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Projekt Wärmepumpenmodernisierung – Den Modernisierungserfolg mit Daten beurteilen

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Projekt Wärmepumpenmodernisierung – Den Modernisierungserfolg mit Daten beurteilen

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Projekt Wärmepumpenmodernisierung – Den Modernisierungserfolg mit Daten beurteilen

Zielgruppe: Ausbildung – Anlagenmechanik SHK, Mechatronik für Kältetechnik, Energie- und Gebäudetechnik

Lernformat: 6 kurze Lernstopps à ca. 20 Minuten, interaktive Übungen und fortlaufendes Projektdossier

Leitfrage: War die Modernisierung erfolgreich – bei Komfort, Energieeinsatz und einer fairen Vergleichsbasis?

Bildimpuls: Welche Informationen über den tatsächlichen Modernisierungserfolg liefert dieses Bild noch nicht?

Einstiegsvideo: Die Maus / WDR erklärt das Grundprinzip der Wärmepumpe. Betrachte das Video als Funktionsübersicht, nicht als Montageanleitung.


Einleitung

Du übernimmst einen fiktiven, fachlich plausiblen Ausbildungsauftrag: Ein SHK-Betrieb möchte den Erfolg einer Heizungsmodernisierung beurteilen. Deine Aufgabe ist nicht, die Wärmepumpe zu reparieren, sondern Daten fachgerecht zu prüfen und zu bewerten.

Du arbeitest mit einem durchgängigen Projektdossier. Die bereitgestellten Zahlen sind didaktische Übungsdaten, keine Messwerte eines realen Gebäudes.

Dein Projektdossier:

  1. D1 – Anlagenskizze: System, Messorte, Sicherheitsgrenzen.
  2. D2 – Mess- und Prüfplan: Zähler, Einheiten, Datenqualität.
  3. D3 – Komfortprotokoll: Raumtemperaturen und Rückmeldungen.
  4. D4 – Berechnungen: JAZ, Witterungsvergleich und Energiekosten.
  5. D5 – Simulation: Szenarien und Sensitivitätsanalyse.
  6. D6 – Eigene Abgabe: Begründetes Urteil und Maßnahmenvorschlag.


Ausbildungsfall: Haus Lindenweg

Ein Einfamilienhaus mit 145 m² beheizter Fläche und Heizkörpern wurde von einem Gaskessel auf eine Luft/Wasser-Wärmepumpe umgestellt. Gebäudehülle und Heizkörper blieben unverändert.

Messgröße Vorher: Gasheizung 2024 Nachher: Wärmepumpe 2025
Energiebezug 18.000 kWh Gas 4.500 kWh WP-Strom
Abgegebene Wärme nicht gemessen 14.400 kWh
Raumheizung nur abgeschätzt 11.600 kWh Wärme
Warmwasser 2.800 kWh Nutzwärme geschätzt 2.800 kWh Wärme
Wettermaß 3.200 Gradtag-Einheiten 2.700 Gradtag-Einheiten
Raumtemperaturmittelwert 19,3 °C 20,6 °C
Dokumentierte Kältebeschwerden drei keine
Modellierter Arbeitspreis 0,11 €/kWh Gas 0,31 €/kWh Strom

Zusätzliche Übungsannahmen: Nutzungsgrad des alten Kessels 0,88; gemeinsame Wetterreferenz 3.000 Gradtag-Einheiten. Die angegebenen Energiepreise sind Beispielwerte und keine aktuellen Tarifangebote.

Die 4.500 kWh Wärmepumpenstrom enthalten im Übungsfall Verdichter, Zusatzheizer, zugehörige Pumpen und Regelung. 4.100 kWh entfallen auf den Kernverbrauch, 400 kWh auf weitere erfasste Verbraucher.

Dein Auftrag: Prüfe, ob die Modernisierung den Komfort verbessert, die Energieversorgung effizienter gestaltet und variable Energiekosten reduziert hat. Unterscheide zwischen Messung, Modellannahme und begründeter Vermutung.


