Rentenversicherung - Gemeinschaftskunde


Rentenversicherung - Gemeinschaftskunde
Rentenversicherung - Gemeinschaftskunde

Einleitung
Die gesetzliche Rentenversicherung ist ein wichtiger Teil des deutschen Sozialstaats. Sie soll Menschen vor allem im Alter, bei dauerhafter Einschränkung ihrer Erwerbsfähigkeit und nach dem Tod eines versicherten Familienmitglieds finanziell absichern. Die gesetzliche Grundlage ist vor allem das Sozialgesetzbuch VI.
Für Dich ist das Thema schon vor dem Rentenalter wichtig: Mit einer Ausbildung oder einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zahlst Du in der Regel Beiträge. Gleichzeitig entscheidest Du als Bürgerin oder Bürger bei Wahlen indirekt über die zukünftige Rentenpolitik mit.
Die gesetzliche Rente ist kein persönliches Sparkonto. Die heutigen Beiträge werden größtenteils genutzt, um die heutigen Renten zu bezahlen. Dieses System heißt Umlageverfahren.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du:
- Grundidee: erklären, welche Aufgaben die gesetzliche Rentenversicherung erfüllt.
- Finanzierung: das Umlageverfahren und den Generationenvertrag beschreiben.
- Berechnung: die wichtigsten Bestandteile der Rentenformel benennen.
- Herausforderungen: Folgen des demografischen Wandels beurteilen.
- Politik: Reformvorschläge vergleichen und Zielkonflikte erkennen.
- Mitbestimmung: die Bedeutung der sozialen Selbstverwaltung erklären.
Die Rentenversicherung im Sozialstaat
Die Bundesrepublik Deutschland ist nach dem Grundgesetz ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. Der Staat soll soziale Risiken nicht vollständig dem Einzelnen überlassen. Deshalb gibt es die gesetzliche Sozialversicherung.
Zu ihren fünf klassischen Zweigen gehören Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Unfallversicherung, Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung.
Die Rentenversicherung wird von der Deutschen Rentenversicherung getragen. Sie besteht aus regionalen und bundesweiten Trägern. Diese sind Körperschaften des öffentlichen Rechts mit sozialer Selbstverwaltung.

Soziale Selbstverwaltung
Bei der sozialen Selbstverwaltung wirken Vertreterinnen und Vertreter der Versicherten sowie der Arbeitgeber mit. Sie werden im Rahmen der Sozialwahl bestimmt. Dadurch gibt es neben der staatlichen Gesetzgebung eine Form demokratischer Mitbestimmung innerhalb der Sozialversicherung.
Die Selbstverwaltung entscheidet beispielsweise über Haushalte, Organisation, Rehabilitation und Widerspruchsausschüsse. Der Gesetzgeber setzt jedoch den rechtlichen Rahmen.

Die Karte zeigt eine historische Übersicht der Regionalträger. Zuständigkeiten können sich verändern.
Warum ist die Rentenversicherung ein Thema der Gemeinschaftskunde?
Rentenpolitik betrifft unterschiedliche Interessen:
- Beschäftigte: möchten bezahlbare Beiträge und eine verlässliche spätere Rente.
- Rentenbeziehende: benötigen eine ausreichende Absicherung.
- Arbeitgeber: tragen einen Teil der Beiträge und achten auf Lohnnebenkosten.
- Staat: beteiligt sich mit Steuermitteln und gestaltet die Regeln.
- Jüngere Generationen: fragen nach langfristiger Verlässlichkeit und Generationengerechtigkeit.
Politische Entscheidungen müssen diese Interessen miteinander ausgleichen.
Historische Entwicklung
Die gesetzliche Invaliditäts- und Altersversicherung wurde im Deutschen Reich im Jahr 1889 eingeführt. Sie gehörte zu den Sozialgesetzen der Zeit des Reichskanzlers Otto von Bismarck. Beschäftigte und Arbeitgeber beteiligten sich an der Finanzierung, zusätzlich gab es einen staatlichen Zuschuss.

Im Jahr 1957 wurde die Rentenversicherung in der Bundesrepublik grundlegend reformiert. Die Renten wurden stärker an die Lohnentwicklung gekoppelt, und das Umlageverfahren wurde zum Kern der Finanzierung.
Seitdem wurde das System häufig verändert. Gründe waren unter anderem steigende Lebenserwartung, wirtschaftliche Veränderungen, deutsche Einheit, neue Familienformen und der demografische Wandel.

Finanzierung durch das Umlageverfahren
Beim Umlageverfahren werden die laufenden Einnahmen der Rentenversicherung vor allem für die laufenden Rentenzahlungen verwendet.
Beschäftigte und Arbeitgeber → Beiträge → Rentenversicherung → laufende Renten
Im Jahr 2026 beträgt der Beitragssatz der allgemeinen gesetzlichen Rentenversicherung 18,6 Prozent des beitragspflichtigen Bruttoeinkommens. Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen grundsätzlich jeweils 9,3 Prozent. Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze wird nicht zusätzlich verbeitragt.
Zusätzlich zahlt der Bund Zuschüsse aus Steuermitteln. Damit beteiligt sich auch die Allgemeinheit an der Finanzierung.
Der Generationenvertrag
Der Generationenvertrag ist kein unterschriebener Vertrag. Er beschreibt ein gesellschaftliches Prinzip:
Die heute Erwerbstätigen finanzieren mit ihren Beiträgen die heutigen Renten. Gleichzeitig erwerben sie Ansprüche darauf, später selbst durch die nachfolgende Generation abgesichert zu werden.
Das funktioniert besonders gut, wenn genügend Menschen beschäftigt sind, angemessene Löhne erhalten und Beiträge zahlen. Schwierigkeiten entstehen, wenn die Zahl der Rentenbeziehenden im Verhältnis zu den Beitragszahlenden deutlich steigt.

Die Bevölkerungspyramide zeigt beispielhaft die Altersstruktur Deutschlands. Für aktuelle Zahlen müssen neue Bevölkerungsdaten verwendet werden.
Umlageverfahren und Kapitaldeckung
Neben dem Umlageverfahren gibt es das Kapitaldeckungsverfahren. Dabei werden Beiträge angespart und am Kapitalmarkt angelegt, um spätere Leistungen zu finanzieren.
| Verfahren | Grundidee | Mögliche Stärke | Mögliches Risiko |
|---|---|---|---|
| Umlageverfahren | Laufende Einnahmen finanzieren laufende Renten. | Beteiligung an der aktuellen Lohnentwicklung | Abhängigkeit von Beschäftigung und Altersstruktur |
| Kapitaldeckungsverfahren | Geld wird angespart und angelegt. | Aufbau eines Kapitalstocks | Abhängigkeit von Kapitalmärkten, Inflation und Kosten |
Die gesetzliche Rentenversicherung arbeitet überwiegend im Umlageverfahren. Betriebliche und private Altersvorsorge nutzen häufig kapitalgedeckte Elemente.
Wer ist versichert?
Grundsätzlich sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland gesetzlich rentenversichert. Dazu gehören meist auch Auszubildende.
Bestimmte Gruppen von Selbstständigen sind ebenfalls pflichtversichert. Andere Selbstständige können sich unter bestimmten Voraussetzungen freiwillig versichern oder eine Pflichtversicherung beantragen.
Auch Zeiten der Kindererziehung oder der nicht erwerbsmäßigen Pflege von Angehörigen können rentenrechtlich berücksichtigt werden. Die Regeln sind unterschiedlich und sollten im Einzelfall bei der Deutschen Rentenversicherung geprüft werden.
Leistungen der Rentenversicherung
Die Rentenversicherung zahlt nicht nur Altersrenten.
- Altersrente: Sie sichert Einkommen nach dem Erwerbsleben.
- Erwerbsminderungsrente: Sie kann gezahlt werden, wenn jemand aus gesundheitlichen Gründen nur noch eingeschränkt oder nicht mehr arbeiten kann.
- Hinterbliebenenrente: Sie kann Witwen, Witwern oder Waisen zugutekommen.
- Rehabilitation: Medizinische oder berufliche Maßnahmen sollen die Erwerbsfähigkeit erhalten oder wiederherstellen.
- Teilhabe: Leistungen können die Rückkehr in das Arbeitsleben unterstützen.
- Grundrente: Ein Zuschlag kann langjährig Versicherten mit niedrigen Einkommen unter bestimmten Voraussetzungen helfen.

Wichtig: Pflegeleistungen gehören grundsätzlich zur Pflegeversicherung, nicht zur Rentenversicherung. Die Pflege eines Angehörigen kann aber unter bestimmten Voraussetzungen rentenrechtlich berücksichtigt werden.
Wie wird die Rente berechnet?
Die monatliche Bruttorente wird mit einer Rentenformel berechnet:
Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × aktueller Rentenwert × Rentenartfaktor = monatliche Bruttorente
- Entgeltpunkte: Ein Jahr mit dem Durchschnittsverdienst aller Versicherten ergibt ungefähr einen Entgeltpunkt.
- Zugangsfaktor: Er berücksichtigt, ob eine Rente regulär, früher oder später beginnt.
- Aktueller Rentenwert: Er gibt an, wie viel ein Entgeltpunkt aktuell wert ist und wird regelmäßig angepasst.
- Rentenartfaktor: Er berücksichtigt die Art der Rente.
Wer länger Beiträge zahlt und im Vergleich zum Durchschnitt mehr verdient, sammelt meist mehr Entgeltpunkte. Auch anerkannte Erziehungs- und Pflegezeiten können eine Rolle spielen.
Der ausgezahlte Nettobetrag ist niedriger als die Bruttorente, weil unter anderem Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung anfallen können.
Beispiel ohne aktuelle Eurobeträge
Eine Person hat 40 Entgeltpunkte. Sie geht regulär in Altersrente, daher beträgt der Zugangsfaktor 1. Für eine normale Altersrente beträgt auch der Rentenartfaktor 1.
Die Berechnung lautet:
40 × 1 × aktueller Rentenwert × 1
Da sich der aktuelle Rentenwert ändern kann, muss für eine genaue Berechnung immer der zum Rentenbeginn geltende Wert verwendet werden.

Die Digitale Rentenübersicht kann Informationen aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge zusammenführen. Verbindliche Auskünfte zur gesetzlichen Rente erteilt die Deutsche Rentenversicherung.
Regelaltersgrenze und früherer Rentenbeginn
Die Regelaltersgrenze wird schrittweise angehoben. Für Versicherte ab dem Geburtsjahrgang 1964 gilt grundsätzlich die Regelaltersgrenze von 67 Jahren.
Ein früherer Rentenbeginn kann bei bestimmten Rentenarten möglich sein. Dabei können dauerhafte Abschläge entstehen. Für besonders langjährig Versicherte und schwerbehinderte Menschen gelten besondere Voraussetzungen.
Die oft verwendete Bezeichnung Rente mit 63 ist deshalb ungenau: Das mögliche Eintrittsalter hängt vom Geburtsjahr, von Versicherungszeiten und von der Rentenart ab.
Demografischer Wandel
Der demografische Wandel verändert die Altersstruktur:
- Die Menschen leben im Durchschnitt länger.
- Geburtenstarke Jahrgänge erreichen das Rentenalter.
- Nachrückende Jahrgänge sind teilweise kleiner.
- Die Zahl der Beitragszahlenden hängt auch von Beschäftigung, Zuwanderung und Lohnentwicklung ab.
Für die Rentenversicherung bedeutet das: Mehr Renten können über längere Zeit gezahlt werden müssen, während sich die Zahl der Beitragszahlenden langsamer entwickelt.
Demografie ist jedoch nicht der einzige Faktor. Auch hohe Beschäftigung, gute Löhne, Produktivität und die Erwerbsbeteiligung beeinflussen die Einnahmen.
Rentenniveau und Altersarmut
Das Rentenniveau beschreibt ein Verhältnis zwischen einer standardisierten Rente und dem Durchschnittsentgelt. Es bedeutet nicht, dass jede Person einen bestimmten Prozentsatz ihres letzten Gehalts als Rente erhält.
Die persönliche Rente hängt von der individuellen Versicherungsbiografie ab. Niedrige Löhne, Arbeitslosigkeit, Teilzeit oder längere Unterbrechungen können zu niedrigen Rentenansprüchen führen.

Die Grafik zeigt die historische Entwicklung des Rentenniveaus nur bis 2016. Sie eignet sich zur historischen Analyse, nicht als aktuelle Statistik.
Altersarmut wird nicht allein durch die Rentenversicherung bestimmt. Auch Miete, Vermögen, betriebliche oder private Vorsorge, Haushaltsgröße und staatliche Grundsicherung spielen eine Rolle.
Politische Ziele und Zielkonflikte
Rentenpolitik muss mehrere Ziele verbinden:
| Politisches Ziel | Möglicher Konflikt |
|---|---|
| Ausreichende Renten | Höhere Leistungen müssen finanziert werden. |
| Bezahlbare Beiträge | Niedrige Beiträge begrenzen die Einnahmen. |
| Begrenzte Steuerzuschüsse | Weniger Bundesmittel können andere Finanzierungsquellen erfordern. |
| Generationengerechtigkeit | Belastungen und Leistungen müssen zwischen Altersgruppen verteilt werden. |
| Planungssicherheit | Regeln sollen langfristig verlässlich sein, obwohl Wirtschaft und Bevölkerung sich verändern. |
Es gibt keine Reform, die nur Vorteile hat. Politische Entscheidungen verteilen Kosten, Risiken und Chancen unterschiedlich.
Reformmöglichkeiten
In der politischen Diskussion werden verschiedene Möglichkeiten genannt:
| Maßnahme | Mögliche Wirkung | Möglicher Einwand |
|---|---|---|
| Beitragssatz erhöhen | Mehr Einnahmen für die Rentenversicherung | Höhere Belastung für Beschäftigte und Arbeitgeber |
| Mehr Steuermittel einsetzen | Beiträge können entlastet werden | Weniger Geld für andere staatliche Aufgaben oder höhere Steuern |
| Lebensarbeitszeit verlängern | Längere Beitragszahlung und kürzere Rentenbezugszeit | Belastende Berufe und unterschiedliche Gesundheit werden nicht gleich berücksichtigt |
| Mehr Menschen einbeziehen | Breitere Finanzierungsbasis | Übergangsregeln und zusätzliche Leistungsansprüche müssen finanziert werden |
| Beschäftigung und Löhne stärken | Höhere Beitragseinnahmen | Wirkung hängt von Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung ab |
| Kapitalgedeckte Elemente ausbauen | Zusätzliche Finanzierungsquelle | Kapitalmarktrisiken, Kosten und lange Aufbauzeit |
| Betriebliche und private Vorsorge fördern | Zusätzliche Alterseinkommen | Menschen mit niedrigem Einkommen können weniger vorsorgen |
Eine politische Bewertung sollte immer fragen: Wer profitiert, wer zahlt, welche Risiken entstehen und wie sozial gerecht ist die Maßnahme?
Fallbeispiel: Drei Perspektiven
Lea beginnt eine Ausbildung und zahlt erstmals Beiträge. Sie möchte wissen, ob ihre spätere Rente sicher ist.
Herr Yilmaz bezieht Altersrente. Für ihn sind regelmäßige Rentenanpassungen wichtig, weil Preise steigen können.
Frau Berger beschäftigt zwölf Personen. Sie beteiligt sich an deren Rentenbeiträgen und achtet auf die gesamten Personalkosten.
Die Politik muss Regeln schaffen, die alle drei Perspektiven berücksichtigen. Dabei entstehen Zielkonflikte zwischen Beitragshöhe, Rentenhöhe, Steuerfinanzierung und langfristiger Stabilität.
Merksätze
- Umlageverfahren: Heutige Einnahmen finanzieren überwiegend heutige Renten.
- Generationenvertrag: Erwerbstätige finanzieren Renten und erwerben eigene Ansprüche.
- Rentenformel: Entgeltpunkte sind für die persönliche Rentenhöhe besonders wichtig.
- Demografischer Wandel: Die Altersstruktur beeinflusst Einnahmen und Ausgaben.
- Rentenpolitik: Jede Reform verteilt Belastungen und Leistungen neu.
- Sozialwahl: Versicherte und Arbeitgeber wirken an der Selbstverwaltung mit.
Verlässliche Informationsquellen
- Deutsche Rentenversicherung: Informationen zu Versicherung, Leistungen und Berechnung
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Gesetzgebung und Rentenpolitik
- Bundeszentrale für politische Bildung: Analysen zur Rentenpolitik
- Sozialgesetzbuch VI: Rechtliche Grundlagen
- Wikimedia Commons: Freie Medien zur Deutschen Rentenversicherung
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welches Finanzierungsprinzip prägt die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland? (Umlageverfahren) (!Reines Sparbuchverfahren) (!Losverfahren) (!Tauschverfahren)
Was beschreibt der Generationenvertrag? (Die arbeitende Generation finanziert laufende Renten und erwirbt eigene Ansprüche) (!Jede Person spart ausschließlich für die eigene Rente) (!Rentnerinnen und Rentner finanzieren nur die Arbeitslosenversicherung) (!Der Staat zahlt alle Renten ohne Beiträge)
Wie hoch ist der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung im Jahr 2026? (18,6 Prozent) (!9,3 Prozent) (!24,7 Prozent) (!48 Prozent)
Wie wird der allgemeine Rentenversicherungsbeitrag grundsätzlich zwischen Beschäftigten und Arbeitgebern aufgeteilt? (Je zur Hälfte) (!Nur durch Beschäftigte) (!Nur durch Arbeitgeber) (!Nur durch den Bund)
In welchem Gesetzbuch stehen die wichtigsten Regeln der gesetzlichen Rentenversicherung? (Im Sozialgesetzbuch VI) (!Im Strafgesetzbuch) (!Im Handelsgesetzbuch) (!Im Baugesetzbuch)
Welcher Faktor zeigt das Verhältnis des eigenen Verdienstes zum Durchschnittsverdienst? (Entgeltpunkte) (!Wahlkreise) (!Steuerklassen) (!Pflegegrade)
Welche Leistung gehört grundsätzlich nicht zur Rentenversicherung? (Pflegegeld aus der Pflegeversicherung) (!Altersrente) (!Erwerbsminderungsrente) (!Hinterbliebenenrente)
Welche Regelaltersgrenze gilt grundsätzlich für Versicherte ab dem Geburtsjahrgang 1964? (67 Jahre) (!60 Jahre) (!63 Jahre) (!70 Jahre)
Warum belastet der demografische Wandel das Umlageverfahren? (Es können relativ weniger Beitragszahlende auf mehr Rentenbeziehende treffen) (!Alle Beschäftigten verdienen automatisch weniger) (!Der aktuelle Rentenwert wird abgeschafft) (!Arbeitgeber zahlen keine Beiträge mehr)
Was ermöglicht die Sozialwahl? (Mitbestimmung in der sozialen Selbstverwaltung) (!Die Wahl des Bundeskanzlers) (!Die Festlegung des persönlichen Rentenpunkts) (!Die Abschaffung der Beitragspflicht)
Memory
| Umlageverfahren | Laufende Einnahmen finanzieren laufende Renten |
| Entgeltpunkt | Vergleich des eigenen Verdienstes mit dem Durchschnitt |
| Bundeszuschuss | Finanzierung aus Steuermitteln |
| Regelaltersgrenze | Regulärer Beginn der Altersrente ohne Abschläge |
| Erwerbsminderungsrente | Schutz bei gesundheitlich eingeschränkter Arbeitsfähigkeit |
| Sozialwahl | Mitbestimmung in der Selbstverwaltung |
| Rentenartfaktor | Faktor für die jeweilige Art der Rente |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Aufgabe im Rentensystem |
|---|---|
| Beitragszahlende | Finanzieren mit ihren Beiträgen laufende Renten |
| Rentenbeziehende | Erhalten Leistungen der Rentenversicherung |
| Arbeitgeber | Tragen grundsätzlich die Hälfte des allgemeinen Beitrags |
| Bund | Beteiligt sich mit Zuschüssen aus Steuermitteln |
| Deutsche Rentenversicherung | Verwaltet Versicherungskonten und entscheidet über Leistungen |
Kreuzworträtsel
| Umlage | Welches Finanzierungsprinzip nutzt laufende Einnahmen für laufende Renten? |
| Beiträge | Wie heißen die regelmäßigen Zahlungen von Versicherten und Arbeitgebern? |
| Entgeltpunkte | Welche Rechengröße vergleicht den eigenen Verdienst mit dem Durchschnitt? |
| Rehabilitation | Welche Leistung soll die Erwerbsfähigkeit erhalten oder wiederherstellen? |
| Sozialwahl | Welche Wahl ermöglicht Mitbestimmung in der Sozialversicherung? |
| Altersrente | Welche Rentenart sichert Einkommen nach dem Erwerbsleben? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Rentenbegriffe: Erstelle ein Glossar mit zehn Grundbegriffen und erkläre jeden Begriff in einem einfachen Satz.
- Geldflussdiagramm: Zeichne den Weg der Beiträge von Beschäftigten und Arbeitgebern bis zur Rentenzahlung.
- Medienanalyse: Wähle ein eingebettetes Bild aus und erkläre, welche Information es vermittelt und welche Information fehlt.
- Interviewfragen: Formuliere acht sachliche Fragen für ein Gespräch mit einer rentenversicherten Person.
Standard
- Rentenpodcast: Produziere einen dreiminütigen Podcast zum Umlageverfahren und zum Generationenvertrag.
- Rollendebatte: Diskutiert in den Rollen Auszubildende, Rentner, Arbeitgeber und Finanzministerin über eine Beitragserhöhung.
- Rentenformel: Entwickle drei fiktive Erwerbsbiografien und vergleiche qualitativ, wer mehr Entgeltpunkte sammelt.
- Generationenbefragung: Befrage Menschen verschiedener Altersgruppen zu ihren Erwartungen an eine gerechte Rente und werte die Antworten aus.
Schwer
- Reformvergleich: Vergleiche drei Reformvorschläge nach Finanzierung, sozialer Wirkung und Generationengerechtigkeit.
- Datenanalyse: Suche aktuelle Daten zur Altersstruktur und erkläre, welche Folgen sie für das Umlageverfahren haben könnten.
- Anhörung im Bundestag: Simuliert eine öffentliche Anhörung mit Sachverständigen, Verbänden und Abgeordneten.
- Rentenkonzept: Entwickle ein eigenes Reformmodell und begründe, wie Beiträge, Steuern, Rentenalter und zusätzliche Vorsorge zusammenwirken sollen.


Lernkontrolle
- Zielkonfliktanalyse: Erkläre, warum eine höhere Rente gleichzeitig zu einem Finanzierungsproblem führen kann. Entwickle zwei Lösungswege und bewerte ihre Folgen.
- Fallentscheidung: Eine Regierung möchte den Beitragssatz stabil halten und gleichzeitig das Rentenniveau sichern. Zeige, welche weiteren Maßnahmen dafür nötig sein könnten.
- Perspektivwechsel: Beurteile dieselbe Rentenreform aus Sicht einer Auszubildenden, eines Arbeitgebers und einer Rentnerin.
- Systemvergleich: Vergleiche Umlageverfahren und Kapitaldeckungsverfahren anhand von Demografie, Inflation, Kapitalmarktrisiko und sozialem Ausgleich.
- Gerechtigkeitsurteil: Entwickle Kriterien für Generationengerechtigkeit und wende sie auf eine Erhöhung der Regelaltersgrenze an.
- Politikberatung: Formuliere eine kurze Empfehlung an den Bundestag, wie niedrige Altersrenten vermindert werden könnten, ohne nur Fakten aufzuzählen.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:
- Du erklärst die Aufgaben der gesetzlichen Rentenversicherung korrekt.
- Du stellst das Umlageverfahren und den Generationenvertrag verständlich dar.
- Du unterscheidest Altersrente, Erwerbsminderungsrente, Hinterbliebenenrente und Rehabilitation.
- Du erklärst die Grundidee der Rentenformel.
- Du analysierst den Einfluss von Demografie, Beschäftigung und Löhnen.
- Du vergleichst politische Reformmöglichkeiten ausgewogen.
- Du erkennst Zielkonflikte zwischen Rentenhöhe, Beitragshöhe, Steuerzuschuss und Rentenalter.
- Du verwendest aktuelle und verlässliche Quellen.
- Du begründest ein eigenes politisches Urteil.
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