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Werkzeugbau Formenbau und Vorrichtungen – Biegewerkzeuge im Aufbau verstehen

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Werkzeugbau Formenbau und Vorrichtungen – Biegewerkzeuge im Aufbau verstehen

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Werkzeugbau Formenbau und Vorrichtungen – Biegewerkzeuge im Aufbau verstehen

Zielgruppe: Ausbildung in Metalltechnik, Werkzeugbau, Formenbau und verwandten Fertigungsberufen

Kurzbeschreibung: Stempel, Matrize und Werkstofffluss. Du verstehst den Aufbau von Biegewerkzeugen, beobachtest den Werkstofffluss beim Gesenk- und Freibiegen und planst sichere Fertigungsschritte zuerst in der Simulation.

Lernweg Richtzeit Ergebnis
Werkzeugaufbau erkennen 10 min Stempel, Matrize, Hinteranschlag und Werkstück zuordnen
Werkstofffluss verstehen 12 min Zugzone, Druckzone, neutrale Schicht und Rückfederung erklären
Biegefolge simulieren 15 min Werkzeugkontakt und Kollisionsrisiken in einer Simulation prüfen
Ausbildungsfall bearbeiten 20–30 min Einen sicheren, begründeten Prozessplan erstellen


Einleitung

Beim Gesenkbiegen liegt das Blech zwischen Stempel und Matrize. Der Stempel ist das Oberwerkzeug, die Matrize das Unterwerkzeug. Beim verbreiteten Freibiegen berührt das Blech die beiden Matrizenschultern und die Stempelspitze. Die endgültige Form entsteht durch elastische und plastische Verformung.

Dein Fokus: Nicht die Maschine bedienen, sondern zuerst Werkzeugaufbau, Kontaktpunkte, Werkstofffluss, Biegefolge und Sicherheitsgrenzen verstehen.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

  1. Stempel und Matrize sicher unterscheiden und ihre Aufgaben erklären.
  2. Werkstofffluss an Innen- und Außenseite einer Biegung beschreiben.
  3. Rückfederung als Folge des elastischen Anteils der Verformung erklären.
  4. eine Biegefolge in einer reinen Fertigungssimulation auf Kollisionen und Plausibilität prüfen.
  5. begründen, warum reale Arbeiten nur nach Unterweisung, betrieblicher Freigabe und unter geeigneter Fachaufsicht durchgeführt werden.


Sicherheit zuerst

Dieser Lernkurs ist simulation-first. Alle Maschinenabläufe werden zunächst nur als Bild, Animation, Papiermodell oder digitale Fertigungssimulation betrachtet. Es findet keine automatische Live-Ansteuerung einer Presse statt. Aus der Simulation wird kein NC-Programm automatisch an eine reale Maschine übertragen.

Sicher Nicht Teil dieses Kurses
Werkzeugbilder analysieren Schutzeinrichtungen umgehen
Biegefolge digital simulieren Sicherheitsfunktionen deaktivieren
Kollisionsprüfung am virtuellen Modell Eingriffe in den Werkzeugraum bei gefährlicher Bewegung
Prozessplan mit Fachkraft besprechen eigenmächtiges Rüsten oder Freigeben einer realen Presse

Für reale Arbeiten gelten die betriebliche Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Maschinen- und Werkzeugherstellerangaben sowie die Unterweisung. Die BGHM weist ausdrücklich darauf hin, dass vorhandene Schutzeinrichtungen nicht umgangen werden dürfen und ein Fußschalter allein keine Schutzeinrichtung ist. Reale Tätigkeiten von Auszubildenden erfolgen nur, wenn sie rechtlich und betrieblich zulässig, ausdrücklich freigegeben und geeignet beaufsichtigt sind.


Lerneinheit 1: Stempel, Matrize und Positionierung

Stempel: Oberwerkzeug. Er überträgt die Presskraft auf das Blech.

Matrize: Unterwerkzeug. Ihre Schultern stützen das Blech; die Öffnung schafft den Raum für die Biegung.

Hinteranschlag: Positionierhilfe. Er legt die Lage der Biegelinie am Werkstück fest, formt das Blech aber nicht selbst.


Arbeitsauftrag 1: Werkzeugbild lesen

Niveau Auftrag Begründetes Feedback
Basis Zeige im Bild auf Stempel, Matrize und Werkstück und notiere zu jedem Teil eine Funktion. Richtig ist die Zuordnung, wenn der Stempel als kraftübertragendes Oberwerkzeug und die Matrize als stützendes Unterwerkzeug erkannt wird. Die Funktion ist wichtiger als die Farbe oder Form des Fotos.
Anwendung Erkläre, warum der Hinteranschlag für Wiederholgenauigkeit wichtig ist, obwohl er nicht umformt. Eine gute Antwort trennt Positionieren von Umformen: Der Anschlag legt die Werkstücklage fest; Stempel und Matrize erzeugen die Biegung.
Transfer Eine zweite Biegung kollidiert im Simulationsmodell mit einem bereits gebogenen Schenkel. Nenne zwei sichere Planungsreaktionen. Plausibel sind eine geänderte Biegefolge oder eine andere, freigegebene Werkzeuggeometrie aus der betrieblichen Werkzeugbibliothek. Nicht plausibel ist das Umgehen einer Schutzeinrichtung oder ein Versuch an der realen Maschine ohne Freigabe.


Lerneinheit 2: Werkstofffluss beim Biegen

Beim Biegen wird die Außenseite der Biegezone gedehnt und die Innenseite gestaucht. Dazwischen liegt eine biegeneutrale Schicht, in der die Längenänderung deutlich geringer ist. Bei plastischer Biegung liegt diese neutrale Schicht nicht zwingend exakt in der Blechmitte.

Nach dem Entlasten geht der elastische Anteil der Verformung teilweise zurück. Das nennt man Rückfederung. Deshalb hängt der fertige Winkel nicht nur von der sichtbaren Werkzeuggeometrie ab, sondern auch von Werkstoff, Blechdicke, Biegeradius, Matrizenöffnung und Prozessführung.


Beobachtungsauftrag zur Ablaufanimation

Pausiere die Animation gedanklich an drei Stellen: erster Kontakt, maximale simulierte Eintauchtiefe, Entlastung.

  1. Kontaktpunkte: Markiere Stempelspitze und beide Matrizenschultern.
  2. Zugzone: Kennzeichne die Außenseite der entstehenden Biegung.
  3. Druckzone: Kennzeichne die Innenseite der Biegung.
  4. Rückfederung: Beschreibe, was sich nach dem Entlasten am Winkel ändern kann.

Feedback: Eine fachlich gute Beschreibung verbindet Geometrie und Werkstoff: außen Dehnung, innen Stauchung, dazwischen eine neutrale Schicht; nach Entlastung kann sich der Winkel elastisch etwas öffnen.


Arbeitsauftrag 2: Sicheres Papiermodell

Nutze einen Papier- oder Kartonstreifen als reines Anschauungsmodell. Zeichne quer zur späteren Biegelinie mehrere kurze Markierungen. Biege den Streifen von Hand über eine stumpfe Kante und vergleiche Innen- und Außenseite.

Wichtig: Das Modell zeigt nur das Prinzip. Papier ist kein metallischer Werkstoff und liefert keine Werte für eine reale Maschine.

Niveau Auftrag Begründetes Feedback
Basis Benenne Innen- und Außenseite. Außen wird die gedachte Länge größer, innen kleiner. Damit werden Zug- und Druckzone anschaulich.
Anwendung Erkläre, warum eine Abwicklung die Blechdicke und die Biegezone berücksichtigen muss. Weil Innen- und Außenseite unterschiedliche Längenänderungen erfahren, kann die flache Zuschnittslänge nicht einfach aus den Außenmaßen addiert werden.
Transfer Begründe, warum Materialwechsel eine neue Simulation oder Freigabe erfordert. Werkstoffe können sich in Festigkeit, Dehnfähigkeit und Rückfederung unterscheiden. Deshalb dürfen Korrekturwerte nicht ungeprüft übertragen werden.


Lerneinheit 3: Freibiegen als Drei-Punkt-Kontakt

Beim Freibiegen liegt das Blech nicht vollflächig in der Matrize. Es wird im Wesentlichen an drei Kontaktbereichen beeinflusst: an der Stempelspitze und an den beiden Matrizenschultern.


Arbeitsauftrag 3: Simulationsprotokoll

Arbeite ausschließlich in einer Schulungs- oder Offline-Simulation. Nutze nur freigegebene Trainingsdaten; keine Live-Verbindung zu einer realen Presse.

  1. Werkstückdaten: Erfasse Materialbezeichnung, Blechdicke und Zielgeometrie aus dem Ausbildungsauftrag.
  2. Werkzeugdaten: Wähle nur Kombinationen, die in der bereitgestellten Werkzeugbibliothek als zulässig gekennzeichnet sind.
  3. Kollisionsprüfung: Prüfe Werkzeug, Werkstück und bereits gebogene Schenkel.
  4. Entlastung: Beobachte die simulierte Rückfederung.
  5. Dokumentation: Speichere nur Screenshot, PDF oder Prozessplan; kein automatischer Export an eine reale Maschine.

Feedback: Ein gutes Protokoll nennt nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Begründung der Werkzeugwahl und mindestens ein erkanntes Kollisions- oder Sicherheitsrisiko.


Lerneinheit 4: Werkzeugvarianten und Werkzeugwechsel

Matrizen unterscheiden sich unter anderem in Öffnungsweite, Winkel, Radius und Belastbarkeit. Stempel unterscheiden sich unter anderem in Spitzenradius, Winkel und Freiraumgeometrie. Welche Kombination zulässig ist, wird nicht geraten, sondern aus Zeichnung, Werkstoffdaten, Werkzeugtabellen und Herstellerangaben abgeleitet.

Das Bild zeigt einen automatischen Werkzeugwechsler. Für diesen Kurs ist nur die Funktionsidee relevant: Werkzeuge werden systematisch gelagert und positioniert. Reale Wechselvorgänge gehören in die Verantwortung qualifizierter und betriebsseitig beauftragter Personen.


Arbeitsauftrag 4: Werkzeugkarten vergleichen

Stelle Dir drei Karten in einer Schulungssimulation vor:

Karte Beschreibung Deine Entscheidung
Standardstempel Für den Trainingsfall grundsätzlich freigegeben, normale Freiraumgeometrie Prüfen, ob die zweite Biegung kollisionsfrei bleibt
Freiraumstempel Für den Trainingsfall freigegeben, zusätzlicher Freiraum für bereits gebogene Schenkel Nur wählen, wenn Simulation und Werkzeugdaten die Anwendung bestätigen
Unbekanntes Werkzeug Keine eindeutige Belastbarkeits- oder Freigabeinformation Nicht verwenden; Klärung mit Fachkraft und Herstellerunterlagen

Begründetes Feedback: In der Ausbildung ist die richtige Entscheidung bei unklaren Werkzeugdaten immer die Klärung vor der realen Arbeit. Eine Simulation ersetzt keine Werkzeugfreigabe.


Ausbildungsfall: U-Halter für eine Kabelkanalbefestigung

Auftrag: Ein U-Halter aus 1,5 mm Stahlblech soll zwei 90°-Biegungen erhalten. Zielquerschnitt: 25 mm Schenkel – 50 mm Steg – 25 mm Schenkel. Die Bauteillänge beträgt 100 mm. Die reale Abwicklung, zulässige Matrizenöffnung, Werkzeugbelastung, Presskraft und Korrekturwerte werden nicht aus diesem Kurs übernommen, sondern ausschließlich aus betrieblicher Zeichnung, freigegebener Biegetabelle, Simulation und Herstellerdaten.


Phase A: Basis – Aufbau verstehen

  1. Bauteil: Skizziere den U-Querschnitt.
  2. Stempel: Markiere, wo das Oberwerkzeug Kraft einleitet.
  3. Matrize: Markiere die beiden Auflagebereiche.
  4. Werkstofffluss: Kennzeichne an einer Biegung Zug- und Druckseite.

Feedback: Vollständig ist die Lösung, wenn Werkzeugfunktion und Werkstoffverhalten getrennt beschrieben werden.


Phase B: Anwendung – Biegefolge simulieren

  1. Biegefolge: Vergleiche in der Simulation „linke Biegung zuerst“ und „rechte Biegung zuerst“.
  2. Kollision: Prüfe, ob der bereits gebogene Schenkel mit Werkzeug oder Maschinengeometrie kollidiert.
  3. Werkzeugwahl: Nutze nur im Trainingsdatensatz freigegebene Stempel-Matrizen-Kombinationen.
  4. Rückfederung: Vergleiche den Winkel vor und nach simulierter Entlastung.

Feedback: Eine begründete Entscheidung nennt mindestens einen geometrischen Grund für die Biegefolge und verweist bei Korrekturen auf Simulation beziehungsweise freigegebene Prozessdaten, nicht auf „Ausprobieren“ an der realen Maschine.


Phase C: Transfer – Prozessplan freigabefähig machen

Erstelle eine einseitige Prozesskarte mit:

  1. Zeichnungsprüfung: Material, Blechdicke, Zielwinkel, Schenkelmaße und Toleranzen.
  2. Werkzeugprüfung: eindeutige Werkzeugidentifikation und dokumentierte Freigabequelle.
  3. Simulationsnachweis: Screenshot der kollisionsfreien Biegefolge.
  4. Qualitätsprüfung: geplante Messmerkmale nach der Fertigung.
  5. Sicherheitsfreigabe: Feld für Fachaufsicht und betriebliche Freigabe.

Feedback: Der Transfer ist gelungen, wenn Deine Karte deutlich macht, dass aus einer plausiblen Simulation erst nach fachlicher Prüfung ein realer Arbeitsauftrag werden darf.


Gestufte Hilfen


Hilfe 1: Denkstütze

Frage Dich: Wer formt? Wer stützt? Wo wird das Material länger, wo kürzer?


Hilfe 2: Strukturhilfe

Nutze die Kette: Stempelbewegung → Kontaktpunkte → Biegemoment → elastische und plastische Verformung → Entlastung → Rückfederung.


Hilfe 3: Lösungshilfe

Bei einer einfachen Biegung gilt als Grundmodell: Stempel oben, Matrize unten; außen Zug, innen Druck; die neutrale Schicht liegt dazwischen. Beim Freibiegen entsteht die Biegung über drei Kontaktbereiche. Nach Entlastung kann sich der Winkel wieder etwas öffnen. Bei Kollisionsgefahr wird zuerst die Simulation geändert, nicht eine Schutzeinrichtung an der realen Maschine.


Mediengestützte Vertiefung

Arbeitsauftrag zum Commons-Video: Beobachte nur den Bewegungsablauf. Notiere, welche Teile der Maschine sich bewegen und welche Funktion Werkzeug, Werkstück und Anschlag haben. Leite daraus keine konkreten Bedienparameter für eine reale Presse ab.

Videoauftrag: Prüfe beim Video „Press Brake Bending Basics Explained“ die Aussagen zu Stempel, Matrize und Biegekontakt. Vergleiche sie mit den Fachquellen dieses Kurses. Übernimm keine Maschinenparameter ungeprüft.


Medien- und Quellencheck

Medium Lernzweck Rechteprüfung
Ablauf und Kontaktpunkte Wikimedia Commons, Public Domain
räumlicher Biegeablauf Wikimedia Commons, Public Domain
Werkzeugprinzip Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 / GFDL
Hinteranschlag und Werkzeugaufbau Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
reales Stempel-Matrizen-Paar Wikimedia Commons, CC0 1.0
reale Gesenkbiegepresse Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 DE
Werkzeugorganisation Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Matrizenvarianten Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Maschinenablauf als Beobachtungsmedium Wikimedia Commons, CC0 1.0
YouTube: Press Brake Bending Basics Explained ergänzende Herstellersicht Öffentlich abrufbares YouTube-Video; keine Creative-Commons-Lizenz verifiziert. Deshalb nur eingebettet/verlinkt und nicht als OER zur freien Weiterverwendung gekennzeichnet.

Hinweis: Lizenzangaben beziehen sich auf die jeweiligen Wikimedia-Commons-Dateiseiten. Bei Bearbeitung oder externer Weiterverwendung sind die dort genannten Attributions- und Share-Alike-Bedingungen einzuhalten.


Fachlich geprüfte Quellen

  1. Gesenkbiegen: https://de.wikipedia.org/wiki/Gesenkbiegen
  2. Abkantwerkzeug: https://de.wikipedia.org/wiki/Abkantwerkzeug
  3. Blechabwicklung: https://de.wikipedia.org/wiki/Blechabwicklung
  4. Blechumformung: https://de.wikipedia.org/wiki/Blechumformung
  5. Sicherheit bei der Blechbearbeitung: https://publikationen.dguv.de/regelwerk/dguv-informationen/357/sicherheit-bei-der-blechbearbeitung
  6. Einrichten von Pressen: https://publikationen.dguv.de/regelwerk/dguv-informationen/316/einrichten-von-pressen
  7. Arbeiten an Gesenkbiegepressen: https://www.bghm.de/arbeitsschuetzer/praxishilfen/arbeitsschutz-kompakt/001-arbeiten-an-gesenkbiegepressen


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Funktion hat der Stempel beim Gesenkbiegen? (Er überträgt die Kraft auf das Blech) (!Er misst ausschließlich die Blechdicke) (!Er ersetzt den Hinteranschlag) (!Er dient nur als Schutzabdeckung)




Welche Funktion hat die Matrize? (Sie stützt das Blech und bildet den unteren Werkzeugbereich) (!Sie ist nur eine Messeinrichtung) (!Sie ersetzt die Maschinensteuerung) (!Sie ist ausschließlich ein Transportmittel)




Wie viele wesentliche Kontaktbereiche hat das Blech beim idealisierten Freibiegen? (Drei) (!Einen) (!Vier) (!Sechs)




Was geschieht auf der Außenseite einer Biegung? (Der Werkstoff wird gedehnt) (!Der Werkstoff wird nur gekühlt) (!Der Werkstoff bleibt immer unverändert) (!Der Werkstoff wird ausschließlich abgeschert)




Was geschieht auf der Innenseite einer Biegung? (Der Werkstoff wird gestaucht) (!Der Werkstoff wird nur poliert) (!Der Werkstoff wird ausschließlich geschnitten) (!Der Werkstoff wird spannungsfrei)




Was beschreibt die neutrale Schicht beim Biegen am besten? (Einen Bereich mit sehr geringer Längenänderung zwischen Zug und Druck) (!Die Oberfläche der Matrize) (!Die Schutzhaube der Maschine) (!Den Hinteranschlag)




Was bedeutet Rückfederung? (Elastische Formänderung nach dem Entlasten) (!Automatischer Werkzeugwechsel) (!Verschleiß der Matrize) (!Abschalten der Beleuchtung)




Welche Aussage zur Sicherheit ist richtig? (Schutzeinrichtungen dürfen nicht umgangen werden) (!Ein Fußschalter ersetzt jede Schutzeinrichtung) (!Eine Simulation ist automatisch eine Maschinenfreigabe) (!Werkzeuge dürfen ohne Freigabe eingesetzt werden)




Was ist vor einer realen Fertigung in diesem Kurs vorgesehen? (Eine sichere Simulation und fachliche Freigabe) (!Eine automatische Live-Ansteuerung) (!Das Abschalten von Schutzfunktionen) (!Ein ungeplanter Probehub ohne Aufsicht)




Welche Aufgabe hat der Hinteranschlag? (Er positioniert das Werkstück zur Biegelinie) (!Er erzeugt allein die Biegekraft) (!Er ersetzt Stempel und Matrize) (!Er beseitigt Rückfederung vollständig)





Memory

Stempel Oberwerkzeug
Matrize Unterwerkzeug
Zugzone Außenseite
Druckzone Innenseite
Rückfederung ElastischeRückstellung
Hinteranschlag Positionierhilfe





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Kraftübertragung Stempel
Werkstückstützung Matrize
Dehnung Zugzone
Stauchung Druckzone
Positionierung Hinteranschlag






Kreuzworträtsel

Stempel Wie heißt das Oberwerkzeug beim Gesenkbiegen?
Matrize Wie heißt das Unterwerkzeug beim Gesenkbiegen?
Freibiegen Wie heißt das Biegeverfahren mit drei wesentlichen Kontaktbereichen?
Neutralfaser Wie heißt die biegeneutrale gedachte Schicht vereinfacht?
Rückfederung Wie heißt die elastische Formänderung nach der Entlastung?
Anschlag Welche Positionierhilfe legt die Lage der Biegelinie fest?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim Gesenkbiegen wirkt der

als Oberwerkzeug auf das Blech. Das Unterwerkzeug heißt

. Beim Freibiegen entstehen drei wesentliche

. Auf der Außenseite der Biegung wird der Werkstoff

. Auf der Innenseite wird er

. Zwischen Zug- und Druckbereich liegt die

. Nach dem Entlasten kann sich der Winkel durch

verändern. Vor realen Arbeiten steht in diesem Kurs immer die

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkzeugfoto beschriften: Beschrifte auf einem Werkzeugbild Stempel, Matrize, Werkstück und Hinteranschlag.
  2. Biegeanimation erklären: Erstelle vier Bildunterschriften für vier Phasen der 2D-Animation.
  3. Sicherheitskarte: Gestalte eine Karte mit drei erlaubten Simulationshandlungen und drei unzulässigen Eingriffen an einer realen Presse.
  4. Begriffsskizze: Zeichne eine Biegezone und markiere Zugzone, Druckzone und neutrale Schicht.


Standard

  1. U-Halter-Prozessplan: Erstelle für den Ausbildungsfall einen Ablaufplan vom Zeichnungscheck bis zur simulierten Qualitätskontrolle.
  2. Werkzeugvergleich: Vergleiche Standard- und Freiraumstempel anhand ihrer Funktion in einer Kollisionssimulation.
  3. Rückfederungsversuch: Dokumentiere in einer Simulation, wie sich der Winkel vor und nach der Entlastung verändert, ohne reale Maschinenparameter zu verwenden.
  4. Medienkritik: Vergleiche eine Aussage aus dem YouTube-Video mit einer der fachlich geprüften Quellen und bewerte Übereinstimmung oder Abweichung.


Schwer

  1. Kollisionsanalyse: Untersuche zwei mögliche Biegefolgen eines U-Profils und begründe die sicherere beziehungsweise kollisionsärmere Variante.
  2. Abwicklungsbegründung: Erkläre, warum die flache Zuschnittslänge nicht einfach aus den Fertigmaßen addiert werden kann.
  3. Werkzeugfreigabe: Entwickle eine Checkliste, mit der eine Fachkraft die Plausibilität einer simulierten Werkzeugwahl prüfen kann.
  4. Transferprojekt Biegewerkzeug: Entwirf ein digitales Lernmodell, das Werkzeugaufbau, Werkstofffluss, Rückfederung und Sicherheitsfreigabe in einer Ansicht verbindet.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Prozesszusammenhang: Erkläre, wie Stempel, Matrize, Werkstoffverhalten und Rückfederung zusammenwirken, sodass aus derselben Soll-Geometrie unterschiedliche Ist-Winkel entstehen können.
  2. Fehleranalyse: Eine Simulation zeigt einen korrekten Winkel, aber eine falsche Schenkellänge. Nenne mindestens drei mögliche Ursachenbereiche und begründe die Prüfreihenfolge.
  3. Sicherheitsentscheidung: Eine Werkzeugkombination ist geometrisch kollisionsfrei, aber ihre Belastbarkeit ist im Datensatz unbekannt. Entscheide über das weitere Vorgehen und begründe.
  4. Biegefolge: Zwei Biegefolgen sind geometrisch möglich. Entwickle Kriterien, mit denen Du die robustere Reihenfolge auswählst.
  5. Materialwechsel: Ein Auftrag wechselt von einem Werkstoff zu einem anderen bei gleicher Geometrie. Erkläre, welche Annahmen aus der bisherigen Simulation neu geprüft werden müssen.
  6. Qualitätstransfer: Entwickle einen Prüfplan, der Winkel, Schenkellänge, Oberfläche und Dokumentation verbindet, ohne eine Maschinenfreigabe vorzutäuschen.




Lernnachweis

Für den Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Werkzeugaufbau: Stempel, Matrize und Hinteranschlag funktional unterscheiden kannst.
  2. Werkstofffluss: Zug, Druck, neutrale Schicht und Rückfederung zusammenhängend erklären kannst.
  3. Fertigungssimulation: eine Biegefolge kollisionsorientiert prüfen und dokumentieren kannst.
  4. Werkzeugauswahl: Entscheidungen mit Zeichnung, freigegebenen Werkzeugdaten und Simulation begründest.
  5. Arbeitssicherheit: Simulation und reale Maschinenfreigabe klar trennst und Schutzeinrichtungen niemals als verhandelbar behandelst.
  6. Transfer: für den Ausbildungsfall eine nachvollziehbare Prozesskarte erstellst.




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