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Systematische Fehlersuche an Maschinen – Mechanische Fehler von Steuerungsfehlern trennen

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Systematische Fehlersuche an Maschinen – Mechanische Fehler von Steuerungsfehlern trennen

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Einleitung

Systematische Fehlersuche an Maschinen – Mechanische Fehler von Steuerungsfehlern trennen

Kurzbeschreibung: In diesem Lernkurs trainierst Du, Symptome an Maschinen systematisch zu beobachten und die Fehlersuche gewerkeübergreifend einzugrenzen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Liegt der Fehler eher in der Mechanik, in der Energieversorgung und Aktorik oder in Sensorik und Steuerung? Du arbeitest mit Funktionsanimationen, Schaltbildern, einem konkreten Ausbildungsfall und sicheren Diagnose-Simulationen.

Sicherheitsrahmen: Maschinenabläufe werden zuerst simuliert oder offline analysiert. Es gibt keine automatische Live-Ansteuerung realer Maschinen und keine Umgehung, Manipulation oder Überbrückung von Schutzeinrichtungen. Reale Arbeiten dürfen nur unter geeigneter Fachaufsicht, nach betrieblicher Freigabe, Gefährdungsbeurteilung und nach den gültigen Betriebs- und Instandhaltungsanweisungen erfolgen. Elektrische Arbeiten und Messungen dürfen nur von entsprechend qualifizierten Personen durchgeführt werden. Restenergien, gespeicherter Druck, angehobene Lasten und unerwarteter Wiederanlauf sind besonders zu beachten.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du ein Symptom von einer Fehlerursache unterscheiden, eine Signalkette vom Sensor bis zur mechanischen Wirkung verfolgen, mechanische Fehlerbilder von Steuerungsfehlern abgrenzen, Diagnosehypothesen begründen, sichere Prüfungen priorisieren und Ergebnisse nachvollziehbar dokumentieren.


Lerneinheit 1: Symptom ist nicht Ursache

Ein Symptom beschreibt, was abweicht. Die Ursache erklärt, warum die Abweichung entsteht. Beispiel: „Der Zylinder fährt nicht aus“ ist nur ein Symptom. Ursachen können ein fehlendes Sensorsignal, eine nicht erfüllte Freigabe, ein nicht geschalteter Ausgang, ein Ventilfehler, fehlender Druck oder eine mechanische Blockade sein.

Merksatz: Gleiche Symptome können unterschiedliche Ursachen haben. Deshalb wird nicht sofort repariert, sondern zuerst eingegrenzt.


Mini-Aufgabe

Ordne im Kopf: „Schlitten erreicht Endlage nicht“ ist ein Symptom. „Führung verklemmt“ ist eine mögliche mechanische Ursache. „Endschalter meldet dauerhaft 0“ ist ein Befund aus der Rückmeldekette.


Lerneinheit 2: Die Signalkette als Diagnosegerüst

Eine typische automatisierte Funktion lässt sich so lesen:

Prozessanforderung → Sensor → SPS-Eingang → Logik und Freigaben → SPS-Ausgang → Aktor → Mechanik → Rückmeldung

Diese Kette hilft Dir, den letzten nachweislich richtigen Zustand zu finden. Danach suchst Du gezielt in der nächsten Stufe weiter.


Steuerungsfehler bedeutet nicht automatisch SPS-Defekt

Bleibt ein Ausgang aus, kann die Ursache vor der SPS liegen: Sensor, Eingang, Sicherheitsfreigabe, Betriebsart, Verriegelung oder Schrittbedingung. Ist ein Ausgang aktiv, beweist das noch nicht, dass der Aktor tatsächlich mit ausreichender Energie arbeitet.

