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T9 G - Technische Skizzen erstellen

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T9 G - Technische Skizzen erstellen



T9 G - Technische Skizzen erstellen


Einleitung

Eine technische Skizze zeigt ein Werkstück schnell, klar und verständlich. Sie ist kein Kunstbild. Sie hilft beim Planen, Erklären, Herstellen und Prüfen.

Dieser aiMOOC richtet sich an Klasse 9, G-Niveau im Fach Technik in Baden-Württemberg. Im Bildungsplan Technik der Sekundarstufe I werden Skizzen und technische Zeichnungen als Planungsmittel genutzt. Du trainierst hier besonders das einfache, eindeutige Darstellen eines Werkstücks.

Du lernst:

  1. Freihandskizzen mit klaren Linien zeichnen.
  2. Konturen deutlich darstellen.
  3. Eine passende Ansicht auswählen.
  4. Wichtige Maße kennzeichnen.
  5. Proportionen sinnvoll wiedergeben.
  6. Eine Skizze kurz und eindeutig beschriften.
  7. Wichtige Details von überflüssigen Details unterscheiden.
  8. Ein reales Werkstück mit einer technischen Skizze verbinden.
Sicherheitsregel Bedeutung
Nur nach Unterweisung Praktische Arbeiten erfolgen nur nach schulischer Unterweisung und unter Aufsicht.
Schutzausrüstung Vorgeschriebene Schutzbrille, geeignete Kleidung und weitere Schutzausrüstung werden benutzt.
Keine gefährlichen Maschinen allein Gefährliche Maschinen werden niemals eigenständig benutzt.
Keine Netzspannung Elektrische Versuche erfolgen nur mit freigegebenen Komponenten und sicherer Kleinspannung.


Künstlerische Zeichnung oder technische Skizze?

Eine künstlerische Zeichnung kann Wirkung, Stimmung, Schatten und persönlichen Zeichenstil betonen.

Eine technische Skizze soll vor allem eine Sache eindeutig erklären. Entscheidend sind Form, Kontur, Proportion, wichtige Maße und Beschriftungen.

Bildlegende: Eine freie Zeichnung kann Strichwirkung und Oberflächenwirkung zeigen. Für eine technische Skizze wäre vieles davon nicht nötig.

Bildlegende: Eine technische Darstellung konzentriert sich auf Form und eindeutige Informationen.

Beobachte und vergleiche:

  1. Vergleiche beide Bilder. Wo siehst Du Schraffuren, Schatten oder freie Linien?
  2. Markiere gedanklich die Informationen, die für das Herstellen eines Werkstücks wichtig wären.
  3. Entscheide: Welche Details könntest Du in einer technischen Skizze weglassen?
Künstlerische Zeichnung Technische Skizze
Wirkung darf wichtig sein. Verständlichkeit ist wichtig.
Schatten können dazugehören. Schatten sind meist überflüssig.
Freier Zeichenstil ist möglich. Linien sollen klar und eindeutig sein.
Maße sind oft unwichtig. Relevante Maße sind wichtig.


Fachbegriffe direkt erklärt

Fachbegriff Kurze Erklärung
Freihandskizze Eine technische Skizze, die ohne Lineal oder Zeichengeräte entsteht. Die Form soll trotzdem klar sein.
Kontur Die sichtbare Begrenzung eines Werkstücks. Sie zeigt seine äußere Form.
Ansicht Das Werkstück wird aus einer bestimmten Richtung betrachtet, zum Beispiel von vorne, oben oder von der Seite.
Maß Eine Zahlenangabe, die eine Länge, Breite, Höhe, einen Abstand oder einen Durchmesser beschreibt.
Proportion Das Größenverhältnis von Teilen zueinander, zum Beispiel Länge zu Höhe.
Beschriftung Kurze, gut lesbare Angaben an der Skizze, zum Beispiel Maße oder Bauteilnamen.


Gute Linien trainieren

Eine technische Skizze braucht keine perfekte Künstlerhand. Sie braucht ruhige, klare und eindeutige Linien.

Merke:

  1. Zeichne eine Kante möglichst in einem klaren Zug.
  2. Ziehe eine Linie nicht viele Male unruhig nach.
  3. Lasse Ecken deutlich aufeinandertreffen.
  4. Zeichne Kreise und Bögen als klare Formen.
  5. Nutze ein Gitternetz als Hilfe für Proportionen.

