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Willkommen und Abschied - Goethe, Johann Wolfgang - Gedichtanalyse

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Willkommen und Abschied - Goethe, Johann Wolfgang - Gedichtanalyse

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Lernkurs für die Klassen 9–10 und 11–13. Johann Wolfgang von Goethes Willkommen und Abschied erzählt von einem nächtlichen Ritt zur geliebten Person, einer Begegnung und einer schmerzhaften Trennung. In vier Strophen und 32 Versen wechseln Angst, Mut, Freude und Trauer. Du liest genaue Textbelege, hörst den Vortrag und übst eine eigene Gedichtanalyse.


Einleitung

Dein Lernziel: Du kannst den Verlauf in vier Schritten erklären, einen Vers richtig zitieren und sprachliche Mittel mit einer Deutung verbinden. Wähle Klasse 9–10 für kurze Erklärungen oder Klasse 11–13 für einen Vergleich der Fassungen. Es gibt drei zentrale Schreibaufgaben in den Niveaus Leicht, Standard und Schwer sowie weitere offene Übungen.

Wichtig: Goethes Gedicht wurde verändert. Alle Versnummern und direkten Zitate in diesem Kurs beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf die Quellfassung von 1827. Lies sie vollständig hier: Wikisource: Willkommen und Abschied, Druck von 1827. Der ältere Erstdruck von 1775 hat andere Wörter und in der letzten Strophe eine andere Handlung. Mische die Verse der Fassungen nicht.

Vorhandene MOOCwiki-Textseite als Lesefassung: Gedicht – Willkommen und Abschied – Goethe, Johann Wolfgang. Nutze diese Seite zum Lesen und markiere die dort verwendete Textfassung. Die historische Quelle steht daneben, nicht als neuer zweiter Lernkurs.

Goethe in einer Darstellung nach G. O. May (1779). Bildquelle und Rechte: Wikimedia Commons, gemeinfrei.


Textfassungen lesen und unterscheiden


Quellfassung, Lesefassung und Übertragung

Quellfassung bedeutet: Wortlaut einer bestimmten historischen Ausgabe. Der Druck von 1827 zeigt unter anderem „gethan“, „Muth“ und „Gluth“. Diese Schreibweise nicht stillschweigend ändern, wenn du wörtlich zitierst. Lesefassung bedeutet: ein Text, der für heutige Leserinnen und Leser leichter lesbar gesetzt oder geschrieben sein kann. Die verlinkte MOOCwiki-Textseite hilft dir beim Lesen; prüfe ihren Wortlaut gegen die datierte Quelle.

Übertragung in heutiges Deutsch ist keine zweite Originalfassung und auch keine fremdsprachige Übersetzung. Beispiel: Die Formulierung „Verengt der Abschied mir das Herz“ (V. 26, 1827) bedeutet sinngemäß: Der Abschied bedrückt den Sprecher. Das ist eine Erklärung, kein Goethe-Zitat. Eine Interpretation geht weiter und begründet, warum die Enge des Herzens zur Gefühlslage passt. So bleiben Quelle, Lesehilfe und Deutung unterscheidbar.


Ein kurzer Fassungsvergleich

In der Ausgabe von 1775 beginnt das Gedicht „Mir schlug das Herz; geschwind zu Pferde,“ (V. 1). Im Druck von 1827 lautet der Anfang „Es schlug mein Herz; geschwind zu Pferde!“ (V. 1). Besonders wichtig ist der Schluss: 1775 steht „Du giengst, ich stund, und sah zur Erden,“ (V. 29); 1827 steht „Ich ging, du standst und sahst zur Erden,“ (V. 29). Also unterscheiden sich Handlung und Perspektive. Mit dem älteren Text kannst du prüfen, ob die Trennung für die Beteiligten anders dargestellt wird. Quelle: die verlinkten, korrekturgelesenen Wikisource-Drucke; Überblick: Klassik Stiftung Weimar, Werkdaten.

Mini-Leseübung: Unterstreiche im Text von 1827 V. 1, 8, 17, 25 und 29. Schreibe zu jedem Vers nur ein Gefühl. Kennzeichne Wörter, die du aus dem Original übernimmst, mit Anführungszeichen und der Versnummer.


Vier Strophen – eine Gefühlsreise


Strophe eins: Aufbruch und unheimliche Nacht

Der Sprecher reitet schnell los. „Es schlug mein Herz; geschwind zu Pferde!“ (V. 1) verbindet Aufregung mit Bewegung. Die Landschaft wirkt bedrohlich. Die Finsternis schaut „Mit hundert schwarzen Augen“ (V. 8). Das ist keine sachliche Beobachtung. Die Nacht erscheint dem aufgeregten Sprecher fast lebendig.