Beobachtung in der Simulation Erster Suchschwerpunkt Was Du noch nicht behaupten darfst
Erwartetes Sensorsignal fehlt Sensor, Lage, Eingangskette Die SPS sei defekt
Eingang ist korrekt, Ausgang bleibt aus Freigaben, Verriegelungen, Ablauf und Logik Der Motor oder Zylinder sei defekt
Ausgang ist aktiv, Aktor reagiert nicht Ausgangsstufe, Energie, Ventil oder Antrieb Es müsse zwingend ein mechanischer Fehler sein
Aktor bewegt sich, Prozesswirkung fehlt Kraftübertragung, Führung, Kupplung, Last Die Steuerung sei fehlerfrei in allen Funktionen
Mechanische Endlage ist erreicht, Rückmeldung fehlt Sensor, Betätigung, Ausrichtung, Eingang Die Mechanik sei alleinige Ursache


Lerneinheit 3: Mechanische Fehler erkennen

Mechanische Fehler zeigen sich häufig durch Schwergängigkeit, Spiel, ungewöhnliche Geräusche, Vibration, Erwärmung, blockierte Bewegungswege, verschlissene Lagerstellen, lose Verbindungen oder fehlerhafte Ausrichtung. Eine sichtbare oder hörbare Auffälligkeit ist jedoch nur ein Hinweis und muss sicher überprüft werden.

Typische Denkfrage: Ist der Aktor nachweislich angesteuert und mit Energie versorgt, aber die erwartete Bewegung bleibt aus oder bricht unter Last ein? Dann rückt der mechanische Wirkpfad stärker in den Fokus.


Lerneinheit 4: Sensorik und Rückmeldung

Sensoren bilden Zustände der Maschine für die Steuerung ab. Ein falsch ausgerichteter, verschmutzter, beschädigter oder elektrisch nicht korrekt eingebundener Sensor kann ein mechanisch korrektes Ereignis unsichtbar für die Steuerung machen.

Praxisregel: Vergleiche immer den realen oder simulierten Zustand mit der angezeigten Rückmeldung. „Werkstück vorhanden“ und „Eingang 1“ müssen logisch zusammenpassen.


Lerneinheit 5: Pneumatik und Hydraulik als Schnittstelle

Ein Steuerbefehl kann korrekt sein, obwohl keine Bewegung entsteht. Bei fluidtechnischen Antrieben kommen zusätzlich Druckversorgung, Ventilstellung, Drosselung, Leckage, Abluft beziehungsweise Rücklauf, Last und gespeicherte Energie ins Spiel.

Sicherheitsregel: Druckfreiheit und Restenergie dürfen niemals nur angenommen werden. An realen Anlagen gelten die betrieblichen Verfahren zum Trennen, Sichern, Entspannen und Prüfen.


Lerneinheit 6: Sicherer Diagnoseablauf

  1. Sicherheitslage klären: Gefährdungen, Betriebsart, Zuständigkeit und Freigabe prüfen.
  2. Unterlagen sichern: Betriebsanleitung, Schaltpläne, Ablaufbeschreibung und Störungshistorie heranziehen.
  3. Ablauf simulieren: Soll-Ablauf ohne reale Maschinenbewegung nachvollziehen.
  4. Signalkette markieren: Soll- und Istzustände an Sensoren, Eingängen, Logik, Ausgängen, Aktoren und Rückmeldungen vergleichen.
  5. Hypothese bilden: Nur wenige plausible Ursachen auswählen.
  6. Sicher prüfen: Zuerst nicht-invasive Beobachtungen und Diagnoseanzeigen nutzen.
  7. Maßnahme freigeben: Eingriffe nur fachgerecht, freigegeben und unter geeigneter Aufsicht ausführen.
  8. Wirksamkeit nachweisen: Nach der Maßnahme Funktion, Sicherheit und Rückmeldungen prüfen und Ergebnis dokumentieren.


Ausbildungsfall: Sortierstation S1

Eine Ausbildungsanlage transportiert Metallteile auf einem Förderband. Der induktive Sensor B1 erkennt das Werkstück. Die SPS wertet B1 und die Freigaben aus. Der Ausgang Q_Y1 steuert das Magnetventil Y1. Der Pneumatikzylinder A1 schiebt das Werkstück aus. Sensor B2 meldet die ausgefahrene Endlage.

Fehlerbild: Das Werkstück wird erkannt, der Ablauf bleibt im Ausschubschritt stehen und der Zylinder fährt nicht aus.


Normalablauf in der Simulation

Stufe Erwarteter Zustand Diagnosefrage
Werkstück vor Ausschieber vorhanden Ist das Symptom reproduzierbar?
B1 1 Wird die Anwesenheit erkannt?
Freigabe 1 Sind Betriebsart und Verriegelungen erfüllt?
Q_Y1 1 Erzeugt die Logik den Ausgangsbefehl?
Y1 schaltet Reagiert der Aktorpfad auf den Befehl?
A1 fährt aus Entsteht die mechanische Wirkung?
B2 1 Wird die Endlage zurückgemeldet?


Diagnose-Simulation: Vier Varianten

Variante A: B1 bleibt 0, obwohl das virtuelle Metallteil vor dem Sensor steht. Suchschwerpunkt: Sensor, Positionierung oder Eingangskette.

Variante B: B1 ist 1, alle Freigaben sind 1, der Schritt ist aktiv, Q_Y1 bleibt 0. Suchschwerpunkt: Ablaufbedingung, Verriegelung oder Steuerungslogik.

Variante C: Q_Y1 ist 1, die Ventilanzeige ist aktiv, der Zylinder bleibt in Grundstellung. Suchschwerpunkt: Energieversorgung, Ventil, Aktor oder Mechanik. Der Befund beweist noch keine einzelne Ursache.

Variante D: Der virtuelle Zylinder ist ausgefahren, B2 bleibt 0. Suchschwerpunkt: Rückmeldesensor, Ausrichtung oder Eingangspfad.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfe 1 – Orientierung: Zeichne die Signalkette und markiere die letzte Stufe, deren Sollzustand sicher erreicht wird.

Hilfe 2 – Vergleich: Stelle für jede Stufe „Soll“ und „Ist“ gegenüber. Suche die erste Abweichung.

Hilfe 3 – Eingrenzung: Fehlt bereits ein Eingang, suche vor der Logik. Ist der Eingang korrekt, aber der Ausgang fehlt, prüfe die Steuerbedingungen. Ist der Ausgang vorhanden, aber keine Wirkung sichtbar, prüfe den nachgelagerten Aktor-, Energie- und Mechanikpfad. Ist die Wirkung vorhanden, aber die Rückmeldung fehlt, prüfe den Rückmeldepfad.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit Feedback


Basis

  1. Symptom und Ursache: Erkläre den Unterschied zwischen „Zylinder fährt nicht aus“ und „Führung ist blockiert“. Feedback: Die erste Aussage beschreibt nur die beobachtete Abweichung; die zweite benennt eine konkrete mechanische Ursache.
  2. Signalkette: Ordne B1, SPS-Eingang, Logik, Q_Y1, Ventil, Zylinder und B2 in eine sinnvolle Kette. Feedback: Eine vollständige Kette zeigt sowohl den Vorwärtsweg des Befehls als auch die Rückmeldung und verhindert vorschnelle Schlussfolgerungen.


Anwendung

  1. Fehlerhypothese: In der Simulation sind B1 und Freigabe korrekt, Q_Y1 bleibt 0. Formuliere zwei plausible Hypothesen und eine sichere Prüfung. Feedback: Gute Hypothesen liegen in Verriegelung, Schrittbedingung oder Logik; die Prüfung erfolgt zuerst über Diagnoseanzeigen oder Offline-Programmanalyse statt über reale Bewegung.
  2. Mechanische Wirkung: Q_Y1 ist 1 und das Ventil wird als geschaltet angezeigt, A1 bewegt sich nicht. Plane die nächsten drei Prüfschritte ohne reale Ansteuerung. Feedback: Sinnvoll sind virtuelle Druckwerte, Ventilzustand und mechanische Last beziehungsweise Blockade im Modell. Dadurch bleibt die Diagnose sicher und strukturiert.


Transfer

  1. Mehrfachfehler: Simuliere gleichzeitig einen falsch positionierten B2 und eine schwergängige Führung. Erkläre, warum eine Einzelfehlerannahme scheitern kann. Feedback: Mehrere Fehler können sich überlagern; deshalb muss jede Stufe der Kette nach einer gefundenen Ursache erneut geprüft werden.
  2. Gewerkeübergreifende Diagnose: Entwickle für einen Antrieb mit Motor, Kupplung und Endschalter eine Entscheidungslogik, die Steuerung, Elektrik und Mechanik trennt. Feedback: Eine gute Lösung nutzt überprüfbare Grenzpunkte zwischen Befehl, Energie, Bewegung und Rückmeldung und nennt für jeden Grenzpunkt ein sicheres Prüfkriterium.


Quellen und Medienrechte

Die fachlichen Sicherheitsregeln dieses Kurses orientieren sich an Veröffentlichungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Besonders wichtig sind die Vorbereitung der Störungsbeseitigung, technische Unterlagen, Restenergien, Schutzmaßnahmen, sichere Betriebsarten und die Qualifikation der beteiligten Personen.

Quelle Relevanz
DGUV FBHM-127: Sichere Störungsbeseitigung an Maschinen und Anlagen Planung, Durchführung, Erprobung und Nachbereitung von Störungsbeseitigungen
DGUV Information 209-015: Instandhaltung an Maschinen und Anlagen Gefährdungen, Restenergien, Freigaben und sichere Instandhaltung
DGUV Information 209-070: Sicherheit bei der Hydraulik-Instandhaltung Systematische Fehlersuche, technische Unterlagen, Druckfreiheit, Restenergie und Schutzmaßnahmen

Medienprüfung, Stand 07.10.2026: Die verwendeten Wikimedia-Commons-Dateien wurden auf den jeweiligen Dateiseiten auf Nutzungsrechte geprüft. „Pneumatic cylinder (animation).gif“ steht unter CC BY 3.0 beziehungsweise GFDL, „Solenoid Valve.svg“ ist gemeinfrei, „Hydraulic circuit schematic directional control.png“ steht unter CC BY-SA 3.0 beziehungsweise GFDL, „Ball-bearing-numbered.png“ unter CC BY-SA 3.0, „Inductive proximity sensor.jpg“ unter CC BY-SA 4.0, „Limit Switches.JPG“ unter CC BY-SA 3.0 beziehungsweise GFDL, „Ladder logic diagram.jpg“ unter CC BY-SA 4.0, „RelaisdiagrammBeispiel.svg“ unter CC BY-SA-Lizenzen beziehungsweise GFDL und „OSP Emergency stop.svg“ unter CC0. Für Nachnutzungen ist die jeweils aktuelle Commons-Dateiseite maßgeblich.

YouTube-Hinweis: Die eingebetteten Videos werden über YouTube wiedergegeben. Sie werden hier nicht als freie OER-Lizenz ausgewiesen; Rechte und Nutzungsbedingungen liegen bei den jeweiligen Rechteinhabern und der Plattform.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist bei der Fehlersuche zunächst ein Symptom? (Eine beobachtete Abweichung vom erwarteten Maschinenverhalten) (!Ein sicher nachgewiesener Bauteildefekt) (!Eine bereits bestätigte Reparaturmaßnahme) (!Ein vollständiger Schaltplan)




Was ist vor einem realen Eingriff in eine Maschine besonders wichtig? (Freigabe, Gefährdungsbeurteilung und geeignete Fachaufsicht) (!Die Schutzeinrichtung kurzfristig zu überbrücken) (!Die Maschine ohne Rücksprache neu zu starten) (!Einen Ausgang dauerhaft zu erzwingen)




Ein SPS-Ausgang ist aktiv, der Aktor bewegt sich aber nicht. Was folgt daraus? (Der Suchschwerpunkt verschiebt sich in Richtung Ausgangsstufe, Energie, Aktor und Mechanik) (!Die SPS ist sicher defekt) (!Die Mechanik ist sicher fehlerfrei) (!Der Sensor ist sicher die einzige Ursache)




Warum soll der Maschinenablauf zuerst simuliert werden? (Weil Hypothesen ohne gefährliche reale Bewegung geprüft werden können) (!Weil Schutzeinrichtungen dann nicht mehr nötig sind) (!Weil reale Messungen dadurch immer überflüssig werden) (!Weil Simulationen jede Ursache automatisch reparieren)




Welche Aufgabe hat ein induktiver Näherungssensor typischerweise? (Er erkennt metallische Objekte berührungslos) (!Er erzeugt mechanische Antriebskraft) (!Er ersetzt die SPS-Logik) (!Er baut pneumatischen Druck auf)




Welcher Befund spricht eher für einen mechanischen Suchschwerpunkt? (Der Aktor ist angesteuert, aber eine Führung bleibt blockiert) (!Der erforderliche SPS-Eingang fehlt) (!Eine Verriegelungsbedingung ist nicht erfüllt) (!Der Steuerungsausgang wird nicht gesetzt)




Was zählt zu möglichen Restenergien? (Gespeicherter Druck und angehobene Lasten) (!Nur ausgeschaltete Kontrollleuchten) (!Nur gespeicherte Programmtexte) (!Nur abgeschlossene Wartungsaufträge)




Warum darf ein Symptom nicht sofort als Ursache behandelt werden? (Weil unterschiedliche Ursachen dasselbe Symptom erzeugen können) (!Weil Symptome nur bei elektrischen Fehlern auftreten) (!Weil mechanische Fehler keine Symptome erzeugen) (!Weil Steuerungen immer selbst die Ursache erkennen)




Welche Methode trennt Fehlerbereiche besonders gut? (Soll-Ist-Vergleich entlang der Signalkette) (!Zufälliger Austausch mehrerer Bauteile) (!Dauerhaftes Erzwingen aller Ausgänge) (!Überbrücken von Sicherheitsfunktionen)




Was ist nach einer gefundenen Ursache sinnvoll? (Die gesamte Funktionskette erneut auf korrekte Wirkung und Rückmeldung prüfen) (!Sofort jede weitere Prüfung abbrechen) (!Die Schutzfunktion dauerhaft deaktivieren) (!Die Dokumentation verwerfen)





Memory

Symptom beobachtete Abweichung
Sensor Zustandswandler
Steuerlogik Entscheidungsstufe
Aktor Energieumsetzer
Blockade Bewegungshemmung
Rückmeldung Istzustand





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Sensor erfasst einen Prozesszustand
SPS-Eingang übernimmt ein Prozesssignal
Steuerlogik bewertet Bedingungen und Verriegelungen
SPS-Ausgang gibt einen Steuerbefehl aus
Aktor setzt Energie in Bewegung oder Kraft um
Rückmeldung meldet den erreichten Zustand zurück






Kreuzworträtsel

Sensor Welches Bauteil erfasst einen Zustand und liefert ein Signal?
Aktor Welches Bauteil setzt einen Steuerbefehl in eine physische Wirkung um?
Freigabe Wie heißt eine erfüllte Bedingung, die eine Funktion zulässt?
Restenergie Wie nennt man gespeicherte Energie, die nach dem Abschalten noch gefährlich sein kann?
Verriegelung Wie heißt eine logische Bedingung, die eine Funktion bei ungeeignetem Zustand sperrt?
Simulation Wie heißt das sichere Nachbilden eines Maschinenablaufs ohne reale Live-Ansteuerung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine beobachtete Abweichung wird zunächst als

beschrieben.
Für die Eingrenzung wird die technische Funktion als

betrachtet.
Ein Sensor liefert seinen Zustand an einen

der Steuerung.
Die Logik prüft Bedingungen und kann danach einen

setzen.
Ein Aktor wandelt zugeführte Energie in eine physische

um.
Bleibt die Bewegung trotz Befehl aus, müssen auch Energieversorgung und

geprüft werden.
Gespeicherter Druck und angehobene Lasten sind Beispiele für

.
Vor realen Eingriffen sind Fachaufsicht und betriebliche

erforderlich.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Fehlerbild beschreiben: Formuliere fünf Maschinensymptome, ohne bereits eine Ursache zu behaupten.
  2. Signalkette zeichnen: Zeichne für einen Motor oder Pneumatikzylinder eine einfache Kette von Sensor, Steuerung, Aktor, Mechanik und Rückmeldung.
  3. Medienanalyse: Beschreibe anhand der Zylinderanimation, welche sichtbaren Zustände sich als Diagnosepunkte eignen.
  4. Fehlerkarten: Erstelle Karten mit je einem Symptom und drei möglichen Ursachen aus unterschiedlichen Gewerken.


Standard

  1. Soll-Ist-Vergleich: Erstelle für den Ausbildungsfall S1 eine Tabelle mit Sollwert, Istwert, Abweichung und nächster sicherer Prüfung.
  2. Schaltbildanalyse: Markiere in einem bereitgestellten Pneumatik- oder Steuerungsschaltbild die Grenze zwischen Steuerbefehl, Aktor und mechanischer Wirkung.
  3. Diagnosesimulation: Baue in einer geeigneten Lernsoftware einen einfachen Ablauf nach und füge mindestens drei Fehlerzustände ein, ohne eine reale Maschine anzusteuern.
  4. Fachgespräch: Führe unter Anleitung ein Interview mit einer Fachkraft zur Frage, wie Mechanik, Elektrik und Steuerung bei realen Störungen zusammenwirken.


Schwer

  1. Entscheidungsbaum: Entwickle einen Diagnosebaum, der bei demselben Symptom mindestens vier unterschiedliche Fehlerpfade sauber trennt.
  2. Mehrfachfehler: Entwirf eine Simulation, in der zwei unabhängige Fehler gleichzeitig auftreten, und beschreibe eine Strategie gegen vorschnelles Beenden der Fehlersuche.
  3. Sicherheitskonzept: Erstelle für einen fiktiven Diagnoseauftrag eine kurze Gefährdungsübersicht mit Restenergien, Wiederanlauf, Schutzeinrichtungen und Verantwortlichkeiten.
  4. Transferprojekt: Übertrage die Methode auf eine andere Anlage wie Fördertechnik, Montagezelle oder Pumpensystem und begründe die gewählten Diagnosegrenzen.




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Lernkontrolle

  1. Diagnosestrategie: Bei einer Anlage ist das Werkstück vorhanden, der Sensor meldet korrekt, der Ausgang bleibt aus. Erkläre, wie Du die Ursache eingrenzt, ohne einen Bauteiltausch auf Verdacht vorzunehmen.
  2. Grenzpunktanalyse: Ein Motor erhält laut Diagnose den Startbefehl, die Welle bewegt sich aber nicht. Nenne drei unterschiedliche Ursachebereiche und begründe, welche Informationen zur Trennung fehlen.
  3. Rückmeldefehler: Eine Achse erreicht sichtbar die Endposition, die Steuerung wartet weiter. Entwickle eine Hypothesenfolge für Sensorik, Mechanik und Eingangskette.
  4. Mehrfachstörung: Erkläre, warum nach der Behebung eines gefundenen Fehlers der gesamte Ablauf erneut geprüft werden muss.
  5. Sicherheitsentscheidung: Eine Diagnose wäre nur bei geöffneter Schutzeinrichtung möglich. Begründe, warum Du nicht eigenmächtig weiterarbeitest und welche organisatorischen Schritte erforderlich sind.
  6. Transfer: Entwickle für eine unbekannte Maschine vier universelle Diagnosefragen, mit denen Du Steuerungs- und Mechanikfehler voneinander abgrenzt.




Lernnachweis

  1. Du kannst Symptome neutral und beobachtbar beschreiben.
  2. Du kannst eine Signalkette vom Sensor bis zur Rückmeldung aufbauen.
  3. Du kannst Soll- und Istzustände systematisch vergleichen.
  4. Du kannst mechanische, sensorische, steuerungstechnische und energetische Fehlerbereiche unterscheiden.
  5. Du kannst aus Befunden begründete Hypothesen statt Vermutungen ableiten.
  6. Du kannst sichere, möglichst nicht-invasive Prüfschritte priorisieren.
  7. Du kennst Grenzen der eigenen Qualifikation und die Bedeutung von Fachaufsicht und Freigabe.
  8. Du kannst Restenergien und unerwarteten Wiederanlauf als zentrale Gefährdungen berücksichtigen.
  9. Du kannst Diagnoseergebnisse nachvollziehbar dokumentieren und auf einen neuen Maschinenfall übertragen.




OERs zum Thema

Ergänzend eignen sich die Artikel Instandhaltung, Speicherprogrammierbare Steuerung, Pneumatik, Hydraulik, Sensor und Wälzlager zur fachlichen Vertiefung.



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