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Projekt Wärmepumpenmodernisierung – Heizflächen und Temperaturniveau beurteilen

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Projekt Wärmepumpenmodernisierung – Heizflächen und Temperaturniveau beurteilen

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Einleitung

Projekt Wärmepumpenmodernisierung – Heizflächen und Temperaturniveau beurteilen

Zielgruppe: Ausbildung Anlagenmechanik SHK, fortgeschrittene Lernende. Dauer: sechs kurze Lerneinheiten à etwa 20 Minuten plus Projektabgabe.

Dein Auftrag: Prüfe für einen Bestandsbau, ob seine Heizkörper mit einer Wärmepumpe bei möglichst niedriger Vorlauftemperatur ausreichen. Erstelle dazu ein fortlaufendes Projektdossier mit Skizze, Rechenblatt, Simulation, Prüfdaten, Sicherheitscheck und begründeter Empfehlung.

Wichtig: Alle Fallzahlen sind fiktive Ausbildungsdaten. Sie ersetzen weder die raumweise Fachberechnung noch Herstellerunterlagen oder eine Anlagenfreigabe. Keine eigenständigen Arbeiten an Kältekreis, Drucksystemen oder elektrischen Anlagenteilen.

Bildauftrag: Zeige Wärmequelle, Wärmepumpe und Wärmeabgabe. Abbildung: Alexxyz1, CC0, Wikimedia Commons.


Der Ausbildungsfall und das Projektdossier

Auftraggeberfall: Ein fiktives Einfamilienhaus von 1988 mit 120 m² soll von einer Kesselheizung auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe umgestellt werden. Im Übungsmodell betrachtest Du fünf zusammengefasste Heizbereiche. Die angenommenen Raumheizlasten beziehen sich auf einen fiktiven Auslegungsfall mit −10 °C außen. Zielvariante: 55 °C Vorlauf, 45 °C Rücklauf.

Heizbereich Soll-Raumtemperatur Raumheizlast Vorhandener Heizkörper Q50 Austauschvariante Q50
Wohnen 20 °C 2200 W 2800 W 4600 W
Schlafen 20 °C 1000 W 1200 W 2100 W
Küche 20 °C 900 W 1200 W 1900 W
Bad 24 °C 1000 W 1100 W 2500 W
Flur 20 °C 600 W 750 W 1250 W
Summe — 5700 W 7050 W 12350 W

Q50 bezeichnet hier die angenommene Normwärmeleistung bei 75/65/20 °C. Die Austauschwerte sind Rechenoptionen, keine ausgewählten oder geprüften Produkte.

Dein Dossier wächst mit: D1 Bestandsskizze → D2 Heizlastprüfung → D3 Heizflächenrechnung → D4 Simulation → D5 Prüfprotokoll und Sicherheit → D6 Entscheidung mit Quellen.

Außenluft → [Wärmepumpe] → Vorlauf → [Heizflächen der Räume]
                  ↑                         |
                  └──────── Rücklauf ────────┘

Vereinfachte eigene Systemskizze: Speicher, Ventile, Trinkwarmwasser und Schutzkomponenten sind nicht dargestellt.


Lerneinheit 1: Wärmeweg erkennen

Merke: Die Wärmepumpe hebt Umweltwärme unter Einsatz von elektrischer Energie auf ein nutzbares Temperaturniveau. Je höher das nötige Temperaturniveau gegenüber der Wärmequelle, desto ungünstiger ist in der Regel die Effizienz. Ein Heizkörper ist nicht automatisch ungeeignet.

Betrachte nur das Funktionsprinzip des Kältekreises; öffne oder verändere ihn nicht. Abbildung: Engtiger47, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.

Beobachtungsauftrag: Welche Bauteile sind von außen erkennbar, welche sicherheitsrelevanten Angaben nicht? Foto: The wub, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.

D1 – Basis: Zeichne Wärmequelle, Wärmepumpe, Vorlauf, Rücklauf und Heizfläche mit Pfeilen. Kennzeichne unbekannte Anlagenkomponenten.