Strophe zwei: Angst und Mut

Der Wind klingt unheimlich. „Die Nacht schuf tausend Ungeheuer;“ (V. 13) übertreibt die Gefahr. Trotzdem bleibt das Ich mutig. „In meinen Adern welches Feuer!“ (V. 15) beschreibt starke innere Erregung. Frage: Ist die Welt objektiv gefährlich oder sieht der Sprecher sie wegen seiner Gefühle so?

Eine Eiche als Vergleichsbild, nicht als historischer Schauplatz. Foto: Gorupka, Commons, CC BY 2.0.


Strophe drei: Begegnung und Glück

Das lyrische Ich spricht eine andere Person mit „dich“ an: „Dich sah ich, und die milde Freude“ (V. 17). Der Ton wird zärtlich. Die Wendung „Ein rosenfarbnes Frühlingswetter“ (V. 21) macht das Gesicht der geliebten Person zu einem Bild von Wärme und Aufblühen. Die Wahrnehmung der Natur und die eigene Stimmung hängen zusammen.


Strophe vier: Abschied und Doppelgefühl

Mit dem Morgen kommt die Trennung: „Doch ach schon mit der Morgensonne“ (V. 25). In der Quellfassung von 1827 geht das Ich: „Ich ging, du standst und sahst zur Erden,“ (V. 29). Der Schluss nennt zugleich den Schmerz des Weggehens und die Freude der Liebe: „Und doch, welch Glück geliebt zu werden!“ (V. 31). Die letzte Zeile ergänzt das Glück des eigenen Liebens (V. 32). Leitidee: Ein Moment kann glücklich und traurig zugleich sein.

Animation eines Sonnenaufgangs als Anschauung für den Wechsel von Nacht zu Morgen, nicht als Darstellung der Gedichtszene. Noukayami, Commons, CC BY-SA 4.0.


Form, Reim und Sprechweise

Aufbau: Vier Strophen mit je acht Versen ergeben 32 Verse. Häufig wechseln die Versenden nach dem Muster abab cdcd innerhalb einer Strophe: ein Kreuzreim. Der Rhythmus ist überwiegend ein vierhebiger Jambus. Einzelne Betonungen können beim Vortrag abweichen; sprich die Verse laut, statt sie gewaltsam in ein Schema zu drücken. Die wechselnden Versenden und die Ausrufe lassen die Sprache bewegt wirken.

Lyrisches Ich: Das „Ich“ im Gedicht ist eine Stimme im Text. Biografische Nähe zu Goethes Beziehung mit Friederike Brion ist möglich, doch Sprecher und Autor sind nicht automatisch dieselbe Person. Klang: Hör auf den Wechsel zwischen der schnellen Bewegung am Anfang und der verlangsamten, traurigen Szene am Schluss.

Höraufgabe: Höre die gemeinfreie Textfassung in dieser Aufnahme. Notiere, wann der Vortrag schnell oder leise wird. Die Audio-Produktion selbst steht unter CC BY-SA 3.0.

Sprecher: Hans-Jörg Große; Produktion: Hans-Jörg Große und Christian Mantey (2012), Commons, CC BY-SA 3.0.


Zitieren statt nur behaupten

Eine gute Deutung hat drei Teile: Beobachtung – Beleg – Wirkung. Beispiel: Die Nacht wirkt bedrohlich, denn die Finsternis sieht „Mit hundert schwarzen Augen“ (V. 8, 1827). Die Übertreibung verstärkt die Angst des Sprechers. Wenn du ein einzelnes Wort untersuchst, nenne trotzdem seine Versnummer.

Gestufte Hilfe: Leicht: Finde in jeder Strophe ein Gefühlswort. Standard: Verbinde ein Zitat mit einem sprachlichen Mittel und seiner Wirkung. Schwer: Vergleiche zwei Fassungen und prüfe, wie sich die Aussage verändert.


Bildsprache und Epochen verstehen

Personifikation macht etwas Nichtmenschliches menschlich: Der „Abend wiegte schon die Erde“ (V. 3). Übertreibung verstärkt die Wirkung: die „hundert schwarzen Augen“ (V. 8) und „tausend Ungeheuer“ (V. 13). Metaphorische Sprache verbindet Gefühle mit Feuer und Glut (V. 15–16). Kontrast zeigt zwei Seiten: Nacht und Morgen, Furcht und Freude, Nähe und Abschied. Beschreibe zuerst, was das Bild sagt, und deute erst danach seine Wirkung.

