T9 M - Technischen Entwicklungsprozess präsentieren

T9 M - Technischen Entwicklungsprozess präsentieren
T9 M - Technischen Entwicklungsprozess präsentieren
Einleitung
In einem technischen Entwicklungsprozess entsteht aus einer Aufgabe schrittweise eine überprüfbare Lösung. Für Deine Präsentation zählt nicht nur das fertige Produkt. Du zeigst vor allem, wie Du von der Anforderung über Entwurf und Fertigung zur Prüfung und Optimierung gekommen bist.
Ziel für Klasse 9, M-Niveau: Du kannst den Entwicklungsprozess in etwa fünf Minuten sachlich erklären, passende Belege zeigen und technische Entscheidungen begründen.
| Fachbegriff | Kurze Erklärung | Passender Beleg |
|---|---|---|
| Anforderung | Eine überprüfbare Vorgabe: Was muss die Lösung können oder einhalten? | Anforderungsliste, Maß, Funktionskriterium |
| Entwurf | Eine geplante Lösungsidee, die vor der Fertigung konkretisiert wird. | Skizze, CAD-Modell, technische Zeichnung |
| Fertigung | Die geplante Herstellung oder Montage der Lösung. | Fertigungsbilder, Arbeitsfolge, Stückliste |
| Prüfung | Der Soll-Ist-Vergleich mit Messung oder Funktionstest. | Messwerte, Prüfprotokoll, Testvideo |
| Optimierung | Eine begründete Änderung, durch die ein festgelegtes Kriterium besser erfüllt wird. | Vorher-Nachher-Vergleich |
Bildungsplanbezug Baden-Württemberg
Im Fach Technik sollst Du technische Informationen auswerten, Konstruktions- und Herstellungsprozesse planen und aus Unterschieden zwischen Plan und Realisierung Schlüsse ziehen. Auf M-Niveau ist wichtig, Abläufe zu beschreiben, zu planen, zu vergleichen und begründet zu optimieren.
Prüfungsnah bedeutet: Nicht nur zeigen, was Du gemacht hast, sondern erklären, warum Deine Entscheidung technisch sinnvoll war.
Sicherheitsrahmen
Sicherheit geht vor Produkt und Präsentation. Praktische Arbeiten erfolgen nur nach schulischer Unterweisung, mit Aufsicht und der erforderlichen Schutzausrüstung. Gefährliche Maschinen werden nicht eigenständig benutzt. An Netzspannung wird nicht gearbeitet. Elektrische Versuche sind nur mit von der Schule freigegebenen Komponenten und sicherer Kleinspannung zulässig.
Bei Fotos und Videos gilt zusätzlich: keine riskante Aufnahme während einer Maschinenbedienung, keine fremden Personen ohne Einwilligung, keine urheberrechtlich geschützte Musik ohne Erlaubnis. Für Lernmedien eignen sich frei lizenzierte Dateien von Wikimedia Commons.
Der technische Entwicklungsprozess

Bildlegende: Ein Entwicklungsprozess verläuft nicht nur geradeaus. Nach dem Test führen Ergebnisse oft zurück zum Entwurf.
Medienauftrag – beobachten und markieren: Notiere aus der Grafik drei Stellen, an denen geprüft, verbessert oder erneut entschieden wird. Markiere anschließend mit Pfeilen, wo eine Rückkopplung stattfindet.
Anforderung – Was soll die Lösung leisten?
Anforderung bedeutet: Eine Vorgabe ist so formuliert, dass Du später prüfen kannst, ob sie erfüllt ist.
Schwach: „Der Halter soll gut sein.“
Prüfbar: „Der Modellhalter soll einen Prüfkörper in einem Winkel von 60° ± 5° sicher halten.“
- Formuliere Anforderungen mit messbaren Größen, Funktionen oder klaren Bedingungen.
- Trenne Muss-Anforderungen von Wünschen.
