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Systematische Fehlersuche an Maschinen – Aus einem Störfall eine Verbesserung ableiten

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Systematische Fehlersuche an Maschinen – Aus einem Störfall eine Verbesserung ableiten

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Einleitung

Systematische Fehlersuche an Maschinen – Aus einem Störfall eine Verbesserung ableiten

Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende in Mechatronik, Industriemechanik, Elektronik für Automatisierungstechnik und verwandten Berufen. Im Mittelpunkt steht ein didaktisch simulierter Störfall an einer automatisierten Förderstation. Du lernst, ein Störungsbild von seiner Ursache zu trennen, sicher und systematisch zu diagnostizieren und aus dem Ergebnis eine Maßnahme zur Wiederholungsvermeidung sowie eine angepasste Instandhaltung abzuleiten.

Sicherheitsprinzip des Kurses: Maschinenabläufe werden zuerst simuliert. Dieser Kurs steuert keine reale Maschine automatisch oder aus der Ferne an. Schutzeinrichtungen werden nicht überbrückt, manipuliert oder außer Kraft gesetzt. Reale Arbeiten sind nur im betrieblich freigegebenen Rahmen, auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung und unter geeigneter Fachaufsicht durch entsprechend qualifizierte Personen durchzuführen.

Nach dem Kurs kannst Du ... Nachweis
ein Störungsbild sachlich beschreiben Beobachtung und Vermutung trennen
eine Funktionskette aus Sensor, Steuerung und Aktor verfolgen Mess- und Simulationspunkte sinnvoll auswählen
Hypothesen schrittweise prüfen Ursache nicht mit Symptom verwechseln
eine bestätigte Ursache in Verbesserungen übersetzen Wiederholung vermeiden und Wartung begründet anpassen
sichere Grenzen der Fehlersuche benennen Simulation, Freigabe und Fachaufsicht korrekt einordnen


Sicherheitsrahmen für die Fehlersuche

Die Betriebssicherheitsverordnung verlangt unter anderem sichere Arbeitsmittel, funktionsfähige Schutzeinrichtungen, Schutz gegen gefährliche Energien sowie sicher geplante Instandhaltung. Für Instandhaltungsmaßnahmen sind Gefährdungsbeurteilung, geeignete Qualifikation, Verantwortlichkeiten und sichere Arbeitsverfahren wesentlich. Bei Fehlersuche und Erprobung sind Gefahrenbereiche und erforderliche Schutzmaßnahmen festzulegen.

Regel im Lernkurs Bedeutung
Simulation vor Realität Diagnose zuerst an virtuellen Signalen, Schaltbildern und Falldaten durchführen.
Keine Live-Ansteuerung Der Kurs enthält keine automatische Verbindung zu realen SPS-Ausgängen, Antrieben oder Ventilen.
Keine Umgehung von Schutzfunktionen Schutztüren, Verriegelungen, Not-Halt-Funktionen und andere Schutzeinrichtungen bleiben wirksam.
Reale Arbeit nur freigegeben Nur nach betrieblicher Freigabe, Gefährdungsbeurteilung und mit geeigneter Fachaufsicht arbeiten.
Gespeicherte Energie beachten Elektrische, pneumatische, hydraulische, mechanische und andere Restenergien sind im betrieblich festgelegten Verfahren zu beherrschen.

Das Bild zeigt beispielhaft eine Wartungssicherung. Welche Sicherungsverfahren in einem Betrieb anzuwenden sind, ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung, den Betriebsanweisungen und den Vorgaben für die konkrete Maschine.

Der auf einer DGUV/IFA-Seite verlinkte Film zeigt, warum Manipulationsanreize an Schutzeinrichtungen ernst genommen werden müssen. Für die Ausbildung gilt: Eine Diagnosemethode ist nur dann gut, wenn sie die Schutzfunktion nicht zum Hindernis macht, das „irgendwie“ umgangen werden soll.

Der Lehrfilm eignet sich für eine gemeinsame Reflexion: Welche organisatorischen und technischen Entscheidungen hätten eine riskante Situation verhindert? Reale Versuche an Maschinen sind daraus ausdrücklich nicht abzuleiten.


