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Technischer Verkauf und Kundenberatung – Ein Beratungsergebnis nachvollziehbar dokumentieren

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Technischer Verkauf und Kundenberatung – Ein Beratungsergebnis nachvollziehbar dokumentieren

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Technischer Verkauf und Kundenberatung – Ein Beratungsergebnis nachvollziehbar dokumentieren


Einleitung

Zielgruppe: Auszubildende im technischen Verkauf, Großhandel, Einzelhandel und in kaufmännisch-technischen Berufen.

Lernzeit: Ca. 60–90 Minuten, sechs kurze Lerneinheiten und Übungen.

Dein Lernziel: Du kannst nach einer technischen Kundenberatung ein verständliches, überprüfbares und kaufmännisch korrektes Beratungsergebnis dokumentieren.

Die drei wichtigsten Bestandteile:

  1. Vereinbarung: Was wurde tatsächlich besprochen und vereinbart?
  2. Einschränkung: Was ist noch unklar, ungeprüft oder nicht zugesagt?
  3. Nächste Schritte: Wer erledigt was bis wann?

Wichtig: Alle Kundennamen, Unternehmen, Produkte, technischen Modellwerte, Gesprächsprotokolle und Preise des Ausbildungsfalls sind fiktiv. Fotos realer Geräte dienen ausschließlich der Veranschaulichung.

Du arbeitest mit einem Verkaufsgespräch, einem Produktvergleich, kaufmännischen Rechenfällen und einem Beratungsprotokoll.

Alle Aufgaben können ohne Registrierung, Upload oder externe KI bearbeitet werden. Externe Videos sind freiwilliges Zusatzmaterial.


Dein Lernpfad

Lerneinheit Schwerpunkt Zeit
Einstieg Beratungsergebnis verstehen 5 Minuten
Einheit 1 Kundenwünsche aus einem Gespräch erkennen 10 Minuten
Einheit 2 Technische Produkte vergleichen 10 Minuten
Einheit 3 Vereinbarungen und Einschränkungen festhalten 10 Minuten
Einheit 4 Kaufmännische Fälle berechnen 15 Minuten
Einheit 5 Ein vollständiges Beratungsprotokoll erstellen 10 Minuten
Einheit 6 Prüfen, verbessern und übertragen 10 Minuten


Einheit 1: Das Beratungsgespräch verstehen

Ausgangssituation:

Du absolvierst Deine Ausbildung beim fiktiven technischen Handelsunternehmen TechLabel Handel.

Die ebenfalls fiktive Kundin Frau Sommer von der Nordlager OHG benötigt ein Etikettendrucksystem.

Abbildung: Beispiel eines realen Etikettendruckers. Das Gerät ist keines der fiktiven Vergleichsmodelle.


Ausbildungsfall: Der Kundenwunsch

Die Kundin beschreibt folgende Anforderungen:

Merkmal Kundenwunsch
Einsatz Lagerkennzeichnung
Druckmenge 350 Etiketten pro Arbeitstag
Etikettengröße 50 × 30 mm
Inhalt Text und Barcode
Anschluss LAN-Anbindung
Lagerbedingungen Bis minus 10 °C
Haltbarkeit Mindestens zwei Monate lesbar
Budget Maximal 650,00 € netto einschließlich Startzubehör und Versand

Die Etiketten sollen im warmen Arbeitsbereich bei ungefähr 20 °C auf trockene Kartons geklebt und anschließend im Kühlbereich gelagert werden.


Gesprächsmedium: Ein fiktives Beratungsgespräch

Lies den Dialog mit einer zweiten Person in verteilten Rollen.

Person Gespräch
Kundin „Wir brauchen jeden Tag ungefähr 350 Lageretiketten mit Barcode.“
Beratung „Wie breit sollen die Etiketten sein und wie wird der Drucker angeschlossen?“
Kundin „50 mal 30 Millimeter. Wir benötigen einen Netzwerkanschluss.“
Beratung „Wo werden die Etiketten angebracht und wie lange müssen sie lesbar bleiben?“
Kundin „Auf trockene Kartons bei Raumtemperatur. Danach kommen sie für mindestens zwei Monate in den Kühlraum bei minus zehn Grad.“
Beratung „Ich würde zunächst ein Thermotransfergerät prüfen. Die Eignung von Etiketten und Klebstoff müssen wir noch bestätigen.“
Kundin „Bitte bleiben Sie einschließlich Zubehör und Versand unter 650 Euro netto.“
Beratung „Ich prüfe das Drucksystem und die Anbindung an Ihre Lager-Software.“
Kundin „Schicken Sie mir bitte ein Angebot und einen Vorschlag für einen Etikettentest. Bestellt wird heute noch nicht.“
Beratung „Ich melde mich spätestens am 15. Oktober 2026 mit dem Ergebnis.“

Mini-Aufgabe: Kennzeichne im Dialog die Kundenanforderungen, die vorläufige Empfehlung, die offenen Fragen und den vereinbarten Rückmeldetermin.