- Lege vor der Fertigung fest, wie Du die Erfüllung später prüfen willst.
Mini-Aufgabe – Fehler finden: Welche Formulierung ist nicht prüfbar: „leicht“, „Masse höchstens 100 g“, „Breite 80 mm ± 2 mm“, „hält 150 g für 30 s“?
Entwurf – Idee sichtbar und prüfbar machen
Entwurf bedeutet: Du übersetzt Anforderungen in eine geplante technische Lösung.
Eine Skizze hält Ideen schnell fest. Sie darf freihändig sein, muss aber verständlich bleiben. Ein CAD-Modell ist eine rechnergestützte geometrische Darstellung. Eine technische Zeichnung enthält die für Herstellung oder Kontrolle nötigen Ansichten und Maße.

Bildlegende: Technische Zeichnungen machen Geometrie, Maße und Details nachvollziehbar.
Medienauftrag – markieren: Suche im Bild mindestens drei typische Informationen einer technischen Darstellung, zum Beispiel Ansichten, Maße, Konturen oder Bauteildetails. Begründe, warum ein Fertigender diese Informationen braucht.

Bildlegende: Aus einem CAD-Modell können technische Ansichten für Fertigung und Prüfung abgeleitet werden.
Medienauftrag – vergleichen: Vergleiche 3D-Modell und technische Zeichnung. Notiere je einen Vorteil für das räumliche Verstehen und für die Maßkontrolle.
Videoauftrag: Beobachte, wie aus einem räumlichen Körper zweidimensionale Ansichten entstehen. Stoppe an einer geeigneten Stelle und benenne Vorderansicht, Seitenansicht und Draufsicht.
Videoauftrag: Achte darauf, wie aus dem CAD-Modell eine technische Zeichnung wird. Notiere zwei Informationen, die für eine Fertigung eindeutig sein müssen.
Prüfungssatz: „Im Entwurf habe ich die Anforderung ___ durch ___ umgesetzt. Das ist technisch sinnvoll, weil ___.“
Fertigung – Plan in ein reales Produkt überführen
Fertigung bedeutet: Ein geplanter Entwurf wird hergestellt oder montiert. Dabei vergleichst Du fortlaufend Planung und Realität.
Fertigungsbilder sind keine Dekoration. Jedes Bild soll einen wichtigen Arbeitsschritt belegen. Eine kurze Bildlegende nennt Arbeitsschritt, Zweck und gegebenenfalls eine Abweichung.

Bildlegende: Additive Fertigung baut ein Bauteil schichtweise auf. Das Bild dient hier nur zur Beobachtung des Fertigungsprinzips.
Medienauftrag – beobachten: Erkenne, wo Material aufgebaut wird. Überlege, welche Fertigungsfehler später durch Messen oder Testen auffallen könnten.

Bildlegende: Mehrere gefertigte Teile lassen sich auf Gleichmäßigkeit, Maßhaltigkeit und sichtbare Fehler vergleichen.
Medienauftrag – vergleichen: Wähle zwei sichtbare Teile und formuliere zwei Prüfmerkmale, die für beide gleich angewendet werden könnten.
Sicherheitsregel zur Praxis: Fertigungsbilder dürfen nur bei sicherem Stillstand beziehungsweise in einer von der Lehrkraft freigegebenen Situation aufgenommen werden. Maschinen, Werkzeuge und elektrische Aufbauten werden ausschließlich nach Unterweisung und unter Aufsicht benutzt.
Prüfung – Soll und Ist mit Belegen vergleichen
Prüfung bedeutet: Du vergleichst eine festgelegte Anforderung mit einem beobachteten oder gemessenen Ergebnis.
Ein Messwert besteht aus Zahlenwert und Einheit. Gute Messdaten nennen außerdem Messgröße, Messmittel und Prüfbedingung.

Bildlegende: Ein Messschieber kann Außen-, Innen- und Tiefenmaße erfassen. Das passende Messverfahren hängt von der Prüfgröße ab.
Videoauftrag: Beobachte die drei Messarten und den Hinweis zum Ablesen. Notiere anschließend einen möglichen Messfehler und eine Gegenmaßnahme.
Medienauftrag – messen: Miss an einem von der Lehrkraft freigegebenen Übungsstück dreimal dieselbe Länge. Trage alle Werte mit Einheit ein. Nutze nur ein Messmittel, für das Du unterwiesen wurdest.
| Prüfmerkmal | Soll | Beispiel Ist – Version 1 | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Neigungswinkel | 60° ± 5° | 70° | nicht erfüllt |
| Rutschweg nach 10 s | höchstens 5 mm | 18 mm | nicht erfüllt |
| Breite | 80 mm ± 2 mm | 81 mm | erfüllt |
Wichtig: Die Werte sind ein Lernbeispiel. In Deinem Projekt verwendest Du echte eigene Messwerte.
Testvideo als technischer Beleg
Ein Testvideo zeigt kurz und sachlich, wie eine Funktion unter festgelegten Bedingungen geprüft wird.
- Zeige zuerst das Prüfmerkmal oder die Skala.
- Filme beide Varianten möglichst aus derselben Perspektive.
- Halte die Prüfbedingung gleich.
- Nutze wenige Sekunden statt eines langen Films.
- Sprich oder schreibe nur das Ergebnis, das im Video tatsächlich erkennbar ist.
Fehler finden: Ein Video zeigt Version 1 mit einem schweren Prüfkörper und Version 2 mit einem leichten Prüfkörper. Darf daraus direkt geschlossen werden, dass Version 2 stabiler ist?
Optimierung – gezielt verbessern und Wirkung nachweisen
Optimierung bedeutet: Du änderst die Lösung gezielt, damit ein festgelegtes Kriterium besser erfüllt wird.
Eine Optimierung braucht drei Aussagen:
- Problem: Welche Anforderung wurde noch nicht erfüllt?
- Änderung: Was wurde technisch verändert?
- Wirkung: Welche neuen Messwerte oder Testergebnisse zeigen die Verbesserung?

Bildlegende: Prototypen werden getestet, um Schwächen früh zu erkennen und Änderungen zu begründen.

Bildlegende: Simulationen können Belastungen oder Verformungen rechnerisch untersuchen. Sie unterstützen Entscheidungen, ersetzen aber einen passenden realen Test nicht automatisch.
Medienauftrag – simulieren und prüfen: Formuliere zu einer Simulation eine Vermutung. Beschreibe danach, welcher reale Test diese Vermutung überprüfen könnte.
| Prüfmerkmal | Version 1 | Änderung | Version 2 | Schluss |
|---|---|---|---|---|
| Neigungswinkel | 70° | Auflagegeometrie angepasst | 62° | Zielbereich erreicht |
| Rutschweg nach 10 s | 18 mm | Standfläche verbreitert | 2 mm | deutlich verbessert |
Prüfungssatz: „Version 1 erfüllte die Anforderung ___ noch nicht. Deshalb änderte ich ___. Im gleichen Test sank/stieg der Messwert von ___ auf ___. Damit ist die Optimierung fachlich belegt.“
Belege richtig auswählen
Für eine fünfminütige Präsentation zählt die Aussagekraft der Medien. Ein Medium soll eine technische Aussage belegen.
| Medium | Zeigt am besten | Leitfrage |
|---|---|---|
| Skizze | frühe Lösungsidee | Welche Idee wurde gewählt? |
| CAD | Geometrie und Maße | Wie wurde der Entwurf konkretisiert? |
| Fertigungsbilder | Umsetzungsschritte | Wie wurde der Plan realisiert? |
| Messwerte | objektive Prüfergebnisse | Erfüllt die Lösung die Anforderung? |
| Testvideo | Funktion unter Prüfbedingungen | Funktioniert die Lösung nachvollziehbar? |
| Optimierungsvergleich | Wirkung einer Änderung | Was wurde nachweisbar besser? |
Merksatz: Zeige nicht alles, was Du gemacht hast. Zeige das, was Deine technische Begründung trägt.
Rechtssichere und sachliche Mediennutzung
- Nutze eigene Projektfotos oder frei lizenzierte Medien mit nachvollziehbarer Quelle.
- Übernimm bei Fremdmedien Lizenz- und Namensnennung entsprechend der jeweiligen Quelle.
- Verwende für ein eigenes Testvideo möglichst nur das technische Objekt und den Prüfaufbau.
- Nutze keine fremde Musik, Bilder oder Clips ohne passende Nutzungsrechte.
- Prüfe vor der Präsentation, ob persönliche Daten, Namen oder Gesichter sichtbar sind.
Die fünfminütige Prüfungserläuterung
Eine gute Präsentation folgt dem Entwicklungsprozess. So bleibt sie sachlich und verständlich.
| Zeit | Inhalt | Beleg |
|---|---|---|
| 0:00–0:30 | Aufgabe und wichtigste Anforderung | kurze Anforderungsliste |
| 0:30–1:30 | Entwurf und technische Entscheidung | Skizze plus CAD |
| 1:30–2:15 | Fertigung in wenigen Schritten | zwei bis drei Fertigungsbilder |
| 2:15–3:30 | Prüfung | Messwerttabelle plus kurzes Testvideo |
| 3:30–4:30 | Optimierung | Vorher-Nachher-Vergleich |
| 4:30–5:00 | Ergebnis und begründete Schlussaussage | Bezug zur Anforderung |
Sprechstruktur ohne Textwände
- Anforderung: „Das Produkt musste …“
- Entwurf: „Ich entschied mich für …, weil …“
- Fertigung: „Beim Umsetzen zeigte sich …“
- Prüfung: „Gemessen wurde …; der Sollwert war …“
- Optimierung: „Deshalb änderte ich …; danach zeigte der gleiche Test …“
Folienregel: Eine Folie – ein Gedanke. Nutze kurze Begriffe, ein klares Bild und eine Bildlegende. Erkläre die Zusammenhänge mündlich.
Prüfungsnaher Gesamtauftrag
Auftrag: Erläutere Deinen technischen Entwicklungsprozess in fünf Minuten. Verwende Skizze, CAD, Fertigungsbilder, Messwerte, Testvideo und Optimierungsvergleich. Nenne die Fachbegriffe Anforderung, Entwurf, Fertigung, Prüfung und Optimierung korrekt. Begründe mindestens zwei technische Entscheidungen.
Selbstkontrolle vor dem Vortrag:
| Prüffrage | Ja/Noch nicht |
|---|---|
| Beginne ich mit einer prüfbaren Anforderung? | |
| Zeige ich den Weg vom Entwurf zur realen Lösung? | |
| Nenne ich Messwerte mit Einheit? | |
| Sind Testbedingungen bei Vergleichen gleich? | |
| Belege ich die Wirkung der Optimierung? | |
| Erkläre ich Entscheidungen mit „weil“? | |
| Bleibe ich ungefähr bei fünf Minuten? |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist eine technische Anforderung? (Eine überprüfbare Vorgabe an die Lösung) (!Eine beliebige Idee ohne Kriterium) (!Ein Foto der Fertigung) (!Eine persönliche Geschmacksmeinung)
Welcher Beleg passt am besten zur frühen Lösungsidee? (Eine Skizze) (!Ein Endtest ohne Planung) (!Eine fertige Messwerttabelle) (!Ein Video ohne Prüfbedingung)
Wozu dient ein CAD-Modell im Entwicklungsprozess besonders? (Zur geometrischen Konkretisierung des Entwurfs) (!Zum Ersetzen aller realen Prüfungen) (!Zum Festlegen einer Musikspur) (!Zum Verbergen von Maßangaben)
Was gehört zu einer sachlichen Fertigungsdokumentation? (Wichtige Arbeitsschritte mit kurzen Bildlegenden) (!Möglichst viele unkommentierte Bilder) (!Nur das fertige Produkt) (!Nur persönliche Bewertungen)
Was braucht ein Messwert immer? (Einen Zahlenwert und eine Einheit) (!Nur eine Farbe) (!Nur eine Vermutung) (!Nur ein Foto)
Wann ist ein Vergleich zweier Testvideos fair? (Wenn die wesentlichen Prüfbedingungen gleich sind) (!Wenn Version 2 leichter geprüft wird) (!Wenn unterschiedliche Prüfkörper verwendet werden) (!Wenn nur das bessere Ergebnis gezeigt wird)
Was bedeutet Optimierung im technischen Entwicklungsprozess? (Eine gezielte Änderung zur besseren Erfüllung eines Kriteriums) (!Eine Änderung ohne Ziel) (!Das Löschen aller Messwerte) (!Das Weglassen des Entwurfs)
Welche Aussage begründet eine technische Entscheidung am besten? (Ich verbreiterte die Standfläche, weil der Rutschweg zu groß war) (!Ich änderte etwas, weil es schöner aussah) (!Ich nahm irgendeine Form) (!Ich habe das Ergebnis nicht geprüft)
Warum werden Soll- und Ist-Wert verglichen? (Um die Erfüllung einer Anforderung zu prüfen) (!Um eine Skizze farbiger zu machen) (!Um die Präsentation künstlich zu verlängern) (!Um Messungen zu vermeiden)
Welche Reihenfolge bildet den Kern des hier verwendeten Entwicklungsprozesses? (Anforderung, Entwurf, Fertigung, Prüfung, Optimierung) (!Prüfung, Fertigung, Anforderung, Optimierung, Entwurf) (!Fertigung, Optimierung, Entwurf, Prüfung, Anforderung) (!Entwurf, Prüfung, Anforderung, Fertigung, Optimierung)
Memory
| Anforderung | überprüfbare Vorgabe |
| Entwurf | geplante Lösungsidee |
| Fertigung | Herstellung oder Montage |
| Prüfung | Soll-Ist-Vergleich |
| Optimierung | gezielte Verbesserung |
| Messwert | Zahlenwert mit Einheit |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Anforderung | Was muss die Lösung leisten? |
| Entwurf | Wie soll die Lösung aussehen und funktionieren? |
| Fertigung | Wie wird die Lösung hergestellt? |
| Prüfung | Erfüllt die reale Lösung die Vorgaben? |
| Optimierung | Welche gezielte Änderung verbessert das Ergebnis? |
Kreuzworträtsel
| Anforderung | Wie heißt eine überprüfbare Vorgabe an eine technische Lösung? |
| Entwurf | Wie heißt die geplante Lösungsidee vor der Fertigung? |
| Fertigung | Wie heißt die Herstellung oder Montage eines Produkts? |
| Prüfung | Wie heißt der Soll-Ist-Vergleich einer technischen Lösung? |
| Optimierung | Wie heißt eine gezielte Verbesserung anhand eines Kriteriums? |
| Messwert | Wie heißt ein Ergebnis aus Zahlenwert und Einheit? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Anforderung: Formuliere vier Anforderungen an einen einfachen Modellhalter. Mindestens drei Anforderungen müssen messbar sein.
- Skizze: Erstelle eine beschriftete Freihandskizze und markiere zwei Stellen, an denen Deine Anforderungen konstruktiv umgesetzt werden.
- Medienanalyse: Wähle ein Commons-Bild aus diesem aiMOOC und notiere drei technische Informationen, die Du daraus entnehmen kannst.
- Präsentation: Erkläre den Unterschied zwischen Entwurf und Fertigung in höchstens 30 Sekunden mit je einem passenden Beleg.