Lernpfad in kurzen Einheiten

Einheit Fokus Richtwert
Funktion verstehen Sensor – SPS – Aktor – Prozess 10 Minuten
Störfall erfassen Fakten statt Vermutungen 8 Minuten
Diagnose planen Hypothesen und sichere Prüfschritte 10 Minuten
Offline simulieren Signalvergleich ohne reale Ansteuerung 12 Minuten
Ursache nachweisen reproduzierbarer Zusammenhang 10 Minuten
Verbesserung ableiten Wiederholungsvermeidung und Wartung 12 Minuten
Transfer neue Störfälle selbst strukturieren 10 Minuten


Lerneinheit 1: Die Funktionskette verstehen

Eine systematische Fehlersuche beginnt nicht mit dem Austausch von Bauteilen, sondern mit der Frage: Wie soll die Maschine im fehlerfreien Zustand funktionieren?

Im Ausbildungsfall transportiert ein Förderband Metallteile zu einer pneumatischen Vereinzelung. Ein induktiver Sensor B2 meldet das ankommende Werkstück an die SPS. Die SPS wertet das Signal aus und entscheidet, ob der nächste Prozessschritt freigegeben wird.

Funktionsglied Sollfunktion Typische Diagnosefrage
Werkstück erreicht den Erfassungsbereich Ist das Teil tatsächlich an der erwarteten Position?
Sensor B2 erkennt das Metallteil Ändert sich das Sensorsignal plausibel?
SPS-Eingang übernimmt das Signal Kommt der Signalwechsel in der Steuerung an?
SPS-Logik bewertet Reihenfolge und Zeit Ist die Freigabebedingung im Simulationsmodell erfüllt?
Ausgang / Antrieb setzt den nächsten Schritt um Wird ein Ausgang im Simulator korrekt angefordert?
Prozess transportiert oder vereinzelt Entspricht die simulierte Bewegung dem Sollablauf?

Merksatz: Gehe in der Diagnose vom beobachtbaren Prozess über Sensorik und Steuerungslogik bis zum Aktor – und prüfe jede Schnittstelle mit einem passenden, sicheren Nachweis.


Lerneinheit 2: Pneumatik und Antrieb als Teil des Systems

Auch wenn der konkrete Störfall später am Sensor liegt, musst Du benachbarte Teilsysteme verstehen, damit Du sie begründet ein- oder ausschließen kannst.

Die Animation zeigt die Bewegung eines Pneumatikzylinders. In einer realen Maschine können Druckluft und bewegte Maschinenteile gefährliche gespeicherte Energie darstellen. Im Kurs untersuchst Du diese Funktion nur anhand von Schaltbild, Animation und Simulationsdaten.

Die Motoranimation hilft Dir, den elektrischen Antrieb als eigenes Funktionsglied zu betrachten. Ein Förderbandstillstand bedeutet nicht automatisch, dass der Motor defekt ist.

Das Video zeigt eine Förderanlagen-Simulation mit SPS-Software. Nutze solche Darstellungen, um Abläufe zu verstehen, bevor reale Maschinen beteiligt sind.

Die gezeigte SPS-Simulation dient hier als Beispiel für virtuelles Testen ohne physische Steuerungsausgänge. Im aiMOOC selbst wird keine Verbindung zu einer realen SPS hergestellt.


Lerneinheit 3: Der konkrete Ausbildungsfall

Fall: „B2-Timeout an Förderstation F1“

Die folgenden Werte sind didaktische Simulationsdaten und kein Bericht über einen realen Unfall oder eine reale Anlage.

Beobachtung Gesicherter Stand
Meldung „Werkstück B2 nicht rechtzeitig erkannt“
Auftreten vier simulierte Störungen in zwei Schichten
Neustart nach Rücksetzen läuft die Simulation zunächst weiter
Sensoranzeige Signal B2 flackert beim Vorbeifahren eines Werkstücks
SPS-Eingang folgt dem Flackern des Sensors
Motor im störungsfreien Abschnitt läuft der simulierte Antrieb normal
Pneumatik simulierte Druckversorgung bleibt stabil
Sicherheitsfunktionen werden im Fall nicht verändert, überbrückt oder getestet

Dein Auftrag: Finde die wahrscheinlichste Fehlerstelle, belege sie mit Simulationsdaten und leite daraus eine Verbesserung ab, die eine Wiederholung unwahrscheinlicher macht.


Lerneinheit 4: Systematisch diagnostizieren

Schritt Leitfrage Ergebnis
Sicherer Rahmen Ist die Aufgabe als Simulation getrennt von realer Maschinensteuerung? keine unbeabsichtigte Bewegung möglich
Störungsbild Was wurde tatsächlich beobachtet? Faktenliste
Sollfunktion Welche Signalfolge wäre normal? Funktionskette
Hypothesen Welche Ursachen erklären alle Fakten? kurze Prüfliste
Prüfreihenfolge Welche Prüfung trennt mehrere Hypothesen sicher voneinander? effizienter Diagnoseplan
Nachweis Ändert sich das Fehlerbild reproduzierbar mit der vermuteten Ursache? Ursache bestätigt oder verworfen
Verbesserung Welche Maßnahme verhindert dieselbe Ursache künftig? angepasster Wartungs- oder Konstruktionsprozess

Wichtig: Das bloße Austauschen eines Sensors beweist keine Ursache. Ein neues Bauteil kann das Symptom vorübergehend beseitigen, obwohl zum Beispiel Halterung, Leitung, Einbaulage oder Prozessbedingungen die eigentliche Ursache sind.


Lerneinheit 5: Sichere Fehlerdiagnose-Simulation

Die Diagnose findet ausschließlich an virtuellen Signalen statt. Es gibt keine reale Ausgangsansteuerung und kein „Forcen“ an einer laufenden Maschine.

Simulationszustand B2 am Sensor SPS-Eingang B2 Freigabe nächster Schritt Beobachtung
Normal stabil EIN stabil EIN JA Werkstück wird verarbeitet
Störung flackert flackert NEIN Zeitüberwachung läuft ab
Virtuelles Ersatzsignal stabil EIN stabil EIN JA Timeout verschwindet
Simulierte Lagekorrektur stabil EIN stabil EIN JA Fehler bleibt aus

Zwischenergebnis: Weil das SPS-Eingangssignal dem Sensorsignal folgt, liegt die Störung im Modell mit hoher Wahrscheinlichkeit vor der Programmlogik. Die Lagekorrektur stabilisiert B2. Das spricht für ein Problem an Sensorposition, Halterung oder Erfassungsbedingungen.

Noch kein endgültiger Schluss: Erst die reproduzierbare Prüfung mehrerer Zyklen und der Vergleich mit der Sollposition machen die Diagnose belastbar.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfestufe Hinweis
Hilfe 1 Suche zuerst die Stelle, an der der Sollablauf zum ersten Mal vom Istablauf abweicht.
Hilfe 2 Vergleiche B2 direkt mit dem dazugehörigen SPS-Eingang. Beide flackern gleichzeitig.
Hilfe 3 In der Simulation verschwindet der Fehler, sobald die Sensorlage stabilisiert wird. Prüfe deshalb die mechanische Befestigung als mögliche Grundursache.

Auflösung des Ausbildungsfalls: Im Simulationsmodell lockert sich die Sensorhalterung durch wiederkehrende Vibration. Dadurch verändert sich der Abstand zum Werkstück und B2 schaltet nicht mehr stabil. Das Symptom ist der Timeout; die unmittelbare Fehlerstelle ist die instabile Sensorlage; die Grundursache liegt in der nicht ausreichend stabilen Befestigungssituation.


Lerneinheit 6: Aus der Ursache eine Verbesserung ableiten

Ein Fehlerbaum hilft, von einem Ereignis aus mehrere mögliche Ursachen systematisch zu strukturieren.

Das Ursache-Wirkungs-Diagramm erweitert den Blick über das einzelne Bauteil hinaus: Maschine, Mensch, Methode, Material, Umgebung und Messung können gemeinsam zum Störfall beitragen.

Ebene Maßnahme im Ausbildungsfall Warum?
Sofortige Wiederherstellung Sensorlage nach dokumentierter Vorgabe wiederherstellen macht den Sollzustand wieder erreichbar
Ursachenbeseitigung Befestigungskonzept fachlich prüfen und nur freigegebene, geeignete Lösung verwenden verhindert erneute Lageänderung
Wartungsanpassung Sensorposition und Befestigung in die Inspektionsroutine aufnehmen beginnende Abweichung wird früher erkannt
Zustandsinformation Zahl der B2-Timeouts und Auffälligkeiten dokumentieren zeigt, ob die Maßnahme nachhaltig wirkt
Rückkopplung bei erneutem Auftreten Ursachenanalyse wieder öffnen verhindert vorschnelles „Bauteiltauschen“

Eine Wartungsstrategie sollte nicht blind einem festen Kalender folgen. Herstellerangaben, Gefährdungsbeurteilung, Beanspruchung, Störungshistorie und Zustandsdaten müssen berücksichtigt werden. Im Fallbeispiel wird deshalb nicht einfach ein beliebiges neues Intervall erfunden: Die Prüfhäufigkeit wird betrieblich festgelegt, dokumentiert und anhand der weiteren Beobachtungen überprüft.


Lerneinheit 7: Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit Feedback


Basisaufgabe 1: Symptom oder Ursache?

Aufgabe: Ordne „B2-Timeout“ und „gelockerte Sensorhalterung“ den Begriffen Symptom und Ursache zu.

Begründetes Feedback: „B2-Timeout“ ist zunächst nur die beobachtete Abweichung. Die gelockerte Halterung erklärt dagegen, warum das Sensorsignal instabil wird. Eine gute Fehlersuche benennt beide Ebenen getrennt.


Basisaufgabe 2: Erster sinnvoller Prüfschritt

Aufgabe: Du siehst ein flackerndes B2-Signal. Würdest Du zuerst die SPS austauschen oder Sensor- und SPS-Eingangssignal im Simulator vergleichen? Begründe.

Begründetes Feedback: Der Signalvergleich ist sinnvoller, weil er die Fehlergrenze eingrenzt, ohne Bauteile auf Verdacht zu wechseln. Folgt der SPS-Eingang exakt dem Sensor, liegt die erste Abweichung wahrscheinlich vor der Programmlogik.


Anwendungsaufgabe 1: Hypothesenmatrix

Aufgabe: Formuliere je eine Hypothese zu Sensor, Leitung, SPS-Logik und Mechanik. Nenne jeweils eine sichere Simulationsbeobachtung, die die Hypothese stützen oder schwächen würde.

Begründetes Feedback: Gute Hypothesen sind prüfbar und erzeugen unterschiedliche erwartete Beobachtungen. Wenn alle Hypothesen denselben „Test“ haben, ist die Diagnose noch nicht trennscharf.


Anwendungsaufgabe 2: Nachweis statt Vermutung

Aufgabe: Erkläre, warum „nach Lagekorrektur zehn störungsfreie Simulationszyklen“ stärker ist als „nach Neustart ging es wieder“.

Begründetes Feedback: Ein Neustart verändert viele Zustände gleichzeitig und liefert deshalb wenig Ursacheninformation. Die gezielte Lagekorrektur verändert dagegen genau den verdächtigen Einflussfaktor und kann reproduzierbar geprüft werden.


Transferaufgabe 1: Wartung anpassen

Aufgabe: Entwickle eine Wartungsanpassung, die nicht nur „öfter prüfen“ lautet. Nutze Prüfmerkmal, Auslösekriterium, Dokumentation und Wirksamkeitskontrolle.

Begründetes Feedback: Eine gute Wartungsmaßnahme ist überprüfbar. Sie legt fest, was beobachtet wird, wann eine Reaktion nötig ist und anhand welcher Daten später entschieden wird, ob die Maßnahme funktioniert.


Transferaufgabe 2: Sichere Diagnosekultur

Aufgabe: Ein Kollege schlägt vor, die Schutztür „nur kurz“ zu überbrücken, um den Ablauf besser zu sehen. Formuliere eine sichere Alternative.

Begründetes Feedback: Eine Umgehung der Schutzeinrichtung ist keine zulässige Lernstrategie. Geeignet sind zum Beispiel Offline-Simulation, vorhandene Diagnoseanzeigen, dokumentierte Testfunktionen im freigegebenen Rahmen oder eine durch Fachpersonal geplante sichere Erprobung nach Gefährdungsbeurteilung.


