T9 M - Ablaufsteuerungen entwickeln

T9 M - Ablaufsteuerungen entwickeln
Einleitung
T9 M - Ablaufsteuerungen entwickeln führt Dich in das planvolle Steuern technischer Abläufe ein. Du lernst, einen Ablauf in Schritte zu zerlegen, Bedingungen zu formulieren, Verzweigungen und Wiederholungen zu erkennen und eine einfache Ablaufsteuerung zu entwickeln, zu simulieren und systematisch zu testen.
Der Schwerpunkt liegt auf Technik Klasse 9, M-Niveau, Baden-Württemberg. Im Bildungsplan Technik für die Klassen 7/8/9 gehören unter anderem gesteuerte Systeme, Sensoren, Aktoren, Simulationssoftware, Blockdiagramme und die Fehlersuche zum Kompetenzaufbau. Dieser aiMOOC bündelt diese Ziele am Beispiel von Ablaufsteuerungen.
Sicherheitsregel: Praktische Arbeiten erfolgen nur nach schulischer Unterweisung, unter Aufsicht und mit erforderlicher Schutzausrüstung. Gefährliche Maschinen und Netzspannung werden nicht eigenständig benutzt. Elektrische Versuche erfolgen ausschließlich mit von der Schule freigegebenen Komponenten und sicherer Kleinspannung. Viele Aufgaben dieses aiMOOCs sind deshalb als digitale Simulation angelegt.

Bildlegende: Ein Flussdiagramm zeigt Schritte, Entscheidungen und Rücksprünge. Beobachte besonders die Pfeile, die zu einem früheren Punkt zurückführen. Quelle: Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.
Lernziele
Nach der Bearbeitung kannst Du:
- Abläufe in einzelne Schritte zerlegen und eindeutig beschreiben.
- Bedingungen als wahr oder falsch prüfen.
- Verzweigungen und Wiederholungen in Flussdiagrammen erkennen und selbst darstellen.
- eine einfache Ablaufsteuerung für ein Modell entwickeln.
- Grenzfälle festlegen und mit einem Testprotokoll prüfen.
- ein fehlerhaftes Ablaufdiagramm verbessern und die Wirkung eines Fehlers fachlich erklären.
- technische Entscheidungen begründen, zum Beispiel zeitgesteuertes oder sensorabhängiges Weiterschalten.
Die fünf Kernbegriffe
| Fachbegriff | Kurze Erklärung | Erkennungsfrage |
|---|---|---|
| Ablauf | Geordnete Folge von Schritten. | Was passiert zuerst, danach und zuletzt? |
| Bedingung | Aussage, die nur wahr oder falsch sein kann. | Ist die geforderte Situation erfüllt? |
| Verzweigung | Auswahl zwischen verschiedenen Wegen. | Welcher Weg gilt bei Ja, welcher bei Nein? |
| Wiederholung | Ein Teil des Ablaufs wird erneut durchlaufen. | Wohin führt ein Pfeil zurück? |
| Steuerung | Ein technischer Prozess wird nach festgelegten Regeln beeinflusst. | Welche Eingaben lösen welche Aktionen aus? |
Merke: Eine Ablaufsteuerung arbeitet schrittweise. Ein neuer Schritt beginnt, wenn eine festgelegte Weiterschaltbedingung erfüllt ist. Diese Bedingung kann zum Beispiel eine Zeit, ein Taster oder ein Sensorsignal sein.
Ablaufsteuerung und Regelung unterscheiden
Eine Steuerung bestimmt Aktionen aus Eingaben und einem vorgegebenen Programm. Eine Ablaufsteuerung darf dabei Sensorsignale verwenden, um den nächsten Schritt freizugeben.
Eine Regelung vergleicht dagegen eine gemessene Regelgröße mit einem Sollwert und reagiert fortlaufend auf die Abweichung.

Bildlegende: Dieses Bild zeigt eine Rückführung in einem Regelkreis. Vergleiche: Bei einer Ablaufsteuerung dienen Rückmeldungen häufig als Weiterschaltbedingungen; bei einer Regelung wird eine Regelabweichung fortlaufend korrigiert. Quelle: Wikimedia Commons, CC0.
Medienauftrag – vergleichen: Markiere gedanklich im Bild den Rückweg der Information. Erkläre anschließend in einem Satz, warum dieser Rückweg für einen Regelkreis wichtig ist.
Flussdiagramme lesen
Ein Flussdiagramm stellt einen Ablauf grafisch dar. Für Klasse 9 reichen zunächst vier Grundideen:
| Darstellung | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Start-/Endsymbol | Anfang oder Ende | Start |
| Rechteck | Aktion oder Verarbeitung | LED einschalten |
| Raute | Bedingung oder Entscheidung | Taster gedrückt? |
| Pfeil | Reihenfolge oder Rücksprung | weiter zum nächsten Schritt |

Bildlegende: Eine Bedingung teilt den Ablauf in zwei Wege. Beobachte, welcher Pfad bei wahr und welcher bei falsch gewählt wird. Quelle: Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Medienauftrag – markieren: Finde im Bild Start, Bedingung, Aktion und beide Ausgänge der Entscheidung. Zeichne das Bild vereinfacht ab und beschrifte die zwei Wege mit Ja und Nein.
Verzweigung
Eine Verzweigung wird gebraucht, wenn nicht immer dieselbe Aktion folgen soll.
Beispiel:
START
|
v
Taster gedrückt?
| Ja | Nein
v |
Anforderung speichern |
|____________________|
|
v
WEITER
Prüfungsfrage: Was bewirkt der Nein-Zweig? Er sorgt dafür, dass ohne Tastendruck keine Anforderung gespeichert wird.
Wiederholung
Eine Wiederholung führt den Ablauf zurück. Sie ist sinnvoll, wenn eine Bedingung erneut geprüft werden muss.

Bildlegende: Eine While-Schleife prüft zuerst eine Bedingung. Nur bei erfüllter Bedingung wird der Schleifenkörper ausgeführt. Quelle: Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Bildlegende: Eine Zählschleife wiederholt einen Ablauf eine festgelegte Anzahl von Malen. Quelle: Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Medienauftrag – vergleichen: Beim ersten Bild entscheidet die Bedingung über die Fortsetzung. Beim zweiten Bild begrenzt zusätzlich ein Zähler die Wiederholungen. Notiere je einen technischen Anwendungsfall, zum Beispiel „solange Taster nicht gedrückt“ und „fünfmal blinken“.
Zustände und Übergänge
Bei Ablaufsteuerungen ist es hilfreich, nicht nur einzelne Befehle, sondern Zustände zu betrachten. Ein Zustand beschreibt, was gerade aktiv ist. Ein Übergang führt in den nächsten Zustand.

Bildlegende: Beispiel einer Zustandsmaschine. Kreise stehen für Zustände, Pfeile für mögliche Übergänge. Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei.
Medienauftrag – beobachten: Starte an einem Zustand und folge nur den Pfeilen. Zähle, wie viele verschiedene Wege Du finden kannst. Erkläre anschließend: Ein Pfeil ohne passende Übergangsbedingung darf in einer technischen Ablaufsteuerung nicht einfach „von selbst“ ausgeführt werden.
Ablaufbild: einfache Modellampel
Wir entwickeln eine sichere Modellsteuerung für eine Fußgängerampel. Die Aufgabe wird zuerst nur digital simuliert.
| Zustand | Autoampel | Fußgängerampel | Weiterschaltbedingung |
|---|---|---|---|
| Z0 Warten | Grün | Rot | Taster gedrückt |
| Z1 Vorbereiten | Gelb | Rot | 2 Sekunden vorbei |
| Z2 Sperren | Rot | Rot | 1 Sekunde vorbei |
| Z3 Gehen | Rot | Grün | 5 Sekunden vorbei |
| Z4 Räumen | Rot | Rot | 1 Sekunde vorbei |
| Z5 Start vorbereiten | Rot-Gelb | Rot | 1 Sekunde vorbei |
| Z6 Rückkehr | Grün | Rot | Taster wieder losgelassen |
Ablaufbild 1: Ein Zustand enthält eindeutige Ausgaben. Die Weiterschaltbedingung bestimmt, wann der nächste Zustand beginnt.
