Zum Inhalt springen

Technische Kalkulation und Wirtschaftlichkeit – Rabatt und Skonto sauber berechnen

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Technische Kalkulation und Wirtschaftlichkeit – Rabatt und Skonto sauber berechnen

QR-Code



Technische Kalkulation und Wirtschaftlichkeit – Rabatt und Skonto sauber berechnen

Zielgruppe: Kaufmännische und technische Ausbildung

Niveau: Grundlagen bis Transfer

Lernzeit: ca. 90–120 Minuten, in kurzen Lerneinheiten

Lernziel: Du berechnest Rabatt und Skonto mit der richtigen Bezugsgröße, vergleichst Angebote und begründest wirtschaftliche Einkaufsentscheidungen.

Kursprinzip: Sehen – Verstehen – Berechnen – Entscheiden – Begründen.

Wichtiger Hinweis: Sämtliche Personen, Betriebe, Produkte, technischen Eigenschaften, Angebote und Geschäftsvorgänge dieses Kurses sind fiktiv. Rechtsgrundlage ist deutsches Recht, Prüfstand Oktober 2026. Die Beispiele vereinfachen reale Geschäftsprozesse und sind keine verwendbaren Rechnungen.


Einleitung

12 % Rabatt plus 2 % Skonto ergeben nicht 14 % Gesamtnachlass.

Warum? Weil sich die Prozentwerte auf unterschiedliche Ausgangsbeträge beziehen.

In diesem aiMOOC lernst Du, wie ein Einkaufspreis tatsächlich entsteht und warum das billigste Angebot nicht immer das wirtschaftlichste ist.


Dein Lernfahrplan

Lerneinheit Dauer Lernprodukt
Rabatt verstehen 5 Minuten Prozentrechnung
Skonto berechnen 7 Minuten Zahlungsentscheidung
Bezugspreis bestimmen 7 Minuten Kalkulationsschema
Angebote vergleichen 12 Minuten Einkaufsentscheidung
Umsatzsteuer und Rechnung prüfen 8 Minuten Rechnungsprüfung
Wirtschaftlichkeit bewerten 10 Minuten Entscheidung mit Begründung

Du kannst jede Einheit einzeln bearbeiten. Prüfe anschließend Dein Wissen mit Quiz, Memory, Drag-and-Drop und kaufmännischen Fällen.


Lerneinheit 1: Rabatt verstehen

Rabatt ist ein Preisnachlass, beispielsweise wegen einer bestimmten Bestellmenge oder einer vereinbarten Kundenkondition.

Im Grundmodell gilt:

Listenpreis − Rabatt = Zieleinkaufspreis

Beispiel mit fiktiven Werten:

Listenpreis netto 1.500,00 €
Rabatt 10 % − 150,00 €
Zieleinkaufspreis 1.350,00 €

Rechenregel: 1.500 × 0,10 = 150.

Merke: Der Rabatt bezieht sich hier auf den Listenpreis. Bei anderen Vertragsmodellen muss die vereinbarte Rabattbasis geprüft werden.


Lernvideo: Rabatt und Skonto

Videoauftrag: Notiere einen Unterschied zwischen Rabatt und Skonto. Erkläre ihn anschließend in einem eigenen Satz.


Gesprächskarte: Das Angebot

Rolle Fiktives Gespräch
Auszubildende Mira „Wir erhalten zehn Prozent Rabatt. Ist unser Einkauf damit besonders günstig?“
Ausbilder Jan „Das wissen wir erst, wenn wir auch Skonto, Bezugskosten und die Produkteigenschaften kennen.“
Mira „Also brauche ich einen vollständigen Angebotsvergleich.“

Deine Aufgabe: Lies das Gespräch zu zweit mit verteilten Rollen. Ergänze eine passende Rückfrage von Mira.


Lerneinheit 2: Skonto sauber berechnen

Skonto ist ein vereinbarter Preisnachlass, wenn Du innerhalb einer festgelegten Frist zahlst.

Im Grundmodell:

Zieleinkaufspreis − Skonto = Bareinkaufspreis

Rechenschritt Ergebnis
Zieleinkaufspreis 1.350,00 €
2 % Skonto von 1.350,00 € 27,00 €
Bareinkaufspreis 1.323,00 €

Achtung: Der Skonto wird hier nicht nochmals vom ursprünglichen Listenpreis berechnet.

Der gesamte Nachlass beträgt 177,00 € und damit 11,8 % des Listenpreises – nicht 12 %.

Bei der praktischen Rechnungszahlung kann die vereinbarte Skontobasis der Bruttorechnungsbetrag sein. Entscheidend sind die konkreten Zahlungsbedingungen und die Frage, welche Positionen skontierfähig sind.


Drei häufige Denkfehler

Denkfehler Korrektur
Rabatt und Skonto einfach addieren Prozentwerte nacheinander anwenden
Skonto immer vom Listenpreis berechnen Vereinbarte Skontobasis prüfen
Skonto ohne fristgerechte Zahlung abziehen Zahlungsbedingungen beachten


Mini-Fall: Die Zahlungsfrist

Fiktive Vereinbarung: 2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von zehn Tagen, sonst voller Rechnungsbetrag innerhalb von 30 Tagen.

Frage: Was geschieht bei einer Zahlung erst am 20. Tag?

Lösung und Feedback

Der Skonto darf nach den vereinbarten Bedingungen nicht mehr abgezogen werden.

Begründung: Die Skontofrist wurde überschritten. Der volle Rechnungsbetrag ist zu zahlen, sofern keine neue Vereinbarung getroffen wurde.


Lerneinheit 3: Der vollständige Bezugspreis

Der Einkaufspreis umfasst häufig weitere Kosten, insbesondere Transport, Verpackung oder Versicherung.

Standardmodell der Bezugskalkulation:

Kalkulationsschritt Wirkung
Listeneinkaufspreis netto Ausgangsbetrag
− Lieferantenrabatt Preisnachlass
= Zieleinkaufspreis Basis für den vereinbarten Skonto
− Lieferantenskonto Zahlungsnachlass
= Bareinkaufspreis Preis nach beiden Nachlässen
+ Bezugskosten netto Beispielsweise Fracht
= Bezugspreis netto Wirtschaftliche Vergleichsgröße

Dieses Schema unterstellt, dass die gesonderten Bezugskosten nicht skontierfähig sind. Andere Vertragsvereinbarungen erfordern eine angepasste Rechnung.


Lernvideo: Bezugskalkulation

Beobachtungsauftrag: Stoppe das Video bei der Erklärung der Bezugskosten. Beschreibe, warum diese den Einkaufspreis erhöhen.


Lerneinheit 4: Dein Ausbildungsfall

Ausgangssituation:

Die fiktive Firma Lernwerk Technik benötigt zehn Montagewinkel des erfundenen Typs MW-40.

Mira soll das wirtschaftlichste geeignete Angebot auswählen.

Technische Mindestanforderungen:

  1. Tragfähigkeit: mindestens 40 kg je Montagewinkel unter den im Fall als gleich angenommenen Prüfbedingungen
  2. Maßhaltigkeit: festgelegter Lochabstand von 40 mm
  3. Qualitätssicherung: gleichwertige dokumentierte Prüfung

Alle Angaben sind Modellwerte, keine echten Produktspezifikationen. Für A und B werden identische Qualität, Verfügbarkeit, Prüfbedingungen und Lieferzeit angenommen.


Drei fiktive Angebote

Merkmal Anbieter A Anbieter B Anbieter C
Nettolistenpreis je Stück 250,00 € 240,00 € 225,00 €
Rabatt 12 % 5 % 10 %
Skonto 2 % 3 % 2 %
Bezugskosten netto 90,00 € 20,00 € 10,00 €
Traglast je Stück 40 kg 40 kg 35 kg
Lochabstand 40 mm 40 mm 40 mm
Technisch geeignet Ja Ja Nein

Modellannahme: Skonto gilt jeweils nur auf den rabattierten Warenwert. Fracht wird getrennt und ohne Skonto berechnet. Alle Skontofristen können zunächst eingehalten werden; sämtliche Preise sind netto.


