Sensorik und industrielle Signale – Digitale Schaltsignale interpretieren
Sensorik und industrielle Signale – Digitale Schaltsignale interpretieren
Kurzbeschreibung: In diesem aiMOOC lernst Du, digitale industrielle Schaltsignale anhand von Signalpegel, Anschlusslogik und Störzuständen zu interpretieren. Du arbeitest mit einer virtuellen Förderstation, Signalverläufen und Diagnosefällen aus der Ausbildung. Im Mittelpunkt steht nicht das Auswendiglernen, sondern die Frage: Was beobachte ich – und welche Aussage ist daraus wirklich zulässig?

Der Kurs richtet sich besonders an Auszubildende in Automatisierungstechnik, Mechatronik, Elektrotechnik und verwandten Berufen. Fachbegriffe werden knapp eingeführt und sofort im Ausbildungsfall angewendet.
Zielgruppe und Lernziele
| Du kannst am Ende … | Nachweis im Kurs |
|---|---|
| elektrische Pegel von logischer Bedeutung unterscheiden | Signalverläufe und Datenblattgrenzen auswerten |
| PNP, NPN, Schließer und Öffner auseinanderhalten | Anschlusslogik begründen |
| einen digitalen Signalweg vom Sensor bis zur SPS verfolgen | virtuelle Diagnosekette bearbeiten |
| Störbilder systematisch eingrenzen | Beobachtung, Hypothese und Prüfschritt trennen |
| Grenzen einer Diagnose benennen | unsichere oder nicht eindeutige Zustände korrekt kennzeichnen |
Sicherheitsrahmen
Dieser Kurs ist für Simulation, virtuelle Anlagen und berührungssichere Schulungsmodelle gedacht. Reale Elektroarbeiten dürfen nur durch entsprechend qualifizierte und beauftragte Personen nach den geltenden betrieblichen Regeln durchgeführt werden. Für Übungen eignen sich virtuelle Anlagen oder entsprechend freigegebene, berührungssichere Kleinspannungs-Schulungsmodelle.
Wichtig: Ein Quizresultat, ein Lernnachweis oder das Bestehen dieses Kurses ist keine Freigabe für Arbeiten an realen Maschinen, Schaltschränken oder elektrischen Anlagen. Arbeitsfreigabe, Qualifikation und Beauftragung sind davon getrennt.
Ausbildungsfall: Förderstation F2
In einer virtuellen Montageanlage fährt ein metallischer Werkstückträger zur Station F2. Der induktive Sensor B1 meldet die Position an einen digitalen Eingang der SPS. Im Trainingsfall ist B1 ein 3-Leiter-PNP-Sensor mit Schließerfunktion an einem dazu passenden 24-V-DC-Eingang.

Der virtuelle Signalweg lautet:
| Prozess | Sensor | Leitung | Eingang | SPS | Programm |
|---|---|---|---|---|---|
| Werkstückträger | B1 erkennt Metall | Ausgangssignal | DI E0.2 | Prozessabbild | Variable „Position_F2“ |
Auftrag: Die Anlage meldet gelegentlich „Werkstück fehlt“. Du sollst herausfinden, ob der Fehler eher am Prozess, Sensor, Signalweg, Eingang oder an der Zuordnung in der Steuerung liegt.
Lerneinheit 1 – Vom elektrischen Pegel zum Bit
Ein Digitalsignal wird logisch als 0 oder 1 verarbeitet. Der reale elektrische Eingang sieht jedoch zunächst eine Spannung beziehungsweise einen Strom. Erst die Eingangsschaltung entscheidet anhand ihrer spezifizierten Kennwerte, welcher logische Zustand erkannt wird.

Beispiel, nicht Universalwert: Für die Beckhoff-Eingangsklemme EL1008 sind bei 24 V DC unter anderem folgende Bereiche angegeben: Signal „0“ von −3 V bis +5 V und Signal „1“ von 11 V bis 30 V. Ein Pegel zwischen diesen garantierten Bereichen darf in dieser Übung nicht einfach als sicher 0 oder sicher 1 bezeichnet werden. Bei anderen Baugruppen gelten deren eigene Datenblätter.
| Gemessener Pegel im Beispiel | Sichere Interpretation |
|---|---|
| 1,8 V | Signal 0 |
| 23,7 V | Signal 1 |
| 8,0 V | außerhalb der im Beispiel garantierten 0-/1-Bereiche |
Quelle zum Zahlenbeispiel: Beckhoff EL1008 – technische Daten.
Basisaufgabe: Pegel klassifizieren
Ordne im EL1008-Beispiel 2,2 V, 24,1 V und 8,4 V den Aussagen „0“, „1“ oder „nicht eindeutig aus den garantierten Bereichen ableitbar“ zu.
Hilfe 1: Suche zuerst die beiden garantierten Spannungsbereiche.
Hilfe 2: Prüfe jeden Messwert einzeln gegen die Grenzen −3…+5 V und 11…30 V.
Hilfe 3: Ein Wert zwischen +5 V und +11 V ist in dieser Aufgabe weder sicher 0 noch sicher 1.
Begründetes Feedback: 2,2 V liegt im 0-Bereich, 24,1 V im 1-Bereich. 8,4 V liegt zwischen den garantierten Bereichen. Die fachlich richtige Reaktion ist deshalb nicht Raten, sondern Datenblatt, Bezugspunkt und Signalweg zu prüfen.
Lerneinheit 2 – Anschlusslogik: PNP, NPN, Schließer und Öffner
PNP/NPN beschreibt die Ausgangslogik eines aktiven Sensors. NO/NC beziehungsweise Schließer/Öffner beschreibt dagegen, wie sich der Ausgang bezogen auf den Erkennungszustand verhält. Beides darf nicht verwechselt werden.


Die Transistorsymbole helfen beim Prinzipverständnis. Sie ersetzen keinen Anschlussplan des konkreten Sensors.
| Begriff | Aktiver Zustand | Passende Gegenstelle |
|---|---|---|
| PNP-Ausgang | schaltet positives Potenzial zum Ausgang, also „sourcing“ | typischerweise ein stromsenkender Eingang |
| NPN-Ausgang | schaltet den Ausgang in Richtung 0 V, also „sinking“ | typischerweise ein stromliefernder Eingang |
| Schließer NO | Ausgang wird bei erkannter Bedingung aktiv | unabhängig davon, ob PNP oder NPN |
| Öffner NC | Ausgang wird bei erkannter Bedingung inaktiv | unabhängig davon, ob PNP oder NPN |
Bei vielen industriellen 3-Leiter-Sensoren werden Braun für Versorgung Plus, Blau für 0 V und Schwarz für den Schaltausgang verwendet. Entscheidend bleibt immer das Datenblatt des konkreten Geräts.
Fachquelle: Balluff – PNP- und NPN-Ausgänge.
Anwendungsaufgabe: Anschlusslogik begründen
In der virtuellen Station ist B1 ein PNP-Schließer. Bei erkanntem Werkstück liefert der Sensorausgang etwa +24 V gegenüber 0 V. Die Eingangsbaugruppe muss dazu einen geeigneten Strompfad bereitstellen.
Hilfe 1: Frage nicht zuerst nach „PNP oder NPN“ der SPS, sondern nach der Richtung des konventionellen Stroms.
Hilfe 2: Ein PNP-Sensor liefert im aktiven Zustand Strom in Richtung Eingang.
Hilfe 3: Die Gegenstelle muss den Strom aufnehmen beziehungsweise zum Bezugspotenzial zurückführen können.
Begründetes Feedback: Ein sourcing PNP-Ausgang wird mit einem kompatiblen sinking Eingang kombiniert. Nur die Bezeichnung reicht trotzdem nicht: Anschlussbild, Common-Anschluss, Versorgung und Eingangsspezifikation des konkreten Moduls müssen zusammenpassen.
