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Wasser im Haushalt sparen - AES

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Wasser im Haushalt sparen - AES



Wasser im Haushalt sparen - AES


Einleitung

Wasser gehört zum Alltag: beim Trinken, Kochen, Duschen, Wäschewaschen, Putzen und Gärtnern. Im Fach AES untersuchst Du, wie ein Haushalt Wasser bewusst, hygienisch, sozial verantwortlich und kostensparend nutzt. Dabei geht es nicht um Verzicht auf notwendiges Trinken oder Sauberkeit, sondern um das Vermeiden unnötiger Verluste.

Im Jahr 2022 wurden in Deutschland durchschnittlich 126 Liter Trinkwasser pro Person und Tag direkt genutzt.[1] Besonders viel entfällt auf Körperpflege und Toilettenspülung. Beim Sparen von Warmwasser sinkt zusätzlich der Energiebedarf für das Erwärmen des Wassers.[2]


Lernziele

Du kannst nach diesem aiMOOC den direkten und indirekten Wassergebrauch unterscheiden, große Verbrauchsbereiche im Haushalt erkennen, die Durchflussmenge einer Armatur messen, passende Sparmaßnahmen auswählen und ihre Folgen für Umwelt, Kosten, Komfort und Hygiene beurteilen.


Wasser im Haushalt verstehen


Direkter Wassergebrauch

Direkter Wassergebrauch ist Wasser, das im Haushalt sichtbar aus Hahn, Dusche oder Spülkasten kommt. Eine BDEW-Auswertung ordnet 36 Prozent der Trinkwasserverwendung Baden, Duschen und Körperpflege zu, 27 Prozent der Toilettenspülung und 12 Prozent dem Wäschewaschen.[3]

Ein Wasserzähler erfasst das genutzte Volumen. Ein Kubikmeter entspricht 1.000 Litern. Wer Zählerstände regelmäßig vergleicht, kann Veränderungen und mögliche Lecks erkennen.


Warmwasser ist ein wichtiger Hebel

Für Warmwasser wird Energie benötigt. Deshalb spart eine kürzere warme Dusche gleichzeitig Wasser, Energie und Geld. Sinnvoll sind ein passender Duschkopf, eine angemessene Duschzeit und das Abstellen des Wassers beim Einseifen. Bei zentralen Warmwasseranlagen darfst Du die Speichertemperatur nicht eigenmächtig absenken, weil hygienische Anforderungen beachtet werden müssen.[4]


Virtuelles Wasser

Virtuelles Wasser ist Wasser, das bei Anbau, Herstellung, Verarbeitung oder Transport eines Produkts genutzt oder belastet wird. Lebensmittel, Kleidung und andere Konsumgüter vergrößern deshalb den Wasserfußabdruck, obwohl dieses Wasser zu Hause nicht aus dem Hahn fließt. Das Umweltbundesamt nennt für den Konsum von Lebensmitteln, Kleidung und weiteren Gütern rechnerisch rund 7.200 Liter pro Person und Tag.[5]

Beim Bewerten eines Produkts reicht eine einzige Literzahl nicht aus. Wichtig ist auch, wo und wann Wasser genutzt wird, ob eine Region unter Wasserknappheit leidet und ob Wasser verschmutzt wird. Für den Alltag helfen langlebige Produkte, weniger Lebensmittelabfälle und eine abwechslungsreiche, stärker pflanzenbetonte Ernährung.


Wassersparen nach Haushaltsbereich


Bad und Körperpflege

  1. Duschen: Dusche eher kurz und stelle das Wasser beim Einseifen ab.
  2. Sparduschkopf: Achte auf die angegebene Durchflussmenge. Die Verbraucherzentrale empfiehlt weniger als 9 Liter pro Minute.[6]
  3. Wasserhahn: Drehe ihn beim Zähneputzen und Rasieren zu.
  4. Leckage: Lass tropfende Hähne und undichte Spülkästen reparieren.


Toilette

Nutze bei kleinen Spülmengen die Spartaste oder die Stoppfunktion. Die Toilette ist kein Abfalleimer: Medikamente, Farben, Speiseöl und Hygieneartikel gehören nicht in das Abwasser. So schützt Du Wasserqualität und Kläranlagen.


Wäsche und Geschirr

Waschmaschine und Geschirrspüler arbeiten meist effizienter, wenn sie passend voll beladen sind. Wähle ein geeignetes Eco-Programm, beachte Pflegehinweise und dosiere Wasch- oder Spülmittel nach Wasserhärte und Verschmutzung. Vorspülen unter laufendem Wasser ist meistens unnötig.


Küche und Reinigung

Wasche Obst und Gemüse in einer Schüssel statt unter dauerhaft laufendem Wasser. Erhitze im Wasserkocher nur die benötigte Menge. Beim Putzen reicht eine passende Wassermenge im Eimer. Sauberes, ungesalzenes und abgekühltes Restwasser kann je nach Herkunft noch zum Gießen geeignet sein.


Garten und Balkon

Sammle Regenwasser, gieße möglichst morgens oder abends und richte das Wasser direkt an die Wurzeln. Eine Mulchschicht kann die Verdunstung senken. Beachte örtliche Regeln, besonders in Trockenzeiten.


Messen, rechnen und entscheiden


Durchflussmenge auslitern

Mit einem Messgefäß kannst Du herausfinden, wie viel Wasser pro Minute fließt.

  1. Stelle ein großes Messgefäß sicher unter den Wasserstrahl.
  2. Lass das Wasser genau 10 Sekunden in einer üblichen Einstellung laufen.
  3. Lies die Literzahl ab und multipliziere sie mit 6.
  4. Vergleiche das Ergebnis mit einer sparsameren Einstellung oder einem anderen Duschkopf.

Achte auf einen trockenen, rutschfesten Boden. Führe den Versuch bei Bedarf gemeinsam mit einer erwachsenen Person durch.


Rechenbeispiel

Ein Duschkopf liefert 12 Liter pro Minute. Eine achtminütige Dusche benötigt 96 Liter. Ein Sparduschkopf mit 7 Litern pro Minute benötigt bei fünf Minuten 35 Liter. In diesem Beispiel beträgt die Differenz 61 Liter pro Dusche. Die tatsächliche Ersparnis hängt von Durchfluss, Zeit, Temperatur und Häufigkeit ab.


AES-Entscheidungscheck

Frage Prüfkriterium
Spart die Maßnahme viel? Liter, Duschzeit oder Zahl der Geräteprogramme vergleichen
Spart sie auch Energie? Besonders auf warmes Wasser achten
Bleibt die Hygiene sicher? Händewaschen, Trinken und notwendige Reinigung nicht einschränken
Ist sie sozial fair? Bedürfnisse von Kindern, älteren Menschen und Personen mit Einschränkungen beachten
Passt sie zum Haushalt? Kosten, Wohnsituation, Gewohnheiten und Zuständigkeiten prüfen


Merksätze

  1. Wasser sparen bedeutet zuerst: unnötiges Laufenlassen, Lecks und schlecht genutzte Geräte vermeiden.
  2. Warmwasser sparen wirkt doppelt, weil weniger Wasser und weniger Energie benötigt werden.
  3. Eine Messung ist besser als eine Vermutung.
  4. Hygiene, Gesundheit und ausreichendes Trinken bleiben wichtig.
  5. Auch Konsum und Ernährung beeinflussen den Wasserfußabdruck.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Maßnahme spart zugleich Wasser und Energie? (Kürzer warm duschen) (!Mehr heißes Wasser einlassen) (!Die Waschmaschine halb leer starten) (!Den Wasserhahn beim Putzen laufen lassen)




Was ist direkter Wassergebrauch? (Wasser, das im Haushalt aus Armaturen und Geräten genutzt wird) (!Nur Regenwasser auf einem Feld) (!Wasser, das ausschließlich in Lebensmitteln steckt) (!Die gesamte Wassermenge eines Ozeans)




Welcher Haushaltsbereich nutzt im Durchschnitt den größten Anteil des Trinkwassers? (Baden Duschen und Körperpflege) (!Essen und Trinken) (!Das Aufladen von Mobiltelefonen) (!Das Lüften der Wohnung)




Was bedeutet virtuelles Wasser? (Wasser, das zur Herstellung eines Produkts genutzt oder belastet wird) (!Wasser in einem Computerspiel) (!Nur Wasser in einer Regentonne) (!Wasser ohne Mineralstoffe)




Was zeigt das Auslitern einer Dusche? (Die Durchflussmenge in Litern pro Minute) (!Die Stromspannung der Wohnung) (!Die Härte einer Matratze) (!Die Luftfeuchtigkeit im Garten)




Warum sollten Waschmaschine und Geschirrspüler passend voll beladen sein? (Weil dadurch weniger Programme für dieselbe Menge nötig sind) (!Weil dann immer mehr Waschmittel gebraucht wird) (!Weil halbe Beladung grundsätzlich verboten ist) (!Weil Wasser dadurch heißer wird)




Was ist bei einem tropfenden Wasserhahn sinnvoll? (Die Ursache prüfen und das Leck reparieren lassen) (!Eine Schüssel dauerhaft darunterstellen und nichts ändern) (!Den Tropfen mit mehr Wasserdruck stoppen) (!Den Hahn nur nachts tropfen lassen)




Welche Maßnahme ist aus Hygienesicht nicht sinnvoll? (Die Temperatur einer zentralen Warmwasseranlage eigenmächtig stark senken) (!Beim Zähneputzen den Hahn schließen) (!Eine passende Spartaste an der Toilette nutzen) (!Einen tropfenden Hahn reparieren)




Welche Maßnahme passt zum wassersparenden Gärtnern? (Regenwasser sammeln und gezielt an den Wurzeln gießen) (!Mittags große Flächen oberflächlich besprühen) (!Bei Regen zusätzlich lange gießen) (!Trinkwasser unkontrolliert ablaufen lassen)




Welche Konsumentscheidung kann den Wasserfußabdruck senken? (Lebensmittelabfälle vermeiden und Produkte lange nutzen) (!Essbare Lebensmittel vorsorglich wegwerfen) (!Kleidung nach einmaligem Tragen entsorgen) (!Nur die Verpackungsfarbe beachten)





Memory

Sparduschkopf Verringert die Durchflussmenge
Auslitern Ermittelt Liter pro Minute
Spartaste Nutzt eine kleinere Spülmenge
Eco-Programm Reinigt mit geringerem Energieeinsatz
Regentonne Sammelt Niederschlagswasser
Virtuelles Wasser Entsteht bei der Herstellung von Gütern
Wasserzähler Erfasst das genutzte Volumen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Sparbrause Dusche
Spartaste Toilette
Vollbeladung Waschmaschine
Eco-Programm Geschirrspüler
Regentonne Garten




...


Kreuzworträtsel

Duschkopf Welches Bauteil kann die Durchflussmenge beim Duschen begrenzen?
Wasserzähler Welches Gerät erfasst die genutzte Wassermenge?
Regentonne Worin lässt sich Niederschlagswasser für den Garten sammeln?
Spartaste Welche Taste ermöglicht eine kleinere Toilettenspülung?
Vollbeladung Welcher Zustand macht Geräteprogramme besonders effizient?
Warmwasser Welche Wasserart benötigt zusätzlich Energie zum Erhitzen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Im Jahr 2022 wurden in Deutschland durchschnittlich

Trinkwasser pro Person und Tag direkt genutzt. Der größte Anteil entfällt auf Baden, Duschen und

