SPS-Programmierung in der Ausbildung – Ein- und Ausgänge eindeutig adressieren
SPS-Programmierung in der Ausbildung – Ein- und Ausgänge eindeutig adressieren
Einleitung
Kurzbeschreibung: Symbolische Namen und Hardwarebezug.
Du lernst an einer virtuellen Förderanlage, wie digitale SPS-Ein- und -Ausgänge eindeutig einem Hardwarekanal zugeordnet und mit verständlichen symbolischen Namen programmiert werden. Im Mittelpunkt stehen kurze Lerneinheiten, Signalverläufe, Simulation, Diagnose und ein konkreter Ausbildungsfall.
Zielgruppe: Auszubildende in Automatisierungstechnik, Mechatronik, Betriebstechnik und verwandten Berufen.
Lernzeit: etwa 60–90 Minuten.
Sicherheitsrahmen: Alle Maschinenabläufe werden zuerst simuliert. Dieser Kurs veranlasst keine automatische Live-Ansteuerung realer Maschinen und zeigt keine Umgehung von Schutzeinrichtungen. Arbeiten an realen elektrischen Anlagen erfolgen nur im betrieblich freigegebenen Rahmen und unter geeigneter Fachaufsicht.

Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du:
- Ein- und Ausgänge unterscheiden und einem Hardwarekanal zuordnen.
- absolute Adressen wie E0.2 beziehungsweise I0.2 und A0.0 beziehungsweise Q0.0 lesen.
- symbolische Namen mit absoluten Adressen verknüpfen.
- einen kurzen Signalverlauf auswerten.
- Zuordnungsfehler in einer Simulation systematisch diagnostizieren.
- erklären, warum Simulation, Fachaufsicht und betriebliche Freigabe vor realen Arbeiten wichtig sind.
Lerneinheit 1: Vom Feldgerät zur SPS-Adresse
Ein Eingang übernimmt ein Signal von einem Taster oder Sensor. Ein Ausgang liefert ein Steuersignal an einen Aktor. Die SPS verarbeitet diese Zustände zyklisch.

| Feldseite | SPS-Seite | Beispiel |
|---|---|---|
| Taster oder Sensor | digitaler Eingang | Lichtschranke → E0.2 beziehungsweise I0.2 |
| Motor, Leuchte oder Ventil | digitaler Ausgang | Bandmotor → A0.0 beziehungsweise Q0.0 |
Merke: Die konkrete Adresse ergibt sich aus der projektierten Hardware. Beispieladressen dürfen nicht ungeprüft auf eine reale Anlage übertragen werden.
Lerneinheit 2: Byte und Bit eindeutig lesen
Im Siemens-Beispiel bezeichnet E0.2 bei deutscher Mnemonik das Bit 2 im Eingangsbyte 0. Bei internationaler Mnemonik wird derselbe Bereich als I0.2 dargestellt. Für Ausgänge stehen entsprechend A beziehungsweise Q.
| Adresse | Bedeutung im Beispiel |
|---|---|
| E0.0 / I0.0 | Eingangsbyte 0, Bit 0 |
| E0.7 / I0.7 | Eingangsbyte 0, Bit 7 |
| E1.0 / I1.0 | Eingangsbyte 1, Bit 0 |
| A0.0 / Q0.0 | Ausgangsbyte 0, Bit 0 |
Prüfregel: Erst Hardwarekonfiguration und Kanal prüfen, dann Adresse dokumentieren.
Lerneinheit 3: Symbolischer Name plus Hardwarebezug
Eine absolute Adresse ist eindeutig, aber wenig sprechend. Ein symbolischer Name beschreibt die Funktion. In gut lesbaren Programmen wird deshalb bevorzugt mit eindeutigen Symbolen gearbeitet, deren Hardwarebezug sauber dokumentiert ist.
| Symbolischer Name | Beispieladresse | Funktion |
|---|---|---|
| Start_Taster | E0.0 / I0.0 | Startanforderung |
| Stop_Taster | E0.1 / I0.1 | Stoppanforderung |
| Lichtschranke_Pruefplatz | E0.2 / I0.2 | Werkstück erkannt |
| Endschalter_Ausschieber | E0.3 / I0.3 | Ausschieber in Endlage |
| Bandmotor | A0.0 / Q0.0 | Förderband ansteuern |
| Ventil_Ausschieber | A0.1 / Q0.1 | Ausschieber ansteuern |
| Meldeleuchte_Fertig | A0.2 / Q0.2 | Werkstück erkannt anzeigen |
Wichtig: Diese Adressen gehören nur zum Ausbildungsbeispiel.
Lerneinheit 4: Hardwarekanal prüfen

Für eine eindeutige Zuordnung gehst Du in der Simulation oder im freigegebenen Ausbildungsprojekt so vor:
- Hardwarekonfiguration: Modul und Kanal bestimmen.
- Adresse: konfigurierte Startadresse und Bitposition ablesen.
- Symbolische Variable: sprechenden Namen vergeben.
- Dokumentation: Gerät, Kanal, Adresse und Funktion zusammenhalten.
- Simulation: Eingang setzen und Reaktion beobachten.
Das Bild zeigt typische Verdrahtungsprinzipien eines SPS-Eingangs. Es dient zum Verständnis der Hardwareseite; reale Verdrahtungsarbeiten sind nicht Teil der selbstständigen Online-Aufgabe.

Auch am Ausgang gilt: Programmadresse und physischer Kanal müssen zusammenpassen. Ein falsches Mapping kann dazu führen, dass das Programm logisch korrekt erscheint, aber der falsche Kanal reagiert.
Ausbildungsfall: Virtuelle Prüfstation am Förderband
Ein Werkstück soll in einer virtuellen Anlage bis zur Lichtschranke transportiert werden. Die Bedienperson gibt den Start. Erkennt die Lichtschranke das Werkstück, stoppt das Band und eine Meldeleuchte zeigt den Zustand an.
Nur Simulation: Die folgende Logik dient ausschließlich zum Lernen und Testen in einer virtuellen Anlage.
Wenn Start_Taster = 1:
Anlage_Ein setzen
Wenn Stop_Taster = 1 ODER Lichtschranke_Pruefplatz = 1:
Anlage_Ein rücksetzen
Bandmotor := Anlage_Ein
Meldeleuchte_Fertig := Lichtschranke_Pruefplatz

Signalverlauf lesen
| Zeitpunkt | Start_Taster | Stop_Taster | Lichtschranke_Pruefplatz | Anlage_Ein | Bandmotor | Meldeleuchte_Fertig |
|---|---|---|---|---|---|---|
| t0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| t1 | 1 | 0 | 0 | 1 | 1 | 0 |
| t2 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 | 0 |
| t3 | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 1 |
| t4 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Diagnosefrage: Die Variable Lichtschranke_Pruefplatz wechselt in der Simulation, aber der Bandmotor stoppt nicht. Prüfe zuerst Symbolzuordnung, Programmlogik und beobachtete Variablenwerte, bevor Du einen Hardwarefehler vermutest.
Virtuelle Anlage testen
Arbeite in einer freigegebenen SPS-Simulation, zum Beispiel einer schulischen PLCSIM-Umgebung. Verwende keine automatische Kopplung dieses Lernkurses an reale Ausgänge.
| Test | Eingabe | Erwartung | Diagnose bei Abweichung |
|---|---|---|---|
| Start | Start_Taster kurz 1 | Bandmotor wird 1 | Startsymbol und Setzlogik prüfen |
| Werkstück | Lichtschranke_Pruefplatz wird 1 | Bandmotor wird 0 | Sensorvariable und Rücksetzbedingung prüfen |
| Anzeige | Lichtschranke_Pruefplatz ist 1 | Meldeleuchte_Fertig wird 1 | Ausgangssymbol und Zuordnung prüfen |
| Stopp | Stop_Taster wird 1 | Anlage_Ein wird 0 | Rücksetzpfad beobachten |
Diagnose: Falsche Adresse oder falsche Logik?
Fehler A: Die virtuelle Lichtschranke schaltet I0.2, die Variable wurde aber versehentlich I0.3 zugeordnet. Ergebnis: Die Logik erhält das falsche Signal.
Fehler B: Die Zuordnung stimmt, aber die Rücksetzbedingung fehlt. Ergebnis: Der Eingang wird korrekt erkannt, der Motor bleibt logisch eingeschaltet.
Diagnosestrategie: Signalweg von links nach rechts verfolgen: virtuelles Feldsignal → Hardwarekanal → absolute Adresse → symbolische Variable → Programmlogik → Ausgangsvariable.
Gestufte Aufgaben mit begründetem Feedback
| Stufe | Aufgabe | Hilfe 1 | Hilfe 2 | Begründetes Feedback |
|---|---|---|---|---|
| Basis | Ordne Start_Taster, Lichtschranke_Pruefplatz und Bandmotor den Bereichen Eingang oder Ausgang zu. | Frage: Kommt das Signal zur SPS oder verlässt es die SPS? | Taster und Sensoren liefern Signale; Motoren erhalten Steuersignale. | Richtig ist Eingang für Taster und Lichtschranke sowie Ausgang für Bandmotor. Die Richtung des Informationsflusses entscheidet. |
| Anwendung | Die Lichtschranke schaltet in der virtuellen Anlage I0.2, im Programm bleibt Lichtschranke_Pruefplatz aber 0. Finde die wahrscheinlichste Ursache. | Vergleiche beobachtete absolute Adresse und Variablentabelle. | Suche nach einer Zuordnung zu I0.3 oder einem anderen Kanal. | Eine falsche Symbol-zu-Adresse-Zuordnung ist plausibel, weil das Hardware-/Simulationssignal vorhanden ist, aber die programmierte Variable nicht folgt. |
| Transfer | Plane die Adressierung einer zweiten Prüfstation so, dass Namen eindeutig bleiben und sich Kanäle später leichter diagnostizieren lassen. | Verwende Funktionsort und Gerät im Namen. | Dokumentiere Symbol, Adresse, Kanal und Funktion in einer Tabelle. | Eine konsistente Benennung reduziert Verwechslungen und macht Änderungen nachvollziehbar; die konkrete Adresse bleibt dennoch an die Hardwareprojektierung gebunden. |
Sicherheitsgrenzen
- Simulation: Maschinenabläufe zunächst virtuell testen und erwartete Signalfolgen dokumentieren.
- Schutzeinrichtung: Schutzfunktionen niemals durch Lerncode überbrücken oder ersetzen.
- Inbetriebnahme: Keine automatische Live-Ansteuerung realer Ausgänge aus diesem Kurs.
- Elektrofachkraft: Reale elektrotechnische Arbeiten nur im dafür freigegebenen betrieblichen Rahmen und unter geeigneter Leitung beziehungsweise Aufsicht.
- Freigabe: Vor realen Tests betriebliche Regeln, Gefährdungsbeurteilung und Freigaben beachten.
Quellen- und Medienprüfung
Fachliche Quellen, geprüft am 07.10.2026:
- Siemens: S7-1200 Automatisierungssystem, Speicherbereiche, E/A und Adressierung – Grundlage für eindeutige absolute Adressen und E/A-Bereiche.
- Siemens: Programmierleitfaden S7-1200/S7-1500 – Empfehlung für symbolische Programmierung mit sprechenden Variablennamen.
- Siemens: Programmierstyleguide S7-1200/S7-1500 – aktuelle Empfehlung zur internationalen Mnemonik.
- Siemens: STEP 7 Basic Systemübersicht – deutsche und internationale Mnemonik, zum Beispiel E1.0 beziehungsweise I1.0.
- Siemens SCE Lern-/Lehrunterlagen – Ausbildungsressourcen zu Automatisierung und SPS.
- DGUV Information 203-001: Sicherheit bei Arbeiten an elektrischen Anlagen – fachliche Grundlage für Leitung, Aufsicht und sicheres Arbeiten.
Medienrechte: Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien wurden auf ihren Dateiseiten geprüft. PLC Block Diagram.jpg, PLC Digital Input Output Module.jpg, PLC Input Module wiring sink and source.jpg, PLC source output module wiring.jpg und Ladder logic diagram.jpg stehen jeweils unter einer Creative-Commons-Lizenz mit Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen. Die YouTube-Videos werden nur über die Plattform eingebettet; es wird für sie keine freie OER-Lizenz behauptet. Die Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabenden.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was kennzeichnet einen SPS-Eingang? (Er übernimmt ein Signal von einem Taster oder Sensor) (!Er treibt immer direkt einen Motor) (!Er ist nur ein Kommentar im Programm) (!Er ersetzt eine Schutzeinrichtung)
Was ist der wichtigste Vorteil eines sprechenden symbolischen Namens? (Die Funktion einer Variable wird leichter verständlich) (!Die Hardwareadresse wird dadurch automatisch beliebig) (!Eine Simulation wird dadurch überflüssig) (!Ein Ausgang kann dadurch ohne Freigabe real geschaltet werden)
Welche Beispieladresse bezeichnet einen digitalen Eingang? (I0.2) (!Q0.2) (!A0.2) (!Meldeleuchte_Fertig)
Welche Beispieladresse bezeichnet bei internationaler Mnemonik einen digitalen Ausgang? (Q0.0) (!I0.0) (!E0.0) (!I1.0)
Was folgt im Siemens-Beispiel nach I0.7? (I1.0) (!I0.8) (!Q0.0) (!I7.0)
Wo wird die Zuordnung zwischen Symbol und absoluter Adresse dokumentiert? (In der Variablen- und Hardwarekonfiguration) (!Nur auf dem Motortypenschild) (!Nur im YouTube-Video) (!Ausschließlich in der Gehäusefarbe)
Die virtuelle Lichtschranke schaltet I0.2, ihre Symbolvariable bleibt aber 0. Was prüfst Du zuerst? (Die Zuordnung der Symbolvariable zur Adresse) (!Die Farbe des Förderbandes) (!Die Raumtemperatur) (!Eine Umgehung der Schutzfunktion)
Was ist vor einem realen Maschinentest in diesem Kurs vorgesehen? (Zuerst Simulation und betriebliche Freigabe) (!Direkte automatische Live-Ansteuerung) (!Überbrücken der Schutzeinrichtungen) (!Ungeprüftes Übernehmen von Beispieladressen)
Welches Werkzeug hilft beim Vergleich von Soll- und Ist-Zuständen in der Simulation? (Eine Beobachtungs- oder Variablentabelle) (!Ein beliebiger Dateiname) (!Eine mechanische Sicherung als Softwarevariable) (!Ein nicht dokumentierter Kanalwechsel)
Welche Aussage beschreibt eine gute Diagnosefolge? (Vom simulierten Feldsignal über Adresse und Symbol bis zur Programmlogik prüfen) (!Sofort alle Adressen austauschen) (!Zuerst reale Ausgänge ohne Freigabe testen) (!Schutzfunktionen vorübergehend deaktivieren)
Memory
| Symbolischer Name | Sprechende Bezeichnung einer Variable |
| Absolute Adresse | Eindeutiger Speicher- oder E/A-Bezug |
| Eingangssignal | Information von Taster oder Sensor |
| Ausgangssignal | Steuersignal zu einem Aktor |
| Hardwarekonfiguration | Zuordnung von Modul und Kanal |
| Beobachtungstabelle | Werkzeug zur Zustandsdiagnose |
| Simulation | Virtueller Ersttest eines Ablaufs |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Start_Taster | Digitales Bedien-Signal zur SPS |
| Lichtschranke_Pruefplatz | Digitales Sensorsignal zur SPS |
| Bandmotor | Digital angesteuerter Aktor |
| Meldeleuchte_Fertig | Digital angesteuerte Anzeige |
| Ventil_Ausschieber | Digital angesteuerter pneumatischer Aktor |
...
Kreuzworträtsel
| Variable | Wie heißt eine benannte Größe im SPS-Programm? |
| Eingang | Wie heißt ein Signalweg von Sensor oder Taster zur SPS? |
| Ausgang | Wie heißt ein Signalweg von der SPS zu einem Aktor? |
| Adresse | Was kennzeichnet einen Speicher- oder E-A-Ort eindeutig? |
| Simulation | Wie heißt der virtuelle Test vor dem realen Maschinentest? |
| Diagnose | Wie heißt die systematische Suche nach einer Fehlerursache? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- E-A-Liste: Erstelle für fünf virtuelle Feldgeräte eine Tabelle mit Gerät, Signalrichtung, Symbol und Beispieladresse.
- Symbolische Variable: Verbessere die Namen Sensor1, Taster2 und Ausgang3 zu eindeutigen Funktionsnamen und begründe Deine Wahl.
- Signalverlauf: Zeichne den Verlauf von Start_Taster, Lichtschranke_Pruefplatz und Bandmotor für einen vollständigen virtuellen Förderzyklus.
- Fehlersuche: Formuliere drei Prüfungen, wenn ein Eingang in der Simulation nicht im Programm erscheint.
Standard
- Hardwarekonfiguration: Entwirf für eine virtuelle Station mit vier Eingängen und drei Ausgängen eine konsistente Adress- und Symboltabelle.
- SPS-Simulation: Baue den Ausbildungsfall in einer freigegebenen Simulation nach und dokumentiere Soll- und Ist-Zustände.
- Diagnose: Vertausche in einer Kopie des Simulationsprojekts zwei Eingangsmappings absichtlich und entwickle eine Prüfreihenfolge, die den Fehler findet.
- Dokumentation: Erstelle eine kompakte Übergabeunterlage, mit der eine andere lernende Person jeden Kanal nachvollziehen kann.
Schwer
- Transferaufgabe: Ergänze eine zweite Lichtschranke und entwickle eindeutige Symbolnamen, ohne die Übersichtlichkeit zu verlieren.
- Änderungsmanagement: Verschiebe in einer Projektsimulation ein Modul auf einen anderen Adressbereich und analysiere, welche Dokumente und Zuordnungen angepasst werden müssen.
- Diagnosekonzept: Entwickle einen Entscheidungsbaum, der zwischen Feldsignal-, Adressierungs-, Logik- und Ausgangsfehler unterscheidet.
- Ausbildungsprojekt: Produziere ein kurzes Erklärvideo zur Frage „Warum programmiere ich symbolisch, obwohl die Hardware absolute Adressen besitzt?“ und zeige nur simulierte Zustände.


Lernkontrolle
- Adressierungsfehler analysieren: Eine virtuelle Anlage zeigt I0.2 = 1, die Variable Lichtschranke_Pruefplatz bleibt 0. Erkläre eine systematische Diagnose und begründe die Reihenfolge.
- Symbolische Programmierung bewerten: Vergleiche ein Programm mit ausschließlich absoluten Adressen mit einem Programm aus sprechenden Symbolen. Bewerte Wartbarkeit und Fehlersuche.
- Hardwareänderung übertragen: Ein Eingangsmodul erhält in einer neuen Konfiguration einen anderen Startadressbereich. Erkläre, welche Zuordnungen geprüft werden müssen und warum.
- Signalverlauf rekonstruieren: Entwickle aus einer gegebenen Folge von Eingangsänderungen den erwarteten Verlauf von Anlage_Ein und Bandmotor.
- Fehlerhypothesen bilden: Der Bandmotor bleibt in der Simulation aus, obwohl Start_Taster erkannt wird. Formuliere mindestens drei Ursachen aus verschiedenen Ebenen des Signalwegs und passende Prüfungen.
- Sicherheitsgrenze begründen: Erkläre, warum ein erfolgreicher Simulationstest keine automatische Freigabe für die Live-Ansteuerung einer realen Maschine darstellt.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:
- eine nachvollziehbare E-A-Liste mit eindeutigen symbolischen Namen und dokumentierten Beispieladressen.
- die korrekte Zuordnung von simuliertem Hardwarekanal, absoluter Adresse und Symbol.
- ein dokumentierter Signalverlauf des Ausbildungsfalls.
- mindestens ein bewusst erzeugter und systematisch diagnostizierter Mappingfehler in der Simulation.
- eine begründete Diagnose vom Feldsignal bis zur Ausgangsvariable.
- die klare Einhaltung der Sicherheitsgrenze zwischen Simulation und realer Anlage.
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