Interaktive Fallaufgabe: Berechne den Bezugspreis

Berechne den Netto-Bezugspreis aller drei Anbieter und triff eine Einkaufsentscheidung.

Hilfe 1 – Orientierung

Beginne mit Menge × Listenpreis je Stück.

Prüfe die technische Eignung, bevor Du den günstigsten geeigneten Anbieter auswählst.

Hilfe 2 – Rechenweg

Rabattbetrag = Listenpreis × Rabattsatz.

Skontobetrag = Zieleinkaufspreis × Skontosatz.

Bezugspreis = Bareinkaufspreis + Bezugskosten.

Hilfe 3 – Zwischenwert

Anbieter A: Zieleinkaufspreis 2.200,00 €.

Anbieter B: Zieleinkaufspreis 2.280,00 €.

Anbieter C: Zieleinkaufspreis 2.025,00 €.


Musterlösung mit begründetem Feedback

Kalkulation Anbieter A Anbieter B Anbieter C
Listenpreis für 10 Stück 2.500,00 € 2.400,00 € 2.250,00 €
Rabattbetrag − 300,00 € − 120,00 € − 225,00 €
Zieleinkaufspreis 2.200,00 € 2.280,00 € 2.025,00 €
Skontobetrag − 44,00 € − 68,40 € − 40,50 €
Bareinkaufspreis 2.156,00 € 2.211,60 € 1.984,50 €
Bezugskosten + 90,00 € + 20,00 € + 10,00 €
Bezugspreis netto 2.246,00 € 2.231,60 € 1.994,50 €

Entscheidung: Anbieter B.

B ist bei gleicher technischer Eignung um 14,40 € günstiger als A.

C ist preiswerter, erfüllt aber die erforderliche Traglast nicht.

Feedback: Eine wirtschaftliche Entscheidung berücksichtigt die geforderte Funktion. Ein ungeeignetes Produkt ist nicht allein deshalb wirtschaftlich, weil es weniger kostet.


Gesprächsmedium: Die Einkaufsbesprechung

Rolle Aussage
Mira „C hat den niedrigsten Bezugspreis. Soll ich C bestellen?“
Jan „Welche Traglast benötigen wir?“
Mira „Mindestens 40 Kilogramm. C erreicht nur 35 Kilogramm.“
Jan „Und welcher geeignete Anbieter ist wirtschaftlicher?“
Mira „B ist bei rechtzeitigem Skontoabzug 14,40 Euro günstiger als A.“

Medienaufgabe: Nehmt das Gespräch als einminütige Audioaufnahme auf. Verwendet ausschließlich erfundene Rollen und Geschäftsdaten. Erklärt darin auch die richtige Reihenfolge der Kalkulation.


Lerneinheit 5: Skonto, Umsatzsteuer und Rechnung

In Deutschland beträgt der allgemeine Umsatzsteuersatz nach § 12 UStG derzeit 19 %. Für bestimmte gesetzlich begünstigte Umsätze gilt ein ermäßigter Satz von 7 %.

Modellannahme: Für die Montagewinkel und die gesondert berechnete Fracht gilt 19 % Umsatzsteuer. Die fiktive Firma ist voll zum Vorsteuerabzug berechtigt.

Beim Angebotsvergleich wird deshalb mit Nettopreisen kalkuliert. Für die tatsächliche Zahlung ist auch der Bruttobetrag wichtig.


Rechnungsfall B: Zwei Berechnungswege

Warenrechnung nach bereits gewährtem Rabatt:

Position Betrag
Warenwert netto 2.280,00 €
Umsatzsteuer 19 % 433,20 €
Rechnungsbetrag brutto 2.713,20 €
Skonto 3 % brutto − 81,40 €
Zahlungsbetrag brutto 2.631,80 €

Die Zahlung erfolgt innerhalb der vereinbarten Frist.

Kontrolle auf Nettobasis:

2.280,00 € − 68,40 € Skonto = 2.211,60 €.

Darauf entfallen nach Rundung 420,20 € Umsatzsteuer.

2.211,60 € + 420,20 € = 2.631,80 €.

Die separate Frachtrechnung beträgt im Modell 20,00 € netto bzw. 23,80 € brutto.

Gesamtzahlung brutto: 2.655,60 €.

Effektiver Bezugspreis netto: 2.231,60 €.

Beide Perspektiven passen zusammen. Im Beispiel wird kaufmännisch auf Cent gerundet. Bei gemischten Steuersätzen oder anderen vertraglichen Skontobasen ist eine getrennte Berechnung erforderlich.


Steuerliche Einordnung

Ein tatsächlich beanspruchter Skonto vermindert das Entgelt. Bei steuerpflichtigen Umsätzen sind Umsatzsteuer und gegebenenfalls Vorsteuer nach § 17 UStG entsprechend zu berichtigen.

Im Beispiel sinkt der Umsatzsteueranteil der Warenrechnung von 433,20 € um 13,00 € auf 420,20 €.

Eine bereits berücksichtigte Rabattminderung ist dagegen schon im ausgewiesenen Nettoentgelt enthalten.


Welche Pflichtangaben benötigt eine Rechnung?

Nach § 14 UStG gehören bei einer regulären Rechnung insbesondere dazu: vollständiger Name und Anschrift beider Parteien, Steuernummer oder Umsatzsteuer-ID des leistenden Unternehmens, Rechnungsdatum, fortlaufende Rechnungsnummer, Menge und Art der Leistung, Leistungszeitpunkt, Entgelt, relevante vereinbarte Entgeltminderungen, Steuersatz sowie Steuerbetrag oder gegebenenfalls ein Steuerbefreiungshinweis. Für besondere Fälle gelten zusätzliche Regeln und Ausnahmen.

Für einen vereinbarten, noch nicht berücksichtigten Skonto genügt nach der steuerlichen Verwaltungsauffassung eine eindeutige Konditionsangabe wie „2 % Skonto bei Zahlung bis ...“; der Skontobetrag muss dabei nicht zwingend vorausberechnet ausgewiesen werden.

Aktueller Stand der E-Rechnung, Oktober 2026:

Seit 2025 müssen inländische Unternehmen grundsätzlich E-Rechnungen empfangen können. Für die Ausstellung von E-Rechnungen im betroffenen inländischen B2B-Bereich bestehen Übergangsregeln: Bis Ende 2026 dürfen Rechnungsaussteller noch sonstige Rechnungen verwenden; unter bestimmten Voraussetzungen verlängert sich das bis Ende 2027. Ein bloßes PDF ist keine strukturierte E-Rechnung im gesetzlichen Sinn. Weitere Ausnahmen und Sonderregeln sind zu beachten.

Wichtig: Die Tabellen dieses Kurses sind didaktische Rechenbelege und keine vollständigen steuerlichen Rechnungen.


Lerneinheit 6: Wirtschaftlichkeit beurteilen

Ein wirtschaftlicher Einkauf verbindet Preis, Funktion, Qualität, Lieferbedingungen und Zahlungsfähigkeit.

Mini-Fall:

B kostet mit Skonto 2.231,60 € netto.

Kann B den Skonto nicht nutzen, kostet der Einkauf 2.300,00 € netto einschließlich Fracht.

Der Unterschied: 68,40 €.

Wenn A seinen Skonto weiterhin gewährt, kostet A 2.246,00 € netto. Damit wäre unter diesen veränderten Bedingungen A um 54,00 € günstiger als B.

Merke: Ein Angebotsvergleich ist nur aussagekräftig, wenn Du die tatsächlich nutzbaren Konditionen vergleichst.


Lernvideo: Rabatte und Skonto im Rechnungswesen

Hinweis: Dieses ältere Lernvideo dient zur begrifflichen Vertiefung. Für aktuelle Steuer- und Buchungsvorgaben gelten die im Quellenabschnitt geprüften Rechtsgrundlagen.

Videoauftrag: Formuliere eine Kontrollfrage, mit der Du einen fehlerhaften Skontoabzug erkennen kannst.


Basis-, Anwendungs- und Transfertraining


Basis: Rechenfehler finden

Ein Azubi rechnet:

1.500,00 € − 12 % = 1.320,00 €.

Er behauptet, dies sei das Ergebnis aus 10 % Rabatt und anschließend 2 % Skonto.

Aufgabe: Verbessere seinen Rechenweg.

Lösung:

1.500,00 € − 150,00 € Rabatt = 1.350,00 €.

1.350,00 € − 27,00 € Skonto = 1.323,00 €.

Feedback: Die Differenz beträgt 3,00 €. Das einfache Addieren der Prozentsätze führt zu einem falschen Ergebnis, weil der zweite Nachlass eine kleinere Bezugsgröße hat.


Anwendung: Den Angebotsvergleich prüfen

Mira behauptet: „Anbieter A ist besser, weil er den höchsten Rabatt anbietet.“

Aufgabe: Widerlege oder bestätige ihre Aussage anhand des Ausbildungsfalls.

Lösung:

Die Aussage ist falsch. Trotz des höheren Rabatts hat A einen Bezugspreis von 2.246,00 €; B erreicht 2.231,60 €.

Feedback: Die Rabattquote allein reicht nicht aus. Listenpreis, Skonto und Bezugskosten verändern das Gesamtergebnis.


Transfer: Zahlungsfähigkeit berücksichtigen

Die fiktive Firma kann den Skonto von B nicht rechtzeitig nutzen. Bei A gelingt die fristgerechte Zahlung.

Aufgabe: Entscheide erneut und begründe die Änderung.

Lösung:

A: 2.246,00 €.

B ohne Skonto: 2.280,00 € + 20,00 € = 2.300,00 €.

A ist jetzt 54,00 € günstiger.

Feedback: Zahlungsfähigkeit verändert die tatsächlich erzielbaren Einkaufskonditionen. Der vorher günstigste Anbieter muss nicht mehr die wirtschaftlichste Wahl sein.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wovon wird der Rabatt im Standardmodell berechnet? (Vom Listeneinkaufspreis) (!Vom Bareinkaufspreis) (!Von der Umsatzsteuer) (!Von den Frachtkosten)




Wie hoch ist ein Rabatt von 12 Prozent auf 2.500 Euro? (300 Euro) (!250 Euro) (!220 Euro) (!30 Euro)




Welcher Zieleinkaufspreis entsteht aus 2.500 Euro mit 12 Prozent Rabatt? (2200 Euro) (!2156 Euro) (!2300 Euro) (!2246 Euro)




Welche Größe dient im Ausbildungsfall A als Skontobasis? (2200 Euro) (!2500 Euro) (!2246 Euro) (!90 Euro)




Wie hoch ist der Skontobetrag bei 2 Prozent von 2.200 Euro? (44 Euro) (!50 Euro) (!22 Euro) (!90 Euro)




Wie hoch ist der Bareinkaufspreis von Anbieter A? (2156 Euro) (!2200 Euro) (!2246 Euro) (!2500 Euro)




Welche Kosten erhöhen im Standardmodell den Bareinkaufspreis? (Bezugskosten) (!Lieferantenrabatt) (!Lieferantenskonto) (!Mengenrabatt)




Welcher Netto-Bezugspreis ergibt sich für Anbieter B? (2231 Komma 60 Euro) (!2246 Euro) (!2280 Euro) (!2211 Komma 60 Euro)




Warum wird Anbieter C im Ausbildungsfall ausgeschlossen? (Die erforderliche Traglast wird nicht erreicht) (!Der Rabatt ist zu gering) (!Es wird kein Skonto gewährt) (!Der Lochabstand ist zu groß)




Was gilt bei einem tatsächlich beanspruchten Skonto für einen steuerpflichtigen Umsatz? (Die Bemessungsgrundlage vermindert sich) (!Die Umsatzsteuer bleibt stets unverändert) (!Der Listenpreis muss erhöht werden) (!Die Bezugskosten werden automatisch verdoppelt)





Memory

Ordne jedem Fachbegriff die passende Erklärung zu.

Listenpreis Ausgangspreis vor vereinbarten Nachlässen
Lieferantenrabatt Nachlass im Angebot
Zieleinkaufspreis Preis nach dem Rabatt
Lieferantenskonto Preisnachlass bei fristgerechter Zahlung
Bareinkaufspreis Preis nach beiden Nachlässen
Bezugskosten Zusätzliche Kosten des Warenbezugs
Einstandspreis Gesamter Netto-Bezugspreis





Drag and Drop

Ordne die Schritte der Kalkulation ihren Funktionen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Listenpreis Ausgangspunkt der Einkaufskalkulation
Rabatt Erster vereinbarter Preisnachlass
Zieleinkaufspreis Grundlage des Skontos im Standardmodell
Skonto Nachlass für fristgerechte Zahlung
Bareinkaufspreis Ergebnis nach den beiden Nachlässen
Bezugskosten Zuschlag für den Warenbezug
Bezugspreis Endergebnis der Nettokalkulation





Kreuzworträtsel

Rabatt Wie heißt ein vereinbarter Preisnachlass auf einen Listenpreis?
Skonto Welchen Nachlass erhält man bei vereinbarter fristgerechter Zahlung?
Listenpreis Wie heißt der Ausgangspreis vor dem Rabatt?
Fracht Wie bezeichnet man Kosten für den Gütertransport?
Bezugspreis Wie heißt das Netto-Endergebnis der Bezugskalkulation?
Liquiditaet Wie heißt die Fähigkeit eines Unternehmens, fällige Zahlungen leisten zu können?





LearningApps

Suche nach ergänzenden Lernspielen zu Rabatt, Skonto und Kalkulation.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der ursprüngliche Angebotspreis vor den Nachlässen heißt

.
Ein Nachlass auf diesen Preis wird als

bezeichnet.
Nach dem Rabatt erhält man den

.
Bei fristgerechter Zahlung kann der Käufer einen

erhalten.
Nach dem zweiten Abzug ergibt sich der

.
Zusätzliche Transportkosten gehören zu den

.
Das Endergebnis der Einkaufskalkulation heißt

.
Für den Vergleich von vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmen verwendet man in diesem Modell

.
Ein Anbieter muss auch die technischen

erfüllen.
Der wirtschaftlichste Anbieter verbindet Eignung und günstige

.
Ein nachträglicher Skontoabzug kann die steuerliche

verändern.
Die Fähigkeit, fällige Zahlungen zu erfüllen, heißt

.




Offene Aufgaben

Bearbeite zwölf Aufgaben. Dokumentiere Deine Ergebnisse möglichst in einer Kalkulationstabelle, einer kurzen Gesprächsaufnahme oder einem begründeten Entscheidungstext.


Leicht – Basis

  1. Rabatt: Erstelle eine digitale Lernkarte mit Definition, Formel und einem selbst erfundenen Beispiel.
  2. Skonto: Zeichne ein Schema, das den Unterschied zwischen Rabatt und Skonto erklärt.
  3. Prozentrechnung: Berechne für einen fiktiven Warenwert von 800 € einen Rabatt von 5 % und erläutere die Bezugsgröße.
  4. Fachgespräch: Schreibe einen Dialog zwischen zwei erfundenen Auszubildenden, die einen Fehler bei der Skontoberechnung entdecken.