Lernstopp 1 – Anlage verstehen und Sicherheit beurteilen

Lernziel: Du zeichnest den Aufbau und erkennst sicherheitskritische Arbeitsgrenzen.

Schematischer Kältekreislauf: Verdampfer, Verdichter, Verflüssiger und Drosselorgan.

Außenluft
    |
    v
[R290-Monoblock]
[geschlossener Kältekreis]
    |
    | Heizwasser
    v
[Wärmezähler] --> [Heizkörper + Warmwasser]

Stromnetz
    |
    v
[separater WP-Stromzähler]
    |
    v
[WP + zugehörige Hilfsantriebe]

D1: Übertrage die Systemskizze in Dein Dossier. Markiere die Messstellen und kennzeichne den Kältekreis ausdrücklich als nicht zu öffnen.


Sicherheit: fünf getrennte Prüfpunkte

Im Fallbeispiel ist R290 als Kältemittel angegeben. Propan ist hochentzündlich. Das erfordert eine fachgerechte Gefährdungsbeurteilung.

Prüffeld Dokumentationsauftrag
Kältemittel Typenschild, Stoffeigenschaften, mögliche Leckagewege und Herstellerinformationen prüfen lassen.
Brand und Explosion Zündquellen, Gebäudeöffnungen, tiefer liegende Bereiche und Aufstellbedingungen durch Verantwortliche bewerten lassen.
Druck Drucktragende Komponenten, Schutzfunktionen und gegebenenfalls erforderliche Prüfungen von Fachverantwortlichen beurteilen lassen.
Fachkunde Für die konkrete Tätigkeit erforderliche Qualifikation, Sachkunde, Zertifizierung und betriebliche Freigabe nachweisen.
Elektrik Elektrische Gefährdungen prüfen lassen; Arbeiten nur durch entsprechend befugte Fachkräfte beziehungsweise unter fachlicher Leitung und Aufsicht.

Verbindliche Arbeitsgrenze im Kurs: Du bearbeitest ausschließlich Unterlagen, bereitgestellte Messdaten, Zeichnungen, Simulationen und freigegebene Beobachtungen. Keine eigenständigen Arbeiten am Kältekreis, kein Öffnen, Befüllen, Entleeren, Verändern von Schutzfunktionen oder eigenständige Druck- und Dichtheitsprüfung.

Rechtsprüfung – Stand 11.10.2026: Die konsolidierte Bundesfassung des früheren Gebäudeenergiegesetzes wird nach der Gesetzesänderung im Juli 2026 als Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) geführt. Weitere wichtige Rechtsgrundlagen sind die Verordnung (EU) 2024/573, die Durchführungsverordnung (EU) 2024/2215, die ChemKlimaschutzV 2026, die Betriebssicherheitsverordnung und die TRBS 2141. R290 ist kein fluoriertes Treibhausgas; ob und welche Fachkunde- oder Zertifizierungspflicht greift, muss für die konkrete Tätigkeit geprüft werden. Vor realen Arbeiten sind außerdem die aktuellen Herstellerunterlagen und betrieblichen Freigaben maßgeblich.

Basisaufgabe: Benenne die vier wesentlichen Kältekreiskomponenten.

Anwendungsaufgabe: Ergänze Deine Anlagenskizze um Zähler und Sicherheitsgrenzen.

Transferaufgabe: Begründe, weshalb die Kältemittelangabe R290 allein keine Arbeitsfreigabe ist.

Begründetes Feedback: Deine Skizze ist fachlich geeignet, wenn Wärmefluss, elektrischer Energiefluss und Kältekreis unterscheidbar sind. Eine richtige Stoffbezeichnung reicht nicht aus: Brand, Druck, Aufstellung und persönliche Fachkunde müssen jeweils beurteilt werden.

Gestufte Hilfen: H1: Zeichne zuerst zwei Energiepfeile. H2: Suche den Strom- und den Wärmezähler. H3: Ordne jeder Gefährdung eine verantwortliche fachkundige Stelle zu.


Lernstopp 2 – Zähler und Bilanzgrenzen prüfen

Lernziel: Du erkennst, welche Daten für eine belastbare Effizienzberechnung erforderlich sind.

