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Wärmeerzeuger und Bestandsheizungen – Abgasführung funktional erklären

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Wärmeerzeuger und Bestandsheizungen – Abgasführung funktional erklären

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Einleitung

Wärmeerzeuger und Bestandsheizungen – Abgasführung funktional erklären

Kurzbeschreibung: Druck, Temperatur und sichere Ableitung von Abgasen bei bestehenden Heizungsanlagen.

Zielgruppe: Ausbildung im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK), Schornsteinfegerhandwerk und Gebäudetechnik.

Lernzeit: 90–120 Minuten, aufgeteilt in kurze Lerneinheiten.

Leitfrage: Warum muss die Abgasführung zum Wärmeerzeuger und zum Gebäude passen?

Deine Lernziele:

  1. Du erklärst den Weg von der Verbrennungsluft bis zur Abgasmündung.
  2. Du unterscheidest Unterdruck- und Überdruckbetrieb.
  3. Du erkennst den Einfluss der Abgastemperatur auf Feuchte und Strömung.
  4. Du beurteilst schematische Bestandsanlagen.
  5. Du begründest sichere Entscheidungen bei einer Heizungsmodernisierung.

Sicherheitsbereich: Gas, Wasserstoff, Verbrennung und Abgas

Dieser Kurs vermittelt Funktionswissen und die Auswertung fiktiver Fälle. Er ist keine Montage-, Prüf- oder Inbetriebnahmeanleitung.

Wichtig: Keine Eigenversuche mit Gas, Wasserstoff, Feuerstätten, Abgasleitungen, Sicherheitseinrichtungen oder Unterdruckerzeugung. Keine absichtliche Erzeugung von Abgasrückstau. Arbeiten und Messungen an realen Anlagen erfolgen ausschließlich durch dafür qualifizierte und berechtigte Fachkräfte nach den geltenden Regeln und Herstellerunterlagen.

Bei einem CO-Alarm oder begründetem Verdacht auf Abgasaustritt: Gefahrenbereich verlassen, andere nur ohne Eigengefährdung warnen und von außerhalb den Notruf 112 verständigen. Eine verdächtige Anlage nicht probeweise weiterbetreiben.


Lerneinheit 1: Der Abgasweg

Zeit: 10 Minuten

Bei einer Verbrennung entstehen Wärme und Abgase. Eine sichere Abgasanlage führt die Abgase bestimmungsgemäß ins Freie.

Funktionskette:

Verbrennungsluft Wärmeerzeuger Abgasweg Außenluft
Sauerstoff für die Verbrennung Brennstoff setzt Wärme frei Abgas wird transportiert Abgas tritt an der zulässigen Mündung aus
→ → → →

Merksatz: Ein sicherer Abgasweg benötigt eine geeignete Verbrennungsluftversorgung, passende Druckverhältnisse und eine dafür ausgelegte Abgasanlage.

Bild: Beispiel eines Brennwert-Wärmeerzeugers. Boulderhydronics, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.

Bildauftrag: Suche am abgebildeten Gerät den Bereich, an dem die Abgasführung angeschlossen sein könnte. Eine eindeutige Bewertung ist nur mit den Geräteunterlagen möglich.


Druck und Abgasströmung

Abgas strömt, wenn eine geeignete Druckdifferenz vorhanden ist.

Betriebsprinzip Funktion Sicherheitsanforderung
Unterdruckbetrieb Beispielsweise kann thermischer Auftrieb den Abgastransport unterstützen. Ausreichende Strömung und sichere Verbrennungsluftversorgung müssen gewährleistet sein.
Überdruckbetrieb Ein Gebläse kann einen Druck oberhalb des Umgebungsdrucks im Abgasweg erzeugen. Das Abgassystem muss für diesen Druck und die erforderliche Dichtheit geeignet sein.

Der tatsächliche Druck hängt unter anderem vom Betriebspunkt, der Abgastemperatur, den Strömungswiderständen und den Umgebungsbedingungen ab.

