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Rocca verändert die Welt

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Rocca verändert die Welt




Rocca verändert die Welt

Rocca verändert die Welt ist ein deutscher Kinderfilm aus dem Jahr 2019. Im Mittelpunkt steht die elfjährige Rocca, die mutig, neugierig und ungewöhnlich selbstständig ist. Sie kommt nach Hamburg, besucht zum ersten Mal eine gewöhnliche Schule und merkt schnell: Nicht alle Menschen werden fair behandelt. Rocca schaut nicht weg. Sie mischt sich ein, stellt Fragen, findet Freunde und versucht, ihre Umgebung besser zu machen.

Dieser aiMOOC ist sprachlich und methodisch für Kinder ab 6 Jahren gestaltet. Der Film ist von der FSK ab 0 Jahren freigegeben. Einige Themen – zum Beispiel Mobbing, Obdachlosigkeit, der Tod von Roccas Mutter, Streit in der Familie und das Alleinsein – können trotzdem Fragen auslösen. Gerade jüngere Kinder sollten den Film deshalb möglichst gemeinsam mit Erwachsenen ansehen und besprechen.

Auf dem frei lizenzierten Foto von Wikimedia Commons ist ein Teil des Filmteams beim Deutschen Filmpreis 2019 zu sehen: Regisseurin Katja Benrath, Produzentin Steffi Ackermann, Hauptdarstellerin Luna Marie Maxeiner und Produzent Tobias Rosen.


Film auf einen Blick

  1. Rocca verändert die Welt: deutscher Kinder- und Familienfilm aus dem Jahr 2019
  2. Katja Benrath: Regie
  3. Hilly Martinek: Drehbuch
  4. Luna Marie Maxeiner: spielt Rocca
  5. Filmlänge: ungefähr 101 Minuten
  6. FSK: freigegeben ab 0 Jahren
  7. Deutscher Filmpreis: 2019 als Bester Kinderfilm ausgezeichnet
  8. Hamburg: wichtiger Schauplatz und Drehort
  9. Zentrale Themen: Zivilcourage, Freundschaft, Mobbing, Vorurteile, Obdachlosigkeit, Schule, Verantwortung, Familie und Mitbestimmung

Hier kannst Du den offiziellen Trailer ansehen:


Worum geht es?

Achtung: Dieser Abschnitt verrät wichtige Teile der Handlung.

Roccas Vater ist Astronaut und arbeitet während der Filmhandlung auf der Internationalen Raumstation ISS. Deshalb soll Rocca in Hamburg bei ihrer Großmutter Dodo leben. Rocca ist vieles gewohnt, was andere Kinder ungewöhnlich finden. Sie weiß viel über Technik, ist sehr selbstständig und lässt sich nicht leicht einschüchtern.

Als ihre Großmutter ins Krankenhaus kommt, lebt Rocca zeitweise ohne erwachsene Bezugsperson im Haus. Erwachsene aus Schule und Jugendamt machen sich deshalb Sorgen. Rocca dagegen möchte beweisen, dass sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen kann.

In ihrer neuen Schule beobachtet Rocca, dass Kinder ausgegrenzt und gemobbt werden. Statt wegzusehen, mischt sie sich ein. Sie fragt, warum Menschen andere schlecht behandeln und warum Erwachsene manche Probleme einfach hinnehmen. Gleichzeitig freundet sie sich mit einem obdachlosen Mann an. Rocca begegnet ihm nicht zuerst als „Obdachlosem“, sondern als Menschen.

So entstehen immer neue Fragen: Muss man Regeln immer befolgen? Wann sollte man sich einmischen? Wie kann man helfen? Darf man über andere urteilen, bevor man sie kennt? Was können Kinder verändern? Und wann brauchen auch mutige Kinder Unterstützung von Erwachsenen?


Rocca als Hauptfigur

Rocca ist keine gewöhnliche Filmheldin. Sie handelt schnell, denkt ungewöhnlich und lässt sich von der Meinung anderer nicht leicht aufhalten. Manche ihrer Fähigkeiten sind bewusst übertrieben. Gleich zu Beginn wird deutlich, dass der Film keine ganz realistische Alltagsgeschichte erzählt.

Luna Marie Maxeiner spielt Rocca. Für die Filmanalyse ist wichtig, zwischen der Figur Rocca und der Schauspielerin zu unterscheiden: Eine Filmfigur ist erfunden, auch wenn sie von einem echten Menschen gespielt wird.

Rocca besitzt Eigenschaften, die für die Geschichte besonders wichtig sind: Sie ist mutig, erfinderisch, direkt, neugierig und gerechtigkeitsliebend. Gleichzeitig ist nicht alles, was Rocca tut, eine gute Anleitung für das echte Leben. Gerade Kinder müssen gefährliche Situationen nicht allein lösen. Wirkliche Stärke kann auch bedeuten, Hilfe zu holen.


Familie, Nähe und Verantwortung

Roccas Mutter ist gestorben. Ihr Vater ist während der Handlung weit weg im All. Ihre Großmutter Dodo hat zunächst Schwierigkeiten, Rocca nahe zu sein. Dadurch erlebt Rocca eine besondere Form von Selbstständigkeit.

Der Film stellt damit eine wichtige Frage: Was bedeutet Verantwortung? Verantwortung heißt nicht nur, etwas allein zu schaffen. Verantwortung bedeutet auch, die Folgen des eigenen Handelns zu bedenken, für andere da zu sein und rechtzeitig Unterstützung zu suchen.

Kinder haben ein Recht darauf, geschützt und versorgt zu werden. Erwachsene tragen für Kinder deshalb eine besondere Verantwortung. Roccas Selbstständigkeit ist spannend für die Filmgeschichte, aber im echten Leben müssen Kinder nicht beweisen, dass sie ohne Hilfe auskommen.


Hamburg und der Blick aus dem Weltall

Hamburg ist mehr als nur eine Kulisse. Rocca bewegt sich durch eine große Stadt, in der sehr unterschiedliche Menschen nebeneinander leben. Der Film zeigt, dass man Probleme manchmal erst bemerkt, wenn man aufmerksam hinsieht.

Der Jungfernstieg gehört zu den bekannten Orten Hamburgs und war auch einer der Drehorte des Films.

Roccas Vater arbeitet im Film auf der ISS. Der Blick aus dem Weltraum passt gut zu einer Idee des Films: Von weit oben wirkt die Erde wie ein gemeinsamer Ort. Im Alltag begegnen sich Menschen aber oft mit Grenzen, Vorurteilen und Ungleichheit.


Zivilcourage: Hinsehen und helfen

Zivilcourage bedeutet, sich für andere Menschen einzusetzen, wenn etwas unfair, gefährlich oder verletzend ist. Rocca zeigt Zivilcourage, weil sie nicht einfach zusieht, wenn andere ausgegrenzt oder schlecht behandelt werden.

Aber Zivilcourage bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen. Besonders für Kinder gilt:

  1. Hinschauen: Erkenne, dass etwas nicht in Ordnung ist.
  2. Hilfe holen: Wende Dich an Eltern, Lehrkräfte oder andere vertrauenswürdige Erwachsene.
  3. Gemeinsam handeln: Suche Verbündete, statt gefährliche Situationen allein lösen zu wollen.
  4. Notruf: Bei einer akuten Gefahr können Erwachsene oder ältere Kinder in Deutschland die Polizei unter 110 oder den Rettungsdienst unter 112 rufen.
  5. Betroffene unterstützen: Du kannst zuhören, dabeibleiben und zeigen: „Du bist nicht allein.“

Rocca erinnert uns daran, nicht wegzuschauen. Gleichzeitig zeigt die Beschäftigung mit dem Film, dass Mut und Sicherheit zusammengehören.


Obdachlosigkeit: Der Mensch ist mehr als seine Wohnsituation

Ein wichtiges Thema des Films ist Obdachlosigkeit. Wer obdachlos ist, hat keinen eigenen sicheren Wohnraum, in dem er dauerhaft leben kann. Der weitere Begriff Wohnungslosigkeit umfasst auch Menschen, die zum Beispiel vorübergehend bei Bekannten, in Unterkünften oder anderen Notlösungen leben.

Für Kinder ist vor allem eine Botschaft wichtig: Ein Mensch bleibt ein Mensch – unabhängig davon, ob er viel Geld, wenig Geld oder keine Wohnung hat.

Rocca begegnet ihrem obdachlosen Freund neugierig und ohne ihn von vornherein abzuwerten. Damit stellt der Film Vorurteile infrage. Gleichzeitig ist die Wirklichkeit komplizierter als ein Film. Menschen können aus vielen unterschiedlichen Gründen ihre Wohnung verlieren. Eine einzelne Person kann solche Probleme nicht allein lösen. Dafür braucht es auch Beratungsstellen, soziale Hilfen, Wohnraum und Unterstützung durch die Gesellschaft.

Auch beim Helfen gilt für Kinder: Sei freundlich und respektvoll, aber begib Dich nicht allein in unsichere Situationen. Wenn jemand dringend Hilfe braucht, sprich mit einer erwachsenen Vertrauensperson.


Helfen als Gemeinschaft

Rocca möchte nicht nur einem einzelnen Menschen helfen. Sie versucht, andere zum Mitmachen zu bewegen. Das ist ein wichtiger Unterschied zwischen einem spontanen guten Gefühl und nachhaltigem Handeln: Wenn viele Menschen zusammenarbeiten, kann Unterstützung verlässlicher werden.

Die Hamburger Tafel ist ein Beispiel für organisierte Lebensmittelhilfe. Sie ist nicht dasselbe wie Obdachlosenhilfe, zeigt aber, dass gesellschaftliche Unterstützung oft von vielen Menschen gemeinsam getragen wird.

Du kannst Dich fragen: Welche Hilfsangebote gibt es in Deiner Stadt oder Gemeinde? Wer organisiert sie? Welche Aufgaben dürfen Kinder übernehmen und welche gehören in die Hände von Erwachsenen und Fachleuten?


Freundschaft: füreinander da sein

Freundschaft entsteht im Film nicht dadurch, dass alle gleich sind. Rocca trifft Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Meinungen. Entscheidend ist, ob sie einander ernst nehmen, zuhören und füreinander einstehen.

Freundschaft kann bedeuten:

  1. jemanden nicht auszulachen
  2. zuzuhören, wenn jemand traurig ist
  3. Fehler zuzugeben
  4. gemeinsam nach einer Lösung zu suchen
  5. einander Grenzen zuzugestehen
  6. sich gegen Ausgrenzung zu stellen

Kinder sprechen selbst darüber, was Freundschaft für sie bedeutet:

Ein weiterer kindgerechter Blick auf Freundschaft:


Schule: Mehr als Rechnen und Schreiben

Rocca geht zum ersten Mal auf eine gewöhnliche Schule. Dort erlebt sie Unterricht, Regeln, Freundschaft, Streit und Mobbing. Der Film fragt damit indirekt: Was sollte man in der Schule eigentlich lernen?

Natürlich gehören Lesen, Schreiben, Rechnen, Naturwissenschaften und viele andere Fächer dazu. Aber Schule ist auch ein sozialer Ort. Kinder lernen dort, gemeinsam Entscheidungen zu treffen, Unterschiede auszuhalten, Konflikte zu lösen und Verantwortung zu übernehmen.

Rocca stellt Regeln infrage. Das kann wichtig sein, denn Regeln sind nicht automatisch gerecht. Trotzdem bedeutet Mitbestimmung nicht, dass jeder immer nur das tut, was er selbst möchte. Gute Regeln sollen Sicherheit, Fairness und gemeinsames Lernen ermöglichen.

Ein kindgerechter Film über Streit und Konfliktlösung:


Mobbing und Ausgrenzung

Mobbing ist mehr als ein einzelner Streit. Von Mobbing spricht man, wenn eine Person wiederholt und über längere Zeit absichtlich verletzt, beleidigt, ausgeschlossen oder fertiggemacht wird und sich nur schwer allein dagegen wehren kann.

Rocca erlebt in ihrer Klasse, dass nicht alle Kinder gleich behandelt werden. Sie akzeptiert die Ausgrenzung nicht. Damit macht der Film deutlich: Wer zuschaut, ist Teil einer Situation und kann entscheiden, ob er schweigt oder Unterstützung holt.

Wenn Du Mobbing beobachtest oder selbst erlebst, musst Du das nicht allein lösen. Sprich mit einer Lehrkraft, Deinen Eltern, der Schulsozialarbeit oder einer anderen Vertrauensperson. Hilfe holen ist kein Petzen, wenn jemand geschützt werden muss.


Vorurteile: Vorsicht vor Schubladen im Kopf

Ein Vorurteil ist eine Meinung über einen Menschen oder eine Gruppe, die schon feststeht, bevor man genug über die Person weiß. Vorurteile können dazu führen, dass Menschen unfair behandelt werden.

Im Film begegnen uns unterschiedliche Formen solcher „Schubladen“:

  1. Ein obdachloser Mensch kann vorschnell nur über seine Wohnsituation beurteilt werden.
  2. Rocca wird wegen ihrer ungewöhnlichen Art nicht immer sofort verstanden.
  3. Kinder können in einer Klasse Rollen bekommen, aus denen sie nur schwer wieder herauskommen.
  4. Erwachsene können Kinder unterschätzen, weil sie jung sind.
  5. Kinder können Erwachsene vorschnell für unfähig oder ungerecht halten.

Rocca reagiert häufig mit Neugier. Eine gute Gegenfrage zu Vorurteilen lautet deshalb: „Woher weiß ich das eigentlich?“


Verantwortung: Was kann ich selbst tun?

Rocca handelt gern sofort. Für das echte Leben hilft eine kleine Verantwortungstreppe:

  1. Bemerken: Was ist das Problem?
  2. Nachdenken: Was könnte passieren, wenn ich etwas tue?
  3. Fragen: Wen betrifft meine Entscheidung?
  4. Hilfe holen: Brauche ich Erwachsene oder Fachleute?
  5. Handeln: Was kann ich sicher und sinnvoll beitragen?
  6. Prüfen: Hat meine Handlung geholfen oder braucht es eine andere Lösung?

Verantwortung ist also nicht dasselbe wie Alleinmachen.


Wie Einzelne ihre Umgebung verbessern können

Der Filmtitel behauptet nicht, dass ein Kind allein alle Probleme der Welt lösen kann. Spannender ist eine kleinere Frage: Kann eine Person einen Anfang machen?

Ja. Eine einzelne Person kann aufmerksam werden, eine Frage stellen, jemanden ansprechen, Hilfe holen, eine Idee entwickeln oder andere zum Mitmachen bewegen. Dadurch kann eine Kette von Handlungen entstehen.

Ein „Rocca-Moment“ im Alltag könnte zum Beispiel sein:

  1. Ein neues Kind steht allein auf dem Schulhof und Du lädst es zum Spielen ein.
  2. Jemand wird ausgelacht und Du holst Unterstützung.
  3. In der Klasse wird zu viel Papier verschwendet und Du schlägst eine bessere Lösung vor.
  4. Ein Mitschüler versteht eine Aufgabe nicht und Du erklärst sie freundlich.
  5. Auf dem Schulweg liegt Müll und Du planst mit Erwachsenen eine Aufräumaktion.
  6. In der Klasse entscheiden immer dieselben Kinder und Du schlägst einen Klassenrat vor.

Weltverbesserung beginnt oft klein. Entscheidend ist, dass eine gute Absicht auch zu einer sicheren, fairen und durchdachten Handlung wird.


Kinderrechte und Mitbestimmung

Der Film passt gut zum Thema Kinderrechte. Kinder haben unter anderem das Recht auf Schutz, Bildung und darauf, dass ihre Meinung in Angelegenheiten, die sie betreffen, angemessen berücksichtigt wird.

Das bedeutet nicht, dass Kinder jede Entscheidung allein treffen müssen. Es bedeutet, dass Erwachsene ihnen zuhören und ihr Wohl schützen sollen. Gerade Roccas Konflikt mit Schule und Jugendamt eignet sich deshalb für die Frage: Wie können Erwachsene Kinder schützen und gleichzeitig ernst nehmen?


Rocca und Pippi Langstrumpf

Rocca erinnert in mehreren Punkten an Pippi Langstrumpf. Beide Figuren sind ungewöhnlich selbstständig, mutig, erfinderisch und wenig beeindruckt von starren Erwartungen der Erwachsenenwelt. Beide leben zeitweise ohne ihre Eltern im Alltag und stellen Regeln infrage.

Trotzdem ist Rocca keine bloße Kopie. Ihre Geschichte spielt in einer modernen Großstadt und verbindet ihre Abenteuer mit Themen wie Mobbing, sozialen Medien, Obdachlosigkeit, Schule und Kinderrechten.

Für eine Filmanalyse kannst Du fragen: Welche Eigenschaften einer übertrieben starken Kinderfigur machen Spaß? Welche Handlungen wären im echten Leben zu gefährlich? Warum erzählen Kinderfilme manchmal Geschichten, die bewusst unrealistisch sind?


Film und Wirklichkeit unterscheiden

Ein Spielfilm darf übertreiben. Roccas außergewöhnliche Fähigkeiten machen sie zur Heldin einer fantasievollen Geschichte. Doch nicht alles, was im Film funktioniert, wäre im echten Leben möglich oder erlaubt.

Beim Anschauen kannst Du deshalb zwei Fragen nebeneinander stellen:

  1. Was will die Szene erzählen?
  2. Was wäre im echten Leben eine sichere Lösung?

So lernst Du Medienkompetenz: Du lässt Dich auf eine Geschichte ein und denkst trotzdem kritisch über sie nach.


Filmsprache: Wie erzählt der Film?

Ein Film erzählt nicht nur mit Worten. Auch Bilder, Geräusche, Musik, Schnitt, Kostüme, Orte und Schauspiel beeinflussen, wie wir eine Figur wahrnehmen.

Achte beim nächsten Anschauen auf folgende Dinge:

  1. Wie wird Rocca gezeigt, wenn sie mutig handelt?
  2. Wann wirkt eine Szene lustig, obwohl ein ernstes Thema dahintersteckt?
  3. Welche Orte in Hamburg wirken freundlich, hektisch oder einsam?
  4. Wie verändert Musik Deine Gefühle?
  5. Wann sehen wir eine Situation aus Roccas Blickwinkel?
  6. Welche Szenen wirken bewusst übertrieben?
  7. Wann wird aus einem Problem eine gemeinsame Aufgabe?

Hier kannst Du die ersten Minuten des Films in einem offiziellen Warner-Bros.-Ausschnitt beobachten und auf solche Gestaltungsmittel achten:


Denkwerkzeug: Die Rocca-Fragen

Wenn Du in Deiner Umgebung etwas verändern möchtest, helfen fünf Fragen:

  1. Was sehe ich? Beschreibe die Situation, ohne sofort zu urteilen.
  2. Wem geht es damit gut oder schlecht? Versuche verschiedene Sichtweisen zu verstehen.
  3. Was wäre fair? Überlege, welche Lösung möglichst viele Menschen respektiert.
  4. Wer kann helfen? Suche Verbündete und Erwachsene, wenn es nötig ist.
  5. Was ist ein kleiner erster Schritt? Beginne mit etwas, das wirklich machbar ist.


Gesprächsimpulse nach dem Film

Diese Fragen haben nicht immer nur eine richtige Antwort:

  1. Wann ist Rocca besonders mutig?
  2. Wann handelt sie vielleicht zu riskant?
  3. Welche Figur verändert ihre Meinung im Verlauf der Geschichte?
  4. Was unterscheidet Helfen von Bevormunden?
  5. Warum können Vorurteile verletzen?
  6. Was braucht eine gute Freundschaft?
  7. Welche Aufgaben sollte ein Kind selbst übernehmen?
  8. Welche Verantwortung haben Erwachsene?
  9. Was könnte Deine Schule gerechter machen?
  10. Welche kleine Veränderung könntest Du heute anstoßen?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wie heißt die Hauptfigur des Films? (Rocca) (!Dodo) (!Lila) (!Frau Hartholz)




Wo arbeitet Roccas Vater während der Filmhandlung? (Auf der Internationalen Raumstation) (!Auf einem Kreuzfahrtschiff) (!In einem Krankenhaus) (!In einem Zoo)




Was bedeutet Zivilcourage am besten? (Sich für andere einsetzen und dabei sicher handeln) (!Immer allein in gefährliche Situationen gehen) (!Bei Ungerechtigkeit wegsehen) (!Nur helfen wenn man dafür belohnt wird)




Was ist für Kinder bei einer gefährlichen Situation besonders wichtig? (Hilfe bei Erwachsenen oder dem Notruf holen) (!Den gefährlichen Menschen allein verfolgen) (!Sich selbst in Gefahr bringen) (!Niemandem davon erzählen)




Was ist ein Vorurteil? (Eine vorschnelle Meinung ohne genug Wissen) (!Eine gründlich geprüfte Beobachtung) (!Eine mathematische Rechnung) (!Eine gemeinsam beschlossene Klassenregel)




Was gehört zu einer guten Freundschaft? (Zuhören und füreinander da sein) (!Andere absichtlich ausschließen) (!Geheimnisse weitererzählen um zu ärgern) (!Immer alles bestimmen)




Was zeigt der Film über Verantwortung? (Verantwortung kann auch bedeuten Hilfe zu holen) (!Verantwortung bedeutet immer alles allein zu machen) (!Kinder müssen alle Probleme der Erwachsenen lösen) (!Folgen einer Handlung sind unwichtig)




Wie sollte man einem obdachlosen Menschen begegnen? (Mit Respekt wie jedem anderen Menschen) (!Mit Spott) (!Mit Angst ohne Grund) (!Als wäre die Person unsichtbar)




Welche Aussage passt zur Botschaft des Filmtitels? (Auch kleine Handlungen können Veränderungen anstoßen) (!Nur berühmte Menschen können etwas verbessern) (!Kinder dürfen niemals Ideen haben) (!Probleme lösen sich immer von selbst)




Welche Auszeichnung erhielt der Film beim Deutschen Filmpreis 2019? (Bester Kinderfilm) (!Bester Dokumentarfilm) (!Bester Animationsfilm) (!Bester Kurzfilm)





Memory

Zivilcourage mutig und sicher für andere eintreten
Vorurteil vorschnell über jemanden urteilen
Freundschaft einander vertrauen und unterstützen
Obdachlosigkeit ohne eigenen sicheren Wohnraum leben
Verantwortung Folgen bedenken und Aufgaben übernehmen
Mobbing wiederholtes absichtliches Fertigmachen
Rocca mutige Hauptfigur des Films
ISS Arbeitsplatz von Roccas Vater im All





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Hilfe holen Zivilcourage
Zuhören und unterstützen Freundschaft
Eigene Schubladen prüfen Vorurteile
Folgen bedenken Verantwortung
Erwachsene einschalten Mobbing
Menschenwürde achten Obdachlosigkeit






Kreuzworträtsel

Rocca Wie heißt die mutige Hauptfigur des Films?
Hamburg In welcher Stadt spielt ein großer Teil der Handlung?
Courage Welches Wort steckt im Begriff Zivilcourage?
Freundschaft Wie heißt eine Beziehung in der Menschen einander vertrauen und unterstützen?
Vorurteil Wie nennt man eine vorschnelle Meinung über andere?
Verantwortung Wie heißt es wenn man Folgen bedenkt und Aufgaben zuverlässig übernimmt?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Rocca ist die

des Films.
Ihr Vater arbeitet während der Handlung auf der

.
Ein wichtiger Schauplatz des Films ist die Stadt

.
Wer sich mutig und sicher für andere einsetzt zeigt

.
Eine vorschnelle Meinung über einen Menschen nennt man

.
Wiederholtes absichtliches Fertigmachen kann

sein.
Wer anderen zuhört und sie unterstützt kann

zeigen.
Menschen ohne eigenen sicheren Wohnraum können von

betroffen sein.
Gute Hilfe bedeutet auch die eigene

zu beachten.
Wer die Folgen des eigenen Handelns bedenkt übernimmt

.
Rocca zeigt dass auch ein kleiner erster Schritt eine

anstoßen kann.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Mut-Momente: Male ein Bild von einer Situation, in der ein Kind jemandem sicher hilft.
  2. Freundschaft: Gestalte eine Freundschaftssonne. Schreibe oder male in jeden Sonnenstrahl etwas, das gute Freunde füreinander tun.
  3. Vorurteile: Zeichne zwei „Schubladen im Kopf“ und zeige, wie man sie öffnen kann, indem man Fragen stellt und einen Menschen kennenlernt.
  4. Meine Rocca-Idee: Finde eine kleine Sache in Deiner Klasse, die Du freundlicher oder gerechter machen möchtest.


Standard

  1. Zivilcourage: Entwickle mit einem Partner ein kurzes Rollenspiel. Eine Person wird ausgeschlossen, eine andere beobachtet es. Zeigt eine sichere Möglichkeit, Hilfe zu holen.
  2. Obdachlosigkeit: Sammelt mit einer erwachsenen Begleitperson Informationen darüber, welche Hilfsangebote es in Eurer Stadt für Menschen ohne Wohnung gibt. Achtet auf respektvolle Sprache.
  3. Schule: Plant eine Klassenregel, die Ausgrenzung verhindern soll. Begründet, warum die Regel fair ist und wie sie eingehalten werden kann.
  4. Filmanalyse: Wählt eine Szene aus dem Film. Beschreibt, was passiert, welche Gefühle die Szene auslöst und wodurch der Film diese Gefühle erzeugt.


Schwer

  1. Verantwortung: Untersucht eine Entscheidung Roccas. Erstellt ein Plakat mit den Fragen: Was wollte sie erreichen? Wer war betroffen? Was war mutig? Was war riskant? Welche Alternative gäbe es im echten Leben?
  2. Kinderrechte: Vergleicht Roccas Wunsch nach Selbstbestimmung mit dem Recht von Kindern auf Schutz. Entwickelt eine Lösung, die beide Seiten berücksichtigt.
  3. Projektlernen: Plant ein kleines Weltverbesserer-Projekt für Schule oder Nachbarschaft. Legt Ziel, Beteiligte, Aufgaben, Sicherheitsregeln und einen realistischen ersten Schritt fest.
  4. Interview: Interviewt mit Erlaubnis eine Lehrkraft, Schulsozialarbeiterin, einen Schulsozialarbeiter oder eine Person aus einem Hilfsprojekt. Fragt, wie Kinder helfen können, ohne Aufgaben von Fachleuten übernehmen zu müssen.




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Lernkontrolle

  1. Zivilcourage und Sicherheit: Ein Kind wird auf dem Schulhof von mehreren anderen ausgelacht. Erkläre zwei Möglichkeiten zu helfen, ohne Dich selbst in Gefahr zu bringen, und begründe Deine Wahl.
  2. Vorurteile überprüfen: Erfinde ein Beispiel, in dem jemand vorschnell beurteilt wird. Zeige anschließend, welche neuen Informationen das Urteil verändern könnten.
  3. Verantwortung abwägen: Rocca löst viele Probleme sehr selbstständig. Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wann Selbstständigkeit gut ist und wann ein Kind Hilfe von Erwachsenen braucht.
  4. Obdachlosigkeit und Menschenwürde: Erkläre, warum freundliche persönliche Hilfe wichtig sein kann, aber gesellschaftliche Probleme trotzdem gemeinsame und professionelle Lösungen brauchen.
  5. Schule gestalten: Entwickle eine Veränderung für Deine Schule, die mehr Fairness oder Zusammenhalt schaffen könnte. Beschreibe, wer beteiligt werden müsste.
  6. Film und Wirklichkeit: Wähle eine übertriebene oder unrealistische Handlung Roccas. Erkläre, warum sie in einem Film funktionieren kann und welche sichere Lösung es im echten Leben gäbe.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu Rocca verändert die Welt ist wichtig, dass Du nicht nur Fakten über den Film kennst, sondern Zusammenhänge erklären und auf neue Situationen übertragen kannst.

  1. Filmverständnis: Du kannst die wichtigsten Figuren, Konflikte und Themen des Films beschreiben.
  2. Zivilcourage: Du kannst erklären, wie man anderen helfen kann, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
  3. Obdachlosigkeit: Du kannst respektvoll erklären, was Obdachlosigkeit bedeutet und warum Betroffene nicht auf dieses Merkmal reduziert werden dürfen.
  4. Freundschaft: Du kannst Merkmale einer unterstützenden Freundschaft nennen und auf Alltagssituationen anwenden.
  5. Mobbing: Du kannst Mobbing von einem einzelnen Streit unterscheiden und weißt, dass Betroffene Unterstützung brauchen.
  6. Vorurteile: Du kannst erklären, wie Vorurteile entstehen und wie man eigene vorschnelle Urteile überprüfen kann.
  7. Verantwortung: Du kannst zwischen Selbstständigkeit, Verantwortung und riskantem Alleinhandeln unterscheiden.
  8. Kinderrechte: Du kannst das Spannungsfeld zwischen Mitbestimmung und Schutz an Roccas Situation erklären.
  9. Filmanalyse: Du kannst zwischen Filmhandlung und Wirklichkeit unterscheiden und einfache Mittel der Filmsprache untersuchen.
  10. Transfer: Du kannst eine eigene kleine, sichere und realistische Idee entwickeln, wie Du Deine Umgebung verbessern kannst.




OERs zum Thema

Der Wikipedia-Artikel bietet weitere Informationen zum Film:


Weitere freie Medien

Auf Wikimedia Commons gibt es eine eigene Kategorie mit frei lizenzierten Fotos zum Film. Für diesen aiMOOC wurden außerdem freie Medien zu Hamburg, zur ISS, zu Zivilcourage und zu gesellschaftlicher Hilfe verwendet.


Verknüpfte Lernbereiche


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