Video: Kundenberatung beobachten

Deutsche Welle: Deutsch im Job – Einzelhandel – Kundenberatung, Niveau B1. Das Video dient als Gesprächsbeispiel; es behandelt nicht den fiktiven technischen Ausbildungsfall.

Beobachtungsauftrag: Welche Fragen helfen dabei, einen Kundenwunsch genauer zu verstehen? Formuliere anschließend zwei eigene technische Rückfragen.

Merksatz: Ein gutes Protokoll dokumentiert nicht jedes gesprochene Wort, sondern die entscheidungsrelevanten Informationen.


Einheit 2: Technische Anforderungen vergleichen

Abbildung: Beispiel eines Barcodes. Im Ausbildungsfall wird die konkrete Barcode-Spezifikation später mit der Lager-Software abgestimmt.


Technisches Grundwissen

Beim Thermodirektdruck wird ein wärmeempfindliches Druckmedium direkt erhitzt. Ein Farbband ist dafür nicht erforderlich.

Beim Thermotransferdruck wird Farbe durch Wärme von einem Farbband auf das Druckmedium übertragen. Mit geeigneten Materialkombinationen können langlebige Kennzeichnungen hergestellt werden.

Für den Kühlbereich muss jedoch zusätzlich die Eignung des Klebstoffs, des Etikettenmaterials und des Farbbandes geprüft werden.

Wichtig: Eine gute Beständigkeit des Aufdrucks garantiert noch nicht, dass ein Etikett bei niedrigen Temperaturen sicher haftet.

Fachlicher Hintergrund: Zebra – Thermische Etiketten und Materialauswahl.

Lernimpuls: Welche Verbrauchsmaterialien und mechanischen Bauteile kannst Du erkennen?


Video: Einen Etikettendrucker betrachten

Produktvideo zu einem realen TSC-Etikettendrucker. Es dient der technischen Anschauung, nicht als unabhängige Kaufempfehlung.

Beobachtungsauftrag: Achte auf Druckmedium, Gerätebedienung und Schnittstellen. Notiere drei technische Merkmale, die Du vor einer Kundenempfehlung prüfen würdest.


Produktvergleich mit fiktiven Daten

Merkmal Eco 200 Transfer 420 Pro 600
Druckverfahren Thermodirekt Thermotransfer Thermotransfer
Maximale Druckbreite 104 mm 108 mm 108 mm
Ausgelegte Tagesmenge laut fiktivem Datenblatt 300 700 900
USB Ja Ja Ja
LAN Nein Ja Ja
Nettogerätepreis 290,00 € 480,00 € 620,00 €
Eignung für den konkreten Kühlfall Nicht nachgewiesen Noch zu prüfen Noch zu prüfen

Vergleichsregel: Prüfe zuerst die zwingenden Anforderungen und danach Preis und Zusatznutzen.

Vorläufige Empfehlung: Transfer 420.

Begründung: Das fiktive Modell erfüllt laut Vergleichstabelle die Anforderungen an Druckmenge, Druckbreite und LAN. Der Gesamtpreis liegt innerhalb des Budgets.

Einschränkung: Ob die Etiketten nach zwei Monaten bei minus 10 °C lesbar und sicher befestigt bleiben, ist noch nicht nachgewiesen. Auch die Kompatibilität mit der fiktiven Lager-Software „LagerFlow“ muss geprüft werden.


Medienvergleich: Anschluss ist nicht gleich Kompatibilität

Die Bilder zeigen einen Netzwerkstecker und Anschlüsse eines realen Druckers. Sie beweisen keine Eigenschaften der fiktiven Modelle.

Denkfrage: Weshalb reicht die Angabe „LAN vorhanden“ nicht aus, um eine funktionierende Einbindung in eine bestehende Lager-Software zu garantieren?

