Schmiedetechniken und Formgebung – Absetzen und Schultern formen
Schmiedetechniken und Formgebung – Absetzen und Schultern formen
Zielgruppe: Ausbildung in Metalltechnik, Metallgestaltung und verwandten handwerklichen Ausbildungsbereichen
Kurzbeschreibung: Du lernst, lokale Querschnittsübergänge zu lesen, ein Absetzen zu planen und die Werkzeugführung fachlich zu beurteilen. Im Mittelpunkt stehen ein konkreter Ausbildungsfall, Bild- und Videoanalyse, Qualitätsentscheidungen und sicheres Arbeiten.
Sicherheitsregel: Heiße Werkstoffe, Feuer, Rauch- und Verbrennungsgase, Funken, Zunder und Brandgefahren können schwere Verletzungen verursachen. Praktische Demonstrationen finden ausschließlich fachlich angeleitet und nach betrieblicher Unterweisung statt. Keine unbeaufsichtigten Versuche.

Einleitung
Beim Freiformschmieden wird der Werkstoff durch gezielte Schläge umgeformt. Beim Absetzen wird ein Bereich lokal im Querschnitt verringert. Dadurch entsteht ein klar erkennbarer Übergang, die Schulter beziehungsweise der Absatz.
Für die Ausbildung ist nicht nur wichtig, wo Du schlägst. Entscheidend sind auch Werkstückauflage, Übergangsposition, Werkzeugwahl, gleichmäßige Formgebung, rechtzeitige Maßkontrolle und der sichere Umgang mit der Wärme.

Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du:
- Absetzen als lokale Querschnittsveränderung erklären und von anderen Umformvorgängen abgrenzen.
- Schultern in einer Zeichnung erkennen und den vorgesehenen Übergang beschreiben.
- Werkzeugauflage, Ambosskante und Hammerführung in Bildern und Videos fachlich beurteilen.
- typische Formfehler diagnostizieren und eine sinnvolle Korrekturentscheidung begründen.
- Gefahren durch heiße Werkstoffe, Feuer, Abgase, Funken, Zunder, Lärm und kraftbetriebene Schmiedehämmer erkennen.
- bei unsicherem Zustand konsequent einen Arbeitsstopp begründen.
Ausbildungsfall: Vierkantstab mit Schulter
Auftrag: Ein vom Ausbildungsbetrieb freigegebener Schmiedestahl mit quadratischem Ausgangsquerschnitt soll an einem Ende lokal von 20 × 20 mm auf 14 × 14 mm reduziert werden. Die Schulter liegt an der in der Übungszeichnung markierten Stelle. Werkstoff, zulässiger Temperaturbereich und Erwärmung werden ausschließlich nach Werkstoffunterlagen und Anweisung der Fachkraft festgelegt.
Ausgang:
20 × 20 mm
████████████████████████
Ziel:
20 × 20 mm 14 × 14 mm
██████████████┐────────────
↑
Schulter
Qualitätsziel: Lage der Schulter stimmt, der reduzierte Abschnitt liegt mittig, die Flächen sind gleichmäßig, es entstehen keine Risse oder Falten und das Fertigmaß wird nicht unterschritten.
Entscheidungsfrage: Wo muss die geplante Übergangslinie liegen, wenn die Ambosskante als Widerlager für den Absatz genutzt wird?
Kurze Lerneinheiten
Lerneinheit 1: Was geschieht beim Absetzen?
Beim Absetzen wird ein begrenzter Bereich heruntergeschmiedet. Eine klassische handwerkliche Arbeitsweise bereitet die Übergangsstelle durch Kehlen vor. Danach liegt die markierte Kerbe an der Kante der Ambossbahn; der aufliegende Werkstückbereich wird kontrolliert heruntergeschmiedet.
Merksatz: Die Schulter entsteht durch lokalisierte Umformung, nicht durch wahlloses Dünnerschmieden.

Bildbeobachtung: Suche im Bild nach Auflagefläche, Schlagzone und möglicher Bewegungsrichtung des Werkstücks. Welche dieser drei Informationen müsstest Du vor einem eigenen Arbeitsschritt sicher kennen?
Lerneinheit 2: Die Schulter planen
Vor der ersten Wärme wird die Zeichnung gelesen. Du klärst:
- Wo beginnt der Querschnittswechsel?
- Auf welchen Seiten wird abgesetzt?
- Soll der Übergang scharf, verrundet oder anderweitig ausgeführt werden?
- Welche Maße müssen während des Schmiedens kontrolliert werden?
Ein möglichst scharfer Absatz ist nicht automatisch die beste Konstruktion. Bei belasteten Bauteilen kann die Kerbwirkung wichtig sein. Maßgebend sind Zeichnung, Funktion, Werkstoff und Vorgaben des Betriebs.

Bauteilbeobachtung: Markiere gedanklich Stellen, an denen sich Querschnitt oder Form ändern. Welche Übergänge sind funktionsbedingt, welche eher gestalterisch?
Lerneinheit 3: Werkzeugführung
| Beobachtung | Fachliche Entscheidung | Begründung |
|---|---|---|
| Übergang läuft von der Markierung weg | Werkstück neu positionieren | Der Widerlagerpunkt bestimmt die Lage des Absatzes. |
| Reduzierter Bereich wird einseitig dünner | Seitenfolge und Auflage kontrollieren | Ungleichmäßige Umformung verschiebt den Querschnitt. |
| Maß nähert sich dem Fertigmaß | häufiger messen, leichter nacharbeiten | Zu viel Materialabtrag durch Umformung lässt sich nicht einfach zurückholen. |
| Werkstoff verlässt den freigegebenen Arbeitsbereich | Arbeit stoppen und nach Vorgabe neu erwärmen | Weiterformen außerhalb des zulässigen Bereichs kann Qualität und Sicherheit beeinträchtigen. |

Beobachtungsauftrag: Achte auf die Hammerbahn. Für eine ebene Fläche soll der Schlag nicht zufällig verkanten. Beschreibe, wie Du in einer Vorführung erkennst, ob Werkzeug und Werkstück kontrolliert geführt werden.
Lerneinheit 4: Werkzeugwahl
Typische Hilfsmittel sind Amboss, geeigneter Handhammer, Kehlhammer beziehungsweise andere betrieblich freigegebene Setzwerkzeuge, Schmiedezange, Messmittel und gegebenenfalls Schablonen.


Entscheidungsauftrag: Ein Werkzeug erzeugt eine schmale, lokal konzentrierte Vertiefung; ein anderes soll eine Fläche plan nacharbeiten. Ordne gedanklich Kehlwerkzeug und Hammerbahn zu und begründe die unterschiedliche Wirkung.
Lerneinheit 5: Prozessvideo – CBA-Ausbildungsprojekt
Das folgende Video wird von der California Blacksmith Association als Instructional Video für ihr Level-I-Gate-Latch-Projekt verlinkt. Es dient hier der Prozessanalyse, nicht als Aufforderung zum Nachmachen.
Beobachte:
- Wo werden lokale Querschnittsänderungen vorbereitet?
- Wann wird zwischen Formen und Kontrollieren gewechselt?
- Welche Werkstückauflagen oder Widerlager lenken den Materialfluss?
Entscheide: Würdest Du bei unklarer Auflage weiterschlagen oder neu positionieren? Begründe mit Formgenauigkeit und Arbeitssicherheit.
Lerneinheit 6: Prozessvideos – Zangenfertigung als Transfer
Die American Bladesmith Society verlinkt diese beiden Videos von Ed Clarke als zweiteilige Anleitung zur Herstellung einer Schmiedezange. Für diesen Kurs analysierst Du ausschließlich die Übergänge zwischen Zangenmaul, Gelenkbereich und Schenkeln sowie das sichere Halten.
Beobachtungsauftrag Teil 1: Finde zwei Stellen, an denen ein lokaler Querschnittswechsel für die Funktion der Zange wichtig ist. Notiere jeweils: Ort – Werkzeugwirkung – gewünschte Form.
Entscheidungsauftrag Teil 2: Welche Qualitätsmerkmale entscheiden darüber, ob die Zange ein heißes Werkstück sicher halten kann? Begründe, warum Formgenauigkeit hier auch eine Sicherheitsfunktion hat.
Wichtig: Die Videos ersetzen keine betriebliche Unterweisung. Praktisches Schmieden nur unter fachlicher Anleitung.
Sicherheit: Pflicht vor jeder Demonstration

Die BGHM nennt bei Schmiedeessen unter anderem Entstehungsbrände, Rauchgase, Lärm, Augenverletzungen durch Funken, Schlacke und Zunder sowie Verbrennungen an heißen Werkstücken und Werkzeugen als Gefährdungen.
- Heiße Werkstoffe: Werkstücke und Werkzeuge können gefährlich heiß sein. Sichere Zangenwahl, vorgesehene Ablagen und klare Kommunikation sind Pflicht.
- Feuer und Brand: Brennbare Stoffe aus dem Gefahrenbereich entfernen. Die BGHM nennt für Arbeiten an der Schmiedeesse mindestens einen Meter Sicherheitsabstand zu brennbaren Materialien. Geeignete Löschmittel müssen nach betrieblicher Vorgabe bereitstehen.
- Abgase und Rauchgase: Eine funktionsfähige, wirksame Absaugung ist vor dem Arbeiten zu prüfen. Bei Ausfall oder unzureichender Erfassung wird die Arbeit beendet.
- Augen und Gehör: Funken, Schlacke und Zunder gefährden die Augen; Schmieden erzeugt Lärm. Vorgeschriebene Schutzmittel werden getragen.
- Gasbetriebene Schmiedeöfen: Nur entsprechend Herstellerinformation, Betriebsanweisung und den betrieblichen Sicherheitsvorgaben benutzen. DGUV FBHM-106 behandelt unter anderem Druckregelung, Schlauchbruchsicherung, Zündung, Flammrückschlagsicherung und die Vermeidung unverbrannter Gasansammlungen.
- Kraftbetriebene Schmiedehämmer: Zusätzliche Quetsch-, Lärm-, Zunder-, Verbrennungs- und Vibrationsgefahren beachten. Bedienung ausschließlich nach Unterweisung.
- Aufsicht: Praktische Demonstrationen ausschließlich fachlich angeleitet. Keine unbeaufsichtigten Versuche.

Maschinenbeobachtung: Kraftbetriebener Schmiedehammer
Beobachtungsfrage: Welche Körperteile könnten in den Gefahrenbereich der Schlagbewegung geraten?
Entscheidungsfrage: Was ist wichtiger: einen verrutschten heißen Rohling schnell mit der Hand zu korrigieren oder die Maschine kontrolliert anzuhalten und die betriebliche Vorgehensweise einzuhalten?
Begründetes Feedback: Kontrolliertes Anhalten hat Vorrang. Der Niedergang des Gesenks erzeugt eine erhebliche Quetschgefahr; spontane Eingriffe in den Gefahrenbereich sind keine zulässige Abkürzung.
Typische Formfehler erkennen
| Merkmal | Mögliche Ursache | Fachliche Reaktion |
|---|---|---|
| Schulter ist verwaschen | Übergang nicht ausreichend lokalisiert oder falsch aufgelegt | Lage prüfen, Übergang unter Anleitung neu definieren |
| Reduzierter Abschnitt liegt außermittig | Seiten ungleichmäßig bearbeitet | Seitenfolge, Auflage und Maßkontrolle korrigieren |
| Stab wird krumm | asymmetrische Schläge oder unzureichende Auflage | richten erst nach Ursachenprüfung und unter Anleitung |
| Riss oder Falte sichtbar | fehlerhafter Materialfluss, ungeeigneter Zustand oder Überformung | Arbeitsstopp; nicht einfach überschmieden |
| Fertigmaß unterschritten | zu spät gemessen oder zu stark umgeformt | Teil bewerten; Messpunkte im nächsten Ablauf früher setzen |
Stopp-Kriterien: Rissverdacht, unsicherer Griff, fehlerhafte Absaugung, Brandgefahr, unbekannter Werkstoffzustand oder unsichere Maschinenlage bedeuten Arbeitsstopp und Rücksprache.
Gestufte Hilfen
Hilfe 1: Drei Blickpunkte
Prüfe nur diese drei Dinge: Übergangslinie – Auflage – Schlagzone.
Hilfe 2: Fünf-Schritt-Folge
- Zeichnung und Maße prüfen.
- Übergang markieren beziehungsweise nach Arbeitsplan vorbereiten.
- Werkstück sicher aufnehmen und korrekt auflegen.
- lokal und kontrolliert formen.
- zwischen den Wärmen beziehungsweise Arbeitsabschnitten messen und bewerten.
Hilfe 3: Entscheidungsregel
Form unbekannt? Stoppen und Zeichnung prüfen. Auflage unsicher? Neu positionieren. Werkstückzustand unklar? Stoppen und Fachkraft fragen. Absaugung oder Brandschutz nicht in Ordnung? Nicht weiterarbeiten.
Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit Feedback
| Niveau | Aufgabe | Begründetes Feedback |
|---|---|---|
| Basis | Erkläre in einem Satz, warum die Ambosskante beim klassischen Absetzen an der Übergangsstelle liegt. | Richtig ist eine Begründung über die lokale Begrenzung der Umformung: Die Kante wirkt als Widerlager und hilft, den Absatz an der vorgesehenen Stelle auszubilden. |
| Basis | Benenne zwei Größen, die vor dem ersten Schlag aus der Zeichnung feststehen müssen. | Sinnvoll sind Lage des Übergangs und Zielquerschnitt. Ohne diese Größen kann weder Werkzeugposition noch Maßkontrolle geplant werden. |
| Anwendung | Eine Schulter ist rundgelaufen und der reduzierte Bereich wird auf einer Seite dünner. Nenne zwei Prüfungen vor dem nächsten Arbeitsschritt. | Prüfe zuerst die Lage des Übergangs zur Auflage und danach die Gleichmäßigkeit der Seitenfolge beziehungsweise Maße. Beide Fehler deuten auf ungenügende Lokalisierung oder asymmetrische Umformung. |
| Anwendung | Während der Vorführung fällt die Absaugung aus. Entscheide über den Fortgang. | Arbeitsstopp ist richtig. Rauch- und Verbrennungsgase dürfen nicht durch Weiterarbeiten in Kauf genommen werden; erst nach Wiederherstellung der sicheren Erfassung darf die Fachkraft neu freigeben. |
| Transfer | Ein belastetes Bauteil soll einen Querschnittswechsel erhalten. Begründe, warum Du nicht automatisch die schärfstmögliche Schulter wählst. | Die Übergangsform muss Zeichnung, Funktion, Werkstoff und Belastung erfüllen. Ein scharfer Übergang kann die Kerbwirkung erhöhen; deshalb ist die konstruktive Vorgabe entscheidend. |
| Transfer | Übertrage das Prinzip auf eine Schmiedezange: Warum beeinflusst ein sauberer Übergang zwischen Maul, Gelenkbereich und Schenkeln auch die Sicherheit? | Die Geometrie bestimmt Kraftübertragung und sicheren Werkstückgriff. Unkontrollierte Querschnittswechsel oder Fehlformen können die Funktion der Zange beeinträchtigen und damit das sichere Halten heißer Werkstücke. |
Fachlich geprüfte Quellen und Medienrechte
Fachquellen, geprüft am 6. Oktober 2026:
- BGHM Arbeitsschutz Kompakt Nr. 118 – Schmiedeessen: Gefährdungen, Absaugung, Brandschutz, persönliche Schutzausrüstung.
- BGHM Arbeitsschutz Kompakt Nr. 129 – Schmiedehammer: Quetsch-, Lärm-, Zunder-, Verbrennungs- und Vibrationsgefahren.
- DGUV FBHM-106 – Sicherer Betrieb von Gasschmiedeöfen: Sicherheitsanforderungen für gasbetriebene Schmiedeöfen.
- Ausbildungs-Fachbuchauszug – Schmiedeverfahren: beschreibt Kehlen und die klassische Absetzfolge an der Ambosskante.
- Wikipedia – Freiformschmieden: Überblick und Einordnung der Schmiedeverfahren.
- California Blacksmith Association: Verbandsseite mit Verweis auf das eingebettete Instructional Video zum Level-I-Gate-Latch-Projekt.
- American Bladesmith Society: Verbandsforum mit den beiden eingebetteten Videos von Ed Clarke zur Zangenfertigung.
Freie Bilder von Wikimedia Commons:
- Blacksmith working.jpg – Jeff Kubina – CC BY-SA 2.0.
- Anvil 2 (PSF).png – Pearson Scott Foresman – Public Domain.
- Blacksmith 7.jpg – Hajjare – CC BY-SA 4.0.
- Blacksmith forging a candlestick.jpg – Jacek Rużyczka – CC BY-SA 4.0.
- Blacksmith Hammer.jpg – Achiri Bitamsimli – CC BY-SA 4.0.
- BLACKSMITH TOOLS.jpg – Lilboi ayo – CC BY-SA 4.0.
- Blacksmith anvil hammer.svg – Open Clip Art Library – Public Domain / CC0 1.0.
- Blacksmith's fire (30148481152).jpg – David Whelan – CC0 1.0.
- Blacksmith's Forge.jpg – katchoo2cc – CC BY 2.0.
- 4 artist blacksmith forging with power hammer.JPG – Wikimedia Commons – CC BY-SA 3.0 oder GFDL nach Wahl der Dateiseite.
YouTube-Rechtehinweis: Die drei Video-URLs wurden über Seiten der California Blacksmith Association beziehungsweise der American Bladesmith Society verifiziert. Sie werden ausschließlich über den YouTube-Player eingebettet. Sie sind hier nicht als frei lizenzierte OER behauptet; Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Vor Download, Bearbeitung oder anderer Weiterverwendung sind die aktuellen Lizenz- und Plattformangaben erneut zu prüfen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist das zentrale Ziel des Absetzens? (Einen Querschnitt lokal zu verringern und einen definierten Übergang zu formen) (!Das gesamte Werkstück gleichmäßig zu verlängern) (!Nur Zunder von der Oberfläche zu lösen) (!Das Werkstück ohne Formänderung zu erwärmen)
Wo liegt bei der klassischen Absetztechnik die vorbereitete Übergangsstelle? (An der Kante der Ambossbahn) (!In der Mitte des Schmiedefeuers) (!Auf dem Boden neben dem Amboss) (!Zwischen den Backen einer Bohrmaschine)
Wozu kann die Übergangsstelle vor dem Absetzen gekehlt werden? (Um den Querschnittsübergang gezielt zu lokalisieren) (!Um das Werkstück vollständig zu trennen) (!Um die Absaugung zu ersetzen) (!Um das Werkstück kaltzuschleifen)
Warum wird beim vierseitigen Absetzen die Seitenfolge kontrolliert? (Um den reduzierten Querschnitt möglichst gleichmäßig und mittig zu formen) (!Um die Schmiedeesse schneller abzukühlen) (!Um den Hammer schwerer zu machen) (!Um Messungen zu vermeiden)
Was ist bei Ausfall der wirksamen Absaugung zu tun? (Arbeit stoppen und die sichere Funktion wiederherstellen lassen) (!Ohne Unterbrechung weiterschmieden) (!Nur schneller arbeiten) (!Die Rauchgase mit der Hand wegwedeln)
Welchen Mindestabstand nennt die BGHM bei der Schmiedeesse zu brennbaren Materialien? (Mindestens einen Meter) (!Zehn Zentimeter) (!Zwanzig Zentimeter) (!Ein halber Meter)
Welche besondere Gefahr besteht am kraftbetriebenen Schmiedehammer? (Quetschgefahr im Bereich des niedergehenden Gesenks) (!Ausschließlich Gefahr durch kaltes Wasser) (!Nur Gefahr durch Papierstaub) (!Keine zusätzliche Gefahr gegenüber einem ruhenden Amboss)
Wie gehst Du mit einem Werkstück um dessen Temperaturzustand unklar ist? (Du stoppst und klärst den sicheren Zustand mit der Fachkraft) (!Du greifst zur Probe mit bloßer Hand danach) (!Du legst es unmarkiert in einen Verkehrsweg) (!Du arbeitest ohne Rückfrage weiter)
Unter welcher Bedingung dürfen praktische Demonstrationen in diesem Kurs stattfinden? (Nur fachlich angeleitet und nach Unterweisung) (!Allein nach Feierabend) (!Ohne Aufsicht sobald ein Video angesehen wurde) (!Ohne betriebliche Sicherheitsregeln)
Wovon hängt die geeignete Form einer Schulter an einem belasteten Bauteil ab? (Von Zeichnung Funktion Werkstoff und Belastung) (!Nur von der gewünschten Farbe) (!Nur von der Größe des Hammers) (!Nur von der Länge der Zange)
Memory
| Absetzen | lokale Querschnittsverringerung |
| Schulter | Querschnittsübergang |
| Kehlhammer | Übergang vorbereiten |
| Ambosskante | Widerlager am Absatz |
| Schmiedezange | heißes Werkstück halten |
| Rauchabzug | Abgase erfassen |
| Zunder | Augengefahr |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Absetzen | lokale Querschnittsverringerung |
| Kehlen | Übergang vorbereiten |
| Messen | Maßhaltigkeit prüfen |
| Rauchabzug | Abgase erfassen |
| Unterweisung | sicheres Arbeiten vorbereiten |
Kreuzworträtsel
| Absetzen | Wie heißt die Schmiedetechnik für eine lokale Querschnittsverringerung mit Absatz? |
| Schulter | Wie heißt der sichtbare Übergang zwischen zwei unterschiedlichen Querschnitten? |
| Kehlhammer | Welches Werkzeug kann eine rinnenartige Vertiefung zur Vorbereitung eines Übergangs herstellen? |
| Amboss | Auf welchem grundlegenden Schmiedewerkzeug wird das Werkstück abgestützt? |
| Rauchabzug | Welche Einrichtung erfasst Rauch- und Abgase an der Entstehungsstelle? |
| Schmiedezange | Welches Werkzeug hält ein heißes Werkstück sicher auf Abstand zur Hand? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Schulter-Skizze: Zeichne den Ausbildungsfall 20 × 20 mm auf 14 × 14 mm in Seitenansicht und markiere Übergangslinie, unveränderten Bereich und reduzierten Bereich.
- Medienbeobachtung: Wähle ein Kursbild und beschrifte auf einer Kopie oder eigenen Skizze Auflage, Schlagzone und heißen Werkstückbereich.
- Sicherheitscheck: Erstelle aus der BGHM-Quelle eine kurze Vor-dem-Arbeiten-Checkliste für Feuer, Abgase, heiße Werkstücke, Augen und Gehör.
- Werkzeugkarten: Gestalte vier Lernkarten zu Amboss, Hammer, Kehlhammer und Schmiedezange mit Funktion und einer typischen Fehlanwendung.
Standard
- Arbeitsplan Absetzen: Erstelle einen Arbeitsplan für den Ausbildungsfall mit Prüfpunkten vor, während und nach der Umformung; praktische Ausführung nur unter Anleitung.
- Fehlerdiagnose Schulter: Zeichne drei fehlerhafte Schultern und ergänze jeweils vermutete Ursache, Prüfhandlung und fachliche Reaktion.
- Videoanalyse Zangenfertigung: Analysiere einen der ABS-Videoteile und protokolliere fünf beobachtete Entscheidungen zu Werkstückauflage, Werkzeugführung oder Formkontrolle.
- Kalte Trockenübung: Simuliere die Lage von Übergangslinie, Ambosskante und Schlagzone ausschließlich an einem kalten, ungefährlichen Modell und unter Vorgabe der Lehrkraft; es wird nicht geschmiedet.
Schwer
- Kerbwirkung und Schulter: Vergleiche einen scharfen mit einem verrundeten Querschnittsübergang für ein wechselnd belastetes Bauteil und begründe die konstruktive Auswahl.
- Qualitätsplan Schmiedeteil: Entwickle einen Prüfplan mit Merkmal, Messmittel, Prüfzeitpunkt, möglichem Fehler und Reaktion.
- Unterweisungskonzept Schmieden: Entwirf eine fünfminütige Sicherheitsunterweisung zu heißem Werkstoff, Feuer, Abgasen, Brandgefahr, Zunder und Arbeitsstopp.
- Transferbauteil: Finde an einem geeigneten geschmiedeten Bauteil mindestens zwei lokale Querschnittsübergänge, dokumentiere sie mit eigener Zeichnung oder Foto und erkläre ihre Funktion sowie mögliche Fertigungsrisiken.


Lernkontrolle
- Prozessentscheidung: Zwei Werkstücke zeigen dieselbe Zielgeometrie, eines jedoch mit einseitig versetztem reduzierten Bereich. Leite aus dem Fehlerbild eine wahrscheinliche Ursache ab und plane zwei Prüfhandlungen vor einer Korrektur.
- Sicherheitsentscheidung: Während einer Demonstration funktionieren Feuerstelle und Hammer, die Absaugung jedoch nicht. Begründe eine Entscheidung über Fortsetzung oder Abbruch mit mindestens zwei Gefährdungen.
- Konstruktiver Transfer: Eine Zeichnung fordert an einem belasteten Bauteil einen verrundeten Übergang. Erkläre, warum eine besonders scharf ausgeschmiedete Schulter trotz optischer Präzision fachlich falsch sein kann.
- Werkzeugwahl begründen: Entscheide für die Arbeitsschritte Übergang vorbereiten, Fläche nacharbeiten und Werkstück sicher halten jeweils über eine Werkzeugfunktion und begründe die Wahl.
- Qualitätssicherung: Entwickle drei Mess- oder Beobachtungspunkte, durch die ein Unterschreiten des Fertigmaßes frühzeitig verhindert werden kann.
- Hand- und Maschinenprozess: Vergleiche Handhammer und kraftbetriebenen Schmiedehammer hinsichtlich Werkzeugwirkung, Kontrolle und Gefährdung. Formuliere zwei Regeln, die trotz unterschiedlicher Energiequelle gleich bleiben.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du:
- den lokalen Materialfluss beim Absetzen nachvollziehbar erklären kannst.
- Schultern und Querschnittsübergänge aus einer Zeichnung korrekt interpretierst.
- Werkzeugauflage und Werkzeugführung anhand eines Falles begründet beurteilst.
- typische Formfehler erkennst und eine fachlich sinnvolle Reaktion auswählst.
- Qualität durch planmäßige Zwischenkontrollen sicherst.
- bei Feuer-, Abgas-, Hitze-, Zunder- oder Maschinengefahr einen begründeten Arbeitsstopp aussprechen kannst.
- zwischen Beobachten, Entscheiden und angeleiteter praktischer Ausführung klar unterscheidest.
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