Bildlegende: Ein Gitternetz hilft Dir, Längen und Proportionen zu vergleichen.

Kurze Zeichenaufgabe 1: Linienfeld

  1. Zeichne zehn waagerechte und zehn senkrechte Linien auf kariertes Papier.
  2. Prüfe: Sind die Linien eindeutig oder wirken sie mehrfach nachgezogen?
  3. Wiederhole nur die unsicheren Linien.

Kurze Zeichenaufgabe 2: Rechteck und Bohrung

  1. Zeichne ein Rechteck frei Hand.
  2. Ergänze darin einen Kreis.
  3. Prüfe: Ist sofort zu erkennen, welche Kontur außen und welche Form innen liegt?


Proportion statt Maßstab

Eine Freihandskizze ist oft nicht maßstäblich. Trotzdem sollen die Teile ungefähr im richtigen Verhältnis zueinander stehen.

Beispiel: Ist ein Werkstück doppelt so lang wie hoch, sollte Deine Skizze dieses Verhältnis ungefähr erkennen lassen.

Bildlegende: Ein isometrisches Gitternetz kann beim räumlichen Skizzieren helfen.

Kurze Zeichenaufgabe 3: Proportion

  1. Zeichne einen Quader, der deutlich länger als hoch ist.
  2. Zeichne daneben einen zweiten Quader, der ungefähr so hoch wie breit ist.
  3. Frage Dich: Erkennt eine andere Person den Unterschied sofort?


Form Schritt für Schritt aufbauen

Beim Skizzieren hilft eine feste Reihenfolge:

  1. Grundform erkennen.
  2. Hauptkontur zeichnen.
  3. Aussparungen oder Bohrungen ergänzen.
  4. Wichtige Maße eintragen.
  5. Beschriftungen ergänzen.
  6. Überflüssige Details streichen.

Bildlegende: Die Animation zeigt, wie eine räumliche Darstellung Schritt für Schritt aufgebaut werden kann.

Beobachtungsauftrag:

  1. Beobachte die Reihenfolge der Linien.
  2. Erkenne zuerst die Grundform.
  3. Notiere auf Papier, ab welchem Schritt Details hinzukommen.
  4. Übertrage diese Reihenfolge auf einen einfachen Quader mit einer Bohrung.


Ansichten verstehen

Eine Ansicht zeigt ein Werkstück aus einer bestimmten Blickrichtung. Häufig genügen wenige Ansichten, wenn die Form eindeutig erkennbar ist.

Bildlegende: Technische Zeichnungen ordnen Ansichten nach festen Regeln. Für diese Lernstufe ist zuerst wichtig: Eine Ansicht zeigt das Werkstück aus einer festgelegten Richtung.

Videoauftrag: Stoppe das Video an einer Stelle mit mehreren Ansichten. Zeige mit dem Finger, welche Ansicht das Werkstück von vorne, von oben und von der Seite beschreibt.


Vom Werkstück zur Skizze

Ein Foto zeigt oft mehr, als eine technische Skizze braucht: Farbe, Licht, Schatten, Oberflächen und Hintergrund.

Eine technische Skizze filtert diese Informationen.

Bildlegende: Fotografiertes Winkelstück. Beobachte die sichtbaren Kanten, Bohrungen und die ungefähren Proportionen.

Bildlegende: Dasselbe Bauteil aus einer anderen Blickrichtung. Ein zweiter Blick kann versteckte Formmerkmale klären.

Aktiv untersuchen:

  1. Beobachte beide Fotos.
  2. Fahre mit dem Finger die wichtigsten Konturen nach.
  3. Zähle nur die konstruktiv wichtigen Öffnungen und Kanten.
  4. Nenne drei Dinge, die Du nicht skizzieren musst, zum Beispiel Glanz, Schatten oder Hintergrund.
  5. Wähle die Blickrichtung, aus der die Form am deutlichsten erkennbar ist.

Kurze Zeichenaufgabe 4: Foto filtern

  1. Skizziere nur die Hauptkontur des Winkelstücks.
  2. Ergänze anschließend die Bohrungen.
  3. Lasse Farbton, Glanz und Hintergrund weg.


Maße auswählen

Nicht jedes sichtbare Detail braucht ein Maß. Wichtige Maße machen die Form verständlich und prüfbar.

