T9 E - Komplexe technische Aufgabe bearbeiten

T9 E - Komplexe technische Aufgabe bearbeiten
T9 E - Komplexe technische Aufgabe bearbeiten
Einleitung
Zielgruppe: Klasse 9, E-Niveau, Technik, Baden-Württemberg.
Kernidee: Du bearbeitest eine offene technische Aufgabe wie in einer prüfungsnahen Situation. Es gibt mehrere vertretbare Lösungen. Entscheidend ist nicht, ob Deine Lösung genauso aussieht wie ein Beispiel, sondern ob Du sie fachlich begründen, planen, prüfen und verbessern kannst.
Du trainierst:
- Anforderungen analysieren: Aus Wünschen werden prüfbare Kriterien.
- Lösungen entwickeln: Du erzeugst mehrere Varianten und vergleichst sie.
- Werkstoffe auswählen: Du verknüpfst Werkstoffeigenschaften mit Anforderungen.
- Zeichnungen erstellen: Du kommunizierst Form, Maße und Funktion eindeutig.
- Bauteile und Halbzeuge festlegen: Du planst, was benötigt wird.
- Arbeitsabläufe planen: Du legst Reihenfolge, Hilfsmittel, Prüfstellen und Sicherheit fest.
- Tests planen: Du bestimmst Messgröße, Messmittel, Sollwert und Wiederholung.
- Testdaten auswerten: Du vergleichst Soll und Ist.
- Optimierungen begründen: Du leitest Änderungen aus Daten ab.
E-Niveau: Du sollst nicht nur nennen oder beschreiben. Du sollst beurteilen, begründen, vergleichen, planen, auswerten und optimieren.
Sicherheitsrahmen
| Bereich | Verbindliche Regel |
|---|---|
| Praxis | Praktische Arbeiten erfolgen erst nach schulischer Unterweisung, mit Aufsicht und der erforderlichen Schutzausrüstung. |
| Werkzeuge und Maschinen | Gefährliche Maschinen werden nicht selbstständig benutzt. Es gelten die Anweisungen der Lehrkraft und die Regeln des Technikraums. |
| Elektrik | Keine Netzspannung. Elektrische Versuche nur mit von der Schule freigegebenen Komponenten und sicherer Kleinspannung. In diesem aiMOOC wird für optionale Versuche ausschließlich ein freigegebenes 5-V-Gleichspannungs-System vorgesehen. |
| Prüfung | Belastungs-, Kipp- und Funktionsversuche werden so geplant, dass Personen nicht durch fallende Teile, scharfe Kanten oder unkontrollierte Bewegungen gefährdet werden. |
| Änderung | Vor jeder Änderung am elektrischen Aufbau wird die Spannungsquelle getrennt. |
Merksatz: Sicherheit ist keine Zusatzaufgabe. Sie gehört in Anforderungsliste, Arbeitsplan und Prüfplan.
Curriculare Orientierung
Der aiMOOC orientiert sich am aktuellen Bildungsplan Technik für die Sekundarstufe I in Baden-Württemberg. Für die Aufgabe besonders wichtig sind das Entwickeln und Konstruieren, technische Zeichnungen, Planungshilfen, Stücklisten und Arbeitspläne, die Auswahl von Holz, Kunststoff und Metall, die Dokumentation des Problemlösungsprozesses sowie die kriterienbasierte Bewertung und Optimierung eines Produkts.
Bildungsplan Baden-Württemberg – Technik, Wahlpflichtfach, V3.0
Prüfungsnahe Komplexaufgabe
Ausgangssituation
Im Technikraum werden digitale Arbeitsanweisungen auf einem Smartphone-Dummy gezeigt. Die bisherige Ablage ist instabil, schlecht einstellbar und rutscht auf glatten Tischen.
Dein Auftrag: Entwickle eine kompakte, standsichere und verstellbare Smartphone-Arbeitsstation. Sie soll aus schulgeeigneten Werkstoffen und Bauteilen bestehen, reparierbar sein und sich mit vertretbarem Materialeinsatz herstellen lassen.
Prüfkörper:
| Merkmal | Vorgabe |
|---|---|
| Smartphone-Dummy | 160 mm × 80 mm × 10 mm |
| Masse des Dummys | 220 g |
| Einsatz | Tisch im Technikraum |
| Orientierung | Hoch- oder Querformat muss möglich sein |
Wichtig: Die Aufgabe ist absichtlich offen. Eine Konstruktion mit Holz, eine Mischkonstruktion aus Holz und Metall oder eine geeignete Kunststofflösung können gleichermaßen vertretbar sein.
Anforderungsliste
| Nr. | Anforderung | Prüfkriterium | Muss / Wunsch |
|---|---|---|---|
| A1 | Dummy sicher aufnehmen | Dummy bleibt bei normaler Bedienung in der Halterung | Muss |
| A2 | Verstellbarer Betrachtungswinkel | Mindestens zwei nutzbare Positionen zwischen 55° und 75° | Muss |
| A3 | Kompakte Bauform | Grundfläche höchstens 160 mm × 120 mm | Muss |
| A4 | Kippsicherheit | Bei 2,5 N horizontaler Prüfkraft in 120 mm Höhe kein Umkippen | Muss |
| A5 | Rutschhemmung | Bei definierter Schubprüfung höchstens 5 mm Verschiebung | Muss |
| A6 | Sichere Oberfläche | Keine scharfen Kanten, Splitter oder gefährlichen Quetschstellen | Muss |
| A7 | Reparierbarkeit | Mindestens eine lösbare Verbindung an einem funktionswichtigen Teil | Muss |
| A8 | Begrenzte Masse | Arbeitsstation ohne Dummy höchstens 350 g | Wunsch |
| A9 | Materialeffizienz | Zuschnitt und Bauteilzahl begründet; vermeidbare Materialreste werden reduziert | Wunsch |
| A10 | Bedienbarkeit | Dummy kann ohne Werkzeug eingesetzt und entnommen werden | Wunsch |
Prüfungsimpuls: Suche mindestens zwei Zielkonflikte. Beispiel: Eine größere Grundplatte verbessert oft die Standsicherheit, erhöht aber Materialbedarf und Masse.
Optionale Erweiterung: sichere Kleinspannungsanzeige
Für eine Erweiterung kann eine freigegebene 5-V-LED-Anzeige vorgesehen werden. Sie zeigt zum Beispiel an, dass der Arbeitsplatz für eine Messung vorbereitet ist.
| Zusatzanforderung | Prüfkriterium |
|---|---|
| Versorgung | Nur freigegebene 5-V-Gleichspannungsquelle |
| LED-Strom | Zielbereich 8 mA bis 15 mA |
| Änderung am Aufbau | Nur spannungsfrei |
| Bauteile | LED und passender Vorwiderstand werden nach Datenblatt oder schulischer Vorgabe ausgewählt |
Die Erweiterung ist kein Arbeiten an Netzspannung.
Fachbegriffe direkt erklärt
| Fachbegriff | Kurze Erklärung |
|---|---|
| Anforderung | Eine Eigenschaft, die eine technische Lösung erfüllen soll. |
| Kriterium | Ein Merkmal, mit dem Du prüfen kannst, ob eine Anforderung erfüllt ist. |
| Variante | Eine mögliche Lösung mit eigenem Funktions- oder Konstruktionsprinzip. |
| Werkstoff | Material, aus dem ein Teil hergestellt wird, zum Beispiel Holz, Aluminium oder Kunststoff. |
| Halbzeug | Vorgefertigte Werkstoffform, zum Beispiel Platte, Stab, Profil oder Leiste. |
| Bauteil | Einzelnes Teil mit einer Funktion, zum Beispiel Schraube, Winkel, Scharnier oder Gummifuß. |
| Fügen | Bauteile verbinden, zum Beispiel durch Schrauben, Stecken oder Kleben. |
| Stückliste | Übersicht über benötigte Teile, Werkstoffe, Maße und Mengen. |
| Arbeitsplan | Geordnete Folge der Herstellungsschritte mit Hilfsmitteln, Prüfstellen und Sicherheit. |
| Prüfplan | Festlegung von Messgröße, Messmittel, Prüfablauf und Bestehensgrenze. |
| Sollwert | Geforderter Zielwert. |
| Istwert | Tatsächlich gemessener Wert. |
| Toleranz | Zulässige Abweichung von einem Sollmaß oder Sollwert. |
| Optimierung | Gezielte Verbesserung einer Lösung anhand von Kriterien und Daten. |
| CAD | Computerunterstütztes Konstruieren und Zeichnen. |
Medienlabor: untersuchen statt nur anschauen
Medium 1: Technische Zeichnung lesen und Fehler finden

Bildlegende: Beispiel einer technischen Zeichnung. Die Farben dienen in dieser Abbildung zur Unterscheidung verschiedener Linienarten.
Arbeitsauftrag – Beobachten und markieren:
- Suche in der Abbildung mindestens vier unterschiedliche Linienarten.
- Markiere in einer Kopie oder auf einem Ausdruck eine sichtbare Kante, eine verdeckte Kante, eine Mittellinie und die Schnittangabe.
- Prüfe: Welche Informationen wären für eine Herstellung zusätzlich nötig, wenn Maße fehlen würden?
- Übertrage das Prinzip auf Deine Arbeitsstation: Welche drei Ansichten brauchst Du mindestens?
Sofortkontrolle: In dieser Abbildung werden sichtbare Objektkanten und Schraffuren schwarz, verdeckte Kanten rot, Mittellinien blau und Schnitt- bzw. Hilfslinien magenta hervorgehoben. Für eine fertigungsgerechte Zeichnung brauchst Du zusätzlich eindeutige Maße und eine klare Ansichtenzuordnung.
Medium 2: Orthogonale Projektion verstehen

Bildlegende: Prinzipskizze einer orthografischen Projektion.
Arbeitsauftrag – Vergleichen:
- Erkläre mit einem Satz, warum eine 3D-Form in mehreren 2D-Ansichten dargestellt wird.
- Zeichne einen einfachen Quader zuerst räumlich und dann als Vorder-, Seiten- und Draufsicht.
- Finde einen Fehler, der entsteht, wenn Maße in verschiedenen Ansichten nicht zusammenpassen.
Hilfe: Jede Ansicht zeigt nur bestimmte Abmessungen eindeutig. Breite, Höhe und Tiefe müssen zwischen den Ansichten widerspruchsfrei zusammenpassen.
Medium 3: Holzwerkstoff untersuchen

Bildlegende: Querschnitt durch eine Sperrholzplatte.
Arbeitsauftrag – Beobachten und begründen:
- Zähle sichtbare Schichten.
- Skizziere den Querschnitt mit vereinfachten Schichtlinien.
- Überlege, warum ein mehrschichtiger Aufbau für eine Grundplatte interessant sein kann.
- Nenne eine Stelle Deiner Konstruktion, an der Kantenbearbeitung besonders wichtig ist.
Sofortkontrolle: Du sollst aus dem Bild die Schichtstruktur erkennen. Absolute Maße kannst Du ohne Maßstab nicht sicher aus dem Foto ablesen.
Medium 4: Bauteile vergleichen

Bildlegende: Flacher und gebogener Winkelverbinder im Vergleich.
Arbeitsauftrag – Entscheiden:
- Vergleiche die beiden Bauformen.
- Markiere, welche Variante sich für eine rechtwinklige Innenverbindung eignet.
- Entwickle eine Alternative ohne Winkelverbinder.
- Begründe, wann eine lösbare Schraubverbindung einer dauerhaften Verbindung überlegen ist.
Hilfe: Denke an Reparatur, Austausch, Demontage, Materialtrennung und Nachjustierung.
Medium 5: Profil statt Vollmaterial

Bildlegende: Querschnitt eines Aluminiumprofils.
Arbeitsauftrag – Messen und übertragen:
- Miss im Bild drei relative Breiten oder Wandstärken mit dem Lineal.
- Gib nur Verhältniswerte an. Ohne verlässlichen Maßstab sind keine echten Millimetermaße ableitbar.
- Erkläre den Unterschied zwischen Vollmaterial und Profil.
- Übertrage die Idee: Wo könnte ein Profil an Deiner Arbeitsstation Material sparen und trotzdem steif sein?
Sofortkontrolle: Ein Profil verteilt Material gezielt über den Querschnitt. Ob es für Deine Lösung geeignet ist, musst Du zusätzlich nach Stabilität, Bearbeitbarkeit, Verbindung und Sicherheit beurteilen.
Medium 6: Kunststoffe nach Funktion untersuchen

Bildlegende: Verschiedene Alltagsgegenstände aus Kunststoff.
Arbeitsauftrag – Sortieren und prüfen:
- Ordne die sichtbaren Produkte nach vermuteter Funktion: Behälter, Gehäuse, flexible Teile oder formstabile Teile.
- Markiere zwei Produkte, bei denen geringes Gewicht wichtig sein könnte.
- Erkläre, warum die Aussage „Kunststoff ist immer leicht und flexibel“ technisch zu ungenau ist.
- Übertrage auf Deine Konstruktion: Welche Werkstoffeigenschaft musst Du tatsächlich kennen?
Sofortkontrolle: „Kunststoff“ bezeichnet eine große Werkstoffgruppe. Für eine technische Auswahl brauchst Du die Eigenschaften des konkreten Materials oder eines bereitgestellten Schulwerkstoffs.
Medium 7: LED-Schaltung analysieren

Bildlegende: Einfache Reihenschaltung aus Spannungsquelle, LED und Vorwiderstand.
Arbeitsauftrag – Stromweg und Fehleranalyse:
- Fahre den geschlossenen Stromweg mit dem Finger nach.
- Markiere LED und Widerstand.
- Erkläre die Aufgabe des Vorwiderstands.
- Finde den Sicherheitsfehler in der Aussage: „Zum Testen kann man die LED einfach direkt an irgendeine Spannungsquelle anschließen.“
Sofortkontrolle: Der Widerstand begrenzt den Strom. Für den Schulversuch werden nur freigegebene Komponenten und eine vorgegebene sichere Kleinspannung verwendet. Eine unbekannte oder netzspannungsnahe Quelle ist nicht zulässig.
Medienrechte kurz geprüft
| Medium | Quelle | Lizenz laut Commons-Dateiseite |
|---|---|---|
| Mech draw 1.svg | Wikimedia Commons | CC BY-SA 3.0 / GFDL |
| Orthographic draw.png | Wikimedia Commons | CC BY-SA 3.0 / GFDL |
| Plywood cross section.jpg | Wikimedia Commons | Public Domain |
| Flat and bent angle brackets.png | Wikimedia Commons | CC BY 4.0 |
| Grooved Aluminum Extrusion for Spacecraft Heat Pipes.jpg | Wikimedia Commons | CC BY-SA 3.0 |
| Plastic household items.jpg | Wikimedia Commons | CC BY-SA 3.0 / GFDL |
| LED circuit.svg | Wikimedia Commons | CC BY-SA 2.5 |
Video-Impulse
Video 1: Dreitafelprojektion
Aktiver Videoauftrag:
- Stoppe das Video, sobald die drei Ansichten erklärt wurden.
- Zeichne die drei Ansichten eines eigenen einfachen Bauteils.
- Vergleiche Deine Anordnung mit der Darstellung im Video.
- Markiere einen typischen Fehler, den Du bei der Ansichtenzuordnung vermeiden willst.
Video 2: Technische Zeichnung mit FreeCAD
Aktiver Videoauftrag:
- Beobachte, wie Ansichten aus einem 3D-Modell abgeleitet werden.
- Notiere drei Informationen, die auf einer technischen Zeichnung eindeutig sein müssen.
- Erstelle – falls CAD im Unterricht vorgesehen ist – eine vereinfachte Zeichnungsableitung Deiner Konstruktion.
- Vergleiche CAD-Zeichnung und Handskizze: Was ist jeweils schneller, was eindeutiger?
Video 3: LED-Vorwiderstand
Aktiver Videoauftrag:
- Notiere die Größen, die zur Widerstandsberechnung benötigt werden.
- Rechne das Beispiel für eine freigegebene 5-V-Schulschaltung nach.
- Vergleiche zwei Widerstandswerte und prognostiziere den Unterschied beim Strom.
- Praktische Prüfung nur nach Unterweisung, unter Aufsicht und mit freigegebenen Komponenten.
Arbeitsprozess der Komplexaufgabe
Phase 1: Anforderungen analysieren
Prüfe jede Anforderung mit vier Fragen:
| Frage | Beispiel |
|---|---|
| Was soll erreicht werden? | Die Station soll kippsicher sein. |
| Woran erkenne ich die Erfüllung? | Sie kippt bei 2,5 N Prüfkraft nicht. |
| Wie messe ich? | Mit Federkraftmesser oder vorgegebenem schulischem Prüfaufbau. |
| Welche Zielkonflikte entstehen? | Größere Standfläche verbessert Stabilität, kann aber Masse und Materialbedarf erhöhen. |
Selbstcheck: Wenn Du eine Anforderung nicht messen, beobachten oder eindeutig beurteilen kannst, ist sie noch nicht präzise genug.
Phase 2: Funktionsstruktur bilden
Zerlege die Gesamtaufgabe in Teilfunktionen.
| Teilfunktion | Leitfrage |
|---|---|
| Aufnehmen | Wie wird der Dummy sicher gehalten? |
| Abstützen | Wie werden Kräfte in die Grundplatte geleitet? |
| Verstellen | Wie entstehen mindestens zwei Betrachtungswinkel? |
| Fixieren | Wie bleibt die gewählte Position erhalten? |
| Rutschhemmen | Wie wird Bewegung auf glatter Oberfläche begrenzt? |
| Verbinden | Welche Teile müssen lösbar oder dauerhaft verbunden werden? |
Phase 3: Mindestens drei Varianten entwickeln
Morphologischer Kasten:
| Teilfunktion | Möglichkeit A | Möglichkeit B | Möglichkeit C |
|---|---|---|---|
| Aufnahme | Auflagekante | U-förmige Tasche | Zwei seitliche Halter |
| Winkelverstellung | Lochreihe | Langloch mit Flügelmutter | Scharnier mit Anschlag |
| Grundkörper | breite Platte | T-Fuß | zwei Ausleger |
| Rutschhemmung | Gummifüße | Korkauflagen | strukturierte Unterseite |
| Verbindung | Schraube und Mutter | Winkelverbinder | Steckverbindung |
Regel: Drei Varianten sind nur dann wirklich verschieden, wenn sich mindestens ein wesentliches Funktionsprinzip unterscheidet. Drei Farben derselben Konstruktion sind keine drei technischen Varianten.
Phase 4: Varianten bewerten
Verwende eine einfache Entscheidungsmatrix. Die Gewichtung darfst Du begründet anpassen.
| Kriterium | Gewicht | Variante 1 | Variante 2 | Variante 3 |
|---|---|---|---|---|
| Funktion | hoch | |||
| Kippsicherheit | hoch | |||
| Arbeitssicherheit | hoch | |||
| Reparierbarkeit | mittel | |||
| Materialeffizienz | mittel | |||
| Herstellbarkeit im Unterricht | hoch | |||
| Masse | niedrig bis mittel |
Prüfungsregel: Eine Punktzahl allein ist keine Begründung. Schreibe zu Deiner Auswahl mindestens zwei fachliche Sätze.
Phase 5: Technische Skizze und Zeichnung
Mindestumfang:
- Freihandskizze mit Funktionsidee.
- Vorderansicht.
- Seitenansicht.
- Draufsicht.
- Hauptmaße.
- Lage der beweglichen oder lösbaren Verbindung.
- Kennzeichnung wichtiger Bauteile.
Prinzip-Skizze – nur als Beispiel, nicht maßstäblich:
Smartphone-Dummy
┌────────────────┐
│ │
└────────────────┘
╲
╲ Träger
○ lösbare Achse
│
──────────┴──────────
Grundplatte
Fehler finden: Diese Prinzipskizze ist keine fertige technische Zeichnung. Es fehlen unter anderem Maße, vollständige Ansichten und eine eindeutige Darstellung der Verbindung.
Phase 6: Werkstoff auswählen
| Werkstoff / Halbzeug | Nützliche Eigenschaften | Mögliche Nachteile | Denkbarer Einsatz |
|---|---|---|---|
| Sperrholzplatte | relativ formstabil, gut als flächige Basis | Kanten und Bohrungen müssen sauber bearbeitet werden | Grundplatte, Seitenwange |
| Aluminium-Flachprofil | leicht, formstabil, schlanke Bauteile möglich | Kanten müssen fachgerecht entgratet werden; elektrisch leitfähig | Stütze, Verstellarm |
| Schulgeeignete Kunststoffplatte | feuchteunempfindlich, je nach Kunststoff zäh | Steifigkeit und Bearbeitung hängen stark vom konkreten Kunststoff ab | Halter, Abstandsteil |
| Gummi- oder Korkauflage | erhöht Reibung, schützt Oberfläche | Verschleiß möglich | Rutschhemmung |
Gute Werkstoffbegründung: „Ich wähle Werkstoff X, weil Eigenschaft Y die Anforderung Z unterstützt.“
Zu schwach: „Ich nehme Holz, weil Holz gut ist.“
Phase 7: Bauteile und Halbzeuge festlegen
Möglicher Bauteilpool:
| Bauteil | Funktion | Alternative |
|---|---|---|
| M4-Schraube | lösbare Verbindung | Steckachse |
| Flügelmutter | werkzeugarmes Nachstellen | Rändelmutter |
| Unterlegscheibe | verteilt Anpresskraft | passende größere Auflagefläche |
| Winkelverbinder | rechtwinklige Verbindung | konstruktive Steck- oder Schraubverbindung |
| Gummifuß | erhöht Reibung | Korkauflage |
| Scharnier | Drehbewegung | Schraubachse |
Prüfungsimpuls: Nenne zu mindestens einem gewählten Bauteil eine technisch sinnvolle Alternative.
Phase 8: Stückliste erstellen
| Pos. | Bezeichnung | Werkstoff | Abmessung | Anzahl | Funktion |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Grundplatte | 1 | Standfläche | ||
| 2 | Träger | Abstützung | |||
| 3 | Verstellelement | Winkelwahl | |||
| 4 | Verbindungselement | lösbares Fügen | |||
| 5 | Rutschhemmung | Reibung erhöhen |
Selbstcheck: Stimmen Anzahl, Werkstoff, Maße und Funktion mit Deiner Zeichnung überein?
Phase 9: Arbeitsplan erstellen
| Schritt | Tätigkeit | Werkzeug / Hilfsmittel | Qualitätskontrolle | Sicherheit |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Maße übertragen und anreißen | Mess- und Anreißmittel | Maße gegen Zeichnung prüfen | Arbeitsplatz vorbereiten |
| 2 | Teile herstellen | nur freigegebene Werkzeuge nach Unterweisung | Zwischenmaße prüfen | Schutzmaßnahmen der Lehrkraft beachten |
| 3 | Kanten bearbeiten | geeignetes Handwerkzeug | keine scharfen Kanten | Werkstück sicher halten |
| 4 | Bohrungen oder Verbindungsstellen herstellen | schulisch freigegebene Mittel | Lage und Durchmesser prüfen | keine eigenständige Nutzung gefährlicher Maschinen |
| 5 | Vormontage | Verbindungselemente | Beweglichkeit und Passung prüfen | Quetschstellen vermeiden |
| 6 | Endmontage | passende Handwerkzeuge | Schraubverbindungen kontrollieren | sicherer Arbeitsplatz |
| 7 | Funktionsprüfung | Prüfmittel | Soll-Ist-Vergleich | Prüfbereich freihalten |
Fehlersuche: Warum ist es ungünstig, erst nach der Endmontage zu entdecken, dass eine Bohrung falsch liegt? Formuliere eine zusätzliche Zwischenprüfung.
Phase 10: Prüfplan erstellen
| Test | Messgröße | Prüfmittel | Soll | Wiederholung |
|---|---|---|---|---|
| T1 Aufnahme | sicherer Halt | Sicht- und Funktionsprüfung | Dummy bleibt sicher aufgenommen | 3-mal einsetzen |
| T2 Winkel | Winkel | Winkelmesser | mindestens zwei Positionen zwischen 55° und 75° | jede Position 2-mal |
| T3 Kippprüfung | horizontale Kraft | schulischer Kraftmesser | kein Kippen bei 2,5 N | 3 Durchgänge |
| T4 Rutschprüfung | Verschiebung | Lineal / Messskala | höchstens 5 mm | 3 Durchgänge |
| T5 Verstellzyklus | Spiel / Funktion | Messskala und Sichtprüfung | nach 20 Zyklen funktionsfähig | 20 Zyklen |
| T6 Masse | Masse | Waage | Wunschwert höchstens 350 g | 2 Messungen |
Prüfungsregel: Ein guter Prüfplan nennt nicht nur „testen“, sondern was, wie, womit und ab wann bestanden.
Testdaten auswerten
Die folgenden Daten sind fiktive Unterrichtsdaten für die Auswertung. Keine Variante ist perfekt.
| Kriterium | Soll | Prototyp A | Prototyp B | Prototyp C |
|---|---|---|---|---|
| Bauweise | offen | Sperrholz + Kork | Kunststoff + Scharnier | Sperrholz + Aluminium + Gummifüße |
| Masse | Wunsch ≤ 350 g | 300 g | 210 g | 370 g |
| Kippkraft | ≥ 2,5 N | 3,4 N | 2,3 N | 4,1 N |
| Rutschweg | ≤ 5 mm | 7 mm | 2 mm | 1 mm |
| Winkelpositionen | zwei Positionen 55°–75° | 58° / 70° | 55° / 68° | 60° / 75° |
| Verstelltest | nach 20 Zyklen funktionsfähig | bestanden | 1,5 mm zusätzliches Spiel | bestanden |
| Entnahme | ohne Werkzeug | bestanden | bestanden | bestanden |
Auswertungsauftrag
- Markiere für jeden Prototyp alle Kriterien, die nicht erfüllt sind.