Lerneinheit 3 – Den Signalweg lesen
Eine gute Diagnose folgt dem Signal von außen nach innen: Prozess → Sensor → Leitung/Klemme → Eingangsschaltung → Statusanzeige → Prozessabbild → Programmvariable.


Für den virtuellen PNP-Schließer-Fall gelten folgende Beobachtungen:
| Fall | Sensoranzeige | Pegel an DI gegen 0 V | DI-LED | SPS-Bit | Erste Diagnoseidee |
|---|---|---|---|---|---|
| A | aus | 1,1 V | aus | 0 | plausibler Ruhezustand |
| B | an | 23,6 V | an | 1 | plausibler Erkennungszustand |
| C | an | 23,6 V | aus | 0 | Eingang, Common, Klemme oder Baugruppe prüfen |
| D | aus | 23,8 V | an | 1 | unerwartetes High, zum Beispiel Signalader gegen Plus oder Ausgang dauerhaft aktiv |
| E | an | 23,5 V | an | 0 | Adressierung, Prozessabbild oder Variablenzuordnung prüfen |
Merksatz: Eine einzelne LED beweist nicht den gesamten Signalweg.
Diagnoseaufgabe: Wo liegt die Abweichung?
Fall E zeigt: Sensoranzeige, Eingangsspannung und DI-LED passen zusammen, aber die SPS-Variable bleibt 0. Formuliere die zwei wahrscheinlichsten nächsten Prüfschritte in der virtuellen Anlage.
Hilfe 1: Alles bis zur Hardware-LED sieht plausibel aus.
Hilfe 2: Suche die nächste Stufe hinter der Eingangsbaugruppe.
Hilfe 3: Vergleiche Kanaladresse, Hardwarekonfiguration, Prozessabbild und verwendete Programmvariable.
Begründetes Feedback: Wenn der physische Eingang korrekt erkannt wird, ist ein Fehler vor dem Modul weniger wahrscheinlich. Die Diagnose wird deshalb hinter dem Eingang fortgesetzt: Kanalzuordnung und Software-Mapping sind nun die stärkeren Hypothesen.
Lerneinheit 4 – Störzustände und Signalverläufe
Digitale Signale können elektrisch sauber, fehlerhaft oder zeitlich instabil sein. Ein mechanischer Kontakt kann beim Umschalten kurz mehrfach öffnen und schließen: Er prellt.
Eingangsfilter können sehr kurze Änderungen unterdrücken. Beim EL1008-Beispiel ist ein typischer Eingangsfilter von 3 ms angegeben. Das ist ein Gerätebeispiel und keine allgemeine Vorgabe.
| Beobachtung im PNP-NO-Trainingsfall | Mögliche Ursache | Sinnvoller virtueller Prüfschritt |
|---|---|---|
| Eingang bleibt 0 | kein Ziel, fehlende Versorgung, Leitungsunterbrechung, fehlender Common, ungeeignete Anschlusslogik | Signalweg Stufe für Stufe vergleichen |
| Eingang bleibt 1 | Ziel dauerhaft erkannt, Signalader an Plus, Ausgang dauerhaft aktiv | Prozesszustand und Pegel vor dem Eingang vergleichen |
| schnelle 0/1-Wechsel | Kontaktprellen, lose Verbindung oder Störeinkopplung | Zeitverlauf und Filtereinstellung vergleichen |
| Pegel im Zwischenbereich | Spannungsabfall, Leckstrom, hochohmige Verbindung oder falscher Bezug | Datenblattgrenzen und Bezugspotenzial prüfen |
| Sensor-LED wechselt, DI-LED nicht | Problem zwischen Sensorausgang und Eingangsschaltung | Leitung, Klemme, Common und Eingangstyp virtuell prüfen |
Wichtig: Bei einem einfachen digitalen Eingang kann eine Leitungsunterbrechung denselben logischen Zustand erzeugen wie ein regulär inaktiver PNP-Schließer. Ein einzelnes Bit kann deshalb nicht automatisch beweisen, dass die Leitung intakt ist. Für echte Leitungsdiagnose sind passende Schaltungskonzepte beziehungsweise diagnosefähige Geräte erforderlich.