Flussdiagramm der Modellampel
+----------------------+
| START / Initialisieren|
+----------+-----------+
|
v
+----------------+
| Z0: Auto GRÜN |
| Fuß ROT |
+-------+--------+
|
v
/ Taster gedrückt? \
< >
\ /
Nein| |Ja
| v
| +----------------+
| | Z1: Auto GELB |
| | Fuß ROT / 2 s |
| +-------+--------+
| |
| v
| +----------------+
| | Z2: Auto ROT |
| | Fuß ROT / 1 s |
| +-------+--------+
| |
| v
| +----------------+
| | Z3: Auto ROT |
| | Fuß GRÜN / 5 s |
| +-------+--------+
| |
| v
| +----------------+
| | Z4: beide ROT |
| | 1 s |
| +-------+--------+
| |
| v
| +----------------+
| | Z5: Auto |
| | ROT-GELB / 1 s |
| +-------+--------+
| |
| v
| / Taster los? \
| < >
| \ /
| Nein| |Ja
| | |
| +---<----+
| |
+------------------+
zurück zu Z0
Ablaufbild 2: Der Nein-Zweig beim Taster führt zurück zum Warten. Am Ende verhindert „Taster los?“ einen sofortigen Neustart bei dauerhaft gedrücktem Taster.
Warum diese technische Entscheidung?
Entscheidung 1 – Zwischenphase „beide Rot“: Sie trennt die Fahr- und Gehphase eindeutig.
Entscheidung 2 – Taster während des laufenden Ablaufs ignorieren: Eine neue Anforderung verändert den begonnenen Ablauf nicht. Das macht die Reihenfolge vorhersehbar.
Entscheidung 3 – Taster vor neuem Start loslassen: Ein dauerhaft gedrückter Taster soll nicht sofort den nächsten Zyklus starten.
Entscheidung 4 – Simulation vor Aufbau: Fehler werden zuerst ohne reale Aktoren untersucht. Das spart Zeit und erhöht die Sicherheit.
Von der Idee zur Ablaufsteuerung
Für eine einfache technische Aufgabe hilft diese Reihenfolge:
- Problem klären: Welche Wirkung soll erreicht werden?
- Eingaben festlegen: Welche Taster, Sensorwerte oder Zeiten werden ausgewertet?
- Zustände festlegen: Was ist in jedem Schritt aktiv?
- Bedingungen formulieren: Wann darf weitergeschaltet werden?
- Flussdiagramm zeichnen: Alle Wege und Rücksprünge darstellen.
- Simulieren: Schritt für Schritt ausführen.
- Testfälle prüfen: Normalfälle und Grenzfälle erfassen.
- Fehler verbessern: Wirkung erklären, Ursache ändern, erneut testen.
Grenzfälle testen
Ein Grenzfall ist ein Test nahe einer Grenze oder in einer ungewöhnlichen, aber möglichen Situation. Gute Ablaufsteuerungen werden nicht nur mit dem Normalfall geprüft.
