Türen Tore Fenster und Fassaden aus Metall – Fassadenelemente funktional zuordnen
Türen Tore Fenster und Fassaden aus Metall – Fassadenelemente funktional zuordnen
Einleitung
Du arbeitest im Metallbau an der Gebäudehülle. Deine Kernaufgabe in diesem Lernkurs: Fassadenelemente nach ihrer Funktion zuordnen und an Zeichnungen, Bauteilbildern und Prozessvideos erkennen, welche Aufgabe Tragstruktur, Bekleidung bzw. Füllung und Anschlussdetails übernehmen.

Zielgruppe: Ausbildung im Metall-, Fenster- und Fassadenbau. Lernformat: kurze Lerneinheiten, Ausbildungsfall, Beobachtungs- und Entscheidungsaufgaben, gestufte Hilfen, Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben.
Sicherheitsgrenze: Dieser Kurs vermittelt Funktionsverständnis, keine Freigabe zur Bemessung oder Montage. Tragfähigkeit, Befestigung, Brandschutz, Absturzsicherung und Maschinensicherheit müssen projektbezogen nach geltenden Regeln, Herstellerunterlagen und Nachweisen durch zuständige Fachleute geplant, geprüft oder freigegeben werden. Sicherheits- oder Brandschutzfunktionen dürfen nie allein aus Bild, Werkstoff oder Erfahrung abgeleitet werden.
Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du eine Metallfassade in Tragstruktur, Bekleidung/Füllung und Anschlussdetails gliedern, Fenster, Türen und Tore funktional einordnen, typische Last- und Dichtwege beschreiben, kritische Schnittstellen erkennen und begründen, wann ein Nachweis oder eine fachliche Freigabe nötig ist.
Ausbildungsfall
Ein zweigeschossiges Betriebsgebäude erhält eine Aluminium-Glas-Fassade. Im Erdgeschoss liegen ein Eingangsbereich mit Metalltür und ein Sektionaltor; im Obergeschoss sind öffenbare Fensterfelder vorgesehen. Teilflächen erhalten opake Metallpaneele. Dein Team soll vor der Montage die Planunterlagen prüfen und jedes Bauteil einer Funktion zuordnen.
Arbeitsauftrag: Markiere in einer Fassadenansicht zuerst die Bauteile, dann den Funktionsweg: Bauteil → Funktion → Schnittstelle → erforderlicher Nachweis.

Gestufte Hilfen
- Hinsehen: Was ist Stab, Fläche, Öffnung oder Fuge?
- Funktion prüfen: Trägt das Teil Fassadenlasten weiter, schließt es die Gebäudehülle oder verbindet es zwei Bauteile?
- Schnittstelle prüfen: Wo werden Kräfte, Wasser, Luft, Wärme und Bewegungen übergeben?
- Nachweis prüfen: Gibt es eine freigegebene Zeichnung, Systemvorgabe, Leistungserklärung, Zulassung oder statische bzw. sicherheitstechnische Bemessung?
Lerneinheit 1: Systemblick – drei Funktionsebenen
Eine Metallfassade funktioniert nur als System. Die drei wichtigsten Ebenen sind:
- Tragstruktur: Pfosten, Riegel, Rahmen oder Unterkonstruktion nehmen die für die Fassade vorgesehenen Einwirkungen auf und leiten sie über festgelegte Befestigungen in den Baukörper weiter.
- Bekleidung oder Füllung: Glas, Metallpaneele oder andere Felder bilden die sichtbare bzw. raumabschließende Fläche.
- Anschlussdetails: Konsolen, Befestiger, Dichtungen, Fugen, Dämm- und Anschlusslagen koppeln Bauteile und sichern die geforderten Funktionen an den Übergängen.

Merksatz: Ein Bauteil kann mehrere Aufgaben haben. Entscheidend ist die Funktion im konkreten System, nicht nur sein Aussehen.
Basisaufgabe
Ordne an einer Fassadenzeichnung fünf sichtbare Bauteile den drei Funktionsebenen zu.
