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Regelungstechnik und Servoantriebe – Servomotoren und Geber zuordnen

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Regelungstechnik und Servoantriebe – Servomotoren und Geber zuordnen

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Einleitung

Regelungstechnik und Servoantriebe – Servomotoren und Geber zuordnen ist ein kompakter Ausbildungskurs zu Drehmoment, Rückmeldung und Einsatzgebiet. Du arbeitest mit einer virtuellen Verpackungsanlage, ordnest Servomotoren und Geber zu, liest Signalverläufe und diagnostizierst typische Abweichungen.

Sicherheitsrahmen: Alle Maschinenabläufe werden zuerst simuliert. Es erfolgt keine automatische Live-Ansteuerung realer Antriebe. Schutzeinrichtungen, Verriegelungen und sichere Betriebsarten werden nicht umgangen. Arbeiten an realen Anlagen erfolgen ausschließlich unter geeigneter Fachaufsicht und nach betrieblicher Freigabe.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

  1. Servoantriebe als geschlossene Regelkreise erkennen und Sollwert, Istwert und Regler unterscheiden.
  2. Drehmoment, Drehzahl und Position als wichtige Größen eines Servoantriebs einordnen.
  3. Inkrementalgeber, Absolutwertgeber und Resolver nach Rückmeldung und Einsatzgebiet unterscheiden.
  4. Virtuelle Signalverläufe lesen und einfache Fehlerbilder begründet diagnostizieren.
  5. Eine geeignete Motor-Geber-Kombination für einen Ausbildungsfall auswählen und die Auswahl fachlich begründen.


Ausbildungsfall: Virtuelle Verpackungsanlage

Eine Verpackungsanlage transportiert Kartons zu einer Etikettierstation. Eine Servoachse bewegt einen Positionierschlitten wiederholt zwischen drei Positionen.

Anforderung Virtueller Anlagenwert Bedeutung
Positionierweg 300 mm Schlitten fährt zwischen Übergabe- und Etikettierposition
Zyklus häufiges Beschleunigen und Abbremsen hohe Dynamik ist wichtiger als reine Dauerdrehzahl
Rückmeldung Position und Bewegungsrichtung Regler muss Soll- und Istbewegung vergleichen können
Störung zeitweise erhöhte Reibung benötigtes Drehmoment steigt
Sicherheit Simulation vor Realbetrieb keine Live-Ansteuerung ohne Fachaufsicht und Freigabe

Ausbildungsauftrag: Wähle für die virtuelle Achse eine passende Kombination aus Servomotor und Geber. Prüfe anschließend anhand simulierter Signale, ob die Achse korrekt folgt.


Servomotor erkennen

Ein Servomotor ist Teil eines geregelten Antriebssystems. Der Motor erzeugt die Bewegung, der Servoregler verarbeitet Sollwerte und Rückmeldungen, und ein Geber liefert Informationen über die tatsächliche Bewegung.

Baustein Kurzfunktion
Steuerung gibt Sollposition, Solldrehzahl oder Bewegungsprofil vor
Servoregler vergleicht Soll- und Istwerte und stellt Motorstrom beziehungsweise Drehmoment ein
Servomotor erzeugt die mechanische Bewegung
Geber liefert Rückmeldung über Lage, Drehzahl oder Bewegungsänderung
Mechanik überträgt Drehmoment auf Schlitten, Spindel, Riemen oder Getriebe


Drehmoment: Was bewegt die Achse?

Das Drehmoment M beschreibt die Drehwirkung einer Kraft. Im vereinfachten Modell bei senkrecht wirkender Kraft gilt:

M = F · r

Je größer Last, Reibung oder Beschleunigungsanforderung sind, desto mehr Drehmoment muss der Antrieb bereitstellen. Für die reale Motorauswahl reichen einzelne Drehmomentwerte nicht aus: Lastprofil, Beschleunigung, Getriebe, Trägheit, zulässige Spitzenwerte, Erwärmung und Herstellerdaten müssen gemeinsam betrachtet werden.

Beobachtung in der Simulation Mögliche Deutung
Istposition folgt gut, Drehmoment moderat Achse arbeitet im erwarteten Lastbereich
Drehmoment steigt während Beschleunigung zusätzliche Beschleunigungskraft wird benötigt
Drehmoment steigt bei gleicher Geschwindigkeit Reibung oder mechanische Last kann erhöht sein
hoher Schleppfehler gleichzeitig mit hohem Drehmoment mechanische Überlastung, Blockierung oder ungeeignete Parametrierung prüfen


Rückmeldung: Warum braucht der Servo einen Geber?

Der Regelkreis vergleicht Sollwert und Istwert. Aus der Abweichung entsteht eine Stellreaktion. Ohne geeignete Rückmeldung kann eine präzise geschlossene Lage- oder Drehzahlregelung nicht zuverlässig arbeiten.

Kurzform: Sollwert → Regler → Motor → Mechanik → Geber → Istwert → zurück zum Regler.


Geber 1: Inkrementalgeber

Ein Inkrementalgeber erzeugt Impulse für Bewegungsänderungen. Zwei phasenverschobene Spuren A und B ermöglichen die Erkennung der Drehrichtung. Ein zusätzlicher Referenzimpuls Z kann eine definierte Referenzmarke liefern.

Merke: Ein Inkrementalgeber kennt nach dem Einschalten nicht automatisch jede absolute Position. Je nach Anlage ist eine Referenzierung erforderlich.


Signalbild A/B

Zeit  →  t0  t1  t2  t3  t4  t5  t6  t7
Spur A    0   1   1   0   0   1   1   0
Spur B    0   0   1   1   0   0   1   1

Die Signale sind gegeneinander phasenverschoben. Bei einer festgelegten Auswertung kennzeichnet die Phasenfolge eine Drehrichtung; bei Richtungsumkehr kehrt sich die Reihenfolge der Flanken um.


Geber 2: Absolutwertgeber

Ein Absolutwertgeber liefert für eine Position einen eindeutigen Positionswert. Bei geeigneter Bauart kann die Position unmittelbar nach dem Einschalten verfügbar sein, ohne dass zunächst eine vollständige Referenzfahrt notwendig ist.

Bauart Typische Aussage
Singleturn eindeutige Winkelposition innerhalb einer Umdrehung
Multiturn zusätzlich Information über mehrere Umdrehungen
Einsatz Maschinenachsen, bei denen Positionsinformation nach Einschalten besonders wichtig ist


Geber 3: Resolver

Ein Resolver ist ein elektromagnetischer Winkelgeber. Er liefert winkelabhängige Sinus- und Kosinussignale und gilt wegen seines prinzipiell robusten Aufbaus als geeignet für anspruchsvolle Umgebungsbedingungen.

Zuordnungsidee: Wenn Robustheit gegenüber Schmutz, Vibration oder Temperatur besonders wichtig ist, kann ein Resolver eine geeignete Rückmeldung sein. Die konkrete Auswahl muss zum Servoregler und zur geforderten Genauigkeit passen.


Servomotoren und Geber zuordnen

Virtuelle Anwendung Geeignete Rückmeldung Begründung
dynamische Verpackungsachse mit Positionsinformation direkt nach dem Einschalten Absolutwertgeber Position steht ohne klassische Referenzfahrt unmittelbar zur Verfügung
Positionierachse mit sicher verfügbarer Referenzfahrt Inkrementalgeber relative Bewegung und Richtung können präzise erfasst werden
Achse in rauer Umgebung mit hoher mechanischer Beanspruchung Resolver robuste elektromagnetische Rückmeldung

Wichtig: Diese Zuordnung ist eine Lernvereinfachung. In realen Projekten müssen Motor, Geber, Servoregler, Schnittstelle, Auflösung, Umgebungsbedingungen, Sicherheitsanforderungen und Herstellerfreigaben zusammenpassen.


Motor-Geber-Matrix für den Ausbildungsfall

Kandidat Virtuelle Eigenschaften Bewertung
Motor A + Inkrementalgeber dynamisch, Referenzsensor vorhanden geeignet, wenn Referenzieren zulässig und zuverlässig möglich ist
Motor B + Absolutwertgeber dynamisch, Position soll nach Einschalten sofort bekannt sein besonders passend für den Ausbildungsfall
Motor C + Resolver robuste Achse in stark belasteter Umgebung passend, wenn Robustheit wichtiger als höchste digitale Auflösung ist

Entscheidung für den Fall: Motor B mit Absolutwertgeber ist die bevorzugte Lernlösung, weil die Position des Schlittens nach dem Einschalten direkt verfügbar sein soll.


Ein Kabel kann Leistung und Rückmeldung zusammenführen

Moderne Servoantriebssysteme können Motorleistung und Rückmeldesignale über herstellerspezifische Ein-Kabel-Technologien führen. Das reduziert Verkabelungsaufwand, ersetzt aber nicht die Prüfung der Herstellerkompatibilität.


Virtuelle Anlage: Signalverläufe lesen

Die folgenden Werte sind reine Simulationsdaten. Sie steuern keine reale Maschine.


Verlauf A: normaler Positioniervorgang

Zeit Sollposition Istposition Schleppfehler simuliertes Drehmoment
t0 0 mm 0 mm 0 mm niedrig
t1 100 mm 92 mm 8 mm hoch
t2 200 mm 194 mm 6 mm mittel
t3 300 mm 299 mm 1 mm niedrig
t4 300 mm 300 mm 0 mm sehr niedrig

Deutung: Beim Beschleunigen tritt kurz ein größerer Schleppfehler auf. Beim Erreichen der Zielposition wird er klein und schließlich null.


Verlauf B: erhöhte Reibung

Zeit Sollposition Istposition Schleppfehler simuliertes Drehmoment
t0 0 mm 0 mm 0 mm niedrig
t1 100 mm 70 mm 30 mm hoch
t2 200 mm 145 mm 55 mm sehr hoch
t3 300 mm 238 mm 62 mm sehr hoch

Deutung: Das gleichzeitig hohe Drehmoment und der wachsende Schleppfehler sprechen in der Simulation für eine mechanische Belastung oder Blockierung. Vor jeder realen Prüfung muss die Anlage in einen sicheren Zustand gebracht und nach betrieblichen Vorgaben freigegeben werden.


Verlauf C: gestörte Rückmeldung

Beobachtung Simulationshinweis
Sollposition steigt gleichmäßig Steuerungsbefehl ist plausibel
Istposition springt unplausibel Rückmeldesignal prüfen
A- oder B-Spur fehlt Leitungs-, Stecker-, Versorgungs- oder Geberfehler simulieren
Referenzwert fehlt nach Neustart Referenzierstrategie beziehungsweise Geberart prüfen


Interaktive Steuerungs- und Diagnoseaufgaben


Diagnose-Matching: Beobachtung und erste Prüfrichtung

Beobachtung in der Simulation Erste fachliche Prüfrichtung
Hoher Schleppfehler und hohes Drehmoment Mechanische Last oder Blockierung
Sollwert korrekt, Istwert springt Geber und Rückmeldeweg
Nach Neustart Position unbekannt Referenzierung oder Geberart
A/B-Signale vorhanden, Richtung falsch Phasenfolge und Auswertung
Motor bewegt sich nicht, Rückmeldung bleibt konstant Freigabekette, Reglerstatus und simulierte Antriebsfreigabe




Feedback: Die Reihenfolge ist absichtlich diagnostisch: erst Signalbild und Freigaben beurteilen, dann eine Fehlerhypothese bilden. Keine reale Anlage darf hierfür automatisch angesteuert oder unter Umgehung von Schutzeinrichtungen betrieben werden.


Steuerungsaufgabe: Zustände der virtuellen Achse

Virtueller Zustand Passende Aktion
Bereit Positionierauftrag simulieren
Beschleunigen Soll- und Istverlauf vergleichen
Position erreicht Schleppfehler bewerten
Warnung Signaltrend und Last prüfen
Störung Simulation stoppen und Diagnose durchführen




Feedback: Eine Diagnose ist besser als blindes Weiterfahren. In der Ausbildung wird die Ursache zuerst anhand von Signalen und Zuständen eingegrenzt.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben


Basisaufgabe

Aufgabe: Ordne die Begriffe Sollwert, Istwert, Servoregler, Motor und Geber im geschlossenen Regelkreis an.

Hilfe 1: Der Sollwert kommt von der Steuerung.

Hilfe 2: Der Geber misst die tatsächliche Bewegung.
Hilfe 3: Der Regler vergleicht Soll und Ist und beeinflusst den Motor.

Begründetes Feedback: Richtig ist eine geschlossene Kette mit Rückführung des Istwerts. Ohne Rückmeldung fehlt dem Regler die Information über die tatsächliche Bewegung.


Anwendungsaufgabe

Aufgabe: Die virtuelle Verpackungsachse muss nach jedem Einschalten sofort wissen, an welcher Position sie steht. Wähle Inkrementalgeber, Absolutwertgeber oder Resolver und begründe.

Hilfe 1: Frage Dich, ob eine Referenzfahrt nötig sein soll.

Hilfe 2: Ein Absolutwertgeber liefert einen eindeutigen Positionswert.
Hilfe 3: Für den Ausbildungsfall ist der Absolutwertgeber die bevorzugte Lösung.

Begründetes Feedback: Ein Absolutwertgeber passt besonders gut, weil der Positionswert nach dem Einschalten unmittelbar verfügbar sein kann. Die reale Auswahl hängt zusätzlich von Multiturn-Anforderung, Schnittstelle und Herstellerfreigabe ab.


Transferaufgabe

Aufgabe: In einer staubigen, vibrierenden Umgebung sinkt die Priorität maximaler Auflösung, während Robustheit besonders wichtig wird. Entwickle eine begründete Geberempfehlung.

Hilfe 1: Vergleiche optische Geber mit elektromagnetischer Rückmeldung.

Hilfe 2: Ein Resolver arbeitet elektromagnetisch.
Hilfe 3: Begründe zusätzlich, warum die Kompatibilität mit Regler und gewünschter Genauigkeit geprüft werden muss.

Begründetes Feedback: Ein Resolver ist eine plausible Wahl für robuste Umgebungen. Die Lösung ist nur dann fachlich vollständig, wenn auch Schnittstelle, Genauigkeit und zulässige Betriebsbedingungen berücksichtigt werden.


Medienimpuls: Rückmeldung sichtbar machen

Beobachtungsauftrag: Vergleiche die codierte Scheibe des Absolutwertgebers mit dem kontinuierlichen Sinus-/Kosinusprinzip des Resolvers. Formuliere einen Satz dazu, wie beide Systeme Winkelinformation repräsentieren.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aufgabe hat der Geber im Servoantrieb? (Er liefert Rückmeldung über die tatsächliche Bewegung) (!Er ersetzt grundsätzlich den Servoregler) (!Er erhöht immer die Versorgungsspannung) (!Er übernimmt die mechanische Kraftübertragung)




Welche Größe beschreibt die Drehwirkung einer Kraft? (Drehmoment) (!Frequenz) (!Widerstand) (!Kapazität)




Welcher Geber liefert typischerweise relative Bewegungsimpulse? (Inkrementalgeber) (!Absolutwertgeber) (!Leistungsschalter) (!Schütz)




Welcher Geber kann nach dem Einschalten direkt einen eindeutigen Positionswert bereitstellen? (Absolutwertgeber) (!Inkrementalgeber ohne Referenzierung) (!Motorschutzschalter) (!Endlagendämpfer)




Welcher Geber arbeitet elektromagnetisch mit winkelabhängigen Signalen? (Resolver) (!Druckschalter) (!Leitungsschutzschalter) (!Thermorelais)




Was vergleicht ein Servoregler im geschlossenen Regelkreis? (Sollwert und Istwert) (!Nur zwei Sicherungswerte) (!Nur die Netzfrequenz) (!Nur den Kabelquerschnitt)




Was deutet in der Simulation auf eine steigende mechanische Belastung hin? (Steigendes Drehmoment bei gleichzeitig wachsendem Schleppfehler) (!Ein unveränderter Sollwert bei null Fehler) (!Eine konstante Zielposition nach Stillstand) (!Ein korrektes Referenzsignal)




Welche Kombination passt besonders gut zu einer Achse mit sofort benötigter Positionsinformation nach dem Einschalten? (Servomotor mit Absolutwertgeber) (!Servomotor ohne Rückmeldung) (!Asynchronmotor ohne Regelung und ohne Geber) (!Schützsteuerung ohne Positionsmessung)




Was ist bei realen Arbeiten an Servoantrieben zwingend zu beachten? (Fachaufsicht, betriebliche Freigabe und wirksame Schutzmaßnahmen) (!Schutzeinrichtungen für schnellere Tests überbrücken) (!Direkte Live-Ansteuerung ohne Simulation) (!Störungen durch wiederholtes Einschalten ignorieren)




Welche Aussage zum Inkrementalgeber ist richtig? (Er kann nach dem Einschalten eine Referenzierung benötigen) (!Er kennt immer ohne weitere Maßnahmen jede absolute Position) (!Er erzeugt grundsätzlich nur analoge Sinussignale) (!Er ersetzt die mechanische Last)





Memory

Servomotor geregelte Bewegungsachse
Inkrementalgeber relative Bewegungsimpulse
Absolutwertgeber eindeutiger Positionswert
Resolver elektromagnetische Winkelrückmeldung
Drehmoment Drehwirkung
Schleppfehler Differenz zwischen Soll- und Istposition
Referenzfahrt Bestimmung einer bekannten Ausgangslage
Servoregler Vergleich und Stellreaktion





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Absolutwertgeber Position sofort nach Einschalten verfügbar
Inkrementalgeber Bewegungsänderung über Impulse
Resolver robuste elektromagnetische Rückmeldung
Drehmoment mechanische Drehwirkung
Schleppfehler Abweichung zwischen Soll- und Istposition
Servoregler geschlossene Regelung der Achse





Kreuzworträtsel

Drehmoment Welche Größe beschreibt die Drehwirkung einer Kraft?
Resolver Welcher robuste elektromagnetische Geber liefert Winkelinformation?
Encoder Welcher englische Begriff wird häufig für einen Drehgeber verwendet?
Sollwert Wie heißt der vorgegebene Zielwert eines Regelkreises?
Istwert Wie heißt der tatsächlich gemessene Wert?
Regelkreis Wie heißt eine Struktur mit Rückführung des Istwertes?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Servoantrieb arbeitet typischerweise in einem geschlossenen

.
Der Regler vergleicht den Sollwert mit dem

.
Die Drehwirkung einer Kraft wird als

bezeichnet.
Ein Geber liefert die notwendige

über die Bewegung.
Ein Inkrementalgeber erzeugt

bei Bewegungsänderungen.
Ein Absolutwertgeber liefert einen eindeutigen

.
Ein Resolver arbeitet nach einem

Messprinzip.
Bei wachsendem Schleppfehler und hohem Drehmoment sollte zuerst die simulierte

geprüft werden.
Vor realen Arbeiten sind Fachaufsicht und betriebliche

erforderlich.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Servoantrieb: Zeichne einen einfachen geschlossenen Regelkreis mit Sollwert, Regler, Motor, Geber und Istwert.
  2. Drehmoment: Fotografiere oder skizziere drei Alltagssituationen, in denen eine Kraft mit Hebelarm eine Drehwirkung erzeugt.
  3. Inkrementalgeber: Erkläre mit einer eigenen Skizze, wie zwei phasenverschobene Signale eine Drehrichtung erkennbar machen.
  4. Absolutwertgeber: Formuliere in höchstens fünf Sätzen den Vorteil einer unmittelbar verfügbaren Positionsinformation.


Standard

  1. Signalverlauf: Erstelle für die virtuelle Verpackungsachse einen eigenen Soll-/Ist-Verlauf mit mindestens fünf Zeitpunkten und markiere den größten Schleppfehler.
  2. Diagnose: Entwickle drei Fehlerhypothesen für den Fall, dass die Istposition sprunghaft wechselt, obwohl der Sollwert ruhig bleibt.
  3. Geberauswahl: Vergleiche Inkrementalgeber, Absolutwertgeber und Resolver in einer selbst erstellten Entscheidungsmatrix.
  4. Virtuelle Anlage: Erstelle ein kurzes Bildschirmvideo oder Storyboard, das einen sicheren simulierten Positionierzyklus mit Diagnosephase zeigt.


Schwer

  1. Antriebsauslegung: Entwirf ein Lastprofil für die Verpackungsachse und begründe qualitativ, wann Spitzen- und Dauerdrehmoment relevant sind.
  2. Fehlerdiagnose: Entwickle einen Diagnosebaum vom Symptom „Achse erreicht Ziel nicht“ bis zu mindestens vier möglichen Ursachen.
  3. Regelungstechnik: Erkläre den Zusammenhang zwischen Schleppfehler, Reglerreaktion und mechanischer Belastung anhand eines selbst entworfenen Beispiels.
  4. Transfer: Plane eine virtuelle Modernisierung einer alten Positionierachse. Wähle Geberart und Servoantriebskonzept und begründe Auswahl, Risiken und Sicherheitsgrenzen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Anlagenanalyse: Eine Achse positioniert im Leerlauf korrekt, zeigt unter Last aber einen wachsenden Schleppfehler. Entwickle mindestens zwei plausible Ursachen und ordne passende Diagnoseinformationen zu.
  2. Geberentscheidung: Begründe, warum ein Absolutwertgeber für eine Achse vorteilhaft sein kann, die nach Stromausfall möglichst ohne Referenzfahrt wieder eine bekannte Position benötigt.
  3. Robuste Sensorik: Beurteile, wann ein Resolver gegenüber einem optischen Inkrementalgeber sinnvoll sein kann und welche Nachteile trotzdem geprüft werden müssen.
  4. Signaldiagnose: Gegeben sind zwei A/B-Signalverläufe mit umgekehrter Phasenfolge. Erkläre, welche Aussage zur Drehrichtung daraus abgeleitet werden kann.
  5. Sicherheitskonzept: Formuliere einen sicheren Ablauf vom virtuellen Test bis zu einer realen Inbetriebnahme unter Fachaufsicht. Begründe, warum Simulation und Freigaben vorgeschaltet werden.
  6. Systemdenken: Erkläre, warum die Auswahl eines Servomotors ohne Betrachtung von Geber, Regler, Mechanik und Lastprofil unvollständig ist.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. einen geschlossenen Servoregelkreis fachlich erklären kannst,
  2. Drehmoment, Position, Drehzahl und Schleppfehler sinnvoll einordnest,
  3. Inkrementalgeber, Absolutwertgeber und Resolver anhand ihrer Rückmeldung unterscheidest,
  4. eine Motor-Geber-Kombination für einen konkreten Ausbildungsfall begründet auswählst,
  5. simulierte Signalverläufe auswertest und eine nachvollziehbare Diagnose ableitest,
  6. zwischen elektrischer Rückmeldung und mechanischer Belastung unterscheiden kannst,
  7. die Grenzen vereinfachter Simulationen benennst,
  8. bei realen Anlagen Fachaufsicht, betriebliche Freigaben und Schutzeinrichtungen als verbindlich behandelst.




Fachquellen und Medienrechte

Fachlich geprüft wurden insbesondere:

  1. Wikipedia: Servomotor – geschlossener Regelkreis, Lage-, Geschwindigkeits- und Momentenregelung, Geberarten.
  2. Wikipedia: Servoantrieb – Aufbau aus Motor, Leistungselektronik, Regelung und Rückmeldung.
  3. Wikipedia: Inkrementalgeber – relative Weg-/Winkeländerung, Referenzierung, A/B-Signale.
  4. Wikipedia: Absolutwertgeber – eindeutiger Positionswert und Verfügbarkeit nach dem Einschalten.
  5. Wikipedia: Resolver – elektromagnetische Winkelerfassung.
  6. OMRON: Rotary Encoders – Funktion von Drehgebern zur Erfassung von Position und Geschwindigkeit.
  7. Siemens: SINAMICS S210 – industrielle Servoantriebe, Encoder, Simulation und typische Anwendungen.

Verwendete Wikimedia-Commons-Medien und geprüfte Lizenzangaben:

Datei Lernzweck Lizenz laut Commons-Dateiseite
Servomotor.png Servomotor mit Encoder GNU FDL 1.2 oder später
Servo motor drive.png industrielle Servoregler CC BY-SA 3.0
Schemat regulacji serwomechanizmu.png Kaskadenregelung eines Servos CC BY-SA 3.0
Servo Motor.jpg Servo als Anschauungsbeispiel CC BY-SA 4.0
Encoder Disc (3-Bit).svg absolute Gray-Code-Scheibe Public Domain
Resolver-Uebertragungsverhalten-en.svg Resolver-Signalprinzip CC0 1.0
VW Incremental encoder.gif Funktionsprinzip Inkrementalgeber CC BY-SA 4.0
Dymo LetraTag XR - Incremental encoder-93356.jpg Schlitzscheibe und optische Abtastung CC BY-SA 4.0

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