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Prometheus - Goethe, Johann Wolfgang - Gedichtanalyse

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Prometheus - Goethe, Johann Wolfgang - Gedichtanalyse

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Prometheus - Goethe, Johann Wolfgang - Gedichtanalyse

Deutsch | Klasse 9–10 | ca. 2–3 Unterrichtsstunden

Kurzbeschreibung: In „Prometheus“ spricht eine Figur den Gott Zeus direkt an. Sie wehrt sich gegen seine Macht und vertraut auf die eigene Kraft. Das Gedicht beginnt mit „Bedecke deinen Himmel, Zeus,“ und hat 57 Verse in sieben Strophen. Du liest den Text von 1827, hörst verschiedene Vorträge und übst eine begründete Gedichtanalyse.

Deine Lernziele: Du kannst Sprecher und Autor unterscheiden, sieben Abschnitte erklären, sprachliche Mittel mit Verszahlen belegen und eine eigene Deutung schreiben.


Einleitung

Johann Wolfgang von Goethe, Porträt von Joseph Karl Stieler (1828).

Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) schrieb das Gedicht in seiner Jugendzeit, etwa 1772–1774. Es passt zur Literatur des Sturm und Drang: Selbstbestimmung, starke Gefühle und Kritik an Autoritäten sind wichtige Themen. Zuerst wurde das Gedicht 1785 ohne Goethes Zustimmung und ohne seinen Namen gedruckt. Unsere Textgrundlage ist die spätere „Ausgabe letzter Hand“ von 1827, nicht der Erstdruck.

Achtung: Im Gedicht sagt „ich“ die Figur Prometheus. Goethe ist der Autor, aber nicht mit jeder Aussage der Figur gleichzusetzen. Die Deutungen unten sind Vorschläge, keine gesicherten Aussagen über Goethes persönliche Meinung.


Hintergrund: Mythos und Gedicht

Heinrich Füger: Prometheus bringt den Menschen das Feuer (Datierung uneinheitlich: 1790 oder um 1817).

Im griechischen Prometheus-Mythos hilft Prometheus den Menschen und bringt ihnen das Feuer. Zeus bestraft ihn dafür. Wichtig: Der Feuerdiebstahl und die Bestrafung werden in Goethes Gedicht nicht erzählt. Das Gedicht zeigt vor allem die auflehnende Rede der Figur.

Peter Paul Rubens und Frans Snyders: „Der gefesselte Prometheus“ (17. Jahrhundert). Das Bild zeigt die Strafe aus dem Mythos, nicht eine Szene des Gedichts.

Bildfrage: Was unterscheidet den leidenden Prometheus auf dem Gemälde von der selbstbewussten Stimme in Goethes Gedicht? Notiere zwei Beobachtungen.


Quelle und Lesefassung


Historische Quelle: Ausgabe letzter Hand (1827)

Bibliografischer Nachweis: Goethe, Werke. Vollständige Ausgabe letzter Hand, zweiter Band, Stuttgart und Tübingen: J. G. Cotta, 1827, S. 76–78. Der Text wurde mit der digitalisierten Druckausgabe auf Wikisource verglichen. Ausgangspunkt ist zusätzlich die vom Auftrag vorgegebene Zeno-Ausgabe von 1827.

Originalseiten auf Wikimedia Commons: Die folgenden Fotos zeigen die historischen Druckseiten. Die alte Schreibweise ist Teil der Quelle.


Quellfassung: „Prometheus“ (1827)

Quellengetreue Schreibweise, 57 Verse. Die Zeilenzählung der Aufgaben beginnt mit „Bedecke“ als Vers 1. Strophenabstände zählen nicht mit.

Bedecke deinen Himmel, Zeus,
Mit Wolkendunst,
Und übe, dem Knaben gleich,
Der Disteln köpft,
An Eichen dich und Bergeshöhn;
Müßt mir meine Erde
Doch lassen stehn,
Und meine Hütte, die du nicht gebaut,
Und meinen Herd,
Um dessen Gluth
Du mich beneidest.

Ich kenne nichts Aermeres
Unter der Sonn’, als euch, Götter!
Ihr nähret kümmerlich
Von Opfersteuern
Und Gebetshauch
Eure Majestät,
Und darbtet, wären
Nicht Kinder und Bettler
Hoffnungsvolle Thoren.

Da ich ein Kind war,
Nicht wußte wo aus noch ein,
Kehrt’ ich mein verirrtes Auge
Zur Sonne, als wenn drüber wär’
Ein Ohr, zu hören meine Klage,
Ein Herz, wie mein’s,
Sich des Bedrängten zu erbarmen.

Wer half mir
Wider der Titanen Uebermuth?
Wer rettete vom Tode mich,
Von Sklaverey?
Hast du nicht alles selbst vollendet,
Heilig glühend Herz?
Und glühtest jung und gut,
Betrogen, Rettungsdank
Dem Schlafenden da droben?

Ich dich ehren? Wofür?
Hast du die Schmerzen gelindert
Je des Beladenen?
Hast du die Thränen gestillet
Je des Geängsteten?
Hat nicht mich zum Manne geschmiedet
Die allmächtige Zeit
Und das ewige Schicksal,
Meine Herrn und deine?

Wähntest du etwa,
Ich sollte das Leben hassen,
In Wüsten fliehen,
Weil nicht alle
Blüthenträume reiften?

Hier sitz’ ich, forme Menschen
Nach meinem Bilde,
Ein Geschlecht, das mir gleich sey,
Zu leiden, zu weinen,
Zu genießen und zu freuen sich,
Und dein nicht zu achten,
Wie ich!

Quellenhinweis zu Vers 6: Der Druck von 1827 enthält „Müßt“. Wikisource kennzeichnet dies als Druckfehler. In der Lesefassung steht deshalb „Musst“. Die ursprüngliche Form bleibt hier sichtbar. Der Text ist gemeinfrei; die Lesefassung unten ist keine Übersetzung aus einer anderen Sprache.


Lesefassung: behutsam modernisierte Schreibung

Lies leichter: Nur alte Schreibweisen und wenige Satzzeichen sind angepasst. Die sieben Strophen und 57 Verse bleiben erhalten. Die ungewöhnliche poetische Satzstellung bleibt zum großen Teil bestehen.

Bedecke deinen Himmel, Zeus,
mit Wolkendunst,
und übe, dem Knaben gleich,
der Disteln köpft,
an Eichen dich und Bergeshöhn;
musst mir meine Erde
doch lassen stehn,
und meine Hütte, die du nicht gebaut,
und meinen Herd,
um dessen Glut
du mich beneidest.

Ich kenne nichts Ärmeres
unter der Sonn’ als euch, Götter!
Ihr nähret kümmerlich
von Opfersteuern
und Gebetshauch
eure Majestät,
und darbtet, wären
nicht Kinder und Bettler
hoffnungsvolle Toren.

Da ich ein Kind war,
nicht wusste, wo aus noch ein,
kehrt’ ich mein verirrtes Auge
zur Sonne, als wenn drüber wär’
ein Ohr, zu hören meine Klage,
ein Herz, wie mein’s,
sich des Bedrängten zu erbarmen.

Wer half mir
wider der Titanen Übermut?
Wer rettete vom Tode mich,
von Sklaverei?
Hast du nicht alles selbst vollendet,
heilig glühend Herz?
Und glühtest jung und gut,
betrogen, Rettungsdank
dem Schlafenden da droben?

Ich dich ehren? Wofür?
Hast du die Schmerzen gelindert
je des Beladenen?
Hast du die Tränen gestillet
je des Geängsteten?
Hat nicht mich zum Manne geschmiedet
die allmächtige Zeit
und das ewige Schicksal,
meine Herrn und deine?