Standard
- CAD: Übertrage eine einfache, von der Lehrkraft freigegebene Geometrie in ein CAD-Modell und vergleiche zwei Maße mit Deiner Skizze.
- Messung: Führe nach Unterweisung drei Wiederholmessungen an einem Übungsstück durch, bilde einen sinnvollen Vergleich und beschreibe eine mögliche Fehlerquelle.
- Prüfprotokoll: Entwickle eine Tabelle mit mindestens drei Anforderungen, Sollwert, Istwert, Prüfmethode und Ergebnis.
- Testvideo: Plane ein 15- bis 30-sekündiges Testvideo. Erstelle ein Storyboard mit Startbild, Prüfbedingung, Test und Ergebnis. Filme nur in einer freigegebenen sicheren Situation.
Schwer
- Optimierung: Entwickle zwei mögliche Änderungen für eine nicht erfüllte Anforderung. Begründe, welche Du zuerst testen würdest.
- Variantenvergleich: Vergleiche zwei Entwürfe mit mindestens drei Kriterien. Trenne Messdaten von Deiner Bewertung.
- Fehleranalyse: Untersuche einen Unterschied zwischen CAD-Maß und realem Bauteil. Nenne mindestens drei mögliche Ursachen und einen sicheren Prüfweg.
- Prüfungssimulation: Halte eine fünfminütige Präsentation mit Skizze, CAD, Fertigungsbildern, Messwerten, Testvideo und Optimierungsvergleich. Lass Dir anschließend zu Fachsprache, Belegen und Begründungen Feedback geben.


Lernkontrolle
- Anforderung und Prüfung: Ein Produkt soll 80 mm breit sein, gemessen werden 84 mm. Erkläre, welche zusätzliche Angabe fehlt, bevor Du sicher entscheiden kannst, ob die Anforderung erfüllt ist.
- Fairer Vergleich: Zwei Versionen werden mit unterschiedlichen Prüfkörpern getestet. Erkläre, warum die Aussagekraft eingeschränkt ist, und entwirf einen fairen Vergleich.
- Technische Entscheidung: Ein Bauteil rutscht im Test. Entwickle zwei konstruktive Änderungen und begründe, welche Messgröße zeigen würde, ob sie wirken.
- Plan und Realisierung: Ein CAD-Modell passt maßlich, das reale Produkt aber nicht. Beschreibe einen systematischen Weg von der Fehlerfeststellung bis zur überprüften Verbesserung.
- Medienauswahl: Du darfst in der Prüfung nur vier Medien zeigen. Begründe, welche vier Belege Du auswählst, damit der Entwicklungsprozess trotzdem nachvollziehbar bleibt.
- Transfer: Übertrage die fünf Phasen Anforderung, Entwurf, Fertigung, Prüfung und Optimierung auf ein anderes technisches Schulprojekt und nenne für jede Phase einen passenden Beleg.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:
- den Entwicklungsprozess fachsprachlich mit Anforderung, Entwurf, Fertigung, Prüfung und Optimierung erklärst.
- eine Skizze und ein CAD-Modell zielgerichtet einsetzt.
- Fertigungsbilder mit kurzen sachlichen Bildlegenden auswählst.
- Messwerte mit Einheit und Prüfbedingung präsentierst.
- ein Testvideo als Funktionsbeleg einordnest.
- einen fairen Vorher-Nachher-Vergleich durchführst.
- mindestens zwei technische Entscheidungen fachlich begründest.
- Unterschiede zwischen Plan und Realisierung erklärst und daraus Verbesserungen ableitest.
- Sicherheitsregeln und Rechte an Medien beachtet.
- den Gesamtprozess in etwa fünf Minuten verständlich und ohne Textwände präsentiert.
OERs zum Thema
Der Wikipedia-Artikel Produktentwicklung erklärt, dass Produktentwicklung in mehreren Phasen verläuft und Prüfungen zu erneuten Änderungen früherer Entscheidungen führen können.
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