SPS-Programmierung in der Ausbildung – Kontaktplan und Funktionsplan lesen
Einleitung
SPS-Programmierung in der Ausbildung – Kontaktplan und Funktionsplan lesen führt Dich in zwei grafische Darstellungsformen der SPS-Programmierung ein: Kontaktplan (KOP / Ladder Diagram) und Funktionsplan (FUP / Function Block Diagram). Im Mittelpunkt stehen grafische Logik, Signalfluss, funktionale Äquivalenz und systematische Diagnose.
Du arbeitest zuerst ausschließlich mit einer virtuellen Anlage. Reale Maschinen werden in diesem Lernkurs nicht automatisch angesteuert.
Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du KOP- und FUP-Netzwerke lesen, einfache Boolesche Verknüpfungen übersetzen, Signalverläufe auswerten, funktional gleiches Verhalten erkennen und typische Logikfehler in einer Simulation eingrenzen.
| Kompetenz | Du kannst … |
|---|---|
| KOP lesen | Kontakte, Verzweigungen und Spulen als logische Verknüpfung deuten. |
| FUP lesen | Eingänge, Negationen, Verknüpfungsblöcke und Ausgänge entlang des Signalflusses verfolgen. |
| Äquivalenz prüfen | zwei Darstellungen über ihre logische Funktion und ihr Ein-/Ausgangsverhalten vergleichen. |
| Diagnostizieren | Sollzustand, Istzustand und Signalverlauf systematisch gegenüberstellen. |
| Sicher arbeiten | Simulation, Freigabe und reale Arbeiten klar voneinander trennen. |
Fachlicher Rahmen
Die IEC 61131-3 beschreibt unter anderem die grafischen SPS-Sprachen Ladder Diagram (LD) und Function Block Diagram (FBD). Im deutschsprachigen Ausbildungs- und Herstellerkontext werden dafür häufig die Bezeichnungen KOP und FUP verwendet.
Für die einfachen Booleschen Verknüpfungen dieses Kurses lassen sich KOP und FUP funktional gleichwertig darstellen. Daraus folgt jedoch nicht, dass jedes beliebige SPS-Programm vollständig und verlustfrei zwischen allen IEC-61131-3-Sprachen umgewandelt werden kann.

Sicherheitsrahmen für die Ausbildung
Simulation zuerst: Maschinenabläufe werden zunächst in einer virtuellen Anlage oder SPS-Simulation geprüft.
Keine automatische Live-Ansteuerung: Dieser Kurs enthält keine Anweisung, mit der eine reale Maschine unbeaufsichtigt oder automatisch aus dem Lernkurs heraus angesteuert wird.
Keine Umgehung von Schutzeinrichtungen: Schutz- und Sicherheitseinrichtungen werden weder manipuliert noch softwareseitig überbrückt.
Reale Arbeiten: Übertragung, Inbetriebnahme, Test und Fehlersuche an realen Anlagen erfolgen nur unter geeigneter Fachaufsicht, nach betrieblicher Freigabe, Gefährdungsbeurteilung und den vor Ort geltenden Regeln.
Wichtig: Ein in diesem Kurs verwendetes Signal wie „Betrieb_OK“ ist ein didaktisches Logiksignal und ersetzt keine sicherheitsgerichtete Funktion.
Ausbildungsfall: Virtuelle Förderstation
Du analysierst eine kleine virtuelle Förderstation. Ein Werkstück fährt zu einer Lichtschranke. Die Steuerungslogik wird zuerst simuliert.
| Signal | Bedeutung | Rolle |
|---|---|---|
| Freigabe | Virtuelle Betriebsfreigabe | Eingang |
| Lichtschranke | Werkstück am Erfassungspunkt | Eingang |
| Band | Virtueller Fördermotor | Ausgang |
| Lampe | Virtuelle Betriebsanzeige | Ausgang |
Die Grundfunktion lautet:
Band = Freigabe UND NICHT Lichtschranke
Die Lampe folgt dem Zustand des Bandes.
Kurzer Signalverlauf
| Schritt | Freigabe | Lichtschranke | Band | Beobachtung |
|---|---|---|---|---|
| Startzustand | AUS | frei | AUS | Keine Freigabe. |
| Fördern | EIN | frei | EIN | Beide Bedingungen sind erfüllt. |
| Werkstück erkannt | EIN | belegt | AUS | Die negierte Sensorbedingung wird falsch. |
| Werkstück entfernt | EIN | frei | EIN | Die Logik wird wieder wahr. |
| Freigabe weg | AUS | frei | AUS | Die UND-Bedingung ist nicht mehr erfüllt. |
Lerneinheit 1: Kontaktplan lesen
Ein Kontaktplan ist an Stromlaufpläne angelehnt. Kontakte bilden Bedingungen, eine Spule steht häufig für ein Ergebnis oder einen Ausgang.
Merksatz: Reihe entspricht bei einfachen Booleschen Netzwerken einer UND-Verknüpfung. Parallele Zweige entsprechen einer ODER-Verknüpfung. Ein negierter Kontakt kehrt die ausgewertete Bedingung um.


KOP-Lesestrategie
| Schritt | Frage |
|---|---|
| Links beginnen | Welche Bedingungen müssen erfüllt sein? |
| Reihe prüfen | Welche Bedingungen müssen gleichzeitig wahr sein? |
| Zweige prüfen | Welche Alternativen führen zum gleichen Ergebnis? |
| Negation beachten | Wird ein Signal direkt oder invertiert ausgewertet? |
| Rechts enden | Welche Spule oder Funktion erhält das Ergebnis? |

Lerneinheit 2: Funktionsplan lesen
Im Funktionsplan werden logische Funktionen als Blöcke dargestellt. Du verfolgst die Signale typischerweise von links nach rechts durch Verknüpfungen bis zum Ergebnis.

FUP-Lesestrategie
| Bausteinidee | Bedeutung |
|---|---|
| UND | Alle relevanten Eingänge müssen wahr sein. |
| ODER | Mindestens ein relevanter Eingang muss wahr sein. |
| NICHT | Der Eingang wird logisch umgekehrt. |
| Ausgang | Das berechnete Ergebnis wird weitergegeben. |
Lerneinheit 3: KOP und FUP funktional vergleichen
Die Darstellungen sehen verschieden aus, können aber dieselbe Boolesche Funktion beschreiben.

| Logik | KOP-Idee | FUP-Idee |
|---|---|---|
| A UND B | zwei Kontakte in Reihe | UND-Block mit A und B |
| A ODER B | zwei parallele Zweige | ODER-Block mit A und B |
| NICHT B | negierter Kontakt | Negation am Eingang oder NICHT-Block |
Prüfkriterium: Zwei Darstellungen sind für die betrachtete Aufgabe funktional äquivalent, wenn sie für dieselben Eingangszustände dasselbe relevante Ausgangsverhalten erzeugen.
Ausbildungsfall übersetzen
KOP-Idee: Kontakt „Freigabe“ in Reihe mit einem negierten Kontakt „Lichtschranke“, danach Spule „Band“.
FUP-Idee: „Freigabe“ und „NICHT Lichtschranke“ gehen auf einen UND-Baustein. Dessen Ergebnis steuert „Band“.
Beide Darstellungen beschreiben:
Band = Freigabe UND NICHT Lichtschranke
Lerneinheit 4: Signalverläufe lesen
Signalverläufe helfen Dir, eine Logik nicht nur statisch, sondern über mehrere Zustandswechsel hinweg zu prüfen.



Bei Diagnoseaufgaben vergleichst Du immer:
Sollzustand → Eingangszustände → Zwischenergebnis → Ausgangszustand
Lerneinheit 5: Diagnose in der Simulation
Angenommen, die virtuelle Anlage zeigt:
| Signal | Erwartet | Beobachtet |
|---|---|---|
| Freigabe | EIN | EIN |
| Lichtschranke | frei | frei |
| Band | EIN | AUS |
Der Fehler liegt dann nicht automatisch am „Motor“. In der Simulation prüfst Du zuerst die Programmlogik und die Signalzuordnung.
Diagnosefolge: Eingang beobachten → Negation prüfen → Verknüpfung prüfen → Ausgang beobachten → erst danach die nächste Ebene untersuchen.

Diagnoseaufgabe A
Fehlerbild: Die Freigabe wechselt korrekt, aber das Band bleibt immer AUS.
Auftrag: Prüfe in der Simulation, ob die Lichtschranke versehentlich ohne Negation in die UND-Verknüpfung eingeht.
Begründetes Feedback: Wenn „Lichtschranke = frei“ als logisch falsch vorliegt und nicht negiert wird, wird die UND-Bedingung trotz Freigabe falsch. Deshalb bleibt das Band aus. Die Diagnose ist schlüssig, wenn Du nicht nur den Ausgang, sondern auch die Eingangsbedeutung und Negation prüfst.
Diagnoseaufgabe B
Fehlerbild: Das Band läuft auch bei belegter Lichtschranke.
Auftrag: Suche in der FUP-Darstellung nach einer fehlenden Negation oder einer falschen ODER-Verknüpfung.
Begründetes Feedback: Eine fehlende Negation oder ein ODER kann die Abschaltbedingung wirkungslos machen. Entscheidend ist, die resultierende Wahrheitstabelle mit der Sollfunktion „Freigabe UND NICHT Lichtschranke“ zu vergleichen.
Gestufte Hilfen
Hilfeebene 1: Lesen
Markiere zuerst Eingang, Verknüpfung und Ausgang. Noch keine Lösung berechnen.
Hilfeebene 2: Übersetzen
Übersetze die Grafik in Wörter: Reihe → UND, Parallelzweig → ODER, negierter Kontakt → NICHT.
Hilfeebene 3: Prüfen
Setze die beobachteten Eingangszustände in die logische Aussage ein und vergleiche das berechnete Ergebnis mit dem simulierten Ausgang.
Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben
Basis
Aufgabe 1: Lies „Freigabe in Reihe mit NICHT Lichtschranke“ und formuliere die Logik in einem Satz.
Feedback: Richtig ist eine Aussage wie „Das Band läuft nur bei vorhandener Freigabe und freier Lichtschranke.“ Die Begründung liegt in UND-Verknüpfung plus Negation.
Aufgabe 2: Entscheide, ob zwei parallele KOP-Kontakte eher einer UND- oder ODER-Verknüpfung entsprechen.
Feedback: ODER ist richtig, weil jeder der parallelen Zweige einen gültigen logischen Pfad zum Ergebnis bilden kann.
Anwendung
Aufgabe 3: Übertrage „A UND NICHT B“ von KOP nach FUP.
Feedback: In FUP werden A und das negierte B an eine UND-Funktion geführt. Die Darstellung ist anders, die Boolesche Funktion bleibt gleich.
Aufgabe 4: Erstelle für den Ausbildungsfall eine kleine Wahrheitstabelle und prüfe alle Kombinationen von Freigabe und Lichtschranke.
Feedback: Nur bei Freigabe EIN und Lichtschranke frei darf „Band“ EIN sein. Eine vollständige Tabelle verhindert, dass nur ein günstiger Testfall betrachtet wird.
Transfer
Aufgabe 5: Ein Kollege ersetzt im FUP den UND-Block durch ODER. Beschreibe die Auswirkung auf den virtuellen Ablauf.
Feedback: Das Band könnte bereits bei nur einer erfüllten Bedingung laufen. Die neue Funktion ist nicht mehr äquivalent zur geforderten Logik.
Aufgabe 6: Entwickle ein Diagnoseprotokoll für einen Fall, in dem KOP und FUP optisch unterschiedlich sind, aber dasselbe Ausgangsverhalten zeigen.
Feedback: Ein gutes Protokoll vergleicht identische Eingangszustände, Zwischenergebnisse und Ausgänge. Die Begründung stützt sich auf beobachtbares Verhalten statt auf die Ähnlichkeit der Grafik.
Vertiefung: Funktionspläne in realen Projekten erkennen
Komplexe Projekte enthalten oft mehrere Funktionen, Funktionsbausteine und Signalpfade. Für die Ausbildung ist es sinnvoll, zunächst kleine Teilfunktionen sicher lesen zu können.

Transferfrage: Welche Teile einer größeren Darstellung würdest Du zuerst isolieren, um eine einzelne Ausgangsfunktion zu verstehen?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche logische Verknüpfung entspricht bei einfachen KOP-Netzwerken zwei Kontakten in Reihe? (UND) (!ODER) (!XOR) (!NICHT)
Welche logische Verknüpfung entspricht bei einfachen KOP-Netzwerken parallelen Zweigen? (ODER) (!UND) (!NICHT) (!Speicher)
Was kennzeichnet einen negierten Kontakt in der logischen Auswertung? (Er kehrt den Signalzustand logisch um) (!Er zählt Impulse) (!Er erhöht eine Zahl) (!Er erzeugt automatisch eine Zeitverzögerung)
Woran erkennst Du bei einer einfachen FUP-Darstellung hauptsächlich die Funktion? (An den verbundenen Funktionsblöcken und Signalen) (!An der Farbe des Editors) (!An der Länge des Variablennamens) (!An der Größe des Monitors)
Wann ist bei der Kursfunktion Band gleich Freigabe UND NICHT Lichtschranke der Ausgang aktiv? (Bei aktiver Freigabe und freier Lichtschranke) (!Bei inaktiver Freigabe und belegter Lichtschranke) (!Immer wenn die Lichtschranke belegt ist) (!Unabhängig von den Eingängen)
Wann gelten zwei Darstellungen für die betrachtete Aufgabe als funktional äquivalent? (Wenn sie bei gleichen Eingängen dasselbe relevante Ausgangsverhalten liefern) (!Wenn sie gleich aussehen) (!Wenn sie dieselbe Bildschirmfarbe haben) (!Wenn sie gleich viele Linien besitzen)
Was ist bei einer Diagnose zuerst sinnvoll? (Eingangszustände und ihre Bedeutung prüfen) (!Sofort Hardware austauschen) (!Schutzeinrichtungen überbrücken) (!Alle Ausgänge gleichzeitig erzwingen)
Wozu dient ein Signalverlauf besonders? (Zustandsänderungen über die Zeit nachvollziehen) (!Kabelquerschnitte berechnen) (!Lizenzschlüssel erzeugen) (!Maschinen ohne Prüfung starten)
Wie wird ein neuer Maschinenablauf in diesem Kurs zuerst geprüft? (In einer Simulation oder virtuellen Anlage) (!Unbeaufsichtigt an der Produktionsmaschine) (!Durch Umgehen einer Schutztür) (!Durch automatisches Erzwingen aller Ausgänge)
Was ist für reale Arbeiten an einer Anlage erforderlich? (Geeignete Fachaufsicht und betriebliche Freigabe) (!Nur ein Screenshot des Programms) (!Eine private Vermutung über den Fehler) (!Das Abschalten von Sicherheitsfunktionen)
Memory
| Kontaktplan | Stromlaufplanähnliche Logik |
| Funktionsplan | Blockorientierte Logik |
| Reihenschaltung | UND |
| Parallelschaltung | ODER |
| Öffnerkontakt | Negation |
| Spule | Boolescher Ausgang |
| Signalverlauf | Zustände über die Zeit |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Reihe | UND-Funktion |
| Parallel | ODER-Funktion |
| Negierter Kontakt | NICHT-Funktion |
| Spule | Ausgangszustand |
| Statusbeobachtung | Diagnose |
Kreuzworträtsel
| Kontaktplan | Welche grafische SPS-Sprache ist an Stromlaufpläne angelehnt? |
| Funktionsplan | Welche grafische SPS-Darstellung arbeitet mit verbundenen Funktionsblöcken? |
| Sensor | Wie heißt allgemein ein Element, das einen Prozesszustand erfasst? |
| Aktor | Wie heißt allgemein ein Element, das auf einen Prozess einwirkt? |
| Diagnose | Wie nennt man die systematische Fehlereingrenzung? |
| Negation | Wie heißt die logische Umkehrung eines Signals? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Kontaktplan lesen: Fotografiere keine reale Anlage, sondern zeichne auf Papier ein eigenes einfaches KOP-Netzwerk mit zwei Eingängen und einem Ausgang und erkläre die Logik.
- Funktionsplan lesen: Stelle dieselbe Logik als FUP-Skizze dar und markiere Eingang, Verknüpfung und Ausgang.
- Signalverlauf: Erstelle für die virtuelle Förderstation einen Signalverlauf mit mindestens vier Zustandswechseln.
- Fachsprache: Erstelle eine Lernkarte zu KOP, FUP, UND, ODER, NICHT, Eingang und Ausgang.
Standard
- Wahrheitstabelle: Entwickle eine vollständige Wahrheitstabelle für „Freigabe UND NICHT Lichtschranke“ und begründe jede Ausgangsreaktion.
- Funktionsäquivalenz: Entwirf zwei unterschiedlich aussehende KOP-Netzwerke und prüfe, ob sie wirklich dieselbe Funktion besitzen.
- SPS-Simulation: Baue die Förderlogik in einer zugelassenen Lern- oder Simulationsumgebung nach und dokumentiere nur die simulierten Signalzustände.
- Fehlersuche: Füge in einer Kopie Deines Simulationsprogramms absichtlich eine falsche Negation ein und entwickle ein Diagnoseprotokoll.
Schwer
- Diagnosestrategie: Entwickle einen Entscheidungsbaum, mit dem ein Auszubildender einen unerwarteten Ausgangszustand systematisch eingrenzen kann.
- Transfer KOP FUP: Vergleiche drei Boolesche Funktionen in KOP und FUP und formuliere Kriterien für funktionale Gleichwertigkeit.
- Virtuelle Anlage: Entwirf eine erweiterte virtuelle Förderstation mit einem zweiten Sensor und einer Meldeleuchte, ohne reale Ausgänge anzusteuern.
- Ausbildungsprojekt: Produziere ein kurzes Lernvideo, in dem Du an einer Simulation erklärst, wie aus einem Signalverlauf eine Fehlerhypothese entsteht.


Lernkontrolle
- Funktionsvergleich: Zwei Programme sehen völlig verschieden aus, liefern aber in allen geprüften Eingangskombinationen dasselbe Ergebnis. Erkläre, welche weiteren Prüfungen Du vor der Aussage „funktional äquivalent“ durchführen würdest.
- Fehlerdiagnose: Die Simulation zeigt korrekte Eingangssignale, aber einen falschen Ausgang. Entwickle eine begründete Prüfreihenfolge vom Eingang bis zum Ausgang.
- Signalinterpretation: Ein Sensor wechselt im Signalverlauf zeitlich korrekt, der Ausgang reagiert jedoch einen Schritt später als erwartet. Formuliere mehrere mögliche softwarebezogene Ursachen und beschreibe, wie Du sie unterscheidest.
- Darstellungswechsel: Begründe, wann KOP für einen Lernenden anschaulicher sein kann und wann FUP den Signalfluss übersichtlicher darstellen kann.
- Sicherheitsbewertung: Ein simuliertes Programm funktioniert. Begründe, warum daraus noch keine Freigabe für den Einsatz an einer realen Maschine folgt.
- Transferaufgabe SPS: Entwickle für eine neue virtuelle Anlage eine einfache Boolesche Funktion, stelle sie in KOP und FUP dar und belege ihre Äquivalenz mit einer Wahrheitstabelle.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du Folgendes zeigen:
- Du kannst ein einfaches KOP-Netzwerk korrekt lesen und in eine logische Aussage übersetzen.
- Du kannst ein einfaches FUP-Netzwerk entlang des Signalflusses erklären.
- Du kannst KOP und FUP für eine Boolesche Funktion miteinander vergleichen.
- Du kannst eine Wahrheitstabelle oder einen Signalverlauf zur Funktionsprüfung einsetzen.
- Du kannst einen simulierten Fehler mit einer nachvollziehbaren Diagnosefolge eingrenzen.
- Du kannst begründen, warum Simulation, betriebliche Freigabe, Fachaufsicht und wirksame Schutzeinrichtungen unterschiedliche Voraussetzungen erfüllen.
OERs zum Thema
Fachquellen
| Quelle | Nutzung im Kurs |
|---|---|
| PLCopen – IEC 61131-3 | Einordnung der grafischen Sprachen LD und FBD. |
| PLCopen – Status der IEC 61131-3 | Aktueller Überblick über die Sprachfamilie. |
| PLCopen – FAQ | Hinweis, dass nicht jedes beliebige Programm verlustfrei zwischen Sprachen konvertierbar ist. |
| Siemens – Engineering Software mit KOP/FUP | Herstellerterminologie KOP/FUP und Diagnosebezug. |
| Betriebssicherheitsverordnung § 6 | Grundlegende Schutzmaßnahmen und Verbot des einfachen Umgehens von Sicherheitseinrichtungen. |
| Betriebssicherheitsverordnung § 9 | Anforderungen an Schutzeinrichtungen. |
Medien- und Rechtehinweise
Die folgenden Wikimedia-Commons-Dateien wurden über ihre Dateiseiten auf freie Nutzung geprüft. Es gelten jeweils die dort genannten Lizenz- und Namensnennungsbedingungen.
| Medium | Lizenz laut Commons-Dateiseite |
|---|---|
| Simatic S7-1200.JPG | CC BY-SA 3.0 |
| PLC Block Diagram.jpg | CC BY-SA 4.0 |
| Kontaktplan Software.svg | Public Domain |
| Ladder logic diagram.jpg | CC BY-SA 4.0 |
| Trial ladder logic.svg | CC BY-SA 3.0 und GFDL |
| BeispielFUP.svg | CC BY-SA 4.0 |
| Relay and.svg | Public Domain |
| RelaisdiagrammBeispiel.svg | CC BY-SA 3.0 |
| Zeitrelais everz.gif | Public Domain |
| Zeitrelais averz.gif | Public Domain |
| Schema-contactor.png | CC0 1.0 |
| Kaffeemaschine 2.0 SPS Schema2 ICEBE B25.jpg | CC BY-SA 4.0 |
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