Begründetes Feedback: Eine gute Zuordnung nennt nicht nur den Bauteilnamen, sondern die Funktion. Beispiel: „Pfosten – Teil der Fassadentragstruktur – leitet zugewiesene Fassadenlasten zu den Anschlüssen weiter.“
Lerneinheit 2: Tragstruktur und Lastweg
Bei einer Pfosten-Riegel-Konstruktion bilden vertikale Pfosten und horizontale Riegel das tragende Raster der Fassade. Die Vorhangfassade besitzt eigene mechanische Stabilität, trägt aber nicht zur Tragwirkung des Hauptbauwerks bei. Kräfte aus Eigengewicht, Wind und weiteren projektspezifischen Einwirkungen werden über definierte Bauteile und Befestigungen in das Haupttragwerk übertragen.

Beobachtungsauftrag: Suche im Bild die Grenze zwischen Rohbau und äußerer Gebäudehülle. Beschreibe, warum die Fassade nicht mit dem Haupttragwerk gleichgesetzt werden darf.
Stoppregel: Abstände, Schraubengrößen, Konsolendicken oder zulässige Lasten werden in diesem Kurs nicht per Faustformel festgelegt. Maßgebend sind objektspezifische Bemessung, geprüfte Systeme und freigegebene Montageunterlagen.
Entscheidungsaufgabe: Was gehört zum Lastweg?
Situation: In einer Detailzeichnung siehst Du Glasfeld, Druckleiste, Riegel, Pfosten, Konsole und Betondecke.
Entscheidung: Zeichne den Lastweg nur als Funktionskette, ohne Werte einzutragen.
Begründetes Feedback: Richtig ist eine nachvollziehbare Kette vom Fassadenelement über die vorgesehenen Halte- und Tragglieder bis zum Baukörper. Falsch wäre, aus dem Bild konkrete Tragfähigkeiten oder Befestigerabstände abzuleiten.
Lerneinheit 3: Bekleidung, Füllung und Wetterschutz
Glas und Metallpaneele schließen Fassadenfelder. Bei einer Vorhangfassade sind sie Teil des Fassadenbausatzes. Bei einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade liegt vor der Dämmung eine äußere Bekleidung mit Hinterlüftungsraum. Beide Systeme dürfen funktional nicht gleichgesetzt werden.

Beobachtungsauftrag: Benenne im Schema Außenseite, Bekleidung, Hinterlüftungsraum und innere Schichten. Welche Schicht ist primär dem Witterungsschutz zugeordnet?

Anwendungsaufgabe
Du erhältst zwei Detailausschnitte: eine Pfosten-Riegel-Fassade und eine hinterlüftete Metallbekleidung. Markiere, welche Schicht jeweils die äußere sichtbare Fläche bildet und wo die tragende Unterkonstruktion liegt.
Begründetes Feedback: Eine korrekte Lösung trennt sichtbare Bekleidung von tragender Unterkonstruktion. Bei der Pfosten-Riegel-Fassade ist zusätzlich zu prüfen, welche Füllung im Raster gehalten wird.
Lerneinheit 4: Fenster, Türen und Tore funktional einordnen
Fenster
Fenster übernehmen je nach Ausführung Belichtung, Sicht, Lüftung, Witterungsabschluss und weitere nachgewiesene Leistungseigenschaften. Entscheidend ist der Anschluss des Rahmens an den Baukörper bzw. an das Fassadensystem.

Beobachtungsauftrag: Verfolge im Querschnitt Rahmen, angrenzende Wand und Anschlussfuge. Das Bild ist ein Anschauungsbeispiel, kein projektspezifisches Montagedetail.
Videoauftrag: Notiere drei Punkte, die vor der Montage geklärt werden müssen. Trenne dabei Aufmaß/Planung, Befestigung und Abdichtung.
Türen
Eine Metalltür ist ein beweglicher Abschluss für Personenverkehr. Zusätzliche Funktionen wie Feuer- oder Rauchschutz sind nur dann anzusetzen, wenn das konkrete Element mit seinem Aufbau, Beschlag, Einbau und den erforderlichen Nachweisen dafür vorgesehen ist.

Entscheidungsfrage: Darfst Du aus dem Foto allein schließen, welche Feuerwiderstands- oder Rauchschutzklasse vorliegt? Nein. Dafür sind Kennzeichnung, Leistungserklärung, Einbauunterlagen und die projektspezifische Anforderung maßgebend.
Tore
Tore dienen häufig dem Fahrzeug- oder Warenverkehr. Bei kraftbetätigten Toren kommen Bewegungs-, Quetsch-, Scher- und Einzugsgefahren hinzu. Sicherheitsfunktionen dürfen nicht überbrückt oder nach Gefühl eingestellt werden.

Sicherheitsentscheidung: Ein Tor fährt, stoppt und öffnet. Reicht das als Freigabe? Nein. Maßgebend sind Herstellerangaben, vorgeschriebene Schutzeinrichtungen, Prüfungen und die betrieblichen bzw. arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben.
Lerneinheit 5: Anschlussdetails – wo Funktionen zusammenkommen
Anschlüsse sind Schnittstellen. Hier treffen Tragweg, Dichtheit, Wärmeschutz, Feuchteschutz, Bewegungen, Schall- und gegebenenfalls Brandschutzanforderungen zusammen.
Typische Anschlusszonen sind Kopf, Fuß, seitliche Leibung, Geschossstoß, Feldstoß sowie Übergänge zu Fenstern, Türen und Toren.
Prüfreihenfolge: Erst Anforderung lesen, dann Systemdetail prüfen, danach Einbausituation vergleichen. Nicht umgekehrt.
Drei Fragen am Detail
- Lastweg: Wie gelangt die vorgesehene Einwirkung zum Baukörper?
- Dichtweg: Welche Ebene übernimmt Luft- bzw. Schlagregendichtheit?
- Bewegungsweg: Wo können zulässige Bewegungen aufgenommen werden, ohne andere Funktionen zu zerstören?
Begründetes Feedback: Ein vollständiger Detailcheck betrachtet mindestens diese drei Wege gemeinsam. Eine nur optisch „saubere“ Fuge beweist weder Tragfähigkeit noch Dichtheit noch Brandschutz.
Lerneinheit 6: Prozessvideos beobachten und entscheiden
Beobachtungsauftrag Schüco FWS 35 PD: Stoppe das Video an drei Montagephasen. Ordne jede Phase einem Funktionsziel zu: Tragen/Halten, Dichten/Entwässern oder Abdecken/Schützen. Notiere, welche Herstellerteile systemgebunden wirken.
Beobachtungsauftrag Schüco FWS 60 CV: Suche zwei Arbeitsschritte, bei denen die Reihenfolge funktional wichtig ist. Begründe mit der späteren Funktion, nicht nur mit „so wird es im Video gemacht“.
Medienhinweis: Die Schüco-Videos zeigen herstellerspezifische Systeme. Sie dienen hier zur Prozessbeobachtung und ersetzen keine Projektfreigabe oder Montageanweisung des tatsächlich eingesetzten Systems.
Ausbildungsfall: Entscheidung am Plan
Im Fall „Betriebsgebäude“ erhältst Du vier Planmarken:
- A – Pfosten/Riegel-Raster: ordne der Tragstruktur zu.
- B – opakes Metallpaneel: ordne der Füllung/Bekleidung zu.
- C – Fensteranschluss: ordne dem Anschlussdetail mit mehreren Funktionsanforderungen zu.
- D – kraftbetätigtes Sektionaltor: ordne als beweglichen Abschluss mit eigener Sicherheitsbetrachtung ein.
Entscheidung: Welche Planmarke darfst Du ohne zusätzliche Unterlagen am wenigsten „nach Erfahrung“ freigeben? Mehrere können kritisch sein. Besonders D sowie alle statisch, brandschutztechnisch oder absturzsicherheitsrelevanten Anschlüsse verlangen die jeweils vorgesehenen Nachweise und Fachfreigaben.
Transferaufgabe mit gestufter Hilfe
Aufgabe: Ein opakes Fassadenfeld wird durch ein öffenbares Fenster ersetzt. Nenne mindestens vier Funktionsbereiche, die neu geprüft werden müssen.
Hilfe 1: Denke an Bewegung und Bedienung. Hilfe 2: Denke zusätzlich an Dichtung, Entwässerung und Anschluss. Hilfe 3: Prüfe auch Lastweg, Wärme/Feuchte, Schall sowie gegebenenfalls Absturz-, Einbruch- und Brandschutz.
Begründetes Feedback: Der Austausch verändert nicht nur die Optik. Er kann Trag- und Befestigungswege, Dichtsystem, Entwässerung, Wärmebrücken, Bedienkräfte und weitere geforderte Leistungen beeinflussen.
Fachquellen und Sicherheitsrahmen
Quellenstand: 6. Oktober 2026.
- Vorhangfassaden: DIN EN 13830:2020-11 beschreibt Anforderungen und Leistungseigenschaften von Vorhangfassadenbausätzen. DIN Media
- Fenster und Außentüren: DIN EN 14351-1:2016-12 behandelt materialunabhängige Leistungseigenschaften von Fenstern und Außentüren. DIN Media
- Feuer- und Rauchschutz: DIN EN 16034:2014-12 behandelt Feuerwiderstands- und Rauchschutzeigenschaften der erfassten Türen, Tore und Fenster. DIN Media
- Montage: Das ift Rosenheim beschreibt Planung, Befestigung und Abdichtung als wesentliche Bestandteile fachgerechter Fenstermontage. ift Rosenheim
- Türen und Tore: ASR A1.7 und DGUV Information 208-022 konkretisieren Arbeitsschutzanforderungen für Türen und Tore. BAuA DGUV
Praxisregel: Normtitel und Quellen helfen beim Einordnen. Die konkrete Planung richtet sich nach dem Projekt, den aktuell anzuwendenden Regeln und der Zuständigkeit der verantwortlichen Fachleute.
Medienrechte und Medienprüfung
Die eingebundenen Bauteilbilder stammen von Wikimedia Commons und wurden über ihre Dateiseiten auf freie Lizenz bzw. Gemeinfreiheit geprüft: „Curtain wall and window systems.png“ (CC BY-SA 4.0), „Kiasma aluminium façade, 2012.jpg“ (CC BY 2.0), „Work on the "Curtain Wall" (6365240285).jpg“ (CC BY 2.0), „Rainscreen cladding principle.gif“ (gemeinfrei), „Aluminium window detail.png“ (CC BY-SA 3.0/GFDL), „Durasteel fire door.jpg“ (CC BY 3.0), „Manitoba garage door.jpg“ (CC BY-SA 4.0), „Facade of metal plates.jpg“ (CC BY-SA 4.0) und „Burj Dubai Under Construction on 10 December 2007.jpg“ (GFDL). Maßgeblich sind jeweils die Lizenz- und Urheberangaben auf der Commons-Dateiseite.
Die eingebetteten YouTube-Videos stammen von ift Rosenheim bzw. offiziellen Schüco-Kanälen. Das ift-Montagetutorial wurde als fachliche Institutsquelle zur Montageplanung ausgewählt; die Schüco-Videos zeigen herstellerspezifische Montageprozesse. Sie werden nur eingebettet, nicht kopiert. Für Wiederverwendung außerhalb der Einbettung gelten die Rechteangaben der jeweiligen Anbieter.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Funktion hat ein Pfosten in einer typischen Pfosten-Riegel-Fassade? (Er ist Teil der Fassadentragstruktur und leitet zugewiesene Lasten weiter) (!Er ist ausschließlich eine äußere Zierleiste) (!Er ersetzt immer die Gebäudestütze) (!Er ist nur für die Farbgestaltung zuständig)
Was beschreibt eine Bekleidung oder Füllung am treffendsten? (Sie bildet eine Fläche der Gebäudehülle und erfüllt dafür vorgesehene Funktionen) (!Sie ist immer das Haupttragwerk des Gebäudes) (!Sie ist ausschließlich ein Befestigungsmittel) (!Sie darf ohne Systembezug beliebig ausgetauscht werden)
Was ist bei einem Fassadenanschluss zuerst zu prüfen? (Die geforderte Funktion und das freigegebene Detail) (!Nur die sichtbare Fugenbreite) (!Nur die Farbe der Abdeckung) (!Nur ob der Monteur das Detail schon kennt)
Darf die Tragfähigkeit einer Fassadenbefestigung aus einem Foto abgeleitet werden? (Nein, dafür sind objektspezifische Nachweise und freigegebene Unterlagen nötig) (!Ja, wenn die Schraube groß aussieht) (!Ja, wenn dieselbe Farbe verwendet wird) (!Ja, wenn die Fassade niedrig ist)
Welche Aussage zur Vorhangfassade ist richtig? (Sie ist Gebäudehülle mit eigener Stabilität, trägt aber nicht zur Tragwirkung des Hauptbauwerks bei) (!Sie ersetzt grundsätzlich das Haupttragwerk) (!Sie besteht immer nur aus Glas) (!Sie benötigt keine Befestigung am Baukörper)
Welche Aussage zu einer Brandschutztür ist fachlich richtig? (Die geforderte Brandschutzfunktion muss am konkreten System und seinen Nachweisen geprüft werden) (!Eine Stahltür ist automatisch eine Brandschutztür) (!Die Farbe der Tür bestimmt die Feuerwiderstandsklasse) (!Ein Foto genügt zur Klassifizierung)
Was ist bei einem kraftbetätigten Tor sicherheitsrelevant? (Schutzeinrichtungen, Herstellerangaben und vorgeschriebene Prüfungen) (!Nur die Öffnungsgeschwindigkeit) (!Nur die Oberfläche des Torblatts) (!Nur die Breite der Durchfahrt)
Wozu dient die Anschlussfuge eines Fensters im Gesamtsystem? (Sie verbindet Fenster und Baukörper und muss die vorgesehenen Anschlussfunktionen erfüllen) (!Sie ist nur ein optischer Schatten) (!Sie trägt immer allein das Gebäude) (!Sie ersetzt den Fensterrahmen)
Was unterscheidet eine hinterlüftete Bekleidung funktional von einer Pfosten-Riegel-Fassade? (Die äußere Bekleidung ist durch einen Hinterlüftungsraum von den inneren Schichten getrennt) (!Sie besitzt grundsätzlich keine Unterkonstruktion) (!Sie besteht zwingend aus Holz) (!Sie darf keine Dämmung enthalten)
Was ist die beste Reaktion auf ein unklar markiertes Befestigungsdetail? (Planunterlagen und Zuständigkeit klären und die erforderliche Freigabe einholen) (!Nach Gefühl montieren) (!Den nächstgrößeren Befestiger wählen) (!Die Stelle ohne Dokumentation ändern)
Memory
| Pfosten | vertikales Tragglied der Fassadenstruktur |
| Riegel | horizontales Tragglied im Fassadenraster |
| Paneel | opake Füllung oder Bekleidung |
| Konsole | Verbindung zwischen Fassadenkonstruktion und Baukörper |
| Dichtung | Bestandteil einer vorgesehenen Dichtebene |
| Sektionaltor | beweglicher Abschluss für Verkehrsöffnungen |
| Anschlussfuge | Schnittstelle zwischen Bauelement und angrenzendem Baukörper |
| Hinterlüftungsraum | Luftschicht hinter einer vorgehängten Bekleidung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Funktion |
|---|---|
| Pfosten | vertikale Lastweiterleitung innerhalb der Fassadenstruktur |
| Metallpaneel | flächiger Abschluss eines Fassadenfeldes |
| Konsole | definierte Verbindung zum Baukörper |
| Dichtung | Bestandteil des vorgesehenen Dichtsystems |
| Fenster | öffenbares Bauelement für Licht Sicht und gegebenenfalls Lüftung |
| Sektionaltor | beweglicher Abschluss für Fahrzeug- oder Warenverkehr |
Kreuzworträtsel
| Pfosten | Wie heißt das vertikale Tragglied einer Pfosten-Riegel-Fassade? |
| Riegel | Wie heißt das horizontale Tragglied im Fassadenraster? |
| Konsole | Welches Bauteil verbindet häufig Fassadenkonstruktion und Baukörper? |
| Dichtung | Welches Bauteil ist Teil einer vorgesehenen Dichtebene? |
| Paneel | Wie heißt eine typische opake Füllung eines Fassadenfeldes? |
| Entwässerung | Welche Funktion führt eingedrungenes oder anfallendes Wasser gezielt ab? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Bauteile markieren: Fotografiere mit Erlaubnis eine Metallfassade und beschrifte fünf sichtbare Elemente nach ihrer Funktion.
- Raster lesen: Zeichne ein einfaches Pfosten-Riegel-Raster und markiere Pfosten, Riegel und zwei Füllfelder.
- Anschluss erkennen: Skizziere bei einem Fenster die Grenze zwischen Rahmen, Anschlussfuge und angrenzendem Baukörper.
- Tor beobachten: Beobachte ein Tor aus sicherem Abstand und liste sichtbare Bewegungs- und Sicherheitsbereiche auf, ohne Schutzeinrichtungen zu berühren oder zu testen.
Standard
- Lastweg erklären: Erstelle für ein Fassadenfeld eine qualitative Lastwegskizze ohne Bemessungswerte.
- Systemvergleich: Vergleiche Pfosten-Riegel-Fassade und hinterlüftete Metallbekleidung in einer zweiseitigen Funktionsmatrix.
- Detailprüfung: Prüfe ein freigegebenes Ausbildungsdetail nach Lastweg, Dichtweg und Bewegungsweg.
- Prozessanalyse: Wähle eines der eingebetteten Fachvideos und dokumentiere fünf Arbeitsschritte mit jeweiligem Funktionsziel.
Schwer
- Planfreigabe simulieren: Erstelle für den Ausbildungsfall eine Prüfliste „vor Montage klären“ und ordne jeder offenen Frage die zuständige Rolle zu.
- Fehlerfolge analysieren: Entwickle drei Fehlerketten, zum Beispiel „unterbrochener Dichtweg → Feuchteeintrag → Folgeschaden“, und nenne jeweils eine geeignete Prüfmaßnahme.
- Nachweisgrenze bestimmen: Erkläre an einer fiktiven Metalltür, welche Angaben Du prüfen müsstest, bevor Du eine Feuer- oder Rauchschutzfunktion überhaupt ansetzen darfst.
- Variantenvergleich: Ersetze im Ausbildungsfall ein opakes Feld gedanklich durch ein Fenster und erstelle eine Matrix der neu zu prüfenden Funktionen und Schnittstellen.


Lernkontrolle
- Funktionskette begründen: Erkläre an einem selbst gewählten Fassadenfeld, wie Tragstruktur, Füllung und Anschluss gemeinsam funktionieren.
- Schnittstelle bewerten: Du siehst ein Detail mit sauberer äußerer Fuge, aber ohne erkennbare innere Anschlussangaben. Begründe, warum die optische Bewertung nicht genügt.
- Systemwechsel übertragen: Ein Metallpaneel wird durch ein öffenbares Fenster ersetzt. Leite ab, welche Funktionen und Nachweise dadurch neu betroffen sein können.
- Sicherheitsentscheidung: Ein kraftbetätigtes Tor funktioniert im Probelauf, aber die Prüfdokumentation fehlt. Begründe das weitere Vorgehen.
- Brandschutzentscheidung: Eine massive Stahltür ist eingebaut, aber Kennzeichnung und Unterlagen sind unklar. Begründe, warum keine Brandschutzklasse aus dem Aussehen abgeleitet werden darf.
- Montagevorbereitung: Formuliere fünf Fragen, die ein Montageteam vor Beginn an Planung, Baukörper, Befestigung, Abdichtung und Zuständigkeiten stellen sollte.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:
- Tragstruktur, Bekleidung/Füllung und Anschlussdetail sicher unterscheiden kannst.
- einen qualitativen Lastweg beschreiben kannst, ohne unzulässige Bemessungsannahmen zu treffen.
- Fenster, Türen und Tore nach ihrer Funktion im Fassadensystem einordnen kannst.
- an Schnittstellen Dichtheit, Entwässerung, Wärme, Bewegung und weitere Anforderungen mitdenkst.
- erkennst, wann statische, brandschutztechnische oder sicherheitsbezogene Nachweise und Fachfreigaben erforderlich sind.
- Fachquellen, Herstellerunterlagen und Medien kritisch nach Herkunft und Einsatzgrenze beurteilen kannst.
OERs zum Thema
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragen