Tennisschläger


Tennisschläger
Tennisschläger

Der Tennisschläger ist das zentrale Spielgerät im Tennis. Mit ihm überträgst Du die Bewegung Deines Körpers auf den Ball. Dabei beeinflussen Aufbau, Gewicht, Balance, Kopfgröße, Griff und Besaitung, wie leicht Du den Ball beschleunigen, kontrollieren und mit Drall spielen kannst. In diesem aiMOOC für das Fach Sport in Klasse 7–8 lernst Du den Schläger nicht nur als Gegenstand kennen. Du untersuchst auch, wie Material, Technik, Sicherheit und persönliche Voraussetzungen zusammenwirken.
Einleitung
Ein guter Tennisschläger ist nicht automatisch der teuerste oder derjenige, den ein Profi spielt. Entscheidend ist, ob er zu Deiner Körpergröße, Kraft, Erfahrung und Technik passt. Ein zu schwerer Schläger kann schnelle Bewegungen erschweren. Ein zu leichter Schläger kann sich dagegen bei schnellen Bällen weniger stabil anfühlen. Auch ein unpassender Griff kann dazu führen, dass Du unnötig fest zugreifst.
Beim Lernen im Schulsport geht es deshalb um drei Ziele: Du sollst den Aufbau eines Tennisschlägers verstehen, verschiedene Modelle sachgerecht vergleichen und einen Schläger sicher sowie kontrolliert einsetzen können. Die Angaben auf einem Schläger sind dabei keine Garantie für gutes Spiel. Sie helfen Dir aber, Eigenschaften zu beschreiben und begründet auszuwählen.
Das englischsprachige Video zeigt wichtige Bauteile eines Tennisschlägers. Nutze Untertitel und vergleiche die Begriffe mit dem folgenden Abschnitt.
Aufbau des Tennisschlägers

Ein Tennisschläger besteht aus mehreren Bauteilen, die zusammen ein funktionierendes System bilden.
- Schlägerkopf: Der Kopf ist der obere Teil des Rahmens. Er umschließt die Besaitung und bestimmt gemeinsam mit ihr die Größe der Schlagfläche.
- Rahmen: Der Rahmen trägt die Saitenkräfte. Er muss leicht, stabil und ausreichend steif sein.
- Besaitung: Längs- und Quersaiten bilden die Schlagfläche. Beim Ballkontakt verformen sie sich kurz und geben Energie an den Ball zurück.
- Sweetspot: So nennt man den günstigen Treffbereich der Schlagfläche. Treffer dort fühlen sich meist stabiler und kontrollierter an als Randtreffer.
- Herz: Das Herz liegt zwischen Kopf und Griff. Bei vielen Schlägern bildet es eine offene, dreieckige Form.
- Schaft: Der Schaft verbindet Griff und Kopf und leitet Kräfte weiter.
- Griff: Am Griff führst und beschleunigst Du den Schläger.
- Griffkappe: Die Kappe am Ende des Griffs hilft, ein Abrutschen der Hand zu verhindern.
- Ösenband: Kunststoffösen führen die Saiten durch den Rahmen und schützen sie vor scharfen Kanten.
- Rahmenschutz: Ein Schutzstreifen am oberen Kopfbereich mindert Schäden bei Bodenkontakt, ersetzt aber keinen sorgfältigen Umgang.
Beobachtungsauftrag: Bauteile finden
Lege einen Schläger auf eine Matte. Zeige nacheinander auf Kopf, Rahmen, Besaitung, Herz, Schaft, Griff, Griffkappe und Ösenband. Erkläre Deinem Partner oder Deiner Partnerin zu jedem Teil eine Aufgabe. Dreht anschließend den Schläger um und prüft, ob beide Seiten gleich aufgebaut sind.
Maße und Regeln
Die ITF legt Grenzen für Schläger fest, die in offiziellen Spielen verwendet werden. Die Gesamtlänge darf höchstens etwa 73,7 Zentimeter betragen. Die maximale Breite liegt bei etwa 31,7 Zentimetern. Eine häufige Standardlänge für Erwachsenenschläger beträgt rund 68,6 Zentimeter. Für Kinder und Jugendliche gibt es kürzere und leichtere Modelle.[1]
Diese Höchstmaße sagen noch nichts darüber aus, welcher Schläger für Dich geeignet ist. Im Schulsport sind kontrollierbare Bewegungen wichtiger als ein möglichst langer oder schwerer Schläger. Die Lehrkraft achtet darauf, dass Schlägerlänge, Gewicht und Griff zu den Lernenden passen.
Kopfgröße
Die Kopfgröße wird oft in Quadratzentimetern oder Quadratzoll angegeben. Ein größerer Kopf besitzt meist einen größeren günstigen Treffbereich. Das kann Anfängerinnen und Anfängern helfen, weil nicht jeder Ball genau in der Mitte getroffen wird. Ein kleinerer Kopf kann erfahrenen Spielerinnen und Spielern ein direkteres Gefühl und hohe Kontrolle bieten, verlangt aber häufig genaueres Treffen.
Merke: Größer bedeutet nicht automatisch besser. Kopfgröße, Besaitung, Gewicht, Balance und Technik wirken immer zusammen.
Gewicht und Schwunggewicht
Das statische Gewicht kannst Du auf einer Waage messen. Viele besaitete Erwachsenenschläger liegen ungefähr im Bereich von 280 bis 350 Gramm, Jugendmodelle oft darunter. Das Schwunggewicht beschreibt dagegen, wie schwer sich der Schläger beim Beschleunigen und Abbremsen anfühlt. Zwei Schläger können gleich viel wiegen und sich trotzdem unterschiedlich bewegen, wenn ihre Masse anders verteilt ist.
Ein höheres Schwunggewicht kann den Schläger beim Ballkontakt stabiler wirken lassen, erfordert aber mehr Kraft und gute Bewegungssteuerung. Ein niedrigeres Schwunggewicht erleichtert schnelle Aushol- und Reaktionsbewegungen. Für Lernende ist ein gut kontrollierbarer Schläger meist sinnvoller als ein Modell, das nur möglichst viel Geschwindigkeit verspricht.
Balance
Die Balance beschreibt die Lage des Schwerpunkts.
- Kopflastig: Mehr Masse liegt in Richtung Schlägerkopf. Der Schläger kann beim Treffen kraftvoll wirken, ist aber schwerer schnell zu bewegen.
- Ausgewogen: Die Masse ist relativ gleichmäßig verteilt.
- Grifflastig: Mehr Masse liegt näher an der Hand. Der Schläger wirkt oft wendiger.
Du kannst die Balance grob untersuchen, indem Du den Schläger vorsichtig auf einen runden Stab oder auf einen ausgestreckten Finger legst. Arbeite dicht über einer weichen Matte, damit der Schläger nicht herunterfällt.
Materialien und Entwicklung

Frühe Tennisschläger besaßen Holzrahmen. Holz begrenzte die mögliche Kopfgröße, weil ein großer Rahmen zugleich stabil und nicht zu schwer sein musste. Im 20. Jahrhundert kamen Metallrahmen aus Stahl oder Aluminium hinzu. Später setzten sich Verbundwerkstoffe durch, besonders kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe, die häufig als Carbon oder Graphit bezeichnet werden. Sie ermöglichen leichte und zugleich steife Rahmen.

Die Entwicklung zeigt, dass Sportgeräte nicht nur durch Regeln, sondern auch durch neue Werkstoffe verändert werden. Ein moderner Schläger kann größer und leichter sein als viele historische Holzschläger. Trotzdem bleibt die sportliche Leistung von Wahrnehmung, Beinarbeit, Treffpunkt, Timing und Bewegungskontrolle abhängig.
Vergleichsauftrag: Alt und neu
Untersuche die beiden abgebildeten Schlägertypen. Beschreibe mindestens drei sichtbare Unterschiede. Stelle danach Vermutungen auf: Welcher Schläger besitzt vermutlich den größeren Sweetspot? Welcher könnte schwerer sein? Welche Aussage kannst Du nur durch Messen überprüfen?
Griff, Griffstärke und Griffband

Der Griff eines Tennisschlägers hat mehrere abgeflachte Seiten, die auch Griffkanten genannt werden. An ihnen orientiert sich die Hand. Je nachdem, auf welchen Kanten die Fingergrundgelenke liegen, entstehen verschiedene Griffhaltungen. Zu den wichtigen Griffen gehören der Kontinentalgriff sowie östliche, halbwestliche und westliche Varianten für die Vorhand. Für die Rückhand werden einhändige oder beidhändige Griffkombinationen genutzt.
Für Klasse 7–8 ist nicht das Auswendiglernen aller englischen Namen entscheidend. Wichtig ist, dass Du die Griffhaltung passend zur Schlagaufgabe wählen und während eines Ballwechsels kontrolliert wechseln kannst. Beim Aufschlag und Volley wird häufig der Kontinentalgriff verwendet. Für eine Vorhand mit Topspin sind andere Handstellungen üblich.
Griffstärke prüfen
Die Griffstärke bezeichnet den Umfang des Griffs. Ist der Griff deutlich zu klein, wird er häufig unnötig fest zusammengedrückt. Ist er deutlich zu groß, kann das Umgreifen erschwert werden. Als grobe Orientierung kannst Du den Schläger locker im Vorhandgriff halten. Zwischen Fingerspitzen und Handballen sollte ungefähr Platz für den Zeigefinger der anderen Hand bleiben. Diese Faustregel ersetzt keine Beratung durch Lehrkraft, Trainerin, Trainer oder Fachgeschäft.
Basisgriffband und Overgrip

Das Basisgriffband liegt direkt auf der Griffschale und sorgt für Dämpfung und Form. Ein Overgrip wird darüber gewickelt. Es verbessert den Halt, nimmt Schweiß auf und kann leichter ausgetauscht werden.
Ein verschmutztes, glattes oder eingerissenes Griffband sollte ersetzt werden. Ein sicherer Griff hilft, den Schläger kontrolliert zu führen. Der Griff darf dabei nicht verkrampft werden. Eine lockere Grundspannung unterstützt schnelle Anpassungen; erst rund um den Treffmoment stabilisierst Du den Schläger stärker.
Besaitung
Die Besaitung bildet eine elastische Schlagfläche. Die längs verlaufenden Saiten heißen Längssaiten, die quer verlaufenden Quersaiten. Ein Besaitungsbild wie 16 × 19 bedeutet 16 Längssaiten und 19 Quersaiten. Ein offeneres Muster kann die Bewegung der Saiten und die Erzeugung von Spin begünstigen. Ein dichteres Muster kann ein kontrolliertes und gleichmäßiges Treffgefühl unterstützen. Die tatsächliche Wirkung hängt jedoch auch von Saite, Spannung, Ball, Schlagtechnik und Schlägerrahmen ab.
Saitenmaterialien
- Nylon und Synthetikdarm: Vielseitige Kunstsaiten, die häufig ein ausgewogenes Spielgefühl bieten.
- Multifilament: Aus vielen feinen Fasern aufgebaut und oft komfortabel sowie elastisch.
- Polyester: Meist haltbar und kontrolliert, aber häufig steifer. Für junge Lernende ist eine fachkundige Auswahl besonders wichtig.
- Naturdarm: Sehr elastisch und spannungsstabil, aber empfindlicher und teuer.
- Hybridbesaitung: Zwei Saitentypen werden für Längs- und Quersaiten kombiniert.
Bespannungshärte
Die Bespannungshärte gibt an, mit welcher Zugkraft die Saiten eingespannt wurden. Eine niedrigere Spannung lässt die Schlagfläche im Allgemeinen stärker nachgeben und kann mehr Ballbeschleunigung sowie Komfort unterstützen. Eine höhere Spannung kann ein direkteres Gefühl und mehr Kontrolle bieten, verringert aber oft den Trampolineffekt. Diese Zusammenhänge sind keine einfachen Garantien, weil Schläger, Saite und Spielweise zusammenwirken. Halte Dich an den empfohlenen Bereich des Herstellers und lasse die Besaitung fachkundig auswählen.
Eine Besaitungsmaschine hält den Rahmen fest und zieht die Saite mit einer eingestellten Kraft. Das Bespannen erfordert Wissen, geeignetes Werkzeug und ein korrektes Muster. Im Unterricht beobachtest Du den Vorgang nur unter Anleitung.
Verschleiß erkennen
Saiten verlieren mit der Zeit Spannung. Sie können Kerben bekommen, sich stark verschieben oder reißen. Eine gerissene Saite macht den Schläger nicht automatisch gefährlich, aber er ist nicht mehr sinnvoll spielbar. Gib ihn der Lehrkraft und ziehe nicht an losen Saitenenden. Auch ein Riss im Rahmen muss überprüft werden.
Sweetspot, Ballkontakt und Physik
Der Ballkontakt dauert nur sehr kurz. In dieser Zeit verformen sich Ball und Saiten. Der Schläger überträgt einen Impuls auf den Ball. Richtung und Stärke hängen von Schlägergeschwindigkeit, Schlägerwinkel, Treffpunkt und Ballbewegung ab.
- Impuls: Eine schnelle, gut koordinierte Schlägerbewegung kann den Ball stärker beschleunigen.
- Elastizität: Ball und Saiten speichern beim Verformen kurz Energie und geben einen Teil davon wieder ab.
- Reibung: Die Saiten wirken tangential auf den Ball und können Drall erzeugen.
- Drehmoment: Trifft der Ball weit außerhalb der Mitte, kann der Schläger stärker um die Hand verdreht werden.
- Trägheitsmoment: Die Massenverteilung beeinflusst, wie leicht sich der Schläger drehen und beschleunigen lässt.
Der Begriff Tennisschlägereffekt bezeichnet außerdem ein physikalisches Rotationsphänomen eines frei fliegenden starren Körpers. Es ist nicht mit dem normalen Balltreffen zu verwechseln, zeigt aber anschaulich, dass ein Körper um verschiedene Achsen unterschiedlich stabil rotieren kann.
Praxisexperiment: Treffzonen
Markiere gedanklich drei Zonen auf der Besaitung: Mitte, seitlicher Rand und oberer Rand. Spiele aus kurzer Entfernung vorsichtig zugespielte Bälle. Beobachte Klang, Vibration, Richtung und Gefühl. Schlage nicht mit voller Kraft. Formuliere danach: In welcher Zone war der Ball am besten kontrollierbar, und welche Beobachtung stützt Deine Aussage?
Schlägerwahl für Jugendliche
Ein passender Schläger unterstützt Lernfortschritte. Prüfe mehrere Merkmale gemeinsam.
- Schlägerlänge: Der Schläger muss zur Körpergröße und Bewegungskontrolle passen.
- Gewicht: Du solltest ihn wiederholt beschleunigen und sicher abbremsen können.
- Balance: Ein sehr kopflastiger Schläger kann anstrengender zu manövrieren sein.
- Griffstärke: Die Hand soll den Griff sicher, aber nicht verkrampft umfassen.
- Kopfgröße: Ein größerer Kopf kann das Treffen erleichtern.
- Besaitung: Komfort, Kontrolle und Haltbarkeit müssen zur Spielweise passen.
- Zustand: Rahmen, Ösen, Griffband und Saiten müssen intakt sein.
Entscheidungsregel: Teste einen Schläger möglichst in Bewegung. Eine Zahl auf dem Rahmen ersetzt keinen praktischen Vergleich. Im Schulsport entscheidet die Lehrkraft, welche Geräte für die jeweilige Übung freigegeben sind.
Schläger und Schlagtechnik
Der Schläger wirkt nur als Teil einer Bewegungskette. Kraft entsteht nicht allein im Arm. Bei einer kontrollierten Vorhand beginnt die Bewegung häufig mit Beinarbeit und Körperdrehung. Rumpf, Schulter, Arm und Hand übertragen die Bewegung weiter. Der Treffpunkt liegt möglichst vor dem Körper. Danach schwingt der Schläger aus.
Vorhand
Für die Vorhand gibt es verschiedene Griffhaltungen. Eine leicht geschlossene Schlägerfläche und eine Bewegung von unten nach oben können Topspin unterstützen. Entscheidend sind Abstand zum Ball, früher Treffpunkt und Gleichgewicht.
Rückhand
Die Rückhand kann einhändig oder beidhändig gespielt werden. Im Schulsport bietet die beidhändige Rückhand vielen Lernenden zusätzliche Stabilität. Beide Hände arbeiten zusammen; der Oberkörper dreht sich zum Ball und wieder in Schlagrichtung.
Aufschlag und Volley
Beim Aufschlag musst Du den Schläger über dem Kopf sicher beschleunigen. Beginne mit verkürzten Bewegungen und ausreichend Abstand zu anderen Personen. Beim Volley ist die Ausholbewegung klein. Der Schläger wird vor dem Körper stabil geführt.
Sicherheit im Sportunterricht
Ein Tennisschläger kann bei unkontrollierten Bewegungen andere verletzen. Deshalb gelten klare Regeln.
- Sicherheitsabstand: Halte mindestens eine Schlägerlänge plus zusätzlichen Abstand zu anderen Personen.
- Ausholraum: Prüfe vor jedem Schlag, ob hinter und neben Dir Platz ist.
- Schlägertransport: Trage den Schläger am Griff und mit dem Kopf nach unten oder dicht am Körper.
- Materialkontrolle: Melde Risse, lose Griffbänder, scharfe Kanten und gerissene Saiten.
- Schlägerwurf: Wirf den Schläger niemals, auch nicht aus Ärger.
- Bodenkontakt: Schlage nicht absichtlich auf Boden, Netzpfosten oder Wände.
- Übungsstufe: Steigere Geschwindigkeit erst, wenn Richtung und Abbremsen sicher kontrolliert werden.
Ein Vibrationsdämpfer kann das Geräusch und bestimmte Saitenschwingungen verändern. Er ersetzt weder passende Technik noch einen geeigneten Schläger. Schmerzen sind ein Warnsignal: Unterbrich die Übung und informiere die Lehrkraft.
Pflege und nachhaltige Nutzung
Ein gepflegter Schläger bleibt länger sicher und spielbar. Wische Feuchtigkeit und Sand ab, lagere ihn trocken und schütze ihn vor großer Hitze. Ein Auto in direkter Sonne ist kein geeigneter Lagerort. Ersetze verschlissene Griffbänder und lasse beschädigte Ösen oder Besaitungen fachkundig prüfen.
Nachhaltig handeln bedeutet außerdem, Geräte lange zu nutzen, zu reparieren, gemeinsam zu verwenden und nur dann zu ersetzen, wenn es technisch oder sicherheitlich nötig ist. Gut erhaltene gebrauchte Schläger können für den Einstieg geeignet sein. Prüfe dabei besonders Rahmen, Griff, Ösen und Besaitung.
Pflegecheck
| Prüfstelle | Woran erkennst Du einen guten Zustand? | Maßnahme bei Problemen |
|---|---|---|
| Rahmen | Keine sichtbaren Risse oder scharfen Kanten | Nicht weiter benutzen und Lehrkraft informieren |
| Besaitung | Gleichmäßiges Muster ohne lose oder gerissene Saiten | Fachkundig neu besaiten lassen |
| Ösenband | Saiten werden sauber durch Kunststoffösen geführt | Ösen prüfen oder ersetzen lassen |
| Griffband | Trocken, fest und rutschhemmend | Reinigen oder neu wickeln |
| Griffkappe | Sitzt fest und hat keine scharfen Stellen | Schläger aussortieren und reparieren lassen |
Inklusion und Anpassung
Tennis kann an unterschiedliche Voraussetzungen angepasst werden. Kürzere Schläger, langsamere Bälle, kleinere Felder und niedrigere Netze erleichtern den Einstieg. Im Rollstuhltennis bleibt der Schläger grundsätzlich das zentrale Spielgerät; Bewegungsorganisation und Reichweite werden an die Fortbewegung im Sportrollstuhl angepasst. Auch im Blindentennis kommen angepasste Materialien und hörbare Bälle zum Einsatz.
Beobachte im Video, wie Schlägerführung, Oberkörperarbeit und Rollstuhlbewegung zusammenwirken. Formuliere zwei Gemeinsamkeiten und zwei Unterschiede zum Standtennis.
Lernziele
Nach der Bearbeitung dieses aiMOOCs kannst Du den Tennisschläger fachsprachlich beschreiben, zentrale Messgrößen erklären, Materialeigenschaften vergleichen und eine begründete Schlägerwahl treffen. Du kannst außerdem Sicherheitsregeln anwenden, Verschleiß erkennen und den Zusammenhang zwischen Schläger, Ballkontakt und Bewegung erläutern.
Quellen und Medienhinweise
Die Sachinformationen orientieren sich an den Regeln und Technikhinweisen der International Tennis Federation, am Wikipedia-Artikel Tennisschläger sowie an frei lizenzierten Medien aus Wikimedia Commons. Bei den Bildern findest Du Lizenz und Urheberangaben auf der jeweiligen Dateiseite.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche drei Hauptbereiche besitzt ein Tennisschläger? (Rahmen Schlagfläche und Griff) (!Ball Netz und Linie) (!Netz Pfosten und Griff) (!Schuh Saite und Ball)
Wie lang darf ein Tennisschläger nach den ITF-Regeln höchstens sein? (Etwa 73,7 Zentimeter) (!Etwa 53,7 Zentimeter) (!Etwa 83,7 Zentimeter) (!Etwa 103,7 Zentimeter)
Was bezeichnet der Sweetspot? (Den günstigen Treffbereich der Schlagfläche) (!Die Griffkappe am Ende des Schlägers) (!Den schwersten Punkt des Rahmens) (!Die Stelle zum Befestigen des Overgrips)
Was bedeutet grifflastige Balance? (Mehr Masse liegt näher an der Hand) (!Mehr Masse liegt nur in den Saiten) (!Der Schläger hat keinen Schwerpunkt) (!Der Griff ist länger als der Schlägerkopf)
Welche Aufgabe hat ein Overgrip? (Es verbessert den Halt und kann ausgetauscht werden) (!Es vergrößert die Schlagfläche) (!Es verbindet Längs- und Quersaiten) (!Es ersetzt einen gerissenen Rahmen)
Wofür steht die erste Zahl beim Besaitungsbild 16 × 19? (Für die Anzahl der Längssaiten) (!Für das Gewicht in Gramm) (!Für die Anzahl der Griffkanten) (!Für die Länge des Schlägers)
Welche Wirkung kann eine niedrigere Saitenspannung im Allgemeinen unterstützen? (Mehr Nachgeben und Ballbeschleunigung) (!Einen kürzeren Schlägerrahmen) (!Eine kleinere Griffstärke) (!Ein höheres statisches Gewicht)
Was solltest Du bei einem sichtbaren Rahmenriss tun? (Den Schläger nicht weiter benutzen und die Lehrkraft informieren) (!Den Riss mit Griffband verdecken) (!Den Schläger kräftig auf den Boden klopfen) (!Mit maximaler Geschwindigkeit weiterspielen)
Warum werden kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe für Rahmen genutzt? (Sie können leicht und zugleich steif sein) (!Sie lösen die Saiten während des Spiels) (!Sie machen jeden Schläger gleich schwer) (!Sie verhindern jeden Randtreffer)
Welche Auswahl ist für eine Schülerin oder einen Schüler am sinnvollsten? (Ein kontrollierbarer Schläger passend zu Körpergröße Kraft und Technik) (!Immer der schwerste verfügbare Schläger) (!Immer das Modell eines Profis) (!Immer der Schläger mit der höchsten Saitenspannung)
Memory
| Rahmen | Umschließt und trägt die Schlagfläche |
| Griffband | Unterstützt einen sicheren Halt |
| Sweetspot | Günstiger Treffbereich |
| Besaitung | Netz aus Längs- und Quersaiten |
| Balancepunkt | Zeigt die Gewichtsverteilung |
| Ösenband | Schützt Saiten an den Rahmenbohrungen |
| Polyester | Haltbares und häufig steiferes Saitenmaterial |
| Overgrip | Austauschbares Zusatzband |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Aufgabe am Tennisschläger |
|---|---|
| Schlägerkopf | Umschließt die Besaitung |
| Griffkappe | Hilft gegen das Abrutschen der Hand |
| Ösenband | Führt und schützt die Saiten |
| Schaft | Verbindet Griffbereich und Kopf |
| Rahmenschutz | Mindert Schäden am oberen Kopfbereich |
Kreuzworträtsel
| Rahmen | Welches Bauteil umschließt die Schlagfläche? |
| Sweetspot | Wie heißt der günstige Treffbereich? |
| Besaitung | Wie heißt das Netz aus Längs- und Quersaiten? |
| Overgrip | Wie heißt das austauschbare Zusatzgriffband? |
| Carbonfaser | Welcher Werkstoff ermöglicht leichte und steife Rahmen? |
| Balancepunkt | Welche Stelle zeigt die Gewichtsverteilung? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Schläger-Skizze: Zeichne einen Tennisschläger und beschrifte mindestens acht Bauteile.
- Materialcheck: Untersuche einen Schulschläger und protokolliere den Zustand von Rahmen, Saiten, Ösen und Griffband.
- Griffvergleich: Fotografiere oder zeichne zwei unterschiedliche Griffhaltungen und beschreibe den Unterschied der Handposition.
- Sicherheitsplakat: Gestalte ein Plakat mit fünf Regeln für den sicheren Umgang mit Tennisschlägern.
Standard
- Schlägertest: Vergleiche zwei Schläger in kurzen Ballwechseln und bewerte Wendigkeit, Treffgefühl, Kontrolle und Komfort.
- Balance-Experiment: Ermittle den Balancepunkt mehrerer Schläger und ordne sie als kopflastig, ausgewogen oder grifflastig ein.
- Videoanalyse: Filme eine kontrollierte Vorhand aus seitlicher Perspektive und untersuche Treffpunkt, Schlägerwinkel und Ausschwung.
- Interview im Tennisverein: Befrage eine Trainerin, einen Trainer oder eine Besaitungsfachkraft zur Auswahl von Jugendrackets.
Schwer
- Beratungsprofil: Entwickle für drei erfundene Jugendliche mit unterschiedlichen Voraussetzungen jeweils eine begründete Schlägerempfehlung.
- Physikversuch: Untersuche mit gleichartigen Zuspielen, wie mittige und außermittige Treffer Klang, Richtung und Schlägerverdrehung verändern.
- Nachhaltigkeitskonzept: Erstelle einen Plan, wie eine Schule Tennisschläger prüfen, pflegen, reparieren und möglichst lange nutzen kann.
- Erklärvideo: Produziere ein zwei- bis vierminütiges Lernvideo zum Zusammenhang von Schlägeraufbau, Besaitung und Ballkontrolle.


Lernkontrolle
- Vergleich begründen: Zwei Schläger wiegen beide 300 Gramm, einer ist kopflastig und einer grifflastig. Erkläre, warum sie sich beim Schwingen unterschiedlich anfühlen können.
- Fehleranalyse: Eine Schülerin trifft viele Bälle am Rand und hält den Griff sehr fest. Entwickle zwei technische und eine materialbezogene Hilfestellung.
- Sicherheitsfall: In einer Gruppe löst sich ein Griffband, während daneben Aufschläge geübt werden. Beschreibe eine sichere Reihenfolge von Maßnahmen.
- Materialentscheidung: Bewerte, ob eine sehr steife Polyestersaite mit hoher Spannung für eine unerfahrene junge Person automatisch die beste Wahl ist.
- Transfer auf andere Sportarten: Vergleiche den Tennisschläger mit einem Badmintonschläger oder Tischtennisschläger. Erkläre, wie Bauweise und Ball beziehungsweise Federball zusammenpassen.
- Unterrichtsplanung: Entwirf eine zehnminütige Station, an der Lernende Kopfgröße, Balance und Griffstärke untersuchen, ohne harte Schläge auszuführen.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zum Thema Tennisschläger ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe aufzählst, sondern Zusammenhänge erklärst und praktisch anwendest.
- Du benennst die wichtigsten Bauteile korrekt.
- Du erklärst den Unterschied zwischen Gewicht, Schwunggewicht und Balance.
- Du beschreibst den Einfluss von Kopfgröße, Griffstärke und Besaitung.
- Du begründest eine Schlägerwahl für eine bestimmte Person und Lernsituation.
- Du erkennst Sicherheitsmängel und leitest passende Maßnahmen ab.
- Du analysierst einen Ballkontakt mit Begriffen wie Sweetspot, Impuls und Reibung.
- Du dokumentierst eine praktische Untersuchung nachvollziehbar.
- Du reflektierst Pflege, Reparatur und nachhaltige Nutzung.
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