellerbild ohne erkennbare Freigabe | Nicht einfach übernehmen | Öffentliche Abrufbarkeit ist keine Nutzungserlaubnis. |
| Offizielles YouTube-Video im vorgesehenen Player | Einbettung gesondert prüfen | Rechtmäßige Quelle, Plattformregeln, technische Schutzmaßnahmen und Datenschutz berücksichtigen. |
| Heruntergeladenes YouTube-Video erneut hochladen | Ohne zusätzliche Rechte nicht geeignet | Einbettbarkeit erlaubt nicht automatisch eine eigene Kopie. |
Rechtsquellen: § 51 UrhG: Zitate, § 60a UrhG: Unterricht und Lehre und § 63 UrhG: Quellenangabe.
Die Unterrichtsausnahme des § 60a UrhG gilt nur innerhalb ihres gesetzlichen Anwendungsbereichs. Sie ist keine pauschale Erlaubnis für öffentlich zugängliche Firmenvideos oder Werbung. Ein Zitat nach § 51 UrhG benötigt einen wirklichen Zitatzweck und einen sachlichen Zusammenhang.
Europäische Rechtsprechung: Der EuGH zum Framing und zu Schutzmaßnahmen zeigt, weshalb ein technischer Kopierschutz nicht umgangen werden darf, um fremde Inhalte einzubetten.
Datenschutzhinweis: Externe Videoplayer können beim Laden Daten an Drittanbieter übertragen. Die Plattformverantwortlichen müssen eine datenschutzkonforme Einbindung prüfen und gegebenenfalls eine vorgeschaltete Einwilligungslösung einsetzen. Du kannst stattdessen die verlinkten Fachseiten lesen.
Lerneinheit 5: Quellen richtig dokumentieren
Dauer: 10 Minuten – Anwendung
Eine gute Quellenangabe beantwortet fünf Fragen: Wer? Was? Woher? Unter welcher Lizenz? Wurde etwas verändert?
Die OER-Praxis verwendet die TULLU-Regel: Titel, Urheber, Lizenz, Lizenzlink, Ursprungsort.
Videonachweis: Dr. Paul Klimpel, „Open Educational Resources richtig lizenzieren“, OERinfo, 2025. Fachliche Begleitseite.
Verifiziertes Muster:
| Feld | Beispiel |
|---|---|
| Medium | Extended reality types.svg |
| Urheber | Antimundo |
| Quelle | Wikimedia Commons |
| Lizenz | CC0 1.0 |
| Änderung | Unverändert eingebunden |
| Prüfdatum | 11.10.2026 |
Fiktiver eigener Eintrag: „Mira – Schema der Montageinsel M-04 – eigene Zeichnung – keine fremden Bildelemente – noch nicht veröffentlicht – interne Freigabe vor öffentlicher Veröffentlichung prüfen“.
Achte darauf: Eine eigene Lizenzangabe ist nur zulässig, soweit Du die dafür nötigen Rechte besitzt.
Videonachweis: Dr. Till Kreutzer, „Nachnutzung: Verwendung fremder OER in eigenen Inhalten“, OERinfo, 2025. Fachliche Begleitseite.
Lerneinheit 6: Fachquellen kritisch vergleichen
Dauer: 10 Minuten – Transfer
Quelle A: Microsoft Learn – Remote Assist. Technische Herstellerdokumentation mit Produktinformationen und einem ausdrücklichen Hinweis zum bevorstehenden Dienstende.
Quelle B: WebXR Samples der Immersive-Web-Arbeitsgruppe. Technische Beispiele zur webbasierten immersiven Darstellung. Einzelne Beispiele benötigen geeignete Browser oder XR-Hardware. Die Webseite ist ein freiwilliges interaktives Testangebot und kein Beleg für die Rechte an fremden Medien.
Quelle C: Urheberrechtsgesetz und Creative Commons BY 4.0. Rechtsnormen und Lizenzbedingungen statt Produktwerbung.
