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WIG-Schweißen und Lichtbogenhandschweißen – Verfahren für Reparaturaufgaben vergleichen

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WIG-Schweißen und Lichtbogenhandschweißen – Verfahren für Reparaturaufgaben vergleichen

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WIG-Schweißen und Lichtbogenhandschweißen – Verfahren für Reparaturaufgaben vergleichen


Einleitung

Bei einer Reparatur entscheidet nicht nur die Naht. Du musst Mobilität, Werkstoff, Zugänglichkeit, Umgebung und Qualitätsanforderung zusammen bewerten. Dieser Lernkurs vergleicht WIG-Schweißen mit Lichtbogenhandschweißen für typische Reparaturaufgaben in der Ausbildung.

Wichtig: Der Kurs vermittelt Entscheidungs- und Beobachtungskompetenz. Praktische Schweißarbeiten dürfen nur in einem dafür geeigneten Ausbildungsbereich, nach betrieblicher Gefährdungsbeurteilung, mit geeigneter Schutzausrüstung und unter Fachaufsicht stattfinden. Der Kurs ersetzt weder Unterweisung noch Schweißerprüfung oder Schweißerqualifikation.

Bildauftrag: Welche Hinweise auf Reparaturumgebung, Zugänglichkeit, persönliche Schutzausrüstung und mögliche Qualitätskontrolle erkennst Du? Notiere vier Beobachtungen, ohne aus dem Bild eine sichere Freigabe der Arbeit abzuleiten.


Lernziele

  1. Verfahrensauswahl: Du begründest die Wahl zwischen WIG und Lichtbogenhandschweißen anhand von Mobilität, Werkstoff und Qualitätsanforderung.
  2. Arbeitsschutz: Du erkennst Gefährdungen durch Schweißrauch, optische Strahlung, Hitze, elektrischen Strom und Brand.
  3. Qualitätssicherung: Du unterscheidest sichtbare Nahtmerkmale von einer fachlich belastbaren Qualitätsbewertung.
  4. Transfer: Du kannst begründen, wann Informationen fehlen und eine Reparaturentscheidung deshalb gestoppt werden muss.


Ausbildungsfall: Reparatur einer angerissenen Halterung

Ein mobiles Arbeitsgerät steht auf einem Außengelände. Eine angeschweißte Halterung ist angerissen. Der Werkstoff ist laut Unterlagen ein schweißgeeigneter unlegierter Baustahl. Die Reparaturstelle ist zugänglich, aber windgefährdet. Die Instandsetzung muss nach einer freigegebenen betrieblichen Reparatur- bzw. Schweißanweisung erfolgen. Die Naht ist sicherheitsrelevant und wird anschließend geprüft.

Deine Leitfrage: Welches Verfahren ist unter diesen Randbedingungen voraussichtlich zweckmäßiger – WIG oder Lichtbogenhandschweißen – und welche Angaben müssen vor einer Freigabe noch geprüft werden?

Erste Entscheidung: Für einen mobilen, windgefährdeten Reparatureinsatz an schweißgeeignetem Stahl spricht häufig mehr für das Lichtbogenhandschweißen, weil keine externe Schutzgasglocke aufrechterhalten werden muss und die Ausrüstung vergleichsweise mobil ist. Das ist keine automatische Freigabe: Werkstoff, Zusatzwerkstoff, Nahtvorbereitung, Schweißanweisung, Qualifikation, Umgebungsbedingungen, Brandschutz und Prüfanforderungen bleiben verbindlich.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

  1. Hilfe 1 – Kriterien: Prüfe nacheinander Werkstoff, Bauteildicke, Zugänglichkeit, Wind, notwendige Mobilität, Oberflächenzustand und geforderte Nahtqualität.
  2. Hilfe 2 – Verfahrensmerkmal: WIG arbeitet mit nicht abschmelzender Wolframelektrode und inertem Schutzgas. Lichtbogenhandschweißen nutzt eine abschmelzende umhüllte Stabelektrode; Umhüllung und Schlacke übernehmen Schutzfunktionen.
  3. Hilfe 3 – Entscheidung: Wenn Außeneinsatz und Mobilität dominieren, ist E-Hand oft im Vorteil. Wenn sehr gute Wärmeeinbringungskontrolle, dünne Werkstücke, empfindliche Werkstoffe oder eine besonders saubere Nahtoberfläche dominieren, kann WIG zweckmäßiger sein. Entscheidend ist die freigegebene Reparaturvorgabe.


Lerneinheit 1: Verfahrensprinzip in Bildern


WIG-Schweißen – Prozess 141

Merksatz: Beim WIG-Schweißen brennt der Lichtbogen zwischen Werkstück und einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode. Ein inertes Schutzgas schützt den Schweißbereich; Zusatzwerkstoff kann separat zugeführt werden.

Beobachtungsauftrag: Finde im Bild Brenner, Lichtbogenbereich und Zusatzstab. Überlege anschließend, warum Wind die Schutzgaswirkung stören kann.

Videoauftrag – WIG: Beobachte nur den Prozess. Notiere drei Merkmale, die für eine Reparaturentscheidung wichtig sind: Kontrolle des Schmelzbads, Rolle des Schutzgases und Handhabung von Brenner bzw. Zusatz.


Lichtbogenhandschweißen – Prozess 111

Merksatz: Beim Lichtbogenhandschweißen schmilzt die umhüllte Stabelektrode ab. Sie liefert Zusatzwerkstoff; die Umhüllung bildet unter anderem Schutzgas und Schlacke.

Videoauftrag – E-Hand: Achte auf Elektrodenwechsel, Schlacke, Lichtbogenführung und Arbeitsplatz. Welche dieser Beobachtungen beeinflussen Mobilität und Nacharbeit?


Lerneinheit 2: Reparaturkriterien vergleichen

Kriterium WIG Lichtbogenhandschweißen Bedeutung für Reparaturen
Mobilität Stromquelle plus Schutzgasversorgung und Brennersystem kompakte Stromquelle, Elektroden und Kabel; kein externes Schutzgas nötig Außeneinsatz spricht häufig für E-Hand
Wind Schutzgas kann gestört werden; Abschirmung bzw. geeignete Umgebung nötig Schutzwirkung durch Elektrodenumhüllung und Schlacke vergleichsweise weniger windempfindlich Freier Außeneinsatz ist für WIG kritisch
Werkstoff sehr gut für viele Stähle sowie häufig für nichtrostende Stähle und Nichteisenmetalle besonders verbreitet bei schweißgeeigneten Stählen; Elektrode muss zum Werkstoff und zur Aufgabe passen Werkstoffidentifikation ist vor Auswahl zwingend
Dünne Bauteile und Wärmekontrolle sehr fein regelbar möglich, aber bei sehr dünnen Bauteilen meist weniger günstig WIG kann bei empfindlichen dünnen Reparaturen im Vorteil sein
Nahtoberfläche keine Schlacke aus einer Stabelektrodenumhüllung; ruhige, gut beobachtbare Schmelzbadführung möglich Schlacke und mögliche Spritzer erfordern Nacharbeit und Kontrolle Sichtanforderung und Zugänglichkeit beeinflussen die Wahl
Produktivität eher langsam und handwerklich anspruchsvoll ebenfalls manuell; Elektrodenwechsel unterbricht den Prozess Reparaturzeit allein darf die Qualitätsanforderung nicht verdrängen
Qualität hohe Qualität ist möglich, wenn Verfahren, Ausführung und Randbedingungen stimmen hohe Qualität ist ebenfalls möglich, wenn Elektrode, Ausführung und Randbedingungen stimmen Kein Verfahren ist automatisch „qualitativ besser“


Entscheidungsregel in drei Fragen

  1. Ist der Werkstoff sicher bekannt und schweißgeeignet? Wenn nein: Stopp, klären.
  2. Ist die Umgebung für das Verfahren beherrscht? Wind, Feuchte, Brandlasten, Stromversorgung und Absaugung mitbewerten.
  3. Welche Qualität ist gefordert? Schweißanweisung, Nahtgeometrie, Prüfplan und Akzeptanzkriterien sind wichtiger als persönliche Vorlieben.


Lerneinheit 3: Qualität sehen – aber nicht überschätzen

Bildauftrag: Ordne sichtbare Auffälligkeiten wie Einbrandkerben, Porenanzeichen, Verunreinigung oder ungleichmäßige Nahtform. Formuliere danach den Satz: „Sichtprüfung allein kann ...“ und ergänze, was bei sicherheitsrelevanten Reparaturen zusätzlich erforderlich sein kann.

Fachlicher Kern: Die ISO 5817 beschreibt Qualitätsstufen für Unregelmäßigkeiten an Schmelzschweißverbindungen. Die Stufen B, C und D stehen für unterschiedliche Anforderungsniveaus; B ist die strengste der drei. Welche Stufe gilt, ergibt sich nicht aus diesem Lernkurs, sondern aus Konstruktion, Vertrag, Regelwerk bzw. betrieblicher Vorgabe.


Beobachten, Entscheiden, Begründen

Situation Erste fachliche Tendenz Begründung
dünnwandiges nichtrostendes Rohr, Werkstatt, hohe Oberflächenanforderung eher WIG fein steuerbare Wärmeeinbringung und saubere Prozessführung sind günstig
mobile Reparatur an Baustahl im Außeneinsatz, windgefährdet eher E-Hand hohe Mobilität und geringere Abhängigkeit von äußerem Schutzgas
Werkstoff unbekannt keines auswählen Werkstoff und Schweißeignung müssen zuerst geklärt werden
hohe Qualitätsanforderung, aber keine freigegebene Reparaturanweisung keines freigeben Qualitätsanforderung muss in ein geprüftes Verfahren und einen Prüfplan übersetzt sein


Lerneinheit 4: Sicherheit vor Verfahren

Sicherheitsauftrag: Sammle während des Videos je eine Beobachtung zu Augen-/Gesichtsschutz, Kleidung, Arbeitsplatz und Brandvermeidung. Übertrage keine gezeigte Handlung ungeprüft in die Praxis; maßgeblich sind betriebliche Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung und Fachaufsicht.

Datei:Welding Helmet Effects on Breathing Zone Exposures.webm

Medienauftrag Schweißrauch: Beschreibe, warum ein Schweißhelm allein keine vollständige Maßnahme gegen Schweißrauch ist. Ordne anschließend die Maßnahmen nach dem STOP-Prinzip: Substitution, technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen.

Gefahr Woran Du sie erkennst Schutzgedanke
Schweißrauch und Gase Rauchfahne, Prozessgase, beschichtete oder verunreinigte Oberflächen Emission vermeiden bzw. mindern, wirksam erfassen/absaugen, Lüftung und weitere Maßnahmen nach Gefährdungsbeurteilung
UV-, sichtbare und IR-Strahlung sehr heller Lichtbogen geeigneter Augen-, Gesichts- und Hautschutz; auch Personen im Umfeld abschirmen
Hitze und Spritzer Schmelzbad, heiße Bauteile, Schlacke geeignete Schutzkleidung, sichere Ablage und Kennzeichnung heißer Teile
Elektrischer Strom Schweißstromkreis, Kabel, Elektrodenhalter, Werkstückanschluss nur geeignete, geprüfte Ausrüstung; trockene sichere Arbeitsbedingungen; Schäden sofort melden
Brand- und Explosionsgefahr Funken, heiße Schlacke, brennbare Stoffe, Behälter Arbeitsbereich freigeben, Brandlasten entfernen oder abschirmen, betriebliche Heißarbeitsregeln einhalten

Grenze des Lernkurses: Keine praktische Aufgabe dieses MOOCs ist eine Aufforderung, selbstständig zu schweißen. Praktische Übungen gehören ausschließlich in den geeigneten Ausbildungsbereich unter Fachaufsicht.


Lerneinheit 5: Basis – Anwendung – Transfer


Basisaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Nenne je zwei Merkmale von WIG und Lichtbogenhandschweißen, die direkt die Reparaturentscheidung beeinflussen.

Begründetes Feedback: Eine tragfähige Antwort nennt bei WIG mindestens die nicht abschmelzende Wolframelektrode und den Schutzgasbedarf. Bei E-Hand sind umhüllte abschmelzende Stabelektrode sowie Mobilität bzw. Schlackebildung zentral. Reine Aussagen wie „WIG ist besser“ reichen nicht, weil die Eignung von der Aufgabe abhängt.


Anwendungsaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Eine Edelstahl-Reparatur an einem dünnen Rohr findet in einer geschützten Werkstatt statt. Die Naht soll sehr sauber ausgeführt und gut kontrollierbar sein. Welches Verfahren würdest Du zuerst prüfen?

Begründetes Feedback: WIG ist hier eine plausible erste Wahl, weil Wärmeeinbringung und Schmelzbad fein kontrolliert werden können und keine Schlacke aus einer umhüllten Stabelektrode anfällt. Trotzdem müssen Werkstoff, Zusatz, Schweißanweisung, Gas, Nahtform, Qualifikation und Prüfanforderungen geprüft werden.


Transferaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Beim Außeneinsatz spricht die Mobilität für E-Hand, die Qualitätsdokumentation verlangt jedoch ein anderes freigegebenes Verfahren. Was hat Vorrang?

Begründetes Feedback: Die freigegebene technische Vorgabe und die sicherheits- bzw. qualitätsrelevanten Anforderungen haben Vorrang. Eine praktische Bequemlichkeit darf weder eine Schweißanweisung noch Prüf- oder Werkstoffanforderungen ersetzen. Falls die Randbedingungen das freigegebene Verfahren nicht zulassen, muss die Reparaturplanung geändert werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches Merkmal kennzeichnet das WIG-Schweißen? (Eine nicht abschmelzende Wolframelektrode) (!Eine umhüllte Stabelektrode schmilzt als Zusatz ab) (!Es wird grundsätzlich ohne Schutzwirkung gearbeitet) (!Die Naht entsteht ohne elektrischen Lichtbogen)




Welches Merkmal kennzeichnet das Lichtbogenhandschweißen? (Eine umhüllte Stabelektrode schmilzt ab) (!Eine Wolframelektrode schmilzt planmäßig als Zusatz ab) (!Ein Inertgas ist immer zwingend aus einer Gasflasche erforderlich) (!Es entsteht grundsätzlich keine Schlacke)




Welcher Faktor spricht bei einer windgefährdeten mobilen Stahlreparatur häufig für E-Hand? (Die geringere Abhängigkeit von einer äußeren Schutzgasglocke) (!Die vollständige Freiheit von Schweißrauch) (!Der Wegfall jeder Qualitätsprüfung) (!Die automatische Eignung für jeden Werkstoff)




Was ist bei unbekanntem Werkstoff die richtige erste Entscheidung? (Den Werkstoff und seine Schweißeignung klären) (!Sofort WIG auswählen) (!Sofort E-Hand auswählen) (!Nur nach der Farbe des Bauteils entscheiden)




Welche Aussage zur Nahtqualität ist richtig? (Beide Verfahren können bei passenden Bedingungen hohe Qualität erreichen) (!WIG ist unabhängig von der Ausführung immer fehlerfrei) (!E-Hand ist unabhängig von der Elektrode immer gleichwertig) (!Die Verfahrenswahl macht eine Prüfung überflüssig)




Welche Gefahr geht direkt vom Lichtbogen aus? (Optische Strahlung) (!Nur mechanischer Abrieb) (!Nur Wasserdampf) (!Ausschließlich Kälteeinwirkung)




Welche Maßnahme gehört zum Schutz vor Schweißrauch? (Eine wirksame Erfassung oder Absaugung nach Gefährdungsbeurteilung) (!Den Schweißhelm als einzige Maßnahme betrachten) (!Beschichtungen grundsätzlich ungeprüft überschweißen) (!Rauch bewusst in den Atembereich lenken)




Was bedeutet bei ISO 5817 die Qualitätsstufe B? (Sie steht für die strengste der drei Stufen B C und D) (!Sie bedeutet automatisch Schweißerqualifikation) (!Sie gilt ohne weitere Vorgabe für jede Reparatur) (!Sie beschreibt nur die Farbe der Naht)




Warum kann WIG bei dünnen empfindlichen Bauteilen vorteilhaft sein? (Die Wärmeeinbringung und das Schmelzbad lassen sich fein kontrollieren) (!Weil Wind die Schutzgaswirkung verbessert) (!Weil keine elektrische Energie benötigt wird) (!Weil jeder Werkstoff ohne Prüfung schweißgeeignet ist)




Was vermittelt dieser Lernkurs ausdrücklich nicht? (Eine Schweißerqualifikation) (!Kriterien zur Verfahrensauswahl) (!Grundwissen zu Arbeitsschutz) (!Beobachtungsaufgaben zu Prozessvideos)





Memory

WIG nicht abschmelzende Wolframelektrode
Lichtbogenhandschweißen umhüllte Stabelektrode
Argon Inertgas
Schlacke Schutzschicht aus der Elektrodenumhüllung
Mobilität Vorteil im Baustelleneinsatz
Absaugung technische Maßnahme gegen Schweißrauch
Sichtprüfung äußere Nahtbeurteilung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
eher Lichtbogenhandschweißen mobile windgefährdete Stahlreparatur
eher WIG dünnwandige Edelstahlreparatur in geschützter Werkstatt
Entscheidung stoppen Werkstoff unbekannt
Qualitätsvorgabe prüfen sicherheitsrelevante Reparatur ohne festgelegte Akzeptanzkriterien
Gefährdungsbeurteilung anwenden Schweißrauch Strahlung Hitze Strom und Brandgefahr