Erwartete Überlegung: Der physische Anschluss ist nur eine Voraussetzung. Treiber, Druckersprache, Netzwerkfreigaben und Software-Schnittstellen können zusätzlich relevant sein.


Einheit 3: Vereinbarung, Einschränkung und nächste Schritte

Ein nachvollziehbares Beratungsergebnis beantwortet sechs Fragen:

Leitfrage Inhalt des Protokolls
Wer? Beteiligte und Zuständigkeiten
Wann? Datum und Kommunikationskanal
Was wird benötigt? Kundenbedarf und Musskriterien
Was ist das Ergebnis? Empfehlung und getroffene Vereinbarungen
Was bleibt offen? Einschränkungen, Vorbehalte und Prüfpunkte
Wie geht es weiter? Verantwortliche, Maßnahmen und Termine


Drei Aussagen unterscheiden

Aussage Richtige Einordnung
„Wir senden Ihnen einen Angebotsentwurf.“ Vereinbarter nächster Schritt
„Die Klebeeignung muss noch getestet werden.“ Offene technische Einschränkung
„Die Kundin hat noch nicht bestellt.“ Auftragsstatus
„Wir prüfen die Software-Kompatibilität.“ Prüfauftrag
„Die Rückmeldung erfolgt bis zum 15. Oktober.“ Terminvereinbarung

Achtung: Eine Empfehlung, eine Angebotsanfrage, ein Angebot, eine Bestellung und eine Auftragsbestätigung sind nicht dasselbe.

Ein Angebot kann nach § 145 BGB rechtlich bindend sein, sofern die Bindung nicht ausgeschlossen wurde. Deshalb müssen tatsächliche Zusagen und der jeweilige Vertragsstatus korrekt dokumentiert werden.

Rechtsquelle: § 145 BGB.


Fehler erkennen

Schlechtes Protokoll:

„Kundin möchte Drucker. Transfer 420 verkauft. Kühlraumnutzung funktioniert. Lieferung folgt.“

Problem: Eine Bestellung wird behauptet, obwohl die Kundin keine aufgegeben hat. Technische Eigenschaften und Lieferung werden zugesagt, obwohl Prüfungen offen sind.

Verbesserte Formulierung:

„Transfer 420 als vorläufige Lösung empfohlen. Etikettenbeständigkeit und Software-Kompatibilität noch offen. Kundin wünscht einen Angebotsentwurf und einen Testvorschlag. Keine Bestellung erfolgt. Rückmeldung bis 15.10.2026.“

Feedback: Die zweite Version trennt nachweisbare Gesprächsergebnisse, technische Unsicherheit und zukünftige Maßnahmen.


Einheit 4: Kaufmännische Fälle

Alle Preise sind frei erfundene Übungswerte. Für die Rechenbeispiele wird der allgemeine deutsche Umsatzsteuersatz von 19 Prozent verwendet.

Quelle: § 12 UStG.


Fall A: Die erste Preisberechnung

Die Kundin erwägt das Modell Transfer 420.

Position Nettopreis
Transfer 420 480,00 €
Farbband-Starterset 40,00 €
Etiketten-Starterset 25,00 €
Versand 15,00 €

Basisaufgabe: Berechne den gesamten Nettopreis, die Umsatzsteuer und den Bruttopreis.

Berechne die fehlenden Werte. Gib Geldbeträge ohne Währungszeichen ein.
Der gesamte Nettopreis beträgt

Euro.
Die Umsatzsteuer beträgt

Euro.
Der Bruttopreis beträgt

Euro.



Fall B: Ein Rabatt wird gewährt

Das fiktive Unternehmen gewährt fünf Prozent Rabatt ausschließlich auf das Druckgerät. Zubehör und Versand bleiben unverändert.

Anwendungsaufgabe: Berechne den neuen Netto- und Bruttopreis.

Trage die errechneten Ergebnisse ein.
Der Rabatt auf das Gerät beträgt

Euro.
Der neue Gesamt-Nettopreis beträgt

Euro.
Der neue Bruttopreis beträgt

Euro.



Fall C: Ein teureres Gerät wird gewünscht

Die Kundin fragt nach dem Modell Pro 600. Der Gerätenettopreis beträgt 620,00 €. Die zusätzlichen Kosten für Startzubehör und Versand betragen weiterhin 80,00 € netto.

Transferaufgabe: Prüfe das Budget und formuliere eine sachliche Rückmeldung an die Kundin.

