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Wüstes Schimpfen eines Wirtes - Lichtenstein, Alfred - Gedichtanalyse

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Wüstes Schimpfen eines Wirtes - Lichtenstein, Alfred - Gedichtanalyse

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Einleitung

Wüstes Schimpfen eines Wirtes - Lichtenstein, Alfred - Gedichtanalyse

Zielgruppe: Klasse 9–10, mit Vertiefungen für Klasse 11–13

Thema: Moderne, Expressionismus, Gedichtanalyse

Kurzbeschreibung: „Es ist, um die Stühle durch die Spiegelscheiben auf die Straße zu hauen –“ (V. 1). Ein Wirt ärgert sich über sein leeres Gasthaus. Er schimpft, flucht und wird schließlich traurig. Das Gedicht hat 19 Verse.

Du lernst: Du untersuchst die sprechende Figur, Reime, Rhythmus und sprachliche Bilder. Du erklärst Deine Deutung mit echten Verszitaten.

Vorhandene Textseite: Gedicht – Wüstes Schimpfen eines Wirtes – Alfred Lichtenstein. Diese Seite bleibt die zentrale Textverknüpfung. Es wird kein zweiter Lernkurs unter einem abweichenden Titel angelegt.

Alfred Lichtenstein, Fotografie von 1914. Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei.


Der Gedichttext


Quellfassung

Alfred Lichtenstein (1889–1914) schrieb das Gedicht nach den Angaben des TextGrid Repository 1912. Der Erstdruck erschien 1913 in der Zeitschrift März, 7. Jahrgang, Nummer 3.

Überprüfbare Textgrundlage:

Wüstes Schimpfen eines Wirtes – digitale Textfassung im TextGrid Repository

TextGrid – bibliografische Angaben und Editionsnachweis

Die TextGrid-Fassung geht auf eine 1962 veröffentlichte Ausgabe zurück. Sie ist kein Faksimile des Erstdrucks von 1913. Mögliche Abweichungen vom Erstdruck müssen anhand eines historischen Drucks geprüft werden.

Das Gedicht selbst ist gemeinfrei. Für die zusätzlichen Daten und Annotationen des TextGrid Repository gilt eine eigene Lizenz.


Lesefassung mit Verszahlen

Die folgende Lesefassung übernimmt den Wortlaut und die Zeichensetzung der verlinkten TextGrid-Fassung. Nur die Versnummern wurden als Lesehilfe ergänzt.

Vers Gedichttext
1 Es ist, um die Stühle durch die Spiegelscheiben auf die Straße zu hauen –
2 Da sitz ich nun mit hochgezognen Augenbrauen:
3 Alle Gasthäuser sind voll,
4 Mein Gasthaus ist leer – Ist das nicht toll ...
5 Ist das nicht merkwürdig ... Ist das nicht zum Kotzen ...
6 Die dämlichen Spießer – die elenden Protzen –
7 Bei mir geht jeder vorbei ...
8 Verfluchte Schweinerei ...
9 Dazu verbrenne ich Gas und elektrische Flammen –
10 Möge mich Gott und Teufel verdammen:
11 Donnerwetter ... Warum ist gerade mein Gasthaus leer ...
12 Mürrische Kellner stehen vorwurfsvoll umher –
13 Was kann ich denn dafür –
14 Kein Aas kommt zur Tür –
15 In engster Ecke sitz ich mit sehnsüchtgem Gesicht.
16 Gäste kommen nicht. – –
17 Das Essen verdirbt, der Wein und das Brot.
18 Am liebsten machte ich die Bude zu.
19 Und weinte mich tot ...

Leseauftrag: Lies das Gedicht zweimal. Beim zweiten Lesen markierst Du Wörter für Wut und Wörter für Traurigkeit.


Übertragung in einfaches Deutsch

Keine fremdsprachige Übersetzung, sondern eine sinngemäße Erklärung:

Der Wirt ist sehr wütend. Andere Gaststätten haben viele Gäste, aber seine ist leer. Er ärgert sich über die Menschen, die Kellner und seine laufenden Kosten. Niemand kommt. Am Ende ist er verzweifelt und möchte sein Geschäft schließen.

Diese Übertragung ist kein Originaltext. Sie soll Dir nur beim Verstehen helfen.


Gedichtanalyse


Inhalt und lyrisches Sprechen

Im Gedicht spricht ein Ich. Es lässt sich als der Wirt erkennen, weil es „Mein Gasthaus“ sagt (V. 4).

Der Wirt spricht wie in einem Selbstgespräch. Wir hören nur seine Sicht. Die Gäste antworten nicht.

Zuerst schimpft er auf andere Menschen. Später fragt er: „Was kann ich denn dafür“ (V. 13). Am Ende zeigt er seine Traurigkeit: „Und weinte mich tot ...“ (V. 19).

Wichtig: Das sprechende Ich ist eine Figur im Gedicht. Es ist nicht automatisch Alfred Lichtenstein selbst.

Historische Aufnahme des Café Moritzplatz in Berlin, etwa 1913–1915. Sie zeigt die Zeit, nicht das Gasthaus aus dem Gedicht. Quelle: Museum Digital/Wikimedia Commons, CC0.

Bildfrage: Was könnte ein leeres Lokal für seinen Besitzer bedeuten? Was erfahren wir darüber im Gedicht tatsächlich?


Form und Reime

Das Gedicht umfasst 19 Verse. In der verwendeten Textfassung sind keine getrennten Strophen ausgewiesen.

Viele Verse reimen sich paarweise:

  1. V. 1–2: „hauen“ – „Augenbrauen“
  2. V. 3–4: „voll“ – „toll“
  3. V. 5–6: „Kotzen“ – „Protzen“
  4. V. 9–10: „Flammen“ – „verdammen“
  5. V. 15–16: „Gesicht“ – „nicht“

Auch „Brot“ (V. 17) und „tot“ (V. 19) reimen sich. Vers 18 steht dazwischen.

Deutung: Die Reime geben dem Gedicht Ordnung. Die aufgeregte Rede wirkt dagegen sprunghaft. So entsteht ein spannender Gegensatz.

Ein durchgehend gleichmäßiges Metrum ist nicht deutlich zu erkennen. Die Verslängen und Sprechpausen wechseln.


Klang und Sprache

Der Text klingt wie eine wütende Rede.

Wiederholung: „Ist das nicht ...“ erscheint in V. 4 und 5. Der Wirt steigert damit seine Empörung.

Schimpfwörter: „Spießer“ und „Protzen“ (V. 6) zeigen seine Verachtung.

Pausen: Gedankenstriche und Auslassungspunkte unterbrechen die Sätze. Das kann nach hastigem, ärgerlichem Sprechen klingen.

Klang: Die Reime „Flammen“ und „verdammen“ (V. 9–10) verbinden die Kosten des Betriebs mit einem heftigen Fluch.

Hörauftrag: Lies V. 3–8 laut. Sprich sie einmal wütend und einmal verzweifelt. Welche Wirkung hat das?


Bildsprache und Übertreibung

Am Anfang möchte der Wirt Stühle durch die Scheiben werfen (V. 1). Das ist eine drastische Vorstellung. Sie zeigt seine Wut.

Am Ende will er sich „tot“ weinen (V. 19). Auch diese Formulierung kann als Übertreibung verstanden werden.

„Ist das nicht toll ...“ (V. 4) klingt im Zusammenhang bitter und ironisch.

Anderes bleibt sehr konkret: In V. 17 verdirbt das Essen. Der wirtschaftliche Schaden wird sichtbar.

Merke: Nicht jede auffällige Formulierung ist eine Metapher. Unterscheide ein wirkliches Bild von einer Übertreibung oder einer direkten Beschreibung.

Ernst Ludwig Kirchner: Im Cafégarten, 1914. Gemeinfreies Gemälde, Sammlung Brücke-Museum Berlin.

Vergleich: Das Gemälde zeigt eine Gaststättenszene. Wie unterscheiden sich die Atmosphäre des Bildes und die Stimmung im Gedicht? Es handelt sich um zwei unabhängige Kunstwerke.


Mögliche Interpretationen

Deutung A – Komik und Spott: Die vielen Flüche wirken übertrieben. Der Wirt kann dadurch lächerlich erscheinen. Man könnte das Gedicht als satirische Darstellung eines wütenden Geschäftsinhabers lesen.

Deutung B – Einsamkeit: Hinter der Wut steckt vielleicht das Gefühl, übersehen zu werden. Dafür sprechen „sehnsüchtgem Gesicht“ (V. 15) und „Gäste kommen nicht“ (V. 16).

Deutung C – Existenzangst: Der Wirt muss Licht bezahlen (V. 9), während Lebensmittel verderben (V. 17). Das kann auf die Sorge um sein wirtschaftliches Überleben hinweisen.

Die Deutungen lassen sich verbinden. Keine ist allein durch die Verse zwingend. Begründe Deine Sicht immer mit Textstellen.


Epochenkontext: Moderne und Expressionismus

Der Expressionismus gehört zur literarischen Moderne und entstand im frühen 20. Jahrhundert.

Viele Kunstschaffende wollten Gefühle besonders stark ausdrücken. Sie zeigten auch die schwierigen Seiten der modernen Gesellschaft.

Das Gedicht entstand vor dem Ersten Weltkrieg. Deshalb darfst Du spätere Kriegserfahrungen nicht einfach in die Handlung hineinlesen.

In V. 9 werden Gas und elektrisches Licht genannt. Solche technischen Dinge gehören zur modernen Lebenswelt.

Lichtenstein ordnete das Gedicht 1913 selbst unter seine fantasievollen, teilweise spielerischen Texte ein.

Alfred Lichtenstein: Die Verse des Alfred Lichtenstein, 1913

Titelseite von Lichtensteins Gedichtsammlung Die Dämmerung, 1913. Gemeinfrei. Dies ist nicht die Titelseite des Erstdrucks von Wüstes Schimpfen eines Wirtes.

Ernst Ludwig Kirchner: Berlin Street Scene, 1913. Gemeinfreies Werk des Expressionismus.

Bildvergleich: Welche Stimmung entsteht durch die Menschen und den Stadtraum? Vergleiche sie vorsichtig mit den Gefühlen des Wirts.


Historische Filme und Animation

Berlin vor der Entstehung des Gedichts: Ein kurzer historischer Film zeigt die Friedrichstraße im Jahr 1896. Er ist älter als das Gedicht und dient nur als Zeitvergleich.

Datei:Friedrichstraße in Berlin, 1896.webm

Historische Filmaufnahme, 1896, gemeinfrei. Quelle: Wikimedia Commons.

Gesellschaft um 1900: Ein kurzer Terra-X-Beitrag erklärt die Wohnverhältnisse im damaligen Berlin.

Datei:So wohnten die Berliner in der Kaiserzeit (CC BY 4.0).webm

ZDF/Terra X, CC BY 4.0. Die vollständige Namensnennung steht im Medienverzeichnis.

Animation aus der Epoche: Die geheimnisvolle Streichholzdose ist ein Stop-Motion-Film von Guido Seeber aus dem Jahr 1910. Er zeigt ein Beispiel für frühe filmische Experimente. Der Film ist keine Umsetzung des Gedichts.

Datei:Die geheimnisvolle Streichholzdose (1910).webm

Guido Seeber, 1910, gemeinfrei.


Hören und Lernvideos

Wikimedia-Commons-Audio: Das folgende Audiobeispiel spricht nur das Wort „Expressionismus“ aus. Es ist ausdrücklich keine Rezitation des Gedichts.

Sprecher: Jeuwre, CC BY-SA 4.0.

Eine zuverlässig nachgewiesene freie Commons-Aufnahme des vollständigen Gedichts liegt für diesen Kurs nicht vor.

Lernvideo – expressionistische Gedichte analysieren:

Studyflix: Expressionismus Gedichte, 2022.

Vertiefung – Gedichtvergleich und Interpretation:

Die Merkhilfe: Gedichtvergleich – Vergleich und Interpretation.

Medienhinweis: Beide YouTube-Videos sind ergänzende Lernhilfen. Sie analysieren nicht dieses konkrete Gedicht. Die YouTube-Inhalte sind nicht automatisch frei lizenziert.


Gestufte Hilfen


Hilfe 1 – Leicht

Beginne mit V. 3 und 4. Dort steht der wichtigste Gegensatz: Andere Lokale sind voll, das Lokal des Wirts ist leer.

Nutze den Satzanfang: „Der Wirt ist wütend, weil ...“


Hilfe 2 – Standard

Markiere Reime, Schimpfwörter und Pausen. Erkläre dann ihre Wirkung.

Nutze den Satzanfang: „Das Reimpaar ... verbindet ... und lässt die Rede ... wirken.“


Hilfe 3 – Schwer

Vergleiche die Wut in V. 1–10 mit der Traurigkeit in V. 15–19.

Prüfe zwei Deutungen. Welche Textstellen sprechen dafür? Welche Fragen bleiben offen?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Zitiergestütztes Lesequiz: Alle zehn Fragen beziehen sich auf die verlinkte TextGrid-Fassung. Die Versnummern stehen in der Lesefassung.

Was drückt die Vorstellung in V. 1 aus, Stühle durch Scheiben zu werfen? (Heftige Wut des Wirts) (!Freude über zahlreiche Gäste) (!Eine genaue Beschreibung einer ausgeführten Handlung) (!Einen Auftrag an die Kellner)




Welcher Gegensatz steht in V. 3 und 4? (Andere Gasthäuser sind voll und sein eigenes ist leer) (!Sein Gasthaus ist voll und die anderen sind leer) (!Alle Gasthäuser müssen schließen) (!Niemand betreibt mehr Gasthäuser)




Was zeigen die Ausdrücke Spießer und Protzen in V. 6? (Der Wirt beschimpft andere Menschen) (!Der Wirt lobt seine Stammgäste) (!Der Wirt beschreibt eine Speisekarte) (!Der Wirt stellt neue Mitarbeiter vor)




Was belastet den Wirt in V. 9 zusätzlich? (Er verbraucht Gas und elektrisches Licht) (!Er muss seinen Wein verschenken) (!Seine Gäste zerstören Möbel) (!Er benötigt ein größeres Gebäude)




Welche sprachliche Wirkung hat die Verbindung Flammen und verdammen in V. 9 und 10? (Sie bildet einen auffälligen Reim) (!Sie beendet einen Dialog mit den Gästen) (!Sie beschreibt einen tatsächlichen Brand) (!Sie ersetzt alle weiteren Reime im Gedicht)




Wie erscheinen die Kellner nach V. 12? (Mürrisch und vorwurfsvoll) (!Fröhlich und ausgelassen) (!Abwesend und unsichtbar) (!Begeistert von den vielen Gästen)




Was legt die Frage Was kann ich denn dafür in V. 13 nahe? (Der Wirt möchte die Verantwortung von sich weisen) (!Der Wirt gesteht einen Diebstahl) (!Der Wirt bestellt neue Getränke) (!Der Wirt bittet einen Gast um Geld)




Was bedeutet die Formulierung Kein Aas kommt zur Tür in V. 14? (Niemand kommt als Gast) (!Ein Tier versperrt die Eingangstür) (!Die Kellner gehen nach Hause) (!Die Gäste warten vor dem Eingang)




Welches Gefühl zeigt sich in V. 15 durch das sehnsüchtige Gesicht? (Sehnsucht und Einsamkeit) (!Stolz auf seinen großen Erfolg) (!Begeisterung über eine Feier) (!Gleichgültigkeit gegenüber dem Geschäft)




Welche Entwicklung zeigen V. 17 bis 19? (Wirtschaftlicher Schaden und wachsende Verzweiflung) (!Eine überraschende Rettung durch neue Gäste) (!Ein ausgelassenes Fest der Kellner) (!Ein erfolgreicher Neubeginn am nächsten Morgen)





Memory

Finde die passenden Begriffe und Erklärungen.

Monolog Eine Figur spricht allein
Reimpaar Voll und toll
Hyperbel Starke Übertreibung
Groteske Komik trifft auf etwas Bedrückendes
Expressionismus Kunst mit starkem Gefühlsausdruck
Ironie Gemeint ist etwas anderes als der wörtliche Sinn





Drag and Drop

Ordne die Wörter aus dem Gedicht ihren Funktionen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung im Gedicht
Stühle Gewaltfantasie
Spießer Beschimpfung
Kellner Vorwurf
Gas Laufende Kosten
Brot Verderbende Ware





Kreuzworträtsel

Gasthaus Welches Gebäude ist beim Sprecher leer?
Augenbrauen Was hat der Wirt nach Vers zwei hochgezogen?
Kellner Welche Mitarbeiter stehen mürrisch umher?
Flammen Welches Wort reimt sich auf verdammen?
Wein Welches Getränk wird zusammen mit Essen und Brot genannt?
Straße Wohin möchte der Wirt die Stühle werfen?





LearningApps

Weitere bereits vorhandene Übungen suchen:

Der Suchlink zeigt gegebenenfalls fremde Lernmaterialien. Er erstellt keine neue LearningApp.


Lückentext

Vervollständige den Text mit passenden Begriffen aus dem Gedicht und der Analyse.
Der Sprecher möchte Stühle durch die

werfen.
Die anderen Gasthäuser sind nach seiner Aussage

.
Sein eigenes Gasthaus ist dagegen

.
Er beschimpft andere Menschen als

.
Er verbraucht Gas und elektrische

.
Seine Mitarbeiter nennt der Text

.
Der Wirt zieht sich in eine enge

zurück.
Das Essen

, weil die Gäste fehlen.
Er möchte seine

schließen.
Am Ende sagt er, er

sich tot.
Viele Verse bilden sprachlich auffällige

.
Das sprechende Ich führt einen

.



Offene Aufgaben

Bearbeite drei Schreibprojekte in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Jedes Projekt besteht aus vier kurzen Arbeitsschritten.


Leicht – Schreibprojekt: Die Gefühle des Wirts

  1. Textverständnis: Schreibe drei Sätze darüber, warum der Wirt wütend ist.
  2. Verszitat: Suche zwei Verse, die seine Wut zeigen, und notiere die Versnummern.
  3. Innerer Monolog: Schreibe einen kurzen eigenen Text mit fünf bis acht Sätzen aus der Sicht des Wirts.
  4. Textvergleich: Vergleiche Deinen Text mit V. 15–19. Welche Gefühle hast Du ähnlich dargestellt?


Standard – Schreibprojekt: Vom Schimpfen zur Traurigkeit

  1. Deutungshypothese: Formuliere eine Vermutung darüber, weshalb sich die Stimmung verändert.
  2. Sprachliche Mittel: Untersuche zwei Reimpaare und eine Übertreibung mit genauen Versangaben.
  3. Gedichtanalyse: Schreibe einen Analyseabsatz mit etwa 150 Wörtern zur Entwicklung der Gefühle.
  4. Überarbeitung: Prüfe, ob Du zwischen Zitat, Beobachtung und eigener Deutung unterscheidest.


Schwer – Schreibprojekt: Komisch oder traurig?

  1. Interpretation: Formuliere zwei unterschiedliche Thesen zur Wirkung des Gedichts.
  2. Argumentation: Stütze jede These durch mindestens zwei Versbelege.
  3. Literarische Erörterung: Schreibe einen begründeten Deutungstext mit etwa 250 bis 350 Wörtern.
  4. Gedichtvergleich: Vergleiche einen Aspekt mit einem anderen expressionistischen Gedicht, beispielsweise Die Dämmerung von Alfred Lichtenstein. Nutze dafür dessen eigene Textquelle.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Stimmungswechsel: Erkläre, warum der Schluss anders wirkt als der Anfang. Belege die Veränderung mit Versen.
  2. Form und Wirkung: Zeige, wie sich Reimpaare und unruhige Sprechpausen gegenseitig beeinflussen.
  3. Perspektive: Diskutiere, warum wir den Wirt nicht unbedingt als zuverlässigen Beobachter ansehen müssen.
  4. Mehrdeutigkeit: Erkläre, wie dasselbe Gedicht gleichzeitig komisch und traurig wirken kann.
  5. Gegenwartsbezug: Vergleiche die Sorgen des Wirts vorsichtig mit denen eines heutigen kleinen Geschäfts. Trenne historische Textbelege und eigene Beispiele.
  6. Quellenkritik: Begründe, warum eine spätere digitale Textausgabe nicht automatisch identisch mit dem Erstdruck sein muss.



Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. den Inhalt des Gedichts in eigenen Worten erklären kannst.
  2. die sprechende Figur vom Autor unterscheidest.
  3. Reimpaare, Rhythmus und sprachliche Auffälligkeiten beschreibst.
  4. mindestens drei überprüfbare Versbelege korrekt verwendest.
  5. eine eigene Deutung begründest und andere Deutungen zulässt.
  6. Quellfassung, Lesefassung, einfache Übertragung und Interpretation unterscheidest.
  7. den Text in die frühe Moderne und den Expressionismus einordnest, ohne unbelegte historische Behauptungen aufzustellen.



OERs zum Thema

Bereits vorhandene Text- und Wissensquellen:

  1. Vorhandene Gedichtseite auf MOOCwiki: Zentrale Textseite.
  2. TextGrid Repository: Digitaler Gedichttext mit 19 Versen.
  3. TextGrid Editionsangaben: Quelle und Überlieferung.
  4. Die Verse des Alfred Lichtenstein: Zeitgenössische Äußerung des Autors.
  5. Wikipedia – Alfred Lichtenstein: Biografische Informationen.
  6. Wikipedia – Expressionismus: Epochenwissen.

Wikipedia-Artikel zum Autor:

Lizenzhinweis zum Gedicht: Alfred Lichtenstein starb 1914; sein literarischer Text ist gemeinfrei. Die zusätzlichen TextGrid-Daten und Annotationen werden gesondert unter CC BY 3.0 Deutschland mit Namensnennung TextGrid beziehungsweise editura.de bereitgestellt.


Mediennachweise und Lizenzen

Die folgenden Medien wurden als bestehende Dateien auf Wikimedia Commons ausgewählt. Das jeweilige Medienblatt enthält weitere Angaben zur Lizenz und zum Ursprung. Es wurden keine eigenen Medien generiert oder erstellt.

  1. Porträt: Alfred Lichtenstein 1914 – Fotograf unbekannt, 1914, gemeinfrei laut Wikimedia Commons. Quelle: Zeno.org.
  2. Buchtitel: Die Dämmerung, Titelseite – Alfred Lichtenstein, 1913, gemeinfrei.
  3. Historisches Café: Café Moritzplatz – Urheber unbekannt, circa 1913–1915; bereitgestellt über Museum Digital Berlin, CC0 1.0.
  4. Cafégemälde: Im Cafégarten – Ernst Ludwig Kirchner, 1914, gemeinfrei laut Commons.
  5. Straßengemälde: Berlin Street Scene – Ernst Ludwig Kirchner, 1913, gemeinfrei laut Commons.
  6. Historischer Film: Friedrichstraße in Berlin – historische Aufnahme, 1896, Urheber unbekannt, gemeinfrei laut Commons.
  7. Animationsfilm: Die geheimnisvolle Streichholzdose – Guido Seeber, 1910, gemeinfrei.
  8. Audio: De-Expressionismus.ogg – Jeuwre, 2017, CC BY-SA 4.0; unveränderte Einbindung.
  9. Terra-X-Film: So wohnten die Berliner in der Kaiserzeit – CC BY 4.0; Namensnennung laut Dateiseite: ZDF/Terra X/Story House Productions/Jochen Ruderer/Jürgen Rehberg/Ronald Rist/Eike Wichmann/Fritz Göran Vöpel/Martin Wolkinger/Jörg Barton/Roger Grein. Unveränderte Einbindung.

YouTube-Nachweise:

  1. Expressionismus Gedichte – Studyflix, 2022; nur als externes Video eingebettet.
  2. Gedichtvergleich – Die Merkhilfe, 2017; nur als externes Video eingebettet.

Wichtig: Die YouTube-Videos sind keine als OER nachgewiesenen Dateien. Eine Einbettung bedeutet keine freie Nachnutzungslizenz. Bei den Commons-Dateien gelten die angegebenen Lizenzen; Namensnennung und Lizenzverweise sind bei Weiterverwendung zu erhalten.


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