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Schmiede in der Zwischenkriegszeit - Schmied

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Schmiede in der Zwischenkriegszeit - Schmied



Schmiede in der Zwischenkriegszeit - Schmied


Einleitung

Die Zwischenkriegszeit von 1918 bis 1939 war für das Schmiedehandwerk eine Übergangsphase. In vielen Dörfern arbeitete der Schmied weiterhin an einer mit Kohle oder Koks befeuerten Esse, formte Werkstücke am Amboss, beschlug Pferde und reparierte Wagen, Pflüge oder landwirtschaftliche Geräte. Gleichzeitig entstanden in Städten, Bahnbetrieben und Industriewerken stärker mechanisierte Schmieden mit Federhämmern, Riemenhämmern, Lufthämmern, Dampf- oder Fallhämmern. Handarbeit und Maschinenarbeit bestanden somit nebeneinander.

Der Lernkurs betrachtet vor allem die Entwicklung in Deutschland und Mitteleuropa. Die konkrete Ausstattung einer Schmiede hing jedoch stark von Region, Betriebsgröße, Auftragsspektrum und Kapitalausstattung ab. Eine Dorfschmiede konnte 1935 noch weitgehend wie vor dem Ersten Weltkrieg arbeiten, während eine industrielle Gesenkschmiede bereits arbeitsteilig, elektrisch angetrieben und auf Serienfertigung ausgerichtet war.

Du lernst, typische Werkzeuge, Werkstoffe und Schmiedeverfahren fachsprachlich zu benennen. Außerdem untersuchst Du, wie Motorisierung, Elektrifizierung, neue Schweißverfahren, wirtschaftliche Krisen und politische Entwicklungen den Beruf veränderten.


Lernziele

Nach der Bearbeitung dieses aiMOOCs kannst Du die handwerkliche und industrielle Schmiede der Zwischenkriegszeit unterscheiden, Arbeitsabläufe fachgerecht beschreiben, wichtige Umformverfahren erklären und historische Veränderungen auf heutige Ausbildungsinhalte übertragen. Du kannst außerdem beurteilen, welche Tätigkeiten durch Maschinen erleichtert wurden und bei welchen Arbeitsschritten das Erfahrungswissen des Schmieds unersetzlich blieb.


Historische Einordnung

Nach dem Ersten Weltkrieg litten viele Betriebe unter Materialknappheit, unsicheren Absatzmärkten und fehlendem Kapital. In Deutschland erschwerte die Inflation der frühen 1920er Jahre langfristige Investitionen. In wirtschaftlich stabileren Jahren konnten Werkstätten Elektromotoren, Gebläse, Schleifmaschinen, Bohrmaschinen oder Kraft-hämmer anschaffen. Mit der Weltwirtschaftskrise ab 1929 gingen Aufträge und Kaufkraft erneut zurück.

Nach 1933 stieg in Teilen der Metallverarbeitung die Nachfrage durch staatliche Bauprogramme und die Aufrüstung des nationalsozialistischen Staates. Diese Entwicklung war Bestandteil einer Diktatur und der Vorbereitung eines Angriffskrieges. Sie darf deshalb nicht als wertneutrale Modernisierung betrachtet werden.

Das Bild zeigt die rekonstruierte Einrichtung einer ländlichen Schmiedewerkstatt aus den 1930er Jahren. Solche Werkstätten verbanden Feuerstelle, Ambossplatz, Handwerkzeuge, Lagerflächen und häufig einen Bereich für Beschlag- oder Reparaturarbeiten auf engem Raum.


Berufsbild und Auftragsspektrum

Der allgemeine Dorfschmied war häufig zugleich Hufschmied, Wagenschmied, Werkzeugschmied und Reparaturhandwerker. Er fertigte oder instand setzte unter anderem Hufeisen, Radreifen, Achsteile, Ketten, Haken, Beschläge, Türbänder, Pflugteile, Hacken, Meißel und einfache Maschinenteile. In Städten und Industriegebieten war die Spezialisierung stärker ausgeprägt. Dort arbeiteten beispielsweise Gesenkschmiede, Kesselschmiede, Kunstschmiede, Werkzeugschmiede oder Schmiede in Eisenbahn- und Maschinenbaubetrieben.