Denkfrage: Darf das Pro 600 bereits als vereinbarte Lösung dokumentiert werden, nur weil die Kundin danach gefragt hat?


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Den richtigen Anfang finden:

Suche zuerst das Budget, die zwingenden technischen Anforderungen und alle zusätzlichen Preispositionen.

Hilfe 2 – Eine Struktur nutzen:

Gesamt-Netto = Gerätepreis nach Rabatt + Zubehör + Versand.

Umsatzsteuer = Gesamt-Netto × 0,19.

Brutto = Gesamt-Netto + Umsatzsteuer.

Formuliere beim Beratungsprotokoll getrennte Sätze für Empfehlung, Vorbehalt und nächste Schritte.

Hilfe 3 – Ein Muster verwenden:

„Die vorläufig empfohlene Lösung beträgt insgesamt ... Euro netto. Offen sind die Prüfung der Etikettenbeständigkeit und die Software-Kompatibilität. Die Kundin erhält bis ... eine Rückmeldung. Eine Bestellung liegt nicht vor.“


Lösungen mit begründetem Feedback

Fall Ergebnis Begründetes Feedback
A 560,00 € netto; 106,40 € Umsatzsteuer; 666,40 € brutto Richtig ist, alle notwendigen Zubehör- und Versandpositionen einzubeziehen. Nur den Gerätepreis zu nennen wäre für den Budgetvergleich irreführend.
B 24,00 € Rabatt; 536,00 € netto; 637,84 € brutto Die fünf Prozent beziehen sich ausschließlich auf 480,00 € Gerätepreis. Ein Rabatt auf Zubehör und Versand wäre nicht vereinbart.
C 700,00 € netto; 50,00 € über dem Budget Das Gerät allein bleibt zwar unter 650,00 €, die vollständige Lösung jedoch nicht. Eine Budgetüberschreitung muss transparent angesprochen werden.

Gutes Feedback zum Fall C:

„Das Pro 600 würde einschließlich Startzubehör und Versand 700,00 € netto kosten und damit das Budget um 50,00 € überschreiten. Wir können die Anforderungen erneut priorisieren, mögliche Preisnachlässe prüfen oder bei der vorläufigen Alternative bleiben. Die Entscheidung ist noch offen.“


Einheit 5: Ein vollständiges Beratungsergebnis erstellen


Muster eines nachvollziehbaren Beratungsprotokolls

Feld Dokumentierter Inhalt
Vorgang Fiktiver Beratungsfall TL-101
Datum 12.10.2026
Kunde Nordlager OHG – fiktiv
Kontakt Frau Sommer – fiktiv
Kommunikationsweg Telefonisches Beratungsgespräch
Bedarf 350 Barcode-Etiketten pro Arbeitstag, 50 × 30 mm, LAN, zweimonatige Lagerung bis minus 10 °C
Budget Maximal 650,00 € netto einschließlich Startzubehör und Versand
Vorläufige Empfehlung Fiktives Modell Transfer 420
Preisstand 560,00 € netto inklusive Startzubehör und Versand, vor Rabatt
Vereinbarung Angebotsentwurf und Vorschlag für einen Etikettentest werden vorbereitet
Technischer Vorbehalt Temperatur- und Klebeeignung noch nicht bestätigt
Weiterer Prüfpunkt Anbindung an LagerFlow und Liefermöglichkeit ungeklärt
Verantwortlichkeit Verkauf Technische Rückfragen klären und Angebot vorbereiten
Verantwortlichkeit Kunde Anforderungen an Barcodeformat und Software-Anbindung bestätigen
Nächster Termin Rückmeldung spätestens 15.10.2026
Vorgangsstatus Beratung abgeschlossen; Angebot in Vorbereitung; keine Bestellung

Prüffrage: Könnte eine Kollegin den Vorgang übernehmen, ohne das ursprüngliche Gespräch gehört zu haben?

Wenn sie Bedarf, Empfehlung, Risiken, Verantwortlichkeiten und Termin versteht, ist das Protokoll für die Weiterbearbeitung geeignet.


Dokumentationsvorlage für Deine Übung

Prüffeld Deine Eingabe
Datum und Gesprächsart
Kundenbedarf
Zwingende technische Kriterien
Vergleichene Produkte
Empfehlung mit Begründung
Gesamtpreis und Preisgrundlage
Vereinbarung
Einschränkungen
Offene Fragen
Zuständigkeit
Nächster Termin
Auftragsstatus

Arbeitsauftrag: Übertrage die Vorlage in Dein Heft oder eine lokale Textdatei. Verwende ausschließlich fiktive Daten.


Einheit 6: Qualität, Datenschutz und Übergabe


Die abschließende Qualitätsprüfung

Ein gutes Beratungsprotokoll ist:

  1. Sachlich: Beobachtungen und Vermutungen werden unterschieden.
  2. Vollständig: Wichtige Vereinbarungen und Einschränkungen fehlen nicht.
  3. Nachvollziehbar: Zahlen, Anforderungen und Entscheidungen passen zusammen.
  4. Verbindlich formuliert: Nur tatsächliche Zusagen werden als Zusagen dargestellt.
  5. Weiterbearbeitbar: Verantwortliche und Termine sind eindeutig.
  6. Datensparsam: Nur erforderliche personenbezogene Daten werden dokumentiert.

Die Datenschutz-Grundverordnung verlangt unter anderem Zweckbindung, Datenminimierung und sachliche Richtigkeit. Eine rechtmäßige Verarbeitung benötigt außerdem eine passende Rechtsgrundlage.

Fachquelle: DSGVO, insbesondere Artikel 5 und 6.

Zusatzmedium: Datenschutz leicht erklärt – Kurzvideos des Landesdatenschutzbeauftragten Baden-Württemberg.


Checkliste vor der Weitergabe

Kontrolle Erledigt?
Kundenwunsch korrekt erfasst □
Produktvergleich nachvollziehbar □
Nettopreis und Gesamtkosten geprüft □
Vereinbarung korrekt beschrieben □
Technische Einschränkungen sichtbar □
Keine unbegründete Liefer- oder Funktionszusage □
Zuständigkeiten und Termine vorhanden □
Auftragsstatus eindeutig □
Nur notwendige Daten dokumentiert □


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche drei Bestandteile gehören besonders zum nachvollziehbaren Beratungsergebnis? (Vereinbarung Einschränkung und nächste Schritte) (!Begrüßung Werbung und Verkaufsabschluss) (!Bestellung Rechnung und Zahlungseingang) (!Produktfoto Firmenlogo und Werbetext)




Wie viele Etiketten benötigt die fiktive Kundin täglich? (350) (!150) (!700) (!900)




Warum scheidet Eco 200 für den Ausbildungsfall aus? (Es erfüllt mehrere zwingende Anforderungen nicht) (!Es hat grundsätzlich eine zu große Druckbreite) (!Es ist teurer als alle anderen Modelle) (!Es besitzt einen nicht benötigten Netzwerkanschluss)




Welches Modell ist die vorläufige Empfehlung? (Transfer 420) (!Eco 200) (!Pro 600) (!Keines der beschriebenen Modelle besitzt einen Netzwerkanschluss)




Welche technische Eigenschaft muss vor einer Zusage noch geprüft werden? (Die Eignung von Etikett und Klebstoff im Kühlbereich) (!Die Schreibweise des Kundennamens auf dem Gerätegehäuse) (!Die Farbe des Verkaufskatalogs) (!Die Größe des Firmenlogos)




Welchen Auftragsstatus hat der fiktive Beratungsvorgang? (Es wurde noch keine Bestellung aufgegeben) (!Das Gerät wurde bereits geliefert) (!Die Bestellung ist vollständig bezahlt) (!Der Auftrag wurde verbindlich bestätigt)




Was gehört zu einem eindeutigen nächsten Schritt? (Verantwortliche Tätigkeit und Termin) (!Nur eine allgemeine Absicht) (!Eine unbegründete Lieferzusage) (!Ein technisches Merkmal ohne Prüfstatus)




Wie hoch ist der gesamte Nettopreis in Fall A? (560 Euro) (!480 Euro) (!666 Euro) (!700 Euro)




Wie hoch ist der Bruttopreis in Fall B? (637 Euro und 84 Cent) (!536 Euro) (!560 Euro) (!700 Euro)




Welche Aussage entspricht einer datensparsamen Dokumentation? (Nur für den Vorgang erforderliche personenbezogene Daten erfassen) (!Alle privaten Angaben der Kundin speichern) (!Gesprächsdaten ohne Rechtsgrundlage weitergeben) (!Ungeprüfte Angaben als sichere Tatsachen speichern)




Quiz-Feedback: Kontrolliere Deine Antworten anhand der Musterprotokolle und Berechnungen. Bei einer falschen Antwort suche die fachliche Begründung und erläutere sie in einem eigenen Satz.


Memory

Ordne jedem Begriff seine passende Bedeutung zu.

Bedarf 350 Etiketten pro Arbeitstag
Musskriterium Erforderliche LAN-Anbindung
Vorbehalt Noch ausstehender Klebstofftest
Auftragsstatus Keine Bestellung erfolgt
Nettopreis Preis ohne Umsatzsteuer
Bruttopreis Preis einschließlich Umsatzsteuer
Rückmeldetermin Fünfzehnter Oktober





Drag and Drop

Ordne die Aussagen den passenden Dokumentationsbegriffen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Aussage
Empfehlung Vorläufige Auswahl eines geeigneten Geräts
Vereinbarung Vorbereitung eines Angebotsentwurfs
Einschränkung Noch ungeprüfte Temperaturbeständigkeit
Verantwortlichkeit Verkauf prüft die Software-Anbindung
Termin Vereinbarter Zeitpunkt der Rückmeldung
Status Aktueller Stand ohne Kaufauftrag




Feedback: Eine Aussage ist erst dann eine Vereinbarung, wenn die Beteiligten sie tatsächlich abgestimmt haben. Offene technische Fragen dürfen nicht als zugesagte Leistung erscheinen.


Kreuzworträtsel

Bedarf Was wird zu Beginn der Kundenberatung ermittelt?
Vorbehalt Wie heißt eine ausdrücklich festgehaltene Einschränkung?
Rabatt Wie nennt man einen vereinbarten Preisnachlass?
Netto Wie bezeichnet man einen Preis ohne Umsatzsteuer?
Termin Was legt den Zeitpunkt eines nächsten Schrittes fest?
Dokumentation Wie nennt man die nachvollziehbare schriftliche Erfassung eines Vorgangs?





LearningApps

Hier findest Du optional weitere Übungen zum Themenfeld. Die Suchergebnisse stammen von einem externen Anbieter und wurden nicht als Teil dieses Kurses erstellt oder einzeln geprüft.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Kundenberatung beginnt mit der Ermittlung des

.
Im Ausbildungsfall benötigt die Kundin einen Drucker mit einem

.
Für langlebige Etiketten kann das Druckverfahren

geeignet sein.
Die technischen Produkte werden anhand ihrer

verglichen.
Eine schriftlich festgehaltene Absprache nennt man

.
Noch ungeprüfte Eigenschaften müssen als

gekennzeichnet werden.
Zum gesamten Kaufpreis können zusätzlich Kosten für den

gehören.
Ein Preis ohne Umsatzsteuer wird als

bezeichnet.
Ein vereinbarter Preisnachlass wird

genannt.
Für die weitere Bearbeitung muss eine zuständige

bestimmt werden.
Zusätzlich braucht jeder vereinbarte nächste Schritt einen

.
Eine vorläufige Produktempfehlung ist noch keine

.
Die Speicherung personenbezogener Daten soll dem Prinzip der

entsprechen.
Eine gute Dokumentation ermöglicht die spätere

des Beratungsergebnisses.




Offene Aufgaben

Bearbeite die Aufgaben mit fiktiven Daten. Du kannst schreiben, zeichnen, Tabellen gestalten oder ein Rollenspiel durchführen. Eine Veröffentlichung oder ein Upload ist nicht erforderlich.


Leicht – Basisaufgaben

  1. Bedarf erkennen: Markiere im fiktiven Gespräch die wichtigsten Kundenanforderungen. Erstelle eine übersichtliche Bedarfskarte.
  2. Gesprächsrollen: Spiele mit einer zweiten Person ein zweiminütiges Kundengespräch. Verwende mindestens drei offene Fragen.
  3. Produkte unterscheiden: Stelle Eco 200 und Transfer 420 in einer selbst erstellten Vergleichstabelle gegenüber.
  4. Drei-Spalten-Protokoll: Sortiere Gesprächsaussagen in die Spalten Vereinbarung, Einschränkung und nächste Schritte.


Standard – Anwendungsaufgaben

  1. Beratungsprotokoll: Erstelle aus dem Ausbildungsfall ein vollständiges Protokoll mit Datum, Bedarf, Empfehlung, Vorbehalten und Verantwortlichkeiten.
  2. Preisberechnung: Berechne Fall B mit Rechenweg und erläutere, weshalb der Rabatt nur auf das Gerät angewendet wird.
  3. Fehleranalyse: Untersuche das schlechte Beispielprotokoll und verbessere mindestens fünf ungenaue oder falsche Aussagen.
  4. Kundenmitteilung: Verfasse eine kurze sachliche Mitteilung, die Empfehlung, noch offene Prüfungen und Rückmeldetermin verständlich darstellt.


Schwer – Transferaufgaben

  1. Anforderungsänderung: Die Kundin benötigt plötzlich 800 Etiketten täglich. Überarbeite den Produktvergleich und dokumentiere die veränderte Empfehlung mit Begründung.
  2. Budgetkonflikt: Die Kundin senkt ihr Budget auf 500,00 € netto. Entwickle zwei mögliche Vorgehensweisen, ohne ungeprüfte Leistungen zu versprechen.
  3. Übergabesimulation: Gib einer anderen Person nur Dein Beratungsprotokoll. Lass sie den Vorgang fortsetzen und dokumentiere, welche Informationen fehlen.
  4. Datenschutzprüfung: Entwickle einen Leitfaden, welche personenbezogenen Angaben für einen fiktiven Beratungsvorgang erforderlich sein könnten und welche nicht aufgenommen werden sollten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Die folgenden Aufgaben prüfen vor allem Zusammenhänge, Begründungen und die Übertragung auf neue Situationen.

  1. Technische Eignung beurteilen: Ein Gerät besitzt den richtigen Anschluss, ist aber mit der Kundensoftware noch nicht getestet. Erkläre, warum die technische Beratung damit nicht abgeschlossen ist.
  2. Wirtschaftlichkeit begründen: Zwei Geräte haben unterschiedliche Anschaffungspreise. Entwickle eine Entscheidungsmatrix mit mindestens vier Kriterien und erläutere deren Gewichtung.
  3. Rechtlich korrekt formulieren: Eine Kundin bittet um sofortige Lieferung, während die Verfügbarkeit ungeklärt ist. Formuliere ein korrektes Beratungsergebnis ohne unberechtigte Lieferzusage.
  4. Kundenperspektive einnehmen: Ein günstigeres Gerät erfüllt eine zwingende Anforderung nicht. Begründe, weshalb es trotz Preisvorteil nicht empfohlen werden sollte.
  5. Übergabe sichern: Ein Kollege übernimmt den Vorgang während einer Abwesenheit. Erläutere, welche Informationen er benötigt und welche Fehler bei fehlender Dokumentation entstehen könnten.
  6. Informationsschutz übertragen: Bei einem realen Beratungsvorgang werden unnötige private Angaben gespeichert. Entwickle eine datensparsame Alternative und begründe sie.


Bewertungsmaßstab und Feedback

Kriterium Gutes Ergebnis Rückmeldung bei Verbesserungsbedarf
Fachlichkeit Die technischen Kriterien werden korrekt berücksichtigt Prüfe Musskriterien vor Zusatzfunktionen
Kaufmännische Richtigkeit Gesamtkosten und Preisgrundlage stimmen Berücksichtige Zubehör, Versand, Rabatt und Steuer
Nachvollziehbarkeit Empfehlung und Entscheidung sind begründet Erkläre, warum eine Alternative geeignet oder ungeeignet ist
Risikobewusstsein Offene Prüfungen sind ausdrücklich dokumentiert Trenne zugesicherte Eigenschaften von Vermutungen
Handlungsorientierung Die nächsten Schritte enthalten Zuständigkeiten und Termine Ersetze unbestimmte Aussagen durch konkrete Arbeitsaufträge
Datenschutz Es werden nur erforderliche Daten genutzt Entferne überflüssige persönliche Angaben


Lernnachweis

Als Lernnachweis erstellst Du ein vollständiges fiktives Beratungsdossier.

Es enthält:

  1. Einen kurzen Ausgangsfall mit Kundenbedarf und technischen Anforderungen.
  2. Einen Produktvergleich mit nachvollziehbarer Auswahlentscheidung.
  3. Eine vollständige kaufmännische Berechnung.
  4. Ein Beratungsprotokoll mit Datum und eindeutigem Vorgangsstatus.
  5. Eine getrennte Darstellung von Vereinbarungen und offenen Einschränkungen.
  6. Einen Maßnahmenplan mit Verantwortlichkeiten und Terminen.
  7. Eine kurze Begründung, warum die Empfehlung zu den Anforderungen passt.
  8. Eine Prüfung auf sachliche Richtigkeit und Datenminimierung.
  9. Eine Reflexion darüber, welche Angaben noch fehlen und wie Du sie klären würdest.

Bewertungsvorschlag: Fachliche Begründung 30 Prozent, kaufmännische Berechnung 20 Prozent, Dokumentationsqualität 30 Prozent und verantwortungsbewusste Weiterbearbeitung 20 Prozent.

Erfolgreicher Lernnachweis: Eine andere Person kann auf Grundlage Deiner Unterlagen sicher erkennen, was bereits geklärt wurde, welche Zusagen bestehen, was offen bleibt und welche Maßnahmen folgen.


OERs zum Thema

Für den exakten Kurstitel gibt es keinen entsprechenden Wikipedia-Einzelartikel. Die folgenden Artikel vertiefen wichtige Teilbereiche.


Wikipedia: Verkaufsgespräch


Wikipedia: Thermodruck


Wikipedia: Angebot


Fachquellen und Medienrechte


Überprüfbare Fachquellen

  1. Bundesinstitut für Berufsbildung – Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement: Berufsprofil mit kundenorientiertem Verkauf und elektronischen Geschäftsprozessen.
  2. BIBB – Ausbildung gestalten: Umsetzungshilfe für die Ausbildungspraxis. Fremdmaterial; Lizenzbedingungen der Quelle beachten.
  3. HubbS – Verkaufsgespräche kundenorientiert führen: Unterrichtsbezogene Lernfeldinformationen des ZSL Baden-Württemberg, CC BY-NC 4.0.
  4. Zebra – Thermische Etiketten: Druckverfahren, Materialauswahl und Temperaturbedingungen. Herstellerquelle.
  5. BGB § 145: Bindung an ein Vertragsangebot.
  6. BGB § 433: Pflichten aus einem Kaufvertrag.
  7. UStG § 12: Allgemeiner Umsatzsteuersatz.
  8. Datenschutz-Grundverordnung: Rechtliche Grundlagen der Datenverarbeitung.


Bildquellen und Lizenzen

Die im Kurs verwendeten Bilder stammen aus Wikimedia Commons. Die Dateiseiten dokumentieren Urheberschaft und Nutzungsbedingungen.

  1. Zebra LP 2824 Plus Printer: TaurusEmerald, CC BY-SA 4.0.
  2. Geöffneter Etikettendrucker: Jiří Sedláček, CC BY-SA 4.0.
  3. Druckeranschlüsse: Jiří Sedláček, CC BY-SA 4.0.
  4. Netzwerkstecker: Uwe Schwöbel, CC BY-SA 3.0.
  5. Barcodescanner: Foto von Argox, CC BY 1.0.
  6. EAN-8-Barcode: Tryphon, gemeinfrei.

Lizenztexte: CC BY-SA 4.0, CC BY-SA 3.0, CC BY 1.0.

Die Bilder wurden als unveränderte Dateieinbindungen vorgesehen. Bei einer Weiterverwendung müssen die jeweiligen Lizenzbedingungen, insbesondere die Namensnennung, berücksichtigt werden.


Videonachweise und Nutzungshinweise

  1. Deutsche Welle – Deutsch im Job: Kundenberatung: Gesprächsbeispiel, über die Lernplattform ZUM Deutsch Lernen verifiziert.
  2. TSC TX600 – Produktvideo: Technische Anschauung, über eine veröffentlichte Fachseite zum Etikettendruck nachgewiesen.
  3. Landesbeauftragter für Datenschutz Baden-Württemberg – Datenschutz leicht erklärt: Zusätzliche Kurzvideos, mit gesonderten Lizenzhinweisen.

Medienhinweis: YouTube-Videos sind eingebettete externe Inhalte und nicht automatisch offene Bildungsmaterialien. Es wird keine Erlaubnis zur freien Bearbeitung oder Weiterverbreitung behauptet. Das Abspielen externer Videos kann Verbindungen zu den jeweiligen Plattformen herstellen.

Datenschutzhinweis: Die Bearbeitung des Kurses erfordert keine Weitergabe echter Kundeninformationen, keine Anmeldung bei einem KI-Dienst und keinen Upload von Dateien. Verwende für alle Übungen ausschließlich fiktive Angaben.


Verknüpfte Lernbereiche


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