Achtung: Die Druckverhältnisse der Gasversorgungsleitung dürfen nicht mit denen der Abgasanlage verwechselt werden.

Bild: Schematische Konvektion, nicht als Installationsschema verwendbar. Dandelion11, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.

Basisfrage: Warum kann wärmeres Gas gegenüber kälterer Umgebungsluft aufsteigen?

Feedback: Erwärmtes Gas besitzt unter vergleichbaren Bedingungen häufig eine geringere Dichte. Zusammen mit der Anordnung des Strömungswegs kann daraus thermischer Auftrieb entstehen. Dieser allein garantiert jedoch keine sichere Abgasabführung.


Lerneinheit 2: Die Abgastemperatur

Zeit: 10 Minuten

Die Temperatur beeinflusst Auftrieb, Wärmeübertragung und Kondensation.

Vergleich Herkömmlicher Heizkessel Brennwertkessel
Abgaswärme Ein größerer Anteil der Wärme verlässt häufig den Kessel mit dem Abgas. Zusätzliche Wärme des Abgases wird nutzbar gemacht.
Abgastemperatur Häufig höher Häufig niedriger
Kondensat Im dafür vorgesehenen trockenen Abgasbetrieb möglichst zu vermeiden Im bestimmungsgemäßen Brennwertbetrieb vorgesehen
Abgasführung Muss zu Temperatur und Betriebsweise passen. Muss auch für den vorgesehenen Feuchte- und Druckbetrieb geeignet sein.

Bild: Prinzip der Brennwerttechnik. Kino, CC BY-SA 2.0 DE, Wikimedia Commons.

Video: WOLF erklärt die Brennwerttechnik – 100SekundenPhysik.

Videoauftrag: Erkläre den Zusammenhang zwischen Abgaskühlung und zusätzlicher Wärmenutzung.


Energie-Fall: Zwei Rücklauftemperaturen

Ein fiktiver Brennwertkessel arbeitet in zwei Betriebssituationen.

Situation Heizungsrücklauf Mögliche Wirkung
A Vergleichsweise warm Geringere Abgaskühlung und möglicherweise geringere Brennwertnutzung
B Vergleichsweise kühl Stärkere Abgaskühlung und unter geeigneten Bedingungen mehr Kondensation

Deine Entscheidung: Welche Situation begünstigt die Brennwertnutzung?

Lösung: Situation B.

Begründetes Feedback: Kühleres Rücklaufwasser kann mehr Wärme aus dem Abgas aufnehmen. Dadurch kann Wasserdampf kondensieren und zusätzliche Wärme freisetzen. Ob und wie stark dies geschieht, hängt vom tatsächlichen Betrieb ab.

Video: Haustechnik Voßwinkel – Unterschiede zwischen Heizwert und Brennwert.

Wichtig: Eine niedrigere Abgastemperatur macht einen vorhandenen Schornstein nicht automatisch geeignet. Druck, Feuchte, Korrosionsbeständigkeit und die gesamte Systemauslegung müssen überprüft werden.


Lerneinheit 3: Luft-Abgas-Systeme

Zeit: 10 Minuten

Bei einem Luft-Abgas-System (LAS) sind Verbrennungsluftweg und Abgasweg voneinander getrennt.

Ein konzentrisches System führt die Abgase gewöhnlich im inneren Kanal nach außen. Die Verbrennungsluft strömt durch den äußeren Bereich zum Wärmeerzeuger.

Bild: Beispiel eines Luft-Abgas-Schornsteins. Schornsteinwerk K.-H. Schreyer GmbH, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.

Vereinfachtes Funktionsschema:

Außenbereich Getrennte Leitungswege Wärmeerzeuger
Frischluft ↓ Verbrennungsluftkanal ↓ Luftzufuhr
Abgasmündung ↑ Abgaskanal ↑ Abgasaustritt des Geräts

Merke: Beide Ströme dürfen sich nicht unkontrolliert vermischen. Ein LAS muss als geeignetes Gesamtsystem geplant und nachgewiesen werden.