| Testfall | Eingabe oder Situation | Erwartete Wirkung | Selbstkontrolle |
|---|---|---|---|
| Normalfall | Taster einmal kurz drücken | Ein vollständiger Ampelzyklus läuft | Kein Zustand wird übersprungen |
| Kein Tastendruck | Taster bleibt frei | Z0 bleibt aktiv | Fußgängerampel bleibt Rot |
| Dauerdrücken | Taster bleibt gedrückt | Nur ein Zyklus, danach Warten auf Loslassen | Kein Sofort-Neustart |
| Mehrfachdrücken | Während Z2 oder Z3 erneut drücken | Laufender Zyklus bleibt unverändert | Reihenfolge bleibt gleich |
| Zeitgrenze | Prüfwert genau am Zeitende | Genau ein Übergang | Kein Doppelsprung |
| Neustart | Simulation wird zurückgesetzt | Sicherer Startzustand Z0 | Auto Grün, Fuß Rot |
Lösungsweg bei einem Fehler: Aktuellen Zustand markieren → Bedingung notieren → tatsächlichen nächsten Zustand verfolgen → erwarteten Zustand vergleichen → Ursache im Diagramm ändern → denselben Test erneut ausführen.
Prüfungsnah: fehlerhaftes Ablaufdiagramm verbessern
Fehlerhaftes Diagramm A:
START
|
v
Auto GRÜN / Fuß ROT
|
v
Taster gedrückt?
|Ja |Nein
v v
Fuß GRÜN Fuß GRÜN
| |
+---------+----------+
|
v
Auto GELB
|
v
zurück zur Abfrage
Auftrag:
- Fehler finden: Markiere mindestens drei Stellen, an denen die Logik problematisch ist.
- Wirkung erklären: Erkläre für jeden Fehler, was in der Simulation sichtbar wäre.
- Verbessern: Zeichne ein sicheres Ablaufdiagramm mit eindeutigem Nein-Zweig.
- Begründen: Erkläre, warum „Auto Rot“ vor „Fuß Grün“ liegen muss.
Selbstkontrolle – erwartete Kerngedanken: Im Nein-Zweig darf die Fußgängerfreigabe nicht starten. Vor Fuß Grün muss die Fahrzeugfreigabe beendet sein. Die Reihenfolge Gelb → Rot → Fuß Grün muss eindeutig sein. Nach dem Zyklus braucht die Steuerung einen definierten Rückweg.
Digitale Simulationen
Simulation 1 – Blockly Games Maze: Blockly Games Maze trainiert Reihenfolge, Wiederholung und Bedingungen. Arbeitsauftrag: Löse ein Level zuerst mit möglichst vielen Einzelbefehlen. Löse es danach mit einer Wiederholung. Vergleiche die Zahl der Bausteine. Sofortiges Feedback: Das Spiel zeigt direkt, ob der Ablauf das Ziel erreicht.
Simulation 2 – Microsoft MakeCode micro:bit: MakeCode besitzt einen Browser-Simulator. Es ist kein reales Board nötig. Arbeitsauftrag: Erstelle digital eine Zustandsanzeige für Z0 bis Z3. Nutze Taste A als Bedingung. Beobachte im Simulator, ob der Ablauf bei nicht gedrückter Taste in Z0 bleibt. Hilfe: Beginne nur mit Z0 und Z1. Ergänze erst danach weitere Zustände.
Simulation 3 – CircuitVerse: CircuitVerse ist ein freier Online-Simulator für digitale Logik. Arbeitsauftrag: Baue UND, ODER und NICHT mit virtuellen Schaltern. Prüfe alle Eingangskombinationen. Nutze anschließend die Logik als Vorbedingung für einen Start. Sofortiges Feedback: Ausgangszustände ändern sich direkt beim Umschalten.
Simulation 4 – Flowgorithm: Flowgorithm stellt Programme als Flussdiagramme dar und kann sie schrittweise ausführen. Arbeitsauftrag: Übertrage „Taster gedrückt? → Aktion → zurück zum Warten“ in ein kleines Flussdiagramm und führe es schrittweise aus. Hilfe: Prüfe zuerst den Fall „falsch“, dann „wahr“.
Simulation 5 – diagrams.net: diagrams.net eignet sich zum digitalen Zeichnen und Verbessern von Flussdiagrammen. Arbeitsauftrag: Zeichne Diagramm A nach. Verschiebe nur die fehlerhaften Elemente. Speichere Vorher- und Nachher-Version und markiere jede Änderung mit einer kurzen Begründung.
Video: Ablaufsteuerung beobachten
Videolegende: Professionelles Beispiel einer Ablaufsteuerung in einer Trainingsumgebung. Das Video dient nur zur Beobachtung; reale Anlagen werden nicht nachgebaut.
Beobachtungsauftrag: Pausiere an drei Stellen. Notiere jeweils aktueller Schritt – Bedingung – nächste Aktion. Suche eine Stelle, an der ein Übergang erst nach einem Signal möglich ist.
Video: Prozess und Zustandswechsel vergleichen
Videolegende: Ein Farbsortierroboter zeigt, wie Eingaben, Entscheidungen und Aktionen in einem technischen Prozess zusammenspielen.
Beobachtungsauftrag: Finde mindestens eine Eingabe, eine Entscheidung und eine Aktion. Übertrage diese drei Punkte in ein Mini-Flussdiagramm. Vergleiche danach mit der Modellampel.
Medienwerkstatt: aktiv untersuchen
| Tätigkeit | Medium | Auftrag |
|---|---|---|
| Beobachten | Zustandsbild | Verfolge einen kompletten Weg vom Start bis zur Wiederholung. |
| Markieren | Flussdiagramm | Kennzeichne alle Bedingungen und Rücksprünge. |
| Vergleichen | If-Diagramm und While-Diagramm | Erkläre, warum nur eines zwingend einen Rücksprung benötigt. |
| Messen | Simulation mit Zeitphasen | Miss mit einer Stoppuhr die simulierte Zykluszeit und vergleiche mit der Summe der Sollzeiten. |
| Simulieren | MakeCode oder Flowgorithm | Prüfe Normalfall und Grenzfall. |
| Fehler finden | Fehlerdiagramm A | Finde mindestens drei Fehler und erkläre ihre Wirkung. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was beschreibt ein Ablauf? (Eine geordnete Folge von Schritten) (!Eine zufällige Sammlung von Bauteilen) (!Nur den letzten Zustand) (!Nur die elektrische Spannung)
Was ist eine Bedingung in einem Ablaufdiagramm? (Eine Aussage mit dem Ergebnis wahr oder falsch) (!Ein Motor mit zwei Drehzahlen) (!Ein Pfeil ohne Bedeutung) (!Ein festes Zeitmaß ohne Prüfung)
Wozu dient eine Verzweigung? (Sie wählt abhängig von einer Bedingung einen Weg) (!Sie erhöht automatisch die Spannung) (!Sie entfernt alle Sensoren) (!Sie beendet immer sofort den Ablauf)
Woran erkennst Du eine Wiederholung im Flussdiagramm? (Ein Pfeil führt zu einem früheren Schritt zurück) (!Alle Pfeile führen nur nach unten) (!Es gibt keine Bedingung) (!Das Diagramm enthält nur ein Rechteck)
Welche Darstellung passt typischerweise zu einer Entscheidung? (Eine Raute) (!Ein beliebiges Foto) (!Eine Kreiszahl) (!Ein Maßpfeil)
Was sollte beim Grenzfall Dauerdrücken geprüft werden? (Ob ein dauerhaftes Signal einen unerwünschten Neustart auslöst) (!Ob die Bildschirmfarbe gefällt) (!Ob die Datei einen langen Namen hat) (!Ob zwei Pfeile gleich lang sind)
Warum wird eine Ablaufsteuerung zuerst simuliert? (Fehler können ohne reale Aktoren sicher untersucht werden) (!Damit keine Bedingungen mehr nötig sind) (!Damit das Flussdiagramm zufällig wird) (!Damit jede Prüfung entfällt)
Welche Wirkung soll der Nein-Zweig bei der Frage Taster gedrückt haben? (Die Steuerung bleibt im Wartezustand) (!Die Fußgängerampel wird sofort grün) (!Alle Zustände werden übersprungen) (!Die Steuerung startet ohne Bedingung)
Was ist ein sinnvoller Testablauf bei einem Fehler? (Zustand markieren Bedingung prüfen nächsten Zustand vergleichen) (!Alle Werte gleichzeitig verändern) (!Nur das Ergebnis raten) (!Den Grenzfall auslassen)