Wähntest du etwa,
ich sollte das Leben hassen,
in Wüsten fliehen,
weil nicht alle
Blütenträume reiften?

Hier sitz’ ich, forme Menschen
nach meinem Bilde,
ein Geschlecht, das mir gleich sei,
zu leiden, zu weinen,
zu genießen und zu freuen sich,
und dein nicht zu achten,
wie ich!

Wörterhilfe: „Disteln köpfen“ = Distelblüten abschlagen; „darben“ = Mangel leiden; „Toren“ = unkluge Menschen; „wo aus noch ein“ = nicht weiterwissen; „Beladene“ = schwer belastete Menschen; „Blütenträume“ = schöne, noch unerfüllte Hoffnungen; „achten“ = respektieren.

Verständnishilfe in einem Satz: Die Stimme sagt sinngemäß: „Zeus, ich brauche deine Hilfe nicht. Ich lebe und erschaffe aus eigener Kraft.“ Das ist eine Zusammenfassung, kein Originalvers.


Gedicht verstehen und analysieren


Sieben kurze Sinnabschnitte

  1. Verse 1–11 – Abgrenzung: Der Sprecher befiehlt Zeus, sich um den Himmel zu kümmern. Erde, Hütte und Herd beansprucht er für sich.
  2. Verse 12–20 – Kritik: Die Götter erscheinen arm. Nach Ansicht der Stimme leben sie von Opfergaben und Gebeten.
  3. Verse 21–27 – Kindheit: Früher suchte der Sprecher Hilfe bei einer höheren Macht.
  4. Verse 28–36 – Selbsterkenntnis: Die Stimme schreibt die eigene Rettung und Kraft dem „Herz“ zu.
  5. Verse 37–45 – Vorwürfe: Die Fragen machen klar: Zeus hat dem Sprecher aus seiner Sicht nicht geholfen. Zeit und Schicksal haben ihn geprägt.
  6. Verse 46–50 – Trotz: Auch unerfüllte Wünsche sind für ihn kein Grund, das Leben zu hassen.
  7. Verse 51–57 – Schaffen: Er formt Menschen nach seinem Bild. Das kann für schöpferische Freiheit stehen.


Form und Sprache: drei wichtige Werkzeuge

Hymne: Eine Hymne ist oft eine feierliche Lob- oder Preisrede. Hier wird Zeus jedoch nicht gelobt. Deshalb kann man auch von einer Anti-Hymne sprechen.

Freie Rhythmen: Die sieben Strophen sind unterschiedlich lang. Es gibt kein durchgehendes Reimschema und kein festes Metrum. Die Rede wirkt direkt und beweglich. Der Schluss „sich / ... / ich“ bildet einen auffälligen Klanganklang.

Rhetorische Frage: „Ich dich ehren? Wofür?“ (V. 37) erwartet keine freundliche Antwort. Sie verstärkt die Ablehnung. Der Vergleich mit einem Knaben (V. 3–4) macht Zeus klein. „Heilig glühend Herz“ (V. 33) ruft die eigene Lebenskraft an.

Deutung statt Tatsache: Man kann Prometheus als Symbol für Selbstbestimmung und künstlerisches Schaffen lesen. Das Gedicht beweist aber nicht, dass Goethe persönlich jede Behauptung der Figur geteilt hat.


So schreibst du eine kurze Analyse

Einleitung: Nenne Autor, Titel, Entstehungszeit, Ausgabe 1827 und Thema.

Hauptteil: Erkläre zuerst, was die Stimme sagt. Untersuche dann mindestens zwei sprachliche Mittel und ihre Wirkung. Muster: „Die Frage in Vers 37 zeigt die Ablehnung des Sprechers gegenüber Zeus, weil er keinen Grund für Verehrung sieht.“

Schluss: Formuliere eine begründete Deutung. Nutze die Formulierung: „Die Verse ... lassen vermuten, dass ...“.

Gestufte Hilfen: Leicht: Markiere „ich“, „du“ und Fragezeichen. Standard: Sammle drei Zitate mit Verszahlen. Schwer: Prüfe, ob die Selbstsicherheit am Ende auch kritisch gelesen werden kann.


Hören, sehen und vergleichen


Audio: drei freie Vortragsfassungen

Hörvergleich: Achte auf Lautstärke, Pausen und die Frage in Vers 37. Die Vorträge sind Interpretationen der Sprechenden, keine Originalaufnahme von Goethe.

Regina Bode / LibriVox, ca. 2:32 Minuten; gemeinfrei.

Hans-Jörg Große; Produktion mit Christian Mantey (2012), CC BY-SA 3.0.

Phantomkommando (2006), CC BY-SA 2.5.


Zwei Animationen auf Wikimedia Commons

Feueranimation von Nevit, gemeinfrei. Das Feuer gehört zum Mythos; im Gedicht wird kein Feuerdiebstahl erzählt.

Schriftanimation von Nevit Dilmen (2012), CC BY-SA 3.0. Sie zeigt die Namen Prometheus und Epimetheus, nicht die Handlung des Gedichts.


Zwei passende YouTube-Videos

Rezitation: Achte darauf, wie der Vortragende die Herausforderung an Zeus spricht.

„Prometheus – Gedicht von Goethe – Rezitation“, Schwichtenberg Training (2019).

Gedicht hören und Sprachgefühl üben: Vergleiche die vorgelesenen Wörter mit der Druckfassung von 1827.

„Gedicht: Prometheus von Goethe | Sturm und Drang“, Authentic German Learning (2016).

Hinweis: Die YouTube-Videos sind verlinkte Angebote Dritter. Sie werden dadurch nicht zu frei lizenzierten OER.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Zitiergestütztes Lesequiz: Die Verszahlen beziehen sich auf die Quellfassung von 1827. Genau eine Antwort ist richtig.

Wen spricht die Stimme mit „Bedecke deinen Himmel“ an (V. 1)? (Zeus) (!Goethe) (!Das eigene Herz) (!Einen König von Frankreich)




Wie stellt die Stimme Zeus im Vergleich „dem Knaben gleich“ dar (V. 3–4)? (Als kindlich und wenig eindrucksvoll) (!Als fürsorglichen Vater) (!Als verletzten Helden) (!Als weisen Lehrer)




Was sagt die Stimme über die „Hütte, die du nicht gebaut“ (V. 8)? (Zeus hat diese Hütte nicht geschaffen) (!Zeus hat diese Hütte errichtet) (!Die Hütte gehört den Göttern) (!Die Hütte ist vom Feuer zerstört)




Wovon nähren sich die Götter laut Vers 14–17? (Von Opfergaben und Gebeten) (!Von Früchten und Korn) (!Von Sternen und Wolken) (!Von Wasser und Steinen)




Welche Zeit erinnert die Stimme mit „Da ich ein Kind war“ (V. 21)? (Die eigene Kindheit) (!Die Zukunft der Menschen) (!Den Bau des Olymps) (!Den Tod des Zeus)




Wen meint die Stimme wahrscheinlich mit „Heilig glühend Herz“ (V. 33)? (Die eigene innere Kraft) (!Die Macht des Adlers) (!Die Stimme des Zeus) (!Den Chor der Götter)




Was bewirkt „Ich dich ehren? Wofür?“ (V. 37)? (Es stellt die Verehrung des Zeus infrage) (!Es bietet Zeus ein Geschenk an) (!Es bittet Zeus um Vergebung) (!Es begrüßt die Götter freundlich)




Was hat die Figur laut Vers 42–45 geprägt? (Zeit und Schicksal) (!Wind und Regen) (!Nur der Wille des Zeus) (!Das Feuer des Herdes)




Was sind „Blüthenträume“ in Vers 50 am ehesten? (Unerfüllte schöne Hoffnungen) (!Echte Blumen im Garten) (!Befehle der Götter) (!Erinnerungen an einen Kampf)




Was tut die Stimme am Ende laut Vers 51–57? (Sie formt Menschen nach ihrem Bild) (!Sie unterwirft sich Zeus) (!Sie verlässt die Erde) (!Sie befreit einen Adler)





Memory

Zeus Angesprochener Götterherrscher
Hütte Selbst beanspruchter Schutzraum
Opfersteuern Gaben an Gottheiten
Herz Bild der eigenen Lebenskraft
Blütenträume Unerfüllte Hoffnungen
Menschenformen Bild schöpferischer Tätigkeit





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Passende Bedeutung
Wolkendunst Bereich des Zeus
Opfergaben Abhängigkeit der Götter
Kindheitsblick Frühere Hoffnung auf Hilfe
Herzensglut Vertrauen in eigene Kraft
Menschenschöpfung Selbstständiges Handeln





Kreuzworträtsel

Zeus Welcher Gott wird direkt angeredet?
Goethe Wer hat das Gedicht geschrieben?
Herz Welches Organ steht für die eigene innere Kraft?
Hymne Wie heißt die feierliche Gedichtform?
Schicksal Welche Macht wird neben der Zeit genannt?
Prometheus Welche mythologische Figur spricht im Gedicht?





LearningApps

Die Suche zeigt fremde Übungen. Prüfe ihre Aussagen an der Ausgabe von 1827.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Das Gedicht wurde von Johann Wolfgang von

verfasst.
Die sprechende Figur heißt

.
Sie wendet sich direkt an

.
Die Ausgabe letzter Hand erschien im Jahr

.
Das Gedicht besitzt sieben

.
In der zweiten Strophe kritisiert die Stimme die

.
In der Kindheit erhoffte die Figur sich

.
Später vertraut sie auf ihr eigenes

.
Viele Fragen dienen als Ausdruck der

.
Neben der Zeit wird das

genannt.
Das Ende zeigt die Erschaffung von

.
Die Epoche heißt Sturm und

.



Offene Aufgaben

Ohne automatische Bewertung: Bearbeite die Aufgaben schriftlich, als Skizze oder als Gespräch. Begründe Deine Deutung mit Verszahlen.


Leicht

  1. Zeus: Schreibe aus Sicht der Figur eine kurze Nachricht an Zeus mit drei Sätzen. Hilfe: „Ich möchte ...“.
  2. Wortschatz: Erstelle fünf Wortkarten zu schwierigen Wörtern des Gedichts mit je einem einfachen Beispielsatz.
  3. Gedichtvortrag: Lies Verse 1–11 laut und markiere drei Stellen, an denen Du eine Pause machen möchtest. Begründe eine Pause.
  4. Bildbeschreibung: Vergleiche das Feuerbild von Füger mit dem Gedicht. Notiere zwei Dinge, die nur im Mythosbild zu sehen sind.


Standard

  1. Gedichtanalyse: Schreibe einen Absatz mit einer These, einem Originalzitat und einer Erklärung zur Haltung gegenüber Zeus.
  2. Rhetorische Frage: Sammle drei Fragen des Gedichts. Erkläre, warum sie eher Vorwürfe als echte Fragen sind.
  3. Innerer Monolog: Verfasse einen kurzen inneren Monolog des Prometheus vor Vers 37. Markiere ihn deutlich als erfundenen Text.
  4. Hörverstehen: Vergleiche zwei der Commons-Rezitationen. Schreibe auf, welche zu Deiner Deutung passt und warum.


Schwer

  1. Sturm und Drang: Untersuche, wie freie Rhythmen, Widerspruch und Gefühle zusammenwirken. Belege zwei Aussagen mit Versen.
  2. Perspektivwechsel: Schreibe eine kurze Antwort des Zeus und kommentiere danach, welche Aussagen von Dir erfunden sind.
  3. Interpretation: Erörtere mit Belegen, ob die Figur nur mutig oder auch überheblich wirkt. Formuliere ein Gegenargument.
  4. Medienkompetenz: Plane ein Storyboard für einen eigenen Erklärfilm, ohne fremdes Material ungeprüft zu übernehmen. Trenne Mythos, Gedichtinhalt und eigene Deutung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Übertragen und begründen – keine reine Wissensabfrage:

  1. Selbstbestimmung: Vergleiche Prometheus' Verhältnis zu Zeus mit einem heutigen Konflikt um Regeln. Wo hilft der Vergleich, wo endet er?
  2. Bildinterpretation: Erkläre, warum das Gemälde des gefesselten Prometheus einen anderen Eindruck vermittelt als Vers 51–57.
  3. Gedichtform: Prüfe, ob die Bezeichnung „Anti-Hymne“ den Text gut beschreibt. Nenne ein Argument und einen möglichen Einwand.
  4. Quellenkritik: Erkläre, warum man die Schreibweise „Müßt“ in der Quellfassung bewahren und in einer Lesefassung ändern darf.
  5. Lyrisches Ich: Jemand behauptet, Goethe greife Zeus persönlich an. Zeige, warum diese Aussage vorsichtiger formuliert werden muss.
  6. Kreativität: Bewerte, ob schöpferische Freiheit auch Verantwortung verlangt. Beziehe Dich auf das Bild der Menschenerschaffung am Ende.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis brauchst Du:

  1. Eine kurze Inhaltsangabe in eigenen Worten.
  2. Eine Einordnung der Ausgabe von 1827 und die Unterscheidung von Autor und Sprecher.
  3. Mindestens drei passende Originalzitate mit Verszahlen.
  4. Eine Erklärung von zwei sprachlichen Mitteln und ihrer Wirkung.
  5. Eine begründete Deutung mit möglicher Gegenposition.
  6. Eine klare Kennzeichnung eigener Texte und bearbeiteter Schreibweisen.


OERs zum Thema

Historischer Text: Wikisource: Text von 1827 mit Seitenverweisen und Zeno: angegebene Ausgabe. Hintergrundartikel: Wikipedia: Prometheus (Hymne).


Medienrechte und Namensnennung

Alle Bilder, Audioaufnahmen und Animationen stammen aus Wikimedia Commons; es wurden keine eigenen Medien erzeugt. Die Angaben beziehen sich auf die jeweils verlinkten Commons-Dateiseiten:

  1. Originalseiten 1827: Seite 76, Seite 77, Seite 78 – Goethe/Cotta, 1827, gemeinfrei.
  2. Porträt: Joseph Karl Stieler, Goethe (1828) – gemeinfrei.
  3. Mythosbilder: Heinrich Füger, Prometheus mit Feuer sowie Peter Paul Rubens / Frans Snyders, Gefesselter Prometheus – gemeinfrei.
  4. Audio, gemeinfrei: Regina Bode / LibriVox.
  5. Audio, CC BY-SA 3.0: Hans-Jörg Große und Christian Mantey – Lizenz.
  6. Audio, CC BY-SA 2.5: Phantomkommando – Lizenz.
  7. Animation Feuer: Nevit, Feuer – gemeinfrei.
  8. Schriftanimation: Nevit Dilmen, Prometheus/Epimetheus – CC BY-SA 3.0.

Bei CC BY-SA gilt: Urheber, Lizenz und Quelle nennen; bei Bearbeitungen Änderungen kennzeichnen und die Lizenzbedingungen beachten. YouTube: Die beiden eingebetteten Fremdvideos haben keine hier nachgewiesene freie Nachnutzungslizenz. Einbettung bedeutet nicht freie Wiederverwendung.


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