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Werkstofflabor und Prüfdatenauswertung – Gefügebilder mit Referenzen vergleichen

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Werkstofflabor und Prüfdatenauswertung – Gefügebilder mit Referenzen vergleichen

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Einleitung

Werkstofflabor und Prüfdatenauswertung – Gefügebilder mit Referenzen vergleichen

Zielgruppe: Ausbildung in Werkstoffprüfung, Metalltechnik und technischen Laborberufen. Dauer: fünf kurze Lerneinheiten, insgesamt etwa 45 Minuten plus Projekte.

Dein Auftrag: Du vergleichst metallografische Bilder, beschreibst sichtbare Merkmale und begründest, was sich daraus gerade nicht sicher ableiten lässt. Alle Fälle und Zahlenwerte im Kurs sind ausdrücklich didaktische Modelldaten, keine realen Prüfzeugnisse.

Prüffrage: Passt das beobachtete Gefüge zur Referenz – oder fehlen für eine belastbare Einordnung wichtige Angaben?

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Eingebettete Querschliffproben im Labor: Aus einer Probe wird erst durch geeignete Präparation ein auswertbares Gefügebild.


Lernziele auf einen Blick

  1. Gefüge erkennen: Du beschreibst Ferrit, Perlit, Martensit-Verdachtsmerkmale und Graphitformen anhand von Referenzen.
  2. Bilder vergleichen: Du prüfst Maßstab, Aufnahmeverfahren, Präparation und Repräsentativität.
  3. Daten auswerten: Du dokumentierst Beobachtungen, berechnest einfache Kennwerte und nennst Grenzen der Aussage.
  4. Sicher handeln: Du benennst Verantwortlichkeiten beim Schleifen, Ätzen und Entsorgen, ohne selbst Versuche durchzuführen.


Lerneinheit 1 – Vom Bauteil zum Bild

Zeit: etwa 7 Minuten. Leitfrage: Woher können scheinbare Gefügemerkmale stammen?

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Beispiel einer metallografischen Präparationseinrichtung; die Aufnahme ist kein Arbeits- oder Sicherheitsleitfaden.

Datei:Microscope metallographique.JPG

Auflichtmikroskop für metallografische Betrachtungen.

Prozesskette: Probe auswählen und kennzeichnen → fachgerecht trennen/einbetten → schleifen und polieren → bei Bedarf fachgerecht kontrastieren → mikroskopieren → dokumentieren und auswerten.

Merke: Riefen, Ausbrüche, Verschmierungen und Präparationsverformungen können echte Gefügemerkmale vortäuschen. Ein schönes Foto ist noch kein zuverlässiges Prüfergebnis. Metallografische Präparation ist Teil der Aussagequalität.

Prozessmedium: „Metallography Part I – Macroscopic Techniques“, Prof. Rainer Schwab / Hochschule Karlsruhe, veröffentlicht auf MaterialsScience2000. Sieh eine kurze, von der Lehrkraft gewählte Sequenz nur zur Prozessbeobachtung. Gezeigte Arbeitsschritte sind keine Anleitung zum Nachmachen.

Basisauftrag: Nenne zwei Punkte der Prozesskette, an denen ein Bildfehler entstehen kann.

Begründetes Feedback: Trennen und Schleifen/Polieren sind geeignete Beispiele: Sie können die Oberfläche verändern. Deshalb müssen Probenvorbereitung und Bildqualität dokumentiert werden.


Lerneinheit 2 – Ferrit und Perlit als Referenz

Zeit: etwa 8 Minuten. Leitfrage: Was kannst Du im Stahlbild tatsächlich sehen?

Referenz A: ferritisch-perlitischer Kohlenstoffstahl A285. Die helleren Gebiete sind hier Ferrit, die dunkleren Perlitbereiche.

Referenz B: ferritisch-perlitisches Gefüge eines C35-Stahls. Vergleiche Formen und Verteilung, nicht nur die Helligkeit.

Datei:Pearlite1.jpg

Detailreferenz: lamellarer Perlit im Rasterelektronenmikroskop. Andere Aufnahmeart und anderer Maßstab als in den oberen Lichtbildern!

Bildmerkmale: Ferrit kann im passend präparierten Lichtbild heller und eher flächig erscheinen. Perlit besteht aus Ferrit und Zementit und erscheint bei geringer Auflösung häufig als dunklere Kolonie; die Lamellen werden erst bei hinreichender Auflösung sichtbar.

Grenze: Hell und dunkel bedeuten nicht immer dieselbe Phase. Ätzung, Beleuchtung, Aufnahmeverfahren und Maßstab beeinflussen den Kontrast.

Prozessmedium: „Metallography Part II – Microscopic Techniques“, Prof. Rainer Schwab / Hochschule Karlsruhe, MaterialsScience2000. Achte auf den Zusammenhang zwischen Präparation und mikroskopischem Bild; keine praktische Nachahmung.

Basisauftrag: Formuliere zur Referenz A einen Satz mit einem sichtbaren Merkmal und einen mit einer Unsicherheit.

Begründetes Feedback: „Helle Bereiche wechseln mit dunklen Inseln“ ist eine Beobachtung. „Ohne dokumentierte Präparation kann ich andere Ursachen des Kontrasts nicht ausschließen“ benennt eine sachgerechte Grenze.


Lerneinheit 3 – Ähnlichkeit, Unterschiede und Verwechslungen

Zeit: etwa 9 Minuten. Leitfrage: Warum genügt ein einziges Vergleichsfoto nicht?

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Referenz C: als martensitisch dokumentiertes Gefüge in vergütbarem Stahl AISI 4140 nach Abschrecken. Sichtbare Formen allein beweisen noch keinen bestimmten Wärmebehandlungszustand einer unbekannten Probe.

Datei:Bainit Gefüge von 80 Si 13.jpg

Referenz D: dokumentiertes bainitisches Gefüge. Das Original ist mit sehr hoher Vergrößerung beschrieben – deshalb kein direkter Form- oder Größenvergleich mit C ohne Kalibrierung.

Übersichtsreferenz: unterschiedliche Graphitformen in Gusseisen – links lamellar, mittig vermikular, rechts kugelig.

Referenz E: Lamellengraphit erscheint im Schliff als längliche dunkle Formen.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Referenz F: Kugelgraphit erscheint als überwiegend rundliche dunkle Formen.

Vergleichsregel: Erst Werkstoffgruppe, Maßstab, Bildart, Präparation und Lage der Schlifffläche prüfen. Danach Morphologie und Verteilung vergleichen. Mit einer Einzelaufnahme sind Werkstoffsorte, exakte chemische Zusammensetzung, Härte und Fehlerursache nicht sicher feststellbar.

Qualitätsgrenze: Commons-Bildbeschreibungen sind keine zertifizierten Prüfzeugnisse. Für reale Gutachten werden fachlich freigegebene betriebliche Referenzen und Normverfahren benötigt.

Mini-Auftrag: Vergleiche E und F: Was ist sicher beobachtbar, was wäre eine unzulässige Folgerung?

Begründetes Feedback: Die Gestalt dunkler Graphitbereiche ist unterschiedlich. Aus diesem Unterschied allein darfst Du weder die genaue Werkstoffbezeichnung noch einen konkreten Festigkeitswert errechnen.


Lerneinheit 4 – Ausbildungsfall F-17: Prüfdatenauswertung

Zeit: etwa 12 Minuten. Situation: Du unterstützt die Qualitätssicherung eines Metallbetriebs. Die Ausbilderin legt Dir eine fiktive Prüfmappe vor. Das Foto der Referenz B dient nur als Übungsabbildung, nicht als Foto einer realen Charge.

Prüfmappe F-17 (Modelldaten) Eintrag
Fragestellung Gefüge ähnlich einer ferritisch-perlitischen Referenz?
Übungsabbildung Referenz B „C35 ferrit perlit.jpg“
Proben-ID / Orientierung F-17 / Orientierung nicht dokumentiert
Aufnahmeart Lichtmikroskopie laut Bildquelle
Angaben zu Ätzung und Maßstab Für die fiktive Charge nicht übergeben
Simulierte Härtewerte 184 HV1; 188 HV1; 186 HV1
Freigabegrenze Nicht mitgeteilt

Schritt A – Beobachten: Beschreibe helle und dunkle Bereiche der Übungsabbildung. Schritt B – Vergleichen: Nenne eine plausible Ähnlichkeit zu Referenz A. Schritt C – Rechnen: Ermittle den Mittelwert der drei simulierten Härtewerte. Schritt D – Entscheiden: Darfst Du die Charge freigeben?

Modelllösung und begründetes Feedback: Die Referenzabbildung ist vereinbar mit einer ferritisch-perlitischen Einordnung; das ist kein Prüfnachweis für F-17. Der arithmetische Mittelwert beträgt 186 HV1; die Spannweite beträgt 4 HV1. Ohne gesicherte Probenzuordnung, vollständig dokumentiertes Prüfverfahren, ausreichende Prüfbasis und vereinbartes Annahmekriterium ist keine Freigabeentscheidung zulässig. Der Mittelwert liefert nur einen beschreibenden Datenwert.


Gestufte Hilfen zum Fall

  1. Hilfe 1 – Beobachtung: Suche in Referenz A und B nur nach Form, Helligkeit und Verteilung. Vermeide zunächst Phasennamen.
  2. Hilfe 2 – Einordnung: Ergänze „vereinbar mit“, „wahrscheinlich“ oder „nicht belegbar“. Trenne Bildbeobachtung und Interpretation.
  3. Hilfe 3 – Prüfentscheid: Kontrolliere Proben-ID, Schlifflage, Aufnahmeart, Maßstab, Präparation, Härteverfahren, Anzahl der Messungen und Freigabekriterium.


Drei Leistungsstufen mit Feedback

Basis: Ordne die Begriffe „Beobachtung“, „Deutung“ und „Prüfentscheid“ den Aussagen „dunkle Inseln“, „vermutlich Perlit“ und „Freigabe derzeit nicht möglich“ zu.

Feedback: Genau in dieser Reihenfolge. Die erste Aussage beschreibt das Bild, die zweite interpretiert es, die dritte bewertet die unvollständigen Prüfnachweise.

Anwendung: Prüfe, ob 186 HV1 allein eine Wärmebehandlung beweist.

Feedback: Nein. Härtewerte hängen unter anderem von Werkstoff und Zustand ab. Ohne belastbare Angaben zu Prüfverfahren, Werkstoff und Referenzbereich ist eine bestimmte Wärmebehandlung nicht nachgewiesen.

Transfer: Ein zweites Foto zeigt eine viel feinere Struktur, ist aber deutlich stärker vergrößert. Begründe den nächsten Arbeitsschritt.

Feedback: Zunächst Aufnahmeart und Skala abgleichen sowie das Protokoll ergänzen. Eine scheinbar feinere Struktur kann aus der unterschiedlichen Darstellung resultieren und ist ohne vergleichbare Maßstäbe kein ausreichender Befund.


Lerneinheit 5 – Sicherheits- und Qualitätsgrenzen

Zeit: etwa 7 Minuten. Leitfrage: Wer darf Proben vorbereiten – und wie wird sicher dokumentiert?

Sicherheitsregel: Dieser Kurs enthält nur Bild- und Papieraufgaben. Kein eigenständiges Trennen, Schleifen, Polieren, Ätzen, Mischen von Chemikalien oder Entsorgen von Prozessresten. Reale Tätigkeiten erfolgen ausschließlich in geeigneten Betrieben und Laboratorien nach Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Unterweisung und unter Fachaufsicht.

  1. Gefahrstoffe: Ätzmittel, Lösemittel und manche Poliermedien können gefährlich sein. Sicherheitsdatenblatt, Ersatzstoffprüfung, technische Schutzmaßnahmen und geeignete persönliche Schutzausrüstung sind vor einem betrieblichen Einsatz fachlich festzulegen. Maßgeblich sind unter anderem Gefahrstoffverordnung und TRGS 526.
  2. Staub und Maschinen: Bei Trenn-, Schleif- und Poliertätigkeiten bestehen mechanische und mögliche inhalative Gefährdungen; je nach Metallstaub kommen Brand- oder Explosionsgefahren hinzu. Staubvermeidung und geeignete Erfassung sind Gegenstand der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung. Siehe DGUV Information 209-002 und DGUV Regel 109-001 für den Sonderfall Aluminium.
  3. Abfälle: Ätz- und Polierreste, metallhaltige Flüssigkeiten, kontaminierte Verbrauchsmittel und Stäube werden nach den betrieblichen Abfallvorgaben getrennt, gekennzeichnet und in geeigneten Behältern gesammelt und durch Zuständige entsorgt; nicht eigenmächtig vermischen oder in Ausguss beziehungsweise Restmüll geben. Grundlage: TRGS 526, Abschnitt 4.16.
  4. Prüfqualität: Unklare Bildherkunft, fehlender Maßstab oder Präparationsartefakte bedeuten „Prüfung ergänzen“ statt „Ergebnis erfinden“.

Sicherer Mini-Auftrag: Schreibe auf einem Blatt drei fehlende Angaben auf, die Du vor einer Freigabe von F-17 anfordern würdest.

Begründetes Feedback: Probenzuordnung, verifizierter Maßstab/Präparation und Freigabegrenze sind gute Antworten, denn ohne diese Angaben ist ein reproduzierbarer Vergleich beziehungsweise Entscheid nicht abgesichert.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist bei einem Vergleich zweier Gefügebilder zuerst wichtig? (Vergleichbare und dokumentierte Aufnahmebedingungen) (!Gleiche Bildschirmhelligkeit allein) (!Gleich große Dateinamen) (!Eine möglichst bunte Darstellung)




Welcher Gefügebestandteil besteht aus Ferrit und Zementit? (Perlit) (!Graphit) (!Austenit) (!Kupfer)




Welche Beschreibung passt zur Referenz mit Kugelgraphit? (Überwiegend rundliche dunkle Graphitbereiche) (!Nur lange lineare Riefen) (!Ausschließlich nadelförmige Ferritkörner) (!Vollständig porenfreie Oberfläche)




Was sagt ein einzelnes Gefügebild nicht zuverlässig aus? (Die genaue chemische Zusammensetzung der unbekannten Probe) (!Die Verteilung sichtbarer heller Bereiche) (!Die Form sichtbarer dunkler Teilchen) (!Das Vorkommen erkennbarer Bildartefakte)




Was kann eine scheinbare Linie im Gefügebild auch sein? (Eine durch die Präparation verursachte Riefe) (!Immer eine Korngrenze) (!Immer eine Martensitnadel) (!Immer ein Beweis für Bruchversagen)




Wozu dient ein kalibrierter Maßstabsbalken? (Zur Zuordnung von Bildstrecken zu realen Längen) (!Zum Nachweis des Kohlenstoffgehalts) (!Zur automatischen Härteberechnung) (!Zur eindeutigen Bestimmung des Ätzmittels)




Wie groß ist der Mittelwert von 184, 188 und 186? (186) (!184) (!188) (!190)




Warum darf die fiktive Charge F-17 noch nicht freigegeben werden? (Weil Prüfnachweise und Freigabekriterium fehlen) (!Weil jedes ferritische Gefüge unbrauchbar ist) (!Weil drei Zahlen nie gemittelt werden dürfen) (!Weil Lichtmikroskopie immer verboten ist)




Welche Quelle regelt in Deutschland Schutzmaßnahmen bei Laborarbeiten mit Gefahrstoffen mit? (TRGS 526) (!Beliebige Bildunterschrift) (!Private Social Media Werbung) (!Ungeprüftes Video Kommentar)




Wie behandelst Du unbekannte Ätzreste in diesem Lernkurs? (Nicht anfassen und nur die betriebliche sichere Entsorgung beschreiben) (!Eigenständig zusammenmischen) (!Ohne Rückfrage in den Ausguss schütten) (!Zum Testen erhitzen)





Memory

Ferrit In vielen passend geätzten Stahllichtbildern eher helle Gebiete
Perlit Lamellarer Gefügebestandteil aus Ferrit und Zementit
Kugelgraphit Annähernd rundliche Kohlenstoffformen im Gusseisen
Lamellengraphit Längliche dünne Kohlenstoffformen im Gusseisen
Maßstabsbalken Bezugsstrecke zur Bestimmung realer Bildgrößen
Präparationsartefakt Durch die Probenvorbereitung entstandenes Scheinmerkmal
Probenkennung Eindeutige Verbindung zwischen Schliff und Prüfakte
Sicherheitsdatenblatt Informationen über Gefahren und Schutzmaßnahmen eines Stoffes





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Passender Fachbegriff
Helle flächige Gebiete in geeigneter Stahlreferenz Ferrit
Lamellare Kolonien aus zwei Bestandteilen Perlit
Rundliche dunkle Teilchen im Gusseisen Kugelgraphit
Längliche dunkle Formen im Gusseisen Lamellengraphit
Durchgehende richtungsgebundene Polierspur Präparationsartefakt





Kreuzworträtsel

Ferrit Welcher Gefügebestandteil erscheint in vielen passend geätzten Stahllichtbildern hell?
Perlit Welcher Gefügebestandteil besteht typischerweise aus Ferrit und Zementit?
Martensit Welches metastabile Stahlgefüge kann durch hinreichend rasche Abkühlung aus Austenit entstehen?
Graphit Welcher Kohlenstoffbestandteil ist in bestimmten Gusseisenarten sichtbar?
Artefakt Wie heißt ein durch die Präparation entstandenes Scheinmerkmal?
Skalenbalken Welche Markierung im Bild gibt eine reale Vergleichslänge an?





LearningApps

Hinweis: Dies ist eine Suche nach vorhandenen LearningApps, keine Behauptung über eine konkrete verfügbare Übung.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die mikroskopische Untersuchung metallischer Gefüge heißt

.
Ein typischer heller Gefügebestandteil im passend geätzten Stahlbild ist

.
Aus Ferrit und Zementit besteht der lamellare Gefügebestandteil

.
Die räumliche Darstellung im Bild hängt unter anderem von der

ab.
Eine durch das Polieren verursachte Riefe ist ein

.
Für den Vergleich realer Größen benötigst Du einen kalibrierten

.
Rundliche dunkle Graphitteilchen weisen auf

hin.
Längliche dunkle Graphitteilchen werden als

beschrieben.
Das aus Austenit durch schnelles Abkühlen entstehende Gefüge heißt

.
Die drei simulierten Härtewerte im Ausbildungsfall ergeben als Mittelwert

HV1.
Ohne vereinbarte Freigabegrenze ist ein eindeutiger Prüfentscheid nicht

.
Vor betrieblichen Gefahrstofftätigkeiten ist eine

erforderlich.
Gefahrstoffabfälle werden nach betrieblichen Regeln getrennt

.
Ein Foto ohne nachvollziehbare Herkunft ist nur eingeschränkt

.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Ferrit: Markiere auf einem Ausdruck der Referenz A drei helle Bereiche und formuliere eine reine Bildbeobachtung.
  2. Perlit: Beschreibe anhand der Detailreferenz zwei Merkmale lamellarer Strukturen.
  3. Bildsteckbrief: Schreibe zu Referenz B auf, welche Angaben zur Bildquelle bekannt sind und welche für F-17 fehlen.
  4. Sicherheitskarte: Gestalte ein Plakat mit dem Hinweis „Keine Eigenversuche mit Ätzmitteln oder Schleifstaub“.


Standard

  1. Referenzvergleich: Stelle Referenz A und B gegenüber und nenne zwei Gemeinsamkeiten und eine Unsicherheit.
  2. Graphitformen: Erstelle eine beschriftete Gegenüberstellung von Referenz E und F mit drei beobachtbaren Merkmalen.
  3. Prüfdaten: Berechne Mittelwert und Spannweite der drei simulierten HV1-Werte und erläutere, warum diese Zahlen keine Freigabe ersetzen.
  4. Laborprotokoll: Verfasse ein digitales Musterprotokoll mit Proben-ID, Bildart, Maßstab, Präparationsstand, Beobachtung und Bewertung.


Schwer

  1. Befundbericht: Schreibe für F-17 ein kurzes Gutachten mit getrennten Abschnitten Beobachtung, Interpretation, Unsicherheit und nächste Prüfung.
  2. Fehlersuche: Entwickle eine Entscheidungshilfe für den Fall, dass das Gefügebild Kratzer und nicht kalibrierte Vergrößerungen enthält.
  3. Sicherheitsprüfung: Entwirf ausschließlich auf Papier eine Checkliste für Fachaufsicht, Staubschutz und Abfallentsorgung im Werkstofflabor.
  4. Medienrecht: Erstelle zu drei eingebundenen Commons-Fotos korrekte Quellen-, Urheber- und Lizenzangaben; überprüfe die Dateiseiten erneut.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Prüfentscheidung: Begründe mit vier Argumenten, warum ein ähnliches Referenzbild noch keinen Freigabenachweis darstellt.
  2. Eigenschaft und Struktur: Erkläre, weshalb ein Gefügebefund Hinweise auf einen Werkstoffzustand geben kann, aber eine Härtemessung nicht ersetzt.
  3. Fehlvergleich: Ein Foto wurde doppelt so groß dargestellt wie ein zweites. Entwickle einen fairen Vergleichsweg und erkläre die Rolle des Skalenbalkens.
  4. Artefakte: Formuliere zwei plausible Ursachen für lange Linien in einem Schliff und jeweils eine sichere Methode zur weiteren Abklärung durch Fachpersonal.
  5. Gefährdungskette: Leite aus dem Ablauf Trennen, Polieren, Ätzen und Entsorgen die notwendigen organisatorischen Schutzentscheidungen ab, ohne praktische Durchführung.
  6. Datenqualität: Erläutere, was der Mittelwert von 186 HV1 aussagt und welche zusätzlichen Prüfdaten für eine belastbare Bewertung erforderlich wären.




Lernnachweis

  1. Bildbeobachtung: Du kannst zu mindestens zwei Referenzen konkrete Strukturen ohne vorschnelle Werkstoffzuordnung beschreiben.
  2. Bildvergleich: Du überprüfst und dokumentierst Maßstab, Aufnahmeart, Präparation und Probenherkunft.
  3. Begrenzung der Aussage: Du unterscheidest begründet zwischen Vermutung, plausibler Zuordnung und Nachweis.
  4. Datenauswertung: Du ermittelst bei F-17 den Mittelwert 186 HV1 und die Spannweite 4 HV1 korrekt.
  5. Prüfentscheid: Du begründest, warum fehlende Annahmekriterien und Probeninformationen eine Freigabe ausschließen.
  6. Sicherheitskompetenz: Du erklärst, warum Gefahrstoff-, Staub- und Entsorgungsaufgaben ausschließlich in geeigneten Betrieben mit Fachaufsicht stattfinden.
  7. Produkt: Du reichst einen kurzen, quellenbelegten Befundbericht mit mindestens einer Bildreferenz und einem Abschnitt „Unsicherheiten“ ein.




OERs zum Thema

Grundlagenartikel: Metallografie, Gefüge, Ferrit, Perlit, Martensit, Bainit und Gusseisen.


Fachlich geprüfte Quellen und Sicherheit

  1. Struers: Metallografisches Schleifen und Polieren – Präparationsziel, typische Fehler und Artefakte.
  2. Leica Microsystems: Metallography – an Introduction – Bedeutung der Mikrostruktur und Mikroskopie.
  3. Wikipedia: Metallografie – Überblick und weiterführende Literatur.
  4. BAuA: TRGS 526 „Laboratorien“ – Gefahrstoffe sowie Abfallsammlung und Entsorgung.
  5. DGUV Information 213-850: Sicheres Arbeiten in Laboratorien – Arbeitsschutz im Labor.
  6. DGUV Information 209-002: Schleifen – Schutz bei Schleiftätigkeiten.
  7. DGUV Regel 109-001 – besondere Risiken beim Bearbeiten von Aluminium.


Mediennachweise und Nutzungsrechte

Hinweis: Die Bilddateien stammen aus Wikimedia Commons. Urheber, Lizenz und eventuelle Änderungen sind bei einer Weiterverwendung gemäß der jeweiligen Dateiseite anzugeben; hier sind die Bilder lediglich eingebunden, nicht bearbeitet. YouTube-Videos sind externe Prozessmedien, keine als offen lizenziert ausgewiesenen Kursdateien. Verfügbarkeit und Einbettbarkeit können sich ändern.

  1. Proben im Polierprozess – GabaPy, CC BY 4.0.
  2. Präparationsmaschine – Struers A/S, CC BY-SA 3.0.
  3. Metallografisches Mikroskop – Gfsas, CC BY 1.0.
  4. Ferrit/Perlit A285 – gemeinfrei laut Commons-Dateiseite.
  5. Ferrit/Perlit C35 – Eisenbeisser, CC BY-SA 4.0.
  6. Lamellarer Perlit als REM-Bild – Edward Pleshakov, gemeinfrei laut Commons-Dateiseite.
  7. Martensit – Scm83x, CC BY-SA 3.0.
  8. Bainit – Luenibaer, CC BY-SA 3.0.
  9. Graphitformen – Ivak, gemeinfrei laut Commons-Dateiseite.
  10. Lamellengraphit – Hb tuw, CC BY-SA 4.0.
  11. Kugelgraphit – Hb tuw, CC BY-SA 4.0.
  12. Metallography Part I und Metallography Part II – Lehrfilme von Prof. Dr.-Ing. Rainer Schwab, Hochschule Karlsruhe, auf dem Kanal MaterialsScience2000; urheberrechtlich geschützte Fremdinhalte, ausschließlich per YouTube eingebunden.


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