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Verkauf und Einzelhandel mit technischen Waren – Waren ansprechend und übersichtlich präsentieren

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Verkauf und Einzelhandel mit technischen Waren – Waren ansprechend und übersichtlich präsentieren

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Verkauf und Einzelhandel mit technischen Waren – Waren ansprechend und übersichtlich präsentieren


Einleitung

Lernkurs für die Ausbildung im Einzelhandel

Leitfrage: Wie präsentierst Du technische Waren so, dass Kundinnen und Kunden sie schnell finden, verstehen, vergleichen und erreichen können?

Drei Lernziele:

  1. Orientierung: Den richtigen Produktbereich schnell finden.
  2. Information: Technische Unterschiede einfach verstehen.
  3. Zugänglichkeit: Produkte möglichst einfach und sicher erreichen und ausprobieren.

Zielgruppe: Auszubildende im Verkauf und Einzelhandel mit technischen Waren.

Lernformat: Sechs kurze Lerneinheiten mit Bildern, Videos, einem fiktiven Ausbildungsfall, Produktvergleich, Verkaufsgespräch, kaufmännischen Berechnungen und interaktiven Aufgaben.

Zeitbedarf: Etwa 60 bis 90 Minuten einschließlich ausgewählter Übungen; die offenen Projekte benötigen zusätzliche Zeit.

Wichtig: Alle Personen, Geschäftsnamen, Produkte, Preise, Einkaufskosten und Verkaufszahlen im Ausbildungsfall sind vollständig fiktiv. Sie sind Modellannahmen für Lernzwecke, keine realen Marktangebote oder Produkteigenschaften.

Rechtsstand: Deutschland, geprüft am 10. Oktober 2026. Vor einer betrieblichen Umsetzung sind die jeweils geltenden Vorschriften und produktspezifischen Kennzeichnungspflichten erneut zu prüfen.

Bildauftrag: Betrachte das Elektrofachgeschäft. Wo würdest Du zuerst suchen? Welche zusätzlichen Hinweisschilder könnten die Orientierung verbessern?


Der Ausbildungsfall: Technikpunkt Nord

Fiktiver Ausbildungsbetrieb: Technikpunkt Nord

Fiktive Auszubildende: Sam Berger

Fiktive Kundin: Mira Falk

Sam erhält den Auftrag, einen Verkaufsbereich für USB-C-Ladegeräte neu zu gestalten.

Die bisherige Präsentation hat drei Probleme:

  1. Produkte sind nicht nach ihrem Verwendungszweck sortiert.
  2. Preise und technische Unterschiede sind schwer zu erkennen.
  3. Vorführgeräte und Verpackungen sind schlecht erreichbar.

Arbeitsauftrag: Gestalte eine übersichtliche Präsentation mit einer klaren Orientierung, verständlichen Produktinformationen und gut zugänglichen Waren.

Vorher Nachher
Unklare Warenordnung Beschriftete Warengruppen
Kleine, uneinheitliche Produktinformationen Einheitliche Vergleichsschilder
Verdeckte Produkte Freie Sicht und gut erreichbare Waren
Nicht zugeordnete Preise Eindeutige, gut lesbare Gesamtpreise

Deine Aufgabe: Begleite Sam durch sechs Lerneinheiten. Nach jeder Einheit triffst Du eine eigene Entscheidung.


Lerneinheit 1: Orientierung im Verkaufsraum

Dauer: ca. 6 Minuten


Sehen und vergleichen

Bildvergleich: Welcher Bereich wirkt übersichtlicher? Welche Merkmale helfen beim Vergleichen?

Die beiden Aufnahmen zeigen Beispiele aus unterschiedlichen Handelsbereichen. Sie dokumentieren keine Geschäftsdaten des fiktiven Ausbildungsfalls.

Merksatz: Eine gute Warenpräsentation hilft zuerst beim Finden und danach beim Auswählen.


Drei Orientierungshilfen

Hilfsmittel Nutzen
Warengruppenschild Schnelles Auffinden
Einheitliche Regalordnung Einfacher Produktvergleich
Freier Kundenweg Bessere Zugänglichkeit

Beispiel für den Ausbildungsfall:

USB-C-Ladegeräte
Smartphone Tablet Notebook
Bis 20 W Bis 45 W Bis 65 W

Achtung: Diese Zuordnung dient nur als grobes Beispiel für eine Regalstruktur. Die tatsächlich benötigte Ladeleistung hängt vom jeweiligen Endgerät ab.


Basisaufgabe

Ordne die drei fiktiven Ladegeräte so an, dass die maximale Ladeleistung von links nach rechts steigt.

Gestufte Hilfe:

  1. Hilfe 1: Suche nach einer Eigenschaft, die alle Geräte gemeinsam haben.
  2. Hilfe 2: Vergleiche die Wattangaben.
  3. Hilfe 3: Beginne mit 20 W, danach folgen 45 W und 65 W.

Feedback: Die Reihenfolge 20 W – 45 W – 65 W ist nachvollziehbar, weil das gleiche Vergleichsmerkmal verwendet wird. Sie ersetzt aber keine Beratung zur Gerätekompatibilität.


Lerneinheit 2: Technische Produkte verständlich präsentieren

Dauer: ca. 8 Minuten


Der USB-C-Anschluss

USB-C beschreibt zunächst die Form des Anschlusses.

USB Power Delivery ist dagegen ein Verfahren zur abgestimmten Stromversorgung kompatibler Geräte.

Wichtig: Ein passender Stecker allein garantiert weder die benötigte Ladeleistung noch eine bestimmte Ladegeschwindigkeit.

Beim Vergleich musst Du das Ladegerät, das Kabel und die Anforderungen des Endgeräts berücksichtigen.


Interaktiver Produktvergleich

Alle Angaben in der folgenden Tabelle sind fiktive Modellannahmen.

Merkmal Modell A Modell B Modell C
Maximale Ladeleistung 20 W 45 W 65 W
USB-C-Ausgänge 1 1 2
USB Power Delivery Ja Ja Ja
Gesamtpreis einschließlich 19 % Umsatzsteuer 14,28 € 29,75 € 35,70 €
Beispielhafte Verwendung Gerät mit Ladebedarf bis 20 W Gerät mit Ladebedarf bis 45 W Kompatibles Gerät mit höherem Ladebedarf

Hinweis zu Modell C: 65 W sind die angenommene maximale Gesamtleistung. Bei gleichzeitiger Nutzung beider Anschlüsse muss die Leistungsaufteilung anhand der technischen Unterlagen geprüft werden.

Vergleichsauftrag: Welches Modell würdest Du besonders sichtbar präsentieren? Begründe Deine Wahl anhand des Kundenbedarfs und nicht allein anhand des Preises.


Das Verkaufsgespräch als Lernmedium

Situation: Die fiktive Kundin Mira Falk benötigt ein Ladegerät für ein Notebook.

Rolle Gespräch
Mira „Ich brauche ein neues Ladegerät für mein Notebook.“
Sam „Welche Ladeleistung benötigt Dein Notebook laut Hersteller?“
Mira „45 Watt. Der Hersteller nennt USB Power Delivery. Ich möchte höchstens 30 Euro ausgeben.“
Sam „Dann vergleichen wir die Anschlüsse und technischen Angaben der passenden Geräte.“

Deine Entscheidung:

Welches Ladegerät würdest Du auf Grundlage der ausdrücklich angenommenen Kompatibilität empfehlen?

Musterlösung: Modell B.

Begründetes Feedback: Das Modell bietet in diesem fiktiven Fall die benötigte Leistung von 45 W und kostet 29,75 €. Modell A erreicht die benötigte Leistung nicht. Modell C ist teurer als das Kundenbudget. Vor dem tatsächlichen Verkauf müssten dennoch Geräte- und Kabelkompatibilität geprüft werden.


Anwendung: Gesprächsmedien einsetzen

Erstelle mit einer zweiten lernenden Person eine kurze Videoaufnahme des Gesprächs. Verwende ausschließlich fiktive Rollen, keine echten Kundendaten und keine Aufnahmen Unbeteiligter.

Gesprächsleitfaden:

Phase Deine Leitfrage
Begrüßung Wie kann ich Dir helfen?
Bedarf Welches Gerät möchtest Du laden?
Vergleich Welche Unterschiede sind für Dich wichtig?
Empfehlung Welches Produkt passt nach den geprüften Angaben?

Feedback: Ein gutes Gespräch stellt zunächst offene Fragen, erklärt überprüfbare Produktmerkmale und empfiehlt erst danach ein Gerät. Ungeprüfte Kompatibilitätsversprechen sind zu vermeiden.


Lerneinheit 3: Zugänglichkeit und attraktive Präsentation

Dauer: ca. 6 Minuten


Waren richtig platzieren

Beobachtungsaufgabe: Vergleiche die Produktanordnung, die Erkennbarkeit und die Erreichbarkeit.

Im Einzelhandel werden Regale häufig in verschiedene Regalzonen eingeteilt.

Zone Typische Funktion
Obere Regalzone Zusätzliche Sichtbarkeit und Orientierung
Sichtbereich Gut sichtbare Produktinformationen
Greifbereich Bequeme Entnahme geeigneter Produkte
Untere Regalzone Geeignete Waren und Vorräte

Wichtig: Die tatsächliche Zugänglichkeit hängt von Regalhöhe, Kundengruppe, körperlichen Möglichkeiten und der konkreten Ladengestaltung ab. Nicht jede Person erreicht dieselben Regalzonen gleich gut.


Zugänglichkeit prüfen

Eine kundenfreundliche Präsentation bietet:

  1. Gut lesbare Schilder mit ausreichendem Kontrast.
  2. Möglichst freie und hindernisarme Wege.
  3. Gut erreichbare Produkte oder leicht verfügbare Unterstützung.
  4. Sichere und betreute technische Vorführmöglichkeiten.

Sicherheitsregel: Elektrische Vorführgeräte dürfen nur nach betrieblichen Sicherheitsvorgaben installiert, angeschlossen und betrieben werden. Verwende keine beschädigten Ladegeräte oder Kabel.


Anwendung: Barrieren erkennen

Modellfall: Ein Prospektständer steht unmittelbar vor dem USB-C-Regal. Darüber befindet sich ein sehr kleines Preisschild.

Aufgabe: Entscheide, welche zwei Verbesserungen Vorrang haben.

Musterfeedback: Zuerst den Zugang freimachen und danach die Preisinformation lesbar gestalten. Ein attraktives Regal nützt wenig, wenn Kundinnen und Kunden den Warenbereich nicht erreichen oder die Preise nicht erkennen können.


Lerneinheit 4: Preise und Pflichtangaben korrekt präsentieren

Dauer: ca. 8 Minuten


Preisschilder und digitale Anzeigen

Bildvergleich: Das zweite Foto zeigt eine ausländische Preisdarstellung. Verwende sie nicht als Vorlage für die Einhaltung deutscher Preisangabenpflichten.

Für Verbraucherangebote gelten in Deutschland insbesondere die Vorgaben der Preisangabenverordnung.

Stand 10. Oktober 2026:

  1. Gesamtpreis: Der anzugebende Preis enthält grundsätzlich die Umsatzsteuer und sonstige verpflichtende Preisbestandteile. Maßgeblich ist § 3 PAngV.
  2. Preisauszeichnung: Für unmittelbar entnehmbare Waren gelten die Auszeichnungsvorgaben des § 10 PAngV.
  3. Lesbarkeit: Preisangaben müssen eindeutig zugeordnet und gut erkennbar sein.
  4. Grundpreis: Für bestimmte nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche angebotene Waren kann zusätzlich eine Grundpreisangabe erforderlich sein.
  5. Preisermäßigung: Bei der Bekanntgabe einer Warenpreisermäßigung ist grundsätzlich der niedrigste Gesamtpreis der letzten 30 Tage vor der Ermäßigung anzugeben, soweit keine gesetzliche Ausnahme eingreift.

Die fiktiven Ladegeräte werden als Stückware verkauft. Für diese konkreten Ladegeräte ist in der Modellaufgabe kein Grundpreis vorgesehen. Bei anderen Waren, zum Beispiel nach Länge angebotener Meterware, muss die Grundpreispflicht gesondert geprüft werden.

Gesetzliche Quellen:

  1. § 3 PAngV – Gesamtpreis
  2. § 4 PAngV – Grundpreis
  3. § 10 PAngV – Preisangaben im Handel
  4. § 11 PAngV – Preisermäßigungen


Beispiel für ein Preisschild

Fiktives Modell B
Maximale Ladeleistung 45 W
Anschluss USB-C
Ladestandard USB Power Delivery
Gesamtpreis 29,75 €

Modellannahme: Der Preis enthält 19 % Umsatzsteuer. Die Berechnung setzt voraus, dass keine weiteren verpflichtenden Preisbestandteile anfallen.

Feedback: Modellbezeichnung, technische Kerndaten und Gesamtpreis sind klar erkennbar. Die tatsächlich erforderlichen produktbezogenen Kennzeichnungen, Sicherheitsinformationen und Herstellerangaben müssen anhand des konkreten Produkts zusätzlich geprüft werden. Diese vereinfachte Darstellung ist kein vollständiges Muster aller möglichen Pflichtangaben.


Fall: Werbung mit einem reduzierten Preis

Fiktiver, eigenständiger Aktionsfall:

Für Modell C werden folgende Preise angenommen:

Information Betrag
Früher verwendeter regulärer Preis 35,70 €
Niedrigster Gesamtpreis innerhalb der letzten 30 Tage vor der Ermäßigung 33,32 €
Neuer Aktionspreis 31,99 €

Aufgabe: Welcher frühere Preis muss für die zusätzliche Preisangabe nach § 11 PAngV herangezogen werden?

Musterlösung: 33,32 €.

Begründung: Entscheidend ist grundsätzlich der niedrigste in den letzten 30 Tagen vor der Ermäßigung angewendete Gesamtpreis und nicht automatisch der zuletzt regulär verlangte Preis.

Andere Preiswerbeaussagen müssen ebenfalls wahr und dürfen nicht irreführend sein.


Energielabel bei technischen Waren

Video: Kurz erklärt: EU-Energielabels – Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Videoauftrag: Notiere drei Informationen, die ein Energielabel Verbraucherinnen und Verbrauchern geben kann.

Bei Produkten, für die eine verpflichtende EU-Energieverbrauchskennzeichnung vorgesehen ist, müssen Händler die einschlägigen Kennzeichnungsvorschriften beachten. Dies betrifft beispielsweise bestimmte Fernsehgeräte und Haushaltsgeräte.

Wichtig: Nicht alle Elektroartikel unterliegen denselben Energielabelpflichten. Für die fiktiven USB-C-Ladegeräte darf eine solche Pflicht nicht pauschal angenommen werden.

Amtliche Information: Europäische Kommission – Pflichten von Händlern bei der Energiekennzeichnung


Lerneinheit 5: Kaufmännische Entscheidungen treffen

Dauer: ca. 8 Minuten


Einkaufs- und Verkaufspreise unterscheiden

Für Modell B gelten folgende fiktive Daten:

Kaufmännische Größe Betrag
Nettoeinkaufspreis 18,00 €
Nettoverkaufspreis 25,00 €
Umsatzsteuer bei 19 % 4,75 €
Bruttoverkaufspreis 29,75 €
Vereinfachter Rohertrag je Stück 7,00 €

Rechnung:

Nettoverkaufspreis = 29,75 € / 1,19 = 25,00 €

Vereinfachter Rohertrag = 25,00 € − 18,00 € = 7,00 €

Wichtig: Rohertrag ist nicht dasselbe wie Gewinn. Weitere betriebliche Kosten sind hier noch nicht abgezogen.

Der allgemeine Umsatzsteuersatz beträgt nach § 12 Absatz 1 UStG zum angegebenen Rechtsstand 19 %. Ermäßigte Steuersätze und Steuerbefreiungen gelten nur bei entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen.

Gesetzliche Quelle: § 12 Umsatzsteuergesetz


Videoimpuls: Ein digitales Verkaufsdisplay

Videoquelle: Produktdemonstration des Herstellers fischer, verlinkt in dessen Presseinformation zum interaktiven Verkaufsdisplay.

Arbeitsauftrag: Welche Informationen übermittelt ein digitales Display? Was könnte ein einfaches gedrucktes Vergleichsschild genauso gut leisten?

Quellenkritik: Das Video zeigt eine Herstellerlösung und ist kein neutraler Nachweis für ihren wirtschaftlichen Erfolg.


Der kaufmännische Verkaufsfall

Sam möchte die Präsentation von Modell B verbessern.

Alle Zahlen sind fiktive Modellannahmen.

Messgröße Vorher Nachher
Besucherinnen und Besucher 40 40
Verkäufe Modell B 2 6
Kaufquote Modell B 5 % 15 %

Zusätzliche angenommene Gestaltungskosten: 24,00 € netto.

Aufgaben:

  1. Berechne die zusätzlichen Verkäufe.
  2. Berechne den zusätzlichen vereinfachten Rohertrag.
  3. Ziehe die Gestaltungskosten ab.
  4. Beurteile, ob sich die Maßnahme unter den Modellannahmen rechnet.

Musterlösung:

Zusätzliche Verkäufe = 6 − 2 = 4 Stück.

Zusätzlicher Rohertrag = 4 × 7,00 € = 28,00 €.

Vereinfachter Nettoeffekt = 28,00 € − 24,00 € = 4,00 €.

Begründetes Feedback: Unter den Modellannahmen bleibt ein positiver Betrag von 4,00 €. Das ist jedoch noch kein vollständiger Unternehmensgewinn. Arbeitszeit und weitere Kosten wurden nicht berücksichtigt.

Außerdem beweisen diese wenigen Beobachtungen nicht, dass die Präsentation allein für die höheren Verkäufe verantwortlich war. Dazu wären zusätzliche und vergleichbare Beobachtungen notwendig.


Lerneinheit 6: Warenpräsentation planen und überprüfen

Dauer: ca. 7 Minuten


Dein Präsentationsplan

Zeichne einen kleinen Regalplan für die drei fiktiven Ladegeräte.

Muster eines Planogramms:

USB-C-Ladegeräte
Modell A Modell B Modell C
20 W 45 W 65 W
14,28 € 29,75 € 35,70 €
Einstiegsmodell Mittlerer Leistungsbereich Höherer Leistungsbereich

Gestaltungsauftrag: Ergänze ein Warengruppenschild, eine kurze Vergleichsinformation und einen sicheren, gut zugänglichen Demonstrationsbereich.


Drei Qualitätsfragen

Kriterium Kontrollfrage
Orientierung Finden die Kunden die Produktgruppe ohne langes Suchen?
Information Sind Preise, Unterschiede und technische Grenzen verständlich?
Zugänglichkeit Können unterschiedliche Kunden die Waren gut erreichen oder Unterstützung erhalten?

Transferfeedback: Eine gute Lösung erfüllt alle drei Kriterien. Mehr Werbematerial ist nicht automatisch besser: Es kann die Orientierung sogar verschlechtern.


Differenzierte Lernaufgaben mit gestuften Hilfen


Basisniveau: Erkennen

Aufgabe: Nenne drei Fehler, die in einem unübersichtlichen Verkaufsregal vorkommen können.

Hilfe 1: Denke an Beschilderung, Preise und Erreichbarkeit.

Hilfe 2: Frage Dich, welche Information Du als Kundin oder Kunde zuerst benötigst.

Hilfe 3: Prüfe, ob Warengruppe, Gesamtpreis und Zugriff eindeutig sind.

Musterantwort: Fehlende Warengruppenschilder, falsch zugeordnete Preise und blockierte Produkte.

Feedback: Diese drei Fehler beeinträchtigen jeweils Orientierung, Information oder Zugänglichkeit und können dadurch eine sachgerechte Kaufentscheidung erschweren.


Anwendungsniveau: Entscheiden

Aufgabe: Die fiktive Kundin benötigt ein laut Datenblatt USB-PD-kompatibles 45-W-Ladegerät. Ihr Budget beträgt 30,00 €. Wähle aus den drei fiktiven Modellen und begründe Deine Empfehlung.

Hilfe 1: Prüfe zuerst die benötigte Leistung.

Hilfe 2: Vergleiche anschließend den Gesamtpreis.

Hilfe 3: Beachte, dass die Anschlussform allein keine vollständige Kompatibilitätsaussage erlaubt.

Musterantwort: Modell B, sofern die im Fall angenommenen technischen Bedingungen erfüllt sind.

Feedback: Die Entscheidung verbindet Kundenbedarf, technische Eignung und Preis. Eine bloße Empfehlung des leistungsstärksten oder billigsten Modells wäre weniger kundenorientiert.


Transferniveau: Wirtschaftlich handeln

Aufgabe: Eine andere, vollständig fiktive Abteilung erzielt nach einer Regalumgestaltung zusätzliche Roherträge von 42,00 € und hat dafür 50,00 € zusätzliche Nettokosten.

Bewerte die Maßnahme kaufmännisch und aus Kundensicht.

Hilfe 1: Vergleiche Zusatzrohertrag und Zusatzkosten.

Hilfe 2: Berechne die Differenz.

Hilfe 3: Unterscheide kurzfristige Wirtschaftlichkeit von langfristiger Kundenzufriedenheit.

Musterantwort: Der vereinfachte Nettoeffekt beträgt −8,00 €. Die Maßnahme deckt die angenommenen Zusatzkosten kurzfristig nicht.

Feedback: Die kaufmännische Bewertung ist negativ. Dennoch können bessere Zugänglichkeit und Beratung langfristig nützlich sein. Diese möglichen Effekte müssten gemessen und dürfen nicht einfach als zusätzliche Einnahmen behauptet werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was hilft Kundinnen und Kunden bei der Orientierung in einer Technikabteilung? (Klare Warengruppenschilder) (!Unbeschriftete Regale) (!Verdeckte Produktgruppen) (!Unterschiedliche Preispositionen ohne erkennbare Zuordnung)




Welches Merkmal eignet sich für den direkten Vergleich der fiktiven Ladegeräte? (Maximale Ladeleistung) (!Farbe des Regals) (!Anzahl der Werbeplakate) (!Position des Kassenbereichs)




Was bezeichnet USB Power Delivery? (Ein Verfahren zur abgestimmten Stromversorgung) (!Eine bestimmte Gehäusefarbe) (!Eine gesetzlich festgelegte Verkaufsgebühr) (!Eine Garantie für jede Ladegeschwindigkeit)




Welches fiktive Modell bietet 45 Watt bei einem Gesamtpreis unter 30 Euro? (Modell B) (!Modell A) (!Modell C) (!Keines der Modelle)




Welche Maßnahme verbessert die Zugänglichkeit? (Freie Kundenwege und erreichbare Waren) (!Verstellte Regalzugänge) (!Absichtlich verdeckte Preise) (!Ungesicherte technische Vorführgeräte)




Was enthält der Gesamtpreis bei einem üblichen steuerpflichtigen Verbraucherangebot? (Die Umsatzsteuer und sonstige verpflichtende Preisbestandteile) (!Nur den Nettoeinkaufspreis) (!Nur die Handelsspanne) (!Nur die Verpackungskosten)




Welche Preisangabe kann bei nach Länge angebotener Meterware grundsätzlich zusätzlich zum Gesamtpreis erforderlich sein? (Grundpreis je Meter) (!Monatlicher Mietpreis) (!Stundenlohn des Verkaufspersonals) (!Interner Lagerwert)




Welcher Preis ist bei der Bekanntgabe einer Preisermäßigung nach der allgemeinen Regel des Paragrafen 11 PAngV zusätzlich anzugeben? (Der niedrigste Gesamtpreis der letzten 30 Tage vor der Ermäßigung) (!Immer der höchste jemals verlangte Preis) (!Immer der Preis der direkten Konkurrenz) (!Der interne Nettoeinkaufspreis)




Für welche Waren muss der Einzelhandel die jeweils geltenden EU-Energielabelpflichten beachten? (Für gesetzlich erfasste Produktgruppen) (!Ausnahmslos für jedes USB-C-Kabel) (!Nur für Produkte mit Werberabatt) (!Nur für Waren in verschlossenen Vitrinen)




Wie hoch ist der vereinfachte Rohertrag bei 25 Euro Nettoverkaufspreis und 18 Euro Nettoeinkaufspreis? (7 Euro) (!4 Euro) (!18 Euro) (!43 Euro)





Memory

Finde die passenden Begriffspaare.

Warengruppenschild Schnelle Orientierung
Vergleichstabelle Technische Unterschiede
USB Power Delivery Abgestimmte Stromversorgung
Gesamtpreis Endbetrag einschließlich Umsatzsteuer
Rohertrag Nettoverkaufspreis abzüglich Nettoeinkaufspreis
Greifbereich Leichte Warenentnahme
Planogramm Grafische Regalbelegung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Passendes Element
Orientierung Warengruppenschild
Information Technische Vergleichstabelle
Zugänglichkeit Freier Greifraum
Gesamtpreis Endbetrag an der Ware
Bedarfsermittlung Offene Frage zum Endgerät
Auswertung Vergleich der Kaufquoten





Kreuzworträtsel

Planogramm Wie heißt ein grafischer Belegungsplan für ein Warenregal?
Rohertrag Wie heißt die Differenz zwischen Nettoverkaufspreis und Nettoeinkaufspreis?
Orientierung Welche Eigenschaft erleichtert das Finden einer Warengruppe?
Gesamtpreis Wie heißt der an Verbraucher anzugebende Endpreis einschließlich Umsatzsteuer?
Blickfang Wie heißt ein besonders auffälliges Gestaltungselement?
Kompatibilität Wie heißt die technische Eignung von Geräten und Zubehör füreinander?





LearningApps

Ergänze Deine Übungen durch passende LearningApps zum Kursthema.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine übersichtliche Warenpräsentation erleichtert die

im Verkaufsraum.
Ähnliche technische Produkte werden sinnvoll zu

zusammengefasst.
Eine Vergleichstabelle zeigt technische

verständlich an.
Die maximale Ladeleistung wird in der Einheit

angegeben.
USB Power Delivery ist ein Verfahren zur abgestimmten

.
Eine kundenfreundliche Regalgestaltung berücksichtigt die

der Produkte.
Ein Preisschild muss dem jeweiligen Produkt eindeutig

sein.
Der Preis einschließlich Umsatzsteuer heißt

.
Bei bestimmten Waren kann zusätzlich die Angabe eines

erforderlich sein.
Ein Plan zur Belegung eines Regals heißt

.
Beim Verkaufsgespräch erfolgt vor der Empfehlung eine

.
Der vereinfachte Rohertrag ergibt sich aus Nettoverkaufspreis abzüglich

.
Eine Vergleichsmessung kann Veränderungen der

sichtbar machen.




Offene Aufgaben

Bearbeite insgesamt zwölf Aufgaben. Die Anforderungen steigen schrittweise.


Leicht

  1. Regalbilder vergleichen: Untersuche zwei Bilder aus dem Kurs. Markiere übersichtliche und unübersichtliche Bereiche.
  2. Preisschild gestalten: Erstelle ein gut lesbares Preisschild für das fiktive Modell A.
  3. Stecker erklären: Fertige eine einfache Zeichnung an und erkläre den Unterschied zwischen USB-C und USB Power Delivery.
  4. Kundenweg beschreiben: Zeichne den Weg vom Ladeneingang zur fiktiven Ladegeräteabteilung.


Standard

  1. Beratungsgespräch aufnehmen: Produziere mit fiktiven Rollen ein zweiminütiges Verkaufsgespräch. Verwende ausschließlich eigenes oder rechtmäßig nutzbares Material.
  2. Vergleichskarte erstellen: Gestalte eine Produktvergleichskarte für die drei Modelle mit den wichtigsten Daten.
  3. Regalmodell bauen: Erstelle ein kleines Regalmodell aus Papier oder Karton und ordne die fiktiven Ladegeräte sinnvoll an.
  4. Kalkulation überprüfen: Berechne den Nettoverkaufspreis und den vereinfachten Rohertrag des fiktiven Modells B und kontrolliere Deine Rechenschritte.


Schwer

  1. Verkaufskonzept entwickeln: Entwirf einen vollständigen Präsentationsbereich mit Beschilderung, Produktvergleich und Vorführmöglichkeit.
  2. Zugänglichkeit untersuchen: Entwickle anhand eines anonymisierten Beispiels einen Kriterienkatalog für unterschiedliche Kundenbedürfnisse und begründe Verbesserungen.
  3. Wirtschaftlichkeitsanalyse erstellen: Bewerte eine fiktive Umgestaltung mit Verkaufszahlen, Roherträgen, Kosten und Grenzen der Aussagekraft.
  4. Schulungsvideo produzieren: Drehe ein dreiminütiges Lernvideo über verständliche technische Produktinformationen. Verwende nur fiktive Personenrollen und rechtmäßig nutzbare Medien.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Diese Aufgaben prüfen Zusammenhänge und die Übertragung des Wissens auf neue Situationen.

  1. Regalanalyse: Ein Technikregal erhält mehr Werbeplakate, die Produktgruppen werden aber schwerer erkennbar. Erkläre, warum die Präsentation trotz größerer Auffälligkeit schlechter werden kann.
  2. Kundenfall: Eine fiktive Person möchte ein Ladegerät für mehrere Geräte kaufen. Entwickle eine sinnvolle Reihenfolge der Beratungsfragen und begründe sie.
  3. Preisprüfung: Ein Aktionsschild zeigt nur einen neuen Preis und einen willkürlich gewählten höheren Vergleichspreis. Beschreibe, welche Nachweise und Angaben vor der Veröffentlichung geprüft werden müssen.
  4. Zugänglichkeitskonzept: Entwickle zwei unterschiedliche Lösungen für einen schwer erreichbaren Verkaufsbereich und vergleiche deren Vor- und Nachteile.
  5. Wirtschaftlichkeitsentscheidung: Eine Umgestaltung erzielt mehr Verkäufe, verursacht aber zusätzliche Kosten. Beschreibe, welche Daten Du für eine fundierte Entscheidung benötigst.
  6. Technischer Vergleich: Erkläre, warum ein USB-C-Anschluss und eine hohe Wattzahl allein keine sichere Kaufempfehlung ermöglichen.

Bewertungshinweis: Gute Lösungen nennen nicht nur eine Maßnahme, sondern erläutern ihren Nutzen, ihre Voraussetzungen und mögliche Grenzen.




Lernnachweis

Für einen vollständigen Lernnachweis erstellst Du ein kleines Projektportfolio.

Dein Portfolio enthält:

  1. Regalplan: Eine selbst gezeichnete, übersichtliche Anordnung der fiktiven technischen Waren.
  2. Produktvergleich: Eine verständliche Tabelle mit mindestens drei überprüfbaren technischen Kriterien.
  3. Preisschild: Eine gut lesbare und sachlich begründete Preisangabe auf Grundlage der Modellannahmen.
  4. Verkaufsgespräch: Ein selbst verfasstes Dialogskript mit Bedarfsermittlung und begründeter Empfehlung.
  5. Kaufmännische Auswertung: Eine nachvollziehbare Berechnung des vereinfachten Rohertrags und der Kosten einer Maßnahme.
  6. Reflexion: Eine kurze Begründung, wie Deine Lösung Orientierung, Information und Zugänglichkeit verbessert.
  7. Quellenprüfung: Eine Übersicht der geprüften Fachquellen und der Nutzungsrechte verwendeter Medien.

Bewertungskriterien:

Kriterium Erwartete Leistung
Orientierung Klar gegliederte Produktgruppen
Information Verständliche und richtige Merkmale
Zugänglichkeit Kundengerechter und sicherer Zugang
Rechtliche Sorgfalt Überprüfte und korrekte Angaben
Wirtschaftlichkeit Rechenwege und Grenzen nachvollziehbar
Reflexion Entscheidungen fachlich begründet

Datenschutz: Verwende im Lernnachweis nur fiktive Personen-, Produkt- und Geschäftsdaten. Fertige keine Aufnahmen erkennbarer realer Kundinnen, Kunden oder Beschäftigter ohne erforderliche Einwilligung und weitere rechtliche Prüfung an.




OERs zum Thema


Wikipedia: Merchandising

Der Wikipedia-Artikel behandelt unter anderem die Warenplatzierung, Warenpräsentation und Ladengestaltung.


Weiterführende Lernmedien

  1. HubbS – Lernsituation Warenplatzierung und Regalzonen: Berufsschulmaterial unter CC BY-SA 4.0.
  2. Wikipedia – Einzelhandel: Grundlagen des Handels.
  3. Wikipedia – USB-C: Technische Hintergründe zum Anschluss.
  4. Preisangabenverordnung: Aktuelle amtliche Rechtsquelle.
  5. Umsatzsteuergesetz: Gesetzliche Steuersätze.
  6. Europäische Kommission: Vorgaben zur Energiekennzeichnung im Handel.


Medienrechte und Bildnachweise

Die verwendeten Wikimedia-Commons-Dateien wurden anhand ihrer Dateibeschreibungsseiten ausgewählt. Urheber- und Lizenzangaben sind nachfolgend dokumentiert. Die Bilder werden unverändert eingebunden.

Bild Urheberangabe Lizenz
Elektrofachgeschäft High Contrast CC BY 3.0 DE
Fernsehgerätepräsentation Mr.ちゅらさん CC BY-SA 3.0
Verkaufsregale Alexander Zbitnev CC BY 4.0
USB-C-Anschluss Xxmarijnw CC0 1.0
Elektronikpräsentation ShAfudi KWONGM CC BY-SA 4.0
Elektroartikel im Regal Wolfmann CC BY-SA 4.0
Digitales Preisschild Mattes CC BY 2.0 DE
Ausländisches Preisschild Tessa Bury CC BY 4.0

YouTube-Medien: Die beiden eingebundenen Videos stammen aus veröffentlichten Quellen des Bundesministeriums beziehungsweise des Herstellers fischer. Ihre Einbettung erfolgt über den vorgesehenen YouTube-Player. Aus ihrer öffentlichen Verfügbarkeit folgt keine freie OER-Lizenz. Für Vervielfältigung, Bearbeitung oder Weiterveröffentlichung außerhalb der zulässigen Einbettung müssen die jeweiligen Rechte gesondert geprüft werden.

Hinweis: Fotos realer Verkaufsräume sind Anschauungsmaterial. Sie dokumentieren keine Preise, Umsatzdaten oder Personen des vollständig fiktiven Ausbildungsfalls.

Stand der Quellen- und Medienprüfung: 10. Oktober 2026.


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