Fachliche Quellen und Medienrechte

Quellenstand: 7. Oktober 2026. Für betriebliche Entscheidungen gelten immer die aktuell für den Betrieb verbindlichen Rechtsvorschriften, Herstellerunterlagen und betrieblichen Festlegungen.

  1. Betriebssicherheitsverordnung: insbesondere §§ 6, 8, 10 und 11 zu Schutzmaßnahmen, Energien, Instandhaltung, Betriebsstörungen und Fehlersuche.
  2. TRBS 1112 Instandhaltung: Technische Regel für Planung, Ausführung, Störungssuche und Erprobung im Rahmen der Instandhaltung.
  3. DGUV FBHM-127: sichere Störungsbeseitigung und „Planung des Unplanbaren“.
  4. DGUV Information 209-015: aktuelle Ausgabe 06/2026 zu Planung, Durchführung und Nachbereitung der Instandhaltung.
  5. S7-PLCSIM Advanced: technische Herstellerinformation als Beispiel für Controller-Simulation ohne physische Hardware.
Medium Geprüfter Rechtehinweis auf Wikimedia Commons
Conveyor belt moves material in a factory.jpg CC BY 2.0
Lockout-tagout hasp.svg CC BY-SA 3.0
S71500.JPG CC BY 3.0
Inductive sensor scheme.svg Public Domain
Ladder logic diagram.jpg CC BY-SA 4.0
Pneumatic circuit.png CC0 1.0
Pneumatic cylinder (animation).gif CC BY 3.0; zusätzlich GFDL angeboten
Asynchronmotor animation.gif CC BY 3.0
Fault tree.svg CC0
Ursache Wirkung Diagramm allgemein.svg CC BY-SA 3.0; zusätzlich GFDL
Bathtub curve.svg Public Domain nach Commons-Dateibeschreibung

Lizenzseiten:

  1. Förderbandfoto
  2. Wartungssicherung
  3. SPS
  4. Induktiver Sensor
  5. Ladder-Logik
  6. Pneumatikschaltung
  7. Pneumatikzylinder-Animation
  8. Asynchronmotor-Animation
  9. Fehlerbaum
  10. Ursache-Wirkungs-Diagramm
  11. Badewannenkurve

YouTube-Medien: Die eingebetteten Videos werden nicht als freie Dateien in diesen aiMOOC übernommen. Urheber- und Nutzungsrechte verbleiben bei den jeweiligen Anbietern/Kanälen. Die Einbettung stellt keinen OER-Lizenzstatus der Videos fest. Verwendet werden ausschließlich zuvor konkret überprüfte Video-URLs; Sofatutor wird nicht verwendet.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was steht bei einer sicheren Fehlersuche am Anfang? (Einen sicheren Diagnose- und Arbeitsrahmen herstellen) (!Den wahrscheinlichsten Sensor sofort austauschen) (!Die Schutztür kurz überbrücken) (!Den Maschinenablauf schneller fahren)




Was ist im Ausbildungsfall zunächst das Störungsbild? (B2-Timeout bei der Werkstückerkennung) (!Eine defekte SPS) (!Ein beschädigter Motor) (!Zu niedriger Pneumatikdruck)




Warum wird Sensor B2 mit dem SPS-Eingang verglichen? (Um die Fehlergrenze in der Signalkette einzugrenzen) (!Um die Schutzfunktion zu umgehen) (!Um den Motorstrom zu erhöhen) (!Um die Pneumatik schneller zu schalten)




Was macht eine Hypothese für die Fehlersuche besonders brauchbar? (Sie lässt sich durch eine gezielte Beobachtung prüfen) (!Sie bestätigt die erste Vermutung automatisch) (!Sie ersetzt die Dokumentation) (!Sie verhindert weitere Messungen)




Welche Beobachtung stützt im Simulationsfall die Sensorlage als Ursache? (Eine stabile Sensorlage beseitigt das Flackern reproduzierbar) (!Ein Neustart verändert den Bildschirm) (!Der Motor ist im Stillstand leise) (!Die Schutztür ist geschlossen)