Feedback: Eine gute Skizze trennt Kältekreis und Heizwasserkreis. Das Foto allein verrät weder Kältemittel noch sichere Aufstellbedingungen.


Lerneinheit 2: Heizlast und Bestand erfassen

Merke: Die Heizlast beschreibt die erforderliche Wärmeleistung bei festgelegten Auslegungsbedingungen. Die Heizkörper-Nennleistung ist kein Ersatz dafür. Die reale Planung benötigt eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1 mit geeigneten nationalen Festlegungen und geprüften Bestandsdaten.

Bildauftrag: Markiere Thermostat, Heizkörperbauform und erkennbare Einschränkungen. Foto: FrankenBeer, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.

D2 – Basis: Kontrolliere die Summe der fünf Heizlasten und erfasse je Raum Bauart, Maße, Anschluss, Einbausituation und bekannte Herstellerdaten. Notiere, was Du noch nicht weißt.

Feedback: 5700 W sind die angenommene Summe des Falls, nicht das Ergebnis einer echten DIN-Berechnung. Fehlende Fenster-, Hüllflächen-, Lüftungs- und Klimadaten bleiben als offene Punkte dokumentiert.

Videofrage: Warum reichen Verbrauchsschätzungen allein nicht als sichere raumweise Auslegung? Video: „schlau energiesparen“, 2024; Aussagen mit geltenden Regeln und Fachquellen abgleichen.


Lerneinheit 3: Heizflächen bei 55/45 °C berechnen

Merke: Hersteller-Nennleistungen werden häufig für 75/65/20 °C angegeben. Bei 55/45/20 °C ist die mittlere Übertemperatur nur 30 K statt 50 K. Für den Übungsfall gilt vereinfacht mit angenommenem Heizkörperexponenten n = 1,3:

ΔT = (Vorlauf + Rücklauf) / 2 − Raumtemperatur
Q = Q50 × (ΔT / 50 K)^1,3
Prüfung je Raum: Q ≥ Raumheizlast?

Die arithmetische mittlere Übertemperatur ist hier eine Didaktik-Näherung. Zur verbindlichen Auswahl gelten passende Herstellerkennlinien, reale Systemtemperaturen und hydraulische Randbedingungen.

Skizzenauftrag: Welche Bau- und Einbaugrößen beeinflussen die mögliche Wärmeabgabe? Grafik: Rugby471/Bios, GFDL, Wikimedia Commons.

Beispiel Wohnen: ΔT = 30 K. Q = 2800 W × (30/50)^1,3 ≈ 1441 W. Zur angenommenen Heizlast von 2200 W fehlen etwa 759 W.

Achtung Bad: Bei 24 °C Raumtemperatur gilt ΔT = 26 K; verwende nicht den Faktor für 20 °C.

Heizbereich Bestand bei 55/45 °C Austauschvariante bei 55/45 °C Heizlast Rechnerisches Ergebnis
Wohnen 1441 W 2368 W 2200 W Bestand zu klein
Schlafen 618 W 1081 W 1000 W Bestand zu klein
Küche 618 W 978 W 900 W Bestand zu klein
Bad 470 W 1068 W 1000 W Bestand zu klein
Flur 386 W 643 W 600 W Bestand zu klein

D3 – Anwendung: Rechne mindestens Wohnen und Bad selbst nach. Markiere alle Unterdeckungen und überprüfe die Austauschvariante rechnerisch.

Feedback: Im Modell deckt die Austauschvariante alle fünf Lasten bei 55/45 °C. Daraus folgt noch keine reale Freigabe: Abmessungen, Ventile, Volumenströme und Produktdaten müssen stimmen.


Lerneinheit 4: Temperaturniveau simulieren

Merke: Ein niedrigerer Vorlauf kann Strom sparen, verlangt aber ausreichend große Heizflächen. Die häufig verwendete Orientierungsgröße 55 °C am Auslegungstag ist ein Eignungsindikator, kein allgemeiner gesetzlicher Grenzwert.

Vergleichsfrage: Warum kann eine große Flächenheizung oft mit geringerer Wassertemperatur arbeiten? Foto: H. Raab, CC BY-SA 3.0 beziehungsweise CC BY-SA 2.0 AT, Wikimedia Commons.

D4 – Simulation im Tabellenprogramm: Lege Spalten für Raum, Heizlast, Q50, Raumtemperatur, Vorlauf, Rücklauf, ΔT, Faktor und Ergebnis an. Berechne drei Szenarien: 50/40, 55/45 und 60/50 °C. Stelle die ungedeckte Last je Raum als Balkendiagramm dar.

Szenario Austauschvariante im Modell Begründung
50/40 °C Nicht ausreichend Selbst Wohnen erreicht nur etwa 1868 W statt 2200 W
55/45 °C Rechnerisch ausreichend Alle fünf Bereiche erreichen ihre angenommene Heizlast
60/50 °C Rechnerisch ausreichend Höheres Temperaturniveau als erforderlich

Feedback: 55/45 °C ist unter den drei Modellvarianten die niedrigste, die alle Lasten deckt. Eine Aussage zu COP, Jahresarbeitszahl oder Gerätegröße erfordert reale Leistungs- und Effizienzdaten der Wärmepumpe; erfinde keine COP-Werte.

Zusatz: Für 5700 W und eine angenommene wasserseitige Spreizung von 10 K ergeben sich näherungsweise 0,49 m³/h Gesamtvolumenstrom. Druckverluste, Teilströme und Mindestvolumenstrom sind damit noch nicht bestimmt.


Lerneinheit 5: Prüfdaten, Hydraulik und Sicherheit

Beobachtungsauftrag: Wozu dient das Ventil, und weshalb ersetzt ein Thermostat keinen hydraulischen Abgleich? Foto: T. Voekler, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.

Fiktives Prüfblatt aus dem bisherigen Kesselbetrieb:

Außenluft Vorlauf/Rücklauf Wohnen Bad Offene Angaben
+5 °C 40/35 °C 20,5 °C 23,4 °C Volumenstrom unbekannt
0 °C 46/39 °C 20,1 °C 23,0 °C Thermostatstellung unbekannt
−5 °C 52/44 °C 19,4 °C 21,8 °C Messdauer unbekannt

D5 – Anwendung: Trage die Daten als Liniendiagramm ein. Markiere Sollabweichungen und drei mögliche Ursachen. Formuliere einen Messplan ohne Eingriffe: Außentemperatur, Soll-/Ist-Raumtemperatur, Vorlauf/Rücklauf, Betriebszustand, Ventilstellung und Messzeitraum durch befugte Personen erfassen.

Feedback: Bei −5 °C werden die Sollwerte verfehlt. Das ist ein Prüfsignal, aber kein Beweis allein für zu kleine Heizkörper: Auch Heizkurve, Verteilung, Luft im System oder die Datenerfassung können beteiligt sein. Drei Messpunkte ersetzen keine Auslegung bei −10 °C.

Videofrage: Welche Rolle spielen bedarfsgerechte Durchflüsse? Video: Bundesverband Wärmepumpe, „Meistertipp mit Martin: Hydraulischer Abgleich“, 2022.


Sicherheitsstopp: Kältemittel, Brand, Druck und Fachkunde

Kältemittel: Vor der Gerätewahl Kältemitteltyp, Sicherheitsklasse, Füllmenge, Geräteart und technische Unterlagen prüfen. R290 ist Propan und gehört zur Brennbarkeitsklasse A3. Seine Verwendung erfordert eine zum Gerät und Aufstellort passende Gefährdungsbewertung.

Brand und Aufstellung: Zündquellen, Öffnungen, Lichtschächte, tiefer liegende Bereiche und vom Hersteller festgelegte Schutzbereiche beurteilen lassen. Es gibt keine pauschale, für alle Geräte gültige Abstandsangabe. Ein realistischer Fall am Kellerlichtschacht bleibt bis zur Fachprüfung offen.

Druck und Elektrik: Heizwasserkreis, Sicherheitsarmaturen, Ausdehnungsgefäß, zulässige Drücke, heiße Oberflächen, elektrische Versorgung und Abschaltmöglichkeiten gesondert durch Verantwortliche bewerten lassen.

Fachkunde: Keine eigenständige Kältemittelleitung öffnen, befüllen, evakuieren, verlöten, prüfen oder verändern. Tätigkeiten am Kältekreis gehören ausschließlich zu entsprechend qualifizierten und befugten Fachkräften; Zertifizierungs- und Sachkundeanforderungen sind tätigkeits- und kältemittelabhängig zu klären. Für Übungen nur Papierfall, Fotos, freigegebene Datensätze und sichere Demonstrationsmodelle verwenden.

Regelwerkscheck, Stand 11.10.2026: Das deutsche Gebäudemodernisierungsgesetz ist im Wesentlichen seit 29.07.2026 in Kraft; die frühere pauschale 65-Prozent-Vorgabe beim Heizungstausch ist entfallen. Die EU-F-Gase-Verordnung 2024/573 enthält nach Anlagenart und Zeitraum gestaffelte Bestimmungen; die Durchführungsverordnung 2024/2215 betrifft Zertifizierungsanforderungen. Die Normenreihe DIN EN 378 und zutreffende Produktnormen behandeln Sicherheitsfragen. Vor jeder realen Maßnahme aktuelle Fassungen, Genehmigungen, Herstelleranweisungen und Fachkunde erneut prüfen.

D5 – Sicherheitsnachweis: Lege eine Ampelliste an: prüfbar (Heizflächendaten), offen (Aufstellort, Kältemittel, Druckkonzept), Fachkraft erforderlich (Kältekreis, elektrische Arbeiten, Freigabe). Begründe jede Markierung.


Lerneinheit 6: Fachentscheidung dokumentieren

D6 – Deine Abgabe auf zwei Seiten plus Anlagen: Formuliere eine fachlich begründete Empfehlung für die Modernisierung. Vergleiche Bestand belassen, gezielt Heizkörper austauschen und Gebäudeheizlast reduzieren. Benenne Kosten- und Platzfragen qualitativ, ohne erfundene Angebote.

Muster eines zulässigen Zwischenurteils: „Die vorhandenen Heizkörper sind im Ausbildungsmodell bei 55/45 °C nicht ausreichend. Die rechnerische Austauschvariante deckt die angenommenen Raumheizlasten. Für eine Umsetzung fehlen normgerechte Heizlastberechnung, produktspezifische Heizflächen- und Wärmepumpendaten, hydraulische Planung sowie Aufstell- und Sicherheitsfreigaben.“

Dein Dossier enthält: D1 System- und Raumskizze; D2 Datenherkunft und Fehlstellen; D3 nachvollziehbare Rechnungen; D4 Simulationsdatei mit Diagramm; D5 Prüfdaten und Gefährdungsampel; D6 begründete Entscheidung, Quellen und Gegenargument.


Gestufte Hilfen und begründetes Feedback

Niveau Auftrag Hilfe 1: Denkanstoß Hilfe 2: Verfahren Hilfe 3: Rechencheck Begründetes Feedback
Basis Prüfe Wohnen im Bestand. Vergleiche Leistung mit Bedarf. Bestimme erst die mittlere Übertemperatur. 2800 × (30/50)^1,3 ≈ 1441 W. 1441 W liegen unter 2200 W; Nennleistung bei hohen Temperaturen täuscht.
Anwendung Prüfe das Bad nach dem Austausch. Dort gelten 24 °C Raumtemperatur. ΔT = 50 − 24 K. 2500 × (26/50)^1,3 ≈ 1068 W. Rechnerisch 68 W über der Last; das ist knapp und ohne Produkt-/Hydraulikprüfung keine Freigabe.
Transfer Bewerte die drei Temperaturvarianten und den Lichtschacht. Trenne thermische Eignung von Sicherheit. Finde die niedrigste im Modell ausreichende Variante. 55/45 °C reicht rechnerisch; der Aufstellort bleibt offen. Eine technische Empfehlung ist nur tragfähig, wenn sie die offenen Sicherheits- und Fachplanungsfragen sichtbar hält.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist die zentrale Vergleichsgröße für einen Raum? (Heizkörperleistung bei Planungstemperaturen und Raumheizlast) (!Gesamte Heizkörperanzahl und Baujahr) (!Allein die Kesselnennleistung) (!Allein die Wohnfläche)



Welche Temperaturen bilden hier die Q50-Referenz? (75 Grad Vorlauf 65 Grad Rücklauf 20 Grad Raum) (!55 Grad Vorlauf 45 Grad Rücklauf 20 Grad Raum) (!50 Grad Vorlauf 40 Grad Rücklauf 24 Grad Raum) (!35 Grad Vorlauf 30 Grad Rücklauf 20 Grad Raum)



Was bewirkt ein niedrigeres notwendiges Heizwassertemperaturniveau meist? (Eine günstigere Effizienz der Wärmepumpe) (!Eine garantierte Verdopplung der Heizlast) (!Einen grundsätzlich höheren Strombedarf) (!Den Wegfall aller Sicherheitsprüfungen)



Wie groß ist die mittlere Übertemperatur bei 55 Grad Vorlauf 45 Grad Rücklauf und 20 Grad Raum? (30 Kelvin) (!50 Kelvin) (!10 Kelvin) (!55 Kelvin)



Welche Norm ist zentral für die raumweise Heizlastberechnung? (DIN EN 12831-1) (!DIN EN 442 allein) (!DIN EN 378 allein) (!DIN EN ISO 9001 allein)



Welche Bestandsleistung ergibt sich gerundet für Wohnen bei 55 und 45 Grad? (1441 Watt) (!2800 Watt) (!2368 Watt) (!5700 Watt)



Warum ist der Heizkörper im Bad gesondert zu berechnen? (Die Soll-Raumtemperatur beträgt 24 Grad) (!Das Bad besitzt keinen Rücklauf) (!Die Heizlast des Bads ist immer null) (!Für das Bad gelten keine Herstellerangaben)



Was ist vor der realen Auswahl eines Austauschheizkörpers zwingend nötig? (Prüfung der Herstellerkennwerte und Einbaubedingungen) (!Übernahme beliebiger Katalogwerte) (!Ablesen nur der Heizkörperfarbe) (!Weglassen der hydraulischen Planung)



Welche Eigenschaft muss bei Kältemittel R290 gesondert geprüft werden? (Seine hohe Brennbarkeit) (!Eine fehlende Wärmeaufnahme) (!Eine immer identische Schutzdistanz) (!Eine grundsätzlich drucklose Anlage)



Was beweisen drei fiktive Wintermessungen? (Sie geben Hinweise aber ersetzen keine Fachauslegung) (!Sie ersetzen die Heizlastberechnung) (!Sie genehmigen den Aufstellort) (!Sie bestimmen die reale Jahresarbeitszahl)



Feedback zum Quiz: 1: Leistung und Last gehören zum selben Betriebspunkt. 2: Q50 ist der definierte Referenzfall. 3: Weniger Temperaturhub hilft meist der Effizienz. 4: Der Wassermittelwert beträgt 50 °C; Abstand zu 20 °C sind 30 K. 5: Heizlast und Heizkörperprüfung sind verschiedene Nachweise. 6: Der Umrechnungsfaktor ist etwa 0,515. 7: Höhere Raumtemperatur reduziert die Übertemperatur. 8: Nennwerte allein sichern keine Eignung. 9: R290 verlangt eine Brandrisikobeurteilung. 10: Messungen ergänzen die Fachplanung.


Memory

Heizlast Benötigte Raumwärmeleistung am Auslegungspunkt
Q50 Nennwärmeleistung am Referenztemperaturpunkt
Vorlauf Wasserweg zu den Heizflächen
Rücklauf Wasserweg zurück zum Wärmeerzeuger
Heizkurve Zusammenhang zwischen Außenluft und Heizwassertemperatur
Hydraulischer Abgleich Bedarfsgerechte Verteilung der Heizwassermengen
R290 Brennbares Kältemittel Propan





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Fachliche Bedeutung
Raumheizlast Wärmebedarf bei Auslegungsbedingungen
Heizkörperkennlinie Wärmeabgabe bei veränderten Temperaturen
Temperaturniveau Erforderliche Wärmebereitstellung im Heizkreis
Prüfprotokoll Nachvollziehbare dokumentierte Beobachtungen
Gefährdungsbeurteilung Systematische Bewertung von Risiken





Kreuzworträtsel

Heizlast Wie heißt die erforderliche Wärmeleistung im Auslegungsfall?
Vorlauf Wie heißt der Wasserweg vom Wärmeerzeuger zu den Heizflächen?
Rücklauf Wie heißt der Wasserweg zurück zum Wärmeerzeuger?
Heizkurve Wie heißt der Zusammenhang zwischen Außentemperatur und Heizwassertemperatur?
Propan Welchen Stoff bezeichnet das Kältemittel R290?
Heizkörper Welche wasserführende Wärmeabgabeeinrichtung gibt Wärme an einen Raum ab?





LearningApps

Die Suche zeigt gegebenenfalls passende fremde Lernbausteine; deren Qualität ist vor Nutzung zu prüfen.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die erforderliche Wärmeleistung eines Raums am Auslegungspunkt heißt

.
Das warme Heizwasser gelangt über den

zu den Heizflächen.
Das abgekühlte Heizwasser fließt über den

zurück.
Die Heizkörper-Nennleistung am Referenzpunkt wird hier als

bezeichnet.
Die Vorlauf- und Rücklauftemperatur bestimmen zusammen mit der Raumtemperatur die mittlere

.
Ein höheres Heizwassertemperaturniveau verschlechtert im Regelfall die

der Wärmepumpe.
Der bedarfsgerechte Wasserdurchfluss wird mit dem hydraulischen

geplant.
Beobachtete Heizungswerte gehören in ein

.
Das Kältemittel R290 ist der Stoff

.
Vor der Umsetzung ist eine fachliche

erforderlich.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Systemskizze: Gestalte eine eigene beschriftete Zeichnung des Wärmewegs für D1.
  2. Bestandsaufnahme: Erstelle aus der Falldatentabelle fünf digitale Raumkarten für D2.
  3. Vorlauftemperatur: Baue eine Fotocollage aus rechtmäßig nutzbaren Medien und erkläre je Bild einen Fachbegriff.
  4. Heizlast: Erstelle ein einminütiges Erklärvideo zum Unterschied zwischen Watt und Kilowatt; nutze nur Übungsdaten.


Standard

  1. Heizkörper: Berechne Wohnen und Bad einschließlich Rechenweg und kommentiere die Unterdeckung.
  2. Tabellenkalkulation: Programmiere die Drei-Varianten-Simulation und visualisiere ihre Ergebnisse.
  3. Hydraulischer Abgleich: Entwirf einen Mess- und Datenbeschaffungsplan ohne Eingriff in die Anlage.
  4. Fachgespräch: Führe mit einer qualifizierten Fachkraft ein Interview über Heizkörperkennlinien und dokumentiere freigegebene Aussagen.


Schwer

  1. Sanierung: Vergleiche Heizkörpertausch und Verringerung der Raumheizlast mithilfe einer selbst gesetzten und klar markierten Annahme.
  2. Wärmepumpenauslegung: Entwirf eine Checkliste der fehlenden Herstellerdaten und Leistungsdiagramme für eine echte Fachplanung.
  3. Arbeitssicherheit: Gestalte ein Stoppschild-Poster mit getrennten Prüfbereichen für Kältemittel, Brand, Druck und Fachkunde.
  4. Projektpräsentation: Verteidige Deine Empfehlung in einem fünfminütigen Fachgespräch und beantworte begründete Gegenargumente.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fehleranalyse: Begründe, weshalb ein Heizkörper mit hoher Q50-Nennleistung bei niedrigem Vorlauf dennoch zu wenig heizen kann.
  2. Variantenentscheidung: Prüfe, wie eine Senkung der Heizlast im Wohnzimmer um 20 Prozent das Modellurteil verändern würde.
  3. Datenkritik: Formuliere zwei unterschiedliche Erklärungen für das zu kalte Bad bei −5 °C und passende sichere Prüfdaten.
  4. Systemdenken: Erkläre, warum eine rechnerisch passende Heizfläche ohne hydraulische Planung unzureichend sein kann.
  5. Sicherheitsentscheidung: Beurteile, warum bei einer R290-Außeneinheit neben einem Lichtschacht keine pauschale Standortfreigabe möglich ist.
  6. Quellenkritik: Vergleiche einen Herstellerkatalogwert mit dem Übungsfaktor n = 1,3 und kennzeichne die Grenzen Deiner Simulation.


Lernnachweis

  1. Vollständigkeit: D1 bis D6 mit Skizzen, Rechentabellen, Diagramm, Prüfdaten und Fazit.
  2. Fachlichkeit: Raumweise Gegenüberstellung von Heizlast und Heizleistung am gleichen Betriebspunkt.
  3. Nachvollziehbarkeit: Einheiten, Formeln, Annahmen, Rundungen und Datenherkunft sind prüfbar.
  4. Transfer: Variantenvergleich mit Alternativen und einer begründeten eigenen Entscheidung.
  5. Sicherheit: Separater Nachweis zu Kältemittel, Brand, Druck, Elektrik und erforderlicher Fachkunde.
  6. Quellenkompetenz: Aktuelle Rechtsquelle, Fachregel und passende Herstellerdaten eindeutig benannt; Medienurheber und Lizenzen dokumentiert.
  7. Grenzen: Keine vorgetäuschte Anlagenfreigabe und keine Arbeit am Kältekreis.

Bewertungsvorschlag: Fachrechnung 30 %, Varianten/Transfer 25 %, Dossier/Prüfdaten 20 %, Sicherheitsbegründung 15 %, Quellen/Medienrechte 10 %.


OERs zum Thema

Geprüfte Fachquellen (Abruf 11.10.2026):

  1. Umweltbundesamt: Gebäudecheck Wärmepumpe, aktualisiert 2026 – raumweise Eignungsprüfung und Zieltemperatur.
  2. Umweltbundesamt: Wärmepumpen im Bestand – Heizflächen und Temperaturniveau.
  3. DIN/TS 12831-1:2020-04 – nationale Anwendungshinweise zur Heizlast nach DIN EN 12831-1.
  4. Kermi: Heizkörper-Korrekturfaktoren 2025 – Herstellerbeispiel für EN-442-Umrechnung; keine Produktfreigabe.
  5. Bundesverband Wärmepumpe: Dimensionierungsleitfaden 2025 – Gerätedaten und Fachplanung.
  6. Bundesverband Wärmepumpe: WPSim – Werkzeug für Vorplanung, nicht Detailauslegung.
  7. Bundesgesetzblatt 2026 I Nr. 226 – Modernisierung des Gebäudeenergierechts, Inkrafttreten überwiegend Juli 2026.
  8. EU-Verordnung 2024/573 und EU-Verordnung 2024/2215 – Kältemittelrecht und Zertifizierung.
  9. DIN EN 378-1:2021-06 und DIN EN 378-3:2020-12 – Sicherheit und Aufstellungsort; Entwurfsstände nicht mit gültigen Normen verwechseln.

Medienrechte: Die oben eingebetteten Commons-Dateien wurden anhand ihrer Dateiseiten geprüft: „Air Source Heat Pumps Diagram.jpg“ ist CC0; „Heat Pump Cycle.jpg“, „NIBE S2125 ... (front) ...“, „Radiator with thermostat and heat cost allocator.jpg“ und „Underfloor heating pipes.jpg“ stehen unter den jeweils angegebenen CC-BY-SA-Lizenzen; „Radiator.svg“ ist GFDL; „Thermostatic Radiator Valve.jpg“ ist CC BY-SA 3.0. Urhebernennung, Lizenzlink und eventuelle Änderungen beim Weiterverwenden beachten. YouTube-Videos sind keine automatisch frei lizenzierten OER; hier werden nur nachweislich existierende Videoseiten eingebunden, nicht kopiert. Einbettbarkeit und Rechte bei Weiterverwendung erneut prüfen.


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