Was ist bei einer technischen Entscheidung besonders wichtig? (Die Lösung mit Funktion Sicherheit und Testbarkeit begründen) (!Die längste Lösung wählen) (!Nur die schönste Grafik wählen) (!Grenzfälle grundsätzlich ignorieren)
Memory
| Ablauf | geordnete Schrittfolge |
| Bedingung | wahr oder falsch |
| Verzweigung | Auswahl zwischen Wegen |
| Wiederholung | Rücksprung im Prozess |
| Steuerung | festgelegte Prozessbeeinflussung |
| Grenzfall | Test an einer Grenze |
| Sensor | erfasst einen Zustand |
| Aktor | führt eine Aktion aus |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Startsymbol | Beginn des Ablaufs |
| Aktionsblock | Auszuführender Schritt |
| Entscheidungsraute | Prüfung einer Bedingung |
| Ablaufpfeil | Richtung zum nächsten Schritt |
| Rücksprung | Kennzeichen einer Wiederholung |
Kreuzworträtsel
| Ablauf | Wie heißt eine geordnete Folge technischer Schritte? |
| Bedingung | Welche Aussage wird als wahr oder falsch geprüft? |
| Verzweigung | Wie heißt die Auswahl zwischen mehreren Ablaufwegen? |
| Schleife | Wie nennt man eine programmierte Wiederholung? |
| Steuerung | Wie heißt die planvolle Beeinflussung eines technischen Prozesses? |
| Grenzfall | Wie heißt ein Test nahe einer festgelegten Grenze? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Fachbegriffe markieren: Fotografiere oder skizziere ein alltägliches Ablaufbeispiel ohne gefährliche Geräte und markiere Ablauf, Bedingung, Verzweigung und Wiederholung.
- Flussdiagramm lesen: Zeichne das Bild „Flowchart-If Then“ vereinfacht ab und beschrifte Start, Bedingung, Ja-Weg, Nein-Weg und Aktion.
- Medienvergleich: Vergleiche If-Diagramm und While-Diagramm. Erkläre in höchstens fünf Sätzen, wie sich Verzweigung und Wiederholung unterscheiden.
- Alltagssteuerung: Beschreibe den Ablauf eines Getränkeautomaten oder einer automatischen Tür nur auf Systemebene. Nenne mögliche Eingaben, Bedingungen und Aktionen.
Standard
- Modellampel entwickeln: Erstelle ein eigenes Flussdiagramm mit mindestens vier Zuständen und einem Rücksprung. Nutze ausschließlich eine digitale Simulation.
- Grenzfälle prüfen: Lege für Deine Steuerung fünf Testfälle fest, darunter Kein Signal, Dauerdrücken und Neustart. Dokumentiere Erwartung und Ergebnis.
- Fehlerdiagramm verbessern: Überarbeite Diagramm A. Markiere jede Änderung und erkläre die technische Wirkung der ursprünglichen Fehler.
- Simulation vergleichen: Setze denselben Mini-Ablauf in zwei Werkzeugen um, zum Beispiel Blockly und Flowgorithm. Vergleiche Verständlichkeit, Fehlersuche und Rückmeldung.
Schwer
- Zustandsmodell erstellen: Überführe Deine Ablaufsteuerung in ein Zustandsdiagramm. Formuliere zu jedem Pfeil eine eindeutige Übergangsbedingung.
- Technische Entscheidung begründen: Entscheide für drei Übergänge, ob Zeit oder Sensorsignal geeigneter wäre. Begründe Funktion, Sicherheit, Aufwand und Testbarkeit.
- Fehlertoleranz planen: Entwickle für einen fehlenden oder dauerhaft aktiven Sensor einen sicheren Simulationszustand. Begründe, warum dieser Zustand sinnvoll ist.
- Prüfungsaufgabe erstellen: Entwirf selbst ein fehlerhaftes Ablaufdiagramm mit vier gezielten Fehlern. Formuliere dazu Erwartungshorizont, Wirkung der Fehler und eine korrigierte Lösung.


Lernkontrolle
- Transfer auf eine Schranke: Eine Modellschranke soll nach Tastendruck öffnen, fünf Sekunden offen bleiben und erst schließen, wenn der Bereich frei gemeldet wird. Entwickle ein Ablaufdiagramm und begründe die Reihenfolge der Bedingungen.
- Grenzfallanalyse: Erkläre, was passieren soll, wenn die Freimeldung nie eintrifft. Entwickle eine fachlich begründete, sichere Reaktion für eine Simulation.
- Fehlerwirkung: In einem Diagramm führt der Nein-Zweig einer Sicherheitsabfrage direkt zur Aktion „Start“. Erkläre die Wirkung und formuliere eine bessere Verknüpfung.
- Darstellungswechsel: Überführe eine Zustandsfolge in ein Flussdiagramm und erkläre, welche Information in beiden Darstellungen gleich bleiben muss.
- Technikentscheidung: Vergleiche zeitgesteuertes und sensorabhängiges Weiterschalten für eine automatische Tür. Nenne je einen Vorteil und Nachteil und entscheide begründet für einen vorgegebenen Anwendungsfall.
- Teststrategie: Entwickle aus einer neuen Ablaufbeschreibung mindestens einen Normalfall, zwei Grenzfälle und einen Fehlerszenario-Test. Begründe, was jeder Test nachweisen soll.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu T9 M - Ablaufsteuerungen entwickeln sind besonders wichtig:
- Fachsprache: Ablauf, Bedingung, Verzweigung, Wiederholung und Steuerung korrekt verwenden.
- Flussdiagramm: Start, Aktionen, Entscheidungen, Pfeile und Rücksprünge richtig einsetzen.
- Zustände: aktive Zustände und Übergangsbedingungen eindeutig unterscheiden.
- Entwicklung: aus einer Aufgabenstellung eine einfache Ablaufsteuerung planen.
- Simulation: den Ablauf schrittweise ausführen und Beobachtungen dokumentieren.
- Grenzfälle: sinnvolle Rand- und Fehlersituationen systematisch prüfen.
- Fehleranalyse: Diagrammfehler lokalisieren, ihre Wirkung erklären und fachlich verbessern.
- Begründung: technische Entscheidungen nach Funktion, Sicherheit und Testbarkeit begründen.
- Sicherheit: schulische Unterweisung, Aufsicht, Schutzausrüstung und sichere Kleinspannung beachten.
OERs zum Thema
Weitere offene beziehungsweise frei zugängliche Lernmedien:
- Wikimedia Commons – Flowchart de
- Wikimedia Commons – If Then
- Wikimedia Commons – While
- Wikimedia Commons – For Loop
- Wikimedia Commons – Zustandsmaschine
- Flowgorithm – grafische Ablaufprogrammierung
- Blockly Games – Maze
- Microsoft MakeCode – Simulator
- CircuitVerse – digitale Logiksimulation
Bildungsplanbezug Baden-Württemberg
Der überarbeitete Bildungsplan Technik Sekundarstufe I ordnet Gesteuerte Systeme dem Bereich Information und Kommunikation zu. Für das M-Niveau in den Klassen 7/8/9 werden unter anderem das Nutzen von Simulationssoftware, das Erfassen physikalischer Größen mit Sensoren, das Ansteuern von Aktoren, das Realisieren von Steuerungen sowie das Beschreiben einfacher Steuerungen und Regelungen mit Blockdiagrammen genannt. Die Fehlersuche und Sicherheitsaspekte sind ebenfalls verankert.
Bildungsplan Technik Baden-Württemberg
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