Was ist ein Ziel der Wiederholungsvermeidung? (Die bestätigte Grundursache dauerhaft unwahrscheinlicher zu machen) (!Jede Störung mit demselben Ersatzteil zu behandeln) (!Wartungsintervalle ohne Daten zu verkürzen) (!Störmeldungen auszublenden)




Welche Aussage zu Schutzeinrichtungen ist richtig? (Sie werden für die Lernaufgabe nicht überbrückt oder manipuliert) (!Sie dürfen für kurze Diagnosen deaktiviert werden) (!Sie sind nur im Normalbetrieb erforderlich) (!Sie können durch Erfahrung ersetzt werden)




Was beschreibt eine Inspektion am besten? (Den Istzustand feststellen und beurteilen) (!Den Sollzustand durch Schmieren erhalten) (!Jedes Bauteil vorsorglich ersetzen) (!Eine Störung nur quittieren)




Welche Information hilft bei einer evidenzbasierten Wartungsanpassung? (Dokumentierte Störungshäufigkeit und Zustandsbeobachtungen) (!Das Bauchgefühl einer einzelnen Schicht) (!Die Farbe des Schaltschrankes) (!Die Reihenfolge der Ersatzteillagerung)




Wann ist eine Fehlerursache stärker belegt als nur vermutet? (Wenn eine gezielte Änderung das Fehlerbild reproduzierbar beeinflusst) (!Wenn ein Bauteil alt aussieht) (!Wenn dieselbe Vermutung oft wiederholt wird) (!Wenn die Störmeldung gelöscht wurde)





Memory

Störungsbild beobachtbare Abweichung
Hypothese prüfbare Vermutung
Nachweis reproduzierbare Bestätigung
Inspektion Istzustand beurteilen
Wartung Sollzustand erhalten
Instandsetzung Sollzustand wiederherstellen
Verbesserung Wiederholung systematisch vermeiden





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Symptom B2-Timeout im Prozessablauf
Beobachtung Sensorsignal flackert in der Simulation
Hypothese Sensorlage verändert sich durch Vibration
Nachweis stabile simulierte Sensorlage beseitigt den Timeout reproduzierbar
Verbesserung Befestigung prüfen und Wartungsroutine um Zustandskontrolle ergänzen




...


Kreuzworträtsel

Sensor Welches Bauteil erkennt im Ausbildungsfall das Werkstück?
Wartung Welche Instandhaltungsart dient dem Erhalt des Sollzustands?
Freigabe Was muss vor betrieblich geregelten realen Arbeiten vorliegen?
Ursache Welcher Begriff bezeichnet den nachgewiesenen Auslöser einer Störung?
Simulation Wo wird der Maschinenablauf in diesem Kurs zuerst geprüft?
Inspektion Welche Tätigkeit stellt den Istzustand fest und beurteilt ihn?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Fehlersuche beginnt mit einem sicheren

für Diagnose und Arbeit.
Das beobachtete Abweichen vom Sollzustand heißt

.
Eine noch nicht bestätigte Erklärung ist eine

.
Im Ausbildungsfall flackert der induktive

B2.
Der SPS-Eingang folgt dem Sensorsignal und grenzt dadurch die

ein.
Eine Ursache gilt als stärker belegt, wenn ihr Einfluss

gezeigt werden kann.
Die bestätigte Grundursache soll durch eine passende

unwahrscheinlicher werden.
Das Feststellen und Beurteilen des Istzustands gehört zur

.
Die Erhaltung des Sollzustands gehört zur

.
Reale Arbeiten erfolgen nur mit betrieblicher Freigabe und geeigneter

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Störungsbild: Fotografiere oder skizziere keine reale Störung, sondern erstelle ein neutrales Beispielbild einer fiktiven Förderstation und markiere Soll- und Istzustand.
  2. Funktionskette: Zeichne für den Ausbildungsfall die Kette Werkstück – Sensor – SPS – Aktor – Prozess.
  3. Fehlerhypothese: Formuliere drei unterschiedliche, prüfbare Hypothesen zum B2-Timeout.
  4. Arbeitssicherheit: Gestalte ein Poster mit den vier Kursregeln Simulation zuerst, keine Live-Ansteuerung, keine Manipulation von Schutzeinrichtungen und reale Arbeiten nur nach Freigabe.


Standard

  1. Fehleranalyse: Erstelle eine Tabelle mit Beobachtung, möglicher Ursache, sicherem Simulationsnachweis und erwarteter Aussagekraft.
  2. Schaltplan: Analysiere ein vom Ausbildungsbetrieb freigegebenes Übungsschaltbild und kennzeichne Sensor-, Steuerungs- und Aktorebene, ohne eine reale Anlage anzusteuern.
  3. Ursache-Wirkungs-Diagramm: Entwickle ein Ishikawa-Diagramm für den wiederkehrenden B2-Timeout.
  4. Wartungsplan: Ergänze einen fiktiven Wartungsplan um Prüfmerkmal, Dokumentation, Auslösekriterium und Wirksamkeitskontrolle.


Schwer

  1. Fehlerbaumanalyse: Erstelle einen Fehlerbaum für „Werkstück wird nicht freigegeben“ und kennzeichne, welche Äste durch die Simulationsdaten ausgeschlossen werden können.
  2. Instandhaltungsstrategie: Vergleiche zeitbasierte, zustandsorientierte und ereignisbezogene Wartung für den Ausbildungsfall und begründe eine Kombination.
  3. Interview: Befrage unter betrieblicher Freigabe eine Instandhaltungsfachkraft zu wiederkehrenden Störungen, Dokumentation und sicheren Diagnoseverfahren; veröffentliche keine vertraulichen Betriebsdaten.
  4. Transfer: Entwickle einen zweiten simulierten Störfall mit anderer Grundursache, gestuften Hilfen, sicherer Prüfreihenfolge und einer daraus abgeleiteten Verbesserung.




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Lernkontrolle

  1. Diagnosestrategie: Ein Antrieb stoppt nach unregelmäßigen Zeitabständen. Entwickle eine Reihenfolge von Beobachtungen, mit der Du Prozess-, Sensor-, Steuerungs- und Aktorursachen voneinander trennst, ohne reale Schutzfunktionen zu verändern.
  2. Beweisführung: Erkläre anhand eines eigenen Beispiels den Unterschied zwischen Korrelation und belastbarem Ursachennachweis in der Fehlersuche.
  3. Wiederholungsvermeidung: Leite aus einer bestätigten losen Steckverbindung mindestens eine technische, eine organisatorische und eine dokumentarische Verbesserungsmöglichkeit ab.
  4. Wartungsoptimierung: Begründe, welche Daten Du sammeln würdest, bevor ein Wartungsintervall verändert wird.
  5. Sicherheitsbewertung: Beurteile einen Diagnosevorschlag, bei dem eine Schutzeinrichtung überbrückt werden soll, und entwickle eine sichere Alternative.
  6. Transferleistung: Übertrage das Vorgehen aus dem B2-Fall auf eine pneumatische Störung, ohne reale Druckluftkomponenten zu betätigen.




Lernnachweis

Für den Lernnachweis ist wichtig, dass Du nicht nur eine richtige Ursache nennst, sondern den Denkweg nachvollziehbar belegst.

  1. Störungsbeschreibung: Beobachtungen und Vermutungen sind klar getrennt.
  2. Funktionsverständnis: Die relevante Sensor-Steuerungs-Aktor-Kette ist korrekt dargestellt.
  3. Diagnoseplan: Prüfschritte sind sicher, logisch geordnet und aussagekräftig.
  4. Ursachennachweis: Die Ursache wird mit reproduzierbaren Simulationsdaten begründet.
  5. Verbesserung: Die Maßnahme zielt auf Wiederholungsvermeidung und nicht nur auf Symptombeseitigung.
  6. Wartungsanpassung: Prüfmerkmal, Dokumentation, Auslösekriterium und Wirksamkeitskontrolle sind enthalten.
  7. Arbeitssicherheit: Keine Live-Ansteuerung, keine Umgehung von Schutzeinrichtungen und klare Grenzen realer Arbeiten werden eingehalten.




OERs zum Thema

Weitere frei zugängliche bzw. öffentlich bereitgestellte Fachinformationen:

  1. TRBS 1112 Instandhaltung
  2. DGUV FBHM-127 Sichere Störungsbeseitigung
  3. DGUV Information 209-015 Instandhaltung an Maschinen und Anlagen



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