T9 E - Technik 9 Prüfungssimulation

T9 E - Technik 9 Prüfungssimulation
T9 E - Technik 9 Prüfungssimulation
Klasse 9 · E-Niveau · Technik · Baden-Württemberg
Diese Prüfungssimulation trainiert eine vollständige technische Handlungskette: Aufgabe analysieren → planen → Fertigung entscheiden → Funktion prüfen → Fehler finden → Qualität bewerten → Entscheidungen im Prüfungsgespräch begründen.
Du arbeitest vor allem mit Zeichnungen, Schaltplänen, Fotos, Messdaten und kurzen Prüfungsaufträgen. Lange Erklärtexte werden vermieden.
Wichtig: Dies ist eine Lern- und Prüfungssimulation, kein amtlicher Prüfungsbogen.
| Sicherheitsregel | Bedeutung |
|---|---|
| Praxis nur nach Unterweisung | Werkzeuge und Maschinen nur nach schulischer Einweisung, mit Aufsicht und vorgeschriebener Schutzausrüstung verwenden. |
| Keine gefährlichen Maschinen eigenständig | Maschinen nur benutzen, wenn die Lehrkraft die Nutzung ausdrücklich freigegeben hat und beaufsichtigt. |
| Keine Netzspannung | Elektrische Versuche ausschließlich mit schulisch freigegebenen Komponenten und sicherer Kleinspannung durchführen. |
| Simulation vor Praxis | Schaltpläne, Messdaten und Fehlerfälle zuerst gedanklich oder digital untersuchen. |
| Stopp bei Unsicherheit | Bei beschädigten Leitungen, unklaren Bauteilen, auffälliger Erwärmung oder unsicherer Situation sofort abbrechen und die Lehrkraft informieren. |
Prüfungsprodukt: LED-Signalständer
Du arbeitest mit einem einfachen Prüfungsprodukt: einem LED-Signalständer mit Taster. Beim Drücken des Tasters soll eine rote LED leuchten. Die Energieversorgung erfolgt ausschließlich mit 3 V Gleichspannung aus einem schulisch freigegebenen Kleinspannungsaufbau. Ein Vorwiderstand begrenzt den Strom durch die LED.
Fachbegriffe direkt erklärt:
- Anforderungsliste: Sie beschreibt, was ein Produkt unbedingt können oder einhalten muss.
- Technische Zeichnung: Sie zeigt Form, Maße und Lage eines Werkstücks eindeutig.
- Stückliste: Sie nennt Bauteile, Werkstoffe und Mengen.
- Arbeitsablaufplan: Er ordnet Fertigungsschritte in eine sinnvolle Reihenfolge.
- Schaltplan: Er stellt elektrische Verbindungen mit Schaltzeichen dar.
- Vorwiderstand: Er begrenzt den Strom durch die LED.
- Toleranz: Sie gibt an, wie stark ein Istmaß vom Sollmaß abweichen darf.
- Qualitätsprüfung: Sie vergleicht Anforderungen und Messwerte mit dem Produkt.
- Fehleranalyse: Sie sucht systematisch nach der Ursache einer Abweichung.
- Optimierung: Sie verbessert Funktion, Fertigung, Qualität oder Ressourceneinsatz.

Bildauftrag: Beobachte den Aufbau. Zeige auf Spannungsquelle, Taster, Widerstand und LED. Vergleiche anschließend mit dem Schaltplan darunter.

Bildauftrag: Verfolge den Stromweg vom Pluspol über Taster und Widerstand zur LED. Markiere auf einem Ausdruck oder in einer eigenen Skizze die Stelle, an der eine Unterbrechung die LED ausschalten würde.
Videoauftrag: Beobachte das Zusammenspiel von Spannung, Strom und Widerstand. Notiere das Ohmsche Gesetz. Übertrage nur die Grundlagen auf die sichere 3-V-Prüfungsschaltung.
Prüfungsrahmen
| Phase | Prüfungsleistung | Richtzeit | Punkte |
|---|---|---|---|
| 1. Aufgabenanalyse | Anforderungen ordnen, Zielkonflikte erkennen, Sicherheitsgrenzen beachten | 10 min | 12 |
| 2. Technischer Plan | Skizze, Maße, Schaltplan, Stückliste, Arbeitsablauf | 25 min | 23 |
| 3. Fertigungsentscheidung | Werkstoff, Verfahren, Reihenfolge und Qualitätssicherung begründen | 15 min | 15 |
| 4. Fehleranalyse | Messdaten auswerten, Fehlerursachen eingrenzen, Prüfweg angeben | 20 min | 20 |
| 5. Qualitätsprüfung | Maße und Funktion prüfen, Toleranzen bewerten, Optimierung formulieren | 15 min | 20 |
| 6. Prüfungsgespräch | Fachsprache nutzen und technische Entscheidungen begründen | 10 min | 10 |
| Gesamt | 100 | ||
Prüfungstipp: Arbeite nicht sofort los. Lies zuerst alle Anforderungen. Unterstreiche Muss-Kriterien. Plane Prüfpunkte, bevor Du einen Herstellungsweg auswählst.
Bildungsplanbezug Baden-Württemberg: Klasse 9, E-Niveau
Die Simulation greift zentrale Anforderungen des Wahlpflichtfachs Technik auf: technische Informationen auswerten, Konstruktions- und Herstellungsprozesse planen, technische Zeichnungen nutzen, Produkte fachgerecht fertigen, prüfen, bewerten und optimieren sowie Produktionsprozesse reflektieren.
| Kompetenz | In dieser Simulation |
|---|---|
| Planen und strukturieren | Anforderungsliste, Zeichnung, Stückliste, Arbeitsablauf |
| Technisch kommunizieren | Schaltplan, Dreitafelprojektion, Fachsprache |
| Herstellen und nutzen | Fertigungsentscheidung und sichere schulische Umsetzung |
| Prüfen und optimieren | Messdaten, Toleranzen, Qualitätsprüfung |
| Reflektieren | Serienfertigung, Reparierbarkeit, Ressourcen, Begründung |
Bildungsplan Baden-Württemberg – Technik, Wahlpflichtfach, überarbeitete Fassung 2026
Simulation Teil 1: Aufgabenanalyse
Ausgangssituation
Für einen schulischen Präsentationsstand wird ein robuster LED-Signalständer benötigt. Er soll eindeutig zeigen, ob ein Taster gedrückt wird. Das Gehäuse soll stabil stehen, einfach prüfbar sein und mit möglichst wenig Material auskommen.
Vorgegebene Anforderungen:
- Die LED leuchtet nur bei gedrücktem Taster.
- Die Versorgung beträgt 3 V Gleichspannung aus einer freigegebenen Kleinspannungsquelle.
- Die Schaltung enthält einen passenden Vorwiderstand.
- Das Produkt steht kippsicher.
- Sichtbare Kanten sind sauber und ungefährlich.
- Die Bauteile sind so angeordnet, dass Prüfung und Reparatur möglich bleiben.
- Das Produkt wird mit einer technischen Skizze, Stückliste und einem Arbeitsablauf dokumentiert.
- Maße und Funktion werden am Ende geprüft.
- Werkstoffe und Fertigung werden fachlich begründet.
- Gefährliche Maschinen und Netzspannung sind nicht Teil einer eigenständigen Schülerpraxis.
Aufgabe A1: Muss, Wunsch oder Ausschluss?
| Ordne die Aussage zu. | Kategorie |
|---|---|
| LED leuchtet bei gedrücktem Taster | Muss-Anforderung |
| Gehäuse darf besonders farbig gestaltet sein | Wunsch-Anforderung |
| 3 V Kleinspannung | Muss-Anforderung |
| Netzspannung direkt am Schülerprodukt | Ausschluss |
| Prüfbarkeit der Verbindungen | Muss-Anforderung |
Sofort-Feedback: Muss-Anforderungen sind prüfbar und für Funktion oder Sicherheit wesentlich. Wünsche verbessern das Produkt, sind aber nicht zwingend. Ausschlüsse dürfen nicht umgesetzt werden.
Aufgabe A2: Zielkonflikt erkennen
| Beobachtung | Deine Analyse | Fachlicher Hinweis |
|---|---|---|
| Sehr kleines Gehäuse | __________ | Spart Material, kann aber Montage und Prüfbarkeit erschweren. |
| Sehr dicke Frontplatte | __________ | Kann stabil sein, erhöht aber Materialeinsatz und Bearbeitungsaufwand. |
| Bauteile vollständig verklebt | __________ | Kann schnell gehen, erschwert aber Reparatur und Austausch. |
Prüfungsauftrag: Formuliere zu einer Zeile einen Zielkonflikt im Satzmuster: „Wenn …, dann verbessert sich …, gleichzeitig verschlechtert sich … . Deshalb entscheide ich mich für … .“
Mini-Fall: Anforderungsliste prüfen
Ein Entwurf enthält folgende Angaben: „schön“, „funktioniert gut“, „120 mm lang“, „LED leuchtet bei Tastendruck“, „stabil“.
Aufgabe: Markiere die Angaben, die unmittelbar messbar oder eindeutig prüfbar sind. Formuliere die ungenauen Angaben so um, dass sie geprüft werden können.
Selbstkontrolle: „120 mm lang“ und „LED leuchtet bei Tastendruck“ sind direkt prüfbar. „schön“ ist subjektiv. „funktioniert gut“ und „stabil“ brauchen konkrete Kriterien, zum Beispiel Funktionsbedingungen oder einen definierten Kipptest.
Simulation Teil 2: Technischer Plan
2.1 Technische Zeichnung lesen und erstellen

Bildauftrag: Beobachte, wie aus einem räumlichen Körper Ansichten entstehen. Benenne Vorderansicht, Draufsicht und Seitenansicht.

Vergleichsauftrag: Prüfe, welche Informationen in einer räumlichen Darstellung schnell erkennbar sind und welche Maße erst in den Ansichten eindeutig werden.

Markierauftrag: Zeichne auf Papier Pfeile zwischen zusammengehörigen Kanten der Ansichten. Übertrage danach die Methode auf Deinen Signalständer.
Videoauftrag: Stoppe das Video an einer passenden Stelle und sage die Lage der nächsten Ansicht voraus. Vergleiche anschließend mit der Lösung im Video.
Planmaße für die Simulation:
| Bauteil | Sollmaß | Werkstoffvorschlag |
|---|---|---|
| Grundplatte | 120 mm × 80 mm × 8 mm | Sperrholz |
| Frontplatte | 100 mm × 70 mm × 4 mm | Sperrholz oder schulisch freigegebener Kunststoff |
| Stütze links | 60 mm × 20 mm × 8 mm | Sperrholz |
| Stütze rechts | 60 mm × 20 mm × 8 mm | Sperrholz |
Zeichenauftrag: Erstelle eine Vorderansicht und Draufsicht. Trage Außenmaße und die Lage von LED und Taster ein. Verwende klare Maßlinien. Zeichne keine Maße doppelt.
2.2 Messwerkzeuge und Maßkontrolle

Bildauftrag: Zeige Hauptmaßstab, Messschenkel und Tiefenmessung. Entscheide, welche Produktmaße mit Lineal und welche genauer mit Messschieber geprüft werden sollten.
Videoauftrag: Beobachte besonders den Nullpunkt und das Ablesen. Notiere zwei typische Ablesefehler. Messungen in der Schule erfolgen nur nach Einweisung in das Messmittel.
Aufgabe P1: Maße übertragen
| Ordne den richtigen Begriff zu. | Aussage |
|---|---|
| Vorderansicht | zeigt die charakteristische Front des Werkstücks |
| Draufsicht | zeigt das Werkstück von oben |
| Seitenansicht | zeigt Höhe und Tiefe aus seitlicher Blickrichtung |
| Maßlinie | trägt eine Maßzahl zwischen Begrenzungen |
| Toleranz | beschreibt den zulässigen Bereich um ein Sollmaß |
2.3 Elektrischer Plan
Für die Simulation gelten:
- Versorgungsspannung: 3,0 V Gleichspannung.
- Modellwert LED-Durchlassspannung: 2,0 V.
- Gewünschter Strom: 10 mA = 0,010 A.
- Gesucht: Vorwiderstand R.
Lösungsweg:
- Spannung am Widerstand bestimmen: 3,0 V − 2,0 V = 1,0 V.
- Ohmsches Gesetz verwenden: R = U / I.
- Einsetzen: R = 1,0 V / 0,010 A = 100 Ω.
- In der Simulation wird ein 100-Ω-Widerstand verwendet.
Merksatz: Ein berechneter Wert wird in der Praxis mit Datenblatt, Bauteiltoleranz und freigegebenem Aufbau abgeglichen. Reale Schaltungen werden im Unterricht nur mit geeigneten Kleinspannungs-Komponenten aufgebaut.

Bildauftrag: Suche den Wert 100 Ω in der Farbcodierung. Vergleiche ihn mit 220 Ω und 1 kΩ. Erkläre, warum eine Verwechslung die LED-Helligkeit verändert.
Aufgabe P2: Rechnen mit Messdaten
Transfer: Begründe ohne neue Rechnung: Wird der Widerstand deutlich größer, wird der LED-Strom bei gleicher Versorgung kleiner oder größer?
Selbstkontrolle: Der Strom wird kleiner. Ein größerer Widerstand begrenzt den Strom stärker.
2.4 Stückliste
| Pos. | Bauteil / Werkstoff | Menge | Prüfmerkmal |
|---|---|---|---|
| 1 | Grundplatte | 1 | Maße, Kanten, Ebenheit |
| 2 | Frontplatte | 1 | Maße, Bohrungs- oder Öffnungslage |
| 3 | Stützen | 2 | gleiche Länge, saubere Kanten |
| 4 | rote LED | 1 | unbeschädigt, richtige Orientierung |
| 5 | Taster | 1 | mechanische Funktion |
| 6 | Widerstand 100 Ω | 1 | Wert geprüft |
| 7 | Batteriehalter oder freigegebene 3-V-Quelle | 1 | Kleinspannung, sichere Kontakte |
| 8 | Leitungen / Steckverbinder | nach Aufbau | feste, prüfbare Verbindung |
Aufgabe P3: Arbeitsablauf planen
Bringe die Schritte in eine sinnvolle Reihenfolge. In einer echten Werkstatt entscheidet die Lehrkraft, welche Schritte Du selbst ausführen darfst.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Phase |
|---|---|
| Anforderungen prüfen | Start |
| Maße anreißen und kontrollieren | Planung vor Bearbeitung |
| Werkstücke nach Unterweisung bearbeiten | Fertigung |
| Mechanische Maße prüfen | Zwischenkontrolle |
| Freigegebene Kleinspannungsschaltung verbinden | Montage |
| Funktion und Qualität prüfen | Endkontrolle |
Prüfungstipp: Qualität wird nicht erst am Ende geprüft. Plane Zwischenkontrollen ein, damit Fehler früh erkannt werden.
Simulation Teil 3: Fertigungsentscheidung
3.1 Werkstoff auswählen
Vergleiche drei mögliche Frontplatten. Entscheide nicht nur nach „leicht zu bearbeiten“.
| Kriterium | Sperrholz | Aluminiumblech | Acrylglas |
|---|---|---|---|
| Steifigkeit bei kleiner Dicke | mittel | hoch | mittel |
| Sichtbarkeit der Elektronik | nein | nein | ja |
| Aufwand der Kantenbearbeitung | gering bis mittel | mittel | mittel |
| Reparaturfreundliche Befestigung möglich | ja | ja | ja |
| Materialwirkung | warm, leicht | technisch, robust | transparent |
| Sicherheits- und Maschinenbedarf | abhängig vom Verfahren | häufig höher | abhängig vom Verfahren und bruchempfindlich |
Entscheidungsauftrag: Wähle einen Werkstoff und begründe ihn mit mindestens drei Kriterien: Funktion, Fertigbarkeit, Qualität, Nachhaltigkeit oder Reparierbarkeit.
3.2 Fertigungsverfahren vergleichen

Sicherheitsanalyse: Das Bild zeigt eine Säulenbohrmaschine. Untersuche ausschließlich, welche Gefährdungen bei einer Bohrarbeit grundsätzlich beachtet werden müssen. Leite daraus Schutzmaßnahmen ab. Eine reale Nutzung erfolgt nur nach schulischer Unterweisung, Freigabe, Aufsicht und mit erforderlicher Schutzausrüstung.

Beobachtungsauftrag: Beschreibe die Funktion einer Schutzbrille. Erkläre, warum persönliche Schutzausrüstung technische Schutzmaßnahmen und Unterweisung nicht ersetzt, sondern ergänzt.
Entscheidungsmatrix:
| Entscheidung | Fachlich starke Begründung | Schwache Begründung |
|---|---|---|
| Werkstoff | „Sperrholz lässt sich im schulischen Rahmen gut prüfen, ist für die Größe ausreichend steif und kann bei einer lösbaren Verbindung reparaturfreundlich montiert werden.“ | „Holz ist besser.“ |
| Verbindung | „Eine lösbare Verbindung erleichtert Wartung und Bauteiltausch.“ | „Schrauben sehen gut aus.“ |
| Reihenfolge | „Ich prüfe Maße vor der Montage, weil Korrekturen an Einzelteilen leichter sind.“ | „Ich mache es immer so.“ |
Aufgabe F1: Fertigungsentscheidung mit Kriterien
3.3 Produktion: Einzel- oder Serienfertigung?
- Einzelfertigung: hohe Anpassbarkeit, jeder Ablauf kann individuell sein.
- Serienfertigung: wiederholbare Arbeitsschritte, Vorrichtungen und Qualitätsprüfungen gewinnen an Bedeutung.
- Arbeitsteilung: verschiedene Personen übernehmen abgestimmte Teilschritte.
- Qualitätsmanagement: Prüfkriterien werden festgelegt und dokumentiert.
Transferfrage: Warum kann eine Bohrschablone bei zehn gleichen Frontplatten sinnvoll sein, bei einem Einzelstück aber zusätzlichen Planungsaufwand verursachen?
Selbstkontrolle: Eine Schablone kostet zunächst Zeit, kann aber bei Wiederholungen Lagefehler reduzieren und die Bearbeitung beschleunigen. Bei nur einem Teil kann dieser Zusatzaufwand größer sein als der Nutzen.
Simulation Teil 4: Fehleranalyse
4.1 Messgerät verstehen

Bildauftrag: Identifiziere Anzeige, Messbereichswahlschalter und Anschlussbuchsen. Erkläre, warum die richtige Messart vor dem Anschließen feststehen muss.

Vergleichsauftrag: Diese Darstellung hebt die Spannungsmessung hervor. Notiere den Unterschied zwischen einer Spannungsmessung parallel zum Bauteil und einer Strommessung im Strompfad.

Schaltplanauftrag: Finde Batterie, Sicherung, Widerstand, LED, Voltmeter und Amperemeter. Vergleiche die Einbindung der Messgeräte.
Videoauftrag: Nutze nur die Abschnitte zu Gleichspannung, Strommessung, Widerstand und Durchgang als Beobachtungsmaterial. Übertrage keine Netzspannungsbeispiele in die Praxis. In der Schule gilt ausschließlich der freigegebene Kleinspannungsaufbau.
4.2 Messdaten: fehlerfreier Aufbau
| Messgröße | Erwartungswert | Messwert | Bewertung |
|---|---|---|---|
| Versorgungsspannung | etwa 3,0 V | 3,02 V | plausibel |
| Spannung an LED | etwa 2,0 V | 1,98 V | plausibel |
| Spannung am Widerstand | etwa 1,0 V | 1,03 V | plausibel |
| Strom im Stromkreis | etwa 10 mA | 10,2 mA | plausibel |
Analyseauftrag: Prüfe mit der Maschenidee, ob die Teilspannungen ungefähr zur Versorgungsspannung passen.
Lösung: 1,98 V + 1,03 V = 3,01 V. Das passt innerhalb kleiner Mess- und Rundungsabweichungen gut zu 3,02 V.
4.3 Fehlerfall A: LED bleibt dunkel
Simulierte Messwerte – nicht als Aufforderung zum realen Nachbau:
| Prüfschritt | Messwert |
|---|---|
| Versorgung | 3,01 V |
| Spannung direkt über dem geöffneten Strompfad am Tasterkontakt | 3,00 V |
| Strom | 0,0 mA |
| LED | dunkel |
Aufgabe: Welche Fehlerursache ist am wahrscheinlichsten: leere Spannungsquelle, unterbrochener Kontakt, zu kleiner Widerstand oder zu hohe LED-Helligkeit? Begründe mit zwei Messwerten.
Selbstkontrolle: Die Quelle liefert Spannung, aber es fließt kein Strom. Fast die gesamte Spannung liegt über der Unterbrechungsstelle. Das spricht für einen offenen Kontakt oder eine unterbrochene Verbindung im betreffenden Abschnitt.
4.4 Fehlerfall B: LED leuchtet sehr schwach
| Messgröße | Messwert |
|---|---|
| Versorgung | 3,00 V |
| LED-Spannung | 1,92 V |
| Widerstand | 330 Ω |
| Strom | 3,3 mA |
Aufgabe: Vergleiche mit dem geplanten 100-Ω-Widerstand. Erkläre die schwache Helligkeit.
Lösungsweg: Der Widerstand ist deutlich größer als geplant. Bei ähnlicher Spannungsdifferenz wird der Strom kleiner. Der Messwert von 3,3 mA ist daher plausibel und erklärt die geringere LED-Helligkeit.
4.5 Fehlerfall C: Messwert passt nicht zusammen
| Aussage | Wert |
|---|---|
| Versorgung | 3,00 V |
| LED-Spannung | 2,00 V |
| Widerstandsspannung | 1,00 V |
| Stromangabe | 35 mA |
Aufgabe: Prüfe zuerst mit R = U/I, ob 35 mA zu 1,00 V am 100-Ω-Widerstand passen. Entscheide dann, ob eher die Schaltung oder die Strommessung überprüft werden muss.
Selbstkontrolle: 1,00 V / 100 Ω = 0,010 A = 10 mA. Die Angabe 35 mA passt nicht zu den übrigen Werten. Zuerst Messaufbau, Messbereich und Ablesung prüfen, statt sofort Bauteile auszutauschen.
Fehleranalyse als System
- Sichtprüfung ohne Eingriff: beschädigte oder lose Verbindung erkennbar?
- Plan mit Aufbau vergleichen: stimmen Bauteile und Verbindungen?
- Versorgung der freigegebenen Kleinspannung prüfen.
- Messpunkt gezielt wählen.
- Messwert mit Erwartungswert vergleichen.
- Fehlerbereich eingrenzen.
- Nach Korrektur erneut prüfen und dokumentieren.
Fachsprachlicher Satzstarter: „Der Messwert … weicht vom Sollwert … ab. Deshalb prüfe ich als Nächstes …, weil … .“
Simulation Teil 5: Qualitätsprüfung
5.1 Soll, Ist und Toleranz
Sollmaß = geplanter Wert. Istmaß = gemessener Wert. Toleranz = erlaubte Abweichung.
Prüfvorgaben für das Simulationsprodukt:
- Grundplatte Länge: 120,0 mm ± 1,0 mm.
- Grundplatte Breite: 80,0 mm ± 1,0 mm.
- Frontplattenbreite: 100,0 mm ± 1,0 mm.
- LED-Mittelpunkt horizontal: 50,0 mm ± 1,0 mm.
- LED-Mittelpunkt vertikal: 35,0 mm ± 1,0 mm.
- Funktion: LED leuchtet bei Tastendruck und ist sonst aus.
- Qualität: keine scharfen Kanten, Bauteile fest, Verbindungen prüfbar.
Aufgabe Q1: Messprotokoll bewerten
| Merkmal | Soll / Toleranz | Produkt A | Produkt B |
|---|---|---|---|
| Grundplatte Länge | 120,0 ± 1,0 mm | 119,6 mm | 118,4 mm |
| Grundplatte Breite | 80,0 ± 1,0 mm | 80,3 mm | 80,7 mm |
| Frontplattenbreite | 100,0 ± 1,0 mm | 100,8 mm | 99,4 mm |
| LED-Mitte horizontal | 50,0 ± 1,0 mm | 50,7 mm | 49,6 mm |
| LED-Mitte vertikal | 35,0 ± 1,0 mm | 34,4 mm | 37,2 mm |
| Funktion | Taster steuert LED eindeutig | erfüllt | erfüllt |
Auftrag: Markiere alle Werte außerhalb der Toleranz. Entscheide für jedes Produkt: freigeben, nacharbeiten oder sperren und prüfen. Begründe.
Selbstkontrolle: Produkt A erfüllt alle angegebenen Maßtoleranzen und die Funktion. Produkt B liegt bei der Grundplattenlänge und bei der vertikalen LED-Lage außerhalb der Toleranz. Ob Nacharbeit möglich ist, hängt vom konkreten Bauteil und der Funktion ab; deshalb erst bewerten, dann gezielt entscheiden.
5.2 Qualität ist mehr als Maßhaltigkeit
| Qualitätsmerkmal | Prüfmethode | Beispiel für Abweichung |
|---|---|---|
| Maßhaltigkeit | messen | Länge außerhalb Toleranz |
| Funktion | Funktionsprüfung | LED reagiert nicht auf Taster |
| Verarbeitung | Sicht- und Tastprüfung im sicheren Zustand | raue oder scharfe Kante |
| Stabilität | definierter Kipptest unter Aufsicht | Ständer kippt zu leicht |
| Reparierbarkeit | Zugänglichkeit prüfen | Bauteil nicht austauschbar |
| Dokumentation | Plan mit Produkt vergleichen | Stückliste unvollständig |
Aufgabe Q2: Prüfmittel wählen
| Ordne das geeignete Prüfmittel zu. | Qualitätsmerkmal |
|---|---|
| Messschieber | genauer Durchmesser oder kleine Abstände |
| Stahllineal | einfache Längenprüfung |
| Multimeter im freigegebenen Kleinspannungsaufbau | elektrische Messgröße |
| Sichtprüfung | erkennbare Beschädigung oder Verarbeitungsfehler |
| Funktionsprüfung | Reaktion der LED auf den Taster |
5.3 Qualitätsregelkreis
Planen → Herstellen → Prüfen → Abweichung erklären → Verbessern → erneut prüfen
Transferauftrag: Ein Produkt funktioniert elektrisch, kippt aber leicht. Begründe, warum es trotzdem die Qualitätsprüfung nicht vollständig besteht.
Selbstkontrolle: Qualität umfasst mehrere Anforderungen. Eine erfüllte elektrische Funktion gleicht eine nicht erfüllte Stabilitätsanforderung nicht automatisch aus.
Simulation Teil 6: Prüfungsgespräch
Gesprächskarten
Antworte jeweils in 30 bis 60 Sekunden. Nutze Fachbegriffe. Begründe mit Daten, Anforderungen oder Kriterien.
- Aufgabenanalyse: Welche drei Muss-Anforderungen haben Deine Planung am stärksten beeinflusst?
- Technische Zeichnung: Warum reichen eine räumliche Skizze allein und „ungefähre Maße“ für die Fertigung nicht aus?
- Vorwiderstand: Erkläre, warum die LED einen passenden Widerstand benötigt.
- Messstrategie: Warum prüfst Du zuerst die Versorgung und danach gezielt Teilbereiche?
- Toleranz: Warum ist ein Messwert nicht automatisch gut, nur weil er nahe am Sollwert liegt?
- Fertigungsentscheidung: Begründe Deine Werkstoffwahl mit drei Kriterien.
- Qualitätsmanagement: Warum sind Zwischenkontrollen wirtschaftlich sinnvoll?
- Reparierbarkeit: Welche Konstruktionsentscheidung erleichtert Wartung?
- Serienfertigung: Welche Vorteile kann eine Schablone bei mehreren gleichen Teilen bringen?
- Optimierung: Welche Änderung würdest Du nach der ersten Qualitätsprüfung vornehmen und warum?
Antwortmuster für E-Niveau: Behauptung → Fachbegriff → Beleg aus Plan oder Messwert → Begründung → mögliche Alternative.
Prüfungsdialog: Beispiel
| Prüferfrage | Knapp gute Antwortstruktur |
|---|---|
| „Warum 100 Ω?“ | „Bei 3,0 V Versorgung und modellhaft 2,0 V LED-Spannung bleiben 1,0 V am Widerstand. Für 10 mA ergibt R = U/I = 100 Ω.“ |
| „Warum Zwischenkontrolle?“ | „Ein Maßfehler wird vor der Montage entdeckt. Nacharbeit ist dann meist einfacher und spart Ausschuss.“ |
| „Was tun bei 0 mA?“ | „Nicht zufällig Teile tauschen. Versorgung prüfen, Plan und Aufbau vergleichen, Unterbrechung mit gezielten Messpunkten eingrenzen.“ |
| „Warum ist Reparierbarkeit Qualität?“ | „Ein austauschbares Bauteil verlängert die Nutzungsdauer und reduziert Materialverbrauch.“ |
Bewertung
Transparenter Bewertungsbogen
| Kriterium | Punkte | Volle Punktzahl bedeutet |
|---|---|---|
| Fachwissen | 20 | Begriffe, elektrische Zusammenhänge, Toleranz und Fertigung fachlich korrekt anwenden. |
| Planung | 20 | Anforderungen, Zeichnung, Stückliste, Arbeitsablauf und Prüfstellen schlüssig verbinden. |
| Funktion | 20 | Schaltung und Prüfstrategie funktionieren im Modell; Messwerte werden plausibel interpretiert. |
| Fachsprache | 10 | Fachbegriffe präzise und passend nutzen. |
| Qualität | 20 | Maßhaltigkeit, Verarbeitung, Stabilität, Reparierbarkeit und Dokumentation prüfen. |
| Begründung | 10 | Entscheidungen mit Kriterien, Messdaten und Alternativen nachvollziehbar begründen. |
| Gesamt | 100 |
Bewertungsstufen für die Übung
Diese Stufen dienen der Selbstdiagnose. Die schulische Notengebung kann anders gewichtet werden.
| Anteil | Lernstand | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| 90–100 % | sehr sicher | Transferfälle lösen und Begründungen kürzer, präziser formulieren |
| 75–89 % | sicher | einzelne Schwachstellen gezielt nachtrainieren |
| 60–74 % | teilweise sicher | eine vollständige zweite Simulation mit Hilfekarten bearbeiten |
| 40–59 % | noch unsicher | Grundlagen zu Zeichnung, Messen, Schaltung und Toleranz wiederholen |
| unter 40 % | Grundlagen festigen | Lernweg in Teilaufgaben aufteilen und mit direktem Feedback neu beginnen |
Selbstbewertung nach der Simulation
| Bereich | Max. | Meine Punkte | Mein nächstes Trainingsziel |
|---|---|---|---|
| Fachwissen | 20 | ||
| Planung | 20 | ||
| Funktion | 20 | ||
| Fachsprache | 10 | ||
| Qualität | 20 | ||
| Begründung | 10 |
Regel: Trainiere zuerst den Bereich mit dem niedrigsten prozentualen Ergebnis.
Hilfekarten und Lösungswege
Hilfekarte 1: Aufgabenanalyse
Fragefolge: Was muss funktionieren? Was muss messbar sein? Was ist sicherheitsrelevant? Welche Wünsche sind nur optional?
Hilfekarte 2: Technische Planung
Fragefolge: Welche Ansichten brauche ich? Welche Maße fehlen? Welche Teile stehen in der Stückliste? Wo plane ich eine Zwischenkontrolle?
Hilfekarte 3: Elektrik
Merkschema: Versorgung → Verbraucher → Strombegrenzung → Schalter → Rückleitung.
Rechenhilfe: R = U / I.
Hilfekarte 4: Fehleranalyse
Fragefolge: Ist Versorgung vorhanden? Ist der Strompfad geschlossen? Stimmt der Bauteilwert? Passt der Messwert zum erwarteten Wert?
Hilfekarte 5: Qualität
Fragefolge: Was ist der Sollwert? Welche Toleranz gilt? Welcher Istwert wurde gemessen? Welche Maßnahme folgt?
Hilfekarte 6: Prüfungsgespräch
Satzmuster: „Ich entscheide mich für …, weil … . Der Beleg ist … . Eine Alternative wäre …, hätte aber den Nachteil … .“
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist der wichtigste Zweck einer Anforderungsliste? (Sie macht Anforderungen eindeutig und prüfbar) (!Sie ersetzt jede technische Zeichnung) (!Sie legt nur die Farbe des Produkts fest) (!Sie beschreibt ausschließlich Werkzeugnamen)
Welche Aussage beschreibt eine Toleranz korrekt? (Sie legt einen zulässigen Abweichungsbereich fest) (!Sie ist immer gleich null) (!Sie ersetzt den Sollwert) (!Sie beschreibt nur elektrische Größen)
Welche Größe ergibt sich bei 1,0 V am 100-Ω-Widerstand? (10 mA) (!1 mA) (!100 mA) (!1 A)
Warum wird bei einer LED ein passender Vorwiderstand eingesetzt? (Er begrenzt den Strom) (!Er erhöht die Versorgung auf Netzspannung) (!Er ersetzt den Taster mechanisch) (!Er misst automatisch die Toleranz)
Welche Darstellung gehört zur technischen Planung eines Werkstücks? (Dreitafelprojektion) (!Werbeplakat) (!Farbfilter) (!Sprachnachricht)
Was ist bei einer systematischen Fehleranalyse sinnvoll? (Messwerte mit Erwartungswerten vergleichen) (!Zufällig alle Bauteile austauschen) (!Die Sicherheitsregeln überspringen) (!Nur auf die Gehäusefarbe achten)
Welches Messgerät kann mehrere elektrische Messgrößen erfassen? (Multimeter) (!Messschieber) (!Stahllineal) (!Winkelmesser)
Warum sind Zwischenkontrollen in der Fertigung sinnvoll? (Fehler werden früher erkannt) (!Sie machen Zeichnungen überflüssig) (!Sie erhöhen immer den Materialverbrauch) (!Sie verhindern jede notwendige Nacharbeit)
Welche Begründung ist fachlich am stärksten? (Die Entscheidung wird mit mehreren prüfbaren Kriterien erklärt) (!Die Entscheidung gefällt mir einfach) (!Die Entscheidung ist zufällig entstanden) (!Die Entscheidung braucht keine Daten)
Welche Sicherheitsgrenze gilt für elektrische Schülerexperimente in dieser Simulation? (Nur freigegebene sichere Kleinspannung) (!Direkter Anschluss an Netzspannung) (!Beliebige unbekannte Spannungsquelle) (!Versuch ohne Unterweisung)
Memory
| Anforderungsliste | prüfbare Vorgaben |
| Toleranz | zulässige Abweichung |
| Stückliste | Bauteile und Mengen |
| Arbeitsablaufplan | Reihenfolge der Arbeitsschritte |
| Schaltplan | elektrische Verbindungen |
| Multimeter | elektrisches Messgerät |
| Messschieber | präzises Längenmessmittel |
| Optimierung | gezielte Verbesserung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Aufgabenanalyse | Anforderungen und Grenzen klären |
| Technischer Plan | Zeichnung, Schaltplan und Stückliste erstellen |
| Fertigungsentscheidung | Werkstoff und Verfahren begründen |
| Fehleranalyse | Abweichung systematisch eingrenzen |
| Qualitätsprüfung | Soll und Ist vergleichen |
Kreuzworträtsel
| Toleranz | Wie heißt der zulässige Bereich um ein Sollmaß? |
| Multimeter | Welches Gerät misst mehrere elektrische Größen? |
| Schaltplan | Wie heißt die grafische Darstellung elektrischer Verbindungen? |
| Stückliste | Welche Unterlage nennt Bauteile und Mengen? |
| Optimierung | Wie heißt eine gezielte technische Verbesserung? |
| Sperrholz | Welcher Holzwerkstoff ist ein möglicher Werkstoff für die Grundplatte? |
LearningApps
Lückentext
Interaktive Messdatenrunde
Interaktive Toleranzrunde
Interaktive Fachsprache
| Ordne den Fachbegriff zu. | Erklärung |
|---|---|
| Sollwert | geplanter Zielwert |
| Istwert | gemessener tatsächlicher Wert |
| Prüfmerkmal | Eigenschaft, die kontrolliert wird |
| Abweichung | Unterschied zwischen Erwartung und Ergebnis |
| Nacharbeit | gezielte Korrektur eines noch verwendbaren Teils |
Medienlabor: Beobachten, markieren, vergleichen, messen, simulieren
Station M1: Schaltplan gegen Aufbau


- Beobachten: Nenne vier Bauteile in beiden Darstellungen.
- Markieren: Kennzeichne auf einer eigenen Kopie den Strompfad.
- Vergleichen: Welche Darstellung zeigt reale Lage, welche elektrische Funktion klarer?
- Fehler finden: Zeichne in Deine Skizze eine Unterbrechung ein und sage voraus, was passiert.
- Transfer: Ergänze einen zweiten Prüfpunkt für eine Spannungsmessung.
Station M2: Messgerät und Schaltung


- Beobachten: Welche Symbole und Messgeräte erkennst Du?
- Vergleichen: Warum ist die Lage des Voltmeters anders als die des Amperemeters?
- Simulieren: Sage voraus, welcher Wert auf null fällt, wenn der Stromkreis unterbrochen ist.
- Selbstkontrolle: Vergleiche Deine Vorhersage mit Fehlerfall A.
- Transfer: Formuliere einen neuen Fehlerfall mit nur einem veränderten Messwert.
Station M3: Technische Zeichnung


- Beobachten: Welche Informationen gehen in einer einzelnen Ansicht verloren?
- Markieren: Ordne gleiche Kanten in mehreren Ansichten zu.
- Messen: Übertrage die vorgegebenen Signalständermaße im Maßstab 1:1 auf Millimeterpapier.
- Vergleichen: Prüfe, ob alle Fertigungsmaße einmal und eindeutig angegeben sind.
- Fehler finden: Erzeuge absichtlich eine widersprüchliche Maßangabe und lasse sie von einer Partnerperson entdecken.
Station M4: Widerstand und Messdaten

- Beobachten: Finde die Farbringe für 100 Ω.
- Vergleichen: Ordne 100 Ω, 330 Ω und 1 kΩ nach zunehmendem Widerstand.
- Simulieren: Sage voraus, wie sich der Strom bei größerem Widerstand verändert.
- Messen: Nutze in der Praxis nur ein schulisch freigegebenes Messgerät und nur nach Unterweisung.
- Fehler finden: Erkläre Fehlerfall B mit dem falschen Widerstandswert.
Station M5: Werkstattsicherheit als Bildanalyse


- Beobachten: Welche Maschine und welche persönliche Schutzausrüstung sind dargestellt?
- Markieren: Notiere Gefahrenbereiche nur auf einer Bildkopie, nicht an einer laufenden Maschine.
- Vergleichen: Unterscheide technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen.
- Fehler finden: Nenne drei Situationen, bei denen Du nicht selbst weiterarbeitest, sondern die Lehrkraft informierst.
- Transfer: Formuliere eine Sicherheitsregel für eine andere schulische Fertigungssituation.
Offene Aufgaben
Leicht
- Anforderungsliste erstellen: Formuliere fünf prüfbare Muss-Anforderungen für einen sicheren LED-Signalständer.
- Ansichten skizzieren: Zeichne Vorderansicht und Draufsicht mit den vorgegebenen Außenmaßen.
- Messwerte markieren: Kennzeichne in Fehlerfall A die zwei wichtigsten Messwerte und schreibe eine Diagnose in einem Satz.
- Fachbegriffe erklären: Erkläre Toleranz, Sollwert, Istwert und Optimierung jeweils in höchstens zwölf Wörtern.
Standard
- Arbeitsablauf planen: Erstelle einen Arbeitsablauf mit mindestens zwei Zwischenkontrollen und begründe deren Lage.
- Werkstoffvergleich: Vergleiche Sperrholz, Aluminium und Acrylglas anhand von vier Kriterien und treffe eine begründete Entscheidung.
- Schaltplan übertragen: Zeichne die 3-V-LED-Schaltung neu und kennzeichne sinnvolle Messpunkte.
- Qualitätsprotokoll erstellen: Entwickle eine Prüftabelle mit Sollwert, Toleranz, Istwert, Ergebnis und Maßnahme.
Schwer
- Fehlerdiagnose entwickeln: Erfinde einen plausiblen Fehlerfall mit vier Messwerten. Lass eine Partnerperson die Ursache eingrenzen.
- Serienfertigung optimieren: Plane die Herstellung von zehn gleichen Frontplatten und begründe, wo Schablone, Arbeitsteilung oder Prüflehre helfen könnten.
- Prüfungsgespräch simulieren: Nimm ein dreiminütiges Erklärvideo auf, in dem Du Werkstoff, Widerstand, Prüfstrategie und Qualität begründest.
- Transferprodukt entwickeln: Übertrage die Prüfungskette auf ein anderes sicheres Kleinspannungsprodukt und vergleiche Anforderungen, Messgrößen und Qualitätskriterien.


Lernkontrolle
- Planungsfehler analysieren: Eine Zeichnung enthält doppelte Maße, eine fehlende Bauteilposition und keine Toleranz. Erkläre, welche Folgen jeder Fehler in der Fertigung haben kann.
- Messstrategie begründen: Entwirf für eine dunkle LED eine Prüfstrategie mit höchstens fünf Schritten. Begründe die Reihenfolge.
- Qualität abwägen: Ein Produkt funktioniert, überschreitet aber ein Maß um 1,8 mm. Entscheide anhand der Anforderungsliste, welche Informationen für Freigabe oder Nacharbeit noch fehlen.
- Fertigung optimieren: Vergleiche eine Einzelfertigung mit einer Serie von 20 Stück. Entwickle zwei Maßnahmen, die nur bei der Serie besonders sinnvoll werden.
- Nachhaltigkeit übertragen: Erkläre, wie Reparierbarkeit, Materialwahl und Ausschuss gemeinsam die Nachhaltigkeit eines Produkts beeinflussen.
- Fachsprache anwenden: Formuliere eine 60-Sekunden-Antwort auf die Frage: „Wie beweisen Sie, dass Ihr Produkt die Anforderungen erfüllt?“ Nutze mindestens sechs Fachbegriffe.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis sind besonders wichtig:
- Du kannst Anforderungen in prüfbare Kriterien übersetzen.
- Du kannst technische Zeichnungen lesen und einfache Planungsunterlagen erstellen.
- Du kannst eine Stückliste und einen sinnvollen Arbeitsablauf mit Zwischenkontrollen entwickeln.
- Du kannst die Funktion einer einfachen LED-Schaltung mit Taster und Vorwiderstand erklären.
- Du kannst einfache Messdaten zu Spannung, Strom und Widerstand plausibilisieren.
- Du kannst Fehler systematisch eingrenzen, statt zufällig Bauteile zu tauschen.
- Du kannst Sollwert, Istwert und Toleranz sicher unterscheiden.
- Du kannst Werkstoff- und Fertigungsentscheidungen mit mehreren Kriterien begründen.
- Du kannst Qualitätsmerkmale prüfen und Optimierungsvorschläge formulieren.
- Du kannst im Prüfungsgespräch Fachsprache knapp und korrekt einsetzen.
- Du beachtest Sicherheitsgrenzen: Praxis nur nach Unterweisung und Aufsicht; keine eigenständige Nutzung gefährlicher Maschinen oder Netzspannung; elektrische Versuche nur mit freigegebenen Komponenten und sicherer Kleinspannung.
Individuelle Lernempfehlung
Nutze Deine sechs Teilwerte aus dem Bewertungsbogen. Rechne jeden Bereich in Prozent um. Beginne beim niedrigsten Wert.
| Wenn dieser Bereich schwach ist … | Trainiere als Nächstes … | Erfolgskriterium |
|---|---|---|
| Fachwissen | Vorwiderstand, Ohmsches Gesetz, Toleranz, Einzel- und Serienfertigung wiederholen | Du erklärst drei Zusammenhänge ohne Merksatzhilfe. |
| Planung | Anforderungsliste, Ansichten, Stückliste und Arbeitsablauf neu erstellen | Eine andere Person kann nach Deinen Unterlagen den Ablauf nachvollziehen. |
| Funktion | Schaltplan mit Messpunkten lesen und drei Fehlerfälle diagnostizieren | Du begründest jeden Prüfschritt mit einem Erwartungswert. |
| Fachsprache | Zehn Fachbegriffe in vollständigen Prüfungssätzen verwenden | Du vermeidest ungenaue Wörter wie „Ding“ oder „irgendwie“. |
| Qualität | Messprotokolle mit Soll, Ist, Toleranz und Maßnahme bearbeiten | Du erkennst sicher, ob Werte innerhalb oder außerhalb liegen. |
| Begründung | Entscheidungen mit mindestens drei Kriterien und einer Alternative formulieren | Jede Entscheidung enthält „weil“ plus fachlichen Beleg. |
Dein persönlicher 20-Minuten-Plan:
- 5 Minuten: schwächsten Bereich wiederholen.
- 5 Minuten: eine interaktive Aufgabe dazu lösen.
- 5 Minuten: einen Transferfall ohne Hilfe bearbeiten.
- 5 Minuten: eine mündliche Antwort aufnehmen und mit dem Bewertungsbogen prüfen.
Wiederholungsregel: Wiederhole dieselbe Aufgabe nicht nur identisch. Ändere danach mindestens einen Wert, Werkstoff, Messwert oder Qualitätsfehler und löse den neuen Transferfall.
OERs zum Thema
Weitere freie und fachlich passende Lernmedien:
- Bildungsplan Baden-Württemberg – Technik, Wahlpflichtfach, überarbeitete Fassung 2026
- HubbS – Handhabung Messschieber, CC BY-SA
- Wikimedia Commons – Multimeter
- Wikimedia Commons – technische Zeichnungen
Medienhinweis: Die eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons. Die jeweilige Urheber- und Lizenzangabe steht auf der zugehörigen Dateibeschreibungsseite.
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