Strukturwandel in Baden-Württemberg

Strukturwandel in Baden-Württemberg
Einleitung
Baden-Württemberg ist stark von Industrie, Mittelstand, Forschung und internationalem Handel geprägt. Besonders wichtig sind der Maschinenbau, die Automobilindustrie, die Elektroindustrie, die Informations- und Kommunikationstechnik sowie zahlreiche spezialisierte Unternehmen. Das Verarbeitende Gewerbe erwirtschaftet weiterhin knapp ein Drittel der gesamten Bruttowertschöpfung des Landes. Deshalb wirken technologische und wirtschaftliche Veränderungen hier besonders deutlich.
Strukturwandel bedeutet, dass sich die Wirtschafts- und Arbeitswelt langfristig verändert. Manche Tätigkeiten verlieren an Bedeutung, andere wachsen. Unternehmen entwickeln neue Produkte, Produktionsweisen und Geschäftsmodelle. Gleichzeitig verändern sich Berufe, Ausbildungswege und Studienangebote. In Baden-Württemberg sind vor allem die Elektrifizierung des Verkehrs, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, vernetzte Produktion, Klimaschutz, internationale Konkurrenz und der demografische Wandel wichtige Treiber.

Du kannst Strukturwandel deshalb nicht nur an Fabriken erkennen. Er betrifft auch Schulen, Berufsschulen, Hochschulen, Verkehr, Energieversorgung und die Frage, welche Kompetenzen in Zukunft gebraucht werden.
Was bedeutet Strukturwandel?
Strukturwandel ist mehr als eine kurzfristige Wirtschaftskrise. Eine Krise kann Produktion und Nachfrage für einige Monate oder Jahre schwächen. Strukturwandel verändert dagegen dauerhaft, was produziert wird, wie produziert wird und welche Arbeit dafür nötig ist.
Ein bekanntes Beispiel ist der Wandel in der Mobilität. Bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor stehen andere Bauteile und Fertigungsschritte im Mittelpunkt als bei einem Elektrofahrzeug. Gleichzeitig werden Fahrzeuge stärker durch Software, Sensorik, Datenverarbeitung und digitale Dienste geprägt. Dadurch verschiebt sich Wertschöpfung: Bestimmte mechanische Komponenten werden weniger wichtig, während Leistungselektronik, Batterietechnik, Softwareentwicklung, Datenanalyse und Ladeinfrastruktur an Bedeutung gewinnen.
Strukturwandel kann also gleichzeitig Chancen und Risiken erzeugen. Ein Betrieb kann neue Märkte erschließen, muss dafür aber möglicherweise Maschinen, Prozesse und Qualifikationen verändern. Beschäftigte können neue Aufgaben übernehmen, benötigen dafür jedoch häufig Weiterbildung.
Warum Baden-Württemberg besonders betroffen ist
Baden-Württemberg gehört zu den industriestarken Regionen Europas. Große Unternehmen und viele kleine und mittlere Betriebe sind eng durch Zulieferketten miteinander verbunden. Wenn sich ein Schlüsselbereich wie die Automobilwirtschaft verändert, betrifft das deshalb nicht nur Fahrzeughersteller. Auch Maschinenbauer, Metallbetriebe, Elektronikfirmen, Softwareunternehmen, Logistik, Handwerk und unternehmensnahe Dienstleistungen können betroffen sein.

Das Mercedes-Benz-Werk in Sindelfingen steht beispielhaft für die lange industrielle Tradition des Landes. Heute wird in solchen industriellen Netzwerken zugleich an neuen Produktions- und Fahrzeugkonzepten gearbeitet.

Die Stärke des Landes liegt dabei nicht nur in großen Konzernen. Typisch ist auch ein dichter Mittelstand mit spezialisierten Unternehmen, die Maschinen, Werkzeuge, Sensoren, Steuerungen oder Komponenten für andere Betriebe herstellen. Gerade diese Spezialisierung kann im Strukturwandel ein Vorteil sein, wenn vorhandenes Wissen auf neue Produkte übertragen wird.
Vom Motor zur Software: Wandel der Industrie
Die baden-württembergische Industrie verändert sich auf mehreren Ebenen gleichzeitig. In der Mobilitätswirtschaft geht es um elektrische Antriebe, Batterien, Leistungselektronik, automatisiertes Fahren und digitale Dienste. Im Maschinenbau werden Anlagen stärker vernetzt und mit Sensoren ausgestattet. Produktionsdaten können ausgewertet werden, um Wartung, Energieverbrauch oder Qualität zu verbessern.