Das Gedicht geht auf Goethes junge Jahre und die Sesenheimer Lieder zurück. Es ist besonders mit dem Sturm und Drang verbunden: starke Gefühle, bewegte Naturbilder, ein leidenschaftliches Ich. Goethe arbeitete später während seiner reiferen Schaffenszeit an dem Gedicht. Die Weimarer Klassik bietet einen sinnvollen Vergleich: Frage nach Formbewusstsein und Überarbeitung; ordne aber nicht die gesamte ursprüngliche Dichtung einfach der Klassik zu. Der Erstdruck erschien 1775 ohne Titel; 1789 hieß es „Willkomm und Abschied“, seit 1810 „Willkommen und Abschied“ (Klassik Stiftung Weimar).

Historische Lithografie von Friederike Brion nach Georg Engelbach. Commons; als gemeinfrei gekennzeichnet. Das Bild ist kein Beleg für eine genaue Gedichtszene.

Sessenheim im Elsass, heutige Ortsansicht. Foto: Raphael Toussaint, bearbeiteter Zuschnitt auf Commons; CC BY-SA 3.0, kein Bild aus Goethes Lebenszeit.


Deutungen prüfen und vergleichen

Lesart A – Liebe gibt Mut: In der ersten Hälfte ist die Nacht unheimlich. Trotzdem geht der Sprecher weiter. Prüfe V. 13–16: Sind die Bilder vor allem Zeichen seiner Leidenschaft?

Lesart B – Glück bleibt verletzlich: Die Begegnung ist schön, aber kurz. Prüfe den Gegensatz von „milde Freude“ (V. 17) und „Abschied“ (V. 26): Warum steht das Glück nicht allein?

Lesart C – Wer schaut wem nach? Vergleiche V. 29 der Ausgaben von 1775 und 1827. Wer geht jeweils? Die veränderte Blickrichtung erlaubt eine Diskussion über Rollen und über die bewusste spätere Bearbeitung. Behaupte keine feste Absicht des Autors ohne Beleg.

Lernen mit Videos: Die folgenden beiden öffentlich abrufbaren Analysenteile stammen von deutschstundeonline (2011). Sie sind ergänzende Interpretationen, keine historischen Quellen. Vergleiche jede Aussage mit deiner Textfassung. Das Einbetten bedeutet keine freie Nachnutzung der Videodateien.

Goethe: Willkommen und Abschied – Analyse und Interpretation, Teil 1, deutschstundeonline.

Goethe: Willkommen und Abschied – Analyse und Interpretation, Teil 2, deutschstundeonline.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz: Lese genau

Bearbeite die Fragen nach der Quellfassung von 1827. Die Versangaben sind Teil des jeweiligen Belegs.

Was zeigt „geschwind zu Pferde!“ in Vers 1 vor allem? (Der Sprecher bricht eilig auf) (!Der Sprecher legt sich schlafen) (!Der Sprecher hat sein Pferd verkauft) (!Der Sprecher kommt am Morgen zurück)




Was wird in „Der Abend wiegte schon die Erde“ in Vers 3 vermenschlicht? (Der Abend) (!Das Pferd) (!Die Geliebte) (!Die Morgensonne)




Wie wirkt die Finsternis mit „hundert schwarzen Augen“ in Vers 8? (Bedrohlich und beobachtend) (!Heiter und freundlich) (!Nüchtern und sachlich) (!Ruhig und völlig hell)




Wozu passen die „tausend Ungeheuer“ in Vers 13? (Zur Übertreibung der nächtlichen Angst) (!Zu einer wirklichen Tierzählung) (!Zu einem friedlichen Frühstück) (!Zu einem Brief der Geliebten)




Was bezeichnet das „Feuer“ in Vers 15 sinngemäß? (Starke innere Erregung) (!Ein brennendes Haus) (!Den Beginn des Winters) (!Eine Fackel im Stall)




Wen spricht der Text in „Dich sah ich“ in Vers 17 an? (Die geliebte Person) (!Den Mond) (!Ein Ungeheuer) (!Den Dichter als Leser)




Welche Stimmung vermittelt „rosenfarbnes Frühlingswetter“ in Vers 21? (Zärtlichkeit und beglückende Wärme) (!Kälte und Krieg) (!Gleichgültigkeit und Langeweile) (!Hass und Verzweiflung)




Was kündigt die „Morgensonne“ in Vers 25 an? (Den nahenden Abschied) (!Den Beginn des Ausritts) (!Ein Gewitter am Abend) (!Die erste Begegnung im Wald)




Wer geht in „Ich ging, du standst“ in Vers 29 der Fassung von 1827? (Das lyrische Ich) (!Die angesprochene Person) (!Ein ungenannter Freund) (!Die ganze Dorfgemeinschaft)