Bild: Prinzipdarstellung eines Brennwertkessels. Kaboldy, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.

Anwendungsfrage: Ein alter Heizkessel soll durch einen Brennwertkessel ersetzt werden. Darf seine vorhandene Abgasführung ohne weitere Prüfung übernommen werden?

Lösung: Nein.

Feedback: Die Eigenschaften des neuen Wärmeerzeugers können von denen des alten Geräts abweichen. Deshalb sind die Eignung der vorhandenen Anlage und gegebenenfalls ein neues Abgassystem fachlich nachzuweisen.


Lerneinheit 4: Das Gebäude als System

Zeit: 15 Minuten

Der sichere Betrieb einer Feuerstätte hängt auch vom Gebäude ab. Eine dichte Gebäudehülle, Lüftungseinrichtungen und Abluftanlagen können die Verbrennungsluftversorgung beeinflussen.

Gebäudemodell A: Bestehendes Wohnhaus

Gebäudebereich Schematische Ausstattung Fachliche Frage
Dach Schornsteinmündung Ist die Ableitung ins Freie geeignet?
Obergeschoss Wohnräume Bestehen Wechselwirkungen mit Luftströmungen?
Erdgeschoss Küche mit Abluftanlage Können sich Druckverhältnisse verändern?
Keller Raumluftabhängiger Gas-Heizkessel Ist die Verbrennungsluftversorgung ausreichend?

Gebäudemodell B: Geplante Modernisierung

Gebäudebereich Geplante Änderung Erforderliche Bewertung
Dach Neue Abgasführung wird erwogen. Mündung und Abgasweg fachlich planen.
Gebäudehülle Neue, dichtere Fenster Auswirkungen auf den Luftverbund untersuchen.
Küche Leistungsfähige Ablufthaube Gleichzeitigen Betrieb mit Feuerstätten sicherheitstechnisch bewerten.
Keller Geplanter Brennwertkessel Gerät, Luftversorgung und Abgassystem aufeinander abstimmen.

Modellauftrag: Vergleiche A und B und markiere alle Veränderungen, die eine neue Sicherheitsbewertung notwendig machen.


Diagnose-Fall: Abluft und Unterdruck

Eine raumluftabhängige Feuerstätte befindet sich in einem Gebäude mit neuer Abluftanlage.

Was könnte passieren?

Die Abluftanlage kann den Druck im Gebäude verändern. Unter ungünstigen Bedingungen kann dadurch die Verbrennungsluftversorgung beeinträchtigt werden oder Abgas in Aufenthaltsbereiche gelangen.

Fachliche Konsequenz: Die Kombination muss durch Berechtigte beurteilt und gegebenenfalls mit geeigneten, zugelassenen Sicherheitsmaßnahmen abgesichert werden.

Video: Sven Gogol, Schornsteinfegermeisterbetrieb – Abgaswegeprüfung nach der Kehr- und Überprüfungsordnung.

Videoauftrag: Notiere drei Schutzziele einer Abgaswegeprüfung. Nutze dazu die Begriffe Luftversorgung, Verbrennung und Abgasableitung.


Lerneinheit 5: Sicherheit und Abgasdiagnose

Zeit: 10 Minuten

Kohlenmonoxid (CO) ist ein besonders gefährliches Verbrennungsgas. Es ist farb- und geruchlos und kann bei unvollständiger Verbrennung entstehen.

Bild: Kohlenmonoxid-Warnmelder. Wikimedia-Benutzer 384, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.

Ein CO-Warnmelder kann zusätzlich warnen, ersetzt aber weder eine sichere Anlage noch vorgeschriebene Überprüfungen.

Hygiene- und Sicherheitsfall:

In einer Wohnung wird während des Heizbetriebs ein CO-Alarm ausgelöst.