Quellenvergleich:
| Frage | Herstellerdokumentation | Technischer Demonstrator | Rechtsquelle |
|---|---|---|---|
| Was zeigt sie? | Produktfunktionen und Lebenszyklus | Technische Möglichkeiten | Nutzungsrechte und Grenzen |
| Was beweist sie nicht? | Allgemeine Rechtmäßigkeit jeder Mediennutzung | Rechte an beliebigen Bildern oder Videos | Praktische Eignung eines bestimmten XR-Produkts |
| Was prüfst Du? | Datum, Version, Supportstatus | Gerät, Browser, Beispielumfang | Geltungsbereich, Bedingungen, Aktualität |
Deine Entscheidung: Für den fiktiven Ausbildungskurs wird keine echte Live-Fernverbindung benötigt. Ein gezeichnetes Schema und rechtlich dokumentierte Beispielbilder erreichen das Lernziel mit weniger Datenschutzrisiken.
Interaktives Entscheidungsmodell: die Medienrechte-Ampel
Anwendung: Ordne bei jedem Medium zuerst die Herkunft, dann die Rechte und schließlich den Veröffentlichungsort ein.
| Prüfschritt | Grün | Gelb | Rot |
|---|---|---|---|
| Herkunft | Eigene, vollständig geklärte Erstellung | Commons-Datei mit zu prüfenden Angaben | Unbekannte Quelle |
| Nutzungsrecht | Passende Rechte nachgewiesen | Lizenzbedingungen oder Freigabe noch zu prüfen | Keine erforderliche Erlaubnis |
| Personen und Betriebsdaten | Keine schutzbedürftigen Angaben | Erkennbare Angaben müssen bewertet werden | Vertrauliche oder unzulässig verarbeitete Daten |
| Veröffentlichung | Beabsichtigte Nutzung abgedeckt | Zweck oder Reichweite unklar | Geplante Nutzung nicht gestattet |
Regel: Eine einzige rote Prüfung stoppt die geplante Verwendung. Gelb bedeutet nachprüfen, nicht veröffentlichen. Grün setzt voraus, dass alle relevanten Prüfungen abgeschlossen sind.
Feedback: Dieses Modell trennt technische Nutzbarkeit, urheberrechtliche Erlaubnis und Datenschutz. Genau diese Trennung verhindert den Fehler „Ich habe die Datei gefunden, also darf ich sie verwenden“.
Gestufte Hilfen
Hilfe 1 – Leitfragen: Wer hat das Medium geschaffen? Was möchtest Du damit tun? Wer kann es anschließend sehen?
Hilfe 2 – Vorgehen: Öffne die Originalquelle. Suche nach Urheber, Lizenz, Lizenzlink, Änderungen und Hinweisen zu weiteren Rechten. Prüfe bei Videos zusätzlich Plattformregeln und Einbettungsbedingungen.
Hilfe 3 – Satzbaustein: „Ich verwende das Medium … von … aus … unter der Lizenz … . Es wurde … verändert. Die geplante Nutzung ist … , weil … . Noch offen ist … .“
Hilfe 4 – Sichere Alternative: Bei ungeklärten Rechten verlinke auf die Quelle oder fertige eine eigene, unabhängige schematische Zeichnung ohne fremde geschützte Elemente an. Prüfe auch beim Verlinken die Rechtmäßigkeit und den Kontext.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wofür steht XR? (Für einen Oberbegriff zu erweiterten und virtuellen Realitäten) (!Für eine bestimmte Bilddatei) (!Für eine spezielle Urheberrechtslizenz) (!Für eine automatische Aufnahmeerlaubnis)
Feedback: XR bezeichnet ein Technologiespektrum, keine einzelne Software und keine rechtliche Freigabe.
Welche Funktion ist für XR-Fernunterstützung typisch? (Digitale Hinweise werden mit einer realen Arbeitssituation verbunden) (!Eine Maschine wird ohne Sicherheitsprüfung ferngesteuert) (!Alle Aufnahmen werden automatisch gemeinfrei) (!Jede Kommunikation erfolgt ohne Netzwerk)
Feedback: Räumliche Hinweise können Orientierung geben. Sie ersetzen weder Fachkompetenz noch Sicherheitsregeln.
Was musst Du vor der Veröffentlichung eines selbst aufgenommenen Werkstattvideos prüfen? (Ob Personen, Betriebsinformationen und fremde Rechte betroffen sind) (!Nur die Videoauflösung) (!Nur die Akkuladung) (!Nur den Dateinamen)
Feedback: Selbst produzierte Dateien können weiterhin personenbezogene Daten und geschützte fremde Inhalte enthalten.
Welche Aussage zur Lizenz CC BY 4.0 ist richtig? (Bei der Nachnutzung müssen die Lizenzbedingungen einschließlich der Namensnennung eingehalten werden) (!Es ist niemals eine Quellenangabe nötig) (!Bearbeitungen sind grundsätzlich verboten) (!Das Werk darf nur privat betrachtet werden)
Feedback: CC BY erlaubt weitreichende Nachnutzung, verlangt aber insbesondere angemessene Attribution und einen Hinweis auf Änderungen.
Was bedeutet das SA-Modul einer Creative-Commons-Lizenz bei einer Veröffentlichung von Bearbeitungen? (Bearbeitetes Material muss unter derselben oder einer kompatiblen Lizenz weitergegeben werden) (!Der Urhebername darf entfernt werden) (!Jede Nutzung wird automatisch privat) (!Die Quelle darf nicht verlinkt werden)
Feedback: ShareAlike erhält die offenen Lizenzbedingungen bei der Weitergabe entsprechender Bearbeitungen.
Was gilt grundsätzlich bei einer CC BY-ND-Lizenz? (Eine veränderte Fassung darf unter dieser Lizenz nicht weitergegeben werden) (!Alle Bearbeitungen dürfen ohne Einschränkung veröffentlicht werden) (!Die Quelle muss geheim bleiben) (!Die Nutzung ist ausschließlich für XR erlaubt)
Feedback: ND steht für NoDerivatives. Prüfe, ob Deine geplante Veränderung eine rechtlich relevante Bearbeitung ist.
Was folgt aus der Einbettungsmöglichkeit eines YouTube-Videos? (Die Einbettung und eine eigene Kopie müssen getrennt rechtlich beurteilt werden) (!Das Video darf automatisch heruntergeladen und neu hochgeladen werden) (!Der Videoersteller verliert sein Urheberrecht) (!Alle Datenschutzfragen sind automatisch gelöst)
Feedback: Ein offizieller Player ersetzt weder die Prüfung der Quelle noch eine Lizenz für das erneute Veröffentlichen der Datei.
Welche Aussage zu § 60a UrhG ist zutreffend? (Die Unterrichtsausnahme gilt nur unter ihren gesetzlichen Voraussetzungen) (!Sie erlaubt jede Veröffentlichung von Firmenwerbung) (!Sie ersetzt alle Datenschutzregeln) (!Sie macht alle Videos gemeinfrei)
Feedback: Der Anwendungsbereich der Schranke ist begrenzt. Ein öffentliches Unternehmensvideo ist nicht automatisch von ihr gedeckt.
Welche Angabe gehört zur TULLU-Regel? (Ein Link zur Lizenz) (!Die private Telefonnummer des Urhebers) (!Das Passwort der Quelle) (!Die Seriennummer des verwendeten Computers)
Feedback: Die Lizenzbedingungen müssen für Nachnutzende auffindbar und überprüfbar bleiben.
Was ergibt der aktuelle Quellenvergleich zu Dynamics 365 Remote Assist? (Die Herstellerdokumentation nennt den 31. Dezember 2026 als Ende der Verfügbarkeit) (!Das ältere Demovideo garantiert eine unbegrenzte Verfügbarkeit) (!Ein Werbevideo ersetzt die Prüfung der Produktdokumentation) (!Remote Assist ist eine Creative-Commons-Lizenz)
Feedback: Das Support- und Verfügbarkeitsdatum ist für reale Projekte wichtiger als ein älteres Werbeversprechen.
Memory
Ordne jeden Begriff seiner Bedeutung zu.
| Extended Reality | Sammelbegriff für immersive Technologien |
| Augmented Reality | Digitale Ergänzung der realen Wahrnehmung |
| Quellenprotokoll | Nachvollziehbare Dokumentation der Medienherkunft |
| TULLU | Merkhilfe für korrekte OER-Nachweise |
| ShareAlike | Weitergabe von Bearbeitungen unter kompatibler Lizenz |
| Framing | Einbindung fremder Inhalte in eine Webseite |
Feedback: Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Ebenen: Technologie, Nachweis, Lizenz und Veröffentlichungsform.
Drag and Drop
Ordne die passenden Begriffe einander zu.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Urheber | Werkschöpfer |
| Ursprungsort | Originalfundstelle |
| Lizenzlink | Nutzungsbedingungen |
| Änderungsvermerk | Bearbeitungsnachweis |
| Datensparsamkeit | Datenminimierung |
| Quellenstand | Aktualitätsprüfung |
Feedback: Ein vollständiger Mediennachweis verbindet die Herkunft mit den Nutzungsbedingungen. Eine Aktualitätsprüfung ist besonders bei Produktinformationen nötig.
Kreuzworträtsel
| LIZENZ | Wie heißt die rechtliche Erlaubnis mit bestimmten Nutzungsbedingungen? |
| URHEBER | Wie nennt man die Person, die ein geschütztes Werk geschaffen hat? |
| QUELLE | Wie heißt die belegbare Herkunft einer Information? |
| FRAMING | Wie heißt das Einbinden fremder Inhalte in eine eigene Webseite? |
| TULLU | Welche Merkhilfe unterstützt die Dokumentation offener Medien? |
| DATENSCHUTZ | Welcher Rechtsbereich schützt personenbezogene Angaben bei XR-Aufnahmen? |
Feedback: Prüfe bei jedem Lösungswort, ob es einen technischen, urheberrechtlichen oder datenschutzrechtlichen Aspekt bezeichnet.
LearningApps
Optionale Suche nach weiteren Zuordnungsübungen:
Hinweis: Dies ist eine Suchansicht, keine Behauptung, dass bereits eine bestimmte Lernapp zum Thema existiert. Auch ohne externes Angebot kannst Du die Übungen auf dieser Seite bearbeiten.
Lückentext
Feedback: Beachte besonders die Unterscheidung von Urheberrecht, Lizenzbedingungen, technischer Einbettung und Datenschutz.
Offene Aufgaben
Leicht
- Basis – XR-Skizze: Zeichne auf Papier ein XR-Fernunterstützungsszenario mit einem echten Übungsbauteil und zwei digitalen Hinweisen. Benenne die Elemente.
- Basis – Eigene Werke: Beschreibe an der fiktiven Zeichnung von Mira, welche Elemente selbst erstellt wurden und welche Rechte trotzdem geprüft werden müssten.
- Basis – Lizenzkarte: Erstelle eine kleine Karte für CC0, CC BY und CC BY-SA mit jeweils einer erlaubten Verwendung und einer zu beachtenden Bedingung.
- Basis – Quellenfund: Öffne freiwillig eine der angegebenen Commons-Dateiseiten und übertrage Urheber, Titel, Lizenz und Ursprungsort in eine Tabelle. Nutze andernfalls das ausgefüllte Kursbeispiel.
Standard
- Anwendung – Bildanleitung: Entwirf eine Lernanleitung aus drei gezeichneten Bildern für die fiktive Montageinsel M-04. Verwende keine echte Maschinenaufnahme.
- Anwendung – TULLU: Erstelle für zwei der im Kurs geprüften Commons-Bilder vollständige Quellenangaben einschließlich Lizenzlink und Änderungsvermerk.
- Anwendung – Freigabeentscheidung: Entscheide begründet, ob ein nicht lizenziertes Herstellerbild im öffentlich zugänglichen Schulungsvideo verwendet werden sollte. Formuliere eine geeignete Alternative.
- Anwendung – Aufnahmeplanung: Entwirf eine kurze Aufnahmeliste für die fiktive Montageinsel. Markiere die Einstellungen, bei denen Personen, Namen oder Betriebsgeheimnisse sichtbar werden könnten.
Schwer
- Transfer – Quellenvergleich: Vergleiche eine historische Remote-Assist-Demonstration mit der aktuellen Herstellerdokumentation. Erkläre, wie sich Deine Empfehlung aufgrund des angekündigten Dienstendes verändert.
- Transfer – Medienmix: Plane eine Schulungsseite mit eigener Zeichnung, CC BY-Bild und CC BY-SA-Bild. Lege für jeden Bestandteil gesondert fest, welche Rechte und Nachweise erforderlich sind und wo Lizenzkonflikte auftreten könnten.
- Transfer – Entscheidungsvorlage: Erstelle eine einseitige Entscheidungsvorlage für den Ausbildungsbetrieb: Wann sind Eigenproduktion, Verlinkung, offizielle Einbettung oder eine zusätzliche Freigabe sinnvoll?
- Transfer – Qualitätssicherung: Entwickle eine Prüfroutine für ein öffentliches XR-Lernmedium. Berücksichtige Richtigkeit, Aktualität, Barrierefreiheit, Medienrechte, Betriebsgeheimnisse und Datenschutz.


Begründetes Feedback zu den offenen Aufgaben
Basis erreicht: Du benennst Quelle und Lizenz und unterscheidest eigene von fremden Medien. Begründung: Ohne diese Unterscheidung kann die geplante Veröffentlichung nicht verlässlich geprüft werden.
Anwendung erreicht: Du dokumentierst die Medien einzeln und wählst für den fiktiven Betrieb eine rechtlich begründete Nutzungsform. Begründung: Die technische Möglichkeit einer Einbettung allein reicht als Entscheidung nicht aus.
Transfer erreicht: Du vergleichst widersprüchliche oder unterschiedlich alte Quellen und kannst eine risikoärmere Alternative vorschlagen. Begründung: Berufsbezogene Medienentscheidungen müssen auch bei veränderten Produkten und Nutzungszwecken tragfähig bleiben.
Verbesserungshinweis: Fehlt ein Lizenzlink, ergänze den Originalnachweis. Sind Persönlichkeitsrechte oder Betriebsgeheimnisse unklar, stoppe die Veröffentlichung. Ist eine Herstellerquelle veraltet, kennzeichne ihren historischen Stand.
Lernkontrolle
- Fallanalyse: Mira hat eine eigene Zeichnung, ein CC BY-SA-Foto und einen fremden Videoclip. Entwickle für jedes Medium eine andere, begründete Veröffentlichungsentscheidung.
- Aktualitätskonflikt: Eine ältere Produktpräsentation verspricht dauerhaften Nutzen, eine aktuelle Herstellerseite nennt das Ende des Angebots. Erkläre, welche Quelle Du für eine Beschaffungsentscheidung stärker gewichtest und warum.
- Risikoübertragung: Eine Aufnahme der fiktiven Übungsstation enthält unerwartet ein lesbares Namensschild. Erläutere, weshalb ein vorhandenes Bildnutzungsrecht dieses Problem nicht löst.
- Lizenztransfer: Ein CC BY-SA-Bild soll inhaltlich verändert werden. Formuliere einen korrekten Quellen- und Änderungsnachweis und erkläre die Folgen für die Lizenz der Bearbeitung.
- Schulungsgrenzen: Begründe, warum eine Verwendung im gesetzlich begünstigten Unterricht nicht automatisch die öffentliche Veröffentlichung auf einer Unternehmenswebseite erlaubt.
- Alternativstrategie: Entwirf einen Kurs, der bei deaktivierten Drittanbieter-Videos, ohne XR-Brille und ohne echte Betriebsdaten weiterhin verständlich bleibt.
Bewertungsmaßstab: Entscheidend sind nachvollziehbare Begründungen, der richtige Geltungsbereich von Regeln, dokumentierte Quellen und der Umgang mit verbleibender Unsicherheit. Bloßes Auswendiglernen von Lizenzkürzeln reicht nicht.
Lernnachweis
Dein Lernnachweis besteht aus einer lokal erstellten PDF-Datei, Textdatei oder Papiermappe. Eine Abgabe an externe Plattformen ist nicht erforderlich.
- Fiktiver Ausbildungsfall: Eine knappe Darstellung der geplanten XR-Lernanleitung.
- Eigenproduktion: Eine selbst gezeichnete oder textlich beschriebene Abfolge mit drei Lernschritten.
- Medienregister: Mindestens drei Medien mit Titel, Urheber, Originalquelle, Lizenz beziehungsweise Rechtsgrundlage, Änderungen und Prüfdatum.
- Rechteentscheidung: Für jedes Medium eine begründete Entscheidung über Übernahme, Verlinkung, Einbettung oder Verzicht.
- Quellenvergleich: Eine fachliche Information aus einer Herstellerquelle und einer unabhängigen beziehungsweise normativen Quelle; Aktualität und Aussagegrenzen erklären.
- Datenschutzprüfung: Eine Checkliste zu Personen, Kundendaten und Betriebsgeheimnissen.
- Reflexion: Zwei Entscheidungen erläutern, bei denen eine eigene Erstellung oder ein Verzicht sicherer ist als die Fremdnutzung.
Erfolgreich ist der Lernnachweis, wenn Du Deine Medienentscheidungen mit überprüfbaren Quellen belegen, ungeklärte Rechte erkennen und eine praktikable, datensparsame Alternative anbieten kannst.
OERs zum Thema
Fachlich geprüfte Ausgangspunkte – Abruf- und Quellenprüfung: 11. Oktober 2026
- Urheberrechtsgesetz: Offizielle deutsche Gesetzesfassung. Für Zitatrecht und Bildungsnutzung insbesondere §§ 51, 60a und 63 prüfen.
- Creative Commons BY 4.0: Original-Lizenzinformation und Nutzungsbedingungen.
- OERinfo – TULLU-Regel: Praktische Hilfe zur Kennzeichnung offener Bildungsmaterialien.
- OERinfo – Freie Lizenzen: Fachliche Einführung mit nachvollziehbarer Herausgeberschaft.
- OERinfo – Nachnutzung: Fachliche Demonstration zu Attribution und Bearbeitungsvermerken.
- Wikimedia Commons: Medienarchiv mit individuellen Datei- und Lizenzangaben. Jede Datei einzeln prüfen.
- WebXR Samples: Freiwillige technische und interaktive Demonstrationen, abhängig von Browser und Hardware.
- Microsoft Learn – Remote Assist: Herstellerquelle mit aktuellem Hinweis zum Produktlebenszyklus.
- Datenschutz-Grundverordnung: Europäische Rechtsquelle zur Verarbeitung personenbezogener Daten.
Wikipedia-Grundlage zur erweiterten Realität:
Medienhinweis: Alle oben eingebundenen Commons-Dateien sind mit Originalquelle und ausgewiesener Lizenz dokumentiert. Die Video-IDs stammen aus verifizierten Hersteller- beziehungsweise OERinfo-Seiten. Die freie Lizenz eines begleitenden Webtextes darf nicht ohne gesonderte Prüfung auf das eingebettete Video übertragen werden. Bei externen Inhalten können Datenschutz- und Zugänglichkeitsfragen entstehen.
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