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Schmierstoffe Tribologie und Sauberkeit – Leckagen und Verluste erfassen

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Schmierstoffe Tribologie und Sauberkeit – Leckagen und Verluste erfassen

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Schmierstoffe Tribologie und Sauberkeit – Leckagen und Verluste erfassen

Kurzbeschreibung: Verbrauchsbeobachtung und Ursachenhinweise.

Zielgruppe: Auszubildende in Metalltechnik, Mechatronik, Instandhaltung und Produktion.

Leitidee: Du beobachtest Schmierstoffverbräuche, trennst Sollverbrauch von Leckage und ungeklärtem Verlust und leitest sichere Prüfhinweise ab. Die Messwerte im Ausbildungsfall sind didaktische Simulationsdaten.


Einleitung

Schmierstoffe sollen Reibung, Verschleiß und Wärmeentwicklung beherrschbar machen. Gleichzeitig können Verschmutzung, falsche Dosierung und Undichtigkeiten die Funktion einer Maschine verschlechtern. Deshalb ist eine saubere Verbrauchsbilanz ein wichtiges Werkzeug der Instandhaltung.

Lernziel: Du kannst am Ende Messwerte erfassen, eine einfache Mengenbilanz bilden, Auffälligkeiten erkennen und begründete Ursachenhinweise formulieren, ohne aus einem Einzelwert vorschnell eine Ursache abzuleiten.


Kursfahrplan

Lerneinheit Zeit Du kannst danach …
1. Tribologie kompakt 6 min Reibung, Verschleiß und Schmierung zusammen denken
2. Sauberkeit 7 min Partikel und Fremdstoffe als Schadensfaktoren einordnen
3. Leckage oder Verlust 7 min Mengenströme unterscheiden
4. Messen und dokumentieren 8 min belastbare Messwerte erfassen
5. Ausbildungsfall BZ-17 12 min eine Wochenbilanz auswerten
6. Sicherheit und Entsorgung 8 min sichere betriebliche Maßnahmen auswählen


Lerneinheit 1: Tribologie kompakt

Dauer: 6 Minuten

Tribologie betrachtet Reibung, Verschleiß und Schmierung an sich berührenden Oberflächen in Relativbewegung. Für die Praxis bedeutet das: Oberfläche, Werkstoff, Last, Bewegung, Schmierstoff und Umgebung wirken gemeinsam.

Merksatz: Eine Oberfläche ist im technischen Maßstab nie vollkommen glatt. Rauheitsspitzen können sich berühren, wenn der Schmierfilm nicht ausreichend trennt.

Die Stribeck-Kurve zeigt qualitativ den Übergang von Grenz- über Misch- zu Flüssigkeitsreibung. Sie ist kein Freibrief zum „mehr Schmieren“: Schmierstoffart, Viskosität, Menge und Betriebszustand müssen zur Anwendung passen.

Fallspur BZ-17: Steigt der Schmierstoffverbrauch, kann das ein Mengenproblem sein. Treten gleichzeitig Verschleißspuren oder Erwärmung auf, muss zusätzlich die tribologische Funktion geprüft werden.


Verschleißbilder als Hinweis, nicht als Alleinbeweis

Pitting und Wälzkontaktermüdung sind Schadensbilder. Für eine Ursachenanalyse brauchst Du zusätzlich Betriebsdaten, Schmierzustand, Belastung, Sauberkeit und Bauteilgeschichte.


Lerneinheit 2: Sauberkeit schützt das Tribosystem

Dauer: 7 Minuten

Fremdstoffe im Schmierstoff können aus Staub, Flüssigkeiten, Metallpartikeln, Montage- oder Verschleißrückständen stammen. Sie können Schmierstellen belasten, Dichtungen schädigen, kleine Dosierquerschnitte stören und die Lebensdauer von Komponenten verkürzen.

Bei ölgeschmierten Systemen wird die Partikelreinheit häufig über einen Reinheitscode nach ISO 4406 beschrieben. Der Code bezieht sich auf Partikelzahlen in Größenklassen. Die zulässige Reinheit kommt aus Hersteller- oder Anlagenvorgaben; sie wird nicht aus einem allgemeinen „Idealwert“ geraten.

Sauber arbeiten: Gebinde geschlossen halten, saubere Einfüllhilfen verwenden, Schmierstoffe nicht unnötig umfüllen und Entnahmegeräte eindeutig zuordnen. Filter, Dichtungen und Entlüfter sind Teil der Sauberkeitsstrategie.


