Schmierstoffe Tribologie und Sauberkeit – Schmierstoffe sicher lagern und entsorgen
Einleitung
Schmierstoffe Tribologie und Sauberkeit – Schmierstoffe sicher lagern und entsorgen
Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende in Metalltechnik, Instandhaltung, Produktion und verwandten Berufen. Du lernst in kurzen Einheiten, Schmierstoffe und wassergemischte Kühlschmierstoffe sicher zu erkennen, sauber zu handhaben, betrieblich korrekt zu lagern und Abfälle getrennt der vorgesehenen Entsorgung zuzuführen.
Kurzbeschreibung: Kennzeichnung, Auffangsysteme und betriebliche Regeln.

Sicherheitsregel für den gesamten Kurs: Keine Geruchs-, Haut-, Misch-, Brenn- oder Reaktionsproben. Unbekannte, beschädigte oder falsch gekennzeichnete Gebinde werden nicht eigenmächtig geöffnet, umgefüllt, vermischt oder chemisch „korrigiert“. Reale chemische Prozesse und Eingriffe in Kühlschmierstoffe gehören ausschließlich in geeignete Betriebe, nach Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung und unter Fachaufsicht.
Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du den Zusammenhang von Tribologie, Schmierstoffen, Verschleiß und Sauberkeit erklären, Kennzeichnungen prüfen, Rückhalteeinrichtungen beurteilen, betriebliche Messwerte einordnen, Auffälligkeiten melden und Entsorgungswege anhand betrieblicher Vorgaben auswählen.
Ausbildungsfall: Station 7
Du arbeitest in einem Ausbildungsbetrieb der Metalltechnik. Bei der Übergabe von Station 7 findest Du fünf Punkte:
| Beobachtung | Deine erste Entscheidung |
|---|---|
| Ein 20-Liter-Gebinde steht geschlossen auf einer Auffangwanne, das Etikett ist lesbar. | Prüfen: Stoff, Lagerbereich und Betriebsregel passen? |
| Eine kleine Umfüllflasche enthält gelbliche Flüssigkeit, aber keine eindeutige Kennzeichnung. | Nicht verwenden; sichern und verantwortliche Person informieren. |
| Neben einer Maschine liegt ein ölgetränkter Lappen ohne vorgesehenen Sammelbehälter. | Nicht improvisiert entsorgen; betrieblichen Sammelweg verwenden. |
| Am Kühlschmierstoff-System liegt ein dokumentierter Messwert außerhalb der betrieblichen Freigabe. | Nicht selbst nachdosieren; melden und fachkundige Bewertung veranlassen. |
| Auf einem offenen Einfülltrichter liegen Metall- und Staubpartikel. | Eintrag verhindern; saubere, vorgesehene Transfermittel benutzen. |
Leitfrage: Was darfst Du selbst prüfen, wann musst Du stoppen und wann ist Fachaufsicht erforderlich?
Kurze Lerneinheiten
Tribologie in drei Begriffen
Tribologie beschreibt Reibung, Verschleiß und Schmierung bei gegeneinander bewegten Oberflächen. Schmierstoffe können Reibung und Verschleiß vermindern, Wärme abführen, Korrosion begrenzen oder Partikel transportieren. Ihre Wirkung hängt aber auch von Werkstoff, Belastung, Temperatur, Schmierzustand und Sauberkeit ab.

Bildauftrag: Zeige am Wälzlager zwei Kontaktstellen, an denen ein geeigneter Schmierzustand besonders wichtig ist.

Diagrammauftrag: Erkläre mit einem Satz, warum bei einer Reibungsmessung Kraft, Werkstoffpaarung und Oberflächenzustand zusammen betrachtet werden müssen.
Medienhinweis: Das MIT-Video dient der fachlichen Vertiefung. Es ist eine YouTube-Einbettung und wird hier nicht als frei nachnutzbare OER-Datei ausgegeben.
Werkstoffbilder: Verschleiß sichtbar machen
Partikel zwischen Kontaktflächen können abrasiven Verschleiß fördern. Deshalb ist Sauberkeit nicht nur „Ordnung“, sondern Teil der Funktionserhaltung.

Werkstoffbild A: Tiefe Riefen auf Gusseisen zeigen abrasiven Verschleiß.

Werkstoffbild B: Eine verschlissene Oberfläche eines Aluminium-Verbundwerkstoffs zeigt ebenfalls abrasive Spuren.
Mini-Entscheidung: Ein offener Trichter ist sichtbar verschmutzt. Richtige Reaktion: nicht „durchspülen“, sondern Eintrag stoppen, vorgesehenes sauberes Transfermittel einsetzen und betriebliche Reinigungsregel befolgen.
Viskosität und Temperatur
Die Viskosität eines Schmierstoffs ist temperaturabhängig. Deshalb ist „dünner“ oder „dicker“ allein keine Qualitätsaussage. Entscheidend sind Produktspezifikation, Anwendung und Temperaturbereich.

Lesefrage: Was passiert im Diagramm bei vielen Flüssigkeiten mit der Viskosität, wenn die Temperatur steigt? Nutze die Grafik – nicht eine Tast- oder Hautprobe.
Kennzeichnung: erst erkennen, dann handeln
Nach der Gefahrstoffverordnung müssen Stoffe und Gemische bei Tätigkeiten identifizierbar sein. Für gefährliche Stoffe und Gemische ist eine innerbetriebliche Kennzeichnung mit ausreichenden Informationen sicherzustellen; die Kennzeichnung nach CLP ist dabei der Regelfall.

Kennzeichnungs-Check:
- Produkt eindeutig identifizierbar?
- Kennzeichnung lesbar und dauerhaft?
- Gefahrenpiktogramme, Signalwort, Gefahren- und Sicherheitshinweise vorhanden, soweit erforderlich?
- Sicherheitsdatenblatt und Betriebsanweisung verfügbar?
- Behälterzustand ohne sichtbare Schäden oder Leckage?
Stopp-Regel: Ein unbeschriftetes oder unklar beschriftetes Gebinde wird nicht „erraten“. Nicht verwenden, sichern, melden.
Auffangsysteme: Leckagen zurückhalten
Für Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen verlangt die AwSV Rückhaltung nach den einschlägigen Anforderungen. Rückhalteeinrichtungen müssen grundsätzlich flüssigkeitsundurchlässig sein; die AwSV fordert für die Rückhaltung außerdem, dass keine Abläufe vorhanden sind. Stoffe, die miteinander gefährlich reagieren oder die Rückhaltung beeinträchtigen können, sind getrennt zurückzuhalten.

Bildauftrag: Markiere gedanklich „Primärbehälter“ und „sekundäre Rückhaltung“. Übertrage das Prinzip auf ein Schmierstofflager.

Wichtig: Ein Spill-Kit ist kein Freibrief zum Experimentieren. Es wird nur nach Betriebsanweisung, Unterweisung und mit passender persönlicher Schutzausrüstung eingesetzt. Bei unbekanntem Stoff, größerer Leckage oder unklarer Gefährdung: Bereich sichern, betriebliche Alarmkette auslösen, Fachpersonal übernehmen lassen.
Medienhinweis: Das DENIOS-Video zeigt Auswahlprinzipien von Auffangwannen. Es ist eine kommerzielle YouTube-Einbettung; Nachnutzungsrechte am Video werden hier nicht behauptet.
Betriebliche Regeln: Betriebsanweisung vor Bauchgefühl
Die Gefahrstoffverordnung verlangt bei einschlägigen Tätigkeiten eine schriftliche, verständliche Betriebsanweisung und Unterweisung. Sie enthält unter anderem Gefahren, Schutzmaßnahmen, Hygiene, Verhalten bei Störungen und Notfällen sowie Hinweise zur persönlichen Schutzausrüstung.
| Frage | Sichere Informationsquelle im Betrieb |
|---|---|
| Was ist im Gebinde? | Etikett und Sicherheitsdatenblatt |
| Wie darf ich damit arbeiten? | Betriebsanweisung und Unterweisung |
| Welche Schutzausrüstung brauche ich? | Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung |
| Wohin mit Resten oder verunreinigtem Material? | Betrieblicher Entsorgungsplan und Abfallzuordnung |
| Was tun bei Leckage? | Betriebsanweisung, Alarmplan und eingewiesenes Fachpersonal |
Kühlschmierstoffe: messen, dokumentieren, melden
Bei wassergemischten Kühlschmierstoffen nennt die DGUV unter anderem Sichtkontrolle, pH-Wert, Nitrit und Gebrauchskonzentration als wichtige Überwachungsgrößen. Sichtbare beziehungsweise wahrnehmbare Veränderungen werden vor Arbeitsbeginn kontrolliert; pH-Wert, Nitrit und Gebrauchskonzentration werden nach dem betrieblichen Prüfplan regelmäßig dokumentiert.
Videoauftrag: Notiere zwei Schutzmaßnahmen, die im Betrieb organisatorisch oder technisch gelöst werden – nicht durch „vorsichtiges Ausprobieren“.

Messprinzip: Ein Refraktometer kann zur Bestimmung der Gebrauchskonzentration eingesetzt werden. Die DGUV weist darauf hin, dass der abgelesene Wert mit einem produktspezifischen Korrekturfaktor bewertet wird.
Messwertansicht: Ausbildungsdatensatz
Die folgenden Werte sind ein didaktischer Datensatz. Er ersetzt weder Herstellerangaben noch die betriebliche Freigabe.
| Prüfpunkt | Beobachtung oder Messwert | Sichere Bewertung |
|---|---|---|
| Sichtprüfung | Emulsion gleichmäßig, keine ungewöhnliche Schaumbildung | dokumentieren; betriebliche Kriterien weiter prüfen |
| pH-Wert | 8,8 | nur gegen Herstellerbereich und Betriebsregel bewerten |
| Gebrauchskonzentration | 5,4 % | nur mit produktspezifischem Refraktometerfaktor und Sollbereich bewerten |
| Nitrit | 24 mg/L | über dem in TRGS 611 genannten Wert von 20 mg/L: melden, fachkundig bewerten lassen; nicht eigenmächtig chemisch korrigieren |
Prüffrage: Welcher Eintrag verlangt im Ausbildungsfall sofort eine fachkundige Bewertung? Begründe mit Messwert und Regelwerk.
Staub und Aerosole: nicht mit „sauber aussehen“ verwechseln
Bei spanender Bearbeitung können Staub, Aerosole und weitere Gefahrstoffe auftreten. Für die Gefährdungsbeurteilung gelten stoff- und tätigkeitsbezogene Regeln. Die TRGS 900 nennt für die allgemeine Staubbelastung einen Arbeitsplatzgrenzwert für die alveolengängige Fraktion und für die einatembare Fraktion; spezifische Stoffgrenzwerte können zusätzlich oder strenger gelten.
Für Auszubildende gilt: Keine eigenständige Arbeitsplatzmessung, keine Staubprobe und kein „Geruchstest“. Absaugung, Einhausung, Reinigung und Messstrategie werden nach Gefährdungsbeurteilung festgelegt. Sichtbar staubfrei bedeutet nicht automatisch schadstofffrei.
Entsorgung: trennen statt mischen
Für Altöle und gefährliche Abfälle gelten Trenn- und Entsorgungsregeln. Die Altölverordnung untersagt grundsätzlich das Vermischen von Altölen mit anderen Abfällen sowie – außerhalb zugelassener Anlagen – das Vermischen verschiedener Sammelkategorien. Nach der Abfallverzeichnis-Verordnung kennzeichnet ein Sternchen gefährliche Abfallarten. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz stellt Vermeidung vor Verwertung und Beseitigung und verbietet grundsätzlich die Vermischung gefährlicher Abfälle außerhalb gesetzlich geregelter Ausnahmen.
Praxisregel: Öl, Kühlschmierstoff, Lösemittel, Bremsflüssigkeit, Kühlmittel, Bindemittel und verschmutzte Betriebsmittel werden nicht „der Einfachheit halber“ zusammengeschüttet. Nutze ausschließlich den betrieblich festgelegten, gekennzeichneten Sammelweg.
| Fundstück | Nicht tun | Sichere betriebliche Reaktion |
|---|---|---|
| Unbekannte Restflüssigkeit | in Altölbehälter schütten | sichern, identifizieren lassen, Entsorgungsweg klären |
| Ölgetränktes Bindemittel | in normalen Abfall werfen | vorgesehenen gekennzeichneten Sammelbehälter verwenden |
| Leckendes Gebinde | Inhalt eigenmächtig ummischen | Leckage nach Betriebsanweisung sichern und Fachpersonal melden |
| Gebrauchter Kühlschmierstoff | in Ausguss oder Bodenablauf geben | betriebliche Sammlung und Entsorgungszuordnung nutzen |
Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall
Hilfe 1: Sichtprüfung
Frage nur: Ist der Stoff eindeutig gekennzeichnet, das Gebinde intakt und der Lagerplatz vorgesehen? Wenn eine Antwort „nein“ lautet, stoppe die Nutzung und melde die Abweichung.
Hilfe 2: Drei Dokumente
Vergleiche Etikett/Sicherheitsdatenblatt, Betriebsanweisung und betriebliche Entsorgungs- oder Lagerregel. Sie beantworten unterschiedliche Fragen und ersetzen sich nicht gegenseitig.
Hilfe 3: Entscheidungsmatrix
| Situation | Du darfst als unterwiesene Person | Du sollst nicht eigenmächtig |
|---|---|---|
| Intaktes, korrekt gekennzeichnetes Gebinde | nach Betriebsanweisung prüfen und handhaben | Lagerregel umgehen |
| Unklares Gebinde | sichern und melden | öffnen, riechen, mischen |
| Messwert außerhalb Vorgabe | dokumentieren und melden | Chemikalien nachdosieren |
| Leckage | Alarm- und Sicherungsmaßnahmen aus Deiner Unterweisung ausführen | unbekannten Stoff ohne Freigabe aufnehmen |
Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben
Basis
Aufgabe: Du findest eine unbeschriftete Umfüllflasche. Wähle: verwenden, riechen, mit Ölresten mischen oder sichern und melden.
Begründetes Feedback: Sichern und melden ist richtig. Ohne eindeutige Identifikation kann weder Gefährdung noch Lager-, Nutzungs- oder Entsorgungsweg zuverlässig beurteilt werden.
Anwendung
Aufgabe: Ein korrekt gekennzeichnetes Schmierstoffgebinde steht neben, aber nicht in der vorgesehenen Rückhalteeinrichtung. Der Boden hat einen Ablauf. Beurteile die Situation.
Begründetes Feedback: Die Kennzeichnung allein genügt nicht. Lagerung und Rückhaltung müssen zu Stoff, Menge, Anlage und betrieblicher Gefährdungsbeurteilung passen. Die AwSV stellt Anforderungen an die Rückhaltung; eine Rückhalteeinrichtung hat grundsätzlich keine Abläufe.
Transfer
Aufgabe: Entwirf für Station 7 eine 6-Punkte-Übergabeprüfung, die Kennzeichnung, Sauberkeit, Rückhaltung, Messwerte, Abfalltrennung und Meldeweg abdeckt.
Begründetes Feedback: Eine gute Lösung verbindet Technik und Organisation. Sie prüft nicht nur „ist alles sauber?“, sondern legt fest, woran Du Abweichungen erkennst und wer bei einer Abweichung entscheidet.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist bei einer unbeschrifteten Umfüllflasche die sichere erste Reaktion? (Nicht verwenden, sichern und melden) (!Am Geruch erkennen) (!Mit bekanntem Öl mischen) (!In den Ausguss entleeren)
Welches Dokument beschreibt betriebliche Schutzmaßnahmen bei Gefahrstofftätigkeiten besonders konkret? (Betriebsanweisung) (!Lieferschein) (!Urlaubsplan) (!Werkzeugliste)
Welche Aussage zu einer Auffangwanne passt zur AwSV? (Sie dient der Rückhaltung austretender wassergefährdender Stoffe) (!Sie ersetzt jede Gefährdungsbeurteilung) (!Sie darf immer einen offenen Bodenablauf haben) (!Sie macht eine Kennzeichnung überflüssig)
Warum ist Sauberkeit in der Tribologie wichtig? (Partikel können Reibung und Verschleiß ungünstig beeinflussen) (!Staub verbessert immer den Schmierfilm) (!Verschmutzung erhöht immer die Lebensdauer) (!Schmierstoffe wirken unabhängig von Partikeln)
Womit wird die Gebrauchskonzentration eines wassergemischten Kühlschmierstoffs häufig kontrolliert? (Mit einem Refraktometer nach betrieblicher Vorgabe) (!Mit einer Geruchsprobe) (!Mit einem Feuerzeug) (!Mit einer Hautprobe)
Wie ist ein Nitritwert oberhalb der betrieblichen beziehungsweise regelwerksbezogenen Vorgabe zu behandeln? (Dokumentieren, melden und fachkundig bewerten lassen) (!Eigenmächtig Chemikalien nachdosieren) (!Durch Lösemittelzugabe verdünnen) (!Ignorieren, solange die Farbe gleich bleibt)
Was gilt für Altöl und andere Abfälle grundsätzlich? (Betriebliche Trennung und festgelegten Entsorgungsweg einhalten) (!Unbekannte Flüssigkeiten grundsätzlich zusammenkippen) (!Altöl in Bodenabläufe geben) (!Kennzeichnung erst nach der Entsorgung prüfen)
Welche Aussage zur innerbetrieblichen Kennzeichnung ist richtig? (Gefährliche Stoffe und Gemische müssen ausreichend identifizierbar gekennzeichnet sein) (!Nur die Farbe des Behälters ist entscheidend) (!Eine Kennzeichnung ist bei kleinen Mengen nie erforderlich) (!Unlesbare Etiketten können durch Vermutung ersetzt werden)
Was zeigt ein pH-Messwert allein noch nicht? (Ob der Kühlschmierstoff im konkreten Betrieb freigegeben ist) (!Dass eine Zahl gemessen wurde) (!Dass der Wert dokumentiert werden kann) (!Dass der Messwert mit einer Vorgabe verglichen werden muss)
Welche Reaktion ist bei einer unbekannten größeren Leckage angemessen? (Bereich nach Betriebsregel sichern und Fachpersonal alarmieren) (!Mit bloßen Händen aufnehmen) (!Mit einem beliebigen Stoff neutralisieren) (!Die Flüssigkeit in den nächsten Ablauf schieben)
Begründetes Quiz-Feedback
- Frage 1: Ohne Identifikation keine sichere Verwendung oder Entsorgung.
- Frage 2: Die Betriebsanweisung übersetzt die Gefährdungsbeurteilung in konkrete Schutz- und Verhaltensregeln.
- Frage 3: Rückhaltung soll austretende Stoffe auffangen; sie ersetzt weder Kennzeichnung noch Gefährdungsbeurteilung.
- Frage 4: Fremdpartikel können Kontaktflächen schädigen und Schmierzustände verschlechtern.
- Frage 5: Refraktometerwerte müssen produktspezifisch und nach Betriebsregel bewertet werden.
- Frage 6: Ein Grenz- oder Eingriffswert ist ein Anlass für festgelegte Maßnahmen, nicht für improvisierte Chemie.
- Frage 7: Abfälle werden nach Zuordnung und betrieblichem Entsorgungsweg getrennt gesammelt.
- Frage 8: Eindeutige Identifikation ist Grundlage für sichere Tätigkeit.
- Frage 9: Die Freigabe ergibt sich aus Herstellerdaten, Betriebsregel und Gesamtbewertung, nicht aus einer einzelnen Zahl.
- Frage 10: Unbekannte Leckagen können zusätzliche Gefahren bergen; Alarm- und Sicherungsplan haben Vorrang.
Memory
| Tribologie | Reibung Verschleiß Schmierung |
| Auffangwanne | Rückhaltung bei Leckage |
| Betriebsanweisung | Schutzmaßnahmen im Betrieb |
| Refraktometer | Gebrauchskonzentration prüfen |
| Altöl | Getrennte Sammlung |
| Kennzeichnung | Stoff eindeutig identifizieren |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Etikett | Stoffidentifikation |
| Auffangwanne | Leckagerückhaltung |
| Refraktometer | Konzentrationskontrolle |
| Betriebsanweisung | Schutzverhalten |
| Sammelbehälter | Abfalltrennung |
Auswahlprüfung: Station 7
| Situation | A | B | Richtige Auswahl mit Begründung |
|---|---|---|---|
| Umfüllflasche ohne Kennzeichnung | Verwenden | Sichern und melden | B: Stoff und Gefährdung sind nicht eindeutig identifiziert. |
| Messwert außerhalb Freigabe | Eigenmächtig nachdosieren | Dokumentieren und Fachaufsicht informieren | B: Chemische Korrektur ist keine Ausbildungs-Selbstaufgabe. |
| Öliges Bindemittel | In vorgesehenen Sammelbehälter | In beliebigen Restmüll | A: Abfallzuordnung und betrieblicher Sammelweg müssen eingehalten werden. |
| Staub am offenen Trichter | Eintrag stoppen und sauberes Transfermittel nutzen | Staub in den Behälter wischen | A: Sauberkeit schützt Schmierstoff und tribologisches System. |
Kreuzworträtsel
| Tribologie | Wie heißt die Lehre von Reibung, Verschleiß und Schmierung? |
| Auffangwanne | Welche Rückhalteeinrichtung steht häufig unter Gebinden? |
| Kennzeichnung | Was macht einen Stoff im Betrieb eindeutig erkennbar? |
| Refraktometer | Welches optische Messgerät wird häufig zur Konzentrationskontrolle genutzt? |
| Altöl | Wie heißt gebrauchtes Öl, das als Abfall anfällt? |
| Betriebsanweisung | Welches betriebliche Dokument beschreibt Schutz- und Verhaltensregeln? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Kennzeichnung: Fotografiere oder zeichne ohne sensible Betriebsdaten ein Musteretikett und markiere Produktname, Piktogramm, Signalwort und Sicherheitshinweise.
- Sauberkeit: Erstelle eine Vorher-Nachher-Skizze eines sauberen und eines kontaminierten Einfüllbereichs; führe drei Unterschiede auf.
- Auffangwanne: Untersuche nur visuell eine freigegebene Lagerstation und notiere, welche Funktion die Rückhaltung erfüllt.
- Betriebsanweisung: Formuliere aus einer vorhandenen betrieblichen Anweisung drei „Stopp-und-Melden“-Regeln in eigenen Worten.
Standard
- Kühlschmierstoff: Werte einen bereitgestellten Messbogen aus und markiere, welche Werte lediglich dokumentiert und welche an Fachpersonal gemeldet werden müssen.
- Abfalltrennung: Erstelle ein Flussdiagramm vom Schmierstoffrest bis zum betrieblich vorgesehenen Sammelbehälter, ohne selbst Stoffe umzufüllen.
- Tribologie: Vergleiche die beiden Werkstoffbilder und erkläre, welche Spuren zu abrasivem Verschleiß passen.
- Gefährdungsbeurteilung: Prüfe Station 7 mit einer Checkliste aus Kennzeichnung, Rückhaltung, Sauberkeit, Messwerten, Entsorgung und Meldeweg.
Schwer
- Instandhaltung: Entwickle eine kurze Übergabe-Checkliste für ein Schmierstofflager und begründe jede Prüfposition mit einer möglichen Fehlerfolge.
- Umweltschutz: Vergleiche AltölV, KrWG und betriebliche Entsorgungsregeln und erkläre, warum „alles Ölartige zusammen“ keine zulässige Standardstrategie ist.
- Arbeitsschutz: Entwirf ein Unterweisungsposter „Unbekannt – und jetzt?“ mit Entscheidungsweg für unklare Gebinde, Leckagen und Messwertabweichungen.
- Qualitätsmanagement: Entwickle für Station 7 ein digitales Prüfprotokoll mit Pflichtfeldern, Eskalationskriterien und Verantwortlichkeiten; begründe, welche Daten nicht fehlen dürfen.


Lernkontrolle
- Fehlerkette: Erkläre anhand eines Beispiels, wie ein verschmutztes Transfermittel von „Sauberkeit“ über Verschleiß bis zu Maschinenstillstand führen kann.
- Entscheidungskompetenz: Ein Gebinde ist korrekt gekennzeichnet, steht aber außerhalb der vorgesehenen Rückhaltung. Begründe, warum eine einzelne erfüllte Sicherheitsanforderung die Gesamtsituation nicht freigibt.
- Messwertbewertung: Begründe, warum ein pH-Wert oder Refraktometerwert ohne Herstellerbereich, Korrekturfaktor und Betriebsregel nicht als alleinige Freigabe genügt.
- Gefahrstoffmanagement: Vergleiche Sicherheitsdatenblatt und Betriebsanweisung: Welche Funktion erfüllt jedes Dokument bei derselben Tätigkeit?
- Entsorgung: Entwickle einen Entscheidungsweg für eine unbekannte ölhaltige Restflüssigkeit, ohne Probieren, Mischen oder eigenmächtige chemische Tests.
- Transfer: Übertrage die Regeln auf eine mobile Wartungssituation beim Kunden. Welche drei Punkte müssen vor Transport, Zwischenlagerung und Rücknahme geklärt sein?
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen können, dass Du:
- den Zusammenhang von Reibung, Verschleiß, Schmierung und Sauberkeit fachlich erklärst,
- Kennzeichnung, Sicherheitsdatenblatt und Betriebsanweisung unterscheiden und nutzen kannst,
- eine Lagerstelle auf Gebindezustand, Kennzeichnung und Rückhaltung prüfst,
- Messwerte nur im Kontext von Hersteller- und Betriebsangaben bewertest,
- Abweichungen dokumentierst und den richtigen Meldeweg auswählst,
- Abfälle und Altöle nach betrieblicher Zuordnung getrennt hältst,
- bei unbekannten Stoffen oder Leckagen keine Eigenversuche durchführst,
- Deine Entscheidungen mit Arbeitsschutz-, Umwelt- und Qualitätsargumenten begründest.
Fachliche Quellen
Rechts- und Regelwerksbezug: Deutschland; Abrufstand 04.10.2026. Betriebliche Gefährdungsbeurteilung, aktuelle Herstellerangaben und lokale Vorgaben haben Vorrang vor diesem Lernkurs.
- BAuA – TRGS 510: Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern.
- BAuA – TRGS 201: Einstufung und Kennzeichnung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen.
- Gefahrstoffverordnung § 14: Betriebsanweisung und Unterweisung.
- BAuA – Kennzeichnungselemente: Piktogramm, Signalwort, Gefahren- und Sicherheitshinweise.
- AwSV § 18: Anforderungen an Rückhalteeinrichtungen.
- DGUV Regel 109-003: Tätigkeiten mit Kühlschmierstoffen, Ausgabe 04/2026.
- DGUV – Prüfung wassergemischter Kühlschmierstoffe: Sichtprüfung und regelmäßige Prüfgrößen.
- DGUV – Gebrauchskonzentration: Refraktometer und produktspezifischer Korrekturfaktor.
- BAuA – TRGS 611: Verwendungsbeschränkungen für wassermischbare beziehungsweise wassergemischte Kühlschmierstoffe; Nitritbewertung.
- BAuA – TRGS 900: Arbeitsplatzgrenzwerte, einschließlich allgemeiner Staubgrenzwerte.
- Altölverordnung § 4: Getrennthaltung und Vermischungsverbote.
- Kreislaufwirtschaftsgesetz § 6: Abfallhierarchie.
- Kreislaufwirtschaftsgesetz § 9a: Vermischungsverbot für gefährliche Abfälle.
- Abfallverzeichnis-Verordnung § 3: Kennzeichnung gefährlicher Abfallarten.
Medien und Rechte
Alle eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien wurden über ihre Dateiseiten auf Quelle und Lizenz geprüft. Bei Nachnutzung sind die jeweils genannten Lizenzbedingungen und Urheberangaben einzuhalten.
| Medium | Lernzweck | Lizenz / Rechtehinweis |
|---|---|---|
| Oil drum 55 gallon.jpg | Schmierstoffgebinde | oelheld GmbH, CC BY-SA 3.0 DE |
| Ball-bearing-numbered.png | Wälzlager und Kontaktstellen | Niabot, CC BY-SA 3.0 |
| Tribometrisches Prinzip.svg | Reibungsmessung | Bahnsen, CC BY-SA 4.0 |
| Abrasiver Verschleiß auf Gusseisen | Werkstoffbild | Noim210, CC BY-SA 3.0 oder GFDL |
| Wear of Aluminum-Boron Carbide Composite.jpg | Werkstoffbild | Piyush Gera, CC BY 4.0 |
| Viscosity of liquids de.svg | Viskositätsdiagramm | Prolineserver, CC BY-SA 2.5 |
| GHS-pictogram-exclam.svg | Gefahrstoffkennzeichnung | gemeinfrei |
| Secondary Spill Containment.jpg | sekundäre Rückhaltung | FinneJager, CC BY-SA 3.0 |
| Oil spill kit, Hareshaws | Leckagevorsorge | Richard Webb, CC BY-SA 2.0 |
| Jelley-Refraktometer de.svg | Messprinzip | PeterFrankfurt / Hk kng, GFDL sowie CC BY-SA 1.0–3.0 |
YouTube: Eingebettete Videos bleiben urheberrechtlich bei den jeweiligen Rechteinhabern beziehungsweise Plattformanbietern. Die Einbettung bedeutet nicht, dass das Videomaterial unter einer freien OER-Lizenz steht. Verwendet werden hier MIT Professional Education, BGHM „Holz- und Metallhelden“ und DENIOS; keine Sofatutor-Inhalte.
OERs zum Thema
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragen