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Sicheres Experimentieren im Physikunterricht - Physik

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Sicheres Experimentieren im Physikunterricht - Physik




Sicheres Experimentieren im Physikunterricht - Physik


Einleitung

Experimente sind ein wichtiger Teil der Physik. Du beobachtest Vorgänge, prüfst Vermutungen und gewinnst Messwerte. Dabei können jedoch elektrische Energie, heiße Oberflächen, gespannte Federn, schwere Massen, starke Lichtquellen oder laute Töne gefährlich werden.

Sicheres Experimentieren bedeutet nicht, jedes Risiko zu vermeiden. Es bedeutet, Gefährdungen früh zu erkennen und wirksame Schutzmaßnahmen zu nutzen. Die Anweisungen Deiner Lehrkraft, die Fachraumordnung und die schulischen Notfallregeln sind immer verbindlich.

Dieser aiMOOC zeigt Dir einen klaren Ablauf für sichere Schülerexperimente. Er ersetzt keine Unterweisung durch eine Lehrkraft und ist keine Erlaubnis, Schulversuche unbeaufsichtigt zu Hause nachzumachen.


Lernziele

Nach der Bearbeitung kannst Du Gefährdungen eines Versuchs benennen, passende Schutzmaßnahmen auswählen und sicher auf Störungen reagieren. Du kennst außerdem wichtige Regeln aus Mechanik, Wärmelehre, Elektrizitätslehre, Optik und Akustik.

  1. Gefährdung: Du unterscheidest eine Gefährdung von einem konkreten Risiko.
  2. STOP-Prinzip: Du ordnest Schutzmaßnahmen nach ihrer Wirksamkeit.
  3. Versuchsplanung: Du planst Aufbau, Durchführung und Abbau in einer sicheren Reihenfolge.
  4. Notfall: Du weißt, wann Du stoppen, warnen und Hilfe holen musst.


Sicherheit als Teil der Physik

Ein gutes Experiment soll eine Frage beantworten. Es muss zugleich so geplant sein, dass niemand unnötig gefährdet wird. Sicherheit gehört deshalb zur fachlichen Qualität eines Versuchs.

Die formale Gefährdungsbeurteilung wird von der verantwortlichen Lehrkraft erstellt. Du unterstützt sie durch aufmerksames Arbeiten, ehrliche Rückmeldungen und das sofortige Melden von Schäden oder unerwarteten Beobachtungen.


Gefährdung und Risiko

Eine Gefährdung ist eine mögliche Quelle eines Schadens. Eine gespannte Feder kann beispielsweise zurückschnellen. Das Risiko hängt davon ab, wie wahrscheinlich ein Schaden ist und wie schwer seine Folgen wären.

Als vereinfachtes Denkmodell gilt:

RWS

Dabei steht R für das Risiko, W für die Wahrscheinlichkeit und S für die mögliche Schadensschwere. Diese Beziehung ist eine Lernhilfe und keine vollständige rechtliche Berechnung.

Beobachtung Mögliche Gefährdung Geeignete Reaktion
Ein Stativ wackelt Ein Bauteil kann umkippen Aufbau stoppen und stabilisieren
Ein Kabel ist beschädigt Elektrischer Kontakt oder Kurzschluss Nicht benutzen und der Lehrkraft melden
Ein Laser trifft eine glänzende Fläche Unkontrollierte Reflexion Strahl ausschalten und Aufbau verändern
Eine Metallplatte wurde erhitzt Verbrennung Kennzeichnen, Abstand halten und abkühlen lassen


Das STOP-Prinzip

Schutzmaßnahmen werden möglichst in einer wirksamen Reihenfolge ausgewählt. Das STOP-Prinzip beginnt bei der Gefahrenquelle und endet bei der persönlichen Schutzausrüstung.

Buchstabe Bedeutung Beispiel im Physikunterricht
S Substitution Einen gefährlichen Aufbau durch einen ungefährlicheren Aufbau ersetzen
T Technische Maßnahme Schutzscheibe, Strahlfänger oder berührungssichere Spannungsquelle verwenden
O Organisatorische Maßnahme Gefahrenbereich absperren, Gruppen verkleinern oder klare Rollen verteilen
P Persönliche Maßnahme Schutzbrille oder Gehörschutz tragen

Persönliche Schutzausrüstung ist wichtig, aber sie ist häufig die letzte Schutzstufe. Ein unsicherer Versuchsaufbau wird nicht allein dadurch sicher, dass Du eine Schutzbrille trägst.


Vor dem Experiment

Sicherheit beginnt vor dem ersten Handgriff. Lies die Versuchsanleitung vollständig und kläre unbekannte Begriffe. Suche zuerst Not-Aus-Schalter, Fluchtweg, Erste-Hilfe-Material und die zuständige Lehrkraft.

Sicherheitscheck Leitfrage
Ziel Welche physikalische Frage soll beantwortet werden?
Energie Welche elektrische, thermische, mechanische oder optische Energie kommt vor?
Aufbau Können Teile kippen, rollen, reißen, fallen oder wegfliegen?
Personen Wo stehen Beobachtende und Experimentierende?
Schutz Welche Abschirmung, welcher Abstand oder welche Schutzausrüstung ist nötig?
Stopp Wie wird die Energie schnell und sicher abgeschaltet?

Jacken und Taschen gehören nicht in Laufwege. Lange Haare werden zusammengebunden. Lose Kleidung, Schals und Schmuck dürfen nicht in rotierende oder heiße Geräte geraten. Essen und Trinken bleiben außerhalb des Experimentierbereichs.


Aufbau, Freigabe und Start

Baue den Versuch zunächst ohne wirksame Energiequelle auf. Eine elektrische Spannungsquelle bleibt ausgeschaltet, eine Feder ungespannt und eine Wärmequelle kalt, solange der Aufbau noch verändert wird.

Verwende nur Geräte, die für den Versuch vorgesehen und sichtbar unbeschädigt sind. Improvisierte Veränderungen sind nur nach ausdrücklicher Freigabe der Lehrkraft erlaubt.

Vor dem Start erfolgt die Freigabe. Prüfe gemeinsam mit Deiner Gruppe die Stabilität, die Leitungswege, den Gefahrenbereich und die Abschaltmöglichkeit. Bei vorgeschriebener Kontrolle wartet Ihr auf die Lehrkraft.


Während des Experimentierens

Arbeite ruhig und halte Dich an die vereinbarte Rollenverteilung. Eine Person bedient, eine beobachtet und eine protokolliert. Rollen können wechseln, aber nicht mitten in einer kritischen Handlung.

Ändere nie heimlich Spannung, Masse, Temperatur, Drehzahl oder Abstand. Ungewöhnliche Geräusche, Gerüche, Funken, starke Erwärmung oder instabile Bewegungen sind Stoppsignale.

Halte Gesicht und Körper aus möglichen Bewegungs-, Strahl- und Fallrichtungen heraus. Greife nicht über einen laufenden Aufbau. Scherze, Drängeln und Ablenkungen passen nicht zu einem aktiven Experiment.


Nach dem Experiment

Schalte zuerst alle Energiequellen ab. Warte bei heißen, rotierenden oder geladenen Bauteilen, bis keine Gefährdung mehr besteht. Kondensatoren dürfen nur nach Anweisung entladen werden.

Löse elektrische Verbindungen zuerst an der Spannungsquelle. Entspanne Federn, sichere Massen und räume Geräte geordnet zurück. Schäden, Leckagen und fehlende Teile werden gemeldet und nicht verdeckt.

Ein vollständiges Versuchsprotokoll enthält auch Sicherheitsbeobachtungen. Notiere beispielsweise eine notwendige Änderung des Aufbaus oder eine unerwartete Erwärmung.


Typische Gefahrenbereiche der Physik


Mechanik: Massen, Federn und Rotation

Mechanische Versuche müssen standsicher aufgebaut sein. Stativfüße stehen vollständig auf dem Tisch, Klemmen sind fest angezogen und schwere Bauteile befinden sich möglichst tief.

Bei gespannten Federn, Drähten, Flaschenzügen und rotierenden Massen darf niemand in der möglichen Flugrichtung stehen. Bewegte Körper werden nicht auf Augenhöhe angeordnet. Bei einem möglichen Wegschleudern ist eine Schutzscheibe sinnvoll.

Datei:Pendelgesetz (mit Rechnung).webm

Für Wurfversuche brauchst Du eine freie, kontrollierte Bahn und einen sicheren Auffangbereich. Ein Experiment wird abgebrochen, sobald Personen den vorgesehenen Bereich betreten.


Wärmelehre und Druck

Heiße Geräte sehen häufig genauso aus wie kalte Geräte. Berühre eine Heizplatte, einen Tauchsieder, eine Lampe oder erhitztes Metall deshalb nur nach eindeutiger Freigabe.

Geschlossene Gefäße dürfen nicht ohne geeignete Vorrichtung erhitzt werden. Bei Versuchen mit Druck oder Unterdruck dürfen nur freigegebene Geräte verwendet werden. Sicherheitsventile, Schutzscheiben und Herstellerhinweise sind zu beachten.

Richte Öffnungen nie auf Menschen. Erhitzte Teile werden auf einer geeigneten Unterlage abgestellt und bis zum Abkühlen gekennzeichnet.


Elektrizitätslehre

An Netzspannung arbeitest Du nicht eigenständig. Schülerexperimente werden mit den von der Lehrkraft freigegebenen, berührungsungefährlichen Spannungen und geeigneten Schulgeräten durchgeführt.

Schaltungen werden im spannungsfreien Zustand aufgebaut, verändert und abgebaut. Erst nach der Kontrolle wird eingeschaltet. Nach Abschluss oder bei einer Störung wird sofort ausgeschaltet.

Bananenstecker gehören niemals in eine Netzsteckdose. Beschädigte Leitungen, lockere Buchsen und überhitzte Bauteile werden nicht weiterverwendet. Bei Batterien und Akkumulatoren müssen Polung, Gerätetyp und vorgesehene Ladegeräte beachtet werden.

Hochspannungsdemonstrationen wie ein Van-de-Graaff-Generator gehören in die Verantwortung einer fachkundigen Lehrkraft. Halte Absperrungen und vorgegebene Abstände ein.


Optik, starke Lichtquellen und Laser

Blicke nie direkt in einen Laserstrahl, eine starke Lichtquelle oder eine spiegelnde Reflexion. Der Strahlengang wird so aufgebaut, dass er nicht auf Augenhöhe verläuft und sicher in einem Strahlfänger endet.

Uhren, Schmuck, Spiegel und glänzende Metallteile können Laserlicht unerwartet reflektieren. Sie werden aus dem Strahlbereich entfernt. Laser werden nur in der zugelassenen Form, unter Aufsicht und mit den festgelegten Schutzmaßnahmen verwendet.

Auch UV-Lampen, Lichtbögen, Hochdrucklampen, gebündeltes Sonnenlicht und sehr helle LEDs können Augen oder Haut gefährden. Abstand, Abschirmung und kurze Expositionszeiten sind zu beachten. Die Sonne wird nie ohne speziell geeignete Ausrüstung direkt beobachtet.


Akustik und Lärm

Laute Töne können das Gehör schädigen. Beginne bei Lautsprecherversuchen mit geringer Lautstärke. Erhöhe sie nur kontrolliert und halte Abstand zur Schallquelle.

Die Einwirkungsdauer wird möglichst kurz gehalten. Wenn die Lehrkraft Gehörschutz anordnet, muss er korrekt getragen werden. Kopfhörer werden nicht für überraschende oder extrem laute Signale eingesetzt.


Starke Magnete und elektromagnetische Felder

Starke Magnete können Finger einklemmen und metallische Gegenstände beschleunigen. Halte ferromagnetische Werkzeuge und lose Metallteile aus dem Gefahrenbereich.

Personen mit Herzschrittmachern, Cochlea-Implantaten oder anderen empfindlichen Implantaten müssen vor Versuchen mit starken magnetischen oder elektromagnetischen Feldern geschützt werden. Hinweise der Lehrkraft und des Herstellers sind verbindlich.


Ionisierende Strahlung und Röntgeneinrichtungen

Versuche mit radioaktiven Stoffen oder Schulröntgeneinrichtungen unterliegen besonderen rechtlichen Vorgaben. Sie werden ausschließlich von entsprechend qualifizierten Personen vorbereitet und geleitet.

Du hältst Dich an Absperrungen, Zeitvorgaben und Anweisungen. Geräte, Quellen und Schutzbehälter werden nicht ohne Erlaubnis berührt oder geöffnet.


Verhalten bei Störungen und Notfällen

Bei einer erkennbaren Gefahr gilt: Stoppen, warnen, Abstand halten und Hilfe holen. Informiere sofort die Lehrkraft. Betätige einen Not-Aus-Schalter nur, wenn dies zur Situation passt und Du Dich dabei nicht selbst gefährdest.

Bei einem Stromunfall darf eine betroffene Person nicht berührt werden, solange die elektrische Verbindung nicht sicher unterbrochen ist. Bei Feuer, Rauch, Verletzung oder unklarer Gefahr gelten der schulische Alarmplan, die Anweisungen der Lehrkraft und gegebenenfalls der Notruf 112.

Feuerlöscher, Löschdecken und Erste-Hilfe-Einrichtungen werden nicht zum Spielen oder Üben ohne Aufsicht benutzt. Nach einem Zwischenfall bleibt der Aufbau unverändert, soweit dadurch keine weitere Gefahr entsteht. So kann die Ursache später geklärt werden.


Der sichere Versuchsablauf

Phase Deine Aufgabe Sicherheitsgedanke
Verstehen Anleitung lesen und Ziel klären Ungeplante Handlungen vermeiden
Prüfen Gefährdungen und Schutzmaßnahmen besprechen Risiko vor dem Start verringern
Aufbauen Ohne aktive Energiequelle arbeiten Unbeabsichtigten Start verhindern
Freigeben Aufbau kontrollieren lassen Fehler vor der Belastung erkennen
Durchführen Ruhig beobachten und Grenzwerte einhalten Veränderungen früh bemerken
Stoppen Energiequellen ausschalten Gefährdung beenden
Abbauen Restenergien beachten und geordnet aufräumen Verletzungen nach dem Versuch vermeiden
Auswerten Messwerte und Sicherheitsbeobachtungen dokumentieren Aus Erfahrungen lernen


Kurze Fallbeispiele

Situation Sichere Entscheidung Begründung
Eine Glühlampe wird unerwartet sehr heiß Ausschalten, Abstand halten und Lehrkraft informieren Es besteht Verbrennungs- und möglicherweise Brandgefahr
Eine Feder löst sich teilweise aus der Halterung Nicht nachgreifen, Spannung vermeiden und Aufbau sichern lassen Die Feder kann unkontrolliert zurückschnellen
Ein Messwert erscheint falsch Nicht sofort umstecken, sondern zuerst ausschalten und den Aufbau prüfen Eine spontane Änderung unter Spannung kann gefährlich sein
Ein Laserpunkt erscheint an einer Seitenwand Laser ausschalten und Reflexionsweg suchen Der Strahlengang ist nicht mehr kontrolliert


Quellen und Vertiefung

  1. Richtlinie zur Sicherheit im Unterricht RiSU
  2. Sicher experimentieren in Physik des ISB Bayern
  3. DGUV: Sicher experimentieren mit elektrischer Energie in Schulen
  4. DEGINTU der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was solltest Du vor dem Aufbau eines Experiments zuerst tun? (Versuchsanleitung und Sicherheitsregeln vollständig lesen) (!Ohne Planung alle Geräte verbinden) (!Die größte verfügbare Energiequelle wählen) (!Erst nach dem Start nach Gefahren suchen)




Wofür steht das S im STOP-Prinzip? (Substitution) (!Schnelligkeit) (!Spannung) (!Sammlung)




Wie wird eine elektrische Schaltung sicher aufgebaut? (Bei ausgeschalteter Spannungsquelle) (!Bei maximaler Spannung) (!Mit eingesteckten Bananensteckern in der Netzsteckdose) (!Während alle Bauteile bereits heiß sind)




Welche Regel gilt beim Umgang mit einem Laser? (Nie in den direkten oder reflektierten Strahl blicken) (!Den Strahl zur Kontrolle auf Augenhöhe führen) (!Glänzende Gegenstände in den Strahl legen) (!Den Laser unbeaufsichtigt eingeschaltet lassen)




Was ist bei einem mechanischen Versuchsaufbau besonders wichtig? (Eine stabile und standsichere Anordnung) (!Möglichst viele lose Massen) (!Rotierende Teile auf Augenhöhe) (!Eine unkontrollierte Wurfbahn)




Was tust Du bei Rauch oder einem ungewöhnlichen Geräusch? (Experiment stoppen und sofort die Lehrkraft informieren) (!Den Versuch schneller fortsetzen) (!Die Störung verheimlichen) (!Das Gerät mit bloßen Händen öffnen)




Wie gehst Du mit einem beschädigten Kabel um? (Nicht benutzen und den Schaden melden) (!Mit Klebeband provisorisch weiterarbeiten) (!Das Kabel unter den Tisch legen) (!Eine höhere Spannung anlegen)




Was geschieht nach einem elektrischen Experiment zuerst? (Spannungsquelle ausschalten) (!Kabel unter Spannung herausziehen) (!Bauteile sofort mit Wasser kühlen) (!Messgeräte auf den höchsten Bereich stellen)




Wovon hängt ein Risiko vereinfacht ab? (Von Wahrscheinlichkeit und möglicher Schadensschwere) (!Nur von der Farbe eines Geräts) (!Nur von der Dauer der Unterrichtsstunde) (!Nur von der Anzahl der Messwerte)




Warum wird ein Aufbau vor dem Start kontrolliert? (Um Fehler vor dem Aktivieren der Energiequelle zu erkennen) (!Um Sicherheitsmaßnahmen zu entfernen) (!Um den Versuch ohne Anleitung zu verändern) (!Um die größtmögliche Belastung einzustellen)





Memory

Gefährdungsbeurteilung Risiken systematisch erkennen und Schutzmaßnahmen festlegen
Substitution Eine gefährliche Lösung durch eine ungefährlichere ersetzen
Schutzscheibe Wegfliegende Teile oder Strahlung abschirmen
Not-Aus Eine Anlage im Gefahrfall schnell stillsetzen
Strahlfänger Einen Laserstrahl sicher beenden
Gehörschutz Die Belastung durch starken Schall verringern
Aufsicht Sicheres Arbeiten fachkundig begleiten
Versuchsprotokoll Aufbau, Beobachtung und Sicherheitsereignisse dokumentieren





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Passende Schutzmaßnahme
Gespannte Feder Schutzscheibe und sicherer Abstand
Laserstrahl Strahlfänger und kontrollierter Strahlengang
Heiße Metallplatte Kennzeichnen und abkühlen lassen
Elektrischer Stromkreis Vor Änderungen die Spannungsquelle ausschalten
Lauter Ton Lautstärke senken und Gehör schützen
Schwere Masse Tief und standsicher befestigen






Kreuzworträtsel

Schutzbrille Welche persönliche Ausrüstung schützt die Augen?
Strahlfänger Worin soll ein Laserstrahl sicher enden?
Notaus Welche Einrichtung stoppt eine Anlage im Gefahrfall schnell?
Aufsicht Was ist bei Schülerexperimenten durch eine Lehrkraft nötig?
Stabilität Welche Eigenschaft muss ein Versuchsaufbau besitzen?
Abstand Welche einfache Maßnahme trennt Menschen von einer Gefahrenquelle?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Vor dem Experiment liest Du die

vollständig. Ein mechanischer Aufbau muss

sein. Elektrische Schaltungen werden bei ausgeschalteter

aufgebaut. Ein Laserstrahl endet in einem

. Defekte Geräte werden nicht benutzt, sondern der Lehrkraft

. Bei einer Gefahr wird das Experiment sofort

. Schutzmaßnahmen werden nach dem

ausgewählt. Nach dem Versuch wird der Arbeitsplatz geordnet

. Eine Risikobetrachtung verbindet Wahrscheinlichkeit und mögliche

. Notfälle werden nach dem schulischen

behandelt.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Sicherheitszeichen: Gestalte ein Plakat mit sechs Zeichen, die in einem Physikraum wichtig sein können, und erkläre ihre Bedeutung in eigenen Worten.
  2. Sicherheitscheck: Entwickle eine kurze Checkliste für den Beginn und das Ende einer Experimentierstunde.
  3. STOP-Prinzip: Finde zu jedem Buchstaben ein Beispiel aus dem Physikunterricht und stelle die vier Beispiele als Schaubild dar.
  4. Fehlerbild: Zeichne einen absichtlich unsicheren Versuchsplatz und markiere mindestens acht Stellen, die verbessert werden müssen.


Standard

  1. Gefahrenkarte: Untersuche mit Erlaubnis der Lehrkraft den Physikraum und erstelle eine Raumskizze mit Fluchtweg, Not-Aus, Erste Hilfe und sicheren Arbeitszonen.
  2. Versuchsplanung: Plane einen einfachen Pendelversuch und ergänze zu jedem Arbeitsschritt eine passende Sicherheitsmaßnahme.
  3. Interview: Befrage eine Lehrkraft oder eine sicherheitsbeauftragte Person zur Organisation von Notfällen und fasse die Antworten sachlich zusammen.
  4. Erklärvideo: Produziere ein höchstens dreiminütiges Video über den sicheren Aufbau einer einfachen Niederspannungsschaltung, ohne die Schaltung an Netzspannung anzuschließen.


Schwer

  1. Gefährdungsbeurteilung: Erstelle unter Anleitung der Lehrkraft eine vereinfachte Gefährdungsbeurteilung für einen ungefährlichen Schulversuch.
  2. Versuchsvergleich: Vergleiche zwei Aufbauten zum gleichen physikalischen Ziel und begründe, welcher Aufbau nach dem STOP-Prinzip sicherer ist.
  3. Sicherheitsaudit: Prüfe gemeinsam mit der Lehrkraft, ob Sicherheitszeichen und freie Laufwege im Fachraum gut erkennbar sind, und formuliere Verbesserungsvorschläge.
  4. Peer-Teaching: Entwickle eine Unterrichtsstation, an der jüngere Lernende Gefährdungen erkennen und sichere Entscheidungen begründen, ohne einen gefährlichen Versuch durchzuführen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Szenarioanalyse: In einer Schaltung wird ein Widerstand sehr heiß. Analysiere mögliche Ursachen, beschreibe die sichere Reihenfolge der Reaktionen und begründe jeden Schritt.
  2. Transfer des STOP-Prinzips: Übertrage das STOP-Prinzip auf einen Versuch mit einer gespannten Feder und entwickle mindestens eine Maßnahme pro Schutzstufe.
  3. Versuchsoptimierung: Ein Laseraufbau enthält mehrere glänzende Klemmen. Entwirf eine sicherere Anordnung und erkläre, wie Du Reflexionen kontrollierst.
  4. Entscheidungsbegründung: Vergleiche die Aussagen „Schutzbrille genügt“ und „Gefahr zuerst an der Quelle verringern“. Begründe, welche Aussage fachlich überzeugender ist.
  5. Notfallplanung: Entwickle für die Störungen Stromausfall, Kabelschaden und Rauchentwicklung einen gemeinsamen Handlungsplan mit sinnvollen Verzweigungen.
  6. Risikokommunikation: Erkläre einer jüngeren Lerngruppe den Unterschied zwischen Gefährdung und Risiko anhand eines selbst gewählten Physikversuchs.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis sollst Du zeigen, dass Du Sicherheit nicht nur als Regelliste verstehst, sondern auf neue Situationen übertragen kannst.

  1. Du erkennst mechanische, thermische, elektrische, optische und akustische Gefährdungen.
  2. Du begründest Schutzmaßnahmen mit dem STOP-Prinzip.
  3. Du planst einen Versuch in einer sicheren Reihenfolge.
  4. Du beschreibst eine klare Reaktion auf Störungen und Notfälle.
  5. Du dokumentierst Sicherheitsbeobachtungen im Versuchsprotokoll.
  6. Du unterscheidest Aufgaben der Lernenden von der Verantwortung der Lehrkraft.
  7. Du entwickelst Verbesserungen für einen gegebenen Versuchsaufbau.




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