Was verbindet der Schluss in Vers 31 und 32? (Glück des Geliebtwerdens und Glück des Liebens) (!Nur die Freude am Reiten) (!Nur die Furcht vor dem Wald) (!Nur eine genaue Wetterbeobachtung)





Memory: Fachbegriffe zuordnen

Lyrisches Ich Die sprechende Stimme im Gedicht
Kreuzreim Versenden reimen sich über Kreuz
Personifikation Unbelebtes erhält menschliche Eigenschaften
Hyperbel Bewusste sprachliche Übertreibung
Quellfassung Wortlaut eines bestimmten historischen Drucks
Deutungshypothese Begründbare Vermutung zur Aussage des Gedichts





Drag and Drop: Motive verbinden

Ordne den Ausdruck zu. Passende Erklärung
Aufbruch Eiliges Losreiten zu Beginn
Nachtwald Dunkle und bedrohliche Naturwahrnehmung
Herzensfeuer Leidenschaft und Mut im Inneren
Begegnung Freude beim Anblick der geliebten Person
Abschied Schmerzhafte Trennung mit dem Morgen





Kreuzworträtsel: Sprache und Handlung

Eiche Welcher Baum erscheint dem Sprecher wie ein Riese?
Nacht Welche Tageszeit wirkt beim Ritt unheimlich?
Feuer Welches Bild steht für starke Leidenschaft im Körper?
Freude Welches Gefühl bringt der Anblick der geliebten Person?
Abschied Welches Ereignis folgt auf die Begegnung?
Kreuzreim Wie heißt ein Reimschema nach dem Muster abab?





LearningApps: Weitere Übungen

Die Suche zeigt möglicherweise von Dritten erstellte Übungen. Prüfe sie gegen deine Textfassung.


Lückentext: Die wichtigsten Gedanken

Ergänze die passenden Wörter.
Das Gedicht hat vier Strophen mit insgesamt

Versen.
Der Sprecher reitet zu einer geliebten

.
Am Anfang erscheint die Natur durch Dunkelheit und unheimliche Bilder

.
Das Bild vom Feuer deutet auf starke

.
Der Abend erhält durch das Wiegen menschliche Eigenschaften und ist eine

.
Die dritte Strophe erzählt von der glücklichen

.
Die Morgensonne kündigt den

an.
Eine historische Ausgabe mit genauer Jahreszahl ist eine

.
Eine genaue Textstelle wird mit einer

belegt.



Offene Aufgaben

Fertige eigene schriftliche Antworten an; du musst weder Bilder, Ton noch Videos selbst produzieren. Die drei mit Schreibaufgabe markierten Aufträge bilden einen Lernweg.


Leicht

  1. Inhaltsangabe – Schreibaufgabe 1: Erzähle den Weg vom Ausritt bis zum Abschied in fünf kurzen Sätzen. Nutze die Stichwörter Nacht, Mut, Begegnung und Morgen. Hilfe: ein Satz pro Abschnitt plus Schlusssatz.
  2. Textbeleg – Suche V. 1 und V. 25 in der Ausgabe von 1827. Schreibe beide wörtlich mit Versnummer ab und erkläre je ein Gefühl in eigenen Worten.
  3. Lesestrategie – Gib den vier Strophen je eine kurze Überschrift und vergleiche sie mit der Vorleseaufnahme. Hilfe: Bewegung, Furcht, Glück, Trennung.
  4. Bildsprache – Suche die Eiche in V. 5–6. Erkläre in zwei Sätzen, warum der Sprecher sie unheimlich sehen könnte. Die Fotografie im Kurs ist kein Quellenbeleg.


Standard

  1. Gedichtanalyse – Schreibaufgabe 2: Schreibe eine Gedichtanalyse von etwa 180–250 Wörtern. Erkläre Aufbau, Sprecher, ein Naturbild und den Schluss. Nutze mindestens drei belegte Versstellen aus der Ausgabe von 1827. Hilfe: Beobachtung, Zitat, Wirkung.
  2. Reimschema – Markiere die Reimwörter der ersten Strophe, notiere das Muster und untersuche eine Stelle, an der der Reim nur ungefähr klingt.
  3. Hörverstehen – Höre die Commons-Aufnahme zweimal. Begründe mit zwei Versen, an welcher Stelle Stimme und Gefühl am stärksten wechseln.
  4. Medienkritik – Wähle eine Aussage aus einem der verlinkten Analysevideos. Überprüfe sie am Quellentext und halte fest, ob das Video die benutzte Fassung angibt.


Schwer

  1. Textvergleich – Schreibaufgabe 3: Vergleiche V. 1 und V. 29 der Drucke von 1775 und 1827 in etwa 300–400 Wörtern. Entwickle zwei mögliche Deutungen der veränderten Perspektive und sichere sie mit genauen Zitaten ab. Hilfe: Wortlaut, Handlung, Wirkung, Urteil.
  2. Sturm und Drang – Begründe anhand dreier Textstellen, warum das Gedicht zur Lyrik des Sturm und Drang passt, und trenne dies von der späteren Überarbeitung im Umfeld der Klassik.
  3. Lyrisches Ich – Verfasse eine kurze Gegenposition zur Aussage „Das lyrische Ich ist Goethe selbst“. Nutze den Begriff biografischer Bezug und mindestens einen Textbeleg.
  4. Interpretation – Vergleiche die Deutungen Liebe macht mutig und Liebe macht verletzlich. Entscheide mit vier belegten Versen, ob beide zugleich möglich sind.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Textkritik: Erkläre, warum die Angaben „1775“ und „1827“ zu einem genauen Zitat gehören, und belege den Unterschied von V. 29.
  2. Sprachliche Mittel: Deute die Wirkung der „hundert schwarzen Augen“ (V. 8, 1827) in drei zusammenhängenden Sätzen.
  3. Reim und Rhythmus: Prüfe an zwei Verspaaren, wie Reim, Rhythmus und die Hast des Aufbruchs zusammenwirken können.
  4. Epochenvergleich: Zeige an zwei Stellen Merkmale des Sturm und Drang; erläutere, weshalb eine spätere Bearbeitung nicht die ursprüngliche Entstehungszeit ändert.
  5. Argumentieren: Begründe mit drei Verszitaten, ob der Schluss eher traurig, glücklich oder bewusst widersprüchlich wirkt.
  6. Quellenkompetenz: Prüfe für ein Bild und die Audioaufnahme Autorenschaft, Lizenz und die erforderliche Namensnennung in den angegebenen Commons-Dateiseiten.




Lernnachweis

Nach dem Kurs kannst du: Wissen – vier Strophen, 32 Verse, wichtige Fassungsunterschiede und Sturm und Drang erklären; Fähigkeiten – genau zitieren, Sprecher und Bildsprache bestimmen, Kreuzreim und Rhythmus untersuchen; Produkte – drei gestufte Schreibtexte und eine Quellenprüfung vorlegen; Transfer – eine neue Gedichtstelle mit Beobachtung, Beleg und Wirkung deuten. Eine gute eigene Analyse unterscheidet Originalwörter, sinngemäße Erklärung und begründete Interpretation.




OER und Wikipedia

Quellentexte und Forschung:

Mediennachweise und Lizenzen: Die Dateinamen entsprechen den geprüften Commons-Einträgen. Fremde Medien werden eingebettet oder verlinkt, nicht neu erzeugt. Bei CC BY und CC BY-SA gehören Autor, Lizenz und gegebenenfalls ein Hinweis auf Veränderungen dazu.

Commons-Datei oder YouTube-Link Verifizierte Quelle Urheber und Namensnennung Rechte
File:Johann Wolfgang Goethe 1779.jpg Commons-Dateiseite Gemälde nach G. O. May, Scan: Gabor Gemeinfrei laut Dateiseite
File:The oak tree.jpg Commons-Dateiseite Gorupka CC BY 2.0
File:Sunrise-ANIMATION.gif Commons-Dateiseite Noukayami CC BY-SA 4.0
File:Friederike Brion.jpg Commons-Dateiseite Lithografie Georg Engelbach Gemeinfrei laut Dateiseite
File:Sessenheim.jpg Commons-Dateiseite Raphael Toussaint, bearbeiteter Zuschnitt: BlueBreezeWiki CC BY-SA 3.0
File:J W Goethe - Willkommen und Abschied - Hans-Joerg Grosse - Berlin 2012.ogg Commons-Dateiseite Hans-Jörg Große und Christian Mantey, 2012 CC BY-SA 3.0
https://www.youtube.com/watch?v=qj91yxV4VfU YouTube: Analyse Teil 1 deutschstundeonline, 2011 Plattform-Einbettung; keine freie Nachnutzungslizenz belegt
https://www.youtube.com/watch?v=cFe_pIQNUOE YouTube: Analyse Teil 2 deutschstundeonline, 2011 Plattform-Einbettung; keine freie Nachnutzungslizenz belegt

Wikipedia-Leseangebot: Der Artikel bietet Zusatzwissen. Prüfe Aussagen immer anhand der datierten Originalfassung.



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