Typische relevante Maße sind:

  1. Gesamtlänge
  2. Gesamtbreite
  3. Gesamthöhe
  4. Durchmesser einer Bohrung
  5. Abstand einer Bohrung zu einer Kante
  6. Materialstärke

Wichtig: Ein Foto allein ist für genaue Maße nicht zuverlässig. Für echte Maße musst Du ein reales Werkstück messen oder eine vorgegebene technische Angabe verwenden.

Bildlegende: Technische Zeichnung mit Ansichten und Maßangaben. Beobachte, dass Zahlen die Form genauer beschreiben als ein Foto allein.

Fehlerdetektiv:

  1. Prüfe: Würde nur ein Längenmaß genügen, wenn das Werkstück zusätzlich eine Bohrung besitzt?
  2. Überlege: Welche Angabe fehlt, wenn die Bohrung zwar einen Durchmesser hat, aber ihre Position unbekannt ist?
  3. Suche im Alltag nach Beispielen, bei denen dieselbe Information unnötig mehrfach angegeben wird.


Messen und Beschriften

Ein Messschieber kann äußere und innere Maße sowie Tiefen erfassen. Im Unterricht benutzt Du Messmittel nur nach Einweisung.

Bildlegende: Fotografierter Messschieber als reales Messwerkzeug.

Bildlegende: Schematische Darstellung eines Messschiebers. Sie zeigt deutlicher als ein Foto, welche Teile zum Messen dienen.

Vergleichsauftrag:

  1. Vergleiche Foto und Schema.
  2. Entscheide: Welches Bild hilft Dir beim Erkennen der Form? Welches beim Verstehen der Funktion?
  3. Beschrifte auf einer eigenen Skizze nur die Messstelle, die für Dein Werkstück wichtig ist.


Ein reales Werkstück skizzieren

Nutze ein von der Lehrkraft freigegebenes einfaches Werkstück, zum Beispiel einen Holzklotz, einen Winkel, einen Abstandshalter oder ein einfaches Gehäuseteil.

Arbeitsweg:

  1. Werkstück beobachten: Welche Grundform erkennst Du?
  2. Ansicht wählen: Welche Blickrichtung erklärt die Form am besten?
  3. Kontur skizzieren: Erst die großen Formen.
  4. Details ergänzen: Nur technisch wichtige Aussparungen und Bohrungen.
  5. Maße messen: Nur nach Einweisung und mit geeignetem Messmittel.
  6. Maße eintragen: Länge, Breite, Höhe und weitere wirklich nötige Maße.
  7. Beschriften: Kurz, lesbar und eindeutig.
  8. Prüfen: Könnte eine andere Person Dein Werkstück verstehen?


Überflüssige Details erkennen

Eine gute technische Skizze enthält so viel wie nötig und so wenig wie möglich.

Detail Für die technische Skizze? Begründung
Außenkontur Ja Sie beschreibt die Form.
Bohrung Ja Sie beeinflusst Funktion und Herstellung.
Relevantes Maß Ja Es macht Größe oder Lage eindeutig.
Schatten Meist nein Er beschreibt Licht, nicht das Werkstück.
Hintergrund Nein Er gehört nicht zum Werkstück.
Kleine Kratzer Meist nein Sie sind meist nicht konstruktiv wichtig.

Kurze Zeichenaufgabe 5: Weniger ist mehr

  1. Wähle einen einfachen Gegenstand, zum Beispiel einen Radiergummi oder eine kleine Schachtel.
  2. Skizziere zuerst alles, was Du siehst.
  3. Streiche danach alle Angaben, die für Form und Maße nicht nötig sind.
  4. Vergleiche beide Versionen.


Perspektive und Ansicht unterscheiden

Ein Foto oder eine perspektivische Darstellung kann räumlich wirken. Für eindeutige technische Informationen werden häufig festgelegte Ansichten verwendet.

Bildlegende: Die Animation macht sichtbar, wie perspektivische Wirkung verändert wird. Technische Ansichten vermeiden solche perspektivischen Verzerrungen.

Bildlegende: Räumliche Darstellung eines einfachen Werkstücks. Nutze sie als Vorlage für Ansichten.

Kurze Zeichenaufgabe 6: Ansicht finden

  1. Zeichne eine mögliche Vorderansicht des Werkstücks.
  2. Ergänze eine Draufsicht.
  3. Prüfe: Brauchst Du zusätzlich eine Seitenansicht, damit die Form eindeutig wird?