Entscheidung Bewertung Begründung
Weiterheizen und abwarten Falsch Eine gefährliche CO-Belastung ist möglich.
Abgasrohr selbst öffnen Falsch Eigengefährdung und unkontrollierter Abgasaustritt sind möglich.
Gefahrenbereich verlassen und Hilfe von außen verständigen Richtig Die unmittelbare Sicherheit der Menschen hat Vorrang.

Wasserstoff als besonderer Sicherheitsbereich:

Wasserstofffähige Geräte und Abgassysteme benötigen passende technische Nachweise. Die Bezeichnung „H2-ready“ allein stellt keine Freigabe für beliebige Wasserstoffanteile oder die Umstellung eines Bestandsgeräts dar.

Gerätekennzeichnung, Herstellerunterlagen, verwendete Gasbeschaffenheit, geltende Regeln und die Eignung der gesamten Anlage sind durch qualifizierte Fachkräfte zu prüfen.


Ausbildungsfall: Heizungsmodernisierung im Bestandsgebäude

Zeit: 20 Minuten

Auftrag: Du unterstützt eine Fachkraft bei der Dokumentation einer geplanten Heizungsmodernisierung. Du führst keine Arbeiten an der Anlage aus.

Objekt: Einfamilienhaus aus den 1980er-Jahren.

Bekannte Informationen:

  1. Im Keller arbeitet ein älterer raumluftabhängiger Gas-Heizkessel.
  2. Der vorhandene Schornstein wurde ursprünglich für die bisherige Feuerstätte vorgesehen.
  3. Neue Fenster haben die Gebäudehülle dichter gemacht.
  4. In der Küche ist eine Ablufthaube vorhanden.
  5. Der Eigentümer möchte auf ein Gas-Brennwertgerät wechseln.

Arbeitsauftrag: Erstelle eine fachliche Vorprüfung anhand der Unterlagen. Benenne Risiken, fehlende Nachweise und zuständige Fachstellen.


Schritt 1: Informationen ordnen

Beobachtung Bedeutung
Alter Heizkessel Bisherige Geräte- und Abgasdaten werden benötigt.
Bestehender Schornstein Eignung für ein anderes Gerät ist offen.
Neue Fenster Verbrennungsluftversorgung kann verändert sein.
Ablufthaube Mögliche Beeinflussung der Druckverhältnisse
Neues Brennwertgerät Neue Anforderungen an Abgassystem und Kondensatführung sind möglich.


Schritt 2: Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Orientierung

Denke an die drei Leitgrößen Druck, Temperatur und sichere Ableitung.

Hilfe 2 – Analyse

Vergleiche die bisherige mit der geplanten Betriebsweise. Unterscheide Verbrennungsluftversorgung, Abgasweg und Kondensat.

Hilfe 3 – Entscheidung

Formuliere, welche Angaben und Freigaben vor einer fachlich verantworteten Umsetzung vorliegen müssen. Eine Sichtprüfung allein genügt nicht als Eignungsnachweis.


Schritt 3: Musterlösung

Eine fachliche Vorprüfung muss unter anderem Geräteart und Betriebsweise, Herstellerdaten, Eignung und Zustand der vorhandenen Abgasanlage, erforderliche Berechnung, Verbrennungsluftversorgung, Ablufteinrichtungen sowie Kondensatführung berücksichtigen.

Die Fachplanung ist mit den zuständigen Beteiligten, insbesondere dem ausführenden Fachbetrieb und der bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegerperson, abzustimmen. Die erforderlichen Nachweise und Freigaben richten sich nach dem konkreten Vorhaben und dem geltenden Recht.

Begründetes Feedback: Die bloße Feststellung, dass ein Schornstein vorhanden ist, reicht nicht aus. Erst die nachgewiesene Eignung des Gesamtsystems ermöglicht eine fachlich verantwortete Entscheidung.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben

Niveau Aufgabe Begründetes Feedback
Basis Zeichne auf Papier den Weg von Verbrennungsluft und Abgas ein. Richtig ist eine Darstellung mit erkennbarer Luftzufuhr, Feuerstätte und sicherer Abgasableitung. Bei einem LAS sind die Wege voneinander getrennt.
Anwendung Bewerte die zusätzliche Ablufthaube im Ausbildungsfall. Sie kann die Druckverhältnisse beeinflussen. Deshalb ist eine fachliche Bewertung des gemeinsamen Betriebs erforderlich.
Transfer Begründe, warum ein neuer Wärmeerzeuger auch Änderungen am Schornstein erforderlich machen kann. Druck, Temperatur, Feuchte und Abgasmassenstrom können sich ändern. Die bisherige Auslegung kann deshalb unpassend sein.

Selbstkontrolle: Eine gute Antwort benennt nicht nur eine Maßnahme, sondern begründet sie durch eine technische Ursache und ein Sicherheitsziel.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Hauptfunktion hat eine Abgasanlage? (Sichere Ableitung der Verbrennungsgase ins Freie) (!Erhöhung des Heizwasserdrucks) (!Speicherung von Heizenergie) (!Verteilung von Trinkwasser)




Wodurch kann natürlicher Schornsteinzug unterstützt werden? (Durch thermischen Auftrieb) (!Durch die Heizkreispumpe) (!Durch den Trinkwasserdruck) (!Durch die Raumbeleuchtung)




Was ist bei einem Abgassystem im Überdruckbetrieb besonders wichtig? (Eignung für den Betriebsdruck und erforderliche Dichtheit) (!Möglichst große unkontrollierte Öffnungen) (!Ein möglichst undichter Abgasweg) (!Eine grundsätzlich offene Verbindung zum Wohnraum)




Wo werden beim typischen konzentrischen Luft-Abgas-System die Abgase geführt? (Im inneren Abgaskanal) (!Im Heizungsrücklauf) (!Im Trinkwasserrohr) (!Im gesamten Wohnraum)




Was kann beim Abkühlen feuchter Verbrennungsgase entstehen? (Kondensat) (!Trinkwasser unter Netzdruck) (!Elektrischer Strom) (!Heizöl)




Warum muss ein Schornstein beim Austausch des Heizkessels überprüft werden? (Weil sich Druck und Temperatur und Feuchteverhältnisse ändern können) (!Weil jeder Schornstein immer erneuert werden muss) (!Weil die Wandfarbe die Abgastemperatur festlegt) (!Weil der Heizkörper die Mündung ersetzt)




Eine Ablufthaube wird mit einer raumluftabhängigen Feuerstätte kombiniert. Was ist fachlich richtig? (Die Auswirkungen auf Druck und Verbrennungsluft fachlich bewerten) (!Die Abgasleitung eigenständig öffnen) (!Die Lüftungseinrichtung ohne Prüfung überbrücken) (!Die Verbrennungsluftversorgung ignorieren)




Wie reagierst Du bei einem CO-Alarm im Gebäude? (Gefahrenbereich verlassen und Hilfe von außen verständigen) (!Den Heizkessel probeweise stärker betreiben) (!Die Abgasanlage selbst zerlegen) (!Den Alarm ohne weitere Reaktion ignorieren)




Was bedeutet eine H2-ready-Kennzeichnung für eine bestehende Heizungsanlage? (Die konkrete Wasserstoffeignung muss anhand der Freigaben geprüft werden) (!Jede Gasheizung darf sofort mit reinem Wasserstoff betrieben werden) (!Die Abgasanlage ist automatisch für jedes Gas geeignet) (!Die bestehenden Sicherheitsanforderungen entfallen)




Welche Entscheidung ist vor der Nutzung einer neuen Feuerstätte fachlich erforderlich? (Erforderliche Eignungsnachweise und Freigaben des Gesamtsystems prüfen) (!Allein das Alter des Hauses betrachten) (!Nur die Farbe des Schornsteins kontrollieren) (!Auf die Herstellerunterlagen verzichten)





Begründetes Quiz-Feedback

Frage Erklärung
1 Abgase müssen sicher ins Freie gelangen, nicht in Aufenthaltsbereiche.
2 Temperatur- und Dichteunterschiede können den natürlichen Abzug unterstützen.
3 Bei Überdruck sind Druckeignung und Dichtheit besonders sicherheitsrelevant.
4 Im typischen konzentrischen LAS transportiert der innere Kanal das Abgas.
5 Beim Unterschreiten des jeweiligen Taupunkts kann Wasserdampf kondensieren.
6 Ein anderer Wärmeerzeuger kann andere Bedingungen für die Abgasanlage erzeugen.
7 Eine Abluftanlage kann die Strömungs- und Druckverhältnisse im Gebäude verändern.
8 Bei möglicher CO-Gefährdung steht die Sicherheit von Menschen an erster Stelle.
9 Eine Wasserstofffreigabe gilt nur für die tatsächlich nachgewiesenen Bedingungen.
10 Eine sichere Inbetriebnahme setzt die jeweils erforderlichen Nachweise voraus.


Memory

Finde die passenden Begriffspaare.

Druckdifferenz Treibende Kraft des Gasstroms
Thermischer Auftrieb Dichteunterschied durch Erwärmung
Verbrennungsluft Sauerstoffversorgung der Feuerstätte
Gebläse Mechanische Strömungsunterstützung
Kondensat Flüssigkeit aus abgekühltem Abgas
Luft-Abgas-System Getrennte Luft- und Abgaswege
Abgasmündung Übergang des Abgaswegs ins Freie
Undichtheit Unerwünschter Gasaustritt





Drag and Drop

Ordne die Fachbegriffe den passenden Funktionsbereichen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktionsbereich
Druck Strömungsantrieb
Temperatur Thermischer Zustand
Kondensat Feuchteanfall
Dachmündung Austrittsort
Gerätedatenblatt Planungsgrundlage
Fachabnahme Sicherheitsfreigabe





Kreuzworträtsel

Unterdruck Wie heißt der Druckzustand unterhalb eines Bezugsdrucks?
Kondensat Wie heißt die Flüssigkeit aus kondensiertem Wasserdampf?
Gebläse Welches technische Bauteil unterstützt eine Strömung mechanisch?
Schornstein Welches Bauwerk dient der Ableitung von Verbrennungsgasen?
Sauerstoff Welches Gas aus der Luft wird für die Verbrennung benötigt?
Dichtheit Welche Eigenschaft verhindert unerwünschten Gasaustritt?





LearningApps

Die Suchansicht zeigt verfügbare Lernmaterialien. Fremde Aufgaben müssen vor der Verwendung fachlich und hinsichtlich ihrer Nutzungsrechte geprüft werden.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Wärmeerzeuger mit Feuerstätte benötigt ausreichend

.
Die bei der Verbrennung entstehenden Gase werden durch eine

ins Freie geleitet.
Eine geeignete Druckdifferenz ermöglicht die

.
Ein Schornstein kann den Abgastransport durch thermischen

unterstützen.
Ein Gebläse kann im Abgasweg einen

erzeugen.
Die Eigenschaft gegen unkontrollierten Gasaustritt heißt

.
Die Temperatur beeinflusst die Abkühlung und mögliche

.
Bei einem Brennwertkessel entsteht bestimmungsgemäß häufig

.
Die zusätzliche Nutzung von Kondensationswärme bezeichnet man als

.
In einem typischen konzentrischen Luft-Abgas-System verläuft das Abgas im

.
Eine Ablufthaube kann die Druckverhältnisse im

beeinflussen.
Unvollständige Verbrennung kann gefährliches

erzeugen.
Für einen Gerätetausch muss die Eignung des Abgaswegs fachlich

werden.
Wasserstoffanwendungen benötigen die passenden technischen

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Abgasweg zeichnen: Zeichne eine vereinfachte Abgasanlage auf Papier. Beschrifte Luftzufuhr, Feuerstätte, Abgasleitung und Mündung.
  2. Bilder beschreiben: Wähle zwei Kursbilder und beschreibe jeweils eine wichtige Funktion.
  3. Energiekarte erstellen: Gestalte eine Lernkarte, die den Unterschied zwischen Abgaswärme und zusätzlich genutzter Kondensationswärme erklärt.
  4. Sicherheitsplakat: Erstelle ein Plakat mit einer kurzen Warnung vor CO und dem richtigen Verhalten im Gefahrenfall.


Standard

  1. Druckmodell: Gestalte ein beschriftetes Papiermodell, das natürliche und mechanisch unterstützte Abgasströmung unterscheidet.
  2. Gebäudeschnitt: Zeichne ein Wohnhaus mit einem schematischen Luft-Abgas-System. Stelle die getrennten Strömungswege farblich dar.
  3. Bestandsanalyse: Erstelle zum Ausbildungsfall eine Tabelle mit bekannten Informationen, offenen Fragen und erforderlichen Fachnachweisen.
  4. Fachinterview: Entwickle fünf Interviewfragen für eine qualifizierte Fachperson zu Abgasführung, Prüfungen und Sicherheit. Ein Interview findet nur nach Absprache statt.


Schwer

  1. Erklärvideo: Produziere ein zweiminütiges Video mit Zeichnungen, das den Zusammenhang zwischen Abgastemperatur und Kondensation erläutert. Verwende keine realen Verbrennungsversuche.
  2. Systemvergleich: Entwickle zwei Gebäudemodelle mit unterschiedlichen Wärmeerzeugern. Vergleiche Verbrennungsluftversorgung und Anforderungen an die Abgasführung.
  3. Diagnosekonferenz: Entwirf drei fiktive Auffälligkeiten an einer Abgasanlage. Gib plausible Ursachen, Informationsbedarf und sichere Eskalationswege an, ohne Reparaturanleitungen zu formulieren.
  4. Fachrecherche: Untersuche anhand offizieller Fachquellen, welche Nachweise für die Wasserstoffeignung einer Gasfeuerstätte und ihres Abgassystems erforderlich sein können. Unterscheide Marketingangaben von technischen Freigaben.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite die Aufgaben schriftlich oder in einer betreuten Präsentation. Entscheidend sind technische Zusammenhänge und nachvollziehbare Begründungen.

  1. Systementscheidung: Ein Bestandskessel wird gegen ein Brennwertgerät ausgetauscht. Erkläre, weshalb die alte Abgasanlage nicht allein aufgrund ihrer bisherigen Funktion freigegeben werden kann.
  2. Druckanalyse: Vergleiche natürliche und gebläseunterstützte Abgasströmung. Erkläre, warum unterschiedliche Anforderungen an die Abgasanlage entstehen können.
  3. Temperaturanalyse: Begründe, wie sich eine Abkühlung der Abgase auf die Energienutzung und die Anforderungen an die Abgasführung auswirken kann.
  4. Gebäudeanalyse: Ein Haus erhält dichtere Fenster und eine neue Ablufthaube. Erkläre, welche Risiken bei einer raumluftabhängigen Feuerstätte betrachtet werden müssen.
  5. Sicherheitsentscheidung: Ein fiktiver CO-Alarm tritt während des Heizbetriebs auf. Begründe eine sichere Handlung und erkläre, weshalb eigenständige Prüfversuche ungeeignet sind.
  6. Technologietransfer: Ein Bestandsgerät wird als wasserstofffähig beworben. Erkläre, welche zusätzlichen Informationen vor einer fachlichen Entscheidung benötigt werden.

Bewertungsmaßstab:

Kriterium Erwartete Leistung
Funktionsverständnis Luft, Druck, Temperatur und Abgasweg korrekt miteinander verknüpfen
Analyse Risiken und fehlende Informationen erkennen
Transfer Fachwissen auf einen neuen Gebäudefall übertragen
Sicherheit Grenzen der eigenen Zuständigkeit und erforderliche Fachfreigaben beachten
Begründung Technische Ursache und Sicherheitsziel nachvollziehbar verbinden




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du Folgendes vorlegen können:

  1. Ein beschriftetes Funktionsschema einer Abgasführung.
  2. Eine fachlich richtige Erklärung der Druck- und Temperaturverhältnisse.
  3. Eine begründete Unterscheidung zwischen Unterdruck- und Überdruckbetrieb.
  4. Eine Darstellung von Brennwertnutzung und Kondensatbildung.
  5. Eine Analyse der Wechselwirkung zwischen Gebäude, Lüftung und Feuerstätte.
  6. Eine schriftliche Lösung des Ausbildungsfalls mit offenen Fachprüfungen.
  7. Eine sichere Entscheidung zu einem fiktiven Abgas- oder CO-Gefährdungsfall.
  8. Eine kurze Quellenliste und eine dokumentierte Medienrechteprüfung.

Lernziel erreicht: Du kannst die wesentlichen Funktionen erklären, Risiken erkennen und begründen, wann eine qualifizierte fachliche Prüfung erforderlich ist.




OERs zum Thema


Wikipedia: Luft-Abgas-System


Wikipedia: Brennwertkessel

Hinweis: Wikipedia dient als ergänzende Lernquelle, nicht als Ersatz für gültige technische Regeln, Herstellerunterlagen oder behördliche Anforderungen.


Fachquellen und aktuelle Vorgaben

Die folgenden Quellen wurden für die fachliche Einordnung herangezogen. Die jeweils gültige Fassung und ihre Anwendbarkeit auf die konkrete Anlage müssen vor der praktischen Umsetzung erneut geprüft werden.

  1. DVGW – Hausinstallation und TRGI: Anforderungen an Gasinstallationen und Abgasführung; insbesondere DVGW G 600.
  2. DVGW – Gasgerätetechnik: Gerätearten, Kennzeichnung und Gasbeschaffenheit.
  3. Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks: Abgaswegeprüfung, Verbrennungsluftversorgung und Messungen.
  4. Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks – Verbrennungsluftzufuhr: Wechselwirkungen mit Abluftanlagen.
  5. Kehr- und Überprüfungsordnung – KÜO: Bundesrechtlicher Rahmen; Stand der Quelle 2026.
  6. Bauministerkonferenz – Mustervorschriften: Muster-Feuerungsverordnung und technische Baubestimmungen. Maßgeblich sind die landesrechtlich geltenden Vorschriften.
  7. DIN EN 13384-1:2019-09: Wärme- und strömungstechnische Berechnung für eine Verbrennungseinrichtung.
  8. DIN – Veröffentlichungen zu EN 13384: Übersicht zu Einzel- und Mehrfachbelegung. Die Ausgaben DIN EN 13384-1:2025-06 und DIN EN 13384-2:2026-05 sind in der geprüften Übersicht Norm-Entwürfe, nicht die dort als aktuell gekennzeichneten Normausgaben.
  9. DVGW G 655:2025 – H2-Ready Gasanwendung: Hinweise für Planung, Umstellung und Betrieb wasserstoffhaltiger Gasanwendungen.
  10. Viessmann – Gas-Brennwerttechnik: Ergänzende Funktionsdarstellung der Brennwertnutzung.

Fachfreigabe vor der Praxis: Herstellerfreigaben, Systemzulässigkeit, erforderliche Berechnungen und Nachweise, Landesfeuerungsverordnung, bauaufsichtliche Anforderungen sowie die Zuständigkeit des Fachbetriebs und der Schornsteinfegerperson sind objektbezogen zu klären.


Medienrechte und Verwendung

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Für eigene Lernprodukte sind nur entsprechend freigegebene Medien zu übernehmen. Technische Darstellungen dienen hier dem Verständnis und ersetzen keine freigegebenen Planungszeichnungen.



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