Schrauben Nieten Kleben und Fügen – Lötverbindungen im Metallbau einordnen
Schrauben Nieten Kleben und Fügen – Lötverbindungen im Metallbau einordnen
Einleitung
Dieser aiMOOC ordnet Lötverbindungen in die Fügetechnik des Metallbaus ein. Du vergleichst Schrauben, Nieten, Kleben und Löten, konzentrierst Dich anschließend auf Lot, Grundwerkstoff und Benetzbarkeit und triffst begründete Verfahrensentscheidungen. Zielgruppe ist die berufliche Ausbildung.
Wichtig: Dieser Kurs vermittelt Wissen und Beobachtungskompetenz. Er erteilt keine Arbeitsfreigabe. Praktische Werkstattarbeiten dürfen nur nach betrieblicher Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung und mit der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung sowie zuständiger Aufsicht durchgeführt werden. Das gilt besonders für offene Flammen, heiße Bauteile, Flussmittel, Dämpfe, Druckgas und Brandgefahren.

Bildauftrag: Erkenne am Schnittbild, welche Bauteile einer Schraubverbindung die Klemmkraft erzeugen.

Bildauftrag: Suche die Nietreihen. Überlege, warum eine solche Verbindung normalerweise nicht zerstörungsfrei gelöst wird.
Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du Fügeverfahren nach ihrem Wirkprinzip vergleichen, die Rolle von Lot und Grundwerkstoff erklären, gute und schlechte Benetzung unterscheiden, Lötverfahren gegenüber Schrauben, Nieten und Kleben einordnen und für einen Ausbildungsfall eine begründete Vorauswahl treffen.
Ausbildungsfall: Welche Verbindung passt?
In einem Metallbaubetrieb soll eine kleine Baugruppe aus einem Kupferrohr und einem Messingfitting dauerhaft und dicht verbunden werden. Wenig Bauraum ist vorhanden. Die Grundwerkstoffe sollen beim Fügen nicht aufgeschmolzen werden. Gleichzeitig fordert die Konstruktion eine belastbare, kontrollierbare Verbindung. Du sollst noch keine Werkstattarbeit ausführen, sondern zuerst entscheiden, welche Angaben zur Belastung, Betriebstemperatur, Korrosionsumgebung, Prüfanforderung und späteren Demontage fehlen.
Leitfrage: Wann ist eine Lötverbindung fachlich plausibler als Schrauben, Nieten oder Kleben – und wann nicht?
Kurze Lerneinheiten
Lerneinheit 1: Fügen einordnen
Nach DIN 8593 gehört Löten zur Hauptgruppe Fügen. In der dortigen Systematik liegen Schrauben, Nieten, Löten und Kleben in unterschiedlichen Gruppen. Für die Ausbildung hilft diese vereinfachte Einordnung:
| Verfahren | Typisches Wirkprinzip | Lösbarkeit | Wärme beim Fügen |
|---|---|---|---|
| Schrauben | vor allem Kraftschluss, je nach Ausführung zusätzlich Formschluss | meist lösbar | normalerweise keine Prozesswärme nötig |
| Nieten | Formschluss und Klemmwirkung | meist nur zerstörend lösbar | je nach Nietverfahren ohne oder mit Wärme |
| Kleben | stoffschlüssiger Verbund durch Adhäsion und Kohäsion | meist nicht zerstörungsfrei lösbar | Aushärtung statt Aufschmelzen des Grundwerkstoffs |
| Löten | stoffschlüssige metallische Verbindung mit Lot | im Regelfall nicht zerstörungsfrei lösbar | Lot wird geschmolzen, Grundwerkstoff bleibt fest |

Zeichnungsauftrag: Ordne Stumpf-, Überlapp- und T-Verbindung den Bauteilgeometrien zu, die Du aus Deiner Ausbildung kennst. Die Geometrie allein entscheidet noch nicht über das Fügeverfahren.
Lerneinheit 2: Lot und Grundwerkstoff
Grundwerkstoff ist der Werkstoff der zu fügenden Bauteile. Beim Löten bleibt er im festen Zustand. Lot ist der metallische Zusatzwerkstoff mit niedrigerer Schmelztemperatur als die Grundwerkstoffe.
Beim Löten entsteht die Verbindung nicht dadurch, dass die Grundwerkstoffe wie beim Schmelzschweißen vollständig aufgeschmolzen werden. Entscheidend ist, dass das flüssige Lot die Oberfläche benetzt und an der Grenzfläche eine metallische Verbindung entstehen kann.

Bildauftrag: Markiere gedanklich Grundwerkstoff, Lotbereich und Grenzfläche. Welche Information über die innere Qualität lässt sich aus einem Außenfoto noch nicht sicher ableiten?
Lerneinheit 3: Benetzbarkeit
Benetzbarkeit beschreibt, wie gut sich eine Flüssigkeit auf einer festen Oberfläche ausbreiten kann. Beim Löten muss das flüssige Lot die vorgesehenen Fügeflächen ausreichend benetzen. Schlechte Benetzung zeigt sich typischerweise daran, dass das Lot eher kugelig stehen bleibt oder nicht in den vorgesehenen Bereich fließt.
Wichtige Einflussgrößen sind ein passendes System aus Grundwerkstoff und Lot, eine saubere und möglichst oxidarme Oberfläche, die richtige Prozesstemperatur sowie ein geeignetes Flussmittel oder eine geeignete Schutzatmosphäre.

Zeichnungsauftrag: Ein kleinerer Kontaktwinkel steht allgemein für bessere Benetzung. Übertrage diese Idee auf flüssiges Lot auf einer metallischen Fügefläche.
Beobachtungsauftrag zum Video: Achte nur auf drei Punkte: Spalt, Sauberkeit und Fließweg. Formuliere danach einen Satz dazu, warum Kapillarwirkung ohne ausreichende Benetzung nicht zuverlässig hilft. Das Video ist eine Beobachtungsquelle, keine Arbeitsfreigabe.
Lerneinheit 4: Kapillarwirkung und Spalt
Bei geeigneter Benetzung kann flüssiges Lot in einen engen Lötspalt gezogen werden. Diese Kapillarwirkung ist besonders für Lötverbindungen mit überlappenden Fügeflächen wichtig. Zu großer, zu kleiner oder ungleichmäßiger Spalt kann die Lotverteilung ungünstig beeinflussen; konkrete Sollwerte hängen von Werkstoffen, Lot, Verfahren und Regelwerk ab.
Bauteilauftrag: Erkenne Rohr und Fitting als überlappende Geometrie. Begründe, warum sich eine Spaltverbindung anders verhält als eine breite offene Fuge.
Beobachtungsauftrag zum Prozessvideo: Notiere, wann das Zusatzmetall zu fließen beginnt und welche Rolle die Erwärmung der Bauteile spielt. Beurteile danach: Wird hier der Grundwerkstoff absichtlich aufgeschmolzen?
Lerneinheit 5: Weichlöten, Hartlöten, Hochtemperaturlöten
Für die Einteilung wird die Liquidustemperatur des Lotes herangezogen. Der verbreitete Trennwert zwischen Weich- und Hartlöten liegt bei 450 °C. Hochtemperaturlöten arbeitet oberhalb von 900 °C typischerweise unter Schutzgas oder im Vakuum.
Merke: Die Temperaturklasse allein sagt noch nicht, ob ein Verfahren für ein Bauteil geeignet ist. Entscheidend sind Werkstoffpaarung, Geometrie, Belastung, Temperatur im Betrieb, Korrosion, Qualitätssicherung und die jeweils geltenden Regeln.

Zeichnungsauftrag: Nutze die Übersicht nicht zum Auswendiglernen aller Kürzel. Suche stattdessen nach dem Grundprinzip: Wärmequelle, Atmosphäre beziehungsweise Flussmittel und Art der Erwärmung.
Beobachtungsauftrag: Das Video von Tooling U-SME zeigt mehrere Lötverfahren. Wähle zwei Verfahren aus und vergleiche Wärmequelle, typische Bauteilgeometrie und möglichen Automatisierungsgrad.
Lerneinheit 6: Hartlöten beobachten, nicht nachmachen
Beim Hartlöten bleibt der Grundwerkstoff fest, während das Lot schmilzt und die Fügeflächen benetzt. Eine gute Verbindung setzt unter anderem geeignete Werkstoffe, vorbereitete Oberflächen, passende Spaltgeometrie und kontrollierte Prozessbedingungen voraus.

Sicherheitsbeobachtung: Welche persönliche Schutzausrüstung ist im Foto sichtbar? Welche Gefährdungen lassen sich aus einem Foto nicht vollständig beurteilen?
Entscheidungsauftrag: Die „Six Fundamentals of Brazing“ von Lucas-Milhaupt ordnen mehrere Einflussgrößen. Entscheide, welche davon bereits in der Planungsphase geprüft werden können und welche erst in einem freigegebenen Prozess bewertet werden.
Transferauftrag: TWI zeigt Vakuumofenlöten. Begründe, warum dieses Verfahren zwar zum Löten gehört, aber für eine typische handwerkliche Einzelreparatur meist eine andere Prozessumgebung voraussetzt.
Lerneinheit 7: Lötfehler aus Bildern beurteilen
Eine optisch glatte, gleichmäßig benetzte Oberfläche kann ein positives Indiz sein. Sie ist aber kein vollständiger Festigkeits- oder Dichtheitsnachweis. Qualitätsaussagen brauchen die zum Bauteil und Regelwerk passenden Prüfungen.

Bildauftrag: Vergleiche die beiden sichtbaren Lotformen. Beschreibe nur Beobachtbares und trenne es von Vermutungen über Ursache oder Festigkeit.

Werkzeugauftrag: Dieses Bild zeigt typische Ausrüstung für Hand-Weichlöten. Begründe, warum daraus keine Aussage folgt, dass dieselbe Ausrüstung für Hartlöten im Metallbau geeignet wäre.
Entscheidungsmatrix für den Ausbildungsfall
| Frage | Schrauben | Nieten | Kleben | Löten |
|---|---|---|---|---|
| Spätere Demontage wichtig? | oft günstig | ungünstig | meist ungünstig | meist ungünstig |
| Loch im Bauteil vermeiden? | oft ungünstig | ungünstig | günstig | günstig |
| Metallische Dichtverbindung in engem Spalt? | nur mit Zusatzmaßnahmen | nur mit Zusatzmaßnahmen | möglich, abhängig vom System | häufig gut geeignet, wenn Werkstoff und Prozess passen |
| Wärmeeintrag vermeiden? | günstig | günstig | meist günstig | ungünstiger |
| Unterschiedliche Metalle? | möglich, Korrosion beachten | möglich, Korrosion beachten | oft möglich | möglich, aber Benetzbarkeit und metallurgische Verträglichkeit prüfen |
Entscheidung: Für den Fall Kupferrohr/Messingfitting ist Löten eine fachlich plausible Option, aber noch keine automatische Freigabe. Vor einer Verfahrensfestlegung fehlen mindestens Belastungsdaten, zulässige Betriebstemperatur, Dichtheitsanforderung, Korrosionsumgebung, geeignete Lot-/Flussmittelauswahl, Prüfplan und betriebliche Freigabe.
Gestufte Hilfen
Hilfe 1 – Denkstütze: Frage zuerst: Soll die Verbindung lösbar sein? Muss ein Loch vermieden werden? Darf Wärme eingebracht werden?
Hilfe 2 – Fachbegriffe: Beim Löten bleibt der Grundwerkstoff fest. Das Lot schmilzt. Gute Benetzung bedeutet, dass sich das Lot auf der geeigneten Oberfläche ausbreitet.
Hilfe 3 – Entscheidungskern: Eine Lötverbindung ist nur dann plausibel, wenn Werkstoffpaarung, Lot, Oberfläche, Spalt, Temperaturführung, Belastung und Prüfanforderung zusammenpassen.
Basisaufgaben mit begründetem Feedback
- Grundwerkstoff: Entscheide, ob der Grundwerkstoff beim Löten absichtlich aufgeschmolzen wird. Feedback: Nein. Gerade die feste Grundwerkstoffoberfläche grenzt Löten vom Schmelzschweißen ab.
- Lot: Erkläre, warum das Lot eine niedrigere Schmelztemperatur als der Grundwerkstoff benötigt. Feedback: So kann der Zusatzwerkstoff fließen, während die Bauteile grundsätzlich fest bleiben.
- Benetzung: Beschreibe den Unterschied zwischen gutem Ausbreiten und kugeligem Stehenbleiben des Lots. Feedback: Gute Benetzung zeigt eine stärkere Ausbreitung auf der Oberfläche; kugeliges Stehenbleiben spricht für geringe Benetzung.
Anwendungsaufgaben mit begründetem Feedback
- Fügeverfahren: Eine Baugruppe muss regelmäßig zerlegt werden. Wähle zwischen Schrauben und Löten. Feedback: Schrauben ist meist günstiger, weil die Verbindung ohne Zerstörung gelöst werden kann.
- Kapillarität: Ein Lötspalt ist ungleichmäßig. Erkläre das mögliche Problem. Feedback: Die Lotverteilung kann ungleichmäßig werden; Kapillarwirkung funktioniert nur zusammen mit geeigneter Spaltgeometrie und Benetzung.
- Oberfläche: Auf der Fügefläche liegen Oxide und Fett. Beurteile die Benetzbarkeit. Feedback: Sie ist wahrscheinlich verschlechtert, weil Verunreinigungen und Oxide den direkten Kontakt zwischen flüssigem Lot und Grundwerkstoff behindern.
Transferaufgaben mit begründetem Feedback
- Mischverbindung: Zwei unterschiedliche Metalle sollen gefügt werden. Nenne drei Punkte, die vor einer Lötentscheidung geprüft werden müssen. Feedback: Besonders wichtig sind Benetzbarkeit und Lotverträglichkeit, Korrosionsrisiken sowie thermische und mechanische Anforderungen.
- Qualitätssicherung: Eine Lötstelle sieht glatt aus. Reicht das als Freigabe? Feedback: Nein. Optik ist nur ein Indiz; je nach Bauteil sind geeignete Prüfungen und dokumentierte Prozessanforderungen nötig.
- Verfahrensvergleich: Ein Bauteil darf weder gebohrt noch stark erwärmt werden. Vergleiche Nieten, Löten und Kleben. Feedback: Nieten erfordert typischerweise Löcher, Löten bringt Wärme ein; Kleben kann deshalb prinzipiell günstiger sein, muss aber hinsichtlich Belastung, Oberfläche, Alterung und Aushärtung geprüft werden.
Werkstattsicherheit: Stop-Regel
Keine praktische Ausführung aus diesem Kurs heraus. Vor jeder Werkstattarbeit müssen Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Freigabe der Geräte und Stoffe, geeignete Lüftung beziehungsweise Absaugung, Brand- und Explosionsschutz, sichere Handhabung von Druckgasen, PSA und die zuständige Aufsicht geklärt sein. Heiße Werkstücke können kalt aussehen. Flussmittel und Prozessdämpfe dürfen nicht unkontrolliert eingeatmet werden.
Fachquellen und Medienrechte
Fachlicher Abgleich, Stand 05.10.2026: DIN Media führt DIN 8593-7:2003-09 als Norm zu „Fügen durch Löten; Einordnung, Unterteilung, Begriffe“. Die Einordnung wurde zusätzlich mit Informationen des DIN zur Hauptgruppe Fügen, mit DVS-Material zum Hartlöten sowie mit Fachinformationen von TWI, AWS/SME und Lucas-Milhaupt abgeglichen.
Wikimedia Commons: Verwendet wurden nur konkret geprüfte Dateien aus Commons. Die Lizenzangaben der Dateiseiten lauten: „Bolted joint.svg“ Public Domain; „Riveted hull.png“ CC BY-SA 3.0; „Common joint types.svg“ Public Domain; „Soldered joint.jpg“ CC BY-SA 3.0/GFDL; „Contact angle.svg“ Public Domain; „Copper Brass Fitting Soldering.JPG“ CC BY-SA 3.0; „Brazing practice.jpg“ Public Domain; „Good and bad soldering.jpeg“ Public Domain; „Brazing and soldering processes - AWS A3.0 2001.svg“ Public Domain; „Soldering iron and accessories.jpg“ CC BY-SA 2.0. Maßgeblich bleibt jeweils die aktuelle Commons-Dateibeschreibungsseite.
YouTube: Die eingebetteten Videos stammen von Tooling U-SME, Lucas-Milhaupt und TWI Ltd. Sie werden als externe Streams eingebettet; sie sind dadurch nicht automatisch OER. Urheber- und Nutzungsrechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Verfügbarkeit und Einbettbarkeit können sich ändern.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bleibt beim Löten im festen Zustand? (Der Grundwerkstoff) (!Das Lot) (!Jedes Flussmittel) (!Die Wärmequelle)
Welche Aufgabe hat das Lot? (Es bildet als geschmolzener Zusatzwerkstoff die Verbindung) (!Es bohrt die Fügeteile) (!Es ersetzt jede Oberflächenvorbereitung) (!Es macht jede Verbindung lösbar)
Was beschreibt Benetzbarkeit beim Löten? (Die Fähigkeit des flüssigen Lots sich auf der Oberfläche auszubreiten) (!Die Härte des Schraubenkopfes) (!Die Anzahl der Niete) (!Die Dicke einer Klebstoffverpackung)
Welche Aussage grenzt Löten vom Schmelzschweißen ab? (Der Grundwerkstoff wird beim Löten nicht absichtlich aufgeschmolzen) (!Beim Löten gibt es nie Wärme) (!Beim Löten gibt es keinen Zusatzwerkstoff) (!Beim Löten ist jede Verbindung lösbar)
Welche Bedingung unterstützt gute Benetzung? (Eine geeignete saubere und oxidarme Fügefläche) (!Eine beliebige verschmutzte Oberfläche) (!Ein möglichst großer Grat) (!Eine lose Schraubverbindung)
Welche Wirkung kann flüssiges Lot in einen engen Spalt ziehen? (Kapillarwirkung) (!Magnetisierung) (!Gewindesteigung) (!Nietenstauchung)
Welcher Trennwert wird üblicherweise zwischen Weich und Hartlöten verwendet? (450 Grad Celsius) (!50 Grad Celsius) (!1500 Grad Celsius) (!25 Grad Celsius)
Welches Verfahren ist meist am besten lösbar? (Schrauben) (!Nieten) (!Löten) (!Kleben)
Warum reicht eine glatte Lötoberfläche nicht als vollständiger Qualitätsnachweis? (Weil innere Fehler und geforderte Eigenschaften zusätzlich geprüft werden müssen) (!Weil Aussehen grundsätzlich bedeutungslos ist) (!Weil jede Lötstelle automatisch fehlerfrei ist) (!Weil nur die Farbe des Lots zählt)
Was gilt für praktische Werkstattarbeit in diesem Kurs? (Sie ist nur nach Unterweisung Gefährdungsbeurteilung und zuständiger Aufsicht zulässig) (!Der Kurs erteilt automatisch eine Arbeitsfreigabe) (!Schutzmaßnahmen sind bei kurzen Arbeiten unnötig) (!Jede Person darf Druckgasgeräte ohne Einweisung benutzen)
Memory
| Grundwerkstoff | bleibt beim Löten fest |
| Lot | schmilzt als Zusatzwerkstoff |
| Benetzbarkeit | Ausbreiten des flüssigen Lots |
| Flussmittel | unterstützt eine geeignete oxidarme Oberfläche |
| Kapillarwirkung | zieht Flüssigkeit in einen engen Spalt |
| Stoffschluss | Wirkprinzip der Lötverbindung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Schrauben | Anpressen und Einpressen |
| Nieten | Fügen durch Umformen |
| Löten | Fügen durch Löten |
| Kleben | Kleben |
| Schweißen | Fügen durch Schweißen |
Kreuzworträtsel
| Benetzung | Wie heißt das Ausbreiten des flüssigen Lots auf einer geeigneten Oberfläche? |
| Grundwerkstoff | Wie heißt der Werkstoff der zu fügenden Bauteile? |
| Flussmittel | Welcher Hilfsstoff unterstützt beim Löten die Kontrolle von Oxiden? |
| Kapillarität | Welcher Effekt kann flüssiges Lot in einen engen Spalt ziehen? |
| Hartlöten | Wie heißt die Lötgruppe oberhalb des üblichen Trennwerts von 450 Grad Celsius? |
| Stoffschluss | Welches Wirkprinzip kennzeichnet eine Lötverbindung? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Bildanalyse: Beschrifte auf einer Skizze Grundwerkstoff, Lot und Fügefläche.
- Verfahrensvergleich: Erstelle vier Symbolkarten für Schrauben, Nieten, Kleben und Löten und notiere jeweils einen Vorteil und eine Grenze.
- Benetzung: Zeichne eine gut und eine schlecht benetzende Lotform und erkläre den Unterschied in zwei Sätzen.
- Medienbeobachtung: Wähle eines der eingebetteten Fachvideos und protokolliere drei fachliche Beobachtungen ohne Handlungsanweisung.
Standard
- Ausbildungsfall: Ergänze für den Fall Kupferrohr und Messingfitting fünf Informationen, die Du vor einer Verfahrensentscheidung brauchst.
- Entscheidungsmatrix: Entwickle eine eigene Matrix mit den Kriterien Lösbarkeit, Wärmeeintrag, Bohrung, Dichtheit, Korrosion und Prüfbarkeit.
- Fehleranalyse: Formuliere zu einem Foto einer Lötstelle jeweils Beobachtung, mögliche Ursache und notwendige Prüfung getrennt voneinander.
- Quellenprüfung: Vergleiche die Aussagen eines Hersteller-Fachvideos mit einer neutralen Fachquelle und kennzeichne Übereinstimmungen und offene Punkte.
Schwer
- Werkstoffpaarung: Recherchiere eine reale Metall-Mischverbindung aus Deinem Ausbildungsbereich und begründe, ob Löten grundsätzlich in Frage kommt.
- Qualitätssicherung: Entwirf einen Prüfplan für eine Lötverbindung, ohne konkrete Werkstattparameter vorzugeben.
- Gefährdungsbeurteilung: Erstelle eine theoretische Checkliste zu Gefährdungen beim thermischen Fügen. Eine praktische Umsetzung erfolgt nur nach betrieblicher Unterweisung und unter Aufsicht.
- Transferprojekt: Entwickle für eine kleine Metallbaugruppe zwei alternative Fügestrategien und verteidige Deine Auswahl in einem kurzen Fachgespräch.


Lernkontrolle
- Entscheidungsbegründung: Für eine Baugruppe sind Demontage, Dichtheit, Wärmeeintrag und Korrosion unterschiedlich wichtig. Lege eine Rangfolge der Kriterien fest und begründe das geeignete Fügeverfahren.
- Ursache Wirkung: Erkläre die Kette von verschmutzter Oberfläche über schlechte Benetzung bis zu möglicher unzureichender Lötqualität.
- Grenzfall: Eine optisch gute Lötstelle erfüllt die Dichtheitsprüfung nicht. Leite mindestens drei mögliche Prüfschritte ab, ohne eine Reparatur selbst anzuweisen.
- Systemvergleich: Vergleiche eine gelötete und eine geklebte Überlappverbindung hinsichtlich Oberfläche, Temperatur, Alterung und Prüfbarkeit.
- Medientransfer: Übertrage zwei Beobachtungen aus einem Hartlötvideo auf die theoretische Planung des Ausbildungsfalls und benenne zugleich eine Grenze der Übertragbarkeit.
- Normorientierung: Erkläre, warum eine allgemeine Kursregel niemals die betriebliche Arbeitsanweisung, Gefährdungsbeurteilung oder produktspezifische Norm ersetzen kann.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind wichtig:
- Du kannst Schrauben, Nieten, Kleben und Löten fachlich einordnen und ihre Wirkprinzipien unterscheiden.
- Du erklärst die Rollen von Lot und Grundwerkstoff korrekt.
- Du beschreibst Benetzbarkeit und Kapillarwirkung ohne sie zu verwechseln.
- Du begründest eine Verfahrensauswahl anhand von Bauteilanforderungen statt nur anhand eines einzelnen Merksatzes.
- Du trennst Beobachtung, Vermutung und Prüfentscheidung bei der Qualitätsbewertung.
- Du kennst die Sicherheitsgrenze des Kurses: keine praktische Arbeitsfreigabe ohne Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung und Aufsicht.
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