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Reliefs durch Treiben herstellen - Schmied

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Reliefs durch Treiben herstellen - Schmied




Reliefs durch Treiben herstellen - Schmied


Einleitung

Beim Treiben formst Du ein Blech durch gezielte Hammerschläge plastisch um. Für ein Relief wird das Motiv vor allem von der Rückseite herausgetrieben, sodass es sich auf der Vorderseite erhaben vom Hintergrund absetzt. Anschließend werden Konturen, Übergänge und Oberflächen häufig durch Ziselieren von der Vorderseite nachgearbeitet. Treiben ist damit ein spanloses Umformverfahren: Das Material wird verlagert und gestreckt, aber nicht wie beim Fräsen oder Feilen abgetragen.

Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende im Metallhandwerk, besonders an angehende Metallbauerinnen und Metallbauer der Fachrichtung Metallgestaltung. Der traditionelle Begriff Schmied wird hier als beruflicher Kontext verwendet. In der geltenden Ausbildungsordnung gehört das Herstellen von Flächen und Körpern durch Treiben ausdrücklich zu den fachrichtungsspezifischen Ausbildungsinhalten.[1] Die duale Ausbildung in der Fachrichtung Metallgestaltung dauert regulär 42 Monate.[2]

Du lernst, einen Reliefentwurf fertigungsgerecht zu planen, Werkstoffe und Treibunterlagen auszuwählen, Treib- und Ziselierwerkzeuge sicher einzusetzen, Kaltverfestigung zu erkennen, Zwischenglühungen zu begründen und die Qualität eines fertigen Reliefs zu beurteilen.


Lernziele

Nach der Bearbeitung dieses Lernkurses kannst Du:

  1. Treibarbeit als plastisches Umformen von Blech erklären.
  2. ein Motiv in Arbeitsbereiche, Höhenstufen und Bearbeitungsfolgen gliedern.
  3. Treibhammer, Treibpunzen, Ziselierhammer, Ziselierpunzen und geeignete Unterlagen fachgerecht auswählen.
  4. die Entstehung von Kaltverfestigung beschreiben und eine erforderliche Zwischenglühung erkennen.
  5. ein einfaches Relief unter Anleitung von der Rückseite treiben und von der Vorderseite ziselieren.
  6. typische Fehler wie Risse, Falten, harte Übergänge oder unkontrollierte Werkzeugspuren analysieren.
  7. Schutzmaßnahmen für Blechkanten, Schlagwerkzeuge, Lärm und Warmarbeit anwenden.
  8. Arbeitsergebnis, Arbeitszeit, Werkstoffverbrauch und Oberflächenqualität dokumentieren.


Fachliche Grundlagen


Relief, Treiben und Ziselieren

Ein Relief liegt zwischen einer ebenen Darstellung und einer frei im Raum stehenden Plastik. Beim Metallrelief entsteht die räumliche Wirkung durch unterschiedliche Höhen, Vertiefungen, Konturen und Oberflächenstrukturen. Je nach Ausprägung wird zwischen Flachrelief, Halbrelief und Hochrelief unterschieden.

Beim Treiben wird das Blech mit einem Hammer direkt oder über eine Punze verformt. Für eine Erhöhung auf der Sichtseite arbeitest Du überwiegend von der Rückseite. Beim Ziselieren bearbeitest Du die Sichtseite mit kleinen, meist polierten Punzen. Dadurch lassen sich Linien schärfen, Flächen absetzen, Übergänge beruhigen und Strukturen erzeugen. Beide Techniken werden bei anspruchsvollen Arbeiten mehrfach miteinander kombiniert.

Das Bild zeigt ein von hinten getriebenes Kupferblech, das in Ziselierkitt liegt. Die einzelnen Punzenabdrücke machen sichtbar, dass ein Relief nicht durch einen einzigen kräftigen Schlag entsteht, sondern durch viele kontrollierte, überlappende Schläge.