Standard – Anwendung

  1. Bezugskalkulation: Berechne die drei Angebote des Ausbildungsfalls eigenständig und kontrolliere Deine Ergebnisse mit einer Tabellenkalkulation.
  2. Angebotsvergleich: Erstelle eine Vergleichsgrafik mit Netto-Bezugspreis und technischer Eignung.
  3. Rechnungsprüfung: Entwirf eine fiktive, ausdrücklich als nicht verwendbar gekennzeichnete Übungsrechnung und markiere die für eine echte Rechnung grundsätzlich erforderlichen Pflichtangaben.
  4. Erklärvideo: Produziere ein zweiminütiges Video mit fiktiven Zahlen, das die Reihenfolge von Rabatt, Skonto und Frachtkosten zeigt.


Schwer – Transfer

  1. Liquiditätsplanung: Entwickle zwei fiktive Zahlungssituationen und prüfe, ob die Nutzung von Skonto wirtschaftlich sinnvoll und finanzierbar ist.
  2. Beschaffungsentscheidung: Verändere die Traglast oder die Frachtkosten eines Anbieters und untersuche, wann ein anderer Anbieter die bessere Wahl wird.
  3. Fehleranalyse: Erstelle eine absichtlich fehlerhafte Kalkulation mit mindestens drei unterschiedlichen Fehlern. Lass sie von einer anderen Person korrigieren.
  4. Wirtschaftlichkeit: Entwickle einen eigenen fiktiven Einkaufsfall mit drei technisch unterschiedlichen Produkten und stelle Deine begründete Einkaufsentscheidung in einem kurzen Fachgespräch vor.

Feedbackkriterien: Eine überzeugende Lösung nennt die richtige Bezugsgröße, zeigt nachvollziehbare Zwischenergebnisse, beachtet technische Mindestanforderungen und begründet die Entscheidung. Besonders wichtig ist, dass Du erklären kannst, warum eine fehlerhafte oder scheinbar günstigere Alternative ausscheidet.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Die folgenden fünf Aufgaben prüfen das Verstehen von Zusammenhängen und die Anwendung in neuen Situationen.

  1. Fehlerdiagnose: Zwei fiktive Auszubildende berechnen denselben Skonto einmal vom Listenpreis und einmal vom rabattierten Preis. Entwickle einen Prüfweg, der die richtige Lösung anhand der vertraglichen Bezugsgröße erkennt.
  2. Wirtschaftlichkeitsanalyse: Untersuche, wie sich die Rangfolge der Anbieter verändert, wenn einzelne Skontofristen nicht eingehalten werden können.
  3. Technischer Angebotsvergleich: Begründe anhand einer selbst festgelegten Mindestanforderung, warum ein günstigeres Angebot möglicherweise ungeeignet ist.
  4. Umsatzsteuer: Erkläre mit einem fiktiven Zahlenbeispiel, warum ein tatsächlich genutzter Skonto Auswirkungen auf den Umsatzsteuerbetrag haben kann.
  5. Beschaffungsstrategie: Entwickle eine begründete Empfehlung für einen fiktiven Ausbildungsbetrieb, der zwischen niedrigem Preis, Zahlungsfähigkeit und Liefersicherheit abwägen muss.

Bewertungsmaßstab:

Kriterium Punkte
Richtige Bezugsgrößen und Rechenschritte 30
Korrekte Ergebnisse mit Einheiten und Rundung 20
Einbeziehung technischer Anforderungen 20
Wirtschaftliche Begründung und Transfer 20
Verständliche und überprüfbare Darstellung 10
Gesamt 100

Begründetes Feedback: Ein rechnerisch richtiges Ergebnis ohne nachvollziehbare Bezugsgrößen ist nur teilweise überzeugend. Eine Einkaufsentscheidung ist erst dann vollständig, wenn die Produktanforderungen und die tatsächlich erreichbaren Zahlungsbedingungen berücksichtigt wurden.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du eine digitale Einkaufsentscheidung mit Kalkulationsprotokoll.

Sie soll folgende Bestandteile enthalten:

  1. Eine übersichtliche Darstellung der Kalkulationsreihenfolge
  2. Mindestens zwei vollständig berechnete fiktive Angebote
  3. Eine korrekte Zuordnung der Rabatt- und Skontobezugsgrößen
  4. Einen technischen Produktvergleich mit Mindestanforderungen
  5. Eine nachvollziehbare Entscheidung mit wirtschaftlicher Begründung
  6. Eine Fehlerkontrolle einschließlich Rundung und Umsatzsteuer
  7. Eine kurze Reflexion über mögliche Veränderungen der Zahlungsbedingungen

Erfolgskriterium: Du kannst Deine Ergebnisse in einem dreiminütigen Fachgespräch erklären und auf mindestens eine veränderte Bedingung reagieren.

Es werden ausschließlich fiktive Geschäftsdaten verwendet. Der Lernnachweis benötigt keine personenbezogenen Daten und keine echten Kundenbelege.




OERs zum Thema


Wikipedia: Skonto

Weitere Grundlagen:

  1. Handelskalkulation: Vom Listeneinkaufspreis bis zum Einstandspreis
  2. Rabatt: Arten und Funktionsweise von Preisnachlässen
  3. Skonto: Zahlungsbedingungen und Berechnungsgrundlagen
  4. Wirtschaftlichkeit: Wirtschaftliches Handeln und Kostenvergleich
  5. Umsatzsteuer: Steuerliche Behandlung von Lieferungen und Leistungen


Geprüfte fachliche Quellen

Rechtsstand: Oktober 2026. Maßgeblich bleiben die jeweils gültigen gesetzlichen Regelungen und die Vereinbarungen des konkreten Geschäftsfalls.

  1. Umsatzsteuergesetz § 12: Allgemeiner und ermäßigter Umsatzsteuersatz.
  2. Umsatzsteuergesetz § 14: Ausstellung von Rechnungen und Pflichtangaben.
  3. Umsatzsteuergesetz § 17: Änderung der steuerlichen Bemessungsgrundlage.
  4. Bundesministerium der Finanzen – E-Rechnungs-FAQ, Stand März 2026: Definition, Pflicht und Übergangsregelungen.
  5. Bundesministerium der Finanzen – Schreiben vom 15. Oktober 2025: Vereinbarte Entgeltminderungen und Skontoangaben.
  6. IHK zu Essen – Rechnungspflichtangaben: Übersicht für die Rechnungspraxis.
  7. Wikipedia – Handelskalkulation: Kaufmännisches Kalkulationsschema.


Medien und Nutzungsrechte

Die folgenden Wikimedia-Commons-Dateien wurden mit ihren Dateibeschreibungsseiten und Lizenzangaben abgeglichen:

Medium Urheberangabe Ausgewiesene Lizenz
Shopping cart.svg Azizsoft CC BY-SA 4.0
Calculator-standard.svg SlowedDown CC0 1.0
Delivery truck.svg Juhele CC0 1.0
Euro symbol gold.svg Ssolbergj Gemeinfrei
Cash register keyboard.jpg Maksym Kozlenko CC BY-SA 4.0

Verwendete Videos:

  1. Rabatt und Skonto – Mathematik Nachhilfe.
  2. Bezugskalkulation – Mathe mit Frau Fromme.
  3. Rabatte und Skonto richtig buchen – BildungInteraktiv.

Medienrechtlicher Hinweis: Die YouTube-Videos werden ausschließlich über Verweise auf die Originalveröffentlichungen eingebettet und nicht als frei lizenzierte OER ausgewiesen. Einbettbarkeit und Verfügbarkeit können sich ändern. Für Bearbeitungen und Weiterveröffentlichungen der Commons-Dateien gelten die jeweiligen Lizenzbedingungen, insbesondere Namensnennung und gegebenenfalls Weitergabe unter gleichen Bedingungen. Die Gesprächskarten und fiktiven Fallzahlen sind eigens für diesen Kurs erstellt.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...