SHK-Kundendienst und Fehlerdiagnose – Nutzer verständlich in die Anlage einweisen
SHK-Kundendienst und Fehlerdiagnose – Nutzer verständlich in die Anlage einweisen
Zielgruppe: Ausbildung zum Anlagenmechaniker bzw. zur Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Lernzeit: ca. 90–120 Minuten
Lernform: Fünf kurze Lerneinheiten, Gebäudemodell, Ausbildungsfall, interaktive Diagnoseentscheidungen und Lernkontrolle.
Stand der Quellenprüfung: 09.10.2026
Einleitung
Eine Anlage funktioniert erst dann wirklich gut, wenn die Menschen sie sicher und sinnvoll bedienen können.
Im SHK-Kundendienst verbindest Du Fehlerdiagnose, Kundenkommunikation, Energieeffizienz und Trinkwasserhygiene.
Dein Auftrag: Erkläre die Anlage ohne unnötige Fachsprache. Erkenne Betriebsgrenzen. Unterscheide normale Bedienung von Arbeiten für qualifizierte Fachkräfte.
Video: Funktionsprinzip der Wärmepumpe, Energieberatung der Verbraucherzentrale, 2025.
Deine fünf Lernziele
- Verstehen: Du erklärst Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung und Trinkwassererwärmung.
- Bedienen: Du zeigst freigegebene Nutzerfunktionen an der Regelung.
- Diagnostizieren: Du unterscheidest Beobachtungen, mögliche Ursachen und gesicherte Befunde.
- Schützen: Du erkennst Hygieneprobleme und Sicherheitsgrenzen.
- Einweisen: Du lässt die Kundschaft wichtige Bedienhandlungen selbst erklären.
Sicherheitsregel für den gesamten Kurs
| Bereich | Deine Grenze |
|---|---|
| Grün – Nutzerbedienung | Freigegebene Komforteinstellungen, Anzeigen ablesen und Störungen melden. |
| Gelb – Fachliche Diagnose | Messungen, Parameteränderungen und Anlagenprüfungen nur mit geeigneter Qualifikation, Freigabe und gegebenenfalls unter fachlicher Aufsicht. |
| Rot – Besondere Sicherheitsbereiche | Gas, Wasserstoff, Verbrennung, Abgas, elektrische Gefährdungen sowie hygienerelevante Eingriffe: keine Eigenversuche, keine Manipulationen und keine unqualifizierten Arbeiten. |
Wichtig: Herstellerunterlagen, Anlagenfreigaben, Gefährdungsbeurteilung, betriebliche Arbeitsanweisungen und aktuell geltende Rechtsvorschriften haben Vorrang vor Übungsbeispielen.
Lerneinheit 1: Das Gebäude verstehen
Dauer: 10 Minuten
Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung

Vereinfachtes Wärmepumpenmodell: Umweltwärme wird unter Einsatz von Antriebsenergie nutzbar gemacht.

Schema eines wassergeführten Heizkreises mit Wärmeverteilung und Rücklauf.
Die wichtigsten Begriffe:
- Wärmepumpe: Nutzt Umweltwärme und elektrische Antriebsenergie zur Wärmebereitstellung.
- Vorlauf: Führt erwärmtes Heizwasser zu den Heizflächen.
- Rücklauf: Führt Heizwasser zum Wärmeerzeuger zurück.
- Umwälzpumpe: Unterstützt den Umlauf im Heizkreis.
- Thermostatventil: Beeinflusst den Heizwasserdurchfluss entsprechend der Raumtemperatur.
Merke: Heizungswasser und Trinkwasser sind unterschiedliche Systeme. Ein Schema zeigt nur die dargestellten Bauteile und ersetzt keinen anlagenspezifischen Installationsplan.
Interaktives Gebäudemodell: Haus Lindenstraße
Fiktiver Ausbildungsfall: Ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen, zentraler Wärmepumpe, Heizkörpern, einem 500-Liter-Trinkwarmwasserspeicher und Zirkulationssystem.
| Gebäudebereich | Beobachtung | Deine erste Frage |
|---|---|---|
| Dachgeschoss | Ein Zimmer erreicht nur 18 °C. | Sind andere Zimmer ebenfalls betroffen? |
| Obergeschoss | Die Räume erreichen ihre Solltemperatur. | Welche Unterschiede gibt es zur oberen Wohnung? |
| Erdgeschoss | Nach längerer Nichtnutzung einer Dusche kommt das Wasser nur lauwarm. | War die Entnahmestelle längere Zeit unbenutzt? |
| Technikraum | Wärmepumpe, Heizkreis, Trinkwarmwasserspeicher und Regelung. | Welche Anzeigen und Unterlagen liegen vor? |
Modellauftrag: Fahre gedanklich vom Wärmeerzeuger zum Heizkörper und zurück. Verfolge danach getrennt den Trinkwarmwasserweg zur Dusche.
Lerneinheit 2: Komfort und Energie erklären
Dauer: 10 Minuten
Thermostat richtig verstehen

Ein Heizkörperthermostat regelt die Wärmeabgabe entsprechend der Raumtemperatur.
Kundenerklärung: „Stellen Sie die gewünschte Raumtemperatur ein. Die höchste Stufe macht den Raum normalerweise nicht schneller warm.“
Fachquelle: Verbraucherzentrale, Thermostatbedienung
Heizkurve und Betriebsgrenzen

Historische Beispiel-Heizkurve zur Veranschaulichung; die abgebildeten Temperaturen sind keine Einstellempfehlung.
Die Heizkurve beschreibt den Zusammenhang zwischen Außen- und Vorlauftemperatur.
Eine unnötig hohe Vorlauftemperatur kann Energie verschwenden. Eine zu niedrige Vorlauftemperatur kann den Wärmekomfort beeinträchtigen.
Betriebsgrenze: Heizkurven und Anlagenparameter werden nur entsprechend der Herstellerunterlagen und der fachlich freigegebenen Zuständigkeit verändert.
Video: Heizungsoptimierung im Gebäude, Energieberatung der Verbraucherzentrale.
Energie-Fall: Ein Raum bleibt kalt
Situation: Dachgeschoss 18 °C, gewünschte Raumtemperatur 21 °C. Andere Wohnungen sind warm.
Entscheide:
A – Sofort die Heizkurve für das gesamte Gebäude stark erhöhen.
B – Bedienung und Beobachtungen prüfen, die Unterschiede dokumentieren und eine fachliche Eingrenzung veranlassen.
C – Die Trinkwarmwassertemperatur erhöhen.
Begründetes Feedback anzeigen
B ist richtig. Der Fehler betrifft möglicherweise nur einen Raum oder Heizkreisabschnitt. Thermostateinstellung, Zeitprogramm, Wärmeabgabe und Verteilung sind zunächst einzugrenzen.
A ist nicht ausreichend begründet. Eine globale Erhöhung kann in bereits warmen Räumen unnötigen Energieverbrauch verursachen.
C ist falsch. Trinkwarmwasser und Raumheizung haben unterschiedliche Aufgaben. Die Warmwassertemperatur löst nicht gezielt dieses Komfortproblem.
Folgerung: Keine Bauteile eigenmächtig öffnen oder Verteilparameter ungeprüft verändern.
Lerneinheit 3: Trinkwasserhygiene
Dauer: 12 Minuten
Warmwasser ist auch Gesundheitsschutz

Beispiel eines Systems zur Trinkwassererwärmung; der Aufbau unterscheidet sich vom konkreten Ausbildungsfall.

Elektronenmikroskopische Darstellung von Legionella pneumophila, CDC.
Legionellen können sich unter ungünstigen Bedingungen in Trinkwasserinstallationen vermehren. Risiken entstehen insbesondere bei ungünstigen Temperaturen und längerem Wasseralter.
Für zentrale Großanlagen sind hygienische Temperaturanforderungen zu beachten. Nach den vom Umweltbundesamt erläuterten allgemein anerkannten Regeln der Technik sind am Austritt des Trinkwassererwärmers grundsätzlich mindestens 60 °C und im Zirkulationssystem mindestens 55 °C einzuhalten.
Die rechtliche Bewertung, geeignete technische Lösungen und mögliche Abweichungen müssen anlagenspezifisch durch qualifizierte Fachleute erfolgen.
Achtung: Die Trinkwasserverordnung enthält unter bestimmten Voraussetzungen Untersuchungspflichten auf Legionellen. Das Erreichen des technischen Maßnahmenwertes von 100 Legionellen pro 100 ml löst gesetzlich bestimmte Handlungspflichten aus. Dieser Wert ist kein allgemeiner gesundheitlicher Unbedenklichkeitsgrenzwert.
Quelle: Trinkwasserverordnung, insbesondere §§ 31 und 51
Hygiene-Fall: Die Kundin möchte Energie sparen
Situation: Der zentrale Trinkwarmwasserspeicher fasst 500 Liter. Die Verwalterin schlägt vor, dauerhaft nur noch 45 °C einzustellen.
Entscheide:
A – Die Temperatur sofort absenken.
B – Hygienische Betriebsanforderungen erklären, die Anlage fachlich prüfen lassen und andere Einsparmöglichkeiten aufzeigen.
C – Die Zirkulation dauerhaft abschalten.
Begründetes Feedback anzeigen
B ist richtig. Energiesparen darf die Trinkwasserhygiene nicht gefährden. Ein zentraler 500-Liter-Speicher erfüllt das Größenkriterium einer Großanlage. Weitere Pflichten hängen auch von Nutzung und Installation ab.
A ist falsch. Eine dauerhafte Absenkung auf 45 °C ist für eine solche Anlage ohne gesonderten fachlichen Nachweis keine sichere Standardmaßnahme.
C ist falsch. Das Abschalten kann Wasseralter und Temperaturverhältnisse ungünstig beeinflussen.
Bessere Beratung: Wasser sparsam nutzen, unnötige Wärmeverluste durch Fachleute bewerten lassen, bestimmungsgemäßen Wasseraustausch sicherstellen und Betreiberpflichten klären.
Lerneinheit 4: Fehlerdiagnose und Sicherheit
Dauer: 12 Minuten
Die sichere Diagnosekette
| Schritt | Handlung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Wahrnehmen | Kundenbeschreibung aufnehmen. | Symptom |
| Sichern | Gefahrzeichen und Zuständigkeiten prüfen. | Sicherheitsentscheidung |
| Vergleichen | Freigegebene Anzeigen und Sollzustände abgleichen. | Auffälligkeit |
| Eingrenzen | Raum, Zeit, Betriebsart und mögliche Ursachen unterscheiden. | Arbeitshypothese |
| Übergeben | Befund dokumentieren und qualifizierte Prüfung veranlassen. | Nächster Schritt |
Beobachtung ist nicht Diagnose. Ein kalter Heizkörper beweist weder einen Pumpendefekt noch einen fehlenden hydraulischen Abgleich.
Besondere Sicherheitsbereiche: Gas, Wasserstoff, Verbrennung und Abgas

Kohlenmonoxidwarnmelder: zusätzliche Sicherheitsmaßnahme, kein Ersatz für Prüfung und Wartung.
| Gefahr | Schutzentscheidung |
|---|---|
| Gasgeruch | Keine Flammen oder Funken, keine elektrischen Schalter betätigen, andere ohne Klingeln warnen, Gebäude verlassen und von draußen Netzbetreiber-Notdienst beziehungsweise Feuerwehr verständigen. Weitere Maßnahmen nur, soweit gefahrlos möglich. |
| Wasserstoff | Keine Umstellung, Freigabeannahme, Dichtheitsversuche oder Eingriffe durch nicht qualifizierte Personen. Herstellerfreigabe, Gasart, Netzbetreibervorgaben und einschlägiges Regelwerk prüfen. |
| Verbrennung | Keine Manipulation an Brenner, Sicherheitseinrichtungen oder Verbrennungsluftversorgung. Mängel fachlich prüfen lassen. |
| Abgas und Kohlenmonoxid | Bei CO-Alarm oder Verdacht auf gefährlichen Abgasaustritt sofort das Gebäude verlassen und von draußen 112 rufen. Nicht zur Fehlersuche zurückkehren. |
Keine Experimente: Gasleitungen, Wasserstoffsysteme, Verbrennungseinrichtungen, Abgaswege, elektrische Anschlüsse und Sicherheitseinrichtungen gehören ausschließlich in fachlich befugte Hände.
Schornsteinfegerhandwerk: Abgas- und CO-Sicherheit
Diagnose-Fall: Eine Warnmeldung erscheint
Situation: Die Anzeige meldet „Warmwasserbereitung prüfen“. Die Kundin möchte die Anlage mehrfach zurücksetzen.
Entscheide:
A – Den Fehler durch wiederholtes Zurücksetzen übergehen.
B – Meldung und Betriebszustand dokumentieren, Gefahrenzeichen ausschließen und das weitere Vorgehen mit der verantwortlichen Fachkraft abstimmen.
C – Sicherheitsbauteile überbrücken.
Begründetes Feedback anzeigen
B ist richtig. Die Meldung ist ein Hinweis und keine gesicherte Ursache. Herstellerunterlagen und Zuständigkeiten bestimmen das weitere Vorgehen.
A ist falsch. Wiederholte Resets können die Fehlerklärung erschweren und dürfen keine vorgeschriebene Sicherheitsreaktion umgehen.
C ist gefährlich und verboten. Sicherheitseinrichtungen dürfen nicht manipuliert werden.
Ausnahme bei Gefahr: Bei Gasgeruch oder CO-Alarm hat die Evakuierung Vorrang vor jeder Diagnose.
Lerneinheit 5: Nutzer verständlich einweisen
Dauer: 10 Minuten
Eine gute Einweisung in fünf Schritten
- Fragen: „Was möchten Sie im Alltag selbst einstellen können?“
- Zeigen: Bedienfeld, Betriebsarten und freigegebene Einstellungen erklären.
- Vormachen: Eine ungefährliche, zulässige Bedienhandlung demonstrieren.
- Zurückerklären lassen: „Zeigen Sie mir bitte, was Sie bei einer Störungsmeldung tun.“
- Dokumentieren: Einweisung, Unterlagen, Ansprechpartner und offene Punkte festhalten.
Video: Energieberatung zu geeigneter Heiztechnik, Verbraucherzentrale.
Muster einer verständlichen Kundenerklärung
| Fachsprache | Kundengerechte Erklärung |
|---|---|
| Heizkennlinie | „Die Anlage passt die Heizwassertemperatur an das Wetter an.“ |
| Thermostatventil | „Damit stellen Sie die gewünschte Raumtemperatur ein.“ |
| Zirkulation | „Das Warmwasser wird im Leitungssystem umgewälzt, damit es schneller verfügbar ist und die hygienischen Betriebsbedingungen unterstützt werden.“ |
| Störungsanzeige | „Notieren Sie die Meldung und informieren Sie den angegebenen Kundendienst.“ |
| Betriebsgrenze | „Diese Einstellung ist für Fachkräfte vorgesehen. Bitte verändern Sie sie nicht selbst.“ |
Miniübung: Erkläre den Unterschied zwischen Raumtemperatur und Trinkwarmwassertemperatur in höchstens 30 Sekunden.
Durchgehender Ausbildungsfall: Kundendienstauftrag Lindenstraße
Auftrag: Du begleitest Deine verantwortliche Fachkraft zu einem Mehrfamilienhaus.
Die Kundin meldet drei Dinge: ein zu kaltes Dachgeschosszimmer, lauwarmes Wasser nach längerer Nichtnutzung einer Dusche und den Wunsch nach niedrigeren Energiekosten.
Auftragskarte
| Angabe | Information |
|---|---|
| Gebäude | Acht Wohnungen, zentrale Wärmepumpe |
| Raumheizung | Heizkörper, witterungsgeführte Regelung |
| Trinkwarmwasser | Zentraler Speicher mit 500 Litern und Zirkulation |
| Komfort | Dachgeschosszimmer 18 °C statt gewünschter 21 °C |
| Hygiene | Dusche nach längerer Nichtnutzung auffällig |
| Kundenziel | Komfort wiederherstellen, Energie sparen, sicher bedienen |
Gestufte Hilfen
| Stufe | Hilfe |
|---|---|
| Hilfe 1 – Orientierung | Welche Beschwerde gehört zur Raumheizung, welche zur Trinkwasserinstallation und welche zur Kundenberatung? |
| Hilfe 2 – Eingrenzung | Prüfe die dokumentierten Sollwerte und Anzeigen, die örtliche Verteilung des Problems, Nutzungszeiten und mögliche Gefahrzeichen. |
| Hilfe 3 – Entscheidung | Wähle zuerst ungefährliche Informations- und Bedienprüfungen. Trenne mögliche Ursachen von bewiesenen Fehlern. Hygienerelevante und sicherheitsbezogene Arbeiten gibst Du an qualifizierte Fachkräfte. |
Dein Arbeitsauftrag
- Basis: Markiere in der Auftragskarte Komfortproblem, Hygieneauffälligkeit und Beratungswunsch.
- Anwendung: Erstelle einen Diagnoseablauf ohne eigenmächtige Eingriffe.
- Transfer: Formuliere ein zweiminütiges Kundengespräch mit einer nachvollziehbaren Übergabe.
Musterfeedback zum Ausbildungsfall
Basis: Richtig ist die Trennung von kaltem Dachgeschosszimmer, auffälliger Dusche und Energiefrage. Die Themen betreffen verschiedene Funktionen der Anlage.
Anwendung: Ein guter Ablauf beginnt mit Gefahrenerkennung, Gespräch, Sichtung der freigegebenen Anzeigen und Dokumentation. Eine konkrete Ursache darf erst nach geeigneter Prüfung festgelegt werden.
Transfer: Eine gelungene Einweisung erklärt die zulässige Bedienung, grenzt Facharbeiten ab, berücksichtigt Trinkwasserhygiene und endet mit einer Rückerklärung der Kundin.
Besonders gut: Du vermeidest unbegründete Versprechen, beispielsweise eine sofortige Reparatur ohne Befund oder garantiert niedrigere Energiekosten.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Aufgabe erfüllt eine Wärmepumpe? (Sie macht Umweltwärme unter Einsatz von Antriebsenergie zum Heizen nutzbar) (!Sie erzeugt Wärme ausschließlich durch Verbrennung) (!Sie ersetzt jede Heizfläche im Gebäude) (!Sie benötigt grundsätzlich keinen Strom)
Was bezeichnet der Vorlauf eines Heizkreises? (Den Weg des erwärmten Heizwassers zu den Heizflächen) (!Den Trinkwasseranschluss der Dusche) (!Die Abgasleitung eines Brenners) (!Den Luftweg durch das Fenster)
Wie erklärst Du ein Heizkörperthermostat richtig? (Es hilft die gewünschte Raumtemperatur zu halten) (!Die höchste Stufe heizt immer am schnellsten) (!Es regelt die Trinkwasserqualität) (!Es ersetzt den Wärmeerzeuger)
Was steht am Beginn einer systematischen Fehlerdiagnose? (Symptom aufnehmen und mögliche Gefahren erkennen) (!Alle Regler auf Höchstwerte stellen) (!Sofort einen Bauteiltausch durchführen) (!Sicherheitseinrichtungen ausschalten)
Nur ein Raum bleibt kalt. Was ist zunächst sinnvoll? (Bedienung prüfen und Beobachtungen zur fachlichen Eingrenzung dokumentieren) (!Im ganzen Haus die Vorlauftemperatur maximal erhöhen) (!Die Trinkwarmwassertemperatur reduzieren) (!Den Heizkreis ungeprüft umbauen)
Was ist bei einem zentralen Trinkwarmwasserspeicher mit 500 Litern zu beachten? (Hygienische Betriebsanforderungen sind vor Energieeinsparmaßnahmen zu prüfen) (!Eine dauerhafte Absenkung auf 45 Grad ist immer zulässig) (!Die Zirkulation muss grundsätzlich abgeschaltet werden) (!Eine längere Stagnation verbessert die Hygiene)
Welche Temperaturen nennt das Umweltbundesamt für den hygienegerechten Betrieb zentraler Großanlagen nach den anerkannten Regeln der Technik? (Mindestens 60 Grad am Erwärmeraustritt und mindestens 55 Grad in der Zirkulation) (!Dauerhaft 35 Grad am Erwärmeraustritt) (!Beliebige Temperaturen bei geringem Wasserverbrauch) (!Höchstens 40 Grad im gesamten System)
Wie reagierst Du bei Gasgeruch im Gebäude? (Funken vermeiden Menschen warnen Gebäude verlassen und von draußen Hilfe verständigen) (!Zur Kontrolle eine Flamme entzünden) (!Alle Lichtschalter betätigen) (!Die Gasleitung selbst öffnen)
Was gilt bei der Umstellung eines Gasgeräts auf Wasserstoff? (Eignung und Freigaben müssen fachlich und anlagenspezifisch geprüft werden) (!Jedes Gasgerät ist automatisch wasserstoffgeeignet) (!Ein neues Typenschild genügt) (!Der Brenner darf ohne Qualifikation verändert werden)
Woran erkennst Du eine verständliche Kundeneinweisung? (Die Kundin kann zulässige Bedienhandlungen und das Vorgehen bei Störungen selbst erklären) (!Du verwendest möglichst viele Fachbegriffe) (!Du verzichtest auf Nachfragen) (!Du lässt die Dokumentation weg)
Memory
| Wärmepumpe | Umweltwärme nutzbar machen |
| Heizkreis | Wärme an Heizflächen verteilen |
| Thermostatventil | Raumtemperaturabhängiger Heizwasserdurchfluss |
| Heizkurve | Außentemperaturabhängige Vorlauftemperatur |
| Zirkulation | Umwälzung des Trinkwarmwassers |
| Stagnation | Längerer fehlender Wasseraustausch |
| Kohlenmonoxid | Giftiges geruchloses Verbrennungsgas |
| Teach-back | Rückerklärung durch die Kundschaft |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Kundendienst |
|---|---|
| Raumthermostat | Nutzerbedienung |
| Hydraulischer Abgleich | Fachprüfung |
| Gasgeruch | Sicherheitsmeldung |
| Stagnation | Hygienerisiko |
| Fehlerprotokoll | Dokumentation |
| Rückerklärung | Verständniskontrolle |
Kreuzworträtsel
| Heizkurve | Welche Regelungskennlinie beschreibt den Zusammenhang zwischen Außentemperatur und benötigter Vorlauftemperatur? |
| Vorlauf | Wie heißt der Leitungsweg des erwärmten Heizwassers zur Heizfläche? |
| Thermostat | Welcher Regler hilft beim Halten der gewünschten Raumtemperatur? |
| Zirkulation | Wie nennt man die Umwälzung des Trinkwarmwassers im Leitungssystem? |
| Legionellen | Welche Bakterien sind für die Trinkwarmwasserhygiene besonders relevant? |
| Kohlenmonoxid | Welches geruchlose giftige Gas kann bei unvollständiger Verbrennung entstehen? |
LearningApps
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Lückentext
Offene Aufgaben
Bearbeite die Aufgaben zunächst mit dem Gebäudemodell. Praktische Bedienungen dürfen nur an freigegebenen Schulungsanlagen oder im geeigneten betrieblichen Rahmen unter Aufsicht stattfinden.
Leicht – Basis
- Anlagenschema: Zeichne einen vereinfachten Heizkreis mit Wärmeerzeuger, Pumpe, Heizfläche, Vorlauf und Rücklauf.
- Thermostatventil: Gestalte eine Bildkarte, die einem Kunden die richtige Thermostatbedienung erklärt.
- Kundenkommunikation: Formuliere drei offene Fragen zur Beschwerde „Mein Zimmer wird nicht warm“.
- Arbeitssicherheit: Erstelle eine Ampelkarte für Nutzerbedienung, Fachprüfung und gefährliche Eingriffe.
Standard – Anwendung
- Fehlerdiagnose: Entwickle für das Haus Lindenstraße eine sichere Diagnose-Checkliste mit mindestens sechs Beobachtungsschritten.
- Energieeffizienz: Vergleiche zwei fiktive Heizkurveneinstellungen hinsichtlich Komfort und Energiebedarf, ohne reale Anlagenparameter zu verändern.
- Trinkwasserhygiene: Erstelle ein Informationsblatt zu Stagnation, Warmwassertemperatur und Zuständigkeiten.
- Kundeneinweisung: Führe ein dreiminütiges Rollenspiel durch. Dein Partner soll die wichtigsten Bedienhandlungen anschließend wiedergeben.
Schwer – Transfer
- Gebäudemodell: Entwickle ein Modell mit zwei unterschiedlich beheizten Gebäudebereichen und begründe, warum eine zentrale Parameteränderung nicht jedes Problem löst.
- Technische Dokumentation: Erstelle einen Kundendienstbericht mit Beobachtungen, offenen Ursachen, Sicherheitsbewertung, Maßnahmenfreigaben und Übergabe.
- Wasserstoff: Untersuche anhand geprüfter Hersteller- und DVGW-Informationen, warum Wasserstofftauglichkeit nicht pauschal vorausgesetzt werden darf.
- Erklärvideo: Produziere ein zweiminütiges Schulungsvideo zur sicheren Einweisung ohne Eingriffe an realen Gas-, Elektro-, Verbrennungs- oder Abgasanlagen.
Begründetes Feedback zu den offenen Aufgaben
| Niveau | Gute Lösung | Typischer Verbesserungsbedarf |
|---|---|---|
| Basis | Richtige Anlagenbegriffe, klare Bildsprache und korrekte Sicherheitsgrenzen. | Bauteile verwechselt oder Bedienung und Facharbeit nicht getrennt: Schema und Ampel erneut vergleichen. |
| Anwendung | Beobachtungen systematisch geordnet, Hygiene berücksichtigt und Nutzer verständlich beteiligt. | Sofortige Ursachenbehauptung ohne Nachweis: Arbeitshypothese und Befund unterscheiden. |
| Transfer | Technisch begründete Alternativen, überprüfte Quellen, klare Freigaben und nachvollziehbare Kundenübergabe. | Effizienz ohne Sicherheit oder Hygiene bewertet: Lösungsweg unter Berücksichtigung aller Betriebsgrenzen überarbeiten. |


Lernkontrolle
- Fehleranalyse: Im Obergeschoss sind alle Wohnungen warm, nur ein Raum im Dachgeschoss bleibt kalt. Entwickle zwei unterschiedliche Ursachenhypothesen und erläutere, wie sie ohne unzulässige Eingriffe eingegrenzt werden können.
- Energieeinsparung: Die Kundschaft möchte die Heizkurve erhöhen, weil ein Heizkörper kalt bleibt. Beurteile diese Maßnahme anhand der Systemwirkung und des Energieverbrauchs.
- Trinkwasserhygiene: Nach längerer Nichtnutzung wird an einer Dusche lauwarmes Wasser gemeldet. Entwickle einen sicheren Prüf- und Kommunikationsplan und erläutere, weshalb ein einzelner Temperaturhinweis keine mikrobiologische Diagnose erlaubt.
- Sicherheitstechnik: In einem Gebäude mit Feuerstätte wird eine neue Abluftanlage geplant. Erkläre, warum Verbrennungsluftversorgung und Abgasführung fachlich geprüft werden müssen.
- Kundenberatung: Eine Kundin versteht den Unterschied zwischen Raumheizung und Trinkwarmwasser nicht. Entwickle eine anschauliche Erklärung anhand zweier getrennter Fließwege.
- Dokumentation: Bewerte einen Kundendienstbericht, der lediglich „Heizung defekt – repariert“ enthält. Ergänze die Informationen, die für nachvollziehbare Fehlerdiagnose, Freigabe und Übergabe benötigt werden.
Bewertung: Nicht die Menge genannter Fachbegriffe entscheidet, sondern die nachvollziehbare Begründung, das Berücksichtigen von Betriebsgrenzen und der sichere Transfer auf neue Situationen.
Lernnachweis
Dein Lernnachweis besteht aus einem kleinen digitalen oder gedruckten Kundendienst-Portfolio.
- Ein beschriftetes, technisch richtiges Anlagenschema.
- Ein Gebäudemodell mit zugeordneten Beschwerden.
- Ein systematischer Diagnoseablauf mit getrennten Beobachtungen und Hypothesen.
- Eine Bewertung der Energie- und Trinkwasserhygienefragen.
- Eine begründete Sicherheitsentscheidung für Gas, Wasserstoff, Verbrennung und Abgas.
- Eine verständliche schriftliche oder aufgezeichnete Kundeneinweisung.
- Ein Protokoll der Kundenrückerklärung und der noch offenen Fachprüfungen.
- Ein Quellen- und Freigabenverzeichnis mit Prüfdatum.
Bestehensanforderung: Sicherheitskritische Maßnahmen dürfen nicht als Nutzerhandlungen dargestellt werden. Hygienische Betriebsanforderungen müssen erkannt und fachliche Zuständigkeiten korrekt zugeordnet sein.
OERs zum Thema
Wikipedia-Grundlagen
Hinweis: Wikipedia dient zur begrifflichen Vertiefung, nicht als alleinige Grundlage für sicherheitskritische Arbeiten oder aktuelle rechtliche Entscheidungen.
Geprüfte Fachquellen
- SHK-Ausbildungsverordnung § 12 – Kundenauftrag, Fehlerdiagnose und Dokumentation.
- Verbraucherzentrale – Heizungsoptimierung und Energieeinsparung.
- Verbraucherzentrale – Wärmepumpengrundlagen.
- Umweltbundesamt – Warmwasser und Hygiene.
- DVGW – Legionellen und technische Regeln.
- Trinkwasserverordnung – Untersuchungspflichten und Maßnahmen.
- DVGW – Verhalten bei Gasgeruch.
- DVGW – Gasinstallation, Wasserstoff und TRGI.
- Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks – Abgaswege, CO und Prüfung.
- AVBWasserV § 12 – Zuständigkeit für Trinkwasserinstallationen.
- NAV § 13 – Zuständigkeit für elektrische Anlagen.
Aktualitätshinweis: Der DVGW veröffentlichte im Mai 2026 einen überarbeiteten Entwurf zu W 551-1. Ein Entwurf darf nicht ohne Weiteres als geltende Regel angewendet werden. Vor praktischen Arbeiten sind der aktuelle Regelwerksstand, rechtliche Anforderungen, Herstellerunterlagen und notwendige Fachfreigaben zu prüfen.
Mediennachweise und Nutzungsrechte
Alle nachfolgenden Bilddateien wurden auf Wikimedia Commons mit Dateiseite und Lizenzangabe geprüft.
- Wärmepumpenschema – MikeRun, CC BY-SA 4.0.
- Heizkreisschema – -donald- und MatthiasDD, CC BY-SA 3.0.
- Thermostatventil – Santeri Viinamäki, CC BY-SA 4.0.
- Heizkurvengrafik – iggy-x, CC BY-SA 3.0 und GFDL.
- Warmwasserschema – Slashme und Cristianrodenas, CC BY-SA 3.0.
- Legionellenaufnahme – CDC, gemeinfrei.
- CO-Warnmelder – Santeri Viinamäki, CC BY-SA 4.0.
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