Datei:Waermezaehler wfm21.jpg

Beispiel eines Wärmezählers mit Temperaturmessung und Volumenstromerfassung.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Elektronische Stromzähler – ihre Zuordnung zu Verbrauchern ist entscheidend.


D2 – Prüfdatentabelle

Messstelle Anfangsstand Endstand Differenz
Wärmezähler 12.300 kWh 26.700 kWh 14.400 kWh
WP-Stromzähler 8.100 kWh 12.600 kWh 4.500 kWh

Achtung: Zähleridentität, Zuordnung, vollständiges Zeitfenster, Eich-/Kalibrierstatus und Datenlücken müssen bei echten Messungen nachgewiesen werden. Im Ausbildungsfall fehlen entsprechende Prüfnachweise noch; halte sie als offene Punkte fest.

Eine Jahresarbeitszahl ist nur sinnvoll, wenn abgegebene Wärme und zugehörige elektrische Arbeit für denselben Zeitraum und eine klar definierte Bilanzgrenze vorliegen.

Basisaufgabe: Berechne beide Zählerdifferenzen.

Anwendungsaufgabe: Erkläre, weshalb eine Rechnung mit nur 4.100 kWh Strom die Bilanzgrenze verändert.

Transferaufgabe: Formuliere drei Fragen, mit denen Du die Datenqualität vor einer Kundenpräsentation überprüfst.

Begründetes Feedback: Richtig sind 14.400 kWh und 4.500 kWh. Werden 400 kWh zugehöriger Hilfsenergie weggelassen, erscheint die Wärmepumpe rechnerisch effizienter, obwohl sich am tatsächlichen Betrieb nichts ändert.

Gestufte Hilfen: H1: Endstand minus Anfangsstand. H2: Berücksichtige alle definierten Verbraucher. H3: Ein plausibler Messwert ist noch kein vollständig geprüfter Messwert.


Lernstopp 3 – Komfort sichtbar machen

Lernziel: Du beurteilst Komfort sowohl mithilfe von Messwerten als auch anhand dokumentierter Nutzererfahrungen.

Ein Datenlogger kann Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit über einen Zeitraum erfassen.

Ein Thermostatventil beeinflusst die Wärmeabgabe. Seine Stellung beweist jedoch keine erreichte Raumtemperatur.

D3 – Komfortprotokoll: Für die Übung vereinbaren die Beteiligten einen Raumtemperatur-Sollbereich von 20 bis 22 °C in einem festgelegten Wohnraum. Dokumentiere Messort, Sensorposition, Datum, Uhrzeit, Belegungszeiten und Nutzerfeedback.

Der Mittelwert steigt von 19,3 auf 20,6 °C. Das bedeutet eine Erhöhung um 1,3 Kelvin. Trotzdem lässt sich aus zwei Jahresmittelwerten nicht ableiten, ob der vereinbarte Bereich jederzeit erreicht wurde.

Basisaufgabe: Berechne die Temperaturänderung.

Anwendungsaufgabe: Entwirf eine Wochenmessung mit festen Messzeiten und einem Feld für Rückmeldungen.

Transferaufgabe: Erkläre, weshalb keine Beschwerden nicht automatisch vollständigen Komfort bedeuten.

Begründetes Feedback: Ein guter Komfortnachweis berücksichtigt sowohl Temperaturverläufe als auch die Aussagekraft des Beschwerdeprotokolls. Eine fehlende Beschwerde kann beispielsweise an nicht erfassten Rückmeldungen liegen. Höhere Raumtemperaturen können außerdem den Wärmebedarf erhöhen.

Gestufte Hilfen: H1: Bilde die Differenz. H2: Vergleiche gleiche Räume und Uhrzeiten. H3: Trenne objektive Messung und subjektive Einschätzung.


Lernstopp 4 – Energieeffizienz berechnen

Lernziel: Du berechnest die gemessene Jahresarbeitszahl und erkennst fehlerhafte Effizienzaussagen.

D4 – Rechenfeld:

JAZ = abgegebene Wärme / elektrische Arbeit

JAZ = 14.400 kWh / 4.500 kWh

JAZ = 3,20

Unvollständige Bilanz:
14.400 kWh / 4.100 kWh = 3,51

Interpretation: Je eingesetzter Kilowattstunde erfasster elektrischer Arbeit wurden im Übungsjahr 3,20 kWh Nutzwärme bereitgestellt. Der Wert 3,51 wäre hier irreführend, weil 400 kWh zugehöriger Stromverbrauch fehlen.

Quarks: Sieh Dir die Teile zu Funktionsweise und Bestandsgebäuden an. Die rechtlichen Aussagen aus dem Video von 2023 sind nicht der Gesetzesstand 2026.

Forschungsbezug: In einem Forschungsprojekt des Fraunhofer ISE, veröffentlicht im November 2025 erzielten untersuchte Luft/Wasser-Wärmepumpen im Bestand eine mittlere Jahresarbeitszahl von 3,4. Daraus folgt weder eine Mindestanforderung von 3,4 noch eine sichere Aussage über unser Einzelgebäude.

Basisaufgabe: Berechne die JAZ.

Anwendungsaufgabe: Erkläre den Unterschied zwischen 3,20 und 3,51.

Transferaufgabe: Vergleiche Deinen Fall mit dem Fraunhofer-Ergebnis, ohne ein pauschales Gut- oder Schlechturteil zu fällen.

Begründetes Feedback: Die rechnerisch richtige JAZ ist 3,20. Für den Vergleich mit Feldstudien müssen Wärmequelle, Temperaturniveau, Bilanzgrenze, Anlage und Gebäude berücksichtigt werden. Der COP an einem einzelnen Betriebspunkt ist nicht die JAZ eines ganzen Jahres.

Gestufte Hilfen: H1: Wärme steht im Zähler der Formel. H2: Beide Energiemengen müssen dasselbe Jahr betreffen. H3: Wissenschaftliche Mittelwerte beschreiben untersuchte Gruppen, keine Garantie für Einzelanlagen.


Lernstopp 5 – Den Vorher-Nachher-Vergleich fair gestalten

Lernziel: Du unterscheidest Endenergie, geschätzte Nutzwärme, Witterungsbereinigung und veränderten Komfort.

D4 – Vereinfachtes Rechenmodell:

Vorher:
18.000 kWh Gas × 0,88 = 15.840 kWh Nutzwärme

15.840 - 2.800 = 13.040 kWh Raumwärme

Witterungsbereinigt:
13.040 × 3.000 / 3.200 + 2.800
= 15.025 kWh Nutzwärme


Nachher:
11.600 kWh Raumwärme
2.800 kWh Warmwasserwärme

Witterungsbereinigt:
11.600 × 3.000 / 2.700 + 2.800
≈ 15.689 kWh Nutzwärme

Die im Modell witterungsbereinigte Nutzwärme liegt nach der Modernisierung rund 4,4 % höher. Das ist nicht gleichbedeutend mit einer Verschlechterung der Wärmepumpeneffizienz. Die neue Raumtemperatur ist höher, der frühere Kessel-Nutzungsgrad ist geschätzt und die Warmwasserabgrenzung bleibt prüfbedürftig.

Die Korrektur über Gradtagzahlen ist eine vereinfachte Näherung. Standortdaten findest Du beim Institut Wohnen und Umwelt, das Temperaturdaten des Deutschen Wetterdienstes aufbereitet.

Eine Heizkurve ordnet Außentemperaturen Vorlauftemperatur-Sollwerte zu. Die dargestellten Zahlen sind keine Sollwerte für das Haus Lindenweg.


Energiekosten im Übungsmodell

Vergleich Berechnung Ergebnis
Gas vorher 18.000 × 0,11 € 1.980 €
WP-Strom nachher 4.500 × 0,31 € 1.395 €
Differenz 1.980 € − 1.395 € 585 €

Das sind rund 30 % weniger variable Energiekosten bei den angesetzten Preisen. Grundgebühren, Investitionskosten, Wartung, Preisänderungen und Förderungen sind nicht berücksichtigt.

Basisaufgabe: Unterscheide Gas-Endenergie, WP-Strom und abgegebene Nutzwärme.

Anwendungsaufgabe: Rechne die Wetterkorrektur und die Energiekostendifferenz nach.

Transferaufgabe: Erläutere drei Ursachen dafür, dass die witterungsbereinigte Wärmeabgabe höher sein kann, obwohl die Modernisierung erfolgreich ist.

Begründetes Feedback: Es wäre falsch, die 18.000 kWh Gas direkt mit 14.400 kWh Wärme gleichzusetzen. Erst die Nutzwärmeabschätzung ermöglicht einen näherungsweise vergleichbaren Ausgangspunkt. Höherer Komfort, verändertes Nutzerverhalten und Messunsicherheiten können die Interpretation beeinflussen.

Gestufte Hilfen: H1: Gasverbrauch ist nicht identisch mit Nutzwärme. H2: Korrigiere in diesem vereinfachten Modell nur die Raumwärme anhand des Wetters. H3: Bei unsicheren Annahmen darf das Fazit nicht als exakte Messwahrheit formuliert werden.


Lernstopp 6 – Simulation und eigene Entscheidung

Lernziel: Du prüfst, wie sich geänderte Annahmen auswirken, und erstellst ein begründetes Urteil.

D5 – Sensitivitätssimulation: Angenommen, die abgegebene Wärme bleibt bei 14.400 kWh und der Strompreis bei 0,31 €/kWh.

Angenommene JAZ Modellierter Strom Variable Stromkosten
3,0 4.800 kWh 1.488 €
3,2 4.500 kWh 1.395 €
3,4 ca. 4.235 kWh ca. 1.313 €

Zusatzsimulation: Stelle in einer eigenen Skizze zwei hypothetische Heizkurven gegenüber: bei 0 °C Außentemperatur einmal 36 °C, einmal 34 °C Vorlauf. Formuliere eine mögliche Wirkung auf Effizienz und Komfort. Behaupte keine sichere Energieeinsparung, solange kein geeignetes Modell oder Messnachweis vorliegt.

Praxisvideo mit SHK-Fachbezug: Nutze gezielt die Abschnitte zum hydraulischen Abgleich und zur Heizkurve. Das Video enthält Werbung; überprüfe die Aussagen kritisch.

Terra X: Der technische Teil ab etwa Minute 13:27 ist ein Diskussionsimpuls. Aussagen zum Heizungsrecht aus dem Jahr 2023 dürfen nicht ungeprüft übernommen werden.


D6 – Vorlage für Deine Abschlussbewertung

  1. Komfort: Welche Veränderungen lassen sich belegen?
  2. Energie: Was sagt die gemessene JAZ aus?
  3. Vergleich: Welche Wetter-, Nutzungs- und Datenunterschiede wurden berücksichtigt?
  4. Kosten: Welche Einsparung gilt nur unter den Übungsannahmen?
  5. Sicherheit: Welche Nachweise und Freigaben fehlen?
  6. Entscheidung: Was ist Dein eigenes begründetes Urteil?

Basisaufgabe: Ergänze die drei Simulationswerte.

Anwendungsaufgabe: Formuliere eine Heizkurvenhypothese mit einem Komfortkriterium und einer fachlichen Freigabevoraussetzung.

Transferaufgabe: Erstelle eine maximal zweiseitige Kundenbewertung mit Anlagen und einem begründeten Maßnahmenvorschlag.

Begründetes Feedback: Ein starkes Urteil erkennt den verbesserten dokumentierten Komfort und die JAZ 3,20 an, bewertet die modellierte Kostendifferenz und verschweigt weder die ungleichen Wetterbedingungen noch die offenen Messnachweise. Die Heizkurvensimulation liefert eine Hypothese, keine automatische Arbeitsfreigabe.

Gestufte Hilfen: H1: Strombedarf = Wärme / JAZ. H2: Höhere JAZ bedeutet bei unveränderter Wärme weniger Strom. H3: Jede praktische Veränderung erfordert eine fachliche Freigabe und eine erneute Komfort- und Messkontrolle.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Formel beschreibt die gemessene Jahresarbeitszahl? (Abgegebene Wärme geteilt durch zugehörige elektrische Arbeit) (!Gasverbrauch geteilt durch Außentemperatur) (!Stromkosten geteilt durch Wohnfläche) (!Raumtemperatur geteilt durch Wärmemenge)




Welche Jahresarbeitszahl ergibt sich aus 14.400 kWh Wärme und 4.500 kWh Strom? (3,20) (!3,51) (!0,31) (!4,50)




Warum sind 4.100 kWh als Stromnenner hier falsch? (Die 400 kWh zugeordneter Hilfsstrom fehlen) (!Die Wärme wurde doppelt gezählt) (!Der Gasverbrauch ist zu niedrig) (!Der Strompreis ist unbekannt)




Welcher Teil der Nutzwärme wird im einfachen Modell witterungsbereinigt? (Die Raumheizung) (!Die Warmwasserbereitung) (!Die gesamte Haushaltsbeleuchtung) (!Die Kältemittelmasse)




Was zeigt der Komfortvergleich unmittelbar? (Einen höheren gemessenen Raumtemperaturmittelwert) (!Die vollständige Einhaltung aller Komfortzeiten) (!Den exakten Schallpegel beim Nachbarn) (!Die sichere Funktion aller Schutzbauteile)




Wofür steht R290? (Propan als Kältemittel) (!Ein Stromzähler) (!Eine Heizkurveneinstellung) (!Ein hydraulischer Abgleich)




Wer entscheidet über Eingriffe am Kältekreis? (Die zuständige fachkundige und befugte Stelle nach Gefährdungsbeurteilung) (!Jede Person mit einem Taschenrechner) (!Die Lernenden allein nach dem Video) (!Alle Hauseigentümer ohne Fachprüfung)




Welche Aussage zu den 585 Euro ist richtig? (Es ist die modellierte Differenz variabler Energiekosten) (!Es ist der garantierte jährliche Gesamtgewinn) (!Es sind vermiedene Investitionskosten) (!Es ist eine amtliche Förderung)




Was gilt für die angenommene JAZ von 3,4 in der Simulation? (Sie ist ein Szenario und noch kein Messwert des Hauses) (!Sie ist für alle Gebäude gesetzlich vorgeschrieben) (!Sie ist identisch mit einem Momentan COP) (!Sie beweist eine störungsfreie Kältemittelanlage)




Was ist für einen fairen Vorher Nachher Vergleich besonders wichtig? (Gleiche Nutzungsgrenzen und offengelegte Wetter und Komfortunterschiede) (!Nur zwei beliebige Monatsrechnungen) (!Ausschließlich die Außeneinheit fotografieren) (!Die Zähler ohne Zeitbezug vergleichen)





Memory

Stromzähler Elektrische Arbeit
Wärmezähler Abgegebene Nutzwärme
Jahresarbeitszahl Jahresbezogener Quotient
Gradtagzahl Wetterbezogenes Heizmaß
Heizkurve Außentemperaturgeführter Sollwertverlauf
Komfortprotokoll Nutzerrückmeldung und Raumklima





Drag and Drop

Ordne den Begriff zu. Passende Funktion
R290 Kältemittelbezeichnung
Wärmezähler Thermische Energiemessung
Heizstab Elektrischer Zusatzwärmeerzeuger
Gradtagzahl Witterungsbezogene Vergleichsgröße
Thermostatventil Raumseitige Wärmeabgaberegelung





Kreuzworträtsel

VERDICHTER Welche Komponente erhöht im Kältekreis den Druck des Kältemitteldampfes?
MONOBLOCK Wie heißt eine Gerätebauweise mit geschlossenem werkseitigem Kältekreis in einer Einheit?
HEIZKURVE Welche Kennlinie ordnet Außentemperaturen passende Vorlauftemperatur-Sollwerte zu?
WARMWASSER Welche Nutzungsart wird im Wettermodell unabhängig von der Witterung behandelt?
KOMFORT Welcher Bewertungsaspekt beschreibt das Erleben der Raumtemperatur durch die Bewohner?
SIMULATION Wie nennt man das rechnerische Durchspielen veränderter Annahmen?





LearningApps

Die LearningApps-Suche kann fremde Lernangebote anzeigen. Prüfe vor ihrer Verwendung Fachinhalte und Nutzungsrechte.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der Ausbildungsfall verwendet ausdrücklich

.
Die elektrische Arbeit wird mit einem

erfasst.
Die abgegebene Wärmemenge erfasst ein

.
Die Abgrenzung aller erfassten Verbraucher heißt

.
Die gemessene JAZ im Ausbildungsfall beträgt

.
Zum Wettervergleich wird die

korrigiert.
Die Warmwasserwärme wird in der einfachen Modellrechnung als

angenommen.
Die Temperaturerhöhung im Raum beträgt

Kelvin.
Das Kältemittel R290 ist

.
Arbeiten am Kältekreis erfordern vorab eine passende

.
Die Stromrechnung der Simulation ist eine

.
Ein überzeugendes Fazit benennt auch

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Fotostudie: Beschrifte auf einem Bild die Außeneinheit und erkläre, welche Messwerte das Foto nicht liefert. D1
  2. Zählerkarte: Zeichne die beiden Zähler und übernimm ihre Anfangs- und Endwerte. D2
  3. Komforttagebuch: Entwickle eine anonymisierte einwöchige Protokollvorlage. D3
  4. Formelkarte: Gestalte eine Formelkarte mit Einheiten und einem typischen Rechenfehler. D4


Standard

  1. Messskizze: Kennzeichne Messgrenzen und Hilfsantriebe in einer eigenen Systemskizze. D1–D2
  2. Prüfdatencheck: Fordere in einem simulierten Kundengespräch die fehlenden Prüfbelege an. D2
  3. Wettervergleich: Berechne die witterungsbereinigte Wärmeabgabe beider Jahre und erkläre eine Schwäche des Modells. D4
  4. Szenarienblatt: Simuliere drei JAZ-Werte und erläutere die Aussagegrenzen. D5


Schwer

  1. Sicherheitsentscheidung: Erstelle eine Stop-/Freigabe-Matrix für Kältemittel, Brand, Druck und Fachkunde, ausschließlich auf Dokumentationsbasis. D1
  2. Kundenpräsentation: Drehe ein kurzes Erklärvideo zum Unterschied zwischen geringerem Stromverbrauch und geringerem Wärmebedarf. D6
  3. Experteninterview: Befrage eine qualifizierte Fachkraft zu Bilanzgrenzen, Datenqualität und Betriebssicherheit. D2–D6
  4. Eigenes Gutachten: Verfasse einen zweiseitigen Abschlussbericht mit Urteil, Gegenargument, Unsicherheiten und Maßnahmenplan. D6




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fehlerdiagnose: Eine Werbeaussage nennt die JAZ 3,51. Widerlege sie und erkläre die Auswirkung auf eine Kauf- oder Betriebsentscheidung.
  2. Alternativer Vergleich: Begründe, weshalb ein wärmeres Jahr und gestiegene Raumtemperaturen gegensätzliche Auswirkungen auf den Energieverbrauch haben können.
  3. Interessenkonflikt: Eine sparsame Einstellung führt zu Kältebeschwerden. Entwickle eine sichere, fachlich freizugebende Strategie zur Prüfung möglicher Verbesserungen.
  4. Evidenzprüfung: Erläutere, wie sich Dein Fazit verändert, wenn der Wärmezählernachweis fehlt oder die Zählerzuordnung falsch ist.
  5. Kostenübertragung: Untersuche, weshalb 585 € geringere variable Energiekosten keine vollständige Investitionsrechnung darstellen.
  6. Grenzfall: Ein Auszubildender soll eigenständig einen Kältemittelaustritt untersuchen. Begründe den Arbeitsstopp und beschreibe die erforderliche fachliche Eskalation.