Videoauftrag: Achte darauf, wie ein räumliches Werkstück in mehrere Ansichten zerlegt wird. Pausiere vor der Lösung und zeichne eine Ansicht selbst.


Prüfliste für eine verständliche technische Skizze

Prüffrage Selbstkontrolle
Ist die Kontur eindeutig? Ja / noch verbessern
Sind die Proportionen plausibel? Ja / noch verbessern
Ist die gewählte Ansicht sinnvoll? Ja / noch verbessern
Sind wichtige Bohrungen und Aussparungen sichtbar? Ja / noch verbessern
Sind relevante Maße vorhanden? Ja / noch verbessern
Sind Maßzahlen und Beschriftungen lesbar? Ja / noch verbessern
Fehlen unnötige Schatten und Dekorationen? Ja / noch verbessern


Prüfungsnahe Übung: Werkstück ergänzen

Prüfungsbild: Nutze das dargestellte Werkstück als Ausgangspunkt.

Auftrag:

  1. Ergänze auf Papier eine verständliche technische Skizze.
  2. Wähle mindestens eine Ansicht, in der Außenkontur, Aussparung und Bohrung klar erkennbar sind.
  3. Kennzeichne die Stellen, an denen Gesamtlänge, Gesamtbreite, Materialstärke, Bohrungsdurchmesser und Lage der Bohrung gemessen werden müssten.
  4. Begründe kurz, warum gerade diese Maße wichtig sind.
  5. Markiere zwei Informationen aus der räumlichen Darstellung, die Du nicht zusätzlich zeichnen musst.
  6. Prüfe Deine Lösung mit der Prüfliste.

Lösungsweg zur Selbstkontrolle:

  1. Zuerst die Grundform erkennen.
  2. Danach Aussparung und Bohrung ergänzen.
  3. Dann die Ansicht auf Eindeutigkeit prüfen.
  4. Anschließend nur die Maße markieren, die Größe und Lage festlegen.
  5. Zum Schluss überflüssige Linien oder dekorative Details entfernen.


Bildungsplanbezug Baden-Württemberg

Der aiMOOC knüpft an Kompetenzen des gemeinsamen Bildungsplans Sekundarstufe I im Fach Technik an. Dazu gehören das Nutzen von technischen Zeichnungen als Planungsmittel sowie das Erstellen einfacher normorientierter technischer Zeichnungen und Skizzen. Auf G-Niveau steht hier die verständliche, unterstützte und fachsprachlich klare Darstellung im Vordergrund.

Für Dich bedeutet das: Du musst nicht künstlerisch zeichnen. Du musst technische Informationen so darstellen, dass eine andere Person Dein Werkstück verstehen kann.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das wichtigste Ziel einer technischen Skizze? (Ein Werkstück klar und eindeutig darstellen) (!Ein Werkstück möglichst künstlerisch darstellen) (!Viele Schatten zeichnen) (!Den Hintergrund genau wiedergeben)




Was bedeutet Kontur? (Die sichtbare Begrenzung eines Werkstücks) (!Die Farbe eines Werkstücks) (!Die Oberfläche eines Tisches) (!Der Schatten hinter einem Werkstück)




Was ist eine Ansicht? (Eine Darstellung aus einer bestimmten Blickrichtung) (!Eine persönliche Meinung zum Werkstück) (!Eine Materialliste) (!Eine Sicherheitsregel)




Was beschreibt eine Proportion? (Das Größenverhältnis von Teilen zueinander) (!Die Farbe mehrerer Teile) (!Die Reihenfolge von Werkzeugen) (!Die Härte eines Werkstoffs)




Welches Detail ist für eine technische Skizze meistens überflüssig? (Der Schatten des Werkstücks) (!Die Außenkontur) (!Eine wichtige Bohrung) (!Ein relevantes Maß)




Warum werden Maße in eine technische Skizze eingetragen? (Sie machen Größe und Lage eindeutig) (!Sie machen die Zeichnung bunter) (!Sie ersetzen jede Kontur) (!Sie erzeugen Schatten)




Welche Linie ist für eine Freihandskizze besonders geeignet? (Eine klare eindeutige Linie) (!Eine vielfach nachgezogene unsichere Linie) (!Eine dekorative Wellenlinie) (!Eine zufällige Kritzelspur)




Was solltest Du bei einem Werkstück zuerst zeichnen? (Die Grundform und Hauptkontur) (!Den Schatten) (!Kleine Kratzer) (!Den Hintergrund)




Warum reicht ein Foto nicht für genaue Maße? (Perspektive und Bildgröße können täuschen) (!Fotos zeigen nie Konturen) (!Fotos enthalten keine Farben) (!Fotos zeigen immer nur Schatten)




Wann ist eine technische Skizze verständlich? (Wenn Form relevante Maße und Beschriftungen eindeutig sind) (!Wenn möglichst viele Details eingezeichnet sind) (!Wenn sie vollständig schattiert ist) (!Wenn sie nur aus Text besteht)





Memory

Freihandskizze Technische Darstellung ohne Zeichengeräte
Kontur Sichtbare Begrenzung einer Form
Ansicht Blick auf das Werkstück aus einer Richtung
Maß Zahlenangabe für Größe oder Lage
Proportion Größenverhältnis von Teilen
Beschriftung Kurze lesbare Zusatzinformation





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Technische Bedeutung
Klare Linie Eindeutige Kontur
Hauptansicht Gut erkennbare Form
Maßangabe Eindeutige Größe
Bohrung Funktionsrelevantes Detail
Schatten Meist überflüssige Bildinformation
Beschriftung Lesbare Zusatzinformation





Ergänzungsaufgabe: Was fehlt?

Ergänze die passende Information.
Wenn die Außenform undeutlich ist, muss zuerst die

verbessert werden.
Wenn eine Bohrung ohne Lage dargestellt ist, fehlt ein

.
Wenn ein Werkstück verzerrt wirkt, solltest Du die

prüfen.
Wenn die Zahlen nicht lesbar sind, muss die

verbessert werden.
Wenn ein Bild zu viele Lichtwirkungen zeigt, kannst Du den

weglassen.




Kreuzworträtsel

Kontur Wie heißt die sichtbare Begrenzung eines Werkstücks?
Ansicht Wie heißt die Darstellung aus einer bestimmten Blickrichtung?
Skizze Wie heißt eine schnelle technische Darstellung?
Proportion Wie heißt das Größenverhältnis von Teilen zueinander?
Beschriftung Wie heißen lesbare Zusatzangaben an einer Zeichnung?
Werkstück Wie heißt der reale technische Gegenstand, der skizziert wird?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine technische Skizze soll ein Werkstück möglichst

darstellen.
Die sichtbare Begrenzung eines Werkstücks heißt

.
Eine Darstellung aus einer festgelegten Blickrichtung heißt

.
Das Größenverhältnis von Teilen zueinander nennt man

.
Eine Zahl zur Beschreibung einer Länge oder Lage ist ein

.
Kurze lesbare Zusatzangaben gehören zur

.
Beim Skizzieren beginnt man zuerst mit der

.
Ein Schatten ist in einer technischen Skizze meistens

.
Ein Foto kann echte Maße nicht zuverlässig ersetzen, deshalb muss ein reales Werkstück bei Bedarf

werden.




Selbstkontrolle: Fehler finden

Prüfe eine eigene Skizze und markiere jeden Fehler mit einem kleinen Kreis:

  1. Linienfehler: Eine Kante ist mehrfach unsicher nachgezogen.
  2. Formfehler: Eine Aussparung fehlt oder liegt an der falschen Stelle.
  3. Proportionsfehler: Ein Teil ist deutlich zu groß oder zu klein.
  4. Maßfehler: Ein wichtiges Maß fehlt.
  5. Beschriftungsfehler: Eine Angabe ist unlesbar.
  6. Detailfehler: Schatten, Muster oder Hintergrund lenken ab.

Direktes Feedback: Wenn Du einen Fehler findest, verbessere nur diesen einen Punkt. Prüfe danach erneut mit der Prüfliste.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Linienübung: Fülle ein kleines Gitternetz mit geraden waagerechten, senkrechten und schrägen Linien. Markiere anschließend Deine drei klarsten Linien.
  2. Kontur finden: Suche einen einfachen Gegenstand im Klassenraum. Zeichne nur seine Außenkontur und lasse Schatten sowie Oberflächenmuster weg.
  3. Detailfilter: Fotografiere nur nach Erlaubnis ein freigegebenes Werkstück ohne Personen im Bild. Notiere fünf sichtbare Details und streiche die technisch unwichtigen.
  4. Maßstellen markieren: Zeichne einen einfachen Quader und markiere mit Pfeilen, wo Länge, Breite und Höhe gemessen würden.


Standard

  1. Werkstück und Skizze: Nimm ein von der Lehrkraft freigegebenes Werkstück. Zeichne eine Freihandskizze und vergleiche danach reale Form und Skizze.
  2. Ansichten vergleichen: Zeichne Vorderansicht und Draufsicht eines einfachen Werkstücks. Erkläre, welche Information nur in einer der Ansichten gut erkennbar ist.
  3. Fehlergalerie: Erstelle absichtlich eine schlechte technische Skizze mit fünf typischen Fehlern. Tausche sie mit einer anderen Person und lasse die Fehler finden.
  4. Messen und beschriften: Miss nach Einweisung ein ungefährliches Werkstück mit geeignetem Messmittel und ergänze nur die Maße, die für die Form wirklich wichtig sind.


Schwer

  1. Prüfungssimulation: Lasse Dir von der Lehrkraft ein unbekanntes einfaches Werkstück geben. Erstelle in begrenzter Zeit eine verständliche technische Skizze mit relevanten Maßstellen.
  2. Ansichten auswählen: Entscheide bei einem Werkstück, ob eine Ansicht genügt oder mehrere Ansichten nötig sind. Begründe Deine Entscheidung fachlich.
  3. Skizze optimieren: Tausche eine Skizze mit einer anderen Person. Überarbeite sie so, dass Kontur, Proportion, Maße und Beschriftung eindeutiger werden, ohne unnötige Details hinzuzufügen.
  4. Vom Foto zum Plan: Nutze ein freigegebenes Foto eines einfachen Werkstücks. Erstelle daraus eine reduzierte Skizze, kennzeichne unbekannte Maße mit Messstellen und erkläre, welche Angaben nur am realen Werkstück sicher ermittelt werden können.




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Lernkontrolle

  1. Eindeutigkeit beurteilen: Vergleiche zwei technische Skizzen desselben Werkstücks. Entscheide anhand von Kontur, Proportion, Maßen und Beschriftung, welche Informationen in beiden Skizzen eindeutig oder missverständlich sind. Begründe jede Feststellung.
  2. Werkstück rekonstruieren: Du erhältst zwei Ansichten eines einfachen Werkstücks. Beschreibe, welche räumliche Form daraus entstehen kann und welche zusätzliche Ansicht eine Unsicherheit beseitigen würde.
  3. Maße auswählen: Für ein Bauteil mit Bohrung stehen zehn mögliche Maße zur Auswahl. Begründe, welche davon zum eindeutigen Beschreiben der Form notwendig sind und welche nur doppelte Informationen liefern.
  4. Fehler übertragen: Eine Bohrung wurde in einer Skizze deutlich zu weit links eingezeichnet. Erkläre, welche Probleme dadurch beim Herstellen oder Prüfen eines Werkstücks entstehen könnten.
  5. Foto kritisch nutzen: Erkläre, warum Du aus einem schräg fotografierten Werkstück keine sicheren Längen ablesen kannst. Beschreibe, wie Du trotzdem eine brauchbare erste Skizze erstellen kannst.
  6. Skizze verbessern: Überarbeite eine vorgegebene Skizze mit unklaren Linien, fehlendem Maß und unnötigem Schatten. Begründe jede Änderung mit einem Fachbegriff.
  7. Technische Entscheidung: Entscheide bei einem einfachen Werkstück, ob Vorderansicht, Draufsicht oder Seitenansicht als erste Ansicht am sinnvollsten ist. Begründe die Wahl mit der erkennbaren Form.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen können:

  1. Eine Freihandskizze mit klaren Linien erstellen.
  2. Die Kontur eines Werkstücks eindeutig wiedergeben.
  3. Eine geeignete Ansicht auswählen.
  4. Wichtige Maße erkennen und passend kennzeichnen.
  5. Plausible Proportionen einhalten.
  6. Eine Skizze lesbar beschriften.
  7. Überflüssige Details erkennen und weglassen.
  8. Eine Skizze mit einem realen Werkstück vergleichen.
  9. Fehler in einer Skizze finden und begründet verbessern.
  10. Bei einer prüfungsnahen Aufgabe ein abgebildetes Werkstück verständlich ergänzen und wichtige Maßstellen kennzeichnen.




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