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Technische Kalkulation und Wirtschaftlichkeit – Arbeitszeit und Lohnkosten unterscheiden

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Technische Kalkulation und Wirtschaftlichkeit – Arbeitszeit und Lohnkosten unterscheiden

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Technische Kalkulation und Wirtschaftlichkeit – Arbeitszeit und Lohnkosten unterscheiden

Kurzbeschreibung: Du vergleichst Arbeitsaufwand, Bruttolohn und betrieblichen Kostensatz. Du kalkulierst zwei Produkte für einen fiktiven Werkstattauftrag und begründest, welche Lösung wirtschaftlicher ist.

Zielgruppe: Ausbildung (Technik, Handwerk, kaufmännische Berufe) · Dauer: ca. 70–90 Minuten in sechs kurzen Lerneinheiten · Stand der Rechtsprüfung: 11.10.2026 (Deutschland).

Modellhinweis: Die Werkstatt, sämtliche Personen, Produkte, Aufträge, Arbeitszeiten und Kostenbeträge sind vollständig fiktiv. Die kalkulatorischen Prozentsätze und Beträge sind keine gesetzlichen Tarife, keine Marktpreise und keine verbindlichen Angebote. Gesetzliche Werte sind jeweils ausdrücklich gekennzeichnet.


Einleitung

Bildimpuls: Rollen eines Bürostuhls. Welche Kosten entstehen außer dem Einkaufspreis der Rollen?

Dein Ausbildungsfall: Die fiktive Werkstatt RollenWerk erhält den Auftrag, die Rollen eines Bürostuhls auszutauschen. Auszubildende Mira und Fachkraft Ben vergleichen zwei gleich gut geeignete Montagesätze. Ben übernimmt die kalkulierte Facharbeit; Miras Lernzeit ist im vereinfachten Modell nicht zusätzlich als Auftragszeit eingerechnet.

Lernziele: Du trennst Arbeitszeit, Produktivzeit, Bruttolohn, Personalkosten und Kostensatz. Du rechnest in Minuten und Stunden, vergleichst Selbstkosten und erklärst eine Entscheidung im Kundengespräch.


Lerneinheit 1: Zeit ist nicht gleich Kosten (10 Minuten)

Gesprächsmedium 1 – als Rollenlesung oder kurze Audioaufnahme nachspielen (frei erfundener Dialog):

Rolle Gespräch
Mira „Eine Stunde Arbeit kostet doch genau so viel wie Bens Stundenlohn?“
Ben „Nein. Die Werkstatt bezahlt auch Nebenkosten, Geräte und Zeiten ohne Kundenauftrag.“
Mira „Dann brauche ich für die Kalkulation die produktive Auftragszeit und einen Kostensatz.“

Beispieltag (fiktiv): 08:00–16:30 Uhr im Betrieb = 8,5 Stunden Anwesenheit. Abzüglich 30 Minuten Ruhepause = 8 Stunden Arbeitszeit. Davon sind 6 Stunden für Kundenaufträge produktiv nutzbar; 2 Stunden entfallen auf andere betriebliche Tätigkeiten. Eine nicht produktive Stunde ist nicht automatisch eine Pause.

Rechtscheck: Nach § 2 ArbZG zählt die Ruhepause grundsätzlich nicht zur Arbeitszeit. Bei mehr als 6 bis zu 9 Stunden Arbeit sind nach § 4 ArbZG mindestens 30 Minuten Pause vorgeschrieben. Für Minderjährige gelten besondere Schutzvorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes. § 2 ArbZG · § 4 ArbZG · BMAS

Videoimpuls: Achte auf die Unterscheidung zwischen Arbeitszeit und Ruhepause; prüfe Rechtsaussagen des älteren Videos mit den obigen aktuellen Gesetzestexten.

Basisfrage: Sind 30 Minuten Mittagspause 30 Minuten produktive Arbeitszeit? Nein, denn eine echte Ruhepause ist keine Arbeitszeit und damit auch keine produktive Auftragszeit.


Lerneinheit 2: Lohn, Personalkosten, Gemeinkosten (10 Minuten)

Zeitaufnahme in der Praxis: Nicht die bloße Anwesenheit, sondern die für den Auftrag eingeplante Tätigkeit ist die Rechengröße.