Kreuzworträtsel

Wolfram Welcher Elektrodenwerkstoff wird beim WIG-Verfahren nicht planmäßig abgeschmolzen?
Stabelektrode Welches umhüllte Verbrauchsteil ist typisch für das Lichtbogenhandschweißen?
Argon Welches Inertgas wird beim WIG-Schweißen häufig eingesetzt?
Schlacke Welche feste Schutzschicht entsteht beim E-Hand-Schweißen aus der Elektrodenumhüllung?
Absaugung Welche technische Maßnahme kann Schweißrauch an der Entstehungsstelle erfassen?
Lichtbogen Welche elektrische Erscheinung liefert die Wärme zum Schmelzschweißen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim WIG-Schweißen wird eine nicht abschmelzende

verwendet.
Beim Lichtbogenhandschweißen schmilzt die umhüllte

als Zusatzwerkstoff ab.
Eine windgefährdete Außenreparatur spricht häufig eher für

.
Für dünne und wärmeempfindliche Reparaturen kann

besonders gut steuerbar sein.
Vor jeder Verfahrenswahl muss der

sicher identifiziert sein.
Schweißrauch soll nach Gefährdungsbeurteilung möglichst wirksam an der Quelle

werden.
Die sehr intensive optische Strahlung des

erfordert geeigneten Augen und Hautschutz.
Ein Lernkurs ersetzt keine praktische

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Verfahrenskarte: Gestalte eine Karte mit je drei Merkmalen von WIG und Lichtbogenhandschweißen.
  2. Bildanalyse: Wähle zwei Commons-Bilder aus diesem Kurs und markiere darauf nur beobachtbare Prozessmerkmale.
  3. Gefahrencheck: Erstelle ein Piktogramm-Set zu Schweißrauch, Strahlung, Hitze, Strom und Brandgefahr.
  4. Begriffsnetz: Verbinde Werkstoff, Mobilität, Qualität, Umgebung und Prüfung in einer einfachen Concept-Map.


Standard

  1. Entscheidungsmatrix: Entwickle für drei vorgegebene Reparatursituationen eine Matrix und begründe die erste Verfahrenswahl.
  2. Videoprotokoll: Vergleiche die beiden Prozessvideos anhand von Schutzwirkung, Zusatzwerkstoff, Nacharbeit und Mobilität.
  3. Qualitätsdialog: Verfasse einen kurzen Dialog zwischen Auszubildendem und Fachaufsicht darüber, warum eine schöne Naht noch kein vollständiger Qualitätsnachweis ist.
  4. Arbeitsplatzanalyse: Untersuche mit Deiner Lehrkraft einen freigegebenen Ausbildungs-Schweißplatz auf Schutz vor Rauch, Strahlung, Hitze, Strom und Brand.


Schwer

  1. Reparaturplanung: Entwirf für den Ausbildungsfall einen Entscheidungsbaum, der fehlende Werkstoff- oder Qualitätsangaben als Stopppunkte enthält.
  2. Variantenvergleich: Verändere den Ausbildungsfall von Baustahl im Außeneinsatz zu dünnwandigem Edelstahl in der Werkstatt und erkläre, warum sich die Verfahrenspräferenz ändern kann.
  3. Qualitätssicherung: Entwickle einen beispielhaften Prüfplan mit Sichtprüfung und möglichen weiterführenden Prüfungen, ohne eigenständig Prüffristen oder Normgrenzen zu erfinden.
  4. Sicherheitsbriefing: Erstelle ein zweiminütiges Briefing für einen Ausbildungsbereich, das vor jeder praktischen Übung von der Fachaufsicht geprüft werden muss.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Reparaturentscheidung begründen: Bewerte einen Fall mit Außeneinsatz, schweißgeeignetem Stahl und hoher Mobilitätsanforderung. Nenne zusätzlich zwei Bedingungen, unter denen Deine Erstentscheidung geändert werden müsste.
  2. Werkstoffwechsel übertragen: Erkläre, wie sich die Verfahrenswahl ändern kann, wenn aus einem unlegierten Stahlbauteil ein dünnwandiges nichtrostendes Rohr wird.
  3. Qualitätsanforderung einordnen: Begründe, warum eine optisch gleichmäßige Naht nicht automatisch die geforderte Bauteilqualität nachweist.
  4. Sicherheitsmaßnahmen priorisieren: Ordne Maßnahmen gegen Schweißrauch nach dem STOP-Prinzip und erkläre, warum persönliche Schutzausrüstung nicht immer die erste Maßnahme ist.
  5. Zielkonflikt lösen: Eine schnelle mobile Reparatur wäre mit E-Hand möglich, die vorhandene Schweißanweisung erlaubt jedoch nur ein anderes Verfahren. Entwickle eine fachlich verantwortbare Entscheidung.
  6. Informationslücke erkennen: Entscheide, welche Informationen vor einer Reparatur zwingend nachgefordert werden müssen, wenn Werkstoff, Vorbelastung und Prüfanforderung nicht dokumentiert sind.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. die Grundprinzipien von WIG und Lichtbogenhandschweißen fachlich richtig unterscheiden kannst,
  2. Mobilität, Werkstoff, Umgebung und Qualitätsanforderung zu einer begründeten Verfahrenswahl verknüpfst,
  3. bei fehlender Werkstoff- oder Reparaturfreigabe bewusst einen Stopppunkt setzt,
  4. Schweißrauch, Strahlung, Hitze, Strom und Brandgefahr als zentrale Gefährdungen erkennst,
  5. sichtbare Nahtmerkmale von normativer bzw. betrieblicher Qualitätsbewertung unterscheidest,
  6. erklären kannst, warum dieser Lernkurs keine Schweißerqualifikation ersetzt.




Quellen und Medienrechte

Fachquellen – geprüft am 6. Oktober 2026:

  1. DGUV Information 209-010 Lichtbogenschweißen: Gefährdungen durch elektrischen Strom, Lichtbogenstrahlung, thermische Energie, Gefahrstoffe und weitere Einwirkungen.
  2. DGUV Information 209-096 Schweißrauchminderung im Betrieb: Schweißrauch, STOP-Prinzip, technische Erfassung und Verfahrensauswahl.
  3. BAuA TRGS 528 Schweißtechnische Arbeiten: Regeln zu Gefahrstoffen bei schweißtechnischen Arbeiten.
  4. BAuA Drehscheibe Lichtbogenschweißen: Gefährdung durch optische Strahlung auch für Personen im Umfeld.
  5. ISO 5817:2023: Qualitätsstufen B, C und D für Unregelmäßigkeiten an Schmelzschweißverbindungen im Anwendungsbereich der Norm.
  6. ISO 9606-1:2012: Qualifikationsprüfung von Schweißern für das Schmelzschweißen von Stählen; der Standard wurde 2023 bestätigt.
  7. DVS Lichtbogenhandschweißen: Prozess 111 und Einsatz im Reparatur- und Baustellenbereich.
  8. DVS WIG-Ausbildung: WIG-Prozess 141 in der schweißtechnischen Ausbildung.

Medienrechte – Wikimedia Commons:

  1. GTAW.svg: CC BY-SA 3.0 bzw. GFDL laut Dateiseite.
  2. TIG welding.jpg: Public Domain laut Dateiseite.
  3. Reparaturwerkstatt-Foto: Public Domain als Werk der US Navy laut Dateiseite.
  4. Welding diagram.svg: Public Domain laut Dateiseite.
  5. Manual Metal Arc welding: CC BY 2.0 laut Dateiseite.
  6. Welding undercut.svg: CC BY-SA 3.0 laut Dateiseite.
  7. Training samples.png: CC BY 4.0 laut Dateiseite.
  8. Welding helmet.jpg: CC BY-SA 4.0 laut Dateiseite.
  9. Welding Helmet Effects on Breathing Zone Exposures.webm: Public Domain laut Dateiseite.

Prozessvideos:

  1. TIG Welding Basics: Lincoln Electric, fachlicher Herstellerkanal; Einbettung über den YouTube-Player, Rechte verbleiben beim Anbieter.
  2. The Basics Of Stick Welding: Lincoln Electric Australia, fachlicher Herstellerkanal; Einbettung über den YouTube-Player, Rechte verbleiben beim Anbieter.
  3. Welding Safety – General Welding Safety and Tools: Lincoln Electric Asia Pacific, fachlicher Herstellerkanal; Einbettung über den YouTube-Player, Rechte verbleiben beim Anbieter.

Hinweis zu Medienrechten: Bei Wikimedia-Commons-Dateien gelten die jeweils auf der Dateiseite genannten Lizenz- und Attributionsbedingungen. YouTube-Videos werden nicht kopiert, sondern als Plattform-Embed eingebunden. Falls ein Anbieter die Einbettung deaktiviert oder ein Video entfernt, muss der Link im Kurs ersetzt werden.


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