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Schmierstoffe Tribologie und Sauberkeit – Öle und Fette passend zuordnen

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Schmierstoffe Tribologie und Sauberkeit – Öle und Fette passend zuordnen

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Schmierstoffe Tribologie und Sauberkeit – Öle und Fette passend zuordnen


Einleitung

In diesem aiMOOC lernst Du, Schmierstoffe in der Ausbildung nicht nach Farbe, Gefühl oder Gewohnheit, sondern nach einem klaren Ablauf auszuwählen: Schmierstelle erkennen → Belastung und Betriebsbedingungen prüfen → Öl oder Fett zuordnen → Herstellerfreigabe kontrollieren → Sauberkeit und Arbeitsschutz sichern.

Im Mittelpunkt stehen Tribologie, Schmierstoffe, Schmierfette, Viskosität, Wälzlager, Gleitlager, Verschleiß und die saubere Instandhaltung.

Merksatz: Eine allgemeine Schmierstoffregel ersetzt niemals die Vorgabe des Maschinen-, Lager- oder Anlagenherstellers.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du eine Schmierstelle beschreiben, zwischen Öl- und Fettschmierung begründet unterscheiden, Belastung und Temperatur berücksichtigen, eine Herstellerfreigabe prüfen, Verschmutzungsrisiken erkennen und Schmierstoffe sicher handhaben.

Kompetenz Du kannst …
Basis Öl, Fett, Viskosität, Konsistenz und Schmierstelle unterscheiden.
Anwendung für einen Ausbildungsfall die passende Schmierstoffart auswählen und die Auswahl mit Betriebsdaten begründen.
Transfer bei widersprüchlichen Angaben gezielt Herstellerunterlagen, Sicherheitsdatenblatt, Reinheitsanforderung und Entsorgungsweg prüfen.


Kurze Lerneinheit 1: Was Tribologie bedeutet

Tribologie untersucht Reibung, Verschleiß und Schmierung zwischen sich berührenden oder gegeneinander bewegten Oberflächen. Auch scheinbar glatte Metallflächen besitzen mikroskopische Rauheiten. Ein geeigneter Schmierfilm soll direkten Kontakt verringern und dadurch Reibung und Verschleiß beeinflussen.

Für die Werkstatt zählt: Die Schmierstelle besteht nicht nur aus „Öl oder Fett“. Werkstoffpaarung, Oberflächenzustand, Last, Geschwindigkeit, Temperatur, Dichtung und Verunreinigung wirken zusammen.


Schmierungszustände verstehen

Die Stribeck-Kurve veranschaulicht grundsätzlich, dass sich Reibung mit Schmierstoffviskosität, Geschwindigkeit und Belastung verändert. In der Praxis werden häufig Grenzreibung, Mischreibung und ein weitgehend trennender Schmierfilm unterschieden.

Wichtig: Die Stribeck-Kurve ist ein Denkmodell. Aus ihr allein darfst Du keinen konkreten Schmierstoff für eine Maschine freigeben.


Kurze Lerneinheit 2: Öl oder Fett?

Öl ist flüssig. Es kann in Kreisläufen gefördert, gefiltert und zur Wärmeabfuhr genutzt werden.

Fett besteht typischerweise aus Grundöl, Verdicker und Additiven. Es bleibt eher an einer Schmierstelle und kann die Abdichtung gegen Schmutzeintrag unterstützen.

Prüffrage Öl kann passend sein, wenn … Fett kann passend sein, wenn …
Schmierstofftransport ein Umlauf, eine Ölversorgung oder ein Ölbad vorgesehen ist. der Schmierstoff an der Stelle gehalten werden soll.
Wärme Wärme über den Ölstrom abgeführt werden soll. nur geringe Wärmeabfuhr über den Schmierstoff erforderlich ist.
Filtration eine laufende Filterung des Schmierstoffs vorgesehen ist. kein Ölkreislauf vorhanden ist.
Abdichtung das System konstruktiv für Öl abgedichtet ist. Fett zusätzlich als Barriere gegen Schmutzeintrag dienen kann.
Entscheidung die Herstellerfreigabe Öl vorsieht. die Herstellerfreigabe Fett vorsieht.

Keine Abkürzung: Hohe Drehzahl bedeutet nicht automatisch Öl. Hohe Last bedeutet nicht automatisch Fett. Die konkrete Konstruktion und Herstellerfreigabe bleiben entscheidend.


Kurze Lerneinheit 3: Viskosität und Konsistenz nicht verwechseln

Viskosität beschreibt den Fließwiderstand einer Flüssigkeit. Die Viskosität eines Öls ändert sich mit der Temperatur. Deshalb ist eine Viskositätsklasse nur zusammen mit den Betriebsbedingungen sinnvoll zu beurteilen.

Bei Schmierfetten beschreibt die NLGI-Klasse vor allem die Konsistenz des Fettes. Sie ist nicht dasselbe wie die Viskosität des Grundöls.

Praxisfehler: Zwei Fette können ähnlich aussehen und trotzdem unterschiedliche Grundöle, Verdicker, Additive und Freigaben besitzen.


Schmierstoffe nicht ungeprüft mischen

Unterschiedliche Schmierfette können beim Mischen ihre Konsistenz oder Leistungsfähigkeit verändern. Deshalb gilt im Ausbildungsbetrieb: unbekannte Fette nicht zusammengeben. Bei einem Produktwechsel müssen Herstellerangaben und Verträglichkeit geprüft werden.


Kurze Lerneinheit 4: Schmierstelle und Belastung lesen

Bevor Du einen Schmierstoff auswählst, beschreibst Du die Schmierstelle.

Merkmal Leitfrage
Bauteil Wälzlager, Gleitlager, Zahnrad, Kette, Führung oder Hydraulik?
Bewegung Drehend, schwingend, gleitend oder stoßartig?
Last Gleichmäßig, wechselnd, stoßend oder hoch?
Geschwindigkeit Welche Drehzahl oder Gleitgeschwindigkeit liegt an?
Temperatur Welche Start-, Betriebs- und Umgebungstemperaturen treten auf?
Umgebung Staub, Wasser, Reinigungsmedien oder andere Verunreinigungen?
Versorgung Schmiernippel, Ölbad, Umlauf, Zentralschmierung oder Lebensdauerschmierung?
Freigabe Welche Spezifikation oder welches Produkt nennt der Hersteller?

Das Video zeigt ein bereits vorgeschmiertes und vormontiertes Lagerbauteil. Der Ausbildungsbezug ist wichtig: Nicht jede Schmierstelle darf geöffnet, nachgefettet oder mit einem anderen Produkt ergänzt werden.


Kurze Lerneinheit 5: Sauberkeit ist Teil der Schmierung

Schmierstoff kann bereits bei Lagerung, Umfüllen, Montage oder Nachschmierung verunreinigt werden. Typische Einträge sind Staub, Wasser, Metallpartikel, Fasern und Rückstände aus unsauberen Behältern oder Werkzeugen.

Harte Partikel können Laufbahnen und andere Kontaktflächen eindrücken. In Wälzlagern kann dies die Gebrauchsdauer deutlich verkürzen.


Messwertansicht: Ölreinheit

Die Reinheit von Öl kann mit Partikelzählung bewertet werden. ISO 4406 verwendet dafür einen Reinheitscode. Der Code ist kein universeller Gut-Schlecht-Wert. Erst der Vergleich mit der Vorgabe des Maschinen- oder Komponentenherstellers macht die Messung bewertbar.

Messwert Übungsanzeige Bewertung
Öltemperatur 46 °C innerhalb der im Übungsfall freigegebenen Spanne
Reinheitscode 19/17/14 schlechter als die im Übungsfall geforderte Zielklasse 18/16/13
Wasseranzeige keine Warnung kein Hinweis auf Grenzwertüberschreitung
Maßnahme Probe bestätigen, Filterzustand und Eintragsquelle prüfen keine spontane Ölzugabe und kein Produktwechsel

Hinweis: Diese Zahlen sind didaktische Übungsdaten und keine allgemeine Vorgabe für reale Anlagen.


Sauber nachschmieren

  1. Schmierstelle: Schmiernippel und Umgebung vor dem Anschließen nach betrieblicher Vorgabe reinigen.
  2. Schmierstoff: Nur eindeutig gekennzeichnete, saubere und geschlossene Gebinde verwenden.
  3. Werkzeug: Schmiergeräte nicht zwischen unverträglichen Produkten wechseln, ohne das betriebliche Wechselverfahren einzuhalten.
  4. Dichtung: Beschädigte Dichtungen und offene Eintragswege melden.
  5. Probe: Nur nach freigegebenem Probenahmeverfahren arbeiten; keine „Fingerprobe“ als Ausbildungsversuch.


Kurze Lerneinheit 6: Gefahrstoffe, Staub und Entsorgung

Sicherheit geht vor Auswahlgeschwindigkeit. Ob ein Schmierstoff als Gefahrstoff eingestuft ist und welche Schutzmaßnahmen gelten, steht unter anderem im aktuellen Sicherheitsdatenblatt, in der Gefährdungsbeurteilung und in der betrieblichen Betriebsanweisung.

Bei Hautkontakt können bestimmte Stoffe oder Gemische reizen, sensibilisieren oder die Hautbarriere schädigen. Technische Maßnahmen haben nach Gefahrstoffrecht grundsätzlich Vorrang vor organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

Staub niemals zu Lernzwecken aufwirbeln. Die DGUV weist darauf hin, dass das Abblasen von Staubablagerungen mit Druckluft Partikel aufwirbelt. Für staubige Bereiche sind geeignete saugende oder andere freigegebene Reinigungsverfahren zu verwenden.

Keine Eigenversuche: Schmierstoffe nicht erhitzen, verbrennen, mit Lösemitteln mischen, auf die Haut auftragen oder chemisch verändern. Reale chemische Prozesse und Prüfungen finden nur in dafür geeigneten Betrieben oder Laboren unter Fachaufsicht statt.


Altöl und gebrauchte Schmierstoffe

Gebrauchte Öle gehören in den dafür vorgesehenen Entsorgungsweg. Die deutsche Altölverordnung verlangt für bestimmte Altöle getrennte Sammlung und enthält Vermischungsverbote. Bei Motoren- und Getriebeölen ist insbesondere die Beimischung von Fremdstoffen wie Lösemitteln, Benzin, Brems- oder Kühlflüssigkeit verboten.

Ölfilter, ölhaltige Betriebsmittel und gebrauchte Fette werden nach dem betrieblichen Entsorgungskonzept und den geltenden Abfallvorschriften behandelt.

Merksatz: Abfallbehälter ist kein Mischbehälter.


Ausbildungsfall: Drei Schmierstellen an einer Förderanlage

Du arbeitest als Auszubildende oder Auszubildender in der Instandhaltung. An einer Förderanlage stehen drei Arbeiten an. Die Angaben sind didaktische Übungsdaten.

Position Schmierstelle Betriebsdaten Herstellerangabe
A abgedichtetes Wälzlager mit Schmiernippel mittlere Drehzahl, staubige Umgebung, Nachschmierpunkt vorhanden freigegebenes Wälzlagerfett, keine Ölzufuhr
B geschlossenes Stirnradgetriebe mit Schauglas Dauerbetrieb, Wärmeabfuhr über Gehäuse, Ölwechselplan Getriebeöl ISO VG 220 aus Freigabeliste
C Hydraulikaggregat mit Filter und Partikelmessung Umlaufbetrieb, Pumpe, Ventile, Filter Hydraulikfluid ISO VG 46, Zielreinheit nach Herstellerangabe


Deine Auswahl

Position Richtige Zuordnung Begründung
A Schmierfett Konstruktion besitzt Schmiernippel und Herstellerfreigabe für Fett.
B Getriebeöl Getriebe ist als Ölbad ausgelegt; Viskositätsklasse und Freigabeliste sind vorgegeben.
C Hydrauliköl Schmier- und Hydraulikfluid zirkuliert durch Pumpe und Filter; Reinheit wird überwacht.

Entscheidend: Die Zuordnung entsteht nicht aus dem Namen des Bauteils allein, sondern aus Konstruktion, Belastung, Versorgung und Herstellerfreigabe.


Auswahlaufgabe im Ausbildungsfall

Du findest neben Position A eine offene Fettkartusche ohne eindeutige Kennzeichnung. Das Fett sieht genauso aus wie das bisher verwendete Produkt.

Deine Entscheidung: Nicht verwenden. Produktidentität und Freigabe müssen vor dem Einsatz eindeutig geklärt werden.

Begründetes Feedback: Farbe und Aussehen beweisen keine Verträglichkeit. Ein unbekanntes Fett kann andere Grundöle, Verdicker oder Additive enthalten. Mischen kann Eigenschaften verändern.


Gestufte Hilfen

Stufe Hilfe
Hilfe 1 Schau zuerst auf die Art der Schmierstelle: Schmiernippel, Ölbad oder Umlaufsystem?
Hilfe 2 Vergleiche Last, Temperatur, Geschwindigkeit, Umgebung und Wartungsart.
Hilfe 3 Öffne erst danach die Herstellerunterlage und prüfe Spezifikation, Freigabe, Menge und Wechselintervall.
Hilfe 4 Bei Unsicherheit: Arbeit stoppen, Produkt kennzeichnen, Ausbilder oder Fachkraft fragen.


Basisaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Ordne A, B und C zunächst nur den Schmierstoffarten Fett, Getriebeöl und Hydrauliköl zu.

Feedback: Wenn Du die Versorgungsart erkennst, erhältst Du eine erste Zuordnung. Sie ist aber erst belastbar, wenn die Herstellerangabe dazu passt.


Anwendungsaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Für Position B steht ein Öl ISO VG 220 bereit, aber es fehlt in der Freigabeliste des Getriebeherstellers. Darf es eingefüllt werden?

Feedback: Nein, nicht allein wegen gleicher Viskositätsklasse. Gleiche ISO-VG-Klasse bedeutet nicht automatisch gleiche Additivierung, Materialverträglichkeit oder Herstellerfreigabe.


Transferaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Position C zeigt wiederholt eine schlechtere Reinheitsklasse als gefordert. Entwickle eine Prüfreihenfolge.

Feedback: Sinnvoll ist zuerst die Messung zu bestätigen und danach Probenahme, Filter, Dichtungen, Nachfüllverfahren, Gebinde und mögliche Eintragsquellen zu prüfen. Ein ungeplanter Ölwechsel ohne Ursachenanalyse kann die Ursache unverändert lassen.


Prüf- und Messmittel

Ein Tribometer dient dazu, Reibungs- und Verschleißverhalten unter definierten Prüfbedingungen zu untersuchen. Solche Prüfungen gehören in geeignete technische Einrichtungen und werden nicht als improvisierter Werkstattversuch durchgeführt.

Messwerte sind nur brauchbar, wenn Messverfahren, Probe, Temperatur, Gerätezustand und Grenzwert zusammenpassen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was hat bei der konkreten Schmierstoffauswahl Vorrang? (Die Herstellerfreigabe für die konkrete Schmierstelle) (!Die Farbe des Schmierstoffs) (!Der niedrigste Einkaufspreis) (!Die persönliche Gewohnheit)




Woraus besteht ein typisches Schmierfett? (Grundöl, Verdicker und Additive) (!Nur aus einem festen Kunststoff) (!Nur aus Wasser und Farbstoff) (!Nur aus Metallpulver)




Was beschreibt die NLGI-Klasse hauptsächlich? (Die Konsistenz eines Schmierfettes) (!Die elektrische Spannung) (!Die Partikelzahl eines Öls) (!Die Härte eines Zahnrads)




Welche Aussage zur Viskosität ist richtig? (Sie beschreibt den Fließwiderstand einer Flüssigkeit) (!Sie ist immer unabhängig von der Temperatur) (!Sie zeigt automatisch die Herstellerfreigabe) (!Sie ist dasselbe wie die NLGI-Klasse)




Warum sind harte Partikel im Schmierstoff kritisch? (Sie können Kontaktflächen eindrücken und Verschleiß fördern) (!Sie verbessern immer die Schmierwirkung) (!Sie erhöhen automatisch die Lebensdauer) (!Sie ersetzen den Schmierfilm)




Wofür wird ISO 4406 verwendet? (Zur Beschreibung der Partikelreinheit von Flüssigkeiten) (!Zur Farbbestimmung von Schmierfetten) (!Zur Messung der Schraubenlänge) (!Zur Bestimmung der Lagerbreite)




Wie sollen Staubablagerungen nicht entfernt werden? (Durch Abblasen mit Druckluft) (!Mit einem freigegebenen Saugverfahren) (!Nach betrieblichem Reinigungsplan) (!Mit geeigneter technischer Erfassung)




Was ist bei einem unbekannten Schmierfett richtig? (Nicht mischen und zuerst Identität sowie Verträglichkeit klären) (!Nach Farbe entscheiden) (!Mit jedem vorhandenen Fett vermengen) (!Ohne Kennzeichnung einsetzen)




Welche Aussage zur Entscheidung Öl oder Fett ist richtig? (Sie hängt von Schmierstelle, Betriebsbedingungen und Freigabe ab) (!Fett ist grundsätzlich für jede Maschine besser) (!Öl ist grundsätzlich für jede Maschine besser) (!Die Entscheidung erfolgt nur nach Geruch)




Was gilt für gebrauchtes Motoren- oder Getriebeöl? (Es gehört in den vorgesehenen Altöl-Entsorgungsweg) (!Es darf mit Lösemittel vermischt werden) (!Es darf in den Ausguss gegeben werden) (!Es darf zur Staubbindung auf den Boden gebracht werden)





Memory

Viskosität Fließwiderstand einer Flüssigkeit
NLGI Konsistenzklasse eines Schmierfettes
Schmiernippel Zuführstelle für Schmierfett
ISO 4406 Reinheitscode für Partikel in Flüssigkeiten
Stribeck Zusammenhang von Reibung und Schmierungszustand
Sicherheitsdatenblatt Informationen zu Gefahren und Schutzmaßnahmen
Altöl getrennt zu sammelnder gebrauchter Schmierstoff
Herstellerfreigabe Eignungsnachweis für die konkrete Anwendung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ölkreislauf Filtration und Wärmeabfuhr können vorgesehen sein
Fettschmierung Schmierstoff bleibt eher an der Schmierstelle
Staubeintrag Risiko für abrasiven Verschleiß
Herstellerfreigabe Eignung für die konkrete Maschine prüfen
Altölbehälter getrennte sichere Sammlung





Kreuzworträtsel

Viskositaet Wie heißt der Fließwiderstand einer Flüssigkeit?
Reibung Welche Größe entsteht zwischen gegeneinander bewegten Kontaktflächen?
Verschleiss Wie heißt der fortschreitende Materialverlust an beanspruchten Oberflächen?
Schmierfett Welcher pastöse Schmierstoff besteht typischerweise aus Grundöl, Verdicker und Additiven?
Partikel Wie nennt man kleine feste Verunreinigungen im Öl?
Freigabe Welcher Herstellerstatus muss vor dem Schmierstoffeinsatz geprüft werden?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Lehre von Reibung, Verschleiß und Schmierung heißt

. Ein flüssiger Schmierstoff wird als

bezeichnet. Ein Schmierfett enthält neben Grundöl einen

. Der Fließwiderstand eines Öls wird als

bezeichnet. Die Konsistenz eines Schmierfettes kann mit der

-Klasse beschrieben werden. Harte Verunreinigungen im Schmierstoff können als

Oberflächen schädigen. Die Reinheit von Hydraulik- oder Schmieröl kann mit einem Code nach

beschrieben werden. Vor dem Einsatz eines Produkts ist die

zu prüfen. Gefahren und Schutzmaßnahmen stehen unter anderem im

. Gebrauchtes Schmieröl gehört in den vorgesehenen

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Schmierstelle: Fotografiere oder skizziere drei ungefährliche, stillgesetzte und freigegebene Schmierstellen in der Ausbildungswerkstatt und kennzeichne, woran Du Öl- oder Fettschmierung erkennst.
  2. Viskosität: Erstelle eine Lernkarte, die Viskosität und NLGI-Konsistenz klar voneinander trennt.
  3. Schmierstoff: Gestalte ein Entscheidungsschild mit den vier Prüfpunkten Schmierstelle, Belastung, Sauberkeit und Herstellerfreigabe.
  4. Sicherheitsdatenblatt: Suche in einem vom Betrieb bereitgestellten Sicherheitsdatenblatt die Abschnitte zu Schutzmaßnahmen, Lagerung und Entsorgung und fasse sie in eigenen Worten zusammen.


Standard

  1. Wälzlager: Vergleiche zwei Herstellerdatenblätter für freigegebene Schmierstoffe und dokumentiere Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede, ohne Produkte praktisch zu mischen.
  2. Instandhaltung: Erstelle für den Ausbildungsfall A bis C einen einfachen Schmierplan mit Produktart, Freigabequelle, Menge oder Intervall als Platzhalter und Sauberkeitskontrolle.
  3. ISO 4406: Interpretiere drei vorgegebene Reinheitscodes relativ zu einem Herstellerziel und begründe, welcher Datensatz zuerst geprüft werden muss.
  4. Arbeitssicherheit: Führe ein kurzes Interview mit einer Fachkraft darüber, wie der Betrieb Hautkontakt, Staubeintrag und Altölentsorgung organisatorisch verhindert.


Schwer

  1. Fehleranalyse: Entwickle eine Ursachenanalyse für ein Lager, das trotz regelmäßiger Nachschmierung früh ausfällt. Berücksichtige Überfüllung, falsches Produkt, Verunreinigung, Dichtung und Montage.
  2. Tribologie: Erkläre anhand der Stribeck-Kurve, warum eine Änderung von Temperatur oder Geschwindigkeit die Schmierungsbedingungen beeinflussen kann, ohne daraus eine konkrete Produktfreigabe abzuleiten.
  3. Qualitätsmanagement: Entwirf ein Kennzeichnungssystem für Schmierstoffgebinde und Schmiergeräte, das Produktverwechslungen und Kreuzkontaminationen reduziert.
  4. Projektarbeit: Erstelle ein kurzes Schulungsvideo zur Entscheidung Öl oder Fett. Verwende nur sichere Demonstrationsobjekte, keine offenen Chemieversuche und keine realen chemischen Prozesse ohne geeigneten Betrieb und Fachaufsicht.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Schmierstoffauswahl: Ein Lager läuft wärmer als bisher. Erkläre, welche Informationen Du vor einem Wechsel auf ein anderes Fett prüfen würdest und warum ein spontaner Produktwechsel problematisch sein kann.
  2. Herstellerfreigabe: Zwei Öle besitzen dieselbe ISO-VG-Klasse, aber nur eines steht in der Freigabeliste. Begründe, warum die Viskositätsklasse allein keine Austauschfreigabe darstellt.
  3. Sauberkeit: Nach einer Wartung verschlechtert sich der Partikelwert im Umlauföl. Entwickle eine Ursachenprüfung vom Probenahmepunkt bis zum Nachfüllgerät.
  4. Arbeitssicherheit: In einer staubigen Umgebung will eine Person den Schmiernippel mit Druckluft reinigen. Bewerte die Situation und nenne eine sichere betriebliche Alternative.
  5. Altöl: Ein Sammelbehälter enthält Altöl. Jemand möchte Bremsflüssigkeit dazugeben. Begründe anhand des Entsorgungsprinzips, warum dies zu unterlassen ist.
  6. Transfer: Eine Anlage soll auf einen neuen Schmierstoff umgestellt werden. Formuliere eine Freigabekette von der technischen Anforderung bis zur dokumentierten Einführung.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern eine Schmierstoffentscheidung nachvollziehbar dokumentierst.

  1. Tribologie: Zusammenhang von Reibung, Verschleiß und Schmierung erklären.
  2. Schmierstoff: Öl und Fett anhand der Schmierstelle und Versorgung unterscheiden.
  3. Viskosität: Viskosität und Fettkonsistenz nicht verwechseln.
  4. Belastung: Last, Drehzahl, Temperatur und Umgebung in die Entscheidung einbeziehen.
  5. Herstellerfreigabe: technische Daten und Freigaben vor Verwendung prüfen.
  6. Sauberkeit: Partikel-, Wasser- und Schmutzeintrag als Ausfallrisiko bewerten.
  7. Arbeitsschutz: Sicherheitsdatenblatt, Betriebsanweisung und Gefährdungsbeurteilung beachten.
  8. Entsorgung: gebrauchte Schmierstoffe getrennt und nach betrieblichem Entsorgungsweg behandeln.




Fachquellen

Die folgenden Quellen wurden für die fachliche Absicherung der Lerninhalte verwendet. Herstellerangaben gelten jeweils für die dort beschriebenen Produkte und Anwendungen und ersetzen nicht die Dokumentation Deiner konkreten Maschine.

  1. Schaeffler: Lubrication of Rolling Bearings – Schmierstoffauswahl, Verunreinigung und Mischbarkeit von Schmierstoffen.
  2. Schaeffler/FAG: Rolling Bearing Lubrication – Einfluss von Last, Drehzahl, Grundölviskosität und Reinheit.
  3. SKF: Rolling Bearings – Lubrication – Auswahl von Schmierfetten nach Temperatur, Drehzahl und Belastung.
  4. Bosch Rexroth: Hydraulikflüssigkeiten – Bedeutung von Qualität, Auswahl und Sauberkeit für Hydrauliksysteme.
  5. BAuA: Sicherheitsdatenblatt – Informationen zu Gefahrstoffen und Sicherheitsdatenblättern.
  6. BAuA: Hautkontakt mit Gefahrstoffen – Gefährdungsbeurteilung und Hautschutz.
  7. DGUV/IFA: Portal Kühlschmierstoffe – Gefährdungsbeurteilung, Schutzmaßnahmen und Betriebsanweisungen.
  8. DGUV: Gib dem Staub keine Chance – Staub nicht mit Druckluft aufwirbeln; geeignete Reinigungsverfahren.
  9. Altölverordnung – getrennte Sammlung, Vermischungsverbote und Rücknahmeregeln für Altöle.


Medien und Rechte

Die verwendeten Wikimedia-Commons-Dateien wurden über ihre Dateibeschreibungsseiten geprüft. Die jeweilige Lizenz und Urhebernennung bleibt maßgeblich.

Medium Lizenz laut Commons-Dateiseite Quelle
Ball-bearing-numbered.png CC BY-SA 3.0 Wikimedia Commons
Surface roughness skew2.svg unter anderem CC BY-SA 4.0 Wikimedia Commons
Courbe de Stribeck 1.svg CC BY-SA 3.0 / GFDL Wikimedia Commons
Definition Viskositaet.png CC BY 3.0 Wikimedia Commons
Wheel Bearing Grease.jpg CC BY-SA 4.0 Wikimedia Commons
Schmiernippel01.jpg CC BY-SA 3.0 / GFDL Wikimedia Commons
Tribometrisches Prinzip.svg CC BY-SA 4.0 Wikimedia Commons
Tribometer.jpg CC BY-SA 3.0 / GFDL Wikimedia Commons
Lagerbuchsen.jpg Public Domain Wikimedia Commons
Gear oil change scooter.jpg CC BY-SA 3.0 / GFDL Wikimedia Commons
Lubricating oil tank.jpg CC BY-SA 2.5 Wikimedia Commons

Die eingebetteten YouTube-Videos wurden über offizielle SKF-Automotive-Videoseiten geprüft. Sie werden als externe YouTube-Inhalte eingebettet; es wird hier keine freie OER-Lizenz für die Videos behauptet.

  1. SKF Automotive: Replacement of Wheel Bearings – offizieller Nachweis zum eingebetteten Video.
  2. SKF Automotive: Pre-greased Truck Matched Unit – offizieller Nachweis zum eingebetteten Video.
  3. SKF Automotive: Wheel Bearing Transport Protection – offizieller Nachweis zum eingebetteten Video.


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