Werkstoff- und Oberflächenblick

Kontamination ist nicht nur „Schmutz“. Entscheidend ist, welcher Stoff in welcher Menge an welcher Stelle vorkommt. Metallischer Abrieb kann beispielsweise ein Hinweis auf Verschleiß sein; seine Bedeutung lässt sich erst zusammen mit Ort, Trend und Maschinenzustand bewerten.


Lerneinheit 3: Leckage, Sollverbrauch und ungeklärter Verlust

Dauer: 7 Minuten

Begriff Kurz erklärt Typischer Hinweis
Sollverbrauch vorgesehen abgegebene Schmierstoffmenge Dosierplan, Pumpenhübe, Herstellerangabe
Leckage unbeabsichtigter Austritt aus Leitung, Verbindung, Dichtung oder Gehäuse Tropfen, Film, gefüllte Auffangwanne
Ausschleppung Schmierstoff verlässt den Bereich mit Werkstück, Spänen oder Bauteilen ölfeuchte Teile oder Späne
ungeklärter Verlust Differenz der Mengenbilanz, deren Ursache noch nicht belegt ist Bilanz passt trotz bekannter Mengen nicht

Wichtig: Eine Bilanzdifferenz ist ein Suchhinweis. Sie beweist weder eine bestimmte Dichtungsschädigung noch eine falsche Dosierung.


Einfache Mengenbilanz

Bilanzmenge = Anfangsbestand + Nachfüllmenge − Endbestand

Danach vergleichst Du die Bilanzmenge mit dokumentiertem Sollverbrauch und tatsächlich erfassten Leckagemengen.

Prüffrage Gute Praxis
Sind Anfang und Ende vergleichbar? gleicher Maschinenzustand, gleiche Ablesemethode, definierter Zeitpunkt
Sind Nachfüllungen vollständig dokumentiert? Datum, Menge, Produkt, Person
Wurde Leckage gesammelt? gekennzeichnete Auffangstelle und gemessene Menge
Sind Einheiten einheitlich? Liter, Milliliter oder Kilogramm nicht vermischen


Lerneinheit 4: Messen und dokumentieren

Dauer: 8 Minuten

Eine Messung ist nur so gut wie ihre Randbedingungen. Für Füllstände und Verbrauchsmengen gehören Zeitpunkt, Maschine, Betriebszustand, Einheit und Messmethode in die Dokumentation.

Ein Refraktometer kann bei wassergemischten Kühlschmierstoffen zur Konzentrationsbestimmung eingesetzt werden. Dafür gelten produktspezifische Korrekturfaktoren und betriebliche Prüfpläne. Es ist kein Universalgerät zur Bestimmung jedes Schmierstoffverlusts.


Messwertansicht: Verbrauchsprotokoll

Zeitpunkt Füllstand Nachfüllung Beobachtung
Mo 06:00 12,6 L – Anlage kalt, Auffangwanne leer
Mi 13:00 – 1,5 L Nachfüllung dokumentiert
Fr 14:00 10,9 L – 0,9 L in Auffangwanne

Messregel: Nicht schätzen, wenn messen möglich ist. Nicht auf Milliliter genau rechnen, wenn der Füllstand nur grob ablesbar ist.


Lerneinheit 5: Ausbildungsfall BZ-17

Dauer: 12 Minuten

Du bist im zweiten Ausbildungsjahr in der Instandhaltung. An der CNC-Fräsmaschine BZ-17 fällt auf, dass häufiger Schmieröl nachgefüllt wird. Die Maschine besitzt eine Zentralschmierung für Führungen. Die folgenden Werte sind Simulationsdaten für diesen Kurs.

Merkmal Wert
Anfangsbestand Montag 12,6 L
Nachfüllung Mittwoch 1,5 L
Endbestand Freitag 10,9 L
Zähler der Schmierimpulse 900 Impulse
rechnerische Sollabgabe je Impuls 2,0 ml
aufgefangene Leckage 0,9 L
Sichtbefund frischer Ölfilm unter einer Achsabdeckung
Sauberkeitsbefund dunkler Schmutzrand an einem Abstreifer


Schritt 1: Gesamtmengenänderung

12,6 L + 1,5 L − 10,9 L = 3,2 L

Die Bestandsbilanz zeigt: 3,2 L haben den Tank im betrachteten Zeitraum rechnerisch verlassen.


Schritt 2: Sollabgabe abschätzen

900 Impulse × 2,0 ml = 1.800 ml = 1,8 L

Das ist eine rechnerische Sollabgabe. Ob jeder Impuls tatsächlich exakt diese Menge gefördert hat, ist damit noch nicht bewiesen.


Schritt 3: Differenz strukturieren

3,2 L Bilanzmenge − 1,8 L Sollabgabe − 0,9 L erfasste Leckage = 0,5 L ungeklärte Differenz

Befund Möglicher Ursachenhinweis Was zuerst prüfen?
frischer Ölfilm Undichtigkeit an Verbindung, Leitung, Dichtung oder Abstreifer sichere Sichtprüfung im stillgesetzten Zustand nach betrieblicher Vorgabe
Schmutzrand am Abstreifer eingetragene Partikel oder mangelhafte Sauberkeit Reinigungskonzept, Abstreiferzustand, Eintrittsweg
Differenz von 0,5 L Messabweichung, Ausschleppung, nicht erfasste Leckage oder abweichende Dosierung Messkette und Dokumentation vor Teiletausch prüfen

Diagnoseregel: Erst Datenqualität sichern, dann Ursachen eingrenzen, erst danach Maßnahmen festlegen.


Gestufte Hilfen zum Fall

Hilfe 1 – Formel: Anfangsbestand + Nachfüllung − Endbestand.

Hilfe 2 – Einheiten: 900 × 2,0 ml = 1.800 ml = 1,8 L.

Hilfe 3 – Restdifferenz: Ziehe von 3,2 L sowohl 1,8 L Sollabgabe als auch 0,9 L erfasste Leckage ab. Eine Restdifferenz ist noch keine Ursachenbestätigung.


Aufgabenpfad mit begründetem Feedback


Basisaufgabe

Auftrag: Berechne die Bilanzmenge der BZ-17.

Feedback: Richtig sind 3,2 L, weil Anfangsbestand und Nachfüllung zusammen 14,1 L ergeben und davon 10,9 L Endbestand abgezogen werden. Wer nur 12,6 − 10,9 rechnet, vergisst die Nachfüllung.


Anwendungsaufgabe

Auftrag: Ordne die 3,2 L in Sollabgabe, erfasste Leckage und ungeklärte Differenz.

Feedback: 1,8 L sind rechnerische Sollabgabe, 0,9 L wurden als Leckage erfasst, 0,5 L bleiben ungeklärt. Diese Trennung ist wichtig, weil „Tankabnahme“ nicht automatisch „Leckage“ bedeutet.


Transferaufgabe

Auftrag: Plane drei nächste Prüfschritte, ohne sofort Bauteile zu wechseln.

Musterfeedback: Sinnvoll ist zuerst die Mess- und Dokumentationskette zu prüfen, danach die sichtbare Leckagestelle sicher zu lokalisieren und anschließend Sauberkeit, Abstreifer sowie Dosierfunktion gegen Hersteller- und Wartungsvorgaben zu bewerten. Die Reihenfolge reduziert Fehlentscheidungen und unnötigen Teiletausch.


Lerneinheit 6: Gefahrstoffe, Staub und Entsorgung

Dauer: 8 Minuten

Bei Tätigkeiten mit Schmierstoffen und Kühlschmierstoffen gelten Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Sicherheitsdatenblatt und betriebliche Schutzmaßnahmen. Hautkontakt sowie Aerosole und Dämpfe können je nach Produkt und Verfahren relevant sein. Kühlschmierstoffe werden in der Metallbearbeitung deshalb gesondert betrachtet.

Keine Eigenversuche mit Gefahrstoffen: Keine unbekannten Schmierstoffe mischen, keine Biozide oder Systemreiniger „auf Probe“ zusetzen und keine chemischen Reaktionen erzeugen. Reale chemische Prozesse dürfen nur in dafür geeigneten Betrieben, nach Gefährdungsbeurteilung und unter Fachaufsicht stattfinden.


Staub und Reinigung

Staubablagerungen sollen nicht mit Druckluft abgeblasen werden, wenn dadurch Staub aufgewirbelt wird. Geeignete Saug-, Feucht- oder Nassverfahren sind nach betrieblicher Gefährdungsbeurteilung auszuwählen. Bei Maschinen mit Kühlschmierstoff können zusätzlich Aerosole und Dämpfe entstehen; technische Erfassung und Absaugung haben Vorrang.

Praxisgrenze: Grenzwerte und konkrete Schutzmaßnahmen hängen vom Stoff, Verfahren und der Staubfraktion ab. Prüfe die aktuelle TRGS 900 und die betriebliche Gefährdungsbeurteilung.


Leckage sicher aufnehmen

Ausgelaufene Kühlschmierstoffe sollen nach betrieblicher Vorgabe aufgenommen und Undichtigkeiten identifiziert und beseitigt werden. Verunreinigte Tücher und Bindemittel gehören in dafür vorgesehene, geeignete Behälter. PSA richtet sich nach Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung. An rotierenden Maschinen ist zusätzlich die Einzugsgefahr zu beachten.


Entsorgung

Altöle sind nach der Altölverordnung getrennt zu sammeln; Vermischungsverbote sind zu beachten. Nicht mehr verwendungsfähige Kühlschmierstoffe werden gekennzeichnet gesammelt und über den festgelegten betrieblichen Entsorgungsweg abgegeben. Abfallschlüssel und Entsorgungsweg legt der Betrieb anhand Stoff, Zustand und rechtlicher Vorgaben fest.


Fach- und Sicherheitsquellen

  1. DGUV/IFA: Portal Kühlschmierstoffe – Gefährdungsbeurteilung, Prüfung, Hautschutz und Praxishilfen.
  2. DGUV Regel 109-003: Tätigkeiten mit Kühlschmierstoffen – Arbeitsschutzregel für Tätigkeiten mit KSS.
  3. BGHM Arbeitsschutz Kompakt 147 – Hinweise zu Leckagen, Reinigung, Hautkontakt und Entsorgung.
  4. BAuA: TRGS 900 Arbeitsplatzgrenzwerte – aktuelle Grenzwerte und Staubbezug.
  5. BAuA: TRGS 611 – wassermischbare bzw. wassergemischte KSS und N-Nitrosamine.
  6. Altölverordnung – getrennte Entsorgung und Vermischungsverbote.
  7. SKF: Lubrication management – Schmierstoffmanagement und Kontaminationskontrolle.
  8. Schaeffler: Lubrication of Rolling Bearings – Schmierung von Wälzlagern.


Medien- und Rechtecheck

Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien wurden über ihre Dateibeschreibungsseiten geprüft. Die Lizenzangaben unten sind der jeweilige Stand der Commons-Seite; bei Weiterverwendung gelten die dort genannten Bedingungen.

Medium Einsatz im Kurs Lizenz auf Commons
Rolling-element bearing numbered Bauteilaufbau CC BY-SA 3.0
Surface roughness Rauheit und Reibung CC0
Curva di Stribeck Reibungsregime CC BY-SA 3.0 / GFDL
Tribometrisches Prinzip Messprinzip Reibung CC BY-SA 4.0
Pitting on gear flank Werkstoff- und Schadensbild CC BY-SA 4.0
Rolling contact fatigue Werkstoff- und Schadensbild CC BY-SA 4.0
Refractometer Messmittelansicht CC BY-SA 4.0
Dial Indicator in Use Messpraxis CC BY-SA 4.0
Oil drop Schmierstoffsymbol Public Domain
N1944A Oil Leak sichtbare Leckage CC BY-SA 3.0 / GFDL

YouTube-Videos werden als externe Streams eingebettet. Die Einbettung macht sie nicht automatisch zu OER; Urheber- und Nutzungsrechte bleiben beim jeweiligen Kanal und der Plattform. Verwendet werden hier MIT Professional Education sowie SKF-Kanäle, keine Sofatutor-Inhalte.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt Tribologie im Kern? (Reibung Verschleiß und Schmierung) (!Nur die chemische Zusammensetzung von Öl) (!Nur die Geometrie von Zahnrädern) (!Nur die elektrische Leistung einer Maschine)




Welche Größe ergibt sich im Ausbildungsfall aus Anfangsbestand plus Nachfüllung minus Endbestand? (3,2 Liter) (!1,5 Liter) (!0,9 Liter) (!10,9 Liter)




Was ist eine Leckage? (Unbeabsichtigter Austritt von Schmierstoff) (!Geplante Schmierstoffabgabe) (!Gemessene Oberflächenrauheit) (!Vorgesehene Filterwirkung)




Was bedeutet eine ungeklärte Bilanzdifferenz? (Sie ist ein Hinweis für weitere Prüfung) (!Sie beweist immer einen Dichtungsschaden) (!Sie beweist immer falschen Schmierstoff) (!Sie darf ignoriert werden)




Welche Maßnahme verbessert die Sauberkeit beim Nachfüllen? (Saubere eindeutig zugeordnete Einfüllhilfen verwenden) (!Offene Gebinde neben der Maschine lagern) (!Schmierstoffe verschiedener Sorten zusammenkippen) (!Verschmutzte Trichter gemeinsam nutzen)




Was sollte vor einem Teiletausch zuerst geprüft werden? (Messwerte Dokumentation und Befunde) (!Nur die Farbe des Maschinengehäuses) (!Nur die letzte Schichtbelegung) (!Nur der Kaufpreis des Schmierstoffs)




Welche Aussage zum Abblasen von Staub ist richtig? (Druckluft kann Staub gefährlich aufwirbeln) (!Druckluft bindet Staub dauerhaft) (!Druckluft ersetzt jede Absaugung) (!Staub ist nur sichtbar gefährlich)




Was ist bei Altöl wichtig? (Getrennte Sammlung und Beachtung von Vermischungsverboten) (!Einmischen in Frischöl) (!Entsorgung ohne Kennzeichnung) (!Vermischen aller Reststoffe)




Wozu dient ein Refraktometer bei wassergemischten Kühlschmierstoffen? (Zur Konzentrationsbestimmung nach betrieblicher Vorgabe) (!Zur Ortung jeder mechanischen Leckage) (!Zur Messung jeder Partikelgröße) (!Zur Bestimmung des Lagerdurchmessers)




Welche Aussage zum Ausbildungsfall ist fachlich sauber? (Die 0,5 Liter Restdifferenz braucht weitere Prüfung) (!Die 0,5 Liter beweisen eine defekte Dichtung) (!Die 0,5 Liter beweisen Überdosierung) (!Die 0,5 Liter sind automatisch Verdunstung)





Memory

Tribologie Reibung Verschleiß Schmierung
Leckage unbeabsichtigter Austritt
Sollverbrauch vorgesehene Abgabe
Sauberkeit Kontrolle von Fremdstoffen
Auffangwanne Leckagemenge erfassen
Abstreifer Schutz vor Schmutzeintrag
Bilanz Anfang plus Nachfüllung minus Ende
Altöl getrennt sammeln





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Sollverbrauch planmäßig abgegebene Schmierstoffmenge
Leckage sichtbar unbeabsichtigt ausgetretener Schmierstoff
Ausschleppung Schmierstoff verlässt die Maschine mit Teilen oder Spänen
Messabweichung Differenz durch Ablesung oder Messverfahren
Kontamination unerwünschte Fremdstoffe im Schmierstoff






Kreuzworträtsel

Tribologie Wie heißt die Lehre von Reibung Verschleiß und Schmierung?
Leckage Wie heißt ein unbeabsichtigter Austritt von Schmierstoff?
Sauberkeit Welcher Zustand begrenzt unerwünschte Fremdstoffe?
Refraktometer Welches Messgerät kann bei KSS zur Konzentrationsprüfung dienen?
Partikel Wie heißen kleine feste Verunreinigungen im Schmierstoff?
Viskosität Welche Stoffeigenschaft beschreibt den Fließwiderstand?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Lehre von Reibung Verschleiß und Schmierung heißt

.
Ein unbeabsichtigter Austritt von Schmierstoff heißt

.
Für eine Mengenbilanz wird der Anfangsbestand um die Nachfüllmenge

.
Von dieser Summe wird der Endbestand

.
Im Ausbildungsfall beträgt die Bilanzmenge

.
Die rechnerische Sollabgabe beträgt

.
Nach Abzug der erfassten Leckage bleibt eine ungeklärte Differenz von

.
Eine Restdifferenz ist noch kein Beweis für eine bestimmte

.
Staub soll nicht unnötig mit Druckluft

werden.
Altöl soll nach den geltenden Vorgaben getrennt

werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Schmierstoffprotokoll: Entwirf ein einseitiges Formular mit Zeitpunkt, Füllstand, Nachfüllung, Leckagemenge und Beobachtung.
  2. Leckage: Fotografiere nur in einem freigegebenen Ausbildungsbereich eine harmlose, bereits bekannte Leckagestelle oder nutze ein bereitgestelltes Bild und markiere mögliche Austrittswege.
  3. Tribologie: Erstelle eine Skizze, die Oberfläche, Schmierfilm und Relativbewegung zeigt.
  4. Sauberkeit: Finde fünf organisatorische Maßnahmen, die Schmutzeintrag beim Nachfüllen vermeiden.


Standard

  1. Mengenbilanz: Werte einen vom Ausbilder bereitgestellten Datensatz aus und trenne Sollverbrauch, Leckage und Restdifferenz.
  2. Ursachenanalyse: Erstelle für drei Befunde jeweils mindestens zwei plausible Ursachenhinweise und einen passenden Prüfschritt.
  3. Messunsicherheit: Vergleiche zwei Ablesemethoden für einen Füllstand und erkläre, wie die Messgenauigkeit die Bilanz beeinflusst.
  4. Instandhaltung: Entwickle eine sichere Prüfreihenfolge für Schlauch, Verschraubung, Dichtung, Abstreifer und Dosierstelle.


Schwer

  1. Trendüberwachung: Entwirf ein Wochen-Dashboard mit Verbrauch, Sollwert, Leckage und ungeklärter Differenz und begründe geeignete Warnschwellen aus betrieblichen Daten.
  2. Root Cause Analysis: Erstelle einen Ursachenbaum für steigenden Schmierstoffverbrauch, ohne einen Einzelbefund als Beweis zu behandeln.
  3. Arbeitsschutz: Vergleiche Betriebsanweisung, Sicherheitsdatenblatt und Gefährdungsbeurteilung für einen real im Betrieb eingesetzten Schmierstoff und leite sichere Handlungsregeln ab.
  4. Transfer: Übertrage die Bilanzmethode auf eine andere Anlage und beschreibe, welche Messpunkte, Einheiten und Randbedingungen angepasst werden müssen.




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Lernkontrolle

  1. Datenqualität: Zwei Schichten messen unterschiedliche Füllstände, aber zu verschiedenen Maschinenzuständen. Erkläre, warum die Werte nicht direkt vergleichbar sind, und entwickle eine einheitliche Messregel.
  2. Diagnose: Eine Auffangwanne bleibt trocken, der Tankstand sinkt dennoch. Nenne mindestens drei plausible Erklärungen und ordne passende Prüfungen zu.
  3. Sauberkeit: Ein Dosierpunkt fällt wiederholt aus und am Abstreifer ist Schmutz sichtbar. Entwickle eine Hypothese, die Tribologie und Sauberkeit verbindet, und beschreibe, welche Daten sie stützen oder widerlegen würden.
  4. Entscheidung: Ein Team möchte sofort eine Dichtung wechseln. Formuliere eine datenbasierte Gegenprüfung, mit der unnötiger Teiletausch vermieden werden kann.
  5. Arbeitssicherheit: Begründe, warum eine schnelle Reinigung mit Druckluft trotz Zeitvorteil ungeeignet sein kann, und nenne sichere betriebliche Alternativen.
  6. Transferleistung: Entwirf für eine unbekannte Maschine ein Minimalset aus Messpunkten und Dokumentationsfeldern, mit dem Leckagen und Verluste über vier Wochen nachvollziehbar werden.


Lernnachweis

  1. Du kannst Reibung, Verschleiß und Schmierung als zusammenhängendes Tribosystem erklären.
  2. Du kannst Sollverbrauch, Leckage, Ausschleppung und ungeklärten Verlust unterscheiden.
  3. Du kannst eine einfache Mengenbilanz korrekt berechnen und Einheiten sauber behandeln.
  4. Du kannst Messwerte mit Zeitpunkt, Betriebszustand und Methode dokumentieren.
  5. Du kannst Ursachenhinweise formulieren, ohne aus einem Einzelbefund vorschnell eine Ursache zu behaupten.
  6. Du kannst Sauberkeitsmaßnahmen begründen und Kontaminationswege benennen.
  7. Du kennst die Bedeutung von Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung und Sicherheitsdatenblatt.
  8. Du kannst für Altöl und nicht mehr verwendungsfähige Kühlschmierstoffe den betrieblich geregelten Entsorgungsweg einfordern.




OERs zum Thema


Vertiefende Medien

Das Tribometer-Bild ist frei lizenziert auf Wikimedia Commons. Das SKF-Video zeigt Schmierung und Nachschmierung als Praxisbezug; es ist ein externer Stream und nicht automatisch frei lizenziert.


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