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WIG-Schweißen und Lichtbogenhandschweißen – WIG-Schweißen als Prozess erklären

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WIG-Schweißen und Lichtbogenhandschweißen – WIG-Schweißen als Prozess erklären

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Einleitung

WIG-Schweißen und Lichtbogenhandschweißen – WIG-Schweißen als Prozess erklären

Du arbeitest in der Ausbildung an einem Edelstahl-Bauteil mit sichtbarer Naht. Du sollst erklären, warum für diese Aufgabe WIG-Schweißen geeignet sein kann, wie der Prozess aufgebaut ist und worin er sich vom Lichtbogenhandschweißen unterscheidet. Im Mittelpunkt steht: nichtabschmelzende Wolframelektrode – getrennte Zusatzgabe – inertes Schutzgas – kontrollierter Lichtbogen.

Beobachtungsauftrag: Suche am Bauteil nach gleichmäßiger Nahtführung, Wärmeeinfluss und Verfärbungen. Formuliere zwei Merkmale, die Du später mit dem WIG-Prozess erklärst.

Sicherheitsgrenze: Dieser Lernkurs ersetzt weder Unterweisung noch Schweißerqualifikation. Praktische Schweißarbeiten dürfen nur im dafür vorgesehenen Ausbildungsbereich, nach Gefährdungsbeurteilung und unter Fachaufsicht stattfinden. Schweißrauch und Gase, optische Strahlung, Hitze, elektrischer Strom sowie Brand- und Explosionsgefahren sind vor jeder Praxisarbeit zu berücksichtigen.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du den WIG-Prozess fachlich erklären, zentrale Bauteile zuordnen, WIG und Lichtbogenhandschweißen vergleichen, typische Prozessbeobachtungen deuten und für einen Ausbildungsfall begründet entscheiden, welches Verfahren besser passt. Du kannst außerdem wesentliche Schutzmaßnahmen nennen und erklären, warum sie erforderlich sind.


Lerneinheit 1: WIG in einem Bild

Beim WIG-Schweißen brennt der Lichtbogen zwischen Werkstück und Wolframelektrode. Die Elektrode ist für den Prozess als nichtabschmelzender Lichtbogenträger gedacht. Das Schmelzbad wird durch ein inertes Schutzgas von der Umgebungsluft abgeschirmt. Wenn Zusatzwerkstoff benötigt wird, wird er getrennt zugeführt.

Element Funktion
Wolframelektrode trägt den Lichtbogen; sie ist nicht der reguläre Schweißzusatz
Lichtbogen liefert die Wärme zum Aufschmelzen des Grundwerkstoffs
Inertes Schutzgas schützt Elektrode und Schmelzbad vor der Umgebungsatmosphäre
Zusatzstab oder Zusatzdraht wird bei Bedarf getrennt in das Schmelzbad eingebracht
Werkstück bildet mit der Elektrode den Schweißstromkreis

Für den Ausbildungsfall mit Massivstab- oder Massivdrahtzusatz ist nach ISO 4063 die Prozessnummer 141 relevant. WIG-Schweißen ohne Schweißzusatz wird als Prozess 142 geführt.

Merksatz: Beim WIG-Schweißen sind Lichtbogenträger und Zusatzwerkstoff voneinander getrennt. Genau das unterscheidet den Prozess deutlich von vielen Verfahren mit abschmelzender Elektrode.


Mini-Entscheidung

Ein dünnwandiges Edelstahl-Bauteil braucht eine kontrollierte Sichtnaht. Welche Information spricht grundsätzlich für WIG? Die Zusatzmenge lässt sich unabhängig vom Lichtbogenträger zuführen. Das erleichtert eine gezielte Prozessführung. Die konkrete Eignung hängt trotzdem von Werkstoff, Naht, Bauteildicke, Qualitätsanforderung, Fertigungszeit und betrieblicher Schweißanweisung ab.


Lerneinheit 2: Brenner und Bauteile verstehen

Bildauftrag: Zeige am Brenner, wo Elektrode, Gasdüse und Spannsystem sitzen. Erkläre anschließend, welches Bauteil den Lichtbogen trägt und welches den Gasstrom zur Schweißstelle führt.

Bauteilblick: Brenner, Gasdüsen, Spannsystem und Wolframelektrode bilden ein abgestimmtes System. Ordne die sichtbaren Teile nach ihrer Funktion.

Der Ausbildungsfall wird nicht durch pauschale Einstellwerte gelöst. Parameter werden aus Werkstoff, Werkstückdicke, Nahtart, Position, Zusatz, Elektrode, Gas, Gerät und betrieblicher Schweißanweisung abgeleitet. Herstellerwerte aus Videos sind deshalb Beispiele und keine Übernahmevorgabe.


Lerneinheit 3: Prozess beobachten

Beobachte: Wo liegt die Wolframelektrode relativ zum Schmelzbad? Wo würde ein Zusatzstab in das Bad geführt? Welche Zonen erscheinen besonders hell?

Prozessvideo EWM – Beobachtungsauftrag: Notiere in drei Spalten: Werkstückvorbereitung, Geräte- und Brennerausstattung, sichtbare Prozessmerkmale. Entscheide danach: Welche Beobachtung ist für eine saubere Edelstahlnaht besonders wichtig – und warum? Das Video stammt vom Schweißtechnikhersteller EWM und dient hier als fachlicher Prozessbezug; konkrete Parameter gelten nur für die dort gezeigte Aufgabe.

Nahtanalyse: Vergleiche die sichtbaren Nähte. Eine optisch gleichmäßige Naht ist ein Hinweis, aber kein alleiniger Qualitätsnachweis. Für die Bewertung einer Schweißverbindung können je nach Anforderung weitere Prüfungen notwendig sein.


Lerneinheit 4: Zusatzgabe und Wolframelektrode

Die Wolframelektrode soll den Lichtbogen tragen, nicht als regulärer Zusatz abschmelzen. Berührt sie Schmelzbad oder Zusatz, kann sie verunreinigt werden; das kann Zünd- und Lichtbogenverhalten verschlechtern. Auswahl und Vorbereitung der Elektrode richten sich nach Prozess, Werkstoff, Stromart und Herstellerangaben.

Entscheidungsauftrag: Im Video wird auch die Staubbelastung beim Anschleifen thematisiert. Entscheide, warum ein geschlossenes, geeignetes Schleifsystem aus Arbeitsschutzsicht günstiger sein kann als ein offener Schleifbock. Beziehe Stauberfassung und sichere Handhabung ein. Praktisches Anschleifen nur nach betrieblicher Unterweisung und unter Fachaufsicht.

Beobachtungsauftrag: Welche Angaben zur Elektrodenart sind anwendungsabhängig? Übertrage keine Farbwahl allein aus dem Video auf Deine Werkstatt, sondern gleiche sie mit aktueller Kennzeichnung, Herstellerunterlagen und betrieblicher Vorgabe ab.


Lerneinheit 5: Werkstoff beeinflusst den Prozess

Transferbeobachtung: Das EWM-Video zeigt WIG-Schweißen an Aluminium. Vergleiche es mit dem Edelstahl-Video: Welche Entscheidungen ändern sich bei Werkstoff, Stromart, Elektrodenvorbereitung und Bauteilvorbereitung? Übernimm keine Einstellwerte ungeprüft; sie gehören zur jeweils gezeigten Schweißaufgabe.


Lerneinheit 6: Vergleich mit Lichtbogenhandschweißen

Beim Lichtbogenhandschweißen beziehungsweise E-Hand-Schweißen brennt der Lichtbogen zwischen Werkstück und einer abschmelzenden umhüllten Stabelektrode. Der Kernstab ist gleichzeitig Elektrode und Zusatzwerkstoff. Die Umhüllung trägt zum Schutz des Schmelzbades bei und bildet unter anderem Schlacke.

Bildvergleich: Suche in der Zeichnung Stabelektrode, Schutzwirkung, Schmelzbad, Schweißgut und Schlacke.

Merkmal WIG Lichtbogenhandschweißen
Prozessnummer nach ISO 4063 141 mit Massivzusatz; 142 ohne Zusatz 111
Elektrode Wolframelektrode, nichtabschmelzend im regulären Prozess umhüllte Stabelektrode, abschmelzend
Zusatzwerkstoff getrennt und bei Bedarf zugeführt Kernstab der Elektrode
Schutz extern zugeführtes inertes Gas Wirkung der Elektrodenumhüllung, unter anderem Schutzgas und Schlacke
Typische Entscheidung hohe Kontrolle und saubere Naht, Schutzgasumgebung erforderlich robustes manuelles Verfahren, kein externes Schutzgas nötig

Vergleichsvideo TAZ – Beobachtungsauftrag: Halte fest, welche Ausrüstung beim Lichtbogenhandschweißen zusätzlich beziehungsweise anders benötigt wird. Entscheide anschließend für den Ausbildungsfall: Welche Unterschiede bei Elektrode, Zusatz und Schutz sind ausschlaggebend?

Praxisbild: Erkenne die Stabelektrode als gleichzeitig stromführendes und abschmelzendes Element.


Lerneinheit 7: Ausbildungsfall

Auftrag: In der Ausbildungswerkstatt soll eine gut sichtbare Verbindung an einem dünnwandigen Edelstahl-Bauteil hergestellt werden. Die Naht soll kontrolliert und sauber ausgeführt werden. Der Arbeitsplatz ist als Schweißarbeitsplatz eingerichtet. Du sollst vor einer praktischen Übung die Verfahrensentscheidung begründen.

Prüffrage WIG E-Hand
Lässt sich Zusatz getrennt dosieren? ja nein, die Stabelektrode liefert den Zusatz
Benötigt der Prozess externes Schutzgas? ja nein
Ist eine Abschirmung gegen Zugluft für die Schutzgasabdeckung wichtig? ja kein externes Schutzgas, dennoch bleiben andere Gefährdungen bestehen
Entsteht Schlacke aus einer Elektrodenumhüllung? nein ja

Entscheidung: Für den beschriebenen Ausbildungsfall ist WIG grundsätzlich plausibel, weil Lichtbogenträger und Zusatz getrennt sind und eine fein kontrollierte Nahtführung möglich ist. Die reale Freigabe trifft aber die verantwortliche Fachkraft anhand von Werkstoff, Zeichnung, Schweißanweisung, Gerät und Gefährdungsbeurteilung.


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Stichwort: Vergleiche zuerst die Elektroden: nichtabschmelzende Wolframelektrode gegen abschmelzende Stabelektrode.

Hilfe 2 – Struktur: Prüfe danach Zusatzgabe, Schutz des Schmelzbades und Umgebungsbedingungen.

Hilfe 3 – Begründungssatz: „Für den Ausbildungsfall spricht für WIG ..., weil ... . Gegen eine pauschale Entscheidung spricht ..., deshalb muss ... geprüft werden.“


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben


Basis

  1. Prozessschema: Benenne an der WIG-Zeichnung Elektrode, Lichtbogen, Schutzgas, Schmelzbad, Grundwerkstoff und Zusatz. Feedback: Vollständig ist die Erklärung erst, wenn Du die Funktion jedes Elements nennst, nicht nur den Namen.
  2. Verfahrensvergleich: Erkläre in drei Sätzen den Unterschied der Elektroden. Feedback: Entscheidend ist „nichtabschmelzend und getrennte Zusatzgabe“ gegenüber „abschmelzend und selbst Zusatzwerkstoff“.


Anwendung

  1. Nahtbeobachtung: Nutze das Bauteilbild und formuliere drei beobachtbare Merkmale, ohne daraus vorschnell eine Qualitätsfreigabe abzuleiten. Feedback: Gute Antworten trennen Sichtbeobachtung von prüftechnischem Nachweis.
  2. Störfall Zugluft: Begründe, warum Zugluft beim WIG-Schweißen problematisch sein kann. Feedback: Die Schutzgasabdeckung kann gestört werden; daraus folgt, dass Arbeitsplatz und Prozessbedingungen zusammen betrachtet werden müssen.


Transfer

  1. Verfahrenswahl: Ein Bauteil muss im Freien repariert werden. Vergleiche WIG und E-Hand nur anhand von Schutzkonzept, Umgebung und Handhabung. Feedback: Eine tragfähige Begründung berücksichtigt, dass WIG auf eine stabile externe Schutzgasabdeckung angewiesen ist, während E-Hand kein extern zugeführtes Schutzgas benötigt.
  2. Gefährdungsbeurteilung: Entwirf für eine beobachtende Person neben einem Schweißarbeitsplatz drei Schutzfragen zu Strahlung, Rauch und Brandgefahr. Feedback: Gute Fragen beziehen nicht nur die schweißende Person, sondern auch Personen und brennbare Stoffe in der Umgebung ein.


Arbeitsschutz: vor jeder Praxis

Beim Lichtbogenschweißen treten mehrere Gefährdungen gleichzeitig auf. Schutzmaßnahmen werden aus der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung abgeleitet.

Gefährdung Warum relevant? Konsequenz im Ausbildungsbereich
Schweißrauch und Gase Partikel und gasförmige Gefahrstoffe können entstehen; beim WIG-Schweißen kann je nach Werkstoff besonders Ozon relevant sein Gefahrstoffe an der Entstehungsstelle wirksam erfassen; Lüftung und Absaugung nach betrieblichem Schutzkonzept
Optische Strahlung UV-, sichtbare und IR-Strahlung des Lichtbogens kann Augen und Haut schädigen geeigneter Augen-, Gesichts- und Hautschutz; Abschirmung auch für Personen in der Umgebung
Hitze Schmelzbad, Werkstück und Spritzer können Verbrennungen verursachen geeignete PSA; heiße Bauteile kennzeichnen und sicher handhaben
Elektrischer Strom Schweißstromkreis und elektrische Betriebsmittel können gefährden nur geeignete, geprüfte Ausrüstung; trockene und sichere Arbeitsbedingungen; Betriebsanweisung beachten
Brand und Explosion Lichtbogen, heiße Teile und Funken können Zündquellen sein Brandlasten entfernen oder schützen; Freigabe- und Löschkonzept des Betriebs beachten
Schutzgas Druckgas und Sauerstoffverdrängung können zusätzliche Risiken erzeugen Gasflaschen sichern; Lüftung und betriebliche Regeln beachten

Sicherheitsentscheidung: Eine praktische Übung beginnt nicht mit dem Zünden des Lichtbogens, sondern mit der Freigabe des Arbeitsplatzes durch die Fachaufsicht.

Besonderheit Wolframelektroden: Nach DGUV sollen in der Regel Wolframelektroden ohne Thoriumzusatz verwendet werden. Thoriumhaltige Elektroden erfordern wegen radioaktiver Bestandteile besondere Schutzmaßnahmen. Auswahl und Bearbeitung erfolgen ausschließlich nach betrieblicher Vorgabe.


Fachlich geprüfte Quellen und Medienrechte

Die fachlichen Kernaussagen wurden gegen einschlägige Quellen von DGUV, BAuA sowie Hersteller-Fachinformationen geprüft. Maßgeblich im Betrieb bleiben geltende Vorschriften, Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisungen, Schweißanweisungen und Herstellerunterlagen.

  1. DGUV Information 209-010 Lichtbogenschweißen: Gefährdungen durch Strom, Lichtbogenstrahlung, thermische Energie, Gefahrstoffe und Prozessgase.
  2. DGUV FBHM-135: Gefahrstoffe und Präventionsmaßnahmen beim WIG-Schweißen.
  3. TRGS 528 Schweißtechnische Arbeiten: Gefahrstoffbeurteilung und Schutzmaßnahmen.
  4. BAuA: Gefährdungen durch optische Strahlung beim Schweißen: UV-, sichtbare und IR-Strahlung.
  5. EWM: E-Hand Grundlagen und EWM: Grundlagen WIG: ergänzende Prozessdarstellungen.

Medienrechte: Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien wurden auf vorhandene Lizenzangaben geprüft. „GTAW-de.svg“ steht unter CC BY-SA 3.0/GFDL, „TIG-toorts.jpg“ unter CC0, „TIG torch-accs.jpg“ und „TIG welding.jpg“ sind gemeinfrei, „Stainless pipe weld joints.jpg“ steht unter CC BY-SA 2.0, „Stainless lap joints.jpg“ unter CC BY 2.0, „SMAW area diagram2.svg“, „Shielded Metal Arc Welding.jpg“, „Welding workshop.jpg“ und „Welding helmet.jpg“ unter CC BY-SA 4.0; „Welding diagram.svg“ ist auf Commons als gemeinfrei gekennzeichnet. Für Nachnutzung gelten die Angaben auf der jeweiligen Commons-Dateiseite.

YouTube: Die Videos werden nur eingebettet. Sie stammen aus den offiziellen Kanälen von EWM beziehungsweise TAZ GmbH und wurden auf fachlichen Bezug und vorhandene Video-URL geprüft. Eine Einbettung bedeutet nicht automatisch eine freie OER-Lizenz; für Weiterverwendung außerhalb der Einbettung gelten die Rechteangaben des jeweiligen Anbieters.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aussage beschreibt die Elektrode beim WIG-Schweißen richtig? (Sie ist eine nichtabschmelzende Wolframelektrode) (!Sie ist eine umhüllte Stabelektrode) (!Sie besteht aus Schweißpulver) (!Sie ist immer zugleich der Zusatzwerkstoff)




Wie wird Zusatzwerkstoff beim manuellen WIG-Schweißen grundsätzlich zugegeben? (Getrennt von der Wolframelektrode) (!Durch die Elektrodenumhüllung) (!Ausschließlich aus dem Grundwerkstoff) (!Durch eine Schlackenschicht)




Welche Aufgabe hat das inerte Schutzgas beim WIG-Schweißen? (Es schützt Elektrode und Schmelzbad vor der Umgebungsatmosphäre) (!Es bildet die abschmelzende Elektrode) (!Es ersetzt den Schweißstrom) (!Es erzeugt die Schlacke)




Welche Prozessnummer steht für WIG-Schweißen mit Massivdraht- oder Massivstabzusatz? (141) (!111) (!135) (!311)




Welche Prozessnummer gehört zum Lichtbogenhandschweißen? (111) (!141) (!131) (!121)




Was ist beim Lichtbogenhandschweißen zugleich Elektrode und Zusatzwerkstoff? (Die umhüllte Stabelektrode) (!Die Gasdüse) (!Die Wolframelektrode) (!Die Werkstückklemme)




Welche Gefährdung entsteht direkt durch den Lichtbogen? (Optische Strahlung) (!Schlacke als Atemgas) (!Kondenswasser im Werkstück) (!Magnetismus als einzige Gefahr)




Welche Maßnahme ist für Schweißrauch grundsätzlich besonders wirksam? (Erfassung möglichst nahe an der Entstehungsstelle) (!Öffnen eines beliebigen Fensters als alleinige Maßnahme) (!Verzicht auf jede Gefährdungsbeurteilung) (!Arbeiten ohne Schutzkleidung)




Warum kann Zugluft beim WIG-Schweißen problematisch sein? (Sie kann die Schutzgasabdeckung stören) (!Sie macht die Wolframelektrode automatisch abschmelzend) (!Sie erzeugt Schlacke) (!Sie ersetzt die Absaugung)




Was leistet dieser Lernkurs ausdrücklich nicht? (Er ersetzt keine Schweißerqualifikation) (!Er ersetzt jede betriebliche Unterweisung) (!Er erlaubt unbeaufsichtigte Praxisarbeiten) (!Er ersetzt die Gefährdungsbeurteilung)





Memory

Wolframelektrode nichtabschmelzender Lichtbogenträger
Schweißstab getrennt zugeführter Zusatzwerkstoff
Argon inertes Schutzgas
Prozess 141 WIG mit Massivzusatz
Prozess 111 Lichtbogenhandschweißen
Schlacke Schutzschicht beim E-Hand-Schweißen
Absaugung Erfassung von Schweißrauch





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Nichtabschmelzende Wolframelektrode WIG-Schweißen
Getrennte Zusatzgabe WIG-Schweißen
Externes inertes Schutzgas WIG-Schweißen
Abschmelzende umhüllte Stabelektrode Lichtbogenhandschweißen
Schlackebildung aus der Umhüllung Lichtbogenhandschweißen
Elektrode ist zugleich Zusatzwerkstoff Lichtbogenhandschweißen






Kreuzworträtsel

Wolfram Aus welchem Metall besteht die nichtabschmelzende Elektrode des WIG-Prozesses?
Argon Welches inerte Gas wird häufig als Schutzgas beim WIG-Schweißen eingesetzt?
Lichtbogen Wie heißt die elektrische Entladung, die die Schweißwärme liefert?
Schutzgas Was schirmt beim WIG-Schweißen das Schmelzbad von der Umgebungsluft ab?
Schlacke Welche feste Schutzschicht entsteht typischerweise beim Lichtbogenhandschweißen?
Absaugung Welche technische Maßnahme erfasst Schweißrauch möglichst nahe an seiner Entstehung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim WIG-Schweißen trägt eine

den Lichtbogen. Sie ist im regulären Prozess

. Der Zusatzwerkstoff wird

zugeführt. Das Schmelzbad wird durch ein

Schutzgas abgeschirmt. Beim Lichtbogenhandschweißen ist die umhüllte

zugleich Elektrode und Zusatzwerkstoff. Ihre Umhüllung trägt zur Schutzwirkung bei und bildet unter anderem

. Beim Lichtbogenschweißen müssen Augen und Haut vor optischer

geschützt werden. Schweißrauch soll möglichst nahe an der Entstehungsstelle durch eine geeignete

erfasst werden. Praktische Arbeiten erfolgen nur im geeigneten Ausbildungsbereich unter

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bild beschriften: Erstelle eine eigene beschriftete Skizze mit Wolframelektrode, Lichtbogen, Schutzgas, Schmelzbad, Grundwerkstoff und Zusatzstab.
  2. Bauteilkarten: Fotografiere keine laufende Schweißarbeit, sondern erstelle im freigegebenen Ausbildungsbereich unter Anleitung Karten zu fünf ausgeschalteten Brennerbauteilen und ihrer Funktion.
  3. Nahtmerkmale: Vergleiche zwei bereitgestellte Nahtbilder und trenne reine Sichtmerkmale von Aussagen, die eine Prüfung erfordern würden.
  4. Gefahrenkarte: Gestalte eine Karte mit den fünf Stichworten Rauch, Strahlung, Hitze, Strom und Brand; ordne jeder Gefahr eine Schutzfrage zu.


Standard

  1. Verfahrensposter: Erstelle ein Vergleichsposter WIG versus Lichtbogenhandschweißen mit Elektrodenart, Zusatzgabe, Schutz und typischer Umgebung.
  2. Beobachtungsprotokoll: Werte eines der Prozessvideos aus und notiere ausschließlich sicht- oder hörbare Beobachtungen; trenne sie von Interpretationen.
  3. Elektrodenrecherche: Prüfe anhand aktueller Herstellerunterlagen und betrieblicher Vorgaben, welche Elektrodentypen in Deinem Ausbildungsbetrieb vorgesehen sind und warum.
  4. Absaugkonzept: Zeichne für einen vorhandenen Ausbildungsplatz schematisch, wo Erfassungselement, Atembereich und Schweißstelle liegen; die Fachkraft bewertet Deine Skizze vor jeder Umsetzung.


Schwer

  1. Verfahrensentscheidung: Entwickle für drei unterschiedliche Bauteilsituationen eine begründete Vorauswahl zwischen WIG und E-Hand, ohne konkrete Schweißparameter festzulegen.
  2. Sicherheitsreview: Analysiere einen fiktiven Schweißarbeitsplatz mit mindestens sechs Fehlern und ordne die Verbesserungen nach technischer, organisatorischer und persönlicher Schutzmaßnahme.
  3. Nahtbewertung: Erstelle ein Prüfschema, das Sichtprüfung, mögliche weitere Prüfverfahren und die Grenze zwischen Lernbeobachtung und Qualitätsfreigabe unterscheidet.
  4. Erklärvideo: Produziere ein 90-Sekunden-Erklärvideo zum Satz „Beim WIG-Schweißen sind Lichtbogenträger und Zusatzwerkstoff getrennt“ und integriere einen Sicherheitshinweis sowie einen Vergleich zum E-Hand-Schweißen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallentscheidung: Begründe für ein dünnwandiges Edelstahl-Sichtbauteil, welche Merkmale des WIG-Prozesses für die Auswahl sprechen und welche betrieblichen Informationen vor einer Freigabe noch fehlen.
  2. Fehleranalyse: Eine WIG-Naht wird plötzlich unruhig. Entwickle eine Prüfreihenfolge aus den Bereichen Elektrode, Schutzgas, Sauberkeit und Arbeitsplatz, ohne eigenständig Eingriffe am aktiven Gerät vorzunehmen.
  3. Umgebungsschutz: Erkläre, warum auch eine Person mehrere Meter vom Lichtbogen entfernt in die Gefährdungsbeurteilung einbezogen werden muss.
  4. Systemvergleich: Erkläre, wie die unterschiedliche Rolle der Elektrode bei WIG und E-Hand die Zusatzgabe und den Prozessschutz beeinflusst.
  5. Grenzen der Sichtprüfung: Begründe, warum ein gleichmäßiges Nahtbild allein keine vollständige Aussage über die Schweißnahtqualität erlaubt.
  6. Werkstattplanung: Entwirf einen Ablauf für eine Ausbildungsstation von der Theorie über Medienbeobachtung und Sicherheitsfreigabe bis zur beaufsichtigten Praxis und Reflexion.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du fachlich korrekt erklären können, wie beim WIG-Schweißen Lichtbogen, Wolframelektrode, Schutzgas, Werkstück und getrennt zugeführter Zusatz zusammenwirken. Du solltest WIG und Lichtbogenhandschweißen anhand der Rolle der Elektrode, der Zusatzgabe und des Prozessschutzes vergleichen können. Außerdem solltest Du aus einem konkreten Ausbildungsfall eine begründete Verfahrensentscheidung ableiten, Beobachtung und Qualitätsnachweis unterscheiden sowie zentrale Gefährdungen und Schutzprinzipien erläutern. Der Lernnachweis bestätigt keine Schweißerqualifikation und ersetzt keine praktische Prüfung nach einschlägigen Regelwerken.




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