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WIG-Schweißen und Lichtbogenhandschweißen – Lichtbogenhandschweißen erklären

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WIG-Schweißen und Lichtbogenhandschweißen – Lichtbogenhandschweißen erklären

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WIG-Schweißen und Lichtbogenhandschweißen – Lichtbogenhandschweißen erklären


Einleitung

Das Lichtbogenhandschweißen – auch E-Handschweißen, Elektrodenschweißen oder international MMA/SMAW – ist ein manuelles Lichtbogenschweißverfahren. Der Lichtbogen brennt zwischen Werkstück und einer umhüllten, abschmelzenden Stabelektrode. Der Kerndraht wird dabei zum Zusatzwerkstoff. Die Umhüllung bildet unter anderem Schutzgas und Schlacke und unterstützt die Stabilisierung des Lichtbogens.

Dieser Lernkurs richtet sich an Auszubildende in Metallberufen. Du lernst das Verfahren zu erklären, zu beobachten, zu unterscheiden und sicherheitsbezogen zu beurteilen. Der Kurs vermittelt keine Schweißerqualifikation und ersetzt weder Unterweisung noch praktische Ausbildung, Verfahrensanweisung oder Schweißerprüfung.

Sicherheitsregel für den gesamten Kurs: Praktische Arbeiten finden ausschließlich in einem dafür geeigneten Ausbildungsbereich, nach Gefährdungsbeurteilung und unter Fachaufsicht statt. Eigenständiges Schweißen außerhalb dieses Rahmens gehört nicht zu diesem Lernkurs.

Beobachtungsauftrag zum Bild: Suche Elektrode, Elektrodenhalter, Lichtbogenbereich, Schutzkleidung und sichtbaren Schweißrauch. Begründe, warum ein Foto allein nicht zeigt, ob die Absaugung ausreichend ist.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du das Lichtbogenhandschweißen vom WIG-Schweißen unterscheiden, die Aufgaben von Stabelektrode und Umhüllung erklären, die Entstehung und Funktion der Schlacke beschreiben, grundlegende Prozessbeobachtungen fachlich einordnen und Gefährdungen durch Schweißrauch, optische Strahlung, Hitze, Strom und Brand erkennen.


Ausbildungsfall: Reparaturhalter in der Ausbildungswerkstatt

In einer Ausbildungswerkstatt soll ein Stahlhalter an einer Übungsbaugruppe instandgesetzt werden. Das Bauteil ist transportabel, die Verbindung ist gut zugänglich und der Betrieb verfügt über einen ausgewiesenen Schweißarbeitsplatz mit Absaugung, Abschirmung und geeigneter Schutzausrüstung.

Dein Auftrag ist zunächst nicht zu schweißen. Du sollst entscheiden, ob Lichtbogenhandschweißen grundsätzlich als Verfahren in Betracht kommt, welche Informationen über Werkstoff, Elektrode und Arbeitsumgebung fehlen und welche Schutzmaßnahmen vor einer praktischen Übung geklärt werden müssen.

Entscheidungshinweis: Eine Verfahrenswahl ist erst sinnvoll, wenn Werkstoff, Bauteildicke, Nahtart, Schweißposition, Vorgaben des Betriebs und Gefährdungsbeurteilung bekannt sind.


Kurze Lerneinheiten


Lerneinheit 1: E-Hand und WIG unterscheiden

Merkmal Lichtbogenhandschweißen WIG-Schweißen
Elektrode Abschmelzende, umhüllte Stabelektrode Nicht abschmelzende Wolframelektrode
Schutz Schutzgas und Schlacke entstehen wesentlich aus der Elektrodenumhüllung Von außen zugeführtes Inertgas
Zusatzwerkstoff Kerndraht der Stabelektrode ist Zusatzwerkstoff Zusatzwerkstoff kann getrennt zugeführt werden
Schlacke Typisch vorhanden und nach dem Erstarren zu entfernen Im üblichen WIG-Prozess keine Schlackenschicht aus Elektrodenumhüllung

Merksatz: Beim E-Handschweißen ist die Stabelektrode gleichzeitig Lichtbogenträger und Zusatzwerkstoff. Beim WIG-Schweißen bleibt die Wolframelektrode im Normalbetrieb nicht abschmelzend.

