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Schmiede-Grundlagen und Werkstatt – Schmiedehämmer nach Aufgabe unterscheiden

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Schmiede-Grundlagen und Werkstatt – Schmiedehämmer nach Aufgabe unterscheiden

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Einleitung

Schmiede-Grundlagen und Werkstatt – Schmiedehämmer nach Aufgabe unterscheiden ist ein kompakter Ausbildungskurs zur Frage: Welcher Hammer passt zu welcher Schmiedeaufgabe? Im Mittelpunkt stehen Form, Kopfmasse, Schlagwirkung, sichere Werkzeugwahl und begründete Entscheidungen.

Wikimedia Commons: David Whelan, CC0 1.0.

Lernziel Du kannst danach …
Form Bahn, Finne, Auge und Stiel unterscheiden und die Kontaktform erklären.
Masse eine passende Kopfmasse nach Aufgabe, Kontrolle und Belastung begründen.
Auswahl Handhammer, Querfinnenhammer, Rundbahn-/Ballhammer, Schlichthammer und Zuschlaghammer zweckmäßig unterscheiden.
Sicherheit Gefahren durch heiße Werkstoffe, Feuer, Rauch-/Verbrennungsgase, Zunder, Lärm und beschädigte Werkzeuge erkennen.
Sicherheitsgrenze: Dieser Kurs ersetzt keine Unterweisung. Heiße Werkstoffe, Schmiedefeuer und Gasschmiedeöfen werden nur fachlich angeleitet benutzt. Keine unbeaufsichtigten Versuche, kein eigenständiges Anheizen und keine improvisierten Brenner-, Gas- oder Feuerexperimente. Betriebsanweisung, Gefährdungsbeurteilung und Anweisungen der ausbildenden Fachkraft gehen immer vor.


Lerneinheit 1: Hammer-Bauteile erkennen

Zeitbedarf: ca. 4 Minuten.

Schema: 1 Keil, 2 Auge, 3 Bahn, 4 Finne, 5 Stiel. Wikimedia Commons: Kuxu76, CC BY-SA 3.0 / GFDL.

Bauteil Funktion Prüffrage vor Einsatz
Bahn überträgt den Schlag flächig oder leicht gewölbt Ist die Schlagfläche unbeschädigt und passend zur Aufgabe?
Finne verkleinert die Kontaktfläche und konzentriert den Schlag Passt ihre Orientierung zum gewünschten Materialfluss?
Auge nimmt den Stiel auf Sitzt der Kopf dauerhaft und spielfrei?
Stiel führt und beschleunigt den Kopf Ist er fest, trocken, griffsicher und frei von Rissen?
Keil/Stielbefestigung sichert die Verbindung Ist die Befestigung sichtbar intakt?

Beobachtungsauftrag: Decke die Bildlegende ab. Benenne die fünf Teile am Schema und erkläre in einem Satz, warum eine lockere Stielbefestigung ein Ausschlusskriterium ist.

Begründetes Feedback: Ein lockerer Kopf kann sich beim Schlag lösen. Deshalb fordert der Arbeitsschutz eine dauerhafte Stielbefestigung und eine Sichtprüfung vor der Benutzung.


Lerneinheit 2: Form bestimmt Schlagbild und Materialfluss

Zeitbedarf: ca. 6 Minuten.

Cross-Peen-/Querfinnen-Form als Anschauungsbeispiel. Wikimedia Commons: Saltmarsh, CC BY-SA 2.0.

Schmiedehammer für die Warmumformung. Wikimedia Commons: Achiri Bitamsimli, CC BY-SA 4.0.

Hammerform Kontakt Typische Aufgabe Entscheidender Hinweis
Flache bis leicht gewölbte Bahn eher flächig allgemeines Formen, Richten, Glätten gute Kontrolle; Kanten nicht scharfkantig beschädigt einsetzen
Quer-/Kreuzfinne schmale Linie örtlich strecken und Materialfluss gezielt einleiten Material fließt bevorzugt quer zur Finnenkante
Stärker gerundete Bahn / Ballform kleinflächig bis punktnah Rundungen und Übergänge formen, lokal treiben für ebene Endflächen nicht die erste Wahl
Schlichthammer breite, ebene Fläche Oberfläche nach dem Formen schlichten Form ist weitgehend erreicht; Oberfläche steht im Fokus
Zuschlaghammer hohe Schlagenergie durch größere Masse kräftige Umformarbeit an geeigneten Querschnitten höhere Ganzkörperbelastung; nur mit geplanter Arbeitsweise und Unterweisung
Hilfshammer wirkt als Zwischenwerkzeug z. B. Setzen, Schlichten, Lochen oder Trennen mit dafür bestimmter Form passende Kombination und sichere Teamkoordination sind nötig

Merksatz: Wähle nicht „den stärksten Hammer“, sondern Kontaktform + Masse + Kontrolle passend zur Aufgabe.

Video: „Tool of the day cross peen hammers“, Black Bear Forge. YouTube-Einbettung; Rechte beim Uploader. Das Video weist selbst darauf hin, dass es keine professionelle Unterweisung ersetzt.

Beobachtungs- und Entscheidungsauftrag: Notiere beim Video drei Situationen: Wann wird die Bahn, wann die Finne benutzt? In welche Richtung soll der Werkstoff fließen? Welche Hammerform würdest Du für die Schlussbearbeitung einer ebenen Fläche wählen?

Begründetes Feedback: Die Finne konzentriert den Schlag und steuert den Materialfluss; zum Glätten wird eine passende Bahn verwendet. Die Auswahl hängt nicht nur vom Namen des Hammers, sondern von der wirkenden Fläche ab.


Lerneinheit 3: Kopfmasse zweckmäßig auswählen

Zeitbedarf: ca. 5 Minuten.

Schwerer Zweihandhammer als Größenvergleich. Wikimedia Commons: Pearson Scott Foresman, weltweit gemeinfrei.

Technischer Kern: Der übertragbare Impuls hängt von Masse und Auftreffgeschwindigkeit ab. Mehr Masse kann die Schlagwirkung erhöhen, steigert aber auch Belastung und Kontrollbedarf. Viele schnelle Schläge mit zu schwerem Hammer fördern Ermüdung.

Entscheidungssituation Eher wählen Begründung
feine Korrektur, kleine Kontaktzone leichteren, gut kontrollierbaren Hammer Zielgenauigkeit ist wichtiger als maximale Schlagwirkung
kräftige Umformung an geeignetem Querschnitt größere Masse nur soweit sicher beherrschbar mehr Impuls kann sinnvoll sein, aber Kontrolle bleibt zwingend
längere Schlagfolge Masse reduzieren oder Arbeitsweise anpassen Ermüdung verschlechtert Präzision und erhöht Fehlerrisiko
glatte Endfläche passende Bahnform Oberfläche wird primär durch Form und Schlagführung bestimmt, nicht durch Masse allein

Video: „Hammer Like A Blacksmith“, Essential Craftsman. YouTube-Einbettung; Rechte beim Uploader. Nutzung nur als Beobachtungsmedium.

Beobachtungsauftrag: Achte auf Griff, Ausholbewegung, Zielkontrolle und Schlagrhythmus. Welche Anzeichen würden Dir zeigen, dass eine gewählte Hammermasse die Präzision verschlechtert?

Begründetes Feedback: Sinkende Treffgenauigkeit, verkrampfte Führung, unruhiger Rhythmus oder frühe Ermüdung sprechen gegen eine zu hohe Masse. Die zweckmäßige Auswahl ist immer auch eine ergonomische Entscheidung.


Lerneinheit 4: Werkstatt-Sicherheit vor dem ersten Schlag

Zeitbedarf: ca. 7 Minuten.

Traditionelle Schmiedeesse. Wikimedia Commons: Bellina 09, CC BY-SA 4.0.

Schmiedefeuer mit Funkenflug. Wikimedia Commons: Metoc, CC BY-SA 2.5.

Gefahr Vorbeugende Entscheidung im Ausbildungsbetrieb
Heiße Werkstoffe und Werkzeuge nur mit geeigneter Zange/Handhabung nach Unterweisung; definierte Ablage; nicht durch Berühren „prüfen“
Feuer und Funken brennbare Gegenstände entfernen; an der Schmiedeesse Sicherheitsabstand einhalten; geeignete Löschmittel/Löschtrog betriebsbereit halten
Rauch- und Verbrennungsgase Rauchabzug/Absaugung vor Arbeitsbeginn prüfen; Schmiedefeuer nicht in ungeeigneten oder unzureichend belüfteten Räumen betreiben
Zunder und Splitter Augenschutz; sichere Arbeitsposition; Zuschauende auf Abstand
Lärm Gehörschutz nach Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung
Werkzeugfehler Hammer vor Benutzung prüfen; lockere Köpfe, Risse, beschädigte Bahnen oder Stiele aussondern
Gasschmiedeofen nur bestimmungsgemäß nach Herstellerinformation, Betriebsanweisung und fachlicher Unterweisung; keine improvisierten Änderungen

Pflichtausstattung nach betrieblicher Festlegung: In Schmiedearbeiten sind insbesondere Augen- und Gehörschutz, Sicherheitsschuhe, Schmiedeschürze und bei der Arbeit an Schmiedeesse/Amboss geeignete trockene Lederhandschuhe relevante Schutzmaßnahmen.

Brandregel: Feuer und heiße Werkstücke werden nie unbeaufsichtigt gelassen. Nach Arbeitsende wird der Arbeitsbereich nach betrieblicher Vorgabe brandsicher übergeben.

Entscheidungsfrage: Der Rauchabzug zieht nicht erkennbar. Darfst Du „nur schnell“ ein Werkstück erwärmen?

Begründetes Feedback: Nein. Der sichere Zustand muss vor Arbeitsbeginn hergestellt werden. Abgase und Rauch sind eine Gesundheitsgefahr; eine nicht funktionierende Absaugung ist kein Bagatellfehler.


Lerneinheit 5: Prozess beobachten statt nachmachen

Zeitbedarf: ca. 6 Minuten.

Arbeit am Amboss. Wikimedia Commons: Fir0002, CC BY-SA 3.0 / GFDL.

Video: „Blacksmith Rounding Hammer“, Black Bear Forge. YouTube-Einbettung; Rechte beim Uploader. Der Kanal kennzeichnet Schmiedearbeiten als gefährlich und verweist auf professionelle Unterweisung und PSA.

Beobachtungsauftrag: Suche im Video nach drei Entscheidungen: Form des Hammerkopfs, Bearbeitung der Schlagflächen und Wahl des Stiels. Erkläre jeweils, wie diese Entscheidung später die sichere und zweckmäßige Nutzung beeinflusst.

Wichtig: Das Video zeigt Herstellungsprozesse für einen Hammer. Es ist keine Arbeitsanweisung für Auszubildende. Härten, Schleifen, Schmieden und Arbeiten an Maschinen erfolgen nur mit passender Qualifikation, Unterweisung und Aufsicht.


Ausbildungsfall: Welcher Hammer für welchen Arbeitsschritt?

Situation: Du bereitest unter Aufsicht eine Warmumform-Aufgabe vor. Ein Flachstahlende soll zunächst gezielt gestreckt und danach möglichst eben gerichtet werden. In der Werkzeugausgabe liegen drei geeignete, intakte Werkzeuge.

Option Werkzeug Merkmale
A Querfinnenhammer, mittlere Kopfmasse schmale Finne + Bahn
B Hand-Schmiedehammer, etwas höhere Kopfmasse leicht gewölbte Bahn
C schwerer Zuschlaghammer hohe Masse, Zweihandbetrieb

Deine Entscheidung: Plane eine sinnvolle Reihenfolge und begründe, warum Du eine Option bewusst nicht als erste Wahl einsetzt.


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Ziel lesen: Beim ersten Schritt soll Material örtlich und gerichtet fließen; beim zweiten Schritt soll eine Fläche beruhigt und gerichtet werden.

Hilfe 2 – Kontakt denken: Eine schmale Kontaktzone konzentriert den Schlag. Eine breitere Bahn verteilt ihn flächiger.

Hilfe 3 – Masse prüfen: Mehr Masse ist nur dann sinnvoll, wenn Aufgabe, Querschnitt, Person, Schlagfolge und Arbeitsorganisation sie rechtfertigen.

Muster-Feedback: Eine gut begründete Lösung ist A für den gezielten Beginn und B für das anschließende Richten/Glätten. C ist beim kleinen, präzisen Ausbildungsfall nicht automatisch „besser“; die höhere Masse erhöht Belastung und Kontrollbedarf. Eine abweichende Wahl kann richtig sein, wenn Du Ziel, Werkstück, Hammerform, Kopfmasse und Sicherheitsorganisation fachlich schlüssig begründest.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben


Basisaufgabe

Aufgabe: Ordne an einem kalten, freigegebenen Werkzeug Bahn, Finne, Auge und Stiel zu. Nenne zwei sichtbare Mängel, bei denen Du den Hammer nicht benutzt.

Begründetes Feedback: Vollständig ist Deine Antwort, wenn Du neben den Bauteilen mindestens die sichere Kopf-Stiel-Verbindung und sichtbare Schäden wie Risse, Ausbrüche oder eine beschädigte Schlagfläche berücksichtigst.


Anwendungsaufgabe

Aufgabe: Ein Werkstück benötigt eine gerichtete Streckwirkung, danach eine glatte Fläche. Wähle zwei Hammerwirkungen und begründe die Reihenfolge.

Begründetes Feedback: Erst wird die Umformwirkung gewählt, die den Materialfluss gezielt einleitet; anschließend folgt eine breitere Bahn zum Richten/Schlichten. Wer nur nach „schwerer = besser“ entscheidet, verfehlt das Auswahlprinzip.


Transferaufgabe

Aufgabe: Zwei Auszubildende wählen für dieselbe Arbeit unterschiedliche Hammermassen. Entwickle drei fachliche Kriterien, mit denen die Ausbilderin die bessere Wahl beurteilen kann.

Begründetes Feedback: Tragfähige Kriterien sind Zielgenauigkeit, erforderliche Umformwirkung, Ermüdung/Ergonomie, Werkstückquerschnitt, Schlagfolge und sichere Beherrschbarkeit. Die Körperkraft allein ist kein ausreichendes Auswahlkriterium.


Fachquellen und Medienrechte

Fachliche Priorität: Sicherheitsangaben dieses Kurses wurden gegen DGUV/BGHM-Quellen geprüft. Bei Abweichungen gelten die aktuelle betriebliche Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Herstellerangaben und die Unterweisung durch die Fachkraft.

Quelle Geprüfter Schwerpunkt
DGUV Information 209-001 Hammerauswahl nach Bauform und Gewicht, Ergonomie, Sichtprüfung, bestimmungsgemäße Verwendung
BGHM Arbeitsschutz Kompakt 009 geeigneter Hammer, dauerhafte Stielbefestigung, Mängelkontrolle
BGHM Arbeitsschutz Kompakt 118 Brandgefahr, Rauchgase, Rauchabzug, heiße Werkstücke, PSA, Feuerlöscher/Löschtrog
BGHM Arbeitsschutz Kompakt 140 Arbeitshöhe, heiße Werkstücke, Funken/Zunder, Augen- und Gehörschutz
DGUV FBHM-106 sicherer Betrieb von Gasschmiedeöfen
DIN 1041:2009-12 Schlosserhämmer; Abmessungen und Gewichte – nicht als alleinige Norm für sämtliche Schmiedehämmer verwenden

Medienrechte: Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien wurden über ihre Dateiseiten auf freie Lizenz bzw. Gemeinfreiheit geprüft. YouTube-Videos werden nur eingebettet, nicht kopiert; Rechte verbleiben bei den jeweiligen Uploadern. Externe Videos sind Beobachtungsmedien und ersetzen keine Sicherheitsunterweisung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Hammerfläche ist für einen eher flächigen Schlag vorgesehen? (Bahn) (!Auge) (!Keil) (!Stiel)




Wozu dient die Finne bei einem Schmiedehammer besonders? (Sie konzentriert den Schlag auf eine schmale Kontaktzone) (!Sie kühlt den Hammerkopf) (!Sie befestigt den Stiel) (!Sie ersetzt den Amboss)




Welche Aussage zur Hammermasse ist fachlich richtig? (Masse und Auftreffgeschwindigkeit beeinflussen die Schlagwirkung) (!Nur die Masse bestimmt die Schlagwirkung) (!Der schwerste Hammer ist immer die beste Wahl) (!Die Hammermasse hat keinen Einfluss auf Ermüdung)




Was ist vor der Benutzung eines Handhammers wichtig? (Kopf Stiel und Schlagflächen auf sichtbare Mängel prüfen) (!Den Hammerkopf mit Öl benetzen) (!Die Finne absichtlich scharf anschleifen) (!Die Stielbefestigung lockern)




Welche Hammerform unterstützt eine gerichtete örtliche Streckwirkung? (Querfinnenhammer) (!Gummihammer) (!Holzhammer) (!Schonhammer)




Was ist bei nicht funktionierendem Rauchabzug an der Schmiedeesse zu tun? (Arbeit nicht beginnen und den sicheren Zustand herstellen lassen) (!Nur für wenige Minuten weiterarbeiten) (!Die Werkstatttür schließen) (!Die Esse stärker befeuern)




Welche Gefahr geht von Zunder und Funken besonders aus? (Augenverletzungen) (!Farbverlust am Stiel) (!Magnetisierung des Ambosses) (!Verlängerung des Werkstücks ohne Schlag)




Warum kann ein zu schwerer Hammer ungeeignet sein? (Er kann Kontrolle verschlechtern und Belastung erhöhen) (!Er macht jede Schutzbrille wirkungslos) (!Er verhindert jeden Materialfluss) (!Er kühlt das Werkstück sofort ab)




Wie werden praktische Heißarbeiten in diesem Kurs behandelt? (Nur fachlich angeleitet und beaufsichtigt) (!Als unbeaufsichtigtes Selbstexperiment) (!Nur nach einem Onlinevideo) (!Ohne betriebliche Unterweisung)




Welche Aussage beschreibt zweckmäßige Hammerwahl am besten? (Form Masse Aufgabe und sichere Beherrschbarkeit gemeinsam beurteilen) (!Immer denselben Hammer für alle Arbeitsschritte verwenden) (!Nur nach dem Gewicht entscheiden) (!Nur nach der Stielfarbe entscheiden)





Memory

Bahn flächiger Schlag
Finne konzentrierter Schlag
Auge Stielaufnahme
Kopfmasse Impuls und Belastung
Querfinne gerichteter Materialfluss
Rauchabzug Abgase erfassen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Bahn Richten und Glätten
Finne Örtliche Streckwirkung
Handhammer kontrollierte Einhandarbeit
Zuschlaghammer kräftige Zweihandarbeit
Rauchabzug Schutz vor Rauchgasen






Kreuzworträtsel

Bahn Welche Schlagfläche wirkt eher flächig?
Finne Wie heißt die schmale hammernde Seite gegenüber der Bahn?
Auge Wie heißt die Öffnung im Hammerkopf für den Stiel?
Stiel Welches Bauteil führt den Hammerkopf?
Absaugung Welche Einrichtung führt Rauch und Abgase aus dem Arbeitsbereich?
Zunder Wie heißen spröde Oxidschichten, die beim Schmieden abspringen können?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die flächig wirkende Seite des Hammerkopfs heißt

. Eine schmale Schlagfläche zur konzentrierten Umformung heißt

. Die Stielaufnahme im Hammerkopf heißt

. Die Schlagwirkung wird unter anderem durch Kopfmasse und

beeinflusst. Vor jedem Einsatz wird das Handwerkzeug auf sichtbare

geprüft. Vor dem Betrieb einer Schmiedeesse muss der

funktionieren. Gegen Zunder und Funken ist insbesondere der

wichtig. Praktische Heißarbeiten erfolgen nur unter fachlicher

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Hammer-Bauteile: Fotografiere mit Erlaubnis einen kalten, freigegebenen Hammer und beschrifte Bahn, Finne, Auge und Stiel.
  2. Werkzeugvergleich: Vergleiche zwei Hämmer aus der Werkzeugausgabe nach Form und Masse, ohne sie zu benutzen.
  3. Sicherheitscheck: Erstelle eine Fünf-Punkte-Sichtprüfung für einen Handhammer und begründe jeden Punkt.
  4. Medienbeobachtung: Wähle ein eingebettetes Video und notiere drei beobachtbare Entscheidungen zur Hammerwahl.


Standard

  1. Auswahlmatrix: Entwickle eine Matrix mit den Kriterien Aufgabe, Kontaktform, Kopfmasse, Kontrolle und Belastung.
  2. Ausbildungsfall: Löse den Fall A–C schriftlich und begründe, warum „schwerer“ nicht automatisch „besser“ bedeutet.
  3. Gefährdungsbeurteilung: Analysiere das Foto einer Schmiedewerkstatt auf heiße Werkstoffe, Funken, Abgase, Brandlast und Verkehrswege.
  4. Erklärvideo: Plane ein 60-Sekunden-Erklärvideo zur Frage „Bahn oder Finne?“; verwende nur kalte Werkzeuge und führe keine Schläge aus.


Schwer

  1. Prozessanalyse: Zerlege eine beobachtete Schmiedesequenz in Arbeitsschritte und ordne jedem Schritt die gewünschte Hammerwirkung zu.
  2. Ergonomie: Entwickle für drei unterschiedliche Personen Kriterien zur Auswahl einer beherrschbaren Hammermasse, ohne pauschale Kilogrammwerte vorzugeben.
  3. Werkstattkonzept: Entwirf einen sicheren Lernplatz für eine angeleitete Schmiededemonstration mit Zonen für Feuer, Amboss, Zuschauer und sichere Ablage heißer Werkstücke.
  4. Transferfall: Ein Werkstück soll erst lokal gestreckt, dann gerichtet und schließlich oberflächenschonend nachbearbeitet werden. Begründe eine Werkzeugfolge und nenne für jeden Wechsel das Entscheidungskriterium.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Entscheidungsbegründung: Zwei Hämmer haben gleiche Form, aber unterschiedliche Kopfmasse. Erkläre, welche zusätzlichen Informationen Du brauchst, um sicher zu wählen.
  2. Fehleranalyse: Ein Auszubildender wechselt wegen geringer Wirkung sofort zum schwersten Hammer. Analysiere mindestens drei mögliche Fehlannahmen.
  3. Prozess-Transfer: Begründe, warum eine Finne für den ersten Umformschritt sinnvoll sein kann, für eine ebene Schlussfläche aber nicht zwingend.
  4. Sicherheitsentscheidung: Der Hammer ist intakt, aber der Rauchabzug der Esse ist ausgefallen. Entscheide, ob die Arbeit beginnen darf, und begründe die Rangfolge der Risiken.
  5. Ergonomie und Qualität: Erkläre den Zusammenhang zwischen Ermüdung, Treffgenauigkeit, Oberflächenqualität und Unfallrisiko.
  6. Medienkritik: Prüfe eine Videosequenz danach, ob gezeigte Werkzeugwahl und Schutzmaßnahmen mit den Fachquellen dieses Kurses vereinbar sind.




Lernnachweis

  1. Werkzeugkunde: Bauteile eines Hammers sicher benennen und ihre Funktion erklären.
  2. Hammerformen: Bahn, Finne, Rundbahn/Ballform, Schlichthammer und Zuschlaghammer nach Wirkung unterscheiden.
  3. Masse: Kopfmasse nie isoliert, sondern zusammen mit Aufgabe, Geschwindigkeit, Kontrolle und Belastung beurteilen.
  4. Werkzeugprüfung: sichtbare Mängel erkennen und beschädigte Hämmer aussondern.
  5. Arbeitsschutz: heiße Werkstoffe, Feuer, Rauch-/Verbrennungsgase, Brandgefahren, Zunder und Lärm mit passenden Schutzmaßnahmen verknüpfen.
  6. Anwendungsentscheidung: eine Hammerfolge für einen Ausbildungsfall fachlich begründen.
  7. Transfer: neue Werkstücke oder Prozessschritte mit einer nachvollziehbaren Auswahlmatrix beurteilen.
  8. Sicherheitsgrenze: wissen, dass praktische Heißarbeiten nur fachlich angeleitet und beaufsichtigt stattfinden.




OERs zum Thema

Weiterführend: Schmieden, Hammer, Amboss, Schmiede, Arbeitsschutz, Persönliche Schutzausrüstung.



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