Schmierstoffe Tribologie und Sauberkeit – Kühlschmierstoffkreisläufe verstehen
Schmierstoffe Tribologie und Sauberkeit – Kühlschmierstoffkreisläufe verstehen
Einleitung
In diesem aiMOOC lernst Du, warum ein Kühlschmierstoff nicht nur „kühlt“, sondern Teil eines technischen Kreislaufs ist. Du verknüpfst Tribologie, Kühlung, Schmierung, Filtration, Sauberkeit, Messwerte und Pflege mit einem realistischen Ausbildungsfall aus der Zerspanung.

Leitfrage: Was passiert im gesamten Kühlschmierstoffkreislauf, wenn an einer einzigen Stelle Verschmutzung, falsche Konzentration oder unzureichende Filtration auftritt?
| Funktion | Wozu? |
|---|---|
| Kühlen | Wärme aus der Bearbeitungszone abführen |
| Schmieren | Reibung und Verschleiß verringern |
| Spülen | Späne und Partikel aus der Bearbeitungszone transportieren |
| Sauber halten | Störstoffe abscheiden und den Kreislauf stabil halten |
Sicherheitsregel für den gesamten Kurs: Keine Eigenversuche mit Kühlschmierstoffen, Bioziden, Reinigern, Metallstäuben oder chemischer Emulsionstrennung. Reale chemische Prozesse gehören ausschließlich in geeignete Betriebe unter Fachaufsicht und nach Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung und Herstellerangaben.
Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du:
- Tribologie: Reibung, Verschleiß und Schmierung im Bearbeitungsprozess erklären.
- Kühlschmierstoff: Kühlung, Schmierung und Spülwirkung unterscheiden.
- Filtration: den Weg vom verschmutzten zum gereinigten Kühlschmierstoff beschreiben.
- Messtechnik: Sichtprüfung, Refraktometer, pH-Wert und Nitritwert fachlich einordnen.
- Arbeitsschutz: Gefährdungen durch Aerosole, Gefahrstoffe und Metallstäube erkennen.
- Entsorgung: erklären, warum gebrauchte Kühlschmierstoffe und ölhaltige Rückstände kontrolliert gesammelt und entsorgt werden müssen.
Lerneinheit 1: Tribologie in acht Minuten
Tribologie beschreibt das Zusammenwirken von Reibung, Verschleiß und Schmierung. In der Zerspanung treffen Werkzeug, Werkstück und Kühlschmierstoff als Tribosystem aufeinander.

Merke: Weniger Reibung kann weniger Wärme und weniger Verschleiß bedeuten. Entscheidend sind aber Werkstoff, Werkzeug, Schnittbedingungen und Schmierzustand.

Die Stribeck-Kurve zeigt als Prinzipdarstellung, dass Reibung vom Schmierzustand abhängt. Sie ist kein Einstellplan für eine konkrete Werkzeugmaschine.
Mini-Prüfung: Wenn die Schmierung abnimmt, können Reibung, Temperatur und Verschleiß zunehmen. Welche dieser Folgen zuerst sichtbar wird, hängt vom realen Prozess ab.
Lerneinheit 2: Was passiert an der Schneide?
Beim Spanen entsteht Wärme durch plastische Verformung und Reibung. Der Kühlschmierstoff soll die Bearbeitungsstelle erreichen, Wärme aufnehmen und Späne wegtransportieren.

Späne sind nicht „Schmutz“ im allgemeinen Sinn, sondern ein Produkt des Zerspanungsprozesses. Im Kühlschmierstoffkreislauf werden sie jedoch zu einem Störstoff, der abgeschieden werden muss.

Denkweg: Span entsteht → Kühlschmierstoff transportiert ihn → Rücklauf führt ihn zur Abscheidung → Filter oder Separator trennt Feststoffe → gereinigter Kühlschmierstoff gelangt zurück zur Maschine.
Lerneinheit 3: Werkstoff und Verschleiß lesen
Verschleißbilder liefern Hinweise auf Belastungen im Prozess. Sie ersetzen keine vollständige Ursachenanalyse, helfen aber beim systematischen Prüfen.

Das Bild zeigt adhäsiven Verschleiß an einer Stahlprobe. Solche Werkstoffbilder machen sichtbar, dass Oberflächen unter tribologischer Belastung verändert werden.

Ausbildungsfrage: Ist hoher Werkzeugverschleiß automatisch ein Kühlschmierstoffproblem? Nein. Auch Werkzeugwahl, Schnittdaten, Werkstoff, Maschinenzustand und Kühlmittelzufuhr müssen geprüft werden.
Lerneinheit 4: Den Kühlschmierstoffkreislauf lesen
Bearbeitungsstelle → Rücklauf → Grobabscheidung → Filter oder Separator → Reinbehälter → Pumpe → gegebenenfalls Kühlung → Düse → Bearbeitungsstelle
Schmutzseite: Hier befinden sich viele Späne, Abrieb und Fremdstoffe.
Reinseite: Hier sollte der Kühlschmierstoff so sauber vorliegen, wie es die Maschine und der Prozess verlangen.

Das Diagramm zeigt das allgemeine Prinzip einer Filtration: Feststoffe werden zurückgehalten, Flüssigkeit passiert das Filtermedium. Ein realer Kühlschmierstofffilter kann konstruktiv anders aufgebaut sein.

Ein Hydrozyklon nutzt Strömung und Zentrifugalwirkung zur Abscheidung. Andere Systeme arbeiten beispielsweise mit Magnetabscheidung, Sedimentation, Zentrifugen oder Filtervliesen.
| Störstoff | Mögliche Abscheidung |
|---|---|
| ferromagnetischer Abrieb | Magnetabscheider |
| größere Späne | Sieb, Absetzbereich oder mechanische Vorabscheidung |
| feine Feststoffpartikel | Filtration |
| aufschwimmendes Fremdöl | Skimmer oder geeigneter Ölabscheider |
Wichtig: Die Auswahl hängt vom Kühlschmierstoff, Werkstoff, Partikelspektrum und Maschinenkonzept ab.
Lerneinheit 5: Sauberkeit ist Prozesspflege
Sauberkeit bedeutet nicht nur „optisch klar“. Beurteilt werden unter anderem:
- sichtbare Veränderungen wie Verfärbung, Schaum oder Phasentrennung
- Fremdöl und feste Rückstände
- Geruchsveränderungen
- Filter- und Abscheiderfunktion
- produktbezogene Messwerte und dokumentierte Trends
Typische Wirkungskette: Mehr Partikel → höhere Kreislaufbelastung → schlechtere Oberflächen oder höherer Verschleiß möglich → Filterbelastung steigt → Durchfluss kann sinken → Kühl- und Spülwirkung können sich verschlechtern.
Lerneinheit 6: Messen statt raten

Ein Handrefraktometer kann zur Kontrolle der Gebrauchskonzentration eines wassergemischten Kühlschmierstoffs eingesetzt werden. Die Umrechnung ist produktspezifisch: Ein Messwert wird mit dem vom Hersteller angegebenen Faktor bewertet. Fremdstoffe können die Ablesung beeinflussen.
Keine Universal-Sollwerte: Konzentration und zulässiger pH-Bereich richten sich nach Produkt, Herstellerangaben, Betriebsanweisung und Einsatzfall.
Messwertansicht: Simulierter Ausbildungsdatensatz
Die folgenden Werte gehören zu einem fiktiven Schulungsprodukt KSS-A. Sie sind keine Betriebsfreigabe und keine Dosieranweisung.
Schulungsdaten aus dem fiktiven Produktblatt: Refraktometerfaktor 1,5; Trainings-Sollbereich der Gebrauchskonzentration 6,0 bis 7,0 Prozent; dokumentierter Ausgangs-pH 9,1.
| Prüfpunkte | Montag | Freitag | Einordnung |
|---|---|---|---|
| Sichtprüfung | unauffällig | Fremdölfilm und leichter Schaum | Ursache prüfen |
| Refraktometeranzeige | 4,2 | 3,4 | mit Produktfaktor bewerten |
| berechnete Konzentration | 6,3 % | 5,1 % | Freitag unter Trainings-Soll |
| pH-Wert | 9,1 | 8,5 | Abfall um 0,6: nach Herstellervorgabe bewerten |
| Nitrit | 5 mg/l | 22 mg/l | über 20 mg/l: betriebliche Maßnahmen auslösen |
| Filtermeldung | normal | Wartung fällig | Filtration prüfen |
Rechenweg im Ausbildungsfall: 3,4 × 1,5 = 5,1 Prozent.
Sicheres Verhalten: Du dokumentierst die Abweichung, informierst die zuständige Fachperson und arbeitest nach Betriebsanweisung. Du dosierst nicht eigenmächtig nach und setzt keine Biozide, Reiniger oder andere Chemikalien zu.
Ausbildungsfall: CNC-Zelle 17
Du bist Auszubildende oder Auszubildender in der Zerspanung. An der CNC-Zelle 17 verschlechtert sich die Oberflächenqualität. Im Reinbehälter ist ein Fremdölfilm sichtbar. Der Filter meldet Wartungsbedarf. Die simulierten Messwerte entsprechen der Freitags-Spalte der Tabelle.
Dein Auftrag: Finde eine sichere Prüfreihenfolge, ohne vorschnell „mehr Kühlschmierstoff“ oder „mehr Chemie“ als Lösung anzunehmen.
Gestufte Hilfen
Hilfe 1 – Beobachten: Trenne sichtbare Symptome, Messwerte und Maschinenmeldungen.
Hilfe 2 – Kreislauf denken: Prüfe gedanklich Bearbeitungsstelle, Rücklauf, Filter, Reinbehälter, Pumpe und Zuführung.
Hilfe 3 – Sicher handeln: Dokumentieren → zuständige Fachperson informieren → Ursache nach Betriebsanweisung prüfen → erst danach freigegebene Maßnahmen.
Basisaufgabe mit begründetem Feedback
Aufgabe: Ordne drei Beobachtungen einer Kategorie zu: Fremdölfilm, 5,1 Prozent Gebrauchskonzentration, Filtermeldung.
Musterlösung: Fremdölfilm = Sichtbefund; 5,1 Prozent = Messwert; Filtermeldung = Anlagenzustand.
Begründetes Feedback: Gute Fehlersuche beginnt mit sauber getrennten Informationen. Erst danach werden Ursache-Wirkungs-Beziehungen gebildet. Wer alle Symptome sofort auf „falschen Kühlschmierstoff“ zurückführt, übersieht mögliche Anlagenfehler.
Anwendungsaufgabe mit begründetem Feedback
Aufgabe: Werte die Konzentration aus. Der Refraktometerwert beträgt 3,4 und der Produktfaktor 1,5.
Musterlösung: 3,4 × 1,5 = 5,1 Prozent. Im simulierten Produktblatt liegt der Trainings-Sollbereich bei 6,0 bis 7,0 Prozent.
Begründetes Feedback: Die Rechnung zeigt eine Abweichung, aber noch nicht deren Ursache. Verdünnung, Leckage, Messfehler oder Fremdstoffe können eine Rolle spielen. Deshalb wird nicht eigenmächtig nachdosiert.
Transferaufgabe mit begründetem Feedback
Aufgabe: Formuliere eine mögliche Wirkungskette von einem zugesetzten Filter bis zur schlechteren Werkstückoberfläche.
Musterlösung: Filterbeladung steigt → Durchfluss kann sinken → Spül- und Kühlwirkung können nachlassen → mehr Partikel oder Wärme gelangen in die Bearbeitungszone → Oberflächenqualität kann sich verschlechtern.
Begründetes Feedback: Die Formulierung „kann“ ist wichtig: Ein Zusammenhang muss durch Messwerte und Prozessbeobachtung bestätigt werden. Technische Diagnosen sind keine Vermutungen, sondern begründete Prüfketten.
Lerneinheit 7: Gefahrstoffe, Aerosole und Staub
Kühlschmierstoffe können Haut und Atemwege belasten. Bei der Bearbeitung können Aerosole entstehen. Bei Trockenbearbeitung oder unzureichender Erfassung können zusätzlich Metallstäube relevant werden.
| Gefährdung | Sichere Ausbildungsregel |
|---|---|
| Kühlschmierstoff-Aerosol | Einhausung, Erfassung und Lüftung nicht manipulieren |
| Hautkontakt | Hautschutzplan, geeignete Arbeitsweise und betriebliche Vorgaben beachten |
| Metallstaub | Absaugung und werkstoffbezogene Gefährdungsbeurteilung beachten |
| Gefahrstoffzugabe | nur durch unterwiesene oder beauftragte Fachpersonen |
| rotierende Maschinenteile | keine Handschuhe verwenden, wenn Einzugsgefahr besteht |
Die DGUV Regel 109-003 in der Ausgabe April 2026 nennt für wassergemischte Kühlschmierstoffe bei der spanenden Metallbearbeitung einen technischen Beurteilungswert von 8 mg/m³ für die Summe aus Dampf und Aerosol. Dieser Wert ist kein gesundheitsbasierter Arbeitsplatzgrenzwert für das gesamte Kühlschmierstoffgemisch.
Für die allgemeine Staubbelastung nennt die aktuelle Regel in Verbindung mit der TRGS 900 als Größenordnung 1,25 mg/m³ für die alveolengängige Staubfraktion und 10 mg/m³ für die einatembare Staubfraktion. Werkstoff- und stoffbezogene strengere Grenzwerte können zusätzlich gelten.
Keine Demonstration im Unterricht: Metallstaub nicht gezielt erzeugen, aufwirbeln, entzünden oder mit Kühlschmierstoffnebel kombinieren. Keine Kühlschmierstoffe erhitzen oder versprühen.
Lerneinheit 8: Pflege und Prüfrhythmus
Bei wassergemischten Kühlschmierstoffen nennt die DGUV unter anderem:
- täglich: wahrnehmbare Veränderungen wie Farbe, Geruch, Schaum, Phasentrennung und Fremdöl beobachten
- wöchentlich: Gebrauchskonzentration und pH-Wert kontrollieren
- wöchentlich: Nitritwert prüfen
- regelmäßig: Filter, Abscheider, Pumpen und Leitungen entsprechend Betriebs- und Herstellerangaben kontrollieren
Für Nitrit nennt die DGUV Regel 109-003 bei wassergemischten Kühlschmierstoffen einen Wert von maximal 20 mg/l. Wird er überschritten, gehören Ursachenklärung und weitere Maßnahmen in die Hände fachkundiger betrieblicher Personen. Eine eigenmächtige chemische Korrektur ist keine Ausbildungsaufgabe.
Lerneinheit 9: Entsorgung statt Ausguss
Unbrauchbare Kühlschmierstoffe dürfen nicht unbehandelt in die Kanalisation eingeleitet werden. Gebrauchte Kühlschmierstoffe, ölhaltige Schlämme und andere Rückstände werden getrennt gesammelt und entsprechend Abfallrecht und betrieblichem Entsorgungskonzept behandelt.
Beispiele aus der Abfallverzeichnis-Verordnung:
- 12 01 08*: halogenhaltige Bearbeitungsemulsionen und -lösungen
- 12 01 09*: halogenfreie Bearbeitungsemulsionen und -lösungen
- 12 01 10*: synthetische Bearbeitungsöle
- 12 01 14*: Bearbeitungsschlämme, die gefährliche Stoffe enthalten
- 12 01 18*: ölhaltige Metallschlämme aus Schleif-, Hon- oder Läppvorgängen
Der Stern kennzeichnet im Abfallverzeichnis gefährliche Abfälle.
Praxisregel: Nicht mischen, nicht in den Ausguss geben, nicht selbst chemisch „aufbereiten“. Sammeln, kennzeichnen und den betrieblich festgelegten Entsorgungsweg nutzen.
Lerneinheit 10: Filtration auswählen
Frage 1: Ist der Störstoff magnetisch? Dann kann Magnetabscheidung sinnvoll sein.
Frage 2: Sind es grobe Späne oder feiner Abrieb? Die Partikelgröße beeinflusst das Verfahren.
Frage 3: Schwimmt Fremdöl auf? Dann braucht es ein geeignetes Ölabscheideprinzip.
Frage 4: Welche Reinheit verlangt der Prozess? Die Oberflächenanforderung entscheidet mit.
Transferimpuls: Reibung, Verschleiß und Schmierung lassen sich nicht isoliert betrachten. Änderungen am Kühlschmierstoffsystem können Werkzeug, Werkstück, Energiebedarf und Prozessstabilität gleichzeitig beeinflussen.
Quellen- und Mediencheck
Fachquellen:
- DGUV Regel 109-003 „Tätigkeiten mit Kühlschmierstoffen“, Ausgabe April 2026: zentrale Quelle für Schutzmaßnahmen, Prüfrhythmen, Aerosole, Messwerte und Entsorgung.
- BAuA – TRGS 611: Verwendungsbeschränkungen für wassermischbare beziehungsweise wassergemischte Kühlschmierstoffe bei möglichen N-Nitrosamin-Risiken.
- BAuA – TRGS 900: Arbeitsplatzgrenzwerte, aktuelle Fassung.
- Abfallverzeichnis-Verordnung: Abfallschlüssel und Kennzeichnung gefährlicher Abfälle.
- IFA-Praxishilfen Kühlschmierstoffe: technische Grundlagen zu Kühlschmierstoffsystemen und Pflege; rechtliche und aktuelle Grenzwertangaben wurden für diesen Kurs mit DGUV und BAuA abgeglichen.
Medienrechte der verwendeten Wikimedia-Commons-Dateien:
| Datei | Lernzweck | Lizenz laut Commons-Dateiseite |
|---|---|---|
| Machining NICER’s Patches (SVS14610 - NICER MachineShop-11).jpg | reale Fräsbearbeitung mit Kühlschmierstoff | Public Domain, NASA |
| Tribometrisches Prinzip.svg | Reibungsmessprinzip | CC BY-SA 4.0 |
| Curva di Stribeck.svg | Schmierzustände | CC BY-SA 3.0 / GFDL |
| Metal Cut diag.svg | Spanbildung | freie Commons-Datei |
| SwarfSamples.jpg | Span- und Werkstoffansicht | CC BY-SA 2.5 |
| Adhesive wear on 52100 steel sample.jpg | Verschleißbild Stahl | CC BY-SA 3.0 |
| Freiflaechenverschleiss.svg | Werkzeugverschleiß | Public Domain |
| FilterDiagram.svg | Filtrationsprinzip | CC BY-SA 3.0 |
| Hydrocyclone.png | Abscheideprinzip | CC BY 3.0 / GFDL |
| Refraktometer.png | Messprinzip | CC BY-SA 3.0 / GFDL |
YouTube-Hinweis: Die eingebetteten Videos wurden über öffentlich erreichbare YouTube-Watch-Seiten geprüft. Sie werden nur eingebettet und nicht als frei lizenzierte OER-Dateien ausgegeben.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche drei Begriffe gehören zum Kern der Tribologie? (Reibung Verschleiß Schmierung) (!Kühlung Filtration Entsorgung) (!Drehen Fräsen Bohren) (!Härte Dichte Farbe)
Welche Aufgabe hat der Kühlschmierstoff direkt an der Bearbeitungsstelle? (Wärme abführen Reibung mindern und Späne abtransportieren) (!Nur die Maschine färben) (!Nur den Werkzeugwechsel beschleunigen) (!Nur elektrische Leistung erhöhen)
Was ist die Hauptaufgabe eines Filters im Kühlschmierstoffkreislauf? (Feststoffpartikel aus dem Kühlschmierstoff entfernen) (!Den Werkstoff härten) (!Die Drehzahl erhöhen) (!Den pH-Wert automatisch festlegen)
Wovon hängt die Auswertung eines Handrefraktometers bei Kühlschmierstoffen ab? (Vom produktspezifischen Faktor) (!Von der Maschinenfarbe) (!Von der Schichtdauer) (!Von der Anzahl der Werkzeuge)
Welche Beobachtung gehört zur täglichen Sichtkontrolle? (Schaum Verfärbung Geruch oder Fremdöl) (!Nur die Seriennummer der Maschine) (!Nur die Hallenbeleuchtung) (!Nur der Werkzeugpreis)
Welche Messgrößen werden bei wassergemischten Kühlschmierstoffen typischerweise regelmäßig überwacht? (Gebrauchskonzentration pH-Wert und Nitrit) (!Schnittfarbe Hallentemperatur und Schichtnummer) (!Werkzeugpreis Maschinenalter und Losgröße) (!Lagerbestand Stromtarif und Wandfarbe)
Was ist bei einem Nitritwert über dem betrieblich zulässigen Wert zu tun? (Abweichung dokumentieren und zuständige Fachperson informieren) (!Eigenmächtig Chemikalien zusetzen) (!Den Messwert löschen) (!Den Kühlschmierstoff in den Ausguss geben)
Warum ist Fremdöl im Kühlschmierstoffkreislauf ein Störstoff? (Es kann die Stabilität und Pflege des Systems beeinträchtigen) (!Es verbessert immer jede Schmierung) (!Es ersetzt jeden Filter) (!Es macht Messungen überflüssig)
Welche Aussage zu Metallstaub ist richtig? (Staub muss werkstoffbezogen erfasst und beurteilt werden) (!Jeder Metallstaub ist ungefährlich) (!Metallstaub soll im Unterricht aufgewirbelt werden) (!Absaugung ist nur bei Holz notwendig)
Wie werden unbrauchbare Kühlschmierstoffe entsorgt? (Nach betrieblichem Entsorgungskonzept und Abfallrecht) (!Über die Kanalisation) (!Durch offenes Verdampfen) (!Durch Vermischen mit Hausmüll)
Memory
| Tribologie | Reibung Verschleiß Schmierung |
| Refraktometer | Gebrauchskonzentration |
| Skimmer | aufschwimmendes Fremdöl |
| Hydrozyklon | Zentrifugalabscheidung |
| Magnetabscheider | ferromagnetischer Abrieb |
| Filtration | Feststofftrennung |
| Reinbehälter | gereinigter Kühlschmierstoff |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Funktion |
|---|---|
| Rücklauf | transportiert verschmutzten Kühlschmierstoff aus der Maschine |
| Filter | hält Feststoffpartikel zurück |
| Reinbehälter | sammelt gereinigten Kühlschmierstoff |
| Pumpe | fördert Kühlschmierstoff zur Bearbeitungsstelle |
| Skimmer | entfernt aufschwimmendes Fremdöl |
Kreuzworträtsel
| Tribologie | Wie heißt die Lehre von Reibung Verschleiß und Schmierung? |
| Refraktometer | Welches Messgerät wird zur Kontrolle der Gebrauchskonzentration eingesetzt? |
| Hydrozyklon | Welcher Abscheider nutzt eine wirbelnde Strömung? |
| Filtration | Wie heißt die Trennung von Feststoffen mit einem Filter? |
| Schmierung | Was vermindert Reibung zwischen Kontaktflächen? |
| Entsorgung | Wie heißt der geregelte Weg für unbrauchbare Kühlschmierstoffe? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Kreislaufskizze: Zeichne den Weg des Kühlschmierstoffs von der Düse über Rücklauf, Filter, Reinbehälter und Pumpe zurück zur Düse.
- Bildanalyse: Wähle zwei Medien aus dem Kurs und notiere jeweils drei technische Informationen, die Du daraus ablesen kannst.
- Messwertkarte: Erstelle eine Lernkarte zu Refraktometerwert, Produktfaktor und Gebrauchskonzentration.
- Sicherheitsplakat: Gestalte ein Plakat mit fünf Regeln zu Aerosolen, Staub, Hautkontakt und sicherer Entsorgung.
Standard
- Prüfplan: Entwirf eine einfache Wochenübersicht für Sichtkontrolle, pH-Wert, Konzentration, Nitrit und Filterzustand.
- Ursache-Wirkungs-Diagramm: Zeige drei mögliche Folgen eines belasteten Filters und verbinde sie mit sinnvollen Prüfschritten.
- Messdaten auswerten: Werte den simulierten Datensatz der CNC-Zelle 17 aus und trenne sicher feststellbare Befunde von Vermutungen.
- Filtrationsvergleich: Vergleiche Filter, Magnetabscheider und Hydrozyklon nach geeignetem Störstoff und möglicher Einsatzgrenze.
Schwer
- Instandhaltungskonzept: Entwickle für eine fiktive CNC-Zelle einen Pflegeplan, der Messwerte, Filterkontrolle, Dokumentation und Verantwortlichkeiten verbindet.
- Datenblattvergleich: Vergleiche zwei reale, betriebsseitig freigegebene Kühlschmierstoff-Produktdatenblätter hinsichtlich Konzentrationskontrolle und Pflegehinweisen. Keine Stoffe praktisch mischen.
- Entsorgungsweg: Recherchiere im Ausbildungsbetrieb gemeinsam mit einer Fachperson den Weg vom gebrauchten Kühlschmierstoff bis zum Entsorgungsnachweis und dokumentiere nur freigegebene Informationen.
- Prozessverbesserung: Entwickle eine Maßnahme, die Sauberkeit, Werkzeugstandzeit und Prozessstabilität verbessern könnte. Begründe, welche Messdaten vor und nach der Maßnahme benötigt würden.


Lernkontrolle
- Fehlerkette analysieren: Eine Werkstückoberfläche wird plötzlich schlechter. Entwickle eine Prüfkette, die Werkzeug, Werkstoff, Kühlschmierstoff, Filter und Zuführung berücksichtigt, und begründe die Reihenfolge.
- Messwert und Ursache: Erkläre, warum ein zu niedriger Konzentrationswert allein noch nicht beweist, dass „zu wenig Konzentrat“ die Ursache ist.
- Filtrationsentscheidung: Ein Prozess erzeugt überwiegend ferromagnetischen Feinstabrieb. Begründe, welche Abscheideverfahren Du zuerst prüfen würdest und welche Zusatzinformationen fehlen.
- Sicherheitsentscheidung: In einer Einhausung ist Kühlschmierstoffnebel sichtbar. Formuliere sichere nächste Schritte, ohne die Maschine zu öffnen oder Schutzsysteme zu umgehen.
- Entsorgung bewerten: Ein Vorschlag lautet, gebrauchte Emulsion stark mit Wasser zu verdünnen und anschließend abzuleiten. Bewerte den Vorschlag fachlich und rechtlich.
- Transfer auf Qualität: Erkläre anhand einer Ursache-Wirkungs-Kette, wie Sauberkeit des Kühlschmierstoffs Werkstückqualität, Werkzeugverschleiß und Anlagenverfügbarkeit gleichzeitig beeinflussen kann.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen können:
- den Kühlschmierstoffkreislauf vollständig und in richtiger Reihenfolge zu erklären
- Kühlung, Schmierung, Spülung und Filtration voneinander zu unterscheiden
- typische Feststoff- und Fremdölquellen einem geeigneten Abscheideprinzip zuzuordnen
- Refraktometerwerte mit einem vorgegebenen Produktfaktor zu berechnen und fachlich einzuordnen
- Sichtbefunde, Messwerte und Anlagenmeldungen getrennt zu dokumentieren
- eine technische Fehlerkette mit mindestens zwei alternativen Ursachen zu formulieren
- sichere Reaktionen auf auffällige pH-, Nitrit-, Aerosol- oder Staubsituationen zu beschreiben
- zu begründen, warum chemische Eingriffe nur nach Betriebsanweisung und durch zuständige Fachpersonen erfolgen
- den geregelten Entsorgungsweg für gebrauchte Kühlschmierstoffe zu erklären
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