Werkzeugbau Formenbau und Vorrichtungen – Bauteile eindeutig positionieren
Einleitung
Werkzeugbau Formenbau und Vorrichtungen – Bauteile eindeutig positionieren
Kurzbeschreibung: Auflagepunkte, Freiheitsgrade und Überbestimmung.
In diesem aiMOOC lernst Du, wie ein Bauteil in einer Vorrichtung so positioniert wird, dass seine Lage eindeutig, wiederholbar und prüfbar ist. Im Mittelpunkt steht das 3-2-1-Prinzip für prismatische Bauteile.

Merksatz: Ein freier starrer Körper besitzt sechs Freiheitsgrade: drei Translationen und drei Rotationen.
Sicherheitsregel für den gesamten Kurs: Maschinenbewegungen werden zunächst nur in einer geeigneten CAD/CAM- oder Trainingssimulation untersucht. Dieser Kurs steuert keine reale Maschine automatisch an. Schutzeinrichtungen dürfen nicht umgangen werden. Reale Arbeiten erfolgen ausschließlich nach betrieblicher Freigabe, Unterweisung und unter geeigneter Fachaufsicht.
Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du:
- Freiheitsgrade eines starren Bauteils benennen und in einer Skizze kennzeichnen.
- Positionieren und Spannen fachlich unterscheiden.
- das 3-2-1-Prinzip auf einen einfachen Ausbildungsfall übertragen.
- eine mögliche Überbestimmung erkennen und begründen.
- eine Aufspannsituation zunächst sicher simulieren und anhand von Prüfkriterien bewerten.
Ausbildungsfall: Formeinsatz sicher positionieren
Du erhältst einen didaktischen Ausbildungsfall: Ein prismatischer Formeinsatz-Rohling soll für eine spätere Bearbeitung wiederholbar in einer Fräsvorrichtung positioniert werden.
Bezug A: Unterseite Bezug B: lange Seitenfläche Bezug C: Stirnfläche
Ziel ist nicht, möglichst viele Anschläge einzubauen. Ziel ist eine eindeutige Lage mit möglichst wenigen notwendigen Bestimmelementen.

Die Abbildung zeigt eine isostatische Positionierung eines Werkstücks im Maschinenschraubstock. Beobachte, welche Flächen tatsächlich die Lage bestimmen.
Arbeitsauftrag zum Ausbildungsfall
Erstelle zuerst nur eine Skizze oder ein CAD-Modell.
- Markiere drei weit auseinanderliegende Auflagepunkte auf Bezug A.
- Markiere zwei Anlagepunkte auf Bezug B.
- Markiere einen Anschlag auf Bezug C.
- Zeichne die sechs Freiheitsgrade vor dem Positionieren ein.
- Streiche jeweils den Freiheitsgrad, der durch die nächste Bezugsebene festgelegt wird.
- Prüfe anschließend in einer Simulation, ob das Modell eindeutig liegt und ob zusätzliche Kontakte eine Überbestimmung erzeugen könnten.
Noch keine reale Bearbeitung.
Kurze Lerneinheit 1: Sechs Freiheitsgrade
Ein starrer Körper im Raum kann sich unabhängig:
- entlang X, Y und Z verschieben,
- um X, Y und Z drehen.
Die Bewegungsrichtung kann jeweils positiv oder negativ sein. Fachlich bleiben es trotzdem sechs Freiheitsgrade.

Mini-Auftrag: Nimm einen Radiergummi oder einen ausgeschalteten Modellkörper. Zeige ohne Maschine nacheinander die drei Verschiebungen und drei Drehungen.
Feedback: Wenn Du drei geradlinige Bewegungen und drei Drehbewegungen unterscheiden kannst, hast Du die sechs Freiheitsgrade richtig erfasst.
Kurze Lerneinheit 2: Drei Punkte bilden den Primärbezug
Drei nicht auf einer Geraden liegende Kontaktpunkte bestimmen eine Ebene. In der Vorrichtung bilden sie den Primärbezug.
Diese Ebene verhindert idealisiert:
- eine Translation senkrecht zur Ebene,
- zwei Rotationen.
Praxisidee: Die drei Auflagepunkte liegen möglichst weit auseinander, damit das Bauteil stabil aufliegt.

Beobachtungsauftrag: Suche im Bild die Flächen, auf denen ein Werkstück aufliegen oder anliegen könnte. Entscheide dabei noch nicht, wo Spannkräfte wirken.
Kurze Lerneinheit 3: Zwei Punkte und ein Punkt ergänzen die Lage
Auf einer zweiten, zur Primärebene passenden Bezugsebene werden zwei Anlagepunkte verwendet. Sie bestimmen zwei weitere Freiheitsgrade.
Ein dritter Bezug benötigt noch einen eindeutigen Anschlag. Dieser bestimmt den letzten verbleibenden Freiheitsgrad.
3 – 2 – 1 bedeutet deshalb:
- drei Kontaktpunkte am Primärbezug,
- zwei Kontaktpunkte am Sekundärbezug,
- ein Kontaktpunkt am Tertiärbezug.
Merksatz: Die sechs Punkte legen die Lage fest. Die Spannkraft soll das Bauteil an diesen Bezugselementen halten und Prozesskräfte aufnehmen.
Kurze Lerneinheit 4: Positionieren ist nicht Spannen

Positionieren legt fest, wo das Bauteil liegt.
Spannen hält das bereits positionierte Bauteil in dieser Lage und muss die zu erwartenden Kräfte sicher aufnehmen.
Ein Spannmittel darf das Bauteil nicht von den vorgesehenen Auflage- und Anlagepunkten wegdrücken.
Medienauftrag: Notiere beim Autodesk-Video drei Beobachtungen zu Werkstückaufnahme, Bezug und sicherem Halt. Übertrage keine Maschinenschritte ungeprüft auf Deinen Betrieb.
Kurze Lerneinheit 5: Überbestimmung erkennen
Überbestimmung entsteht, wenn mehr voneinander unabhängige Zwangsbedingungen wirken, als für die eindeutige Lage nötig sind.
Ein typisches Problem ist ein vierter starrer Auflagepunkt auf einer Fläche, die wegen Fertigungsabweichungen nicht perfekt zu allen vier Punkten passt. Dann kann das Bauteil:
- kippeln,
- nur auf drei von vier Punkten tragen,
- beim Spannen elastisch verformt werden,
- nach dem Lösen seine Lage verändern.
Wichtig: Ein zusätzlicher Stützpunkt ist nicht grundsätzlich falsch. Er darf aber die Lage nicht unkontrolliert neu bestimmen. Einstellbare oder nach der Lagefestlegung angelegte Stützen können zur Abstützung gegen Prozesskräfte dienen.

Fehlersuche: Markiere in einer eigenen Skizze einen absichtlich zu viel gesetzten starren Anschlag. Begründe, welchen vorhandenen Bezug er redundant macht.
Kurze Lerneinheit 6: Ablauf zuerst simulieren
Sicherer Lernablauf:
- Bauteil und Vorrichtung als Modell laden oder zeichnen.
- Bezug A, B und C festlegen.
- Auflage- und Anlagepunkte zuordnen.
- Spannrichtung nur als Kraftpfeil modellieren.
- Werkzeug, Spannmittel und Bauteil in der Simulation auf mögliche Kollisionen prüfen.
- Ergebnis dokumentieren.
- Erst danach kann eine reale Umsetzung betrieblich geprüft und freigegeben werden.
Arbeitsauftrag zur Ablaufanimation: Stoppe das Video an einer Stelle mit gut erkennbarer Werkstückspannung. Fertige eine Skizze an und kennzeichne getrennt Bestimmelemente, Spannelemente und mögliche Störkonturen.
Sichere Fertigungssimulation
Verwende nur eine vom Ausbildungsbetrieb oder der Schule freigegebene Simulationsumgebung.
Simulationsauftrag:
- Lege den Formeinsatz virtuell auf drei Auflagepunkte.
- Führe ihn virtuell gegen zwei Seitenanlagen und einen Endanschlag.
- Prüfe, ob das Bauteil ohne widersprüchliche Kontakte sitzt.
- Ergänze virtuelle Spannkräfte in Richtung der Bezugselemente.
- Starte ausschließlich die Simulation.
- Suche nach Kollisionen zwischen Werkzeug, Werkstück, Spannmittel und Vorrichtung.
- Speichere einen Screenshot mit Deiner Begründung.
Abbruchkriterium: Sobald die Simulation eine Kollision, eine unklare Werkstücklage oder eine ungeklärte Spannrichtung zeigt, wird nicht in einen realen Ablauf übergegangen.
Ablaufmedien: Beobachten statt nachmachen
Beobachtungsauftrag: Das Commons-Video zeigt eine reale Fräsbearbeitung. Nutze es ausschließlich zur Prozessbeobachtung. Beschreibe, warum eine sichere Werkstücklage vor dem ersten Werkzeugkontakt feststehen muss.
Beobachtungsauftrag: Beim Haas-Video geht es um das Ausrichten eines Maschinenschraubstocks. Vergleiche das Ausrichten des Schraubstocks mit dem Positionieren des Werkstücks: Welche zwei Bezugsebenen werden jeweils benötigt?
Sicherheitsgrenze: Das Video ersetzt keine betriebliche Unterweisung. Keine Handgriffe an laufenden Maschinen, keine aufgehobenen Verriegelungen und keine automatische Übertragung von Einstellungen in eine reale Steuerung.
Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall
Hilfe 1: Denkfrage
Welche Bewegungen wären noch möglich, wenn der Formeinsatz nur auf drei Punkten läge?
Hinweis: Er kann noch innerhalb der Auflageebene verschoben und um die Flächennormale gedreht werden.
Hilfe 2: Teilstruktur
Ordne die Bezüge in dieser Reihenfolge:
Bezug A → Bezug B → Bezug C
Frage Dich bei jedem Schritt: Welche noch freie Bewegung wird jetzt eindeutig begrenzt?
Hilfe 3: Lösungsprinzip
Bezug A: drei Auflagepunkte Bezug B: zwei Seitenanlagen Bezug C: ein Endanschlag
Danach darf ein zusätzlicher Stützpunkt nur so eingesetzt werden, dass er die bereits definierte Lage nicht widersprüchlich verändert.
Kompetenzaufgaben mit begründetem Feedback
Basisaufgaben
- Basis 1: Zeichne einen Quader und trage sechs Freiheitsgrade ein.
Feedback: Richtig ist Deine Lösung, wenn drei geradlinige Bewegungen und drei Drehungen erkennbar sind. Nur Pfeile in positive und negative Richtung zu zählen würde Bewegungsrichtungen mit Freiheitsgraden verwechseln.
- Basis 2: Begründe, warum drei Auflagepunkte nicht auf einer Geraden liegen dürfen.
Feedback: Drei nicht kollineare Punkte definieren eine Ebene. Liegen sie auf einer Geraden, ist die Orientierung um diese Linie nicht eindeutig abgestützt.
Anwendungsaufgaben
- Anwendung 1: Übertrage das 3-2-1-Prinzip auf den Formeinsatz des Ausbildungsfalls und beschrifte sechs Kontaktpunkte.
Feedback: Eine gute Lösung verwendet drei Punkte am Primärbezug, zwei am Sekundärbezug und einen am Tertiärbezug. Entscheidend ist nicht die Nummerierung, sondern die eindeutige geometrische Funktion.
- Anwendung 2: Ergänze in Deiner Skizze zwei Spannkraftpfeile.
Feedback: Sinnvolle Spannkräfte drücken das Bauteil gegen seine festgelegten Bezüge, ohne es von einem anderen Bezug abzuheben. Eine seitliche Kraft mit Abhebewirkung wäre kritisch.
Transferaufgaben
- Transfer 1: Ein dünnes Werkstück benötigt zusätzliche Unterstützung gegen Durchbiegung. Entwickle eine Lösung, ohne die Lage unnötig zu überbestimmen.
Feedback: Geeignet ist beispielsweise eine zusätzliche, erst nach dem eindeutigen Positionieren wirksam werdende Stütze. Sie stützt gegen Belastung, übernimmt aber nicht unkontrolliert eine neue Bezugsfunktion.
- Transfer 2: Ein Werkstück hat zwei Passbohrungen als mögliche Bezüge. Erkläre, warum zwei vollständig formschlüssige zylindrische Bolzen problematisch sein können.
Feedback: Fertigungs- und Lageabweichungen der Bohrungen können zu Klemmen oder widersprüchlicher Lagebestimmung führen. In der Praxis wird deshalb häufig eine funktional eindeutige, nicht redundant zwängende Lösung gewählt, deren konkrete Ausführung konstruktiv geprüft werden muss.
Fachquellen und Medienrechte
Die fachlichen Kernaussagen wurden gegen Ausbildungs- und Fachquellen geprüft. Die Berufsausbildung zum Werkzeugmechaniker umfasst unter anderem das Ausrichten und Spannen von Werkstücken; als Einsatzgebiet ist auch Vorrichtungstechnik genannt.
- Ausbildungsrahmenplan Werkzeugmechaniker – Gesetze im Internet
- NIST-Publikation zum 3-2-1- bzw. Kelvin-Prinzip und zur Bestimmung von sechs Freiheitsgraden
- Wikipedia: Vorrichtung
- Wikipedia: Freiheitsgrad
- Autodesk Fusion: Workholding im Manufacturing Model und Kollisionsvermeidung
Geprüfte Wikimedia-Commons-Medien:
- 6DOF.svg – CC BY-SA 4.0.
- Mip etau fraiseuse.svg – unter anderem CC BY-SA 3.0.
- TruLockMachineVice.jpg – CC BY-SA 2.5.
- ViceDrill-4inch.jpg – CC BY-SA 2.5.
- Worrpiexce-holding--fixture.jpg – CC BY-SA 4.0.
- A milling machine cutting a plug.ogv – CC BY 3.0 und GFDL.
YouTube-Medien: Verwendet werden reale, geprüfte Videos von Autodesk Fusion, NYC CNC und Haas Automation. Sie werden über den YouTube-Player eingebettet. Eine freie Nachnutzung außerhalb der von YouTube erlaubten Nutzung wird nicht behauptet.
Prüfstand der Links und Medien: 6. Oktober 2026.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wie viele Freiheitsgrade besitzt ein freier starrer Körper im Raum? (Sechs) (!Drei) (!Neun) (!Zwölf)
Welche Aufgabe haben drei nicht kollineare Auflagepunkte am Primärbezug? (Sie bestimmen eine Ebene) (!Sie erzeugen die Spannkraft) (!Sie führen das Werkzeug) (!Sie messen automatisch die Oberfläche)
Wie viele Kontaktpunkte gehören beim 3-2-1-Prinzip zum Sekundärbezug? (Zwei) (!Drei) (!Vier) (!Sechs)
Welche Funktion hat der einzelne Kontaktpunkt des Tertiärbezugs? (Er bestimmt den letzten verbleibenden Freiheitsgrad) (!Er ersetzt alle Spannmittel) (!Er bestimmt gleichzeitig drei Rotationen) (!Er steuert die Werkzeugmaschine)
Was ist der Hauptzweck von Bestimmelementen? (Die Werkstücklage eindeutig festlegen) (!Die Schnittgeschwindigkeit erhöhen) (!Den Kühlschmierstoff filtern) (!Das Werkzeug automatisch wechseln)
Was ist eine typische Ursache für Überbestimmung? (Ein redundanter starrer Anschlag) (!Ein eindeutig festgelegter Endanschlag) (!Eine dokumentierte Simulation) (!Eine saubere Bezugsfläche)
Warum können vier starre Auflagepunkte problematisch sein? (Fertigungsabweichungen können zu widersprüchlichem Kontakt führen) (!Vier Punkte erzeugen immer zu wenig Halt) (!Vier Punkte lassen alle Freiheitsgrade frei) (!Vier Punkte sind grundsätzlich verboten)
Wie sollte eine Spannkraft gegenüber den Bezugselementen wirken? (Sie soll das Bauteil sicher an den vorgesehenen Bezügen halten) (!Sie soll das Bauteil von der Auflage abheben) (!Sie soll einen zusätzlichen Freiheitsgrad erzeugen) (!Sie soll die Schutzeinrichtung ersetzen)
Was kommt in diesem Kurs vor einer realen Maschinenbewegung? (Eine sichere Simulation und Prüfung) (!Eine automatische Live-Ansteuerung) (!Das Deaktivieren von Verriegelungen) (!Ein Versuch ohne Freigabe)
Unter welcher Bedingung dürfen reale Arbeiten stattfinden? (Unter geeigneter Fachaufsicht und betrieblicher Freigabe) (!Allein nach einem Internetvideo) (!Mit überbrückter Schutzeinrichtung) (!Ohne Unterweisung bei geringer Drehzahl)
Memory
| Primärauflage | drei Kontaktpunkte |
| Sekundäranlage | zwei Kontaktpunkte |
| Tertiäranschlag | ein Kontaktpunkt |
| Positionieren | eindeutige Lagefestlegung |
| Spannen | Halten gegen Prozesskräfte |
| Überbestimmung | redundante Zwangsbedingung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Primärbezug | Auflageebene |
| Sekundärbezug | Seitenanlage |
| Tertiärbezug | Endanschlag |
| Überbestimmung | Zusatzkontakt |
| Simulation | Kollisionsprüfung |
Kreuzworträtsel
| Freiheitsgrad | Wie heißt eine unabhängige Bewegungsmöglichkeit eines mechanischen Systems? |
| Auflagepunkt | Wie heißt ein einzelner Kontakt zur Abstützung eines Werkstücks? |
| Seitenanlage | Wie heißt ein seitliches Bestimmelement in einer Vorrichtung? |
| Endanschlag | Wie heißt das Bestimmelement an einer Stirnseite? |
| Vorrichtung | Wie heißt ein Fertigungsmittel zum Positionieren und Halten eines Werkstücks? |
| Simulation | Wie heißt die gefahrarme virtuelle Prüfung eines geplanten Ablaufs? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Bewegungen markieren: Fotografiere oder zeichne einen quaderförmigen Modellkörper und ergänze die sechs Freiheitsgrade.
- Bestimmelemente suchen: Untersuche eine ausgeschaltete, freigegebene Ausbildungsvorrichtung nur visuell und notiere mögliche Auflage-, Anlage- und Anschlagflächen.
- Positionieren oder Spannen: Erstelle zwei kleine Skizzen, die den Unterschied zwischen Lagefestlegung und Spannkraft zeigen.
- Medienanalyse: Wähle eines der eingebetteten Bilder und beschrifte fünf sichtbare Bauteile oder Funktionsflächen.
Standard
- Kontaktplan erstellen: Entwickle für den Ausbildungsfall einen vollständigen 3-2-1-Kontaktplan.
- CAD-Modell: Baue den Formeinsatz und sechs Bestimmelemente in einer freigegebenen CAD-Umgebung nach.
- Simulationsprotokoll: Prüfe den geplanten Aufbau virtuell auf Kollisionen und dokumentiere drei Beobachtungen mit Screenshots.
- Fehlervergleich: Vergleiche eine korrekte 3-2-1-Lösung mit einer absichtlich überbestimmten Variante und begründe die Unterschiede.
Schwer
- Stützkonzept: Entwickle für ein dünnes Werkstück zusätzliche Abstützungen, ohne die definierte Lage unnötig zu verändern.
- Bezugskonzept: Übertrage das Prinzip auf einen Formeinsatz mit funktionswichtigen Bezugsflächen und begründe die Reihenfolge der Bezüge.
- Ursachenanalyse: Entwirf drei Fehlerfälle wie Kippeln, Abheben beim Spannen oder redundanten Anschlag und formuliere passende Prüfmaßnahmen.
- Erklärvideo: Produziere ein kurzes Lernvideo mit einem ungefährlichen Modellkörper. Zeige nur das Positionierprinzip, keine reale Maschinenbedienung.


Lernkontrolle
- Bezugssystem begründen: Ein Bauteil besitzt mehrere bearbeitete Flächen. Wähle einen sinnvollen Primär-, Sekundär- und Tertiärbezug und begründe Deine Wahl.
- Konstruktionsfehler beurteilen: In einer Skizze sind vier starre Auflagen und zwei zusätzliche seitliche Anschläge eingezeichnet. Erkläre, wo eine Überbestimmung entstehen kann und welche Änderung Du prüfen würdest.
- Kraftrichtung bewerten: Zwei mögliche Spannrichtungen stehen zur Wahl. Entscheide, welche das Werkstück an seinen Bezügen hält, und begründe Deine Entscheidung.
- Simulation auswerten: Eine virtuelle Werkzeugbahn schneidet die Störkontur eines Spannmittels. Leite daraus eine sichere nächste Handlung ab, ohne eine reale Maschinenbewegung vorzuschlagen.
- Toleranzeinfluss erklären: Erkläre, warum kleine Form- und Lageabweichungen bei einem überbestimmten Aufbau größere Probleme verursachen können als bei einer statisch eindeutigeren Lage.
- Alternative Lösung entwickeln: Entwickle für ein nicht prismatisches Bauteil ein mögliches Bezugskonzept und erkläre, welche Grundidee des 3-2-1-Prinzips erhalten bleibt.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:
- Du kannst sechs Freiheitsgrade fachlich korrekt darstellen.
- Du kannst das 3-2-1-Prinzip an einem prismatischen Bauteil anwenden.
- Du kannst Positionieren, Unterstützen und Spannen unterscheiden.
- Du kannst eine mögliche Überbestimmung erkennen und begründen.
- Du kannst eine sichere Simulation dokumentieren und Kollisionsrisiken benennen.
- Du hältst die Sicherheitsgrenzen des Kurses ein und überträgst keine Simulationsschritte ungeprüft auf reale Maschinen.
OERs zum Thema
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