. Beim Sparen von warmem Wasser wird zusätzlich

eingespart. Ein sparsamer Duschkopf sollte nach Empfehlung der Verbraucherzentrale weniger als

pro Minute liefern. Waschmaschine und Geschirrspüler sollten passend

sein. Beim Einseifen kann der Wasserstrahl

werden. Für Garten und Balkon lässt sich häufig

nutzen. Wasser, das bei der Herstellung von Produkten eingesetzt wird, heißt

. Beim Wassersparen dürfen Gesundheit und

nicht gefährdet werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Wasserdetektiv: Finde zu Hause oder in der Schule fünf Situationen, in denen Wasser genutzt wird, und notiere eine mögliche Verbesserung.
  2. Sparpiktogramm: Gestalte ein leicht verständliches Zeichen für das Zudrehen des Wasserhahns.
  3. Duschzeit: Entwickle eine kurze Routine, mit der Du Deine Duschzeit ohne Hektik verringerst.
  4. Familieninterview: Frage eine Person nach einer früheren und einer heutigen Gewohnheit beim Wassergebrauch.


Standard

  1. Auslitern: Miss die Durchflussmenge einer Armatur, dokumentiere Methode und Ergebnis und berechne den Verbrauch für fünf Minuten.
  2. Wassertagebuch: Beobachte drei Tage lang ausgewählte Tätigkeiten und schätze, wo das größte Einsparpotenzial liegt.
  3. Gerätecheck: Vergleiche zwei Programme einer Waschmaschine oder eines Geschirrspülers anhand der Bedienungsanleitung.
  4. Wasserfußabdruck einer Mahlzeit: Untersuche Zutaten, Herkunft, Verpackung und mögliche Lebensmittelreste und schlage eine Verbesserung vor.


Schwer

  1. Sparplan: Erstelle für einen Haushalt oder einen Schulraum einen Maßnahmenplan mit Prioritäten, Zuständigkeiten und Erfolgskontrolle.
  2. Kosten-Nutzen-Analyse: Vergleiche eine kostenlose Verhaltensänderung mit einer technischen Anschaffung und begründe Deine Empfehlung.
  3. Interessenkonflikt: Diskutiere Regeln für eine Trockenperiode aus Sicht von Haushalten, Landwirtschaft, Kommune und Naturschutz.
  4. Erklärvideo: Produziere ein kurzes Video mit eigenen Aufnahmen oder freien Medien, das direkten und virtuellen Wassergebrauch erklärt.




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Lernkontrolle

  1. Duschvergleich: Haushalt A duscht acht Minuten mit 12 Litern pro Minute, Haushalt B fünf Minuten mit 7 Litern pro Minute. Berechne beide Mengen und erkläre die Folgen für Wasser, Energie und Kosten.
  2. Prioritäten setzen: Ein Haushalt kann nur drei Maßnahmen umsetzen. Wähle aus Reparatur eines Lecks, Spartaste, Regentonne, kürzerem Duschen und voller Gerätebeladung aus und begründe die Reihenfolge.
  3. Hygiene und Sparen: Beurteile den Satz „Je weniger Wasser, desto besser“ und nenne Grenzen dieser Aussage.
  4. Soziale Bedürfnisse: Entwickle eine wassersparende Lösung für einen Haushalt, in dem kleine Kinder, ältere Menschen oder Menschen mit Einschränkungen leben.
  5. Konsum bewerten: Erkläre, warum eine einzelne Zahl zum virtuellen Wasser nicht genügt, um ein Produkt vollständig zu beurteilen.
  6. Erfolg prüfen: Plane eine Vorher-Nachher-Messung für eine Sparmaßnahme und lege fest, welche Daten für eine faire Auswertung nötig sind.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis ist wichtig, dass Du

  1. direkten und virtuellen Wassergebrauch verständlich unterscheidest,
  2. wichtige Verbrauchsbereiche eines Haushalts erklärst,
  3. eine Durchflussmessung sicher durchführst und dokumentierst,
  4. Wasser- und mögliche Energieeinsparungen nachvollziehbar berechnest,
  5. Maßnahmen nach Umweltwirkung, Kosten, Komfort, Hygiene und sozialer Fairness bewertest,
  6. eine begründete Verbesserung für Deinen Alltag oder die Schule entwickelst.




OERs zum Thema



Quellen


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