Die zunehmende Motorisierung verringerte langfristig den Bedarf an Pferdebeschlag und Wagenreparaturen. Dieser Wandel verlief jedoch nicht gleichmäßig. In Landwirtschaft, Forstwirtschaft und kleineren Gemeinden blieben Pferde und Fuhrwerke während der gesamten Zwischenkriegszeit wichtig. Gleichzeitig entstanden neue Aufträge durch Kraftfahrzeuge, Maschinen, Baukonstruktionen und industrielle Reparaturen.

Der Bericht eines Museumsschmieds eignet sich dazu, den Wandel vom Huf- und Wagenschmied zu späteren Formen der Metallbearbeitung zu untersuchen. Vergleiche seine Erinnerungen mit den Arbeitsbedingungen der Zwischenkriegszeit.


Aufbau einer Schmiedewerkstatt

Das Zentrum der handwerklichen Schmiede war die Esse. In ihr wurde das Werkstück durch ein Kohle- oder Koksfeuer auf Schmiedetemperatur gebracht. Ein Blasebalg, Handkurbelgebläse oder elektrisches Gebläse führte dem Feuer Luft zu. Rauchfang und Schornstein sollten Rauch und Verbrennungsgase ableiten.

Datei:Smithy- blacksmith bellows (1).webm

Der Amboss diente als Gegenwerkzeug. Seine gehärtete Bahn nahm die Hammerschläge auf. Das Horn wurde zum Biegen und Runden verwendet. Im Vierkantloch, auch Gesenkaufnahme genannt, konnten Abschrote, Biegevorrichtungen oder andere Stöckel eingesetzt werden. Rundlöcher unterstützten das Lochen und Dornen.

Weitere typische Einrichtungen waren der Schmiedeschraubstock, eine Lösch- oder Kühlwanne, Kohlenlager, Werkzeugständer, Werkbank, Richtplatte und Materiallager. Größere Betriebe besaßen zusätzlich Bohrmaschinen, Scheren, Schleifmaschinen und Kraft-hämmer.


Handwerkzeuge und ihre Funktionen

  1. Handhammer: Er dient zum gezielten Formen und zur Führung des Arbeitsrhythmus.
  2. Vorschlaghammer: Der Zuschläger führt damit kräftige Schläge nach den Zeichen des leitenden Schmieds aus.
  3. Schmiedezange: Sie hält das heiße Werkstück sicher; ihre Maulform muss zum Querschnitt passen.
  4. Abschrot: Es trennt warmes Material durch Einkerben und Abschlagen.
  5. Lochdorn: Er weitet oder kalibriert zuvor gelochte Öffnungen.
  6. Setzhammer: Er erzeugt Absätze, glättet Flächen oder überträgt gezielte Schläge.
  7. Gesenk: Es formt wiederkehrende Konturen oder Radien.
  8. Schmiedeschraubstock: Er spannt Werkstücke für Biege-, Richt- oder Meißelarbeiten ein.


Mechanisierung der Schmiedearbeit

Kraft-hämmer ersetzten den Schmied nicht, sondern vergrößerten die verfügbare Schlagarbeit. Ein Federhammer oder Lufthammer konnte schneller und kräftiger schlagen als ein Mensch mit dem Vorschlaghammer. Der Schmied musste das Werkstück dennoch richtig erwärmen, sicher halten, drehen, verschieben und im passenden Augenblick aus dem Schlagbereich nehmen.

In kleinen und mittleren Werkstätten waren mechanische Hämmer vor allem für das Recken größerer Querschnitte, das Vorformen und wiederkehrende Arbeiten nützlich. Industrielle Schmieden verwendeten schwerere Fall-, Dampf- oder Lufthämmer. Beim Gesenkschmieden wurde das erwärmte Werkstück zwischen formgebenden Werkzeughälften umgeformt. Dieses Verfahren eignete sich besonders für Serien mit gleichbleibender Geometrie.


Werkstoffe und Schmiedetemperatur

Im Werkstattalltag wurde häufig allgemein von Eisen gesprochen, obwohl technisch zwischen schmiedbarem Eisen, niedrig gekohltem Stahl und härtbarem Werkzeugstahl unterschieden werden muss. Altes Schmiedeeisen, industriell erzeugte Stähle und wiederverwendetes Material konnten nebeneinander vorkommen. Die zunehmende industrielle Normierung verbesserte die Verfügbarkeit gleichmäßiger Halbzeuge, beseitigte aber nicht die Notwendigkeit der Werkstoffprüfung.

Der Schmied beurteilte die Erwärmung vor allem nach Glühfarbe, Funkenbild, Oberflächenzustand und Verhalten unter dem Hammer. Eine zu niedrige Temperatur erhöhte die erforderliche Kraft und konnte Risse begünstigen. Eine zu hohe Temperatur führte zu starkem Zunder, Kornvergröberung oder zum Verbrennen des Werkstoffs. Die geeignete Temperatur hing von Stahlsorte und Arbeitsschritt ab.

Ein sauber geführtes Feuer war entscheidend. Das Werkstück sollte in einer geeigneten Zone des Feuers liegen und nicht unnötig dem Luftstrom ausgesetzt sein. Schwefelhaltige Brennstoffe, Schlacke und oxidierende Bedingungen konnten die Oberfläche und das Schweißergebnis beeinträchtigen.


Grundlegende Schmiedeverfahren

  1. Recken: Der Querschnitt wird verringert und das Werkstück verlängert.
  2. Stauchen: Die Länge wird verringert und der Querschnitt vergrößert.
  3. Biegen: Das Werkstück wird über Horn, Kante, Dorn oder Vorrichtung gekrümmt.
  4. Lochen: Eine Öffnung wird mit Lochwerkzeug und Gegenlage hergestellt.
  5. Dornen: Eine Öffnung wird auf Maß und Form erweitert.
  6. Abschroten: Material wird warm oder kalt getrennt.
  7. Tordieren: Ein meist kantiger Stab wird um seine Längsachse verdreht.
  8. Richten: Verzug wird durch kontrollierte Gegenschläge oder Biegekraft beseitigt.

Beim gemeinsamen Schmieden gab der leitende Schmied mit Handhammer, Blickkontakt und kurzen Kommandos den Schlagort und den Rhythmus vor. Der Zuschläger führte die schweren Schläge aus. Diese Zusammenarbeit verlangte eindeutige Zeichen und große Disziplin.


Feuerschweißen, neue Schweißverfahren und Reparaturtechnik

Beim Feuerschweißen werden passend vorbereitete Werkstückenden auf Schweißtemperatur gebracht, zusammengelegt und durch Hammerschläge verbunden. Zunder und Verunreinigungen müssen möglichst ferngehalten werden. Je nach Werkstoff und Werkstattpraxis wurden geeignete Flussmittel verwendet. Das Verfahren verlangte eine sehr genaue Feuerführung und sichere Beurteilung der Temperatur.

Während der Zwischenkriegszeit gewannen das Gasschmelzschweißen und das Lichtbogenschweißen an Bedeutung. Umhüllte Stabelektroden verbesserten die Handhabung des Lichtbogenschweißens. Autogengeräte ermöglichten außerdem Brennschneiden und örtliches Erwärmen. Diese Verfahren ergänzten das Schmieden und ersetzten bei manchen Reparatur- und Fügeaufgaben das traditionelle Feuerschweißen. Ihre Verbreitung war jedoch von Stromanschluss, Anschaffungskosten und Qualifikation abhängig.


Wärmebehandlung

Werkzeuge wie Meißel, Körner oder Schneiden mussten nicht nur geformt, sondern auch wärmebehandelt werden. Beim Härten wird geeigneter Stahl auf die erforderliche Härtetemperatur erwärmt und anschließend in einem passenden Medium abgeschreckt. Dadurch steigt die Härte, zugleich aber auch die Sprödigkeit.

Beim Anlassen wird der gehärtete Stahl erneut auf eine niedrigere Temperatur erwärmt. Dadurch sinkt die Sprödigkeit und die Zähigkeit nimmt zu. Die richtige Kombination aus Härten und Anlassen richtet sich nach Werkstoff und Verwendung. Ein Meißel benötigt an seiner Schneide andere Eigenschaften als ein Haken, eine Kette oder ein Ziergitter.


Ausbildung und Arbeitsorganisation

Die Ausbildung erfolgte überwiegend im Betrieb. Lehrlinge begannen mit Feuerpflege, Aufräumen, Werkzeugpflege, Materialtransport und einfachen Hammerübungen. Danach lernten sie das sichere Halten mit der Zange, das maßgerechte Recken und Stauchen, Biegen, Lochen, Abschroten und schließlich anspruchsvollere Füge- und Wärmebehandlungsarbeiten.

Der Meister plante den Auftrag, kalkulierte Material und Arbeitszeit, nahm Maße, entschied über Werkstoff und Verfahren und kontrollierte das Ergebnis. Gesellen führten selbstständige Arbeiten aus und leiteten Lehrlinge oder Zuschläger an. In industriellen Schmieden war die Arbeit stärker aufgeteilt: Heizer, Schmied, Zuschläger, Hammerführer, Gesenkschlosser und Prüfer konnten unterschiedliche Aufgaben übernehmen.

Fachliches Können zeigte sich nicht allein in kräftigen Schlägen. Entscheidend waren Wärmeführung, Materialgefühl, Maßhaltigkeit, Schlagtechnik, wirtschaftlicher Brennstoffverbrauch, Werkzeugpflege und die Fähigkeit, Schäden richtig zu beurteilen.


Beispiel eines historischen Arbeitsablaufs

Bei der Reparatur eines ausgeschlagenen Hakens oder landwirtschaftlichen Geräteteils begann der Schmied mit der Schadensprüfung. Er musste klären, ob das Teil gerichtet, ausgeschmiedet, neu verstärkt oder vollständig ersetzt werden sollte. Danach wählte er Material und Zange, richtete das Feuer ein und erwärmte nur den benötigten Abschnitt.

Das Werkstück wurde zunächst vorgestreckt oder gestaucht, anschließend auf Maß gebracht und bei Bedarf gelocht, gedornt oder gebogen. Nach dem Richten kontrollierte der Schmied Form, Maße und Oberfläche. Werkzeugteile erhielten gegebenenfalls eine Wärmebehandlung. Abschließend wurden Zunder und Grate entfernt und die Funktion geprüft.

Datei:Smithy- steel forging (2).webm


Arbeitsschutz im historischen Vergleich

Historische Bilder zeigen häufig fehlenden Augen-, Gehör- und Atemschutz. Das bedeutet nicht, dass diese Arbeitsweise sicher war. Funkenflug, Zunder, Kohlenmonoxid, Rauch, Lärm, Hitze, Quetschstellen und scharfkantige Werkstücke verursachten erhebliche Gefahren.

Für die heutige Ausbildung gelten moderne Schutzmaßnahmen. Dazu gehören geeignete Schutzkleidung, Schutzbrille, Gehörschutz, wirksame Lüftung, geprüfte Maschinen, sichere Zangen, freie Verkehrswege und klare Arbeitsabsprachen. Feuchte Werkzeuge oder geschlossene Hohlkörper dürfen nicht unkontrolliert in das Schmiedefeuer gelangen. Bei Kraft-hämmern ist besonders auf sicheren Stand, Werkzeugzustand und Abstand zum Schlagbereich zu achten.


Kontinuität und Wandel

Die Zwischenkriegszeit war weder das plötzliche Ende der alten Dorfschmiede noch der vollständige Sieg der industriellen Massenproduktion. Vielmehr entstanden Mischformen. Ein Betrieb konnte handwerklich am Amboss arbeiten, gleichzeitig einen elektrischen Ventilator, eine Bohrmaschine und einen Federhammer verwenden.

Traditionelle Kompetenzen blieben wichtig, weil Reparaturen, Einzelstücke und Anpassungsarbeiten nicht vollständig standardisiert werden konnten. Gleichzeitig verloren manche Produkte der Dorfschmiede durch Fabrikware, motorisierte Fahrzeuge und neue Fügeverfahren an Bedeutung. Erfolgreiche Betriebe spezialisierten sich, übernahmen Schlosser- und Schweißarbeiten oder arbeiteten für Landwirtschaft, Bauwesen, Verkehr und Maschinenbau.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aussage beschreibt die Schmieden der Zwischenkriegszeit am treffendsten? (Handarbeit und Mechanisierung bestanden je nach Betrieb nebeneinander) (!Alle Schmieden arbeiteten bereits vollautomatisch) (!Pferdebeschlag war ab 1918 bedeutungslos) (!Schmieden wurden nur noch für Kunstgegenstände genutzt)




Welche Aufgabe hat die Esse? (Sie erwärmt das Werkstück auf die erforderliche Arbeitstemperatur) (!Sie misst die Härte des Werkstücks) (!Sie spannt das Werkstück für Bohrarbeiten) (!Sie kühlt das Werkstück kontrolliert ab)




Was geschieht beim Recken? (Der Querschnitt wird kleiner und das Werkstück länger) (!Der Querschnitt wird größer und das Werkstück kürzer) (!Zwei Werkstücke werden durch Nieten verbunden) (!Das Werkstück wird ausschließlich abgekühlt)




Was geschieht beim Stauchen? (Der Querschnitt wird größer und das Werkstück kürzer) (!Der Querschnitt wird kleiner und das Werkstück länger) (!Das Werkstück wird durch Sägen getrennt) (!Die Oberfläche wird durch Feilen poliert)




Welche Funktion hatte ein Zuschläger? (Er führte schwere Hammerschläge nach den Zeichen des Schmieds aus) (!Er bediente ausschließlich den Schornstein) (!Er verkaufte fertige Werkstücke) (!Er prüfte nur die Buchhaltung)




Wozu dient das Vierkantloch im Amboss? (Zur Aufnahme von Stöckeln und Hilfswerkzeugen) (!Zur Lagerung von Brennstoff) (!Zur Messung der Werkstücktemperatur) (!Zur Kühlung des Ambosses mit Öl)




Warum blieb der Hufbeschlag trotz Motorisierung zunächst wichtig? (Pferde blieben besonders in Landwirtschaft und Transport verbreitet) (!Kraftfahrzeuge durften keine Straßen benutzen) (!Hufeisen wurden als Kraftstoff verwendet) (!Alle landwirtschaftlichen Maschinen wurden von Pferden gebaut)




Welche Wirkung hatte ein Kraft-hammer auf die Arbeit? (Er erhöhte Schlagleistung und Arbeitsgeschwindigkeit) (!Er machte das Erwärmen des Stahls überflüssig) (!Er bestimmte selbstständig den Werkstoff) (!Er ersetzte jede fachliche Entscheidung des Schmieds)




Welche Aussage zum Feuerschweißen ist richtig? (Die vorbereiteten Teile werden auf Schweißtemperatur gebracht und ausgeschmiedet) (!Die Teile werden ausschließlich kalt zusammengelegt) (!Die Verbindung entsteht nur durch Schrauben) (!Das Verfahren benötigt immer eine Kunststoffschicht)




Welche moderne Schutzmaßnahme ist beim Schmieden besonders wichtig? (Schutzbrille und Gehörschutz entsprechend der Gefährdung) (!Lose Kleidung an rotierenden Maschinen) (!Feuchte Werkzeuge im Schmiedefeuer) (!Ungeprüfte Zangen mit gerissenen Schenkeln)





Memory

Esse Erwärmen des Werkstücks
Amboss Gegenwerkzeug beim Umformen
Recken Verlängern durch Querschnittsverringerung
Stauchen Verdicken durch Längenverringerung
Abschrot Trennen von Material
Lochdorn Erweitern einer Öffnung
Lufthammer Mechanisch erzeugte Hammerschläge
Zuschläger Arbeit mit dem Vorschlaghammer





Drag and Drop

Ordne die richtige Wirkung zu. Schmiedeverfahren
Querschnitt verringern und Werkstück verlängern Recken
Querschnitt vergrößern und Werkstück verkürzen Stauchen
Werkstück um eine Achse verdrehen Tordieren
Öffnung mit einem Dorn auf Maß bringen Dornen
Material mit einem Schneidwerkzeug trennen Abschroten
Verzug durch kontrollierte Gegenformung beseitigen Richten






Kreuzworträtsel

Amboss Welches Grundwerkzeug dient als feste Unterlage beim Schmieden?
Lufthammer Welche Maschine erzeugt durch Druckluft schnelle Schmiedeschläge?
Stauchen Wie heißt das Verkürzen bei gleichzeitiger Querschnittsvergrößerung?
Anlassen Welche Wärmebehandlung verringert nach dem Härten die Sprödigkeit?
Schmiedezange Welches Werkzeug hält das heiße Werkstück?
Abschroten Wie heißt das Trennen von Material mit einem Schmiedeschneidwerkzeug?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die Werkstatt eines Schmieds wird als

bezeichnet. Das Werkstück wurde in der

auf Arbeitstemperatur gebracht. Der

diente als Gegenwerkzeug für die Hammerschläge. Beim

wird ein Werkstück länger und sein Querschnitt kleiner. Beim

wird es kürzer und sein Querschnitt größer. Ein mechanischer

erhöhte die verfügbare Schlagarbeit. Der schwere Vorschlaghammer wurde häufig vom

geführt. Beim

werden erhitzte Werkstückteile durch Hammerschläge verbunden. Nach dem Härten verringert das

die Sprödigkeit. Die zunehmende

veränderte besonders die Arbeit der Huf- und Wagenschmiede.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkzeugkarte: Erstelle eine beschriftete Karte mit Esse, Amboss, Schmiedezange, Handhammer und Abschrot.
  2. Glühfarben beobachten: Recherchiere, warum Glühfarben nur eine ungefähre Temperaturbeurteilung ermöglichen, und formuliere drei Sicherheitsregeln.
  3. Bildanalyse Schmiede: Untersuche ein historisches Werkstattbild und markiere Arbeitsplätze, Werkzeuge und mögliche Gefahren.
  4. Fachbegriffe erklären: Erstelle ein Glossar mit zehn Begriffen aus dem Lernkurs und formuliere jede Erklärung in eigenen Worten.


Standard

  1. Arbeitsablauf planen: Entwickle einen fachgerechten Ablauf für die Herstellung eines einfachen Hakens und begründe die Reihenfolge.
  2. Handarbeit und Kraft-hammer: Vergleiche beide Arbeitsweisen hinsichtlich Kraft, Genauigkeit, Geschwindigkeit und Qualifikation.
  3. Zeitzeugeninterview: Entwirf Fragen für ein Interview mit einem Schmied, Hufbeschlagschmied oder Metallbauer über technische Veränderungen.
  4. Werkstattgrundriss: Zeichne den Grundriss einer Schmiede der 1930er Jahre und berücksichtige Materialfluss, Feuerstelle, Amboss und Lüftung.


Schwer

  1. Betriebsvergleich: Vergleiche eine ländliche Dorfschmiede mit einer industriellen Gesenkschmiede der Zwischenkriegszeit.
  2. Reparaturentscheidung: Beurteile an einem selbst gewählten Bauteil, ob Richten, Aufschmieden, Schweißen oder Neuanfertigung sinnvoll wäre.
  3. Quellenkritik: Analysiere zwei historische Fotografien daraufhin, was sie über Arbeitsteilung, Technik und Arbeitsschutz zeigen und was unsichtbar bleibt.
  4. Ausstellungskonzept: Plane eine kleine Ausstellung mit dem Titel Schmiede zwischen Tradition und Industrie und entwickle Objekttexte, Medien und eine praktische Station.




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Lernkontrolle

  1. Technischer Wandel: Erkläre anhand eines konkreten Auftrags, welche Arbeitsschritte durch einen Kraft-hammer erleichtert werden und welche Entscheidungen beim Schmied bleiben.
  2. Werkstoffentscheidung: Begründe, warum ein Schneidwerkzeug anders behandelt werden muss als ein dekorativer Haken.
  3. Betriebsentwicklung: Entwickle eine Strategie, mit der eine Dorfschmiede auf sinkende Nachfrage nach Pferdebeschlag reagieren könnte.
  4. Fehleranalyse: Ein geschmiedetes Werkzeug zeigt nach dem Härten Risse. Formuliere mindestens drei mögliche Ursachen und geeignete Gegenmaßnahmen.
  5. Sicherheitsbewertung: Untersuche ein historisches Schmiedebild und übertrage die erkennbaren Gefahren in eine moderne Gefährdungsbeurteilung.
  6. Historisches Urteil: Bewerte die Aussage, die Mechanisierung habe den handwerklichen Schmied vollständig ersetzt.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du historische Entwicklung und Schmiedetechnik miteinander verbinden kannst.

  1. Du verwendest Fachbegriffe wie Recken, Stauchen, Abschroten, Dornen, Feuerschweißen, Härten und Anlassen korrekt.
  2. Du unterscheidest eine handwerkliche Dorfschmiede von einer industriellen Schmiede.
  3. Du erklärst die Funktionen von Esse, Amboss, Zange, Handhammer und Kraft-hammer.
  4. Du beschreibst einen vollständigen Arbeitsablauf vom Auftrag bis zur Prüfung.
  5. Du bewertest Auswirkungen von Motorisierung, Elektrifizierung und neuen Schweißverfahren.
  6. Du beachtest bei praktischen Überlegungen moderne Regeln des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.
  7. Du belegst historische Aussagen mit geeigneten Quellen und trennst Beobachtung von Vermutung.




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