Begriff Kurz erklärt
Bruttostundenlohn Vergütung einer Fachkraft pro bezahlter Stunde, vor Arbeitnehmerabzügen
Personalnebenkosten Zusätzliche Arbeitgeberkosten, etwa Sozialversicherungsbeiträge und Umlagen
Betriebsgemeinkosten Beispielsweise Raum, Werkzeug, Verwaltung und Software
Betrieblicher Kostensatz Gesamte zugerechnete Kosten je produktiver Auftragsstunde; noch kein Verkaufspreis

Merke: Bruttolohn ≠ gesamte Arbeitgeber-Personalkosten ≠ betrieblicher Kostensatz ≠ Kundenverkaufspreis.

Videoimpuls: Sortiere nach dem Video die Begriffe Einzelkosten und Gemeinkosten am Werkstattbeispiel.

Fachquelle: Handwerkskammer Stuttgart: Was kostet eine Handwerkerstunde?


Lerneinheit 3: Den betrieblichen Kostensatz berechnen (15 Minuten)

Alle Werte der folgenden Tabelle sind fiktive Modellannahmen für eine Fachkraft und ein Planjahr. In den Betriebsgemeinkosten sind keine bereits separat erfassten Personalnebenkosten enthalten.

Rechengröße Modellwert
Bezahlte Jahresstunden 1.800 h
Davon für Kundenaufträge produktiv nutzbar 1.350 h
Bruttolohn je bezahlter Stunde 20,00 €
Jahresbruttolohn 36.000 €
Arbeitgeber-Personalnebenkosten 9.000 € (frei angenommene 25 % des Bruttolohns)
Zugeordnete Betriebsgemeinkosten 19.800 €
Jährliche Kosten insgesamt 64.800 €

Rechenschritte:

36.000 € + 9.000 € + 19.800 € = 64.800 €

64.800 € ÷ 1.350 produktive h = 48,00 €/h

Ergebnis: 48,00 € ist der kostendeckende interne Satz pro produktiver Stunde, nicht Bens Bruttolohn und noch ohne Gewinnzuschlag oder Umsatzsteuer.

Warum nicht durch 1.800 teilen? Weil im Modell nur 1.350 Stunden für Kundenaufträge nutzbar sind. Eine Division durch alle bezahlten Stunden ergäbe zu niedrige Auftragskosten: 64.800 € ÷ 1.800 h = 36,00 €/h.

Gestufte Hilfe zur Kostensatzrechnung – öffnen

Hilfe 1: Trenne jährliche Eurobeträge von jährlichen Stunden.
Hilfe 2: Im Zähler stehen Bruttolohn + Arbeitgebernebenkosten + zugeordnete Betriebsgemeinkosten.
Hilfe 3: Teile 64.800 € durch 1.350 h. Die Einheit des Ergebnisses ist €/produktive h.
Feedback: 48 € berücksichtigt auch Zeiten, die nicht direkt als Auftrag abgerechnet werden können; 20 € ist nur der Bruttolohn pro bezahlter Stunde.

Fachquelle: Handwerkskammer Konstanz: Zusammensetzung einer Handwerkerstunde.


Lerneinheit 4: Produktvergleich im Kundenauftrag (15 Minuten)

Werkzeuge verursachen betriebliche Kosten, auch wenn der Kunde nur neue Rollen sieht.

Gleiche Eignung, unterschiedliche Montagezeiten: Die fiktiven Sätze „Fix“ und „Basis“ erfüllen laut Modellannahme dieselben funktionalen und sicherheitsbezogenen Anforderungen. Es handelt sich nicht um reale Produkte oder geprüfte Marktdaten. Einkaufspreise ohne Umsatzsteuer; keine weiteren auftragsbezogenen Materialnebenkosten im vereinfachten Modell.

Vergleich Satz „Fix“ Satz „Basis“
Fiktiver Materialpreis netto 32,00 € 18,00 €
Geplante produktive Montagezeit 30 min = 0,5 h 60 min = 1 h
Arbeitskosten bei 48 €/h 24,00 € 48,00 €
Selbstkosten des Auftrags netto 56,00 € 66,00 €

Ergebnis: „Basis“ kostet beim Einkauf 14 € weniger, verursacht aber 24 € mehr Arbeitskosten. „Fix“ ist unter diesen Annahmen 10 € günstiger.

Gesprächsmedium 2 – Beratung simulieren:

Rolle Gespräch
Kundin (fiktiv) „Warum empfehlen Sie den teureren Montagesatz?“
Mira „Weil wir nicht nur das Material vergleichen: Mit Montage sind die gesamten Selbstkosten bei ‚Fix‘ niedriger.“
Kundin „Und wenn die Montage länger dauert als geplant?“
Mira „Dann kalkulieren wir nach. Arbeitszeit und tatsächliche Kosten müssen dokumentiert werden.“

Aufgabenentscheidung: Überschreitet die Montage von „Fix“ den Plan und dauert 45 Minuten, steigen die Selbstkosten auf 68,00 €. Bei „Basis“ bleiben es 66,00 €. Eine verlässliche Zeitannahme kann die Wahl verändern.