Werkstoffverhalten

Gut umformbare Bleche sind für Treibarbeiten besonders geeignet. In Ausbildung und Kunsthandwerk wird häufig Kupfer verwendet, weil es sich gut kalt umformen lässt und sein Verformungsverhalten deutlich beobachtet werden kann. Je nach Auftrag kommen auch geeignete Kupferlegierungen, Aluminium, Silber oder weiche Stahlbleche infrage. Werkstoff, Blechdicke, Reliefhöhe und Motivgröße müssen aufeinander abgestimmt werden.

Durch die plastische Verformung steigt die Versetzungsdichte im Metallgefüge. Das Blech wird härter und weniger duktil. Dieser Vorgang heißt Kaltverfestigung. Hinweise darauf sind ein zunehmend federndes Werkstück, ein härterer Klang, größere erforderliche Schlagkraft und beginnende Rissneigung.

Durch fachgerechtes Zwischenglühen kann die Umformbarkeit wieder verbessert werden. Bei geeigneter Temperatur laufen Erholung und Rekristallisation ab. Die konkrete Glühtemperatur, Haltezeit und Abkühlung richten sich immer nach Werkstoff, Halbzeugzustand und betrieblicher Arbeitsanweisung. Kupfer wird durch das Abschrecken nach dem Glühen nicht wie härtbarer Stahl gehärtet. Materialangaben und Unterweisungen sind deshalb wichtiger als pauschale Temperaturregeln.


Werkzeuge und Hilfsmittel

  1. Treibhammer: formt größere Bereiche direkt; Bahnform, Masse und Radius werden an Werkstück und Arbeitsschritt angepasst.
  2. Treibpunze: überträgt den Hammerschlag örtlich auf das Blech und ermöglicht kontrollierte Vertiefungen oder Erhöhungen.
  3. Ziselierhammer: leichter Hammer mit gut ausbalanciertem Stiel für schnelle, gefühlvolle Schläge auf Punzen.
  4. Linienpunze: setzt Konturen oder schmale Rinnen.
  5. Flach- und Schlichtpunze: beruhigt, glättet und verdichtet Flächen.
  6. Kugel- und Modellierpunze: erzeugt weiche Wölbungen und plastische Übergänge.
  7. Mattierpunze: strukturiert den Hintergrund oder ausgewählte Flächen.
  8. Treibsack oder Sandkissen: nachgiebige Unterlage für großflächiges Vorformen.
  9. Treibpech oder Ziselierkitt: hält das Werkstück und unterstützt feine Bearbeitung. Es dürfen nur betrieblich freigegebene Produkte verwendet werden.
  10. Treibstock, Amboss oder Stahlunterlage: feste Gegenlage für ausgewählte Richt-, Schlicht- und Planierarbeiten.
  11. Reißzeug, Schablonen und Messmittel: übertragen Entwurf, Achsen und Bezugslinien.
  12. Feilen, Schleifmittel und Entgratwerkzeuge: bearbeiten Kanten und bereiten die Oberfläche vor.

Die Arbeitsflächen von Treib- und Ziselierpunzen müssen sauber, gratfrei und passend gerundet sein. Scharfe Kanten an der Punze können Kerben erzeugen, das Blech örtlich ausdünnen und Risse einleiten.


Treibunterlagen richtig auswählen

Eine nachgiebige Unterlage nimmt einen Teil der Schlagenergie auf und erlaubt dem Blech, sich in die Unterlage hinein zu verformen. Ein Treibsack eignet sich besonders zum groben Vorformen. Ziselierkitt oder Treibpech stützt feine Bereiche und hält das Werkstück während der Detailarbeit.

Eine feste Unterlage begrenzt das Ausweichen. Sie wird zum Richten, Schlichten oder Planieren eingesetzt. Auf einer harten Unterlage führen Schläge schneller zur Streckung und zu sichtbaren Werkzeugspuren. Deshalb muss die Unterlage bewusst nach Arbeitsziel gewählt werden.

Unterlagen aus Blei sind wegen der Gesundheits- und Umweltgefahren nur in ausdrücklich geregelten Sonderfällen zulässig. In der Ausbildung sind sichere, bleifreie Alternativen zu bevorzugen.


Arbeitsplanung


Entwurf und Formanalyse

Ein guter Treibentwurf ist nicht nur zeichnerisch überzeugend, sondern auch herstellbar. Prüfe vor Arbeitsbeginn:

  1. Welche Bereiche bleiben Hintergrund?
  2. Welche Flächen werden nur leicht, welche deutlich angehoben?
  3. Wo liegen Hauptkonturen und weiche Übergänge?
  4. Welche Details werden erst nach dem Grobtreiben ziseliert?
  5. Gibt es schmale Stege, spitze Ecken oder starke Höhenwechsel mit erhöhter Rissgefahr?
  6. Ist genügend Rand für Einspannen, Einbetten und spätere Kantenbearbeitung vorhanden?
  7. Welche Ansichts- und Kontrollmaße müssen dokumentiert werden?

Hilfreich sind eine maßstäbliche Vorderansicht, Profilschnitte durch wichtige Reliefbereiche und eine Höhenstaffelung. Ein plastisches Modell aus Ton, Plastilin oder Papier kann die Formplanung unterstützen.


Arbeitsvorbereitung

Vor dem Treiben wird das Blech zugeschnitten, gerichtet und vollständig entgratet. Danach werden Vorderseite, Rückseite, Mittellinien und Bezugspunkte eindeutig markiert. Der Entwurf wird mit Schablone, Durchzeichnung oder geeignetem Übertragungsverfahren aufgebracht.

Kontrolliere vor Arbeitsbeginn Hammerstiele, Hammerköpfe, Punzen, Arbeitsflächen und Einspannmittel. Der Hammerkopf muss fest sitzen; Schlagflächen dürfen keine gefährlichen Grate oder Ausbrüche aufweisen. Für Schlagarbeiten sind Schutzbrille und eine sichere Werkstückauflage erforderlich.[3]


Arbeitsablauf: Relief treiben


1. Motiv übertragen und Bezugslinien sichern

Übertrage Außenkontur, Hauptachsen und wichtige Höhenzonen. Markiere die spätere Sichtseite eindeutig. Bezugspunkte müssen auch nach mehreren Treibgängen noch kontrollierbar sein. Verwende keine tiefen Anrisse in stark zu verformenden Bereichen, weil sie als Kerben wirken können.


2. Blech vorbereiten und gegebenenfalls weichglühen

Der Ausgangszustand des Blechs muss ausreichend weich und gleichmäßig sein. Ist das Material bereits stark kaltverfestigt, wird es nach betrieblicher Vorgabe geglüht. Oxidschichten werden nur mit zugelassenen mechanischen oder chemischen Verfahren entfernt. Bei chemischer Reinigung gelten Betriebsanweisung, Gefahrstoffkennzeichnung und persönliche Schutzausrüstung.


3. Grobtreiben von der Rückseite

Lege oder bette das Werkstück mit der Rückseite nach oben auf eine geeignete Unterlage. Beginne mit großflächigen, flachen Verformungen. Arbeite mit leichten, rhythmischen und überlappenden Schlägen. Drehe das Werkstück regelmäßig und kontrolliere die Form von der Sichtseite.

Die Reliefhöhe wird in mehreren Treibgängen aufgebaut. Zu starke Einzelschläge erzeugen harte Übergänge, tiefe Dellen und örtliche Ausdünnung. Große Flächen werden vor kleinen Details bearbeitet.


4. Kaltverfestigung prüfen und zwischenglühen

Unterbrich die Arbeit, bevor das Material reißt. Prüfe Härtegefühl, Rückfederung, Klang, Oberflächenzustand und erforderliche Schlagkraft. Wird eine Zwischenglühung notwendig, entfernst Du das Werkstück sicher aus der Unterlage, reinigst es nach Vorgabe und führst die Wärmebehandlung nur im dafür vorgesehenen Bereich durch.

Nach dem Glühen werden Form, Risse, Kanten und Bezugspunkte erneut geprüft. Erst dann beginnt der nächste Treibgang.


5. Reliefhöhen ausarbeiten

Treibe die einzelnen Formzonen stufenweise bis zur Sollhöhe. Halte Übergänge zunächst weich. Schmale Konturen und tiefe Zwischenräume werden erst später präzisiert. Prüfe regelmäßig:

  1. Verlauf der Hauptkonturen
  2. Symmetrie und Proportion
  3. Reliefhöhe und Seitenprofil
  4. Wanddicke in stark gestreckten Bereichen
  5. Falten, Knicke, Risse und Kerben
  6. Verzug des Außenrandes


6. Vorderseite ziselieren

Nach dem Grobtreiben wird das Werkstück gewendet und sicher in Ziselierkitt eingebettet. Von der Vorderseite werden Konturen nachgesetzt, Übergänge modelliert und Hintergrundflächen abgesenkt oder strukturiert. Ziselieren ergänzt das Treiben; es ersetzt keine sorgfältig aufgebaute Grundform.


7. Schlichten, Richten und Oberflächen bearbeiten

Beim Schlichten werden unruhige Flächen mit geeigneten, polierten Werkzeugen geglättet. Das Werkstück darf dabei nicht unkontrolliert dünner werden. Anschließend werden Rand, Rückseite und Befestigungsbereiche gerichtet und entgratet.

Je nach Auftrag folgen Schleifen, Bürsten, Polieren, Patinieren oder eine andere Oberflächenbehandlung. Die Oberfläche muss zum Entwurf, zum Werkstoff und zur späteren Nutzung passen. Schutzschichten dürfen erst aufgebracht werden, wenn Oxide, Kittreste, Fett und Schleifstaub vollständig entfernt sind.


Qualitätssicherung


Qualitätsmerkmale eines gelungenen Reliefs

  1. Die Form entspricht Entwurf, Schablone und vereinbarten Abmessungen.
  2. Höhen und Übergänge wirken bewusst gestaltet.
  3. Hauptkonturen sind klar, ohne eingeschnittene oder ausgefranste Kanten.
  4. Das Blech weist keine Risse, offenen Falten oder scharf geknickten Bereiche auf.
  5. Punzenabdrücke sind gleichmäßig oder gestalterisch beabsichtigt.
  6. Der Hintergrund unterstützt die plastische Wirkung.
  7. Rand und Befestigungsbereiche sind maßhaltig, gerichtet und entgratet.
  8. Die Oberfläche ist sauber, frei von Kittresten und passend behandelt.
  9. Arbeitsfolge, Zwischenglühungen und Abweichungen sind dokumentiert.


Typische Fehler und Ursachen

  1. Risse: mögliche Ursachen sind zu starke Kaltverfestigung, scharfkantige Werkzeuge, Kerben, zu große Einzelverformung oder ungeeigneter Werkstoffzustand.
  2. Falten: entstehen häufig durch unkontrollierten Materialüberschuss, falsche Schlagrichtung oder zu schnelle Höhenbildung.
  3. Harte Stufen: entstehen, wenn Höhenzonen nicht schrittweise und überlappend aufgebaut werden.
  4. Tiefe Werkzeugabdrücke: entstehen durch zu kleine oder raue Punzen, überhöhte Schlagkraft oder unpassende Unterlage.
  5. Verzug des Randes: entsteht durch ungleichmäßige Streckung oder fehlende Zwischenkontrolle.
  6. Verwaschene Konturen: entstehen durch ungenaue Bezugslinien, fehlende Unterstützung im Kitt oder zu frühe Detailarbeit.
  7. Ablösen aus dem Kitt: entsteht durch verschmutzte Flächen, falsche Kitttemperatur oder zu geringe Einbettung.

Fehler werden nicht durch wahlloses Nachschlagen korrigiert. Analysiere zuerst Materialzustand, Unterlage, Schlagrichtung, Werkzeugform und Arbeitsfolge.


Arbeits- und Gesundheitsschutz

Treibarbeiten verbinden scharfe Blechkanten, Schlagwerkzeuge, Lärm und gegebenenfalls Wärmebehandlung. Grundlage ist immer die betriebliche Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung.

  1. Trage bei Schlagarbeiten geeigneten Augen- oder Gesichtsschutz.
  2. Verwende bei scharfkantigen Blechen geeignete Schnittschutzhandschuhe und schütze die Unterarme. Handschuhe dürfen nicht an rotierenden Maschinen getragen werden, wenn Einzugsgefahr besteht.[4]
  3. Nutze Gehörschutz, wenn die Gefährdungsbeurteilung oder Kennzeichnung ihn verlangt. Wiederholte Hammerschläge können gesundheitsgefährdenden Lärm erzeugen.
  4. Prüfe Hammerkopf, Stiel und Punzen vor der Arbeit. Beschädigte Werkzeuge werden ausgesondert.
  5. Halte die freie Hand aus dem Schlagbereich und verwende bei Bedarf Handschutz oder geeignete Haltevorrichtungen.
  6. Entgrate Blechkanten frühzeitig und transportiere Bleche sicher.
  7. Führe Glüh- und Anwärmarbeiten nur an freigegebenen Arbeitsplätzen mit Brandschutz, Lüftung, Zange und hitzebeständiger Ablage durch.
  8. Erhitze Treibpech oder Ziselierkitt nur nach Herstellerangabe. Überhitzung und Rauchentwicklung sind zu vermeiden.
  9. Entferne Kittreste nur mit freigegebenen Verfahren und beachte das Sicherheitsdatenblatt.
  10. Trage eng anliegende Arbeitskleidung, binde lange Haare zusammen und halte den Arbeitsplatz frei von Stolperstellen.


Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit

Ein fachgerecht geplantes Relief spart Werkstoff, Energie und Nacharbeit. Ordne Motive materialsparend auf dem Blech an, sammle sortenreine Metallreste und vermeide unnötige Glühzyklen. Gut gepflegte, polierte Punzen verlängern die Werkzeugstandzeit und verhindern Ausschuss. Bleifreie Unterlagen und emissionsarme, freigegebene Hilfsstoffe verbessern den Arbeits- und Umweltschutz.

Dokumentiere Arbeitszeit, Materialverbrauch und Fehlerursachen. So kannst Du bei einem Folgeauftrag Werkzeugwahl, Treibfolge und Kalkulation verbessern.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Zu welcher Hauptgruppe der Fertigungsverfahren gehört das Treiben? (Umformen) (!Trennen) (!Fügen) (!Beschichten)




Von welcher Seite wird eine Erhöhung auf der Sichtseite überwiegend herausgetrieben? (Von der Rückseite) (!Nur von der Vorderseite) (!Nur von der Blechkante) (!Ohne Gegenlage)




Warum wird ein kaltverfestigtes Kupferblech zwischendurch geglüht? (Um die Umformbarkeit wieder zu verbessern) (!Um das Blech dauerhaft zu härten) (!Um Material aufzutragen) (!Um die Blechdicke zu verdoppeln)




Welche Eigenschaft sollen die Arbeitsflächen von Treibpunzen besitzen? (Sie sollen sauber gratfrei und passend gerundet sein) (!Sie sollen scharf und gezahnt sein) (!Sie sollen mit tiefen Riefen versehen sein) (!Sie sollen ungehärtet ausbrechen)




Welche Unterlage eignet sich besonders für feine Ziselierarbeiten? (Ziselierkitt) (!Betonplatte) (!Glasscheibe) (!Schraubstockbacke ohne Schutz)




Was geschieht beim Ziselieren eines Reliefs? (Konturen und Oberflächen werden von der Sichtseite nachgearbeitet) (!Das Blech wird vollständig zerspant) (!Das Werkstück wird ausschließlich gegossen) (!Die Oberfläche wird nur chemisch aufgelöst)




Welches Anzeichen kann auf Kaltverfestigung hinweisen? (Zunehmende Rückfederung) (!Ständig sinkende Härte) (!Selbstständige Verflüssigung) (!Zunahme der Blechfläche ohne Verformung)




Welche Schutzmaßnahme ist bei Schlagarbeiten besonders wichtig? (Schutzbrille tragen) (!Werkstück lose auflegen) (!Beschädigte Hammerstiele weiterverwenden) (!Freie Hand unter die Punze legen)




Welches Merkmal spricht für ein fachgerecht gefertigtes Relief? (Klare Konturen ohne Risse und offene Falten) (!Unentgratete Außenkanten) (!Zufällige Höhen ohne Bezug zum Entwurf) (!Kittreste auf der Sichtfläche)




Was muss vor dem Treiben mit einem zugeschnittenen Blech geschehen? (Die Kanten werden entgratet) (!Die Bezugslinien werden entfernt) (!Das Blech wird absichtlich eingerissen) (!Die Hammerbahn wird aufgeraut)





Memory

Treibhammer großflächiges direktes Verformen
Treibpunze örtliche Übertragung des Hammerschlags
Ziselierkitt Fixierung und elastische Unterstützung
Zwischenglühen Wiederherstellung der Umformbarkeit
Kaltverfestigung Härtezunahme durch plastische Verformung
Schlichtpunze Glätten und Beruhigen einer Fläche
Treibsack nachgiebige Unterlage zum Vorformen
Relief plastisch hervortretendes Motiv





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Arbeitsabschnitt
Entwurf Motiv und Höhenstufen planen
Entgraten scharfe Blechkanten beseitigen
Grobtreiben große Formbereiche von der Rückseite anheben
Zwischenglühen Umformbarkeit des verfestigten Werkstoffs verbessern
Ziselieren Konturen und Details auf der Sichtseite ausarbeiten
Schlichten Werkzeugspuren und unruhige Flächen glätten
Qualitätsprüfung Maße Form Risse und Oberfläche kontrollieren






Kreuzworträtsel

Treibhammer Welches Werkzeug formt größere Blechbereiche durch direkte Schläge?
Kupfer Welcher gut umformbare Werkstoff wird häufig für Übungsreliefs verwendet?
Ziselierkitt Welche formbare Unterlage fixiert das Blech bei feiner Detailarbeit?
Kaltverfestigung Wie heißt die Härtezunahme durch plastische Verformung?
Ziselieren Wie heißt das Nacharbeiten von Konturen und Oberflächen mit Punzen?
Entgraten Welcher Arbeitsschritt beseitigt scharfe Blechkanten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Das Treiben gehört zur Hauptgruppe

. Ein Relief hebt sich plastisch vom

ab. Die Erhöhungen auf der Sichtseite werden überwiegend von der

herausgearbeitet. Für feine Arbeiten wird das Werkstück häufig in

eingebettet. Wiederholte plastische Verformung führt zur

. Durch fachgerechtes Zwischenglühen verbessert sich die

. Das Nacharbeiten der Sichtseite mit Punzen heißt

. Vor der Bearbeitung müssen scharfe Blechkanten

werden. Polierte Punzen vermindern unerwünschte

. Das fertige Werkstück wird auf Maße Form Risse und

geprüft.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkzeugkartei: Fotografiere oder zeichne sechs Treib- und Ziselierwerkzeuge und beschreibe jeweils Einsatzbereich, Arbeitsfläche und mögliche Fehler.
  2. Reliefanalyse: Wähle ein Metallrelief aus den Medien dieses Kurses und markiere Hintergrund, Hauptkonturen, höchste Bereiche und strukturierte Flächen.
  3. Sicherheitskarte: Gestalte eine Werkstattkarte mit fünf verbindlichen Schutzmaßnahmen für Treibarbeiten.
  4. Motiventwurf: Zeichne ein einfaches, fertigungsgerechtes Flachrelief mit mindestens drei Höhenzonen.


Standard

  1. Arbeitsplan: Erstelle für Deinen Entwurf eine Arbeitsfolge mit Werkzeugen, Unterlagen, Prüfmerkmalen und geplanten Kontrollpunkten.
  2. Schlagproben: Fertige unter Aufsicht eine Musterplatte mit unterschiedlichen Punzen, Schlagstärken und Unterlagen an und beschrifte die Ergebnisse.
  3. Werkstoffvergleich: Vergleiche Kupfer, Aluminium und weiches Stahlblech hinsichtlich Umformbarkeit, Kaltverfestigung, Glühbedarf und Oberflächenwirkung.
  4. Übungsrelief: Stelle unter fachlicher Aufsicht ein kleines Relief her und dokumentiere jeden Treibgang mit Foto, Werkzeugangabe und Qualitätskontrolle.


Schwer

  1. Fehlerdiagnose: Untersuche ein fehlerhaftes Probestück mit Riss, Falte oder harter Stufe und entwickle eine begründete Änderung der Arbeitsfolge.
  2. Sonderpunze: Plane und fertige unter Anleitung eine einfache Sonderpunze. Dokumentiere Werkstoff, Form, Wärmebehandlung, Schleifrichtung und Politur.
  3. Lehrvideo: Produziere ein kurzes Lehrvideo, das Grobtreiben, Zwischenglühen, Ziselieren und Qualitätsprüfung fachsprachlich erklärt.
  4. Betriebserkundung: Führe ein Interview mit einer Metallgestalterin, einem Metallgestalter oder einer Schmiedefachkraft über traditionelle und moderne Treibarbeiten und werte es aus.




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Lernkontrolle

  1. Kundenauftrag: Ein Wappen soll als 300 Millimeter breites Kupferrelief hergestellt werden. Entwickle eine sinnvolle Höhenstaffelung und begründe die Reihenfolge der Treib- und Ziselierarbeiten.
  2. Rissbildung: Bei einem Werkstück entstehen an einer schmalen Kontur feine Risse. Analysiere mindestens vier mögliche Ursachen und ordne geeignete Vorbeugemaßnahmen zu.
  3. Werkstoffentscheidung: Vergleiche die Herstellung desselben Reliefs aus Kupferblech und weichem Stahlblech. Begründe Unterschiede bei Werkzeug, Unterlage, Wärmebehandlung und Arbeitsschutz.
  4. Sicherheitsplanung: Erstelle für einen Treibarbeitsplatz eine Gefährdungsbeurteilung mit technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.
  5. Abnahmeprüfung: Entwickle einen Prüfplan mit messbaren und sichtbaren Kriterien für Form, Rand, Oberfläche, Fehlerfreiheit und Übereinstimmung mit dem Entwurf.
  6. Prozessverbesserung: Ein Betrieb hat hohen Ausschuss durch Risse und ungleichmäßige Oberflächen. Entwickle Maßnahmen, die Werkstoffverbrauch, Energieeinsatz und Nacharbeit reduzieren.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind besonders wichtig:

  1. ein fertigungsgerechter Reliefentwurf mit Ansichten oder Profilschnitten
  2. ein begründeter Arbeitsplan mit Werkzeugen, Unterlagen und Kontrollpunkten
  3. die fachgerechte Vorbereitung und Entgratung des Blechs
  4. der sichere Umgang mit Hammer, Punzen, Treibunterlage und Wärmequelle
  5. die Erklärung von Kaltverfestigung, Zwischenglühen und Rekristallisation
  6. ein praktisch gefertigtes Relief oder aussagekräftiges Probestück
  7. die Dokumentation der Treibgänge, Zwischenprüfungen und Abweichungen
  8. eine Qualitätsbewertung anhand festgelegter Kriterien
  9. eine Fehleranalyse mit begründeten Verbesserungsmaßnahmen
  10. ein Fachgespräch über Werkstoffwahl, Arbeitsschutz und Oberflächenbehandlung




OERs zum Thema


Weitere freie Medien und Quellen

  1. Wikimedia Commons: Kategorie Repoussé
  2. Wikipedia: Treiben
  3. Wikipedia: Ziselieren
  4. BIBB: Metallbauer/in – Fachrichtung Metallgestaltung
  5. Ausbildungsordnung Metallbauer/in
  6. DGUV Regel 109-607: Branche Metallbau


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