Industrie 4.0 beschreibt die digital vernetzte Produktion. Maschinen, Produkte und Computersysteme tauschen Daten aus. Beschäftigte steuern, überwachen und verbessern diese Systeme. Vollständige Automatisierung ist dabei nicht automatisch das Ziel: Viele Prozesse benötigen weiterhin menschliche Erfahrung, Kreativität, Verantwortung und Problemlösung.


Digitale Fertigung kann zum Beispiel bedeuten, dass Aufträge automatisch geplant, Werkstücke digital verfolgt oder Maschinenzustände in Echtzeit ausgewertet werden. Dadurch entstehen neue Schnittstellen zwischen Mechanik, Elektronik und Informatik.
Digitalisierung verändert auch Geschäftsmodelle
Digitalisierung betrifft nicht nur die Werkhalle. Unternehmen können Produkte mit Software ergänzen, Maschinen als vernetzte Dienste anbieten oder Daten zur Optimierung von Wartung und Logistik nutzen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Cybersecurity, Datenschutz und zuverlässige IT-Systeme.
Ein wichtiges Beispiel aus Baden-Württemberg ist die Softwarewirtschaft. In Walldorf befindet sich der Hauptsitz von SAP. Das zeigt, dass die Wirtschaftsstruktur des Landes nicht ausschließlich aus klassischer Produktion besteht, sondern Industrie und digitale Dienstleistungen eng miteinander verbunden sind.

Treiber des Strukturwandels
| Treiber | Wirkung auf Unternehmen und Arbeit |
|---|---|
| Digitalisierung | Produktionsanlagen, Verwaltung und Vertrieb werden stärker datenbasiert und vernetzt. |
| Elektromobilität | Wertschöpfung verschiebt sich von Teilen des Verbrennungsmotors zu Batterie, Elektronik, Software und Ladeinfrastruktur. |
| Künstliche Intelligenz | Daten können für Qualitätskontrolle, Planung, Assistenzsysteme und neue Dienstleistungen genutzt werden. |
| Klimaschutz und Energie | Betriebe müssen Energie effizienter einsetzen, Emissionen senken und neue Technologien entwickeln. |
| Globalisierung und Wettbewerb | Unternehmen konkurrieren international um Märkte, Technologien, Rohstoffe und Fachkräfte. |
| Demografischer Wandel | Wenn viele erfahrene Beschäftigte in Rente gehen, werden Ausbildung, Weiterbildung und Wissenstransfer wichtiger. |
Diese Treiber wirken nicht getrennt voneinander. Ein Elektrofahrzeug ist beispielsweise nicht nur ein neues Antriebskonzept. Es ist zugleich ein digital vernetztes Produkt, benötigt neue Produktionsprozesse und verändert Lieferketten.
Neue Berufsbilder und neue Kompetenzen
Strukturwandel bedeutet nicht, dass nur völlig neue Berufe entstehen. Häufig verändern sich bestehende Berufe. Eine Mechatronikerin arbeitet weiterhin an technischen Anlagen, nutzt aber zunehmend digitale Diagnose- und Steuerungssysteme. Ein Industriemechaniker muss vernetzte Maschinen verstehen. Kaufmännische Beschäftigte arbeiten mit digitalen Geschäftsprozessen und Daten.
Daneben wurden Ausbildungsberufe modernisiert oder neu geordnet. Beispiele sind Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker in Fachrichtungen wie Daten- und Prozessanalyse oder Digitale Vernetzung sowie Kaufleute für Digitalisierungsmanagement. Auch Studienfelder wie Data Science, Wirtschaftsinformatik, Künstliche Intelligenz, Elektrotechnik, Mechatronik oder Wirtschaftsingenieurwesen gewinnen in einer daten- und technologieorientierten Wirtschaft an Bedeutung.
| Beruf oder Studienfeld | Typische Verbindung zum Strukturwandel |
|---|---|
| Fachinformatik | Software entwickeln, Systeme vernetzen, Daten und Prozesse analysieren |
| Mechatronik | Mechanik, Elektronik und digitale Steuerung verbinden |
| Elektronik für Automatisierungstechnik | Automatisierte Anlagen planen, installieren und überwachen |
| Digitalisierungsmanagement | Geschäftsprozesse analysieren und digital weiterentwickeln |
| Data Science | Daten auswerten, Muster erkennen und Entscheidungen unterstützen |
| Wirtschaftsinformatik | Betriebswirtschaft und Informatik verbinden |

Das Bild zeigt beispielhaft, wie Robotik in der Produktion eingesetzt werden kann. Für Beschäftigte verschiebt sich die Aufgabe dann oft vom rein manuellen Bearbeiten hin zum Einrichten, Überwachen, Warten, Programmieren und Verbessern von Anlagen.
Welche Kompetenzen werden wichtiger?
Neben Fachwissen werden digitale Kompetenzen wichtiger. Dazu gehören der sichere Umgang mit Daten, Software und vernetzten Systemen. Ebenso wichtig bleiben mathematisches und technisches Verständnis, sorgfältiges Arbeiten und Qualitätsbewusstsein.
Auch überfachliche Kompetenzen gewinnen an Gewicht. Wer in einem Transformationsprojekt arbeitet, muss häufig mit Menschen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeiten. Kommunikation, Teamarbeit, Lernbereitschaft, Kreativität und die Fähigkeit, Probleme systematisch zu lösen, werden deshalb wichtiger.
Besonders bedeutsam ist die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen. Ein Berufsabschluss bleibt wertvoll, aber Technologien und Arbeitsprozesse verändern sich weiter. Weiterbildung kann deshalb helfen, vorhandene Berufserfahrung mit neuen digitalen oder technischen Kenntnissen zu verbinden.
Ausbildung und Studium in Baden-Württemberg
Für den Einstieg in die veränderte Arbeitswelt gibt es unterschiedliche Wege. Die Duale Ausbildung verbindet Lernen im Ausbildungsbetrieb mit Unterricht in der Berufsschule. Sie ist besonders praxisnah und führt direkt in einen anerkannten Beruf. Viele Ausbildungsordnungen werden regelmäßig modernisiert, damit neue Technologien und digitale Arbeitsweisen berücksichtigt werden.
Ein Studium an einer Universität oder Hochschule für angewandte Wissenschaften bietet eine wissenschaftliche Vertiefung. Besonders eng mit dem Strukturwandel verbunden sind zum Beispiel Informatik, Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftsinformatik, Elektrotechnik, Maschinenbau, Nachhaltigkeit und Data Science.
Eine besondere Rolle spielt die Duale Hochschule Baden-Württemberg. Dort wechseln sich Theoriephasen an der Hochschule und Praxisphasen bei einem Dualen Partner ab. So können Studierende wissenschaftliches Wissen direkt mit Aufgaben in Unternehmen oder Einrichtungen verbinden.

Für Deine Entscheidung ist nicht nur die Frage wichtig, welcher Beruf gerade gefragt ist. Überlege auch, welche Tätigkeiten zu Deinen Interessen und Stärken passen. In einer sich wandelnden Wirtschaft ist ein gutes Fundament oft wichtiger als die kurzfristige Mode eines einzelnen Berufsnamens.
Regionen im Wandel
Der Strukturwandel zeigt sich in Baden-Württemberg regional unterschiedlich.
| Raum | Beispiele für wirtschaftliche Schwerpunkte und Wandel |
|---|---|
| Region Stuttgart | Automobilwirtschaft, Maschinenbau, Elektronik und Unternehmensdienste; starker Wandel durch Elektromobilität, Software und neue Produktionstechniken |
| Rhein-Neckar und Walldorf | Industrie, Dienstleistungen und Software; Verbindung von Produktion, Daten und digitalen Geschäftsprozessen |
| Karlsruhe | Forschung, IT, Energie und technologieorientierte Unternehmen; enge Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft |
| Heilbronn-Franken und Ostwürttemberg | Industrie, Maschinenbau, Zulieferer und Handel; Automatisierung und neue Mobilität verändern Wertschöpfung |
| Schwarzwald-Baar-Heuberg | Präzisionstechnik, Medizintechnik und spezialisierte Industrie; Digitalisierung unterstützt hochspezialisierte Produktion |
| Bodensee und Oberschwaben | Maschinenbau, Elektronik, Luft- und Raumfahrt sowie Zulieferindustrie; hohe Bedeutung technischer Innovation |
Regionen mit vielen spezialisierten Betrieben können besonders stark von Veränderungen einzelner Branchen betroffen sein. Gleichzeitig besitzen sie häufig Kompetenzen, die sich auf neue Märkte übertragen lassen.
Chancen und Risiken für die Wirtschaft
Strukturwandel ist kein automatisch positiver oder negativer Prozess. Entscheidend ist, wie Unternehmen, Beschäftigte, Politik, Schulen und Hochschulen damit umgehen.
Chancen entstehen, wenn Baden-Württemberg seine Stärken in Forschung, Maschinenbau, Software und industrieller Produktion für neue Märkte nutzt. Dazu können elektrische Mobilität, Automatisierung, klimafreundliche Produktion, Medizintechnik, GreenTech, künstliche Intelligenz und digitale Dienstleistungen gehören.
Risiken entstehen, wenn Betriebe zu spät investieren, Fachkräfte fehlen oder bisher wichtige Produkte an Nachfrage verlieren. Auch hohe Energie- und Rohstoffkosten, internationale Konkurrenz, unsichere Lieferketten und Cyberangriffe können Transformation erschweren. Beschäftigte können besonders belastet sein, wenn ihre bisherige Tätigkeit stark an Technologien gebunden ist, die an Bedeutung verlieren.
Deshalb spielen Qualifizierung, Mitbestimmung, Forschung, Unternehmensgründungen und Investitionen in Infrastruktur eine wichtige Rolle. Strukturpolitik versucht, nicht nur einzelne Firmen zu unterstützen, sondern ganze Regionen und Wertschöpfungsnetzwerke zukunftsfähig zu machen.
Ein Beispiel: Vom Zulieferer zum neuen Produkt
Stell Dir einen mittelständischen Betrieb vor, der bisher vor allem Metallteile für Verbrennungsmotoren produziert. Wenn Elektrofahrzeuge weniger dieser Teile benötigen, sinkt möglicherweise die Nachfrage. Der Betrieb könnte nun mehrere Wege prüfen: vorhandene Fertigungskompetenz für andere Bauteile nutzen, stärker automatisieren, neue Kunden suchen oder in Produkte für elektrische Antriebe einsteigen.
Dafür reicht es nicht, nur eine neue Maschine zu kaufen. Beschäftigte müssen geschult werden, Daten- und Qualitätsprozesse ändern sich, neue Lieferanten werden benötigt und vielleicht entstehen Kooperationen mit Hochschulen. Dieses Beispiel zeigt: Strukturwandel betrifft Technik, Personal, Finanzierung, Organisation und Marktstrategie gleichzeitig.
Was bedeutet das für Dich?
Für Deine Berufsorientierung ist es sinnvoll, Berufe nicht nur nach ihrem Namen zu beurteilen. Frage genauer: Welche Probleme löst dieser Beruf? Mit welchen Technologien wird gearbeitet? Welche Kompetenzen sind übertragbar? Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
In Baden-Württemberg bleiben technische und industrielle Berufe wichtig, aber ihre Inhalte verändern sich. Gleichzeitig wachsen Schnittstellen zwischen Technik, Informatik, Wirtschaft und Nachhaltigkeit. Wer bereit ist, weiterzulernen und unterschiedliche Fachgebiete zu verbinden, kann den Strukturwandel aktiv mitgestalten.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was beschreibt Strukturwandel am besten? (Eine langfristige Veränderung von Wirtschaftsstruktur und Arbeitswelt) (!Eine kurzfristige Preisaktion eines Unternehmens) (!Nur den Bau neuer Fabrikgebäude) (!Nur einen Wechsel der Landesregierung)
Warum ist der industrielle Strukturwandel für Baden-Württemberg besonders wichtig? (Weil Industrie einen großen Anteil an der Wirtschaftsleistung des Landes hat) (!Weil es in Baden-Württemberg keine Dienstleistungen gibt) (!Weil im Land ausschließlich Autos produziert werden) (!Weil Landwirtschaft dort verboten ist)
Was gehört typisch zu Industrie 4.0? (Digital vernetzte Maschinen und Produktionsprozesse) (!Ausschließlich handschriftliche Produktionspläne) (!Der vollständige Verzicht auf Daten) (!Nur der Bau größerer Lagerhallen)
Welche Veränderung ist mit Elektromobilität verbunden? (Mehr Bedeutung von Batterie Elektronik Software und Ladeinfrastruktur) (!Mehr Bedeutung ausschließlich mechanischer Vergaser) (!Vollständiger Wegfall aller IT Systeme) (!Rückkehr zur Dampfmaschine)
Was ist ein Beispiel für einen modernisierten digitalen Ausbildungsbereich? (Fachinformatik für Daten und Prozessanalyse) (!Hofmalerei) (!Botenlauf) (!Schreibstube)
Was verbindet eine duale Ausbildung? (Betrieb und Berufsschule) (!Nur Universität und Forschungslabor) (!Nur Selbststudium zu Hause) (!Nur Arbeit ohne Unterricht)
Was kennzeichnet das duale Studium an der DHBW? (Wechsel von Theoriephasen und Praxisphasen) (!Studium ohne Praxisbezug) (!Ausschließlich Unterricht in der Berufsschule) (!Nur digitale Kurse ohne Unternehmen)
Welche Kompetenz wird im Strukturwandel besonders wichtig? (Bereitschaft zum lebenslangen Lernen) (!Verzicht auf Weiterbildung) (!Ablehnung neuer Technologien) (!Arbeiten ohne Zusammenarbeit)
Welche Aussage zu neuen Berufsbildern ist richtig? (Auch bestehende Berufe verändern ihre Tätigkeiten und Kompetenzen) (!Alle bisherigen Berufe verschwinden gleichzeitig) (!Nur Informatikberufe sind vom Wandel betroffen) (!Berufsbilder verändern sich grundsätzlich nie)
Warum kann Strukturwandel regional unterschiedlich wirken? (Weil Regionen unterschiedliche Branchen und Unternehmensstrukturen haben) (!Weil jede Region exakt dieselben Betriebe besitzt) (!Weil Standortfaktoren keine Rolle spielen) (!Weil Lieferketten immer nur innerhalb einer Gemeinde verlaufen)
Memory
| Strukturwandel | langfristige Veränderung der Wirtschaftsstruktur |
| Industrie 4.0 | digital vernetzte Produktion |
| Duale Ausbildung | Betrieb und Berufsschule |
| DHBW | Studium mit Theorie- und Praxisphasen |
| Elektromobilität | Wandel zu elektrischen Antrieben |
| Data Science | Analyse großer Datenmengen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Tätigkeit im Strukturwandel |
|---|---|
| Fachinformatik | Software entwickeln und digitale Systeme vernetzen |
| Mechatronik | Mechanik Elektronik und Steuerung verbinden |
| Digitalisierungsmanagement | Geschäftsprozesse digital weiterentwickeln |
| Data Science | Daten analysieren und Muster erkennen |
| Automatisierungstechnik | Produktionsanlagen planen steuern und überwachen |
Kreuzworträtsel
| Industrie | Welcher Wirtschaftsbereich ist in Baden-Württemberg besonders stark und umfasst viele produzierende Unternehmen? |
| Digitalisierung | Wie heißt der Wandel hin zu datenbasierten und vernetzten Prozessen? |
| Mechatronik | Welches Fachgebiet verbindet Mechanik Elektronik und Informatik? |
| Elektromobilität | Wie heißt der Wandel zu Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb? |
| Qualifizierung | Wie nennt man den Erwerb oder die Erweiterung beruflicher Kompetenzen? |
| Software | Was steuert viele digitale Funktionen moderner Maschinen und Fahrzeuge? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Industriekarte Baden-Württemberg: Erstelle eine Karte mit mindestens fünf Wirtschaftsstandorten und ordne jedem Standort eine wichtige Branche oder ein Unternehmen zu.
- Berufsprofil: Wähle einen Ausbildungsberuf aus dem Bereich Digitalisierung oder Technik und gestalte ein einseitiges Berufsprofil mit Tätigkeiten, Voraussetzungen und Zukunftsbezug.
- Bildanalyse Industrie: Vergleiche ein historisches Industriebild mit einem Bild einer modernen digitalen Fabrik und beschreibe mindestens fünf sichtbare Veränderungen.
- Begriffsnetz Strukturwandel: Erstelle ein Begriffsnetz mit den Begriffen Industrie, Digitalisierung, Elektromobilität, Qualifizierung, Ausbildung und Studium.
Standard
- Betriebsinterview: Interviewe eine Person aus einem Betrieb in Deiner Region dazu, wie sich Technik und Arbeitsaufgaben in den letzten Jahren verändert haben.
- Transformationsvergleich: Vergleiche einen klassischen Industriearbeitsplatz mit einem digital vernetzten Arbeitsplatz und bewerte, welche Kompetenzen jeweils wichtig sind.
- Duales Studium: Recherchiere einen dualen Studiengang in Baden-Württemberg und erkläre, wie Theorie, Praxis und mögliche Berufsfelder zusammenpassen.
- Podcast Strukturwandel: Produziere einen drei- bis fünfminütigen Podcast, in dem Du Chancen und Risiken des Strukturwandels für Jugendliche erklärst.
Schwer
- Szenario 2035: Entwickle ein plausibles Zukunftsszenario für eine Industrieregion Baden-Württembergs im Jahr 2035 und begründe Deine Annahmen.
- Datenanalyse Wirtschaft: Suche aktuelle Daten zu Industrie, Beschäftigung oder Ausbildung in Baden-Württemberg, visualisiere sie und erkläre, was sie über den Strukturwandel aussagen.
- Unternehmensstrategie: Entwirf für einen fiktiven Automobilzulieferer eine Transformationsstrategie mit neuem Produkt, benötigten Kompetenzen, Investitionen und Risiken.
- Regionalentwicklung: Untersuche, wie Kommune, Unternehmen, Berufsschule und Hochschule gemeinsam auf Strukturwandel reagieren könnten, und entwickle ein Kooperationskonzept.


Lernkontrolle
- Ursache und Wirkung: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie Digitalisierung einen Betrieb verändert und welche Folgen dies für Beschäftigte, Ausbildung und Wettbewerb haben kann.
- Wertschöpfungskette: Analysiere, wie der Wechsel vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb mindestens drei Stufen einer regionalen Wertschöpfungskette verändern kann.
- Berufsentscheidung: Eine Schülerin interessiert sich für Technik und Programmierung, möchte aber möglichst praxisnah lernen. Vergleiche für sie duale Ausbildung, duales Studium und Hochschulstudium und begründe eine Empfehlung.
- Transformationskonflikt: Ein Betrieb muss investieren, kann aber nicht alle bisherigen Tätigkeiten erhalten. Entwickle Kriterien für eine faire und wirtschaftlich tragfähige Entscheidung.
- Regionale Unterschiede: Vergleiche zwei Regionen Baden-Württembergs und erkläre, warum derselbe technologische Wandel dort unterschiedliche Folgen haben könnte.
- Zukunftskompetenzen: Beurteile die Aussage, dass im digitalen Strukturwandel nur Programmierkenntnisse wichtig seien. Nutze mindestens drei Gegenargumente oder Ergänzungen.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur einzelne Begriffe kennst, sondern Zusammenhänge erklären und auf neue Beispiele übertragen kannst.
- Strukturwandel: Du kannst den Begriff erklären und von kurzfristigen Konjunkturschwankungen unterscheiden.
- Wirtschaftsstruktur Baden-Württembergs: Du kannst begründen, warum Industrie, Mittelstand und regionale Spezialisierung für den Wandel wichtig sind.
- Digitalisierung: Du kannst erklären, wie Daten, Software, Vernetzung und Automatisierung Produktion und Geschäftsmodelle verändern.
- Berufsorientierung: Du kannst Beispiele für veränderte oder neue Berufsbilder nennen und passende Kompetenzen zuordnen.
- Ausbildung und Studium: Du kannst duale Ausbildung, duales Studium und weitere Studienwege vergleichen.
- Urteilskompetenz: Du kannst Chancen und Risiken des Strukturwandels aus Sicht von Unternehmen, Beschäftigten und Regionen abwägen.
- Transfer: Du kannst ein unbekanntes Fallbeispiel analysieren und sinnvolle Maßnahmen für Qualifizierung oder Transformation vorschlagen.
OERs zum Thema
- Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Aktuelle Daten zur Wirtschaftsleistung und zur Bedeutung des Verarbeitenden Gewerbes.
- e-mobil BW Datencenter: Daten und Studien zur Mobilitätswende und Automobilwirtschaft in Baden-Württemberg.
- BERUFENET: Informationen zu Digitalisierung, Berufswandel und Qualifikation.
- Duale Hochschule Baden-Württemberg: Informationen zum dualen Studium und zu Theorie- und Praxisphasen.
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