- Entscheide Dich für einen Prototyp, den Du weiterentwickeln würdest.
- Begründe die Entscheidung mit mindestens drei Messwerten oder Anforderungen.
- Entwickle zwei konkrete Änderungen.
- Sage voraus, welche Messwerte sich dadurch wahrscheinlich verbessern und welche sich möglicherweise verschlechtern.
- Plane einen Nachtest, bei dem möglichst nur eine wesentliche Änderung gleichzeitig geprüft wird.
Mögliche Auswertung: A verfehlt die Rutschgrenze. B verfehlt die Kippanforderung und zeigt nach dem Verstelltest zusätzliches Spiel. C erfüllt die Muss-Kriterien, überschreitet aber den Wunschwert für die Masse. Alle drei können deshalb sinnvoll optimiert werden. Eine eindeutige „einzig richtige“ Wahl gibt es nicht, wenn die Begründung die Anforderungen und Daten korrekt berücksichtigt.
Beispielhafte Optimierungsrichtungen
| Ausgangsproblem | Mögliche Änderung | Erwarteter Effekt | Neuer Zielkonflikt |
|---|---|---|---|
| A rutscht zu weit | größere oder geeignetere rutschhemmende Auflage | weniger Rutschweg | eventuell mehr Bauteile oder Material |
| B kippt | Standfläche gezielt verbreitern oder Schwerpunkt absenken | höhere Kippkraft | größere Grundfläche oder Masse |
| B bekommt Spiel | Verbindung nachstellen oder Lagerstelle konstruktiv verbessern | bessere Wiederholgenauigkeit | höherer Fertigungsaufwand |
| C ist zu schwer | Materialquerschnitte prüfen und nur dort reduzieren, wo Stabilität erhalten bleibt | geringere Masse | mögliche Verringerung der Steifigkeit |
Optionale Kleinspannungs-Auswertung
Für eine freigegebene 5-V-LED-Schaltung wurden folgende Unterrichtsmesswerte aufgenommen:
| Vorwiderstand | Gemessener Strom | Zielbereich 8–15 mA | Beobachtung |
|---|---|---|---|
| 150 Ω | 19,8 mA | nicht erfüllt | sehr hell |
| 220 Ω | 13,5 mA | erfüllt | gut sichtbar |
| 330 Ω | 9,0 mA | erfüllt | sichtbar, geringerer Strom |
Transferfrage: Zwei Widerstände erfüllen den Zielbereich. Welche Wahl ist sinnvoller, wenn geringe Stromaufnahme wichtiger wird als maximale Helligkeit? Begründe mit Messdaten.
Sicherheit: Praktischer Aufbau nur nach schulischer Unterweisung, mit freigegebenen Komponenten, unter Aufsicht und an der vorgegebenen sicheren Kleinspannung.
Hilfekarten
Hilfe 1: Anforderungen präzisieren
Formel für gute Anforderungen: Funktion + Messgröße + Grenze + Prüfbedingung.
Beispiel: Statt „Der Ständer soll stabil sein“ besser „Der Ständer kippt bei 2,5 N horizontaler Prüfkraft in 120 mm Höhe nicht.“
Hilfe 2: Varianten entwickeln
Ändere nicht nur die Form. Ändere das Funktionsprinzip: andere Lagerung, andere Winkelverstellung, andere Standgeometrie oder andere Verbindung.
Hilfe 3: Werkstoff begründen
Nutze die Satzstruktur:
„Ich wähle …, weil die Eigenschaft … für die Anforderung … wichtig ist. Dadurch …“
Hilfe 4: Arbeitsplan prüfen
Frage nach jedem Fertigungsschritt: Was muss ich jetzt kontrollieren, bevor ich weiterarbeite?
Hilfe 5: Prüfplan prüfen
Ein prüfbarer Test braucht:
- Messgröße.
- Messmittel.
- Prüfablauf.
- Sollwert.
- Wiederholung.
- Dokumentation.
Hilfe 6: Optimierung begründen
Eine Optimierung beginnt mit einer Abweichung: Messwert → Ursache vermuten → Änderung planen → erneut messen → vergleichen.
Ein möglicher Lösungsweg – nicht die Musterlösung
Eine denkbare Konstruktion könnte eine Sperrholz-Grundplatte, einen schlanken Aluminiumträger, eine lösbare M4-Verbindung mit Flügelmutter und rutschhemmende Füße kombinieren.
Warum nur ein Beispiel? Eine andere Lösung kann gleichwertig oder besser sein, wenn sie die Anforderungen erfüllt und fachlich begründet wird.
Beispielhafte Konstruktionslogik:
- Breite Grundplatte für Kippsicherheit.
- Schlanker Träger für geringere Masse.
- Lösbare Achse für Verstellung und Reparatur.
- Rutschhemmende Füße für kleine Verschiebung.
- Zwei definierte Winkelpositionen statt beliebiger, schlecht fixierter Stellung.
Selbstkontrolle: Vergleiche Deine Lösung nicht nach Aussehen, sondern anhand der Anforderungsliste.
Prüfungsraster zur Selbstkontrolle
Hinweis: Dies ist ein Übungsraster für den aiMOOC, keine amtliche Punkteverteilung.
| Bereich | Mögliche Punkte | Selbstcheck |
|---|---|---|
| Anforderungen und Zielkonflikte | 6 | Sind Kriterien messbar und Konflikte erkannt? |
| Variantenentwicklung | 8 | Sind mindestens drei echte Lösungsprinzipien vorhanden? |
| Auswahl begründen | 6 | Werden Kriterien und technische Gründe genutzt? |
| Zeichnung | 8 | Sind Ansichten, Maße und Bauteile eindeutig? |
| Werkstoff, Stückliste, Arbeitsplan | 8 | Passen Auswahl und Reihenfolge zur Konstruktion? |
| Prüfplan | 6 | Sind Messgröße, Messmittel, Soll und Wiederholung festgelegt? |
| Testdaten und Optimierung | 8 | Werden Änderungen aus Daten abgeleitet? |
| Summe | 50 |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wann ist eine technische Anforderung besonders gut prüfbar? (Wenn sie ein messbares oder eindeutig beobachtbares Kriterium enthält) (!Wenn sie möglichst allgemein formuliert ist) (!Wenn sie nur die gewünschte Farbe nennt) (!Wenn sie ohne Sollwert auskommt)
Warum sollen bei einer offenen Konstruktionsaufgabe mehrere Varianten entstehen? (Damit unterschiedliche Funktionsprinzipien verglichen werden können) (!Damit alle Varianten gleich aussehen) (!Damit keine Entscheidung begründet werden muss) (!Damit nur die leichteste Variante automatisch gewählt wird)
Welche Werkstoffbegründung ist fachlich am stärksten? (Der Werkstoff wird über eine relevante Eigenschaft mit einer konkreten Anforderung verknüpft) (!Der Werkstoff gefällt mir optisch am besten) (!Der Werkstoff wurde zuerst gefunden) (!Der Werkstoff ist immer der beste)
Was gehört in einen guten Arbeitsplan? (Arbeitsschritte, Hilfsmittel, Prüfstellen und Sicherheitsmaßnahmen) (!Nur eine Materialfarbe) (!Nur das Endergebnis) (!Nur die Namen der Gruppenmitglieder)
Was muss ein Prüfplan enthalten? (Messgröße, Prüfmittel, Ablauf und Bestehensgrenze) (!Nur die Vermutung, dass die Konstruktion funktioniert) (!Nur ein Foto des Produkts) (!Nur die Stückliste)
Wann ist eine Optimierung technisch begründet? (Wenn sie aus Anforderungen und Messdaten abgeleitet wird) (!Wenn nur die Farbe geändert wird) (!Wenn ohne erneuten Test behauptet wird, alles sei besser) (!Wenn die Messwerte ignoriert werden)
Was ist ein Halbzeug? (Eine vorgefertigte Werkstoffform wie Platte, Stab oder Profil) (!Ein fertiger Prüfbericht) (!Eine Schutzbrille) (!Eine Messmethode)
Welcher Vorteil kann eine lösbare Verbindung haben? (Bauteile können nachgestellt, ersetzt oder getrennt werden) (!Sie verhindert grundsätzlich jede Bewegung) (!Sie macht eine Prüfung überflüssig) (!Sie benötigt nie Bauteile)
Was ist vor einer praktischen Arbeit im Technikraum erforderlich? (Schulische Unterweisung, Aufsicht und erforderliche Schutzausrüstung) (!Eigenständiger Start an gefährlichen Maschinen) (!Versuche an Netzspannung) (!Arbeiten ohne Arbeitsplan und ohne Freigabe)
Wozu dient eine technische Zeichnung besonders? (Sie übermittelt Form, Maße und technische Informationen möglichst eindeutig) (!Sie ersetzt jede Funktionsprüfung) (!Sie bewertet automatisch den besten Werkstoff) (!Sie macht eine Anforderungsliste unnötig)
Memory
| Anforderung | prüfbares Sollkriterium |
| Werkstoff | Material mit technischen Eigenschaften |
| Bauteil | einzelnes Funktionsteil |
| Halbzeug | vorgefertigte Werkstoffform |
| Stückliste | Übersicht über Teile und Mengen |
| Arbeitsplan | geordnete Herstellungsfolge |
| Prüfplan | festgelegter Test mit Sollwert |
| Optimierung | datenbasierte Verbesserung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Messbares Kriterium | Anforderung analysieren |
| Funktionsvarianten | Lösung entwickeln |
| Eigenschaft und Einsatz | Werkstoff auswählen |
| Arbeitsschritte und Prüfstellen | Arbeitsplan erstellen |
| Messmittel und Sollwert | Test planen |
Kreuzworträtsel
| Werkstoff | Welcher Fachbegriff bezeichnet das Material, aus dem ein technisches Teil besteht? |
| Bauteil | Wie heißt ein einzelnes Teil mit einer technischen Funktion? |
| Halbzeug | Wie heißt eine vorgefertigte Werkstoffform wie Platte oder Profil? |
| Toleranz | Wie heißt eine zulässige Abweichung von einem Sollwert? |
| Prüfplan | Wie heißt die Festlegung von Messgröße, Messmittel und Bestehensgrenze? |
| Optimierung | Wie heißt eine gezielte Verbesserung anhand von Kriterien und Daten? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Anforderungsliste: Formuliere aus drei ungenauen Wünschen jeweils ein messbares Prüfkriterium und markiere Muss- und Wunschkriterien.
- Funktionsanalyse: Untersuche einen ungefährlichen vorhandenen Halter oder Ständer. Markiere Aufnahme, Abstützung, Verbindung und Standfläche.
- Werkstoffvergleich: Vergleiche bereitgestellte Schulwerkstoffe nach Oberfläche, Steifigkeit, Massegefühl und Bearbeitbarkeit. Dokumentiere nur Beobachtungen, die Du tatsächlich prüfen kannst.
- Technische Skizze: Zeichne zwei deutlich unterschiedliche Lösungen für die Smartphone-Arbeitsstation und beschrifte die wichtigsten Bauteile.
Standard
- Entscheidungsmatrix: Lege fünf Bewertungskriterien fest, gewichte sie und vergleiche drei Lösungsvarianten. Begründe anschließend Deine Auswahl in ganzen Sätzen.
- Stückliste: Erstelle zu Deiner bevorzugten Lösung eine Stückliste mit Werkstoff, Abmessung, Anzahl und Funktion. Nenne für ein Bauteil eine Alternative.
- Arbeitsplan: Erstelle einen Arbeitsplan mit mindestens sechs Schritten, zwei Qualitätskontrollen und den erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen.
- Prüfplan: Entwickle einen Prüfplan für Winkel, Kippverhalten und Rutschweg. Lege Messmittel, Sollwerte und Wiederholungen fest.
Schwer
- Prototyp: Fertige nach Freigabe durch die Lehrkraft einen sicheren Funktionsprototyp oder ein maßstäbliches Modell. Gefährliche Maschinen werden nicht eigenständig benutzt.
- Messdaten: Führe nur die freigegebenen Tests durch, protokolliere Messwerte, stelle mindestens eine Messreihe grafisch dar und kennzeichne Unsicherheiten.
- Optimierung: Ändere gezielt nur einen wesentlichen Parameter, wiederhole den passenden Test und beurteile, ob die Änderung tatsächlich eine Verbesserung bewirkt.
- Transfer: Passe die Aufgabe an einen größeren Tablet-Dummy oder an einen mobilen Einsatz an. Erstelle eine neue Anforderungsliste und begründe, welche Teile Deiner bisherigen Lösung übernommen werden können.


Lernkontrolle
- Zielkonflikt: Die maximale Grundfläche wird von 160 mm × 120 mm auf 130 mm × 100 mm reduziert. Erkläre zwei Auswirkungen auf Deine Konstruktion und entwickle eine Gegenmaßnahme.
- Messdatenauswertung: Vergleiche Prototyp A, B und C. Wähle eine sinnvolle Optimierungsstrategie für einen Prototyp und begründe sie mit mindestens drei Datenwerten.
- Werkstofftransfer: Die Arbeitsstation soll künftig in einem feuchten Raum eingesetzt werden. Prüfe Deine bisherige Werkstoffwahl neu und begründe notwendige Änderungen.
- Fehleranalyse: In einem Arbeitsplan steht die Endmontage vor der Maßkontrolle der Bohrungen. Erkläre die technische Folge und formuliere eine bessere Reihenfolge.
- Prüfqualität: Zwei Gruppen erhalten stark unterschiedliche Kippkraft-Messwerte. Entwickle drei Maßnahmen, mit denen die Prüfung vergleichbarer und wiederholbarer wird.
- Optimierungskonflikt: Eine breitere Grundplatte verbessert die Kippkraft, erhöht aber Masse und Materialbedarf. Entwickle eine alternative konstruktive Lösung und begründe sie.
- Kleinspannung: Bei der optionalen LED-Erweiterung erfüllen 220 Ω und 330 Ω den Zielstrom. Begründe anhand der Testdaten, welcher Widerstand bei möglichst geringer Stromaufnahme sinnvoller ist.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind folgende eigene Arbeitsprodukte wichtig:
- Anforderungsliste mit messbaren Kriterien und mindestens zwei Zielkonflikten.
- Drei technisch unterschiedliche Lösungsvarianten.
- Begründete Variantenentscheidung.
- Technische Skizze oder Zeichnung mit Ansichten und Hauptmaßen.
- Begründete Werkstoff- und Bauteilauswahl.
- Vollständige Stückliste.
- Arbeitsplan mit Qualitätskontrollen und Sicherheitsbezug.
- Prüfplan mit Messgröße, Messmittel, Sollwert und Wiederholung.
- Auswertung von Testdaten als Soll-Ist-Vergleich.
- Begründete Optimierung mit geplantem oder durchgeführtem Nachtest.
- Kurze Reflexion: Welche Entscheidung würdest Du beim nächsten Durchlauf anders treffen und warum?
OERs zum Thema
Weitere freie Quellen
Wikimedia Commons – technische Zeichnung
Wikimedia Commons – orthografische Projektion
Wikimedia Commons – Sperrholzquerschnitt
Wikimedia Commons – Winkelverbinder
Wikimedia Commons – Aluminiumprofil
Wikimedia Commons – Kunststoffprodukte
Wikimedia Commons – LED-Schaltung
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