Beobachtungsaufgabe: Achte im Video auf die Unterschiede zwischen MIG, Stick und TIG. Welche Rolle übernehmen Elektrode, Zusatzwerkstoff und Schutz des Schmelzbades?

Entscheidungsaufgabe: Ein Lernender sagt: „WIG und E-Hand sind gleich, weil bei beiden ein Lichtbogen brennt.“ Entscheide und begründe.

Feedback: Die Aussage ist falsch. Gemeinsam ist der Lichtbogen als Wärmequelle. Die Elektrodenfunktion und der Schutz des Schmelzbades unterscheiden sich grundlegend.


Lerneinheit 2: Stromkreis und Ausrüstung

Zum Grundaufbau gehören Schweißstromquelle, Schweißleitungen, Elektrodenhalter, Werkstückanschluss, Stabelektrode und Werkstück. Der Stromkreis muss geschlossen sein, damit der Lichtbogen entstehen und aufrechterhalten werden kann.

Beobachtungsauftrag: Ordne in der Zeichnung Werkstück, Elektrodenhalter, Elektrode und Werkstückanschluss zu. Markiere gedanklich den Weg des Schweißstroms.

Bauteilauftrag: Erkenne Elektrodenhalter und verschiedene Stabelektroden. Beschreibe, woran Du die umhüllte Elektrode vom blanken Kontaktende unterscheiden kannst.


Lerneinheit 3: Die Stabelektrode

Eine Stabelektrode besteht vereinfacht aus Kerndraht und Umhüllung. Der Kerndraht schmilzt ab und liefert Schweißzusatz. Die Umhüllung übernimmt je nach Elektrodentyp mehrere Aufgaben.

  1. Schutzgasbildung: Bestandteile der Umhüllung bilden Gase, die das heiße Schweißbad gegenüber der Umgebungsluft abschirmen.
  2. Schlackenbildung: Flüssige Schlacke deckt das Schweißbad beziehungsweise später die erstarrende Naht ab.
  3. Lichtbogenstabilisierung: Bestandteile der Umhüllung unterstützen einen stabilen Lichtbogen.
  4. Metallurgische Wirkung: Bestimmte Bestandteile können unter anderem desoxidierend oder legierend wirken.

Zu den gebräuchlichen Umhüllungsgruppen zählen beispielsweise rutil, basisch und cellulosehaltig. Welche Elektrode eingesetzt werden darf, folgt nicht aus einer Lernregel, sondern aus Schweißanweisung, Werkstoff, Nahtanforderung und Herstellerangaben.


Lerneinheit 4: Was passiert im Lichtbogen?

Nach dem Zünden brennt der Lichtbogen zwischen Elektrodenspitze und Werkstück. Grundwerkstoff und Kerndraht schmelzen. Metalltropfen gehen von der Elektrode in das Schweißbad über. Gleichzeitig schmilzt die Umhüllung und bildet Schutzgas sowie Schlacke.

Beobachtungsauftrag: Finde in der Zeichnung Elektrode, Schutzgasbereich, Schmelzzone, Grundwerkstoff, Schweißgut und erstarrte Schlacke.

Prozesskette: Stabelektrode nähert sich dem Werkstück → Lichtbogen entsteht → Kerndraht und Grundwerkstoff schmelzen → Umhüllung bildet Schutzgas und Schlacke → Schweißbad erstarrt → Schlacke bleibt zunächst auf der Naht.

Beobachtungsaufgabe: Achte auf Elektrodenführung, Lichtbogenbereich, Schmelzbad und entstehenden Rauch. Versuche nicht, Bewegungen ohne Fachaufsicht praktisch nachzuahmen.

Entscheidungsaufgabe: Welche Beobachtung wäre ein Grund, eine praktische Übung sofort zu unterbrechen: ruhiger Lichtbogen oder sichtbar unzureichende Rauchabsaugung?

Feedback: Unzureichende Rauchabsaugung ist ein Abbruchgrund. Gesundheitsschutz hat Vorrang vor dem Fortsetzen der Übung.


Lerneinheit 5: Umhüllung und Schlackenbildung

Die Schlacke ist kein zufälliger Abfall. Sie entsteht aus Bestandteilen der Elektrodenumhüllung und schwimmt aufgrund ihrer Eigenschaften auf dem flüssigen Schweißgut. Dort schützt sie die heiße Metalloberfläche während des Erstarrens.

Nach dem Abkühlen wird die Schlacke entfernt. Vor einer weiteren Lage muss die Naht entsprechend den betrieblichen Vorgaben gereinigt und beurteilt werden. Zurückbleibende Schlacke zwischen Schweißlagen kann zu unzulässigen Einschlüssen führen.

Beobachtungsfrage: Warum liegt die erstarrte Schlacke oberhalb der Schweißraupe?

Feedback: Sie entsteht aus der Umhüllung, ist vom flüssigen Metall getrennt und erstarrt als Schutzschicht auf der Nahtoberfläche.


Lerneinheit 6: Prozess beobachten statt Werte raten

Beim Lichtbogenhandschweißen beeinflussen sich mehrere Größen gegenseitig: Elektrodentyp, Elektrodendurchmesser, Stromstärke, Lichtbogenlänge, Elektrodenwinkel, Schweißgeschwindigkeit, Nahtform und Schweißposition.

Für die Ausbildung gilt: Keine Einstellwerte aus allgemeinen Faustregeln übernehmen. Zulässige Stromart, Polung und Strombereich werden aus Schweißanweisung und Herstellerangaben der konkreten Elektrode entnommen.

Beobachtbare Hinweise: Ein zu langer Lichtbogen kann den Prozess unruhiger machen und Spritzer fördern. Eine ungeeignete Schweißgeschwindigkeit kann das Nahtbild und die Einbrandverhältnisse verschlechtern. Die fachliche Bewertung erfolgt anhand der Vorgaben und unter Anleitung.


Lerneinheit 7: Schweißrauch, Strahlung, Hitze, Strom und Brand

Beim Lichtbogenschweißen treten mehrere Gefährdungen gleichzeitig auf. Die Schutzmaßnahmen ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung und den betrieblichen Regeln.

  1. Schweißrauch: Beim Lichtbogenhandschweißen mit umhüllten Elektroden entstehen erhebliche Partikelemissionen. Rauch soll möglichst an der Entstehungsstelle erfasst werden. Werkstoff und Zusatzwerkstoff bestimmen mit, welche Gefahrstoffe auftreten können.
  2. Optische Strahlung: Der Lichtbogen emittiert intensive sichtbare, ultraviolette und infrarote Strahlung. Geeigneter Augen- und Gesichtsschutz sowie Abschirmungen für andere Personen sind erforderlich.
  3. Hitze und Spritzer: Schmelzbad, Werkstück, Elektrode, Schlacke und Spritzer können Verbrennungen verursachen.
  4. Elektrischer Strom: Schweißstromkreise können insbesondere bei ungünstigen Umgebungsbedingungen gefährlich sein. Nur geeignete, geprüfte Ausrüstung verwenden und betriebliche Schutzmaßnahmen einhalten.
  5. Brand- und Explosionsgefahr: Funken, heiße Partikel und Werkstücke können brennbare Stoffe entzünden. Der Schweißbereich muss entsprechend vorbereitet und überwacht sein.
  6. Schlackenpartikel: Beim Entfernen der Schlacke können heiße oder scharfkantige Teile abspringen. Augen- und Gesichtsschutz bleiben erforderlich.

Stopp-Regel: Wenn Absaugung, Abschirmung, PSA, Brandschutz, elektrische Sicherheit oder Fachaufsicht nicht geklärt sind, beginnt keine praktische Übung.

Beobachtungsaufgabe: Das Video zeigt virtuelles Training des Lichtbogenhandschweißens. Notiere, welche Bewegungsmerkmale zunächst ohne realen Lichtbogen trainiert werden können.

Transferfrage: Warum kann Simulation die Ausbildung ergänzen, aber reale Unterweisung und beaufsichtigte Praxis nicht ersetzen?

Feedback: Simulation kann Bewegungen und Entscheidungen gefahrlos vorbereiten. Reale Gefährdungen, Werkstoffreaktionen, Schweißrauch, Hitze und die tatsächliche Prozessdynamik müssen jedoch unter fachlicher Anleitung gelernt und beherrscht werden.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall


Hilfe 1: Orientierung

Frage zuerst: Was soll verbunden werden? Kläre Werkstoff, Bauteildicke, Nahtart und Zugänglichkeit.


Hilfe 2: Verfahren

Prüfe dann: Welche Vorteile bietet E-Hand im konkreten Fall? Benötigt das Verfahren externes Schutzgas? Ist die Stabelektrode für Werkstoff und Schweißposition freigegeben?


Hilfe 3: Sicherheit

Gehe die Gefährdungen systematisch durch: Schweißrauch, Strahlung, Hitze, Strom, Funkenflug und Brand. Erst wenn Schutzmaßnahmen festgelegt sind, kann unter Fachaufsicht praktisch gearbeitet werden.


Hilfe 4: Musterentscheidung

Für den Ausbildungsfall kann E-Hand grundsätzlich geeignet sein, wenn Schweißanweisung, Werkstoff, Elektrode und Nahtanforderung zusammenpassen. Die praktische Freigabe erfolgt ausschließlich durch die verantwortliche Fachkraft nach Prüfung des Arbeitsplatzes.


Kompetenzaufgaben mit begründetem Feedback


Basisaufgabe

Aufgabe: Erkläre in drei Sätzen, warum die Stabelektrode beim Lichtbogenhandschweißen mehr ist als nur ein Stromleiter.

Hilfe: Denke an Kerndraht, Schutzgas und Schlacke.

Begründetes Feedback: Eine vollständige Antwort nennt den abschmelzenden Kerndraht als Zusatzwerkstoff und die Umhüllung als Quelle für Schutzgas und Schlacke. Fehlt einer dieser Punkte, ist die Prozessfunktion nur teilweise erklärt.


Anwendungsaufgabe

Aufgabe: Auf einer erkalteten Übungsnaht liegt noch Schlacke. Ein Lernender möchte sofort die nächste Lage darüber schweißen. Bewerte die Situation.

Hilfe: Überlege, was zwischen zwei Schweißlagen eingeschlossen werden könnte.

Begründetes Feedback: Das Vorgehen ist abzulehnen. Vor der nächsten Lage muss die Schlacke entsprechend der Arbeitsanweisung entfernt und die Naht beurteilt werden, weil verbleibende Schlacke zu Einschlüssen führen kann.


Transferaufgabe

Aufgabe: In einem Montagebereich ist die Arbeit gut zugänglich, aber die Rauchabsaugung ist ausgefallen. Der Termin drängt. Entscheide, ob begonnen werden darf.

Hilfe: Trenne Produktionsdruck von Sicherheitsanforderungen.

Begründetes Feedback: Ohne geklärte wirksame Schutzmaßnahme darf die Übung nicht begonnen werden. Zeitdruck ändert die Gefährdung nicht und ersetzt keine Gefährdungsbeurteilung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Elektrode wird beim Lichtbogenhandschweißen verwendet? (Eine umhüllte abschmelzende Stabelektrode) (!Eine nicht abschmelzende Wolframelektrode) (!Eine Kohleelektrode ohne Zusatzwerkstoff) (!Eine kontinuierliche Massivdrahtelektrode)




Welche Hauptfunktion hat der Kerndraht der Stabelektrode während des Schweißens? (Er schmilzt ab und wird Teil des Schweißgutes) (!Er kühlt das Schweißbad) (!Er ersetzt die Absaugung) (!Er schützt die Augen vor Strahlung)




Was entsteht beim Abschmelzen der Elektrodenumhüllung unter anderem? (Schutzgas und Schlacke) (!Nur Kühlwasser) (!Nur Druckluft) (!Nur reiner Sauerstoff)




Wo befindet sich die erstarrte Schlacke typischerweise nach dem Schweißen? (Auf der Schweißraupe) (!Im Elektrodenhalter) (!Im Massekabel) (!Im Inneren der Stromquelle)




Was unterscheidet E-Hand wesentlich vom WIG-Schweißen? (Beim E-Handschweißen schmilzt die umhüllte Stabelektrode ab) (!Beim E-Handschweißen gibt es keinen Lichtbogen) (!Beim WIG-Schweißen entsteht immer Schlacke aus einer Elektrodenumhüllung) (!Beim WIG-Schweißen wird ausschließlich eine Stabelektrode verwendet)




Welche Aussage zur Schlacke ist richtig? (Sie schützt die heiße Naht und wird nach dem Erstarren entfernt) (!Sie ist der elektrische Rückleiter) (!Sie ersetzt den Schweißhelm) (!Sie darf zwischen mehreren Lagen grundsätzlich verbleiben)




Welche Gefährdung entsteht unmittelbar durch den Lichtbogen? (Intensive optische Strahlung) (!Nur ungefährliche Raumbeleuchtung) (!Ausschließlich Kälte) (!Nur leiser Luftstrom)




Welche Maßnahme ist bei sichtbarer unzureichender Schweißraucherfassung richtig? (Arbeit nicht beginnen oder unterbrechen und Schutzmaßnahme klären) (!Trotzdem weiterarbeiten) (!Schweißhelm abnehmen) (!Absaugung durch schnelleres Schweißen ersetzen)




Wer legt in der Ausbildung die Freigabe für praktische Schweißarbeiten fest? (Die verantwortliche Fachkraft im geeigneten Ausbildungsbereich) (!Der Lernende allein nach einem Onlinekurs) (!Eine beliebige Person ohne Unterweisung) (!Das Video auf einer Lernplattform)




Was vermittelt dieser Lernkurs ausdrücklich nicht? (Eine Schweißerqualifikation) (!Grundwissen zur Stabelektrode) (!Wissen über Schlackenbildung) (!Sicherheitsbewusstsein)





Memory

Stabelektrode Abschmelzender Zusatzwerkstoff und Lichtbogenträger
Umhüllung Bildet unter anderem Schutzgas und Schlacke
Schlacke Schützende Schicht auf der erstarrenden Naht
Lichtbogen Elektrische Wärmequelle zwischen Elektrode und Werkstück
Elektrodenhalter Hält die Stabelektrode und überträgt Schweißstrom
Absaugung Erfasst Schweißrauch möglichst nahe an der Entstehungsstelle





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Stabelektrode Abschmelzender Zusatzwerkstoff
Umhüllung Schutzgas- und Schlackenbildung
Lichtbogen Wärmequelle des Prozesses
Schlacke Abdeckung der erstarrenden Naht
Absaugung Schutz vor Schweißrauchexposition
Schweißhelm Schutz vor optischer Strahlung






Kreuzworträtsel

Stabelektrode Welche abschmelzende Elektrode wird beim E-Handschweißen verwendet?
Umhüllung Welche Schicht umgibt den Kerndraht?
Schlacke Welche Schutzschicht liegt nach dem Erstarren auf der Naht?
Lichtbogen Welche elektrische Wärmequelle brennt zwischen Elektrode und Werkstück?
Schweißrauch Welcher luftgetragene Gefahrstoff entsteht beim Schweißen?
Schutzgas Was schirmt das Schmelzbad gemeinsam mit der Schlacke von der Umgebungsluft ab?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim Lichtbogenhandschweißen wird eine umhüllte

verwendet. Ihr Kerndraht schmilzt ab und dient als

. Die Elektrodenumhüllung bildet unter anderem Schutzgas und

. Der elektrische

liefert die zum Schmelzen erforderliche Wärme. Nach dem Erstarren liegt die Schlacke auf der

. Beim Arbeiten müssen Gefährdungen durch Schweißrauch, optische Strahlung, Hitze, Strom und

berücksichtigt werden. Praktische Übungen dürfen nur unter

im geeigneten Ausbildungsbereich erfolgen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Stabelektrode: Zeichne eine Stabelektrode mit Kerndraht, Umhüllung und Kontaktende und beschrifte die Teile.
  2. Schlacke: Erstelle eine Bildfolge mit vier Skizzen von flüssigem Schweißbad bis zur erkalteten Naht mit Schlacke.
  3. Arbeitsschutz: Erstelle eine Gefahrenkarte für Schweißrauch, Strahlung, Hitze, Strom und Brand.
  4. WIG-Schweißen: Erstelle eine Zweispaltenkarte mit drei Unterschieden zwischen WIG und Lichtbogenhandschweißen.


Standard

  1. Prozessbeobachtung: Analysiere eines der eingebetteten Prozessvideos und notiere fünf sichtbare Prozessmerkmale sowie zwei Merkmale, die im Video nicht sicher beurteilt werden können.
  2. Ausbildungsfall: Erstelle eine Checkliste mit den Informationen, die vor der Verfahrenswahl für den Reparaturhalter fehlen.
  3. Schweißrauch: Entwickle ein kurzes Plakat mit der Begründung, warum Rauch möglichst nahe an der Entstehungsstelle erfasst werden soll.
  4. Bauteilanalyse: Fotografiere im geeigneten Ausbildungsbereich unter Freigabe eine ausgeschaltete E-Hand-Ausrüstung und beschrifte Stromquelle, Leitungen, Halter, Werkstückanschluss und Elektrode.


Schwer

  1. Verfahrensvergleich: Entwickle einen begründeten Entscheidungsbaum, wann E-Hand gegenüber WIG für eine Ausbildungsaufgabe grundsätzlich in Betracht kommt.
  2. Fehleranalyse: Erhalte von der Fachkraft zwei freigegebene Musterstücke mit unterschiedlichen Nahtbildern und leite mögliche Ursachen ab, ohne eigenständig Prozessparameter zu verändern.
  3. Unterweisung: Entwirf eine fünfminütige Sicherheitsunterweisung für einen neuen Auszubildenden zum Thema Lichtbogenhandschweißen und begründe die Reihenfolge der Gefährdungen.
  4. Praxisprojekt: Plane mit der Fachkraft eine beaufsichtigte Übungsnaht inklusive Arbeitsvorbereitung, Gefährdungsbeurteilung, Freigabepunkten und Nachkontrolle. Die Durchführung darf ausschließlich im geeigneten Ausbildungsbereich unter Fachaufsicht erfolgen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Prozesszusammenhang: Erkläre, warum die Umhüllung gleichzeitig die Prozessstabilität, den Schutz des Schmelzbades und die spätere Nacharbeit beeinflussen kann.
  2. Sicherheitsentscheidung: In einem Schweißbereich funktionieren Stromquelle und Absaugung, aber eine Abschirmung gegen Lichtbogenstrahlung für benachbarte Arbeitsplätze fehlt. Entscheide über den Arbeitsbeginn und begründe.
  3. Transfer WIG E-Hand: Ein Bauteil soll im Freien unter windigen Bedingungen geschweißt werden. Vergleiche qualitativ die Schutzprinzipien von WIG und E-Hand und nenne weitere Informationen, die vor der Verfahrensentscheidung erforderlich sind.
  4. Qualitätsbeurteilung: Begründe, warum eine optisch gleichmäßige Naht allein keinen Nachweis für eine fachgerechte Schweißverbindung darstellt.
  5. Ausbildungsplanung: Entwirf eine sinnvolle Reihenfolge aus Theorie, Simulation, Beobachtung, beaufsichtigter Praxis und Auswertung und begründe jeden Schritt.
  6. Verantwortung: Erkläre, warum ein bestandener Online-Lernkurs keine Schweißerqualifikation und keine Freigabe für selbstständige Schweißarbeiten darstellt.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind wichtig:

  1. Du erklärst das Verfahrensprinzip des Lichtbogenhandschweißens mit Stabelektrode, Lichtbogen, Schmelzbad, Schutzgas und Schlacke fachlich korrekt.
  2. Du unterscheidest die Elektrodenfunktion beim E-Handschweißen von der Wolframelektrode beim WIG-Schweißen.
  3. Du beschreibst mindestens drei Aufgaben der Elektrodenumhüllung.
  4. Du erklärst, warum Schlacke entsteht, welche Schutzfunktion sie hat und warum sie vor einer weiteren Lage entfernt werden muss.
  5. Du erkennst wesentliche Gefährdungen und leitest daraus die Notwendigkeit von Absaugung, Abschirmung, PSA, elektrischer Sicherheit und Brandschutz ab.
  6. Du begründest Verfahrensentscheidungen anhand von Werkstoff, Bauteil, Nahtanforderung, Schweißposition, Arbeitsumgebung und betrieblichen Vorgaben.
  7. Du zeigst, dass praktische Arbeiten nur im geeigneten Ausbildungsbereich unter Fachaufsicht stattfinden dürfen.
  8. Du weißt, dass dieser Kurs keine Schweißerqualifikation verleiht.




Fachquellen und Medienrechte

Die fachlichen Kernaussagen wurden mit folgenden Quellen abgeglichen:

  1. DGUV Information 209-010 Lichtbogenschweißen: Gefährdungen durch elektrischen Strom, Lichtbogenstrahlung, thermische Energie und Gefahrstoffe.
  2. BGHM Arbeitsschutz Kompakt 033: Verfahrensbeschreibung und Schutz von Lichtbogen und Schweißgut durch Schutzgas und Schlacke.
  3. TWI Manual Metal Arc Welding: Elektrodenumhüllung, Gas- und Schlackenbildung sowie Prozessgrundlagen.
  4. Fronius Elektrodenschweißen: Systemaufbau und Grundprinzip des E-Handschweißens.
  5. Wikipedia Lichtbogenhandschweißen: Überblick und weiterführende Fachliteratur.

Commons-Medien:

  1. Excalibur 7018.jpg: Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, Urheber Weldscientist.
  2. Arc welding electrodes and electrode holder.triddle.jpg: Wikimedia Commons, gemeinfrei.
  3. Welding diagram.svg: Wikimedia Commons, Public-Domain-Kennzeichnung auf der Dateiseite.
  4. SMAW area diagram2.svg: Wikimedia Commons, gemeinfrei.
  5. SMAW weld area.svg: Wikimedia Commons, auf Grundlage eines U.S.-Army-Trainingsdiagramms; Lizenzangaben auf der Commons-Dateiseite beachten.

YouTube-Medien: Die eingebetteten Videos stammen von den Kanälen Miller Welders, Lincoln Electric Asia Pacific und Fronius Welding. Sie werden über den YouTube-Player eingebettet. Das Urheberrecht verbleibt bei den jeweiligen Rechteinhabern; die Videos werden nicht als frei lizenzierte OER ausgegeben.


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