Lerneinheit 5: Kaufmännische Fallentscheidung mit Feedback (10 Minuten)

Interaktiver Fall Deine Entscheidung Begründetes Feedback (nach eigener Rechnung prüfen)
Fall A: „Fix“ 30 min, „Basis“ 60 min Welche Variante hat niedrigere Selbstkosten? Fix: 32 € + 0,5 × 48 € = 56 €. „Basis“ kostet 66 €. Nur nach Materialpreis zu entscheiden wäre falsch.
Fall B: „Fix“ benötigt tatsächlich 45 min Welche Variante ist nun günstiger? Basis: Fix kostet 32 € + 0,75 × 48 € = 68 €; Basis 66 €. Die Mehrzeit verändert die Rangfolge.
Fall C: Nur 1.200 statt 1.350 produktive Jahresstunden Wie verändert sich der Satz bei gleichen Jahreskosten? 54 €/h: 64.800 € ÷ 1.200 h. Geringere nutzbare Stunden erhöhen die Kosten je Auftragstunde.

Dreistufige Hilfen für Fall A bis C – öffnen

Tipp: Vergleiche nie nur Einzelpreise.
Rechenansatz: Selbstkosten = Material + produktive Stunden × Kostensatz.
Kontrolle: 30 Minuten = 0,5 h; 45 Minuten = 0,75 h; ein Kostensatz wird durch jährliche Kosten geteilt durch produktive Stunden bestimmt.

Optionales Preisbeispiel (fiktiv): Bei „Fix“ mit 56 € Selbstkosten und frei angenommenem 20-%-Zuschlag auf diese Selbstkosten ergibt sich ein kalkulierter Nettoverkaufspreis von 67,20 €. Bei einem in Deutschland mit dem Regelsteuersatz von 19 % umsatzsteuerpflichtigen Umsatz wären es gerundet 79,97 € brutto. Der Zuschlag ist weder gesetzlich vorgegeben noch ein garantiert erzielter Gewinn. § 12 UStG


Lerneinheit 6: Recht, Qualität und Transfer (10 Minuten)

Rechtslage (Deutschland; Stand 11.10.2026): Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn beträgt 2026 13,90 € brutto pro Stunde für anspruchsberechtigte Beschäftigte; ab 2027 sind 14,60 € festgelegt. Die Vergütung in einer Berufsausbildung wird dagegen nicht vom Mindestlohngesetz geregelt (§ 22 Abs. 3 MiLoG); dafür gelten andere Ausbildungsregeln. Der Modell-Bruttolohn von 20 € gehört zur fiktiven erwachsenen Fachkraft, nicht zur Auszubildenden. BMAS · MiLoG

Pflichtangaben: Die Übung zeigt eine interne Kalkulation, keine Rechnung. Bei echten Rechnungen sind unter anderem die Angaben nach § 14 UStG und die jeweils geltenden Regeln zur elektronischen Rechnung zu prüfen. Fiktive Geschäftsdaten dürfen nicht als echte Rechnungsdaten verwendet werden. § 14 UStG

Transferfrage: Sind die zwei Sätze technisch wirklich gleich gut geeignet? Prüfe im echten Betrieb zuerst Kompatibilität, Qualität, Sicherheit und Rücklaufquoten. Die günstigsten Modell-Selbstkosten allein entscheiden nicht.

Video zum Ausbildungsalltag (2019): Nutze ihn als Gesprächsanlass, nicht als aktuelle Rechtsquelle; für Minderjährige und Erwachsene gelten unterschiedliche gesetzliche Vorgaben.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was wird im Fall als produktive Auftragszeit bezeichnet? (Die für Kundenaufträge nutzbare Arbeitszeit) (!Die gesamte Anwesenheitszeit) (!Die Mittagspause) (!Die gesamte bezahlte Jahreszeit)




Wie viel Arbeitszeit ergibt das Modell bei 8,5 Stunden Anwesenheit und 30 Minuten Pause? (8 Stunden) (!8,5 Stunden) (!7 Stunden) (!6,5 Stunden)




Was beschreibt ein Bruttostundenlohn? (Die Vergütung vor Arbeitnehmerabzügen je bezahlter Stunde) (!Den Nettoverkaufspreis einer Dienstleistung) (!Die gesamten jährlichen Betriebsgemeinkosten) (!Den Gewinn pro Kundenauftrag)




Welche Position gehört zu den Betriebsgemeinkosten des Modells? (Werkstattmiete) (!Der Einkaufswert des Montagesatzes) (!Der Kundenrabatt auf einen Einzelauftrag) (!Die produktive Montagedauer)




Wie hoch sind die modellierten jährlichen Gesamtkosten? (64800 Euro) (!36000 Euro) (!45000 Euro) (!19800 Euro)




Wie hoch ist der interne Kostensatz bei 64800 Euro und 1350 produktiven Stunden? (48 Euro pro Stunde) (!20 Euro pro Stunde) (!36 Euro pro Stunde) (!64 Euro pro Stunde)




Wie hoch sind die Arbeitskosten für 30 Minuten bei 48 Euro je Stunde? (24 Euro) (!48 Euro) (!16 Euro) (!30 Euro)




Welche Selbstkosten hat der Montagesatz Fix bei planmäßiger Montage? (56 Euro) (!32 Euro) (!66 Euro) (!80 Euro)




Wie hoch sind die Selbstkosten von Fix bei 45 Minuten Montage? (68 Euro) (!56 Euro) (!66 Euro) (!54 Euro)




Was geschieht mit dem Kostensatz bei sinkenden produktiven Stunden und unveränderten Jahreskosten? (Er steigt) (!Er sinkt immer) (!Er bleibt definitionsgemäß gleich) (!Er wird zum Bruttolohn)




Begründetes Quiz-Feedback 1–10 – nach dem Test öffnen

  1. 1: Produktiv heißt für Aufträge nutzbar, nicht alle Stunden im Betrieb.
  2. 2: 8,5 h minus 0,5 h Ruhepause ergeben 8 h.
  3. 3: Brutto ist vor persönlichen Abzügen; die gesamten Arbeitgeberkosten liegen höher.
  4. 4: Miete entsteht unabhängig von einem bestimmten Montagesatz.
  5. 5: 36.000 + 9.000 + 19.800 ergibt 64.800 €.
  6. 6: Für Aufträge nutzbare Stunden bilden den Nenner: 64.800 ÷ 1.350 = 48.
  7. 7: Eine halbe Stunde verursacht 0,5 × 48 = 24 €.
  8. 8: Material 32 + Arbeitskosten 24 = 56 €.
  9. 9: 45 Minuten sind 0,75 h: 32 + 0,75 × 48 = 68 €.
  10. 10: Dieselben jährlichen Kosten verteilen sich auf weniger Produktivstunden.


Memory

Anwesenheitszeit Zeitspanne zwischen Kommen und Gehen einschließlich Pause
Ruhepause Unterbrechung ohne Arbeitsleistung
Bruttostundenlohn Vergütung vor Arbeitnehmerabzügen je bezahlter Stunde
Personalnebenkosten Zusätzliche Kosten des Arbeitgebers für Beschäftigte
Betriebsgemeinkosten Indirekte Kosten wie Werkstattmiete und Software
Produktivstunden Für Kundenaufträge nutzbare Arbeitsstunden
Selbstkosten Zugerechnete Materialkosten plus Arbeitskosten im Modell





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Arbeitszeit ohne Pause Gesetzliche Zeitabgrenzung
Fiktive Fachkraft Bruttolohn pro bezahlter Stunde
Arbeitgeberbeiträge Personalnebenkosten
Werkstattmiete Betriebsgemeinkosten
Produktive Auftragsstunde Bezugsgröße des Kostensatzes





Kreuzworträtsel

Bruttolohn Wie heißt die Vergütung vor persönlichen Arbeitnehmerabzügen?
Ruhepause Welche Unterbrechung zählt nach dem Arbeitszeitgesetz grundsätzlich nicht zur Arbeitszeit?
Gemeinkosten Wie heißen indirekt zugerechnete Kosten wie Werkstattmiete?
Kostensatz Wie heißt der interne Eurobetrag je produktiver Stunde?
Selbstkosten Wie heißen die zugerechneten Kosten eines Auftrags vor Gewinnzuschlag?
Produktivzeit Wie heißt die für Kundenaufträge nutzbare Arbeitszeit?





LearningApps

Dies ist eine Themensuche auf LearningApps, keine eigens geprüfte Einzelübung.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Anwesenheit von 08:00 bis 16:30 Uhr beträgt insgesamt

Stunden.
Eine echte Ruhepause zählt grundsätzlich nicht zur gesetzlichen

.
Für einen Kundenauftrag nutzbare Stunden heißen im Modell

.
Die Vergütung vor Arbeitnehmerabzügen heißt

.
Zusätzliche Arbeitgeberaufwendungen werden als Personalnebenkosten

.
Die Werkstattmiete zählt im Modell zu den

.
Der angenommene Bruttostundenlohn der Fachkraft beträgt

Euro.
Die angenommenen Arbeitgeber-Personalnebenkosten betragen jährlich

Euro.
Die gesamten modellierten jährlichen Kosten betragen

Euro.
Die Zahl der produktiven Stunden pro Jahr beträgt

.
Der betriebliche Kostensatz beträgt

Euro je produktiver Stunde.
Die geplanten Selbstkosten von Fix betragen

Euro.
Nach 45 Minuten Montage steigen die Fix-Selbstkosten auf

Euro.
Der gesetzliche allgemeine Mindestlohn beträgt 2026 für anspruchsberechtigte Beschäftigte

Euro brutto je Stunde.



Offene Aufgaben


Leicht – Basis (Aufgaben 1–4)

  1. Arbeitszeit: Zeichne einen Zeitbalken für 08:00–16:30 Uhr mit Pause und produktiven Stunden. Feedbackmaßstab: 8,5 Stunden Anwesenheit, 8 Stunden Arbeit, 6 Stunden produktiv; die übrigen 2 Stunden sind betriebliche Arbeitszeit.
  2. Bruttolohn: Erkläre in einem 30-Sekunden-Sprechtext, warum 20 € Bruttolohn nicht 48 € Betriebskostensatz bedeuten. Feedbackmaßstab: Neben Lohn müssen Neben-, Gemein- und nicht verrechenbare Zeiten mitgedacht werden.
  3. Kostenartenrechnung: Ordne in einer Bild- oder Begriffskarte „Material“, „Werkstattmiete“, „Arbeitgeberbeiträge“ und „Montageminuten“ richtig ein. Feedbackmaßstab: Nicht jede Größe ist ein Geldbetrag; Montagezeit wird erst mit einem Satz bewertet.
  4. Zeiterfassung: Spiele Miras Gespräch mit Ben nach und formuliere zwei Rückfragen. Feedbackmaßstab: Fragen zu Zeitbasis und zusätzlich eingerechneten Kosten machen die Kalkulation nachvollziehbar.


Standard – Anwendung (Aufgaben 5–8)

  1. Kostensatz: Erstelle eine Tabellenkalkulation mit den sechs Grunddaten und einer Formel für 48 €/h. Feedbackmaßstab: Summe im Zähler, produktive Stunden im Nenner; Einheiten angeben.
  2. Produktvergleich: Baue eine Vergleichskarte für „Fix“ und „Basis“ mit Material, Zeit und Selbstkosten. Feedbackmaßstab: Richtig sind 56 € und 66 €; die billigere Ware ist nicht der günstigere Auftrag.
  3. Nachkalkulation: Berechne „Fix“ bei 45 Minuten neu und erläutere die geänderte Empfehlung. Feedbackmaßstab: 68 € statt 56 €, deshalb ist „Basis“ mit 66 € nun rechnerisch günstiger.
  4. Kundengespräch: Führe ein 60-Sekunden-Beratungsgespräch als Audio oder Rollenspiel mit vollständig fiktiven Daten. Feedbackmaßstab: Erkläre Preis, Zeitrisiko und gleiche Modell-Eignung verständlich; nenne keine erfundene echte Marke.


Schwer – Transfer (Aufgaben 9–12)

  1. Wirtschaftlichkeit: Bestimme die Montagezeit, ab der „Fix“ und „Basis“ gleiche Selbstkosten haben, und begründe die Grenze. Feedbackmaßstab: 42,5 Minuten für „Fix“ bei unveränderten 60 Minuten für „Basis“; danach dreht sich die Reihenfolge.
  2. Sensitivitätsanalyse: Rechne den Kostensatz bei 1.200 produktiven Jahresstunden und überarbeite beide Auftragspreise. Feedbackmaßstab: 54 €/h; „Fix“ 59 €, „Basis“ 72 € im ursprünglichen Zeitplan.
  3. Qualitätsmanagement: Erfinde ein realistisches, aber klar fiktives Szenario mit Reklamationskosten und entscheide erneut. Feedbackmaßstab: Vergleiche erwartete Gesamtkosten, nicht nur Einbaukosten; mache Wahrscheinlichkeiten transparent.
  4. Kalkulation: Entwickle eine Mini-Schulung aus zwei Gesprächsszenen, einer Grafik und einer eigenen Rechenaufgabe mit Lösung. Feedbackmaßstab: Trenne Fakten, Modellannahmen und rechtliche Hinweise; kennzeichne Medienlizenzen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Analyse: Ein Betrieb hat steigende Löhne bei gleichbleibender Produktivzeit. Begründe die Wirkung auf den Kostensatz und nenne eine faire betriebliche Reaktion.
  2. Transfer: Erkläre, warum eine pauschale Aussage „Mehr Anwesenheit macht den Auftrag billiger“ wirtschaftlich falsch sein kann.
  3. Entscheidung: Beurteile die Produktauswahl bei 30 und 45 Minuten Fix-Montage mit einem nachvollziehbaren Rechenweg.
  4. Fehleranalyse: Eine Person teilt 64.800 € durch 1.800 Stunden. Identifiziere den Denkfehler und berechne die passende Bezugsgröße.
  5. Kommunikation: Formuliere eine transparente und verständliche Erklärung für eine Kundin, warum Bruttostundenlohn und Stundenverrechnungssatz auseinanderliegen.
  6. Kritik: Erkläre, weshalb Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen auch eine rechnerisch günstigere Variante ausschließen können.




Lernnachweis

Für den Lernnachweis reichst Du eine vollständig fiktive Kalkulationsdatei mit Zellformeln, einen Zeitbalken, den Vergleich „Fix/Basis“, eine Nachkalkulation, eine begründete Produktempfehlung und eine kurze Gesprächsaufnahme oder ein Gesprächsprotokoll ein. Belege den Unterschied zwischen Lohn, Personalkosten, Kostensatz und Verkaufspreis. Kennzeichne Modellannahmen, Quellen und Medienlizenzen; verwende keinerlei echte personenbezogene oder betriebliche Abrechnungsdaten.

Bewertungsvorschlag: Rechenrichtigkeit 40 %, betriebswirtschaftliche Begründung 30 %, Gespräch/Transfer 20 %, Quellen- und Modelltransparenz 10 % (didaktischer Vorschlag, keine Prüfungsordnung).




OERs zum Thema

Fach- und Rechtsquellen (zuletzt geprüft 11.10.2026):

  1. HWK Stuttgart: Was kostet eine Handwerkerstunde? – Trennung von Stundenlohn, Nebenkosten, Gemeinkosten und Gewinn.
  2. HWK Konstanz: Wie setzt sich eine Handwerkerstunde zusammen? – Kostensatz und produktive Stunden.
  3. ArbZG § 2 und ArbZG § 4 – Arbeitszeit und Ruhepause.
  4. BMAS: MiLoV5 und MiLoG § 22 – Mindestlohn 2026 und Ausnahme für Ausbildungsverhältnisse.
  5. UStG § 12 und UStG § 14 – Regelsteuersatz und Rechnungsangaben.

Bildquellen und Nutzungsrechte (Dateien auf Wikimedia Commons geprüft):

  1. Caster-wheels-chair.jpg – Derek Jensen (Tysto), gemeinfrei.
  2. Stopwatch.svg – badaman/Openclipart, CC0 1.0.
  3. Time study stopwatch.JPG – Tasma3197, CC BY-SA 3.0.
  4. Calculator SVG Vector.svg – paomedia, CC0 1.0.
  5. Toolbox (49985663631).jpg – Jim Griffin, CC0 1.0.
  6. Euro coins line.jpg – Vander, CC0 1.0 (Darstellung von Euro-Münzen; mögliche gesonderte Designrechte beachten).

Videos: Arbeitszeit und Pausen (brbildung, 2018); Einzelkosten vs. Gemeinkosten (Numerologica, 2025); Arbeitszeiten in der Ausbildung (Ausbildung.de, 2019). Die URLs wurden geprüft. YouTube-Videos sind nicht automatisch OER; eingebettet wird nur die externe Wiedergabe, keine freie Bearbeitungslizenz behauptet. Bei Einbettungsbeschränkungen nutze die verlinkte Originalseite.

Weiterlesen in Wikipedia:

Ergänzend: Arbeitszeit, Personalkosten, Kostensatz, Kosten- und Leistungsrechnung. Wikipedia ist ein Einstieg, maßgeblich für Rechtsfragen bleiben die verlinkten Gesetzestexte.



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