Rechtschreibstrategien anwenden - aiMOOC


Rechtschreibstrategien anwenden - aiMOOC
Einleitung
Rechtschreibstrategien anwenden bedeutet: Du verlässt Dich beim Schreiben nicht nur auf Dein Gefühl, sondern nutzt bewährte Denkwege, um Wörter richtig zu schreiben. Rechtschreibstrategien helfen Dir, schwierige Stellen in Wörtern zu erkennen, zu prüfen und zu begründen. Das ist besonders wichtig, weil man im Deutschen nicht jedes Wort genauso schreibt, wie man es spricht. Manche Buchstaben hört man kaum, manche Laute können unterschiedlich geschrieben werden, und manche Wörter musst Du als Merkwörter sicher einprägen.
In diesem aiMOOC lernst Du zentrale Rechtschreibstrategien kennen: Silben schwingen, Verlängern, Ableiten, Wortstämme erkennen, Wortbausteine nutzen, Großschreibung prüfen, Merkwörter bewusst lernen und Texte mit einer Fehlerlupe überarbeiten. Ziel ist nicht, Regeln auswendig herunterzusagen, sondern sie beim eigenen Schreiben anzuwenden.

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Was sind Rechtschreibstrategien?
Rechtschreibung ist ein System. Es besteht aus Regeln, Mustern, Ausnahmen und festen Schreibweisen. Eine Rechtschreibstrategie ist ein bewusstes Verfahren, mit dem Du entscheidest, wie ein Wort geschrieben wird. Strategien sind wie Werkzeuge: Für verschiedene Probleme brauchst Du verschiedene Werkzeuge.
Wenn Du zum Beispiel nicht weißt, ob Du Hund mit d oder t schreibst, hilft die Strategie Verlängern: Du bildest die Mehrzahl Hunde. Nun hörst Du das d deutlich. Wenn Du nicht weißt, ob Hände mit ä oder e geschrieben wird, hilft die Strategie Ableiten: Du suchst ein verwandtes Wort, zum Beispiel Hand. Dadurch erkennst Du die Schreibung mit ä.
Warum sind Rechtschreibstrategien wichtig?
Rechtschreibstrategien machen Dich selbstständiger. Du musst nicht jedes schwierige Wort einzeln auswendig lernen. Stattdessen kannst Du viele Schreibungen durch Nachdenken klären. Das stärkt Deine Sprachbewusstheit, verbessert Deine Texte und hilft Dir beim Überarbeiten.
- Sicherheit beim Schreiben: Du kannst begründen, warum ein Wort so geschrieben wird.
- Selbstständigkeit: Du findest Lösungen, bevor Du nachfragst.
- Fehlerbewusstsein: Du erkennst typische Stolperstellen.
- Textüberarbeitung: Du verbesserst Deine eigenen Texte gezielt.
- Lernstrategie: Du lernst nicht zufällig, sondern planvoll.
Überblick über wichtige Rechtschreibstrategien
Silben schwingen
Beim Silben schwingen sprichst Du ein Wort deutlich in Silben. Jede Silbe enthält einen Vokal, Umlaut oder Doppellaut. Wenn Du ein Wort schwingst, hörst Du oft besser, welche Laute vorkommen. Das hilft besonders bei langen Wörtern.
Beispiele:
- Schokolade: Scho-ko-la-de
- Elefant: E-le-fant
- Geburtstag: Ge-burts-tag
- Rechtschreibung: Recht-schrei-bung
Beim Silbenschwingen achtest Du besonders auf Vokale. In der deutschen Schreibung ist es hilfreich zu wissen: In jeder gesprochenen Silbe klingt ein Vokal, Umlaut oder Doppellaut. Wer Silben sicher erkennt, kann Wörter besser strukturieren und langsamer, deutlicher schreiben.
Verlängern
Die Strategie Verlängern hilft Dir, wenn Du am Wortende einen Laut nicht eindeutig hörst. Im Deutschen klingt am Ende eines Wortes ein b oft wie p, ein d oft wie t und ein g oft wie k. Dieses Phänomen nennt man Auslautverhärtung. Durch Verlängern hörst Du den richtigen Buchstaben.
Beispiele:
- Hund: Hund - Hunde, deshalb d
- Berg: Berg - Berge, deshalb g
- Kalb: Kalb - Kälber, deshalb b
- lieb: lieb - liebe, deshalb b
Du kannst ein Wort verlängern, indem Du die Mehrzahl bildest, eine andere Form suchst oder ein verwandtes Wort verwendest. Wichtig ist: Die verlängerte Form muss die schwierige Stelle deutlich hörbar machen.
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Ableiten
Beim Ableiten suchst Du ein verwandtes Wort. Diese Strategie hilft besonders bei ä/e und äu/eu. Wenn ein Wort mit einem Wort verwandt ist, das a enthält, wird oft ä geschrieben. Wenn es mit einem Wort verwandt ist, das au enthält, wird oft äu geschrieben.
Beispiele:
- Hände: kommt von Hand, deshalb ä
- Mäuse: kommt von Maus, deshalb äu
- träumen: verwandt mit Traum, deshalb äu
- kräftig: verwandt mit Kraft, deshalb ä
Ableiten bedeutet nicht Raten. Du suchst ein Wort aus derselben Wortfamilie. Wenn Du eine passende Verwandtschaft findest, kannst Du die Schreibung begründen. Wenn Du keine passende Verwandtschaft findest, brauchst Du vielleicht eine andere Strategie oder ein Wörterbuch.
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Wortstamm erkennen
Der Wortstamm ist der gemeinsame Kern einer Wortfamilie. Wenn Du ihn erkennst, kannst Du viele Wörter richtig schreiben. Der Wortstamm bleibt oft gleich, auch wenn sich Endungen, Vorsilben oder Wortarten ändern.
Beispiele:
- fahren: fährt, Fahrrad, Fahrer, Fahrt
- schreiben: Schreiber, Schrift, Beschreibung
- spielen: Spiel, Spielerin, verspielt
- glücklich: Glück, glücken, beglückt
Der Wortstamm hilft Dir, Zusammenhänge zwischen Wörtern zu sehen. Dadurch wird Rechtschreibung verständlicher. Du lernst nicht jedes Wort einzeln, sondern erkennst Muster.
Wortbausteine nutzen
Viele Wörter bestehen aus Wortbausteinen. Dazu gehören Vorsilben, Nachsilben, Wortstämme und Endungen. Wenn Du diese Bausteine erkennst, kannst Du die Schreibung besser erklären.
Beispiele:
- Vorsilbe: ver-, vor-, ent-, be-, ge-
- Nachsilbe: -ung, -heit, -keit, -nis, -schaft
- Endung: -en, -er, -e, -st, -t
- Wortstamm: schreib, fahr, spiel, lern
Wortbausteine helfen auch bei der Großschreibung. Wörter mit Nachsilben wie -ung, -heit, -keit, -nis und -schaft sind meistens Nomen und werden großgeschrieben: die Ordnung, die Freiheit, die Freundlichkeit, das Ergebnis, die Mannschaft.
Großschreibung prüfen
Im Deutschen werden Nomen großgeschrieben. Doch manchmal ist es schwierig, ein Nomen zu erkennen. Du kannst mehrere Proben nutzen.
- Artikelprobe: Kann ein Artikel davorstehen? Beispiel: der Mut, die Freude, das Lernen.
- Adjektivprobe: Kann ein Adjektiv davorstehen? Beispiel: das schnelle Laufen.
- Pluralprobe: Kann es eine Mehrzahl geben? Beispiel: der Tisch - die Tische.
- Begleiterprobe: Steht ein Begleiter wie mein, kein, dieser oder viele davor?
Besonders wichtig ist die Großschreibung bei nominalisierten Verben und Adjektiven. In das Lesen macht Spaß wird Lesen großgeschrieben, weil es wie ein Nomen gebraucht wird. In etwas Schönes wird Schönes großgeschrieben, weil das Adjektiv nominalisiert ist.
Doppelkonsonanten prüfen
Ein Doppelkonsonant steht oft nach einem kurzen betonten Vokal. Du hörst nicht zwei Konsonanten, aber der kurze Vokal davor ist ein Hinweis. Diese Strategie ist wichtig bei Wörtern wie kommen, rennen, Mutter, Sonne oder Tasse.
Du kannst die Silbenprobe nutzen: Wenn nach einem kurzen betonten Vokal ein Konsonant zwischen zwei Vokalen steht, wird er häufig verdoppelt. Beispiele: kom-men, ren-nen, Son-ne, Tas-se. Nicht alle Wörter lassen sich allein dadurch sicher erklären, aber die Strategie hilft bei vielen häufigen Schreibungen.
Dehnung erkennen
Manche lange Vokale werden besonders markiert. Dazu gehören das Dehnungs-h, der doppelte Vokal und das lange ie. Beispiele sind fahren, Saal und Liebe. Für diese Schreibungen gibt es Muster, aber auch viele Wörter müssen als Merkwörter gelernt werden.
Hilfreich ist die Frage: Klingt der Vokal lang oder kurz? Bei einem langen Vokal prüfst Du, ob es ein bekanntes Dehnungszeichen gibt. Bei Unsicherheit helfen ein Wörterbuch, eine Wörterliste oder digitale Rechtschreibhilfen.
Merkwörter lernen
Ein Merkwort ist ein Wort, dessen Schreibung Du Dir besonders merken musst, weil eine Strategie nicht eindeutig hilft. Dazu gehören häufige Wörter mit besonderen Schreibungen, Fremdwörter oder Wörter mit seltenen Mustern.
Beispiele:
- Vater: langes a ohne Dehnungs-h.
- Tiger: langes i ohne ie.
- Computer: Fremdwort mit c.
- Rhythmus: schwierige Fremdwortschreibung.
- wider und wieder: unterschiedliche Bedeutung, unterschiedliche Schreibung.
Merkwörter lernst Du am besten aktiv: ansehen, sprechen, schreiben, abdecken, aus dem Gedächtnis schreiben und kontrollieren. Noch besser ist es, das Wort in einem eigenen Satz zu verwenden.
Wörterbuch und digitale Hilfen nutzen
Ein Wörterbuch ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Werkzeug. Wenn Du mit Strategien nicht sicher weiterkommst, schlägst Du nach. Auch digitale Rechtschreibhilfen können nützlich sein. Du solltest sie aber nicht blind übernehmen, denn sie erkennen nicht immer den Sinn des Satzes.
Beispiel: das und dass sind beide richtig geschrieben, aber sie werden unterschiedlich verwendet. Eine automatische Korrektur kann manchmal nicht sicher entscheiden, welche Form gemeint ist. Deshalb brauchst Du Rechtschreibstrategien und Sprachverständnis.

Strategien Schritt für Schritt anwenden
Die Rechtschreib-Checkliste
Wenn Du ein schwieriges Wort schreiben möchtest, kannst Du diese Reihenfolge nutzen:
- Silbenprobe: Sprich das Wort deutlich in Silben.
- Verlängerungsprobe: Verlängere das Wort, wenn der Endlaut unklar ist.
- Ableitungsprobe: Suche ein verwandtes Wort, wenn ä/e oder äu/eu unklar ist.
- Wortstammprobe: Suche Wörter aus derselben Wortfamilie.
- Bausteinprobe: Prüfe Vorsilben, Nachsilben und Endungen.
- Großschreibungsprobe: Prüfe, ob es ein Nomen oder eine Nominalisierung ist.
- Merkwortprobe: Frage Dich, ob das Wort gelernt oder nachgeschlagen werden muss.
- Kontrollprobe: Lies den Satz noch einmal und prüfe Sinn und Form.
Beispiel 1: Hund oder Hunt?
Du hörst am Ende von Hund möglicherweise ein t. Die Strategie heißt Verlängern: Hund - Hunde. In Hunde hörst Du ein d. Deshalb schreibst Du Hund mit d.
Beispiel 2: Bäume oder Beume?
Du suchst ein verwandtes Wort. Bäume gehört zu Baum. Weil in Baum der Doppellaut au steht, schreibst Du in Bäume äu. Die Strategie heißt Ableiten.
Beispiel 3: das schnelle Laufen
Das Wort Laufen ist eigentlich ein Verb. In das schnelle Laufen steht aber ein Artikel davor und ein Adjektiv beschreibt es. Es wird wie ein Nomen verwendet. Deshalb schreibt man es groß. Die Strategie heißt Großschreibungsprobe.
Beispiel 4: Hoffnung
Das Wort Hoffnung enthält die Nachsilbe -ung. Wörter mit -ung sind Nomen. Deshalb wird Hoffnung großgeschrieben. Außerdem hilft die Wortfamilie: hoffen - Hoffnung. Der Doppelkonsonant in hoffen bleibt erhalten.
Häufige Rechtschreibprobleme und passende Strategien
| Schwierigkeit | Beispiel | Passende Strategie | Begründung |
|---|---|---|---|
| Endlaut klingt unklar | Hund | Verlängern | Hunde macht das d hörbar. |
| ä oder e | Hände | Ableiten | Hand zeigt die Schreibung mit ä. |
| äu oder eu | Bäume | Ableiten | Baum zeigt die Schreibung mit äu. |
| Groß oder klein | das Lesen | Artikelprobe | Das Verb wird als Nomen gebraucht. |
| Doppelkonsonant | rennen | Silbenprobe | ren-nen zeigt den kurzen Vokal. |
| Wortfamilie | gefährlich | Wortstammprobe | Gefahr hilft beim Erkennen der Schreibung. |
| Nicht erklärbare Schreibung | Tiger | Merkwort | Das lange i wird hier nicht mit ie geschrieben. |
Typische Fehler vermeiden
Viele Rechtschreibfehler entstehen nicht, weil jemand eine Regel gar nicht kennt, sondern weil die passende Strategie nicht angewendet wird. Wer schnell schreibt, übersieht oft Endlaute, Großschreibung oder Wortbausteine. Deshalb ist die Überarbeitung wichtig.
Die Fehlerlupe
Die Fehlerlupe ist eine Methode zur Textüberarbeitung. Du liest Deinen Text mehrmals, aber jedes Mal mit einem anderen Schwerpunkt.
- Erster Durchgang: Prüfe Satzanfänge und Punkte.
- Zweiter Durchgang: Prüfe Nomen und Großschreibung.
- Dritter Durchgang: Prüfe Endlaute durch Verlängern.
- Vierter Durchgang: Prüfe ä/e und äu/eu durch Ableiten.
- Fünfter Durchgang: Prüfe Merkwörter und schlage unsichere Wörter nach.

Übungswortschatz
Nutze die folgenden Wörter, um die Strategien zu trainieren. Schreibe jedes Wort in einen eigenen Satz und notiere die Strategie, die Dir hilft.
- Verlängern: Korb, Wald, Weg, Kleid, rund, gelb, Staub, Berg
- Ableiten: Hände, Bäume, kräftig, länglich, Träume, gefährlich, täglich, ängstlich
- Wortstamm: fahren, schreiben, spielen, wohnen, rechnen, lernen, hoffen, bauen
- Großschreibung: das Lesen, beim Schreiben, etwas Schönes, viel Gutes, im Dunkeln, das Neue
- Merkwörter: Vater, Tiger, Computer, Rhythmus, Theater, Maschine, vielleicht, nämlich
Lernstrategien für den Alltag
Rechtschreibung verbessert sich durch bewusstes Üben. Du brauchst kurze, regelmäßige Einheiten. Wichtig ist, dass Du Fehler nicht nur korrigierst, sondern verstehst. Frage Dich immer: Welche Strategie hätte mir geholfen?
- Wörterkartei: Sammle persönliche Fehlerwörter und wiederhole sie regelmäßig.
- Strategiezeichen: Markiere neben einem Wort die passende Strategie, zum Beispiel V für Verlängern oder A für Ableiten.
- Partnerdiktat: Diktiere mit einer Partnerin oder einem Partner kurze Sätze und erklärt danach die schwierigen Wörter.
- Textlupe: Suche in einem eigenen Text nur nach einer Fehlerart.
- Wortfamilienplakat: Sammle Wörter mit gemeinsamem Wortstamm.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Strategie hilft Dir bei der Schreibung von Hund? (Verlängern) (!Ableiten) (!Merkwort lernen) (!Artikelprobe)
Welche verlängerte Form zeigt die Schreibung von Berg? (Berge) (!Berke) (!Bergig ohne g) (!Berk)
Welche Strategie hilft bei Hände? (Ableiten) (!Silben zählen) (!Satzzeichen setzen) (!Wörter alphabetisch ordnen)
Von welchem Wort kann man Bäume ableiten? (Baum) (!Beule) (!Biene) (!Bahn)
Woran erkennst Du viele Nomen? (Sie können einen Artikel haben) (!Sie stehen immer am Satzende) (!Sie haben immer drei Silben) (!Sie werden immer klein geschrieben)
Welche Nachsilbe bildet häufig ein Nomen? (ung) (!lich) (!sam) (!bar)
Was ist ein Wortstamm? (Der gemeinsame Kern verwandter Wörter) (!Ein Satzzeichen am Wortende) (!Ein besonders langes Fremdwort) (!Ein Wort ohne Vokale)
Welche Strategie passt zu rennen? (Doppelkonsonant durch Silbenprobe prüfen) (!ä von a ableiten) (!Endlaut verlängern) (!Komma setzen)
Was ist ein Merkwort? (Ein Wort mit besonders einzuprägender Schreibung) (!Ein Wort, das nie geübt werden muss) (!Ein Wort ohne Bedeutung) (!Ein Wort, das immer falsch geschrieben wird)
Was solltest Du tun, wenn keine Strategie sicher hilft? (Im Wörterbuch nachschlagen) (!Das Wort weglassen) (!Immer die kürzere Schreibweise wählen) (!Nur nach Klang schreiben)
Memory
| Verlängern | Hund - Hunde |
| Ableiten | Hände - Hand |
| Silbenschwingen | Scho-ko-la-de |
| Wortstamm | fahren - Fahrer |
| Großschreibung | das Lesen |
| Merkwort | Tiger |
| Doppelkonsonant | ren-nen |
| Wörterbuch | unsichere Schreibung prüfen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Verlängern | Endlaut prüfen |
| Ableiten | Wortverwandtschaft nutzen |
| Silbenschwingen | Wort in Sprechsilben gliedern |
| Artikelprobe | Nomen erkennen |
| Merkwort | Schreibung einprägen |
| Wortstamm | Wortfamilie erkennen |
Kreuzworträtsel
| Silben | Wie nennt man die Sprecheinheiten eines Wortes? |
| Ableiten | Welche Strategie nutzt verwandte Wörter? |
| Stamm | Wie nennt man den gemeinsamen Kern einer Wortfamilie? |
| Merkwort | Wie heißt ein Wort mit besonders einzuprägender Schreibung? |
| Nomen | Welche Wortart wird im Deutschen großgeschrieben? |
| Probe | Wie nennt man ein Verfahren zum Überprüfen einer Schreibung? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Silben klatschen: Wähle zehn Wörter aus Deinem Alltag und zerlege sie in Silben. Sprich sie laut und schreibe die Silben mit Bindestrichen auf.
- Verlängerungsprobe: Sammle fünf Wörter mit einem schwierigen Endlaut und bilde jeweils eine verlängerte Form.
- Ableitungswörter: Finde fünf Wörter mit ä oder äu und notiere jeweils das verwandte Wort mit a oder au.
- Merkwörterliste: Erstelle eine persönliche Liste mit zehn Wörtern, deren Schreibung Du Dir merken möchtest.
Standard
- Strategieplakat: Gestalte ein Plakat zu einer Rechtschreibstrategie mit Erklärung, Beispielen und eigenen Übungssätzen.
- Fehlerlupe anwenden: Nimm einen eigenen Text und überarbeite ihn in drei Durchgängen: Großschreibung, Endlaute, Merkwörter.
- Wortfamilien sammeln: Erstelle eine Wortfamilie zu einem Wortstamm und erkläre, welche Schreibungen gleich bleiben.
- Partnerdiktat: Entwickle ein kurzes Diktat mit zehn Strategie-Wörtern und erkläre nach der Kontrolle jede schwierige Stelle.
Schwer
- Rechtschreibdiagnose: Analysiere zehn Fehler aus einem Text. Ordne jedem Fehler eine passende Strategie zu und formuliere eine Lernempfehlung.
- Erklärvideo: Produziere ein kurzes Video, in dem Du die Strategien Verlängern, Ableiten und Großschreibungsprobe mit Beispielen erklärst.
- Lernspiel entwickeln: Entwickle ein Memory, Kartenspiel oder digitales Quiz zu Rechtschreibstrategien und teste es mit einer Lerngruppe.
- Strategievergleich: Vergleiche zwei Rechtschreibstrategien und erkläre, bei welchen Fehlertypen sie helfen und wo ihre Grenzen liegen.

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Lernkontrolle
- Strategie begründen: Erkläre an fünf selbst gewählten Wörtern, welche Rechtschreibstrategie jeweils hilft und warum.
- Fehler untersuchen: Untersuche einen kurzen fehlerhaften Text. Verbessere nicht nur die Fehler, sondern schreibe zu jedem Fehler die passende Strategie.
- Transferaufgabe: Entwickle für eine jüngere Lerngruppe eine verständliche Erklärung zur Verlängerungsprobe und ergänze drei Beispiele.
- Textüberarbeitung: Schreibe einen kurzen Erlebnisbericht und überarbeite ihn mit der Fehlerlupe. Dokumentiere Deine Überarbeitungsschritte.
- Wortfamilien nutzen: Zeige an einer Wortfamilie, wie der Wortstamm beim richtigen Schreiben hilft.
- Merkwörter reflektieren: Erstelle eine Lernmethode für Deine persönlichen Merkwörter und begründe, warum sie wirksam sein kann.
- Strategieentscheidung: Entscheide bei zehn schwierigen Wörtern, ob Verlängern, Ableiten, Großschreibungsprobe, Wortstammprobe oder Nachschlagen am besten passt.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis erstellst Du ein eigenes Rechtschreib-Portfolio. Es soll zeigen, dass Du Rechtschreibstrategien nicht nur benennen, sondern anwenden kannst.
- Strategieübersicht: Erstelle eine Übersicht mit mindestens sechs Rechtschreibstrategien, jeweils mit Erklärung und Beispiel.
- Eigene Fehlerwörter: Sammle mindestens zwanzig persönliche Fehler- oder Unsicherheitswörter und ordne sie passenden Strategien zu.
- Überarbeiteter Text: Schreibe einen eigenen Text von mindestens 150 Wörtern und überarbeite ihn sichtbar mit der Fehlerlupe.
- Reflexion: Beschreibe, welche Strategie Dir am meisten hilft und bei welchen Wörtern Du weiterhin Unterstützung brauchst.
- Anwendung: Erkläre einer anderen Person eine Strategie und dokumentiere, ob Deine Erklärung verständlich war.
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Zusammenfassung
Rechtschreibstrategien helfen Dir, Wörter bewusst und begründet zu schreiben. Beim Silbenschwingen gliederst Du Wörter in Sprecheinheiten. Beim Verlängern machst Du unklare Endlaute hörbar. Beim Ableiten nutzt Du verwandte Wörter, um ä/e oder äu/eu zu prüfen. Mit der Wortstammprobe erkennst Du Zusammenhänge in Wortfamilien. Die Artikelprobe und weitere Proben helfen bei der Großschreibung. Merkwörter musst Du gezielt üben, und bei Unsicherheit ist das Wörterbuch ein wichtiges Hilfsmittel. Wer eigene Texte mit einer Fehlerlupe überarbeitet, verbessert nicht nur einzelne Wörter, sondern entwickelt dauerhaft mehr Sicherheit im Schreiben.
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