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Sprichwörter und Redewendungen - Sprachwissen Deutsch

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Sprichwörter und Redewendungen - Sprachwissen Deutsch




Sprichwörter und Redewendungen - Sprachwissen Deutsch


Einleitung

Sprichwörter und Redewendungen machen Sprache bunt. Sie sagen oft mit wenigen Worten sehr viel.

In diesem aiMOOC lernst Du:

  1. Sprichwörter erkennen.
  2. Redewendungen verstehen.
  3. wörtliche und bildliche Bedeutung unterscheiden.
  4. passende Ausdrücke selbst verwenden.


Ein Bild voller Sprichwörter

Das Gemälde oben zeigt sehr viele alte Sprichwörter. Suche Menschen, Tiere und Gegenstände. Welche kleinen Geschichten erkennst Du?


Was ist ein Sprichwort?

Ein Sprichwort ist meist ein ganzer Satz. Es gibt einen Rat, eine Erfahrung oder eine Lebensregel weiter.

Sprichwort Einfache Bedeutung
Übung macht den Meister. Durch Üben wirst Du besser.
Ende gut, alles gut. Ein gutes Ende kann vieles verbessern.
Morgenstund hat Gold im Mund. Frühes Beginnen kann sich lohnen.
Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. Eine böse Tat kann auf Dich zurückfallen.

Hörbeispiel:


Was ist eine Redewendung?

Eine Redewendung ist eine feste Gruppe von Wörtern. Sie ist oft bildlich gemeint.

Redewendung Gemeinte Bedeutung
Tomaten auf den Augen haben Etwas Offensichtliches nicht sehen.
den Nagel auf den Kopf treffen Genau das Richtige sagen.
jemandem die Daumen drücken Jemandem Glück wünschen.
ins kalte Wasser springen Etwas Neues mutig beginnen.
zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen Zwei Ziele auf einmal erreichen.


Der wichtige Unterschied

Sprichwort Redewendung
meist ein ganzer Satz meist ein Teil eines Satzes
enthält oft eine Regel oder Erfahrung beschreibt etwas mit einem Sprachbild
Beispiel: Aller Anfang ist schwer. Beispiel: kalte Füße bekommen

Merksatz: Ein Sprichwort kann oft allein stehen. Eine Redewendung wird meist in einen Satz eingebaut.


Wörtlich oder bildlich?

Wörtlich bedeutet: Die Wörter meinen genau das, was sie sagen.

Bildlich bedeutet: Die Wörter haben eine übertragene Bedeutung.

Ausdruck Wörtliches Bild Bildliche Bedeutung
Tomaten auf den Augen haben Tomaten liegen vor den Augen. Etwas nicht bemerken.
ein Brett vor dem Kopf haben Ein Brett ist vor dem Kopf. Etwas nicht verstehen.
auf Wolke sieben schweben Eine Person sitzt auf einer Wolke. Sehr glücklich oder verliebt sein.


Der Zusammenhang hilft

Der Kontext ist die Situation um einen Ausdruck herum. Er hilft Dir beim Verstehen.

Beispiel:

„Mia hat morgen eine Prüfung. Wir drücken ihr die Daumen.“

Hier bedeutet die Daumen drücken: Mia Glück wünschen.


Sprichwörter verändern sich

Manche Menschen verändern bekannte Sprichwörter. Das kann lustig, kritisch oder überraschend wirken.

Original: Morgenstund hat Gold im Mund.

Veränderung: Morgenstund ist nicht für jeden gesund.

Eine solche Veränderung nennt man auch Anti-Sprichwort.


So verwendest Du Redewendungen

  1. Achte auf die Situation.
  2. Prüfe die gemeinte Bedeutung.
  3. Verwende den Ausdruck in der richtigen Form.
  4. Erkläre ihn, wenn jemand ihn nicht kennt.

Beispiel: „Die Aufgabe war schwer. Am Anfang verstand ich nur Bahnhof.“

Ich verstehe nur Bahnhof bedeutet: Ich verstehe nichts.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein Sprichwort? (Ein ganzer Satz mit einer allgemeinen Aussage) (!Ein einzelner Buchstabe) (!Eine zufällige Wortliste) (!Ein Reim ohne Bedeutung)




Was ist eine Redewendung? (Eine feste Wortgruppe mit oft bildlicher Bedeutung) (!Eine beliebige Überschrift) (!Ein vollständiger Roman) (!Ein Satzzeichen)




Was bedeutet Tomaten auf den Augen haben? (Etwas Offensichtliches nicht sehen) (!Tomaten pflanzen) (!Sehr gut sehen können) (!Hungrig sein)




Was bedeutet Übung macht den Meister? (Durch Üben wird man besser) (!Nur Meister dürfen üben) (!Üben ist immer leicht) (!Arbeit ist unnötig)




Welcher Ausdruck ist ein Sprichwort? (Ende gut, alles gut) (!die Daumen drücken) (!kalte Füße bekommen) (!den Faden verlieren)




Welcher Ausdruck ist eine Redewendung? (den Nagel auf den Kopf treffen) (!Aller Anfang ist schwer) (!Zeit heilt alle Wunden) (!Eile mit Weile)




Was ist eine bildliche Bedeutung? (Eine übertragene Bedeutung) (!Eine gemalte Schrift) (!Eine falsche Rechtschreibung) (!Eine besonders laute Stimme)




Warum ist der Kontext wichtig? (Er zeigt, welche Bedeutung zur Situation passt) (!Er macht jeden Satz länger) (!Er ersetzt alle Wörter) (!Er verändert die Rechtschreibung)




Was bedeutet jemandem die Daumen drücken? (Jemandem Glück wünschen) (!Jemanden festhalten) (!Die Hände verstecken) (!Eine Zahl zeigen)




Wie verwendest Du eine Redewendung richtig? (Sie muss zur Situation passen) (!Du tauschst alle Wörter aus) (!Du verwendest sie immer wörtlich) (!Du sagst sie ohne Zusammenhang)





Memory

Sprichwort ganzer Satz mit einer allgemeinen Erfahrung
Redewendung feste Wortgruppe mit bildlicher Bedeutung
wörtlich direkte Bedeutung der Wörter
bildlich übertragene Bedeutung
Kontext Situation, die beim Verstehen hilft
Daumen drücken Glück wünschen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
ins kalte Wasser springen etwas Neues mutig beginnen
Tomaten auf den Augen haben etwas Offensichtliches nicht sehen
zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zwei Ziele auf einmal erreichen
Übung macht den Meister durch Training besser werden
Ende gut, alles gut ein gutes Ende macht vieles wieder gut





Kreuzworträtsel

Sprichwort Wie heißt ein ganzer Satz mit einer allgemeinen Erfahrung?
Redewendung Wie heißt eine feste Wortgruppe mit oft bildlicher Bedeutung?
Bildlich Wie nennt man eine übertragene Bedeutung?
Satz Was ist ein Sprichwort meistens vollständig?
Bedeutung Was musst Du bei einem Ausdruck verstehen?
Kontext Was hilft Dir, einen Ausdruck in einer Situation zu verstehen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein

ist meist ein ganzer Satz mit einer allgemeinen Erfahrung. Eine

ist eine feste Gruppe von Wörtern. Die direkte Bedeutung eines Ausdrucks heißt

. Die übertragene Bedeutung heißt

. Der

hilft beim Verstehen. „Übung macht den Meister“ sagt, dass man durch

besser wird. „Tomaten auf den Augen haben“ bedeutet, etwas Offensichtliches nicht zu

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Redewendung zeichnen: Zeichne die wörtliche und die bildliche Bedeutung von „ein Brett vor dem Kopf haben“.
  2. Sprichwort ergänzen: Ergänze drei bekannte Sprichwörter und erkläre eines davon.
  3. Bedeutung erklären: Erkläre „jemandem die Daumen drücken“ mit eigenen Worten.
  4. Mini-Plakat: Gestalte ein kleines Plakat mit einem Sprichwort, einem Bild und einer kurzen Erklärung.


Standard

  1. Alltagsdialog: Schreibe einen kurzen Dialog mit zwei passenden Redewendungen.
  2. Interview: Frage drei Personen nach ihrem Lieblingssprichwort und notiere die Bedeutungen.
  3. Bilderrätsel: Gestalte drei Bilderrätsel zu Redewendungen. Lass andere die Lösungen finden.
  4. Sprachvergleich: Vergleiche ein Sprichwort mit einer Redewendung. Zeige Gemeinsamkeiten und Unterschiede.


Schwer

  1. Herkunft erforschen: Recherchiere die Geschichte einer Redewendung in zwei verlässlichen Quellen.
  2. Mehrsprachiger Vergleich: Suche ähnliche Sprichwörter in zwei Sprachen. Vergleiche Bilder und Aussagen.
  3. Erklärvideo: Produziere ein kurzes Video zu drei Redewendungen. Zeige jeweils Situation und Bedeutung.
  4. Sprachkritik: Prüfe ein altes Sprichwort. Ist seine Aussage heute immer sinnvoll? Begründe Deine Meinung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Passende Situation: Wähle für drei Alltagssituationen jeweils eine passende Redewendung. Begründe Deine Wahl.
  2. Missverständnis klären: Eine Person versteht „Du hast wohl Tomaten auf den Augen“ wörtlich. Erkläre das Missverständnis freundlich.
  3. Dialog verbessern: Überarbeite einen kurzen Dialog so, dass eine Redewendung sinnvoll und natürlich verwendet wird.
  4. Sprichwort prüfen: Untersuche „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Nenne eine passende und eine unpassende Situation.
  5. Bildsprache übertragen: Erfinde zu „den Faden verlieren“ eine kleine Szene. Erkläre danach die übertragene Bedeutung.
  6. Aussage bewerten: Entscheide, ob „Übung macht den Meister“ immer gilt. Begründe Deine Antwort mit einem Beispiel.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis ist wichtig:

  1. Du unterscheidest Sprichwort und Redewendung.
  2. Du erklärst wörtliche und bildliche Bedeutungen.
  3. Du nutzt den Kontext zum Verstehen.
  4. Du verwendest Ausdrücke passend in eigenen Sätzen.
  5. Du begründest Deine Auswahl.
  6. Du gestaltest ein eigenes Beispiel, Bild, Gespräch oder Video.




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