Lernnachweis

Abgabe: Ein datiertes, eigenständig erstelltes Projektdossier D1–D6 mit folgenden Nachweisen:

  1. Anlagenskizze mit Systemgrenzen, Energieflüssen, Messstellen und Sicherheitskennzeichnung.
  2. Sicherheits- und Fachkundekarte mit separater Bewertung von Kältemittel, Brand/Explosion, Druck und Zuständigkeiten.
  3. Prüfdatenblatt mit Einheiten, Zeitbezug, Zählerdifferenzen, Datenquellen und offenen Nachweisen.
  4. Komfortprotokoll mit Messkriterien, Nutzerfeedback und Aussagegrenzen.
  5. Rechen- und Simulationsblatt mit JAZ, Wetterkorrektur, Kostenmodell und mindestens zwei Szenarien.
  6. Eigenes Urteil mit Belegen, Gegenargumenten, Unsicherheiten und einem sicheren nächsten Prüfschritt.

Bewertungsvorschlag: Mess- und Quellenqualität 25 %, fachlich korrekte Rechnungen 25 %, fairer Vergleich und Komfort 20 %, Arbeitssicherheit und Fachkunde 20 %, eigenständige Begründung 10 %.

Sicherheits-Mindestanforderung: Ein Dossier, das eigenständige gefährliche Arbeiten am Kältekreis fordert oder sicherheitsrelevante Prüfnachweise erfindet, erfüllt den Lernnachweis nicht.


OERs zum Thema


Fachquellen und aktuelle Rechtsgrundlagen

Quellenprüfung: Stand 11.10.2026. Bei einer realen Anwendung sind Rechtsstand, Herstellerunterlagen und Standortbedingungen erneut zu prüfen.

  1. Fraunhofer ISE: WP-QS im Bestand – Messkonzept und Forschung zum Wärmepumpenbetrieb.
  2. Fraunhofer ISE, 03.11.2025 – reale Jahresarbeitszahlen und Grenzen der Schallauswertung.
  3. IWU: Gradtagzahltool – Aufbereitung von Klimadaten des Deutschen Wetterdienstes.
  4. Umweltbundesamt: natürliche Kältemittel und R290 – Stoffeigenschaften und Sicherheitsaspekte.
  5. Bundesrecht: Gebäudemodernisierungsgesetz, Stand 2026 – aktuelle Gebäude- und Heizungsregelung.
  6. ChemKlimaschutzV 2026 und Durchführungsverordnung EU 2024/2215 – Sachkunde und Zertifizierungsrahmen.
  7. Betriebssicherheitsverordnung und TRBS 2141, geändert 2026 – Arbeitsmittel- und Drucksicherheit.


Medien- und Lizenznachweise

Die folgenden Wikimedia-Commons-Dateien wurden auf Dateiexistenz, Urheberangabe und Lizenzinformation geprüft. Die im Kurs gezeigten Bilder werden unverändert eingebunden. Bei Weiterverwendung gelten die Bedingungen der jeweiligen Dateilizenz.

  1. Wärmepumpe Außeneinheit.jpg – Mueller felix, CC BY-SA 4.0.
  2. Heatpump.svg – Ilmari Karonen, gemeinfrei.
  3. GHS-pictogram-flamme.svg – GHS-Piktogramm, gemeinfrei.
  4. Waermezaehler wfm21.jpg – MakeMagazinDE, CC BY-SA 4.0.
  5. Electronic Electricity Meters.jpg – Mamlik, CC0.
  6. Data logger.jpg – Cjp24, CC BY-SA 3.0.
  7. Thermostatic Radiator Valve.jpg – T.Voekler, CC BY-SA 3.0.
  8. Heizkurve.png – iggy-x, CC BY-SA 3.0.

Videos: Die eingebundenen YouTube-Videos stammen aus überprüften Veröffentlichungen von Die Maus/WDR, Quarks/WDR, Sonne Frei Haus und Terra X/ZDF. Die Einbettung bedeutet keine automatische OER-Lizenz. Die Videos dürfen nicht ohne passende Rechte heruntergeladen oder neu veröffentlicht werden. Historische Rechtsaussagen und Werbeinhalte sind kritisch einzuordnen.


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