Transferaufgabe: Unruhiger Signalverlauf
Während ein virtueller Antrieb läuft, springt der beobachtete Eingang mehrfach zwischen 0 und 1. Die Sensoranzeige bleibt jedoch stabil. Begründe, warum Du nicht als Erstes das SPS-Programm ändern solltest.
Hilfe 1: Vergleiche Prozesszustand, Sensoranzeige und Eingangssignal.
Hilfe 2: Eine stabile Sensoranzeige bei instabilem Eingang lenkt den Verdacht auf den Weg zwischen Ausgang und Eingang.
Hilfe 3: Denke an Leitung, Klemme, Bezugspotenzial, Störeinkopplung und Filterung.
Begründetes Feedback: Eine Softwareänderung kann Symptome verdecken, ohne die Ursache zu beseitigen. Zuerst wird die Abweichung im Signalweg lokalisiert und mit Datenblatt, Signalverlauf und reproduzierbaren Beobachtungen belegt.
Lerneinheit 5 – Unterschiedliche Signalgeber, gleiche Diagnoseidee
Digitale Eingänge können Signale von mechanischen Endschaltern, induktiven oder optischen Sensoren erhalten. Die physikalische Erfassung ist verschieden, die Diagnose folgt trotzdem derselben Grundidee: Prozesszustand → Ausgangszustand → elektrischer Pegel → Eingangserkennung → Softwarezustand.

Ein mechanischer Kontakt kann prellen. Ein Halbleiterausgang kann dagegen unter anderem Restströme oder andere elektrische Eigenschaften besitzen. Daraus folgt: Sensorart und Eingangsbaugruppe müssen gemeinsam betrachtet werden.
Lerneinheit 6 – Virtuelle Steuerungsaufgabe
Die Förderstation wird ausschließlich virtuell gesteuert. Es gelten die Signale Startfreigabe, B1_Position und Diagnosefehler. Der Förderbefehl soll nur anstehen, solange eine Startfreigabe vorliegt, die Zielposition noch nicht erreicht ist und kein Diagnosefehler gesetzt ist.
| Startfreigabe | B1_Position | Diagnosefehler | Erwarteter Förderbefehl |
|---|---|---|---|
| aktiv | nicht erkannt | kein Fehler | aktiv |
| aktiv | erkannt | kein Fehler | inaktiv |
| aktiv | nicht erkannt | Fehler aktiv | inaktiv |
| inaktiv | nicht erkannt | kein Fehler | inaktiv |
Steuerungsauftrag: Begründe jede Zeile mit dem Prozessziel. Ergänze anschließend einen fünften Fall, in dem die Eingangsinformation widersprüchlich ist und die virtuelle Anlage deshalb nicht einfach weiterfördern sollte.
Gestufte Hilfe 1: Die Position B1 beendet den normalen Fördervorgang.
Gestufte Hilfe 2: Ein Diagnosefehler hat Vorrang vor dem normalen Ablauf.
Gestufte Hilfe 3: Ein widersprüchlicher Zustand ist kein Anlass zum Raten, sondern zum definierten Diagnosezustand.
Begründetes Feedback: Die Tabelle trennt Prozesslogik und Diagnose. Dadurch wird vermieden, dass ein unplausibles Eingangssignal stillschweigend wie ein normaler Prozesszustand behandelt wird.
Interaktive Aufgaben
Die folgenden Aufgaben dienen der Lernkontrolle und Selbstdiagnose. Kein Ergebnis erzeugt eine Arbeits- oder Anlagenfreigabe.
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet ein aktiver PNP-Ausgang grundsätzlich? (Der Ausgang schaltet positives Potenzial in Richtung Last oder Eingang) (!Der Ausgang schaltet immer eine Netzspannung) (!Der Ausgang ist automatisch ein Öffner) (!Der Ausgang ersetzt das Eingangsdatenblatt)
Wie wird ein Pegel von 2 V im genannten EL1008-Beispiel eingeordnet? (Als Signal 0) (!Als Signal 1) (!Als sicherer Drahtbruch) (!Als PNP-Signal)
Wie ist ein Pegel von 8 V im genannten EL1008-Beispiel fachlich zu behandeln? (Er liegt zwischen den garantierten Bereichen und muss weiter geprüft werden) (!Er ist sicher Signal 0) (!Er ist sicher Signal 1) (!Er beweist einen Kurzschluss)
Welche Kombination ist für einen PNP-Sensor grundsätzlich passend? (Ein kompatibler stromsenkender Eingang) (!Ein beliebiger Eingang ohne Bezugspotenzial) (!Nur ein analoger Eingang) (!Nur ein NPN-Ausgang)
Wie verhält sich ein Öffner-Sensor bei erkannter Bedingung? (Sein Schaltausgang wird inaktiv) (!Sein Schaltausgang wird immer plusgeschaltet) (!Er wird automatisch zum PNP-Sensor) (!Er erzeugt zwingend ein analoges Signal)
Sensoranzeige und Eingangsspannung ändern sich korrekt, die SPS-Variable aber nicht. Was ist als Nächstes besonders sinnvoll? (Adressierung und Variablenzuordnung prüfen) (!Sofort den Sensor ersetzen) (!Den Eingang ohne Datenblatt umverdrahten) (!Das Quiz erneut starten)
Der Eingang bleibt im PNP-Schließer-Trainingsfall dauerhaft 1. Welche Ursache ist plausibel? (Eine Verbindung der Signalader mit dem Pluspotenzial) (!Ein sicher erkannter Leitungsbruch) (!Fehlendes Werkstück beweist den Zustand 1) (!Ein Eingang ohne Versorgung erzeugt immer 1)
Was kann Kontaktprellen an einem schnellen Digitaleingang bewirken? (Mehrere unerwünschte Signalflanken) (!Eine dauerhafte galvanische Trennung) (!Eine automatische PNP-NPN-Umschaltung) (!Eine Änderung der Sensorfarbe)
Warum beweist ein logisches 0 bei einem einfachen PNP-Schließer nicht automatisch einen Leitungsbruch? (Weil auch der normale inaktive Zustand ein 0-Signal liefern kann) (!Weil Leitungsbrüche immer ein Signal 1 erzeugen) (!Weil digitale Eingänge keine Spannung auswerten) (!Weil ein Schließer immer geschlossen ist)
Welche Aussage gilt nach bestandenem Quiz? (Das Ergebnis ist keine Freigabe für reale Elektroarbeiten) (!Das Ergebnis ersetzt eine betriebliche Beauftragung) (!Das Ergebnis erlaubt Arbeiten an jedem Schaltschrank) (!Das Ergebnis ersetzt die Qualifikation für Elektroarbeiten)
Memory
| PNP-Ausgang | plusschaltend |
| NPN-Ausgang | minusschaltend |
| Schließer | NO-Funktion |
| Öffner | NC-Funktion |
| Eingangsfilter | kurze Impulse unterdrücken |
| Zwischenbereich | nicht eindeutig spezifizierter Pegelbereich |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Versorgung und Signalweg prüfen | Eingang bleibt LOW |
| Signalader gegen Plus untersuchen | Eingang bleibt HIGH |
| Zeitverlauf und Filter prüfen | Mehrfache Flanken |
| Adressierung und Mapping prüfen | DI-LED korrekt, SPS-Bit falsch |
| Leitung, Klemme und Common prüfen | Sensor-LED korrekt, DI-LED falsch |
| Datenblattgrenzen prüfen | Pegel im Zwischenbereich |
Kreuzworträtsel
| Plusschaltend | Wie wird die typische aktive PNP-Ausgangswirkung genannt? |
| Minusschaltend | Wie wird die typische aktive NPN-Ausgangswirkung genannt? |
| Schließer | Wie heißt die NO-Schaltfunktion auf Deutsch? |
| Öffner | Wie heißt die NC-Schaltfunktion auf Deutsch? |
| Prellen | Wie heißt das schnelle mehrfache Umschalten eines mechanischen Kontakts? |
| Bezugspotential | Wogegen wird eine Signalspannung sinnvoll bewertet? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Signalverlauf markieren: Zeichne für die virtuelle Förderstation einen Verlauf aus LOW, steigender Flanke, HIGH und fallender Flanke und beschrifte die Prozesszustände.
- Sensorvergleich: Erstelle eine Bild- oder Kartenübersicht mit mechanischem Endschalter, induktivem Sensor und optischem Sensor und notiere jeweils die beobachtbare Ausgangsinformation.
- PNP erklären: Erkläre einer neuen Auszubildenden in höchstens fünf Sätzen den Unterschied zwischen PNP-Ausgang und Schließerfunktion.
- Diagnosekette: Ordne die Stationen Prozess, Sensor, Leitung, Eingang, Prozessabbild und Programm in eine sinnvolle Prüfreihenfolge.
Standard
- Pegelmatrix: Erstelle mit den EL1008-Beispielgrenzen fünf virtuelle Messwerte und begründe jeweils, ob 0, 1 oder ein nicht eindeutig garantierter Bereich vorliegt.
- Virtuelle Eingangskarte: Entwirf auf Papier oder in einer sicheren Simulation eine PNP-Sensor-Eingangskombination und markiere Stromrichtung, Bezugspotenzial und Eingang.
- Störungskarten: Erstelle sechs Karten mit Beobachtung, möglicher Ursache und nächstem Prüfschritt für typische digitale Eingangsstörungen.
- Prellanalyse: Entwickle einen kurzen Signalverlauf mit mehreren Flanken und erkläre, welche Wirkung ein Eingangsfilter auf die Auswertung haben kann.
Schwer
- Fehlerbaum: Entwickle für „Werkstück fehlt trotz Sensoranzeige“ einen Fehlerbaum mit mindestens drei Diagnoseebenen und begründe die Reihenfolge.
- Schnittstellenvergleich: Vergleiche zwei reale Herstellerdatenblätter auf PNP/NPN-Kompatibilität, ohne reale Verdrahtungsarbeiten durchzuführen, und dokumentiere offene Fragen.
- Transferfall: Entwirf für eine zweite virtuelle Station eine Logik, die einen widersprüchlichen Eingangszustand erkennt und in einen definierten Diagnosezustand überführt.
- Fachgespräch: Führe mit einer fachlich verantwortlichen Person ein Interview darüber, wie im Betrieb Arbeitsfreigabe, Messung, Diagnose und Dokumentation voneinander getrennt werden, und fasse die Ergebnisse anonymisiert zusammen.


Lernkontrolle
- Unklare Messung: An einem virtuellen Eingang werden 8,6 V angezeigt, während das verwendete Datenblatt nur bis 5 V sicher 0 und ab 11 V sicher 1 garantiert. Entwickle eine begründete Diagnoseentscheidung, ohne den Zustand zu erraten.
- Widersprüchliche Anzeigen: Sensor-LED und Eingangsspannung zeigen „aktiv“, die DI-LED bleibt aus. Begründe eine Prüfreihenfolge und nenne Informationen, die Dir für eine eindeutige Diagnose noch fehlen.
- Hardware oder Software: Die DI-LED wechselt korrekt, die Programmvariable bleibt konstant. Erkläre, wie Du den Fehlerbereich eingrenzt, ohne sofort Hardware zu tauschen oder Software zu ändern.
- Schnittstellenwechsel: Eine virtuelle Anlage soll von PNP- auf NPN-Sensorik umgestellt werden. Beschreibe, welche technischen Angaben der Gegenstelle vor jeder Änderung geprüft werden müssen und warum.
- Zeitverhalten: Ein mechanischer Schalter erzeugt mehrere Flanken. Entwickle zwei mögliche Gegenmaßnahmen und diskutiere, wann eine stärkere Filterung die Funktion der Anlage selbst beeinträchtigen könnte.
- Leitungsbruch: Zeige an einem PNP-Schließer-Beispiel, warum „0“ sowohl normal als auch fehlerbedingt sein kann, und entwirf ein Konzept, mit dem eine Anwendung zusätzliche Diagnoseinformation erhalten könnte.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe nennst, sondern Entscheidungen fachlich begründest.
- Du interpretierst digitale Pegel anhand der Spezifikation der verwendeten Eingangsbaugruppe.
- Du unterscheidest elektrische Ausgangslogik von Schließer- und Öffnerfunktion.
- Du verfolgst einen Signalweg vom Prozess bis zur SPS-Variable.
- Du formulierst zu einem Störbild mehrere Hypothesen und priorisierst passende Prüfschritte.
- Du erkennst nicht eindeutige Zustände und vermeidest unbegründete Schlussfolgerungen.
- Du dokumentierst, dass Simulationserfolg oder Quizresultate keine reale Arbeitsfreigabe darstellen.
Fachquellen und Medienrechte
Stand der Prüfung: 07.10.2026. Für technische Grenzwerte ist immer die aktuelle Dokumentation des tatsächlich verwendeten Geräts maßgeblich.
| Fachquelle | Verwendung im Kurs |
|---|---|
| Beckhoff EL1008 | Beispiel für 24-V-Digitaleingang, garantierte 0-/1-Bereiche und Eingangsfilter |
| Balluff – PNP/NPN | PNP als plusschaltend, NPN als minusschaltend und Anschlussprinzip |
| Siemens S7-1200 System Manual | Herstellerbeispiel für digitale 24-V-DC-Ein-/Ausgänge und unterschiedliche Eingangsverschaltungen |
| Wikipedia – Speicherprogrammierbare Steuerung | Überblick zu SPS und digitalen Ein-/Ausgängen |
| Wikipedia – Induktiver Näherungsschalter | Funktionsprinzip und binäres Sensorsignal |
Geprüfte Wikimedia-Commons-Medien:
| Datei | Lizenz laut Commons-Dateiseite |
|---|---|
| PLC Control Panel.png | Public Domain |
| Programmable logic controller.jpg | CC BY-SA 3.0 / GFDL |
| Inductive proximity sensor.jpg | CC BY-SA 4.0 |
| Photoelectric sensor.jpg | CC BY-SA 3.0 |
| Limit Switches.JPG | CC BY-SA 3.0 / GFDL |
| Digital Signal Square Wave.svg | CC BY-SA 4.0 |
| Switch bounce.JPG | Public Domain |
| Symbol PNP Transistor.svg | Public Domain |
| Symbol NPN Transistor.svg | Public Domain |
| Din rail.jpg | Public Domain |
YouTube-Medien: Die eingebetteten Videos stammen von CADISAC beziehungsweise RealPars und werden als YouTube-Streams eingebunden, nicht lokal kopiert oder als frei lizenzierte OER ausgegeben. Maßgeblich bleiben die Rechteangaben der jeweiligen Anbieter und der Plattform.
- CADISAC – How to connect a PNP and NPN sensor to a PLC
- RealPars – Why PLC Inputs Fail: Sinking vs Sourcing
- RealPars – Sinking and Sourcing PLC Inputs Explained
OERs zum Thema
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragen