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Wirtschaft Sozialkunde und berufliche Verantwortung – Markt Preis und Wettbewerb erklären

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Wirtschaft Sozialkunde und berufliche Verantwortung – Markt Preis und Wettbewerb erklären

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Wirtschaft Sozialkunde und berufliche Verantwortung – Markt Preis und Wettbewerb erklären


Einleitung

In diesem Lernkurs für die Ausbildung lernst Du, wie Markt, Angebot, Nachfrage, Preisbildung und Wettbewerb zusammenhängen. Du arbeitest mit einem vollständig fiktiven Handelsbetrieb, vergleichst Produkte, wertest Preis-Mengen-Daten aus und begründest kaufmännische Entscheidungen. Der Text ist bewusst knapp; Medien, Tabellen, Gesprächsanlässe und Aufgaben tragen den Lernprozess.

Kurzbeschreibung: Angebot, Nachfrage und die Grenzen einfacher Modelle. Du erkennst, wann das Grundmodell hilfreich ist und wann reale Märkte durch Kosten, Qualität, Marktstellung, Recht, Erwartungen oder unvollständige Informationen anders funktionieren.

Datenschutz- und Realitäts-Hinweis: Alle Personen-, Unternehmens-, Preis-, Mengen-, Kosten- und Geschäftsdaten in den Fällen sind frei erfunden und dienen ausschließlich dem Lernen. Die Rechtsquellen und Steuersätze wurden für den Kurs am 09.10.2026 geprüft. Bei realen Geschäftsvorgängen ist der aktuelle Rechtsstand erneut zu prüfen.

Mediennachweis: Wikimedia Commons, „Wilhelmplatz Koeln Markt.jpg“, Mabit1, CC BY-SA 4.0.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du ... Nachweis
einen Markt als Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage erklären Begriffe im Ausbildungsfall korrekt anwenden
ein einfaches Preis-Mengen-Diagramm lesen Gleichgewichtspreis und Gleichgewichtsmenge bestimmen
Preisänderungen von Verschiebungen der Kurven unterscheiden Ursachen in Fällen begründen
Wettbewerb als Preis-, Qualitäts-, Service- und Innovationswettbewerb einordnen Handlungsoptionen vergleichen
Grenzen des einfachen Modells benennen einen Transferfall kritisch beurteilen
Preisangaben, Umsatzsteuer und Wettbewerbsregeln in Grundzügen berücksichtigen kaufmännisch verantwortete Entscheidung formulieren


Lerneinheit 1: Was ist ein Markt?

Ein Markt entsteht, wenn Anbieter und Nachfrager eines Gutes oder einer Dienstleistung aufeinandertreffen. Das kann auf einem Wochenmarkt, in einem Onlineshop, im Großhandel oder auf einem Arbeitsmarkt geschehen. Für die Analyse ist entscheidend, welches Gut, welcher Zeitraum und welcher räumliche oder sachliche Markt gemeint sind.

Mediennachweis: Wikimedia Commons, „Wochenmarkt Domplatz-Münster-WUS-02587.jpg“, Rainer Halama, CC BY-SA 4.0.

Merksatz: Markt = Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage. Ein Markt ist nicht zwingend ein bestimmter Ort.

Mini-Gespräch: Eine Kundin sagt: „Im Laden nebenan kostet das Produkt weniger.“ Der Verkäufer antwortet: „Dann müssen wir prüfen, ob Produkt, Menge, Service und Bedingungen wirklich vergleichbar sind.“ Sprecht zu zweit 60 Sekunden darüber, welche Informationen für einen fairen Vergleich fehlen.


Lerneinheit 2: Nachfrage verstehen

Nachfrage bezeichnet im Modell die Menge, die Nachfrager bei einem bestimmten Preis kaufen wollen und können. Häufig gilt: Steigt der Preis, sinkt die nachgefragte Menge. Das ist eine Modellbeziehung und keine Garantie für jedes reale Produkt.

Ein Preiswechsel führt im Grundmodell zu einer Bewegung auf der Nachfragekurve. Ändert sich dagegen zum Beispiel Einkommen, Geschmack, Zahl der Käufer oder der Preis eines Ersatzgutes, kann sich die gesamte Nachfragekurve verschieben.

Mediennachweis: Wikimedia Commons, „Supply-demand-right-shift-demand.svg“, SilverStar, u. a. CC BY-SA 3.0/GFDL laut Dateiseite.

Modellannahme: Andere Einflussfaktoren werden zunächst konstant gehalten. Dieses „sonst alles gleich“ heißt Ceteris paribus.


Lerneinheit 3: Angebot verstehen

Angebot bezeichnet im Modell die Menge, die Anbieter bei einem bestimmten Preis verkaufen wollen und können. Häufig steigt die angebotene Menge mit dem Preis, weil zusätzliche Produktion oder Beschaffung rentabler wird.

Auch hier gilt: Eine Preisänderung bewegt den betrachteten Punkt auf der vorhandenen Kurve. Verändern sich dagegen Beschaffungskosten, Technik, Kapazitäten, Steuern, Zahl der Anbieter oder Erwartungen, kann sich die Angebotskurve verschieben.

Praxisfrage: Ein Lieferant erhöht seine Einkaufspreise. Ist das im einfachen Modell eine Bewegung auf der Angebotskurve oder eher eine Verschiebung der Angebotskurve? Begründe mit einem Satz.


Lerneinheit 4: Marktpreis und Gleichgewicht

Im einfachen Modell liegt ein Marktgleichgewicht dort, wo angebotene und nachgefragte Menge übereinstimmen. Der zugehörige Preis heißt Gleichgewichtspreis, die Menge Gleichgewichtsmenge.

Mediennachweis: Wikimedia Commons, „Supply-and-demand.svg“, Paweł Zdziarski und Astarot, CC BY-SA/GFDL laut Dateiseite.

Video: studybreak, „Marktgleichgewicht, Angebot, Nachfrage“. Öffentlich auf YouTube eingebettet; keine OER-Lizenz behauptet, Rechte verbleiben beim Rechteinhaber.

Wichtig: Der Schnittpunkt ist kein Naturgesetz. Er ist das Ergebnis der gewählten Modellannahmen und Daten.


Lerneinheit 5: Wettbewerb

Wettbewerb bedeutet, dass Unternehmen um Kundinnen und Kunden konkurrieren. Das geschieht nicht nur über den Preis, sondern auch über Qualität, Sortiment, Verfügbarkeit, Service, Lieferzeit, Nachhaltigkeit und Innovation.

Mediennachweis: Wikimedia Commons, „Salzregal.jpg“, Michael Weinold, CC BY 4.0.

Ein Preisvergleich ist deshalb nur dann aussagekräftig, wenn die Angebote hinreichend vergleichbar sind. Preiswettbewerb ist ein Teil des Wettbewerbs, aber nicht dessen ganze Bedeutung.

Berufliche Verantwortung: Wettbewerber dürfen nicht einfach gemeinsame Verkaufspreise oder sonstige wettbewerbsbeschränkende Verhaltensweisen vereinbaren. § 1 GWB verbietet Vereinbarungen, Beschlüsse und abgestimmte Verhaltensweisen, die Wettbewerb verhindern, einschränken oder verfälschen.


Lerneinheit 6: Grenzen einfacher Modelle

Das Grundmodell hilft, Zusammenhänge sichtbar zu machen. Reale Märkte können aber abweichen.

Einfache Modellannahme Mögliche Realität
viele Anbieter und Nachfrager wenige große Unternehmen oder Marktmacht
gut vergleichbare Güter Marken, Qualität, Service und Vertragsbedingungen unterscheiden sich
gute Information Informationskosten, Werbung und Unsicherheit
schnelle Anpassung Lieferzeiten, Kapazitäten und Verträge verzögern Reaktionen
rationales Verhalten Gewohnheiten, Erwartungen und Verhaltensmuster beeinflussen Entscheidungen
keine externen Effekte Umwelt- oder Gesellschaftskosten können unberücksichtigt bleiben

Transfergedanke: Nutze das Modell als Landkarte, nicht als exakte Kopie der Wirklichkeit.


Lerneinheit 7: Preisangaben, Umsatzsteuer und Verantwortung

Mediennachweis: Wikimedia Commons, „2021-06-28 E-ink price tag in Sydney supermarket.jpg“, Maksym Kozlenko, CC BY-SA 4.0.

Für Angebote von Unternehmern an Verbraucher verlangt die Preisangabenverordnung grundsätzlich den Gesamtpreis. Bei vielen Waren, die nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche angeboten werden, ist zusätzlich ein Grundpreis anzugeben. Bei bekannt gemachten Preisermäßigungen für Waren ist grundsätzlich der niedrigste Gesamtpreis der letzten 30 Tage anzugeben. Im Fernabsatz kommen zusätzliche Informationen hinzu, etwa ob Versandkosten anfallen. Abgrenzung: Dieser Kurs behandelt preisbezogene Pflichtangaben in Grundzügen, nicht sämtliche Kennzeichnungs-, Impressums-, Vertrags- oder Rechnungsanforderungen.

Mediennachweis: Wikimedia Commons, „Price Tag.png“, Scott5114, Public Domain.

Nach § 12 UStG beträgt der allgemeine Umsatzsteuersatz 19 %. Für gesetzlich bestimmte Umsätze gilt der ermäßigte Satz von 7 %. Welcher Satz für einen konkreten realen Umsatz gilt, muss anhand der gesetzlichen Voraussetzungen geprüft werden; dieser Kurs ersetzt keine Einzelfallprüfung.

Rechenregel bei 19 % Umsatzsteuer: Nettopreis = Bruttopreis ÷ 1,19. Umsatzsteueranteil = Bruttopreis − Nettopreis.

Rechtsstand im Kurs: 09.10.2026. Die PAngV wurde laut amtlicher Fassung zuletzt durch Gesetz vom 12.05.2026 geändert; das GWB laut amtlicher Fassung zuletzt durch Gesetz vom 20.07.2026. Vor einer realen Preisaktion oder Veröffentlichung muss der jeweils aktuelle Stand geprüft werden.


Ausbildungsfall: Fiktiva Handelsbetrieb GmbH

Fiktiver Betrieb: Fiktiva Handelsbetrieb GmbH, Lernweg 1, 00000 Beispielstadt. Diese Anschrift ist bewusst nicht real. Die frei erfundenen Auszubildenden Lina Lern und Tarek Beispiel arbeiten im Einkauf und Verkauf von Haushaltswaren.

Der Betrieb plant die Preispositionierung für das fiktive Handspülmittel Fiktiva Klar 750 ml. Alle folgenden Daten sind didaktische Annahmen.


Fall A: Preis-Mengen-Tabelle

Verkaufspreis brutto geplante Nachfragemenge pro Woche geplante Angebotsmenge pro Woche
3,40 € 90 Flaschen 30 Flaschen
3,80 € 70 Flaschen 40 Flaschen
4,20 € 50 Flaschen 50 Flaschen
4,60 € 35 Flaschen 65 Flaschen
5,00 € 20 Flaschen 80 Flaschen

Basisaufgabe: Bestimme Gleichgewichtspreis und Gleichgewichtsmenge.

Gestufte Hilfe 1: Suche die Zeile, in der angebotene und nachgefragte Menge gleich sind.

Gestufte Hilfe 2: Im Gleichgewicht gilt: Angebotsmenge = Nachfragemenge.

Gestufte Hilfe 3: Vergleiche die beiden Mengenspalten bei 4,20 €.

Begründetes Feedback: 4,20 € und 50 Flaschen sind im Modell richtig, weil nur dort beide geplanten Mengen übereinstimmen. Wer lediglich den mittleren Preis auswählt, hat zufällig richtig geraten; entscheidend ist die Mengengleichheit.


Fall B: Produktvergleich

Alle Werte sind fiktiv. Die Gesamtpreise enthalten im Lernfall 19 % Umsatzsteuer.

Produkt Inhalt Gesamtpreis Grundpreis Zusatzmerkmal
Fiktiva Klar A 500 ml 2,49 € 4,98 €/l Standardflasche
Fiktiva Klar B 750 ml 3,39 € 4,52 €/l Dosierkopf
Fiktiva Klar C 1 l 4,69 € 4,69 €/l Nachfüllbeutel

Anwendungsaufgabe: Welches Produkt ist nach Grundpreis am günstigsten? Begründe, warum „niedrigster Gesamtpreis“ und „günstigster Mengenpreis“ nicht dasselbe sind.

Gestufte Hilfe 1: Vergleiche die Spalte „Grundpreis“.

Gestufte Hilfe 2: Für 750 ml gilt: 3,39 € ÷ 0,75 l.

Gestufte Hilfe 3: 3,39 € ÷ 0,75 l = 4,52 €/l.

Begründetes Feedback: Produkt B ist mit 4,52 €/l im Lernfall am günstigsten. Produkt A hat zwar den niedrigsten zu zahlenden Gesamtpreis, enthält aber weniger Ware. Der Grundpreis schafft deshalb eine bessere Mengenvergleichbarkeit.


Fall C: Kosten, Preis und Wettbewerb

Für Fiktiva Klar B werden folgende fiktive Nettowerte angenommen: variable Stückkosten 2,20 €, anteilige kurzfristige Vertriebskosten 0,25 €. Der geplante Bruttoverkaufspreis beträgt 3,39 €. Ein fiktiver Wettbewerber bietet ein vergleichbares 750-ml-Produkt für 3,29 € an.

Anwendungsauftrag: Berechne den ungefähren Nettoverkaufspreis von 3,39 € bei 19 % Umsatzsteuer und vergleiche ihn mit den kurzfristig zurechenbaren Kosten von 2,45 €.

Gestufte Hilfe 1: Teile 3,39 € durch 1,19.

Gestufte Hilfe 2: Der Nettoverkaufspreis liegt bei rund 2,85 €.

Gestufte Hilfe 3: 2,85 € − 2,45 € = rund 0,40 € Restbeitrag vor weiteren Kosten.

Begründetes Feedback: Ein bloßes Unterbieten des Wettbewerbers ist keine vollständige Preisentscheidung. Im Lernfall muss der Betrieb Kosten, Nachfrage, Vergleichbarkeit, Positionierung und rechtliche Grenzen gemeinsam betrachten. Der Restbeitrag von rund 0,40 € ist noch kein Unternehmensgewinn, weil weitere Kosten fehlen.


Fall D: Berufliche Verantwortung

Ein fiktiver Mitarbeiter eines Wettbewerbers schreibt Tarek Beispiel: „Wenn wir beide nächste Woche 4,29 € verlangen, verdienen wir mehr.“

Transferaufgabe: Formuliere eine beruflich verantwortliche Reaktion.

Gestufte Hilfe 1: Prüfe, ob die Nachricht unabhängige Preisbildung oder abgestimmtes Verhalten fördert.

Gestufte Hilfe 2: § 1 GWB verbietet wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen und abgestimmte Verhaltensweisen.

Gestufte Hilfe 3: Nicht auf eine gemeinsame Preisfestlegung eingehen; Vorgang betriebsintern nach den vorgesehenen Compliance-Regeln weitergeben.

Begründetes Feedback: Die gemeinsame Preisfestlegung ist keine normale Konkurrenzreaktion, sondern würde die Unabhängigkeit der Preisentscheidungen gefährden. Wettbewerb funktioniert gerade dadurch, dass Unternehmen ihre Marktentscheidungen eigenständig treffen.


Gesprächsmedium: Preisentscheidung im Team

Lina Lern: „Die Konkurrenz liegt zehn Cent unter uns. Sollen wir sofort mit dem Preis runter?“

Tarek Beispiel: „Noch nicht. Sind Inhalt, Qualität und Service gleich? Wie sieht unser Grundpreis aus?“

Lina Lern: „Unser Produkt hat einen Dosierkopf. Außerdem müssen wir unsere Kosten prüfen.“

Tarek Beispiel: „Und wir dürfen keine Preise mit Wettbewerbern abstimmen. Wir entscheiden selbstständig.“

Lina Lern: „Dann vergleichen wir erst Daten und legen danach eine begründete Preisstrategie fest.“

Gesprächsauftrag: Spielt den Dialog in Partnerarbeit weiter. Eine Person argumentiert aus Kundensicht, die andere aus Unternehmenssicht. Nennt mindestens einen wirtschaftlichen und einen rechtlich-ethischen Gesichtspunkt.

Video: #Sogeht by Sven Stemmler, „Marktgleichgewicht – Angebot/Nachfrage“. Öffentlich auf YouTube eingebettet; keine OER-Lizenz behauptet.


Modellcheck: Was darfst Du aus Daten folgern?

Beobachtung Zulässige vorsichtige Folgerung Nicht automatisch zulässige Folgerung
Nachfrage steigt im Modell Gleichgewichtspreis kann steigen, wenn das Angebot unverändert bleibt Jeder reale Preis muss steigen
Wettbewerber senkt Preis eigener Preis sollte überprüft werden eigener Preis muss identisch werden
großes Unternehmen hat hohen Marktanteil Marktmacht kann prüfenswert sein jede Preiserhöhung ist rechtswidrig
Grundpreis ist niedriger Mengenpreis ist günstiger Produkt ist insgesamt „besser“

Merksatz: Modelle ordnen Informationen. Kaufmännische Verantwortung beginnt dort, wo Du Annahmen, Datenqualität und Folgen Deiner Entscheidung offenlegst.


Quellen- und Mediencheck

Fachliche Quellen, geprüft am 09.10.2026:

  1. Preisangabenverordnung: Amtliche Fassung „Gesetze im Internet“
  2. Umsatzsteuergesetz § 12: Amtliche Fassung „Gesetze im Internet“
  3. Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen § 1: Amtliche Fassung „Gesetze im Internet“
  4. Bundeskartellamt: Wettbewerbsschutz ist Verbraucherschutz
  5. Marktgleichgewicht: Bundeszentrale für politische Bildung
  6. Frei lizenziertes Berufsschulmedium: HubbS „Volkswirtschaftslehre – Marktgleichgewicht bei Konkurrenz“, Lizenz CC BY 3.0
  7. Markt: Wikipedia

Medienrechte: Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien wurden über ihre Dateiseiten auf freie Lizenz bzw. Public Domain geprüft. Die YouTube-Videos werden nur eingebettet; sie werden hier nicht als frei lizenzierte OER bezeichnet. Für Bearbeitung oder Weiterverwendung der Videos müssen die Rechte gesondert geprüft werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt einen Markt im wirtschaftlichen Sinn am treffendsten? (Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage) (!Nur einen Wochenmarkt mit Verkaufsständen) (!Nur einen Onlineshop) (!Nur einen Ort mit festen Preisen)




Wann liegt im einfachen Preis-Mengen-Modell ein Marktgleichgewicht vor? (Wenn angebotene und nachgefragte Menge übereinstimmen) (!Wenn der Preis möglichst niedrig ist) (!Wenn alle Anbieter denselben Gewinn erzielen) (!Wenn keine Werbung stattfindet)




Was zeigt der Grundpreis besonders gut? (Den Preis je festgelegter Mengeneinheit) (!Den Nettogewinn des Händlers) (!Die Zahl der Wettbewerber) (!Die Produktionsmenge eines Jahres)




Was ist typischerweise eine Verschiebung der Nachfragekurve? (Eine Nachfrageänderung durch einen anderen Einflussfaktor als den betrachteten Preis) (!Eine reine Bewegung entlang derselben Nachfragekurve) (!Eine Änderung der Verpackungsfarbe ohne Wirkung) (!Eine Addition von Umsatzsteuer)




Welche Aussage zu Wettbewerb ist richtig? (Wettbewerb kann über Preis Qualität Service und Innovation stattfinden) (!Wettbewerb besteht ausschließlich aus Preissenkungen) (!Wettbewerber müssen gemeinsame Preise festlegen) (!Wettbewerb verhindert Produktverbesserungen)




Welcher allgemeine Umsatzsteuersatz gilt nach § 12 UStG? (19 Prozent) (!7 Prozent für jeden Umsatz) (!16 Prozent) (!25 Prozent)




Was verlangt die Preisangabenverordnung bei vielen nach Volumen angebotenen Waren zusätzlich zum Gesamtpreis? (Einen Grundpreis) (!Eine Gewinnspanne) (!Einen Börsenkurs) (!Eine Marktanteilsquote)




Was ist bei einer angekündigten Preisabsprache mit einem Wettbewerber die richtige Grundreaktion? (Nicht mitmachen und betriebliche Compliancewege nutzen) (!Den gemeinsamen Preis schriftlich bestätigen) (!Den Preis nur mündlich abstimmen) (!Die Absprache auf einen Monat begrenzen)




Warum ist ein einfaches Marktmodell begrenzt? (Weil reale Märkte zusätzliche Einflussfaktoren und unvollständige Annahmen haben) (!Weil Angebot und Nachfrage nie beobachtbar sind) (!Weil Preise nur vom Staat bestimmt werden) (!Weil Wettbewerb keine Rolle spielt)




Was bedeutet ceteris paribus im Grundmodell? (Andere Einflussfaktoren werden zunächst konstant gehalten) (!Alle Unternehmen verlangen denselben Preis) (!Alle Produkte sind steuerfrei) (!Alle Nachfrager kaufen dieselbe Menge)





Memory

Angebot Verkaufsbereite Menge
Nachfrage Kaufbereite Menge
Gleichgewicht Mengengleichheit
Grundpreis Mengeneinheit
Wettbewerb Konkurrenz
Kartell Wettbewerbsbeschränkung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Nachfragekurve Kaufverhalten bei unterschiedlichen Preisen
Angebotskurve Verkaufsbereitschaft bei unterschiedlichen Preisen
Gleichgewichtspreis Preis bei übereinstimmenden Mengen
Grundpreis Vergleichspreis je Mengeneinheit
Wettbewerb Eigenständige Konkurrenz um Kundschaft






Kreuzworträtsel

Angebot Welche Marktseite beschreibt die verkaufsbereite Menge?
Nachfrage Welche Marktseite beschreibt die kaufbereite Menge?
Wettbewerb Wie heißt die Konkurrenz von Unternehmen um Kundschaft?
Marktpreis Wie heißt der auf einem Markt beobachtete Preis?
Kartell Wie nennt man eine wettbewerbsbeschränkende Absprache mehrerer Unternehmen?
Grundpreis Wie heißt der Preis je Mengeneinheit zum Produktvergleich?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Auf einem Markt treffen

aufeinander.
Im einfachen Modell entsteht ein

bei übereinstimmenden Mengen.
Der zugehörige Preis heißt

.
Ein Preiswechsel führt bei unveränderten Bedingungen zu einer Bewegung auf der

.
Andere Einflussfaktoren können eine ganze Kurve

.
Zum Mengenvergleich hilft bei vielen Waren der

.
Der allgemeine Umsatzsteuersatz beträgt

.
Preisabsprachen zwischen Wettbewerbern können den

beschränken.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Marktbeobachtung: Fotografiere keine Personen, sondern skizziere aus dem Gedächtnis drei unterschiedliche Märkte aus Deinem Ausbildungsalltag und notiere jeweils Anbieter, Nachfrager und Gut.
  2. Produktvergleich: Erfinde zwei Packungsgrößen desselben Produkts und berechne passende Grundpreise.
  3. Begriffsnetz: Gestalte eine kleine Concept-Map mit Markt, Angebot, Nachfrage, Preis und Wettbewerb.
  4. Gesprächsanalyse: Schreibe einen kurzen Dialog zwischen Kundschaft und Verkauf, in dem Gesamtpreis und Grundpreis verwechselt und anschließend korrekt geklärt werden.


Standard

  1. Preis-Mengen-Tabelle: Entwickle fünf fiktive Preisstufen mit plausiblen Angebots- und Nachfragemengen und markiere das Modellgleichgewicht.
  2. Kurvenverschiebung: Zeichne eine Nachfragekurve und zeige, wie sich eine höhere Nachfrage bei sonst gleichen Bedingungen auswirken könnte.
  3. Wettbewerbsvergleich: Vergleiche drei fiktive Anbieter anhand von Preis, Qualität, Service und Lieferzeit und begründe eine Entscheidung.
  4. Rechtscheck: Prüfe auf einer amtlichen Quelle, welche Grundregeln der PAngV für Gesamtpreis und Grundpreis gelten, und fasse sie in eigenen Worten zusammen.


Schwer

  1. Modellkritik: Nenne drei Annahmen des einfachen Marktmodells und entwickle für jede eine reale Situation, in der sie nicht erfüllt ist.
  2. Preisstrategie: Erstelle für den fiktiven Fiktiva-Betrieb zwei alternative Preisstrategien und bewerte Chancen, Risiken und Kostenfolgen.
  3. Compliance-Fall: Formuliere eine interne Handlungsempfehlung für den Umgang mit einer Nachricht, die eine Preisabsprache mit einem Wettbewerber nahelegt.
  4. Transferprojekt: Produziere ein zweiminütiges Erklärvideo mit ausschließlich fiktiven Daten, in dem Du zeigst, warum ein niedriger Gesamtpreis nicht automatisch den niedrigsten Grundpreis bedeutet.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Marktmodell und Realität: Ein Produkt wird trotz steigenden Preises stärker nachgefragt. Erkläre mindestens zwei mögliche Gründe und zeige, warum das Grundmodell dadurch nicht automatisch „falsch“ wird.
  2. Preisentscheidung: Ein Wettbewerber senkt seinen Preis um 8 %. Entwickle drei mögliche Reaktionen des eigenen Betriebs und bewerte sie nach Kosten, Kundennutzen und Wettbewerb.
  3. Grundpreis und Kaufentscheidung: Zwei Packungen haben unterschiedliche Inhalte, Preise und Qualitätsmerkmale. Entwickle eine begründete Entscheidung, in der der Grundpreis wichtig, aber nicht das einzige Kriterium ist.
  4. Recht und Verantwortung: Erkläre, warum unabhängige Preisentscheidungen sowohl ökonomisch als auch wettbewerbsrechtlich bedeutsam sind.
  5. Modellannahmen: Verändere im Ausbildungsfall eine Annahme, etwa Zahl der Anbieter oder Lieferkapazität, und beschreibe die erwartete Wirkung auf Preis und Menge.
  6. Datenkritik: Beurteile, welche zusätzlichen Daten Du vor einer realen Preisentscheidung erheben würdest und warum reine Preis-Mengen-Daten nicht genügen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du Zusammenhänge erklären und auf neue Fälle übertragen kannst.

  1. Fachbegriffe: Markt, Angebot, Nachfrage, Gleichgewicht, Preis, Grundpreis und Wettbewerb korrekt verwenden.
  2. Diagrammkompetenz: Preis-Mengen-Diagramme lesen und Verschiebungen von Bewegungen auf Kurven unterscheiden.
  3. Kaufmännische Anwendung: fiktive Preise, Mengen und Grundpreise korrekt auswerten.
  4. Modellkritik: mindestens drei Grenzen einfacher Marktmodelle begründet benennen.
  5. Berufliche Verantwortung: Preisangaben transparent behandeln und kartellrechtlich problematische Absprachen erkennen.
  6. Quellenkompetenz: Rechtsstand und Medienrechte mit belastbaren Quellen prüfen.




OERs zum Thema

Zusätzlich frei lizenziert: HubbS – Volkswirtschaftslehre: Marktgleichgewicht